Freitag, 4. Mai 2018

Die Schöpfung verbessern, einige Fragen dazu

die Schöpfung verbessern, also sie so zu verändern, dass er besser damit zurecht kommt, ist, so schlimm es sich anhört, dennoch das, was der Mensch schon immer macht, um überleben zu können.

Das fing wahrscheinlich schon  an, bevor  er Sümpfe trockenlegte, Wälder rodete, Buchten zu Häfen ausbaute und hört zur Zeit damit noch nicht auf, dass Lieschen Müller jedes Jahr in Regionen entschwindet, um dortselbst Urlaub zu machen, die  zur Zeiten ihrer Ururgroßmutter, selbst den Reichen zu weit weg waren, um dort man kurz die Sommerfrische zu verbringen.

Das ist das eine, das andere ist ein tiefes Unbehagen an dem technischen Fortschritt und so sehr mir die Grünen mit ihrem Gejammer auf den Keks gehen, so sehr kann ich sie verstehen.
Es gibt  ein tiefes Unbehagen der Leute, das noch verdeckt wird von  dem hemmungslosen Konsum von immer mehr Mist, der  (noch) möglich ist.
Symptomatisch das Fernsehprogram, auf zig Kanälen rund um die Uhr nix wie dummes Zeug, um es mal salopp zu formulieren, dafür würde auch ein halber Kanal reichen, aber nein, man hat das Gefühl von Fülle!


Manchmal wenn ich durch so einen Supermarkt renne, und von den, gefühlten 30 m Milchprodukte Regal, genau 2 Packungen Milch und den immer gleichen Käse einpacke, so frage ich mich einfach, was ich von einem Laden halten würde, der nur das in den Regalen stehen hätte, was ich so kaufe.
Ich bin davon überzeugt, ich würde sagen "Ach nee, die haben ja nix!"

Vor Jahrzehnten gab es einen Spruch, der das Unbehagen an unserer Art zu leben dadurch ausdrückte, dass er sagte "Die Hausfrau hat die Wahl zwischen 5 verschiedenen Waschmitteln, wo sie eigentlich Brot und Rosen kaufen will!"

Das trifft doch unsere Realität,  Brot steht, so als Wort, nicht als Ding, aber so als Metapher,  für den Lebensunterhalt und Rosen für die Schönheit und die Liebe und statt dessen haben wir die Wahl zwischen zig verschiedenen Waschpulvermarken und zig Sorten Waschmittel (weiß, schwarz, bunt (in verschiedenen Variationen) , koch, Wolle, Sport, sensitive, Fein das sind so die wichtigsten) und wenn wir das nicht im Regal sehen denken wir "nee was für ein armer Laden!"

Und so sehr der hemmungslose Konsum die drängenden Fragen der meisten zum Schweigen bringt, so sehr sorgt er auch dafür, dass sie nicht verstummen.
Für all den Kram, den wir so kaufen können, bedarf es ja der Technik.
Mittlerweile werden ja Himbeeren aus Peru eingeflogen, und Heidelbeeren aus Südafrika und mitten im Winter gibt es Erdbeeren aus was weiß ich woher.
Lammfleisch aus Neuseeland ist weitaus billiger als Lammfleisch aus der Region und der Fischhändler behauptet bei manchen seiner Seefische, die seien noch nicht mal auf dem Weg vom Fanggebiet zur Theke, weit weg von jedem Meer, tiefgefroren, sondern wirklich frisch.

Also man kann es drehen und wenden wie man will, das was wir vorfinden und wenn es noch so viele Zertifikate mit bio, öko, nachhaltig, schonend usw, trägt,. es verändert unsere Umwelt, es bedarf einer veränderten Umwelt, damit wir im Bioladen um die Ecke,  biologisch dynamische fair gehandelte Schokolade kaufen können, weil wenn die Umwelt so wäre, wie vor hundert Jahren, so begönne jetzt die Zeit, wo nix Schokolade und auch nix Fisch, weil zu heiß, Wege zu weit usw.

Also die Frage die sich aufdrängt ist einfach die, wo ziehen wir die Grenze? oder noch mal anders gefragt "wo war denn die Grenze die wir überschritten haben?"

Ich weiß es nicht!
Ich weiß aber dass mich solcherlei Beiträge (es geht hier um Embryonen wo bestimmte Erbinformationen ausgetauscht werden um damit das Auftreten bestimmter Erbkrankheiten, die nicht behandelbar sind, zu verhindern) unruhig zurück lassen.

Wie gesagt, ich finde das alles überhaupt nicht gut, es lässt mich unruhig zurück, genauso wie die niederschwelligeren Meldungen von wegen Genmanipulationen an Pflanzen und Tieren.

Greifen wir das mal auf, so muss man konstatieren, dass es ja wirklich nicht geht, einfach so durch Gentechnologie irgendwelche Erbinformationen von irgendwelchen Schweinen zu verändern, damit die noch mehr Schnitzel und weniger Kotelett hergeben oder ähnliches.
Aber wenn die Diskussion soweit gediehen ist, fällt mir immer mein alter Onkel ein, der mal eine hitzige Diskussion am Familientisch damit anfachte, indem er sagte "Ja aber, die Menschen züchten ja schon immer Tiere und Pflanzen und da sie dabei bestimmte Erbinformationen wegzüchten, andere reinzüchten ist das ja auch nichts anderes als Gentechnik nur, eben mit anderen Mitteln, langsamer und zeitaufwendiger.

Vielleicht müssen wir den Bericht über den Sündenfall, wirklich wörtlich nehmen, wenn Gott sagt, "siehe der Mensch ist geworden wie wir, er unterscheidet gut und böse" dass der Mensch sich im Sündenfall die Fähigkeit Gottes, wenn auch in geringerem Maße, erworben hat, schöpferisch mit der Welt umzugehen und mir scheint, das, obwohl es sich wie Segen anhört, schöpferisch mit der Welt umzugehen, ist auch gleichzeitig der Fluch des Menschen, dass er genau das tun muss, wenn er überleben will und das will ja der Mensch.

Man hört ja oft, dass, in Anlehnung an Augustinus, gelten würde "Liebe und tu was du willst" und genau das wird dann genau bemüht um Dinge gut zu heißen oder gar zu tun, von denen man bislang dachte sie seien nicht das was Gott will,  aber leider findet sich dazu nichts in der Bibel., eher die umgedrehte Sache, dass das Maß der Liebe ist, wie sehr man die Gebote Gottes hält und man kann auch aus der Schrift immer nur konstatieren, dass die Nächstenliebe und die Gottesliebe zusammen geliebt werden müssen.
Wobei das AT die Liebe zu Gott über die Liebe zu seinen Geschöpfen,. zu denen auch der Mensch zählt, stellt, während da Christus ja Mensch geworden ist, und wie die mittelalterlichen sozialen Orden ja festgestellt haben, wir in unserem Nächsten eben Christus lieben und damit der scheinbare Widerspruch zwischen AT und NT aufgehoben wird.

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