Samstag, 11. November 2017

Zum heutigen St. Martins Tag

Heute ist Sankt Martin und er wird uns, zurecht, morgen wohl als der soziale Wohltäter par excellence verkauft und das ist er auch, aber der heilige Martin von Tours war kein softer heidadei Heiliger, der sanft und lieb und nett war und über den Wolken schwebend das Geld und Gut anderer Leute als Wohltaten verteilte, nein er war ein Mann mit Ecken und Kanten, ein Kämpfer für das Reich Gottes.,
 daher lauten seine letzten, überlieferten Worte auch:

Mein Gott, es ist ein harter Kampf, den wir in Deinem Dienste in diesem Dasein führen. Nun aber habe ich genug gestritten. Doch wenn Du gebietest, weiterhin für Deine Sache im Felde zu stehen, so soll die nachlassende Kraft des Alters kein Hindernis für mich sein. Ich werde die Mission, die Du mir anvertraust, weiter treu erfüllen. Solange Du befiehlst, werde ich streiten. Und so willkommen dem Veteranen nach erfüllter Dienstzeit die Entlassung ist, so bleibt mein Geist doch Sieger über die Jahre, unbeugsam vor dem Alter. Amen"


Es passt zum katholischen Christentum, dass so ein Mann zum immer noch bedachten, sogar gefeierten Highlight jedes Kindergartens geworden ist.
Wenn man es von außen betrachtet, ist es komisch, von innen macht es einfach Sinn.

Martin von Tours war Soldat und wurde Bischof, er wollte nicht Bischof werden, versteckte sich im Gänsestall und so fanden ihn die Leute.

Man hat überhaupt das Gefühl der heilige Martin von Tours hat sich die Mahnungen des Apostels Paulus an Timotheus zu Herzen genommen, die da lauten:


6 Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit.
7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen.
8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen.
9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis.
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
11 Aber du, Mensch Gottes, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut!
12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.



Hier kann man ausführlicher zur Vita des heiligen Martins lesen.

Der heilige Martin ist also nicht ein sentimentaler Kindergartenheiliger, sondern er hat mitgeholfen das Christentum hier in unseren Landen zu etablieren, immerhin war er angeblich in Worms am Rhein  eingekerkert, weil er, bekehrt, aus dem Kriegsdienst wollte entlassen werden.

Aber sagen wir mal so, diese Weigerung mit der Waffe zu kämpfen, da es ihm als Christ nicht erlaubt sei, auch die hat etwas ungemein mutiges, kämpferisches.
Der Kaiser warf ihm nämlich vor, aus Feigheit nicht kämpfen zu wollen und Martin sagte, es sei nicht so, er sei, im Gegenteil bereit sich alleine und unbewaffnet, nur unter dem Schutz des Kreuzes, den Feinden gegenüberzustellen und durch ihre Reihen zu gehen.
Und um das in die Tat umzusetzen und dafür zu sorgen, dass der Martinus, nicht etwas sich davon mache, lies der Kaiser ihn in Worms einkerkern.
Allerdings kam es weder zur Schlacht, weil die Germanen sich vorher (Irgendwo haben ich gelesen, gegen die Zahlung von Gold) wieder zurückzogen.

Hier kann man das nachlesen.

Wir sollten daher anfangen den heiligen Martin zu bitten uns zu helfen, dass der Glaube nicht erlischt und wir wieder Mut finden ihn, den Glauben zu bekennen und ihn mutig zu leben, mutig nicht weil wir so obercoole Menschen sind, sondern weil Gott mit uns ist, und wenn er mit uns ist, uns alles., zum Guten gereicht.

Daher:  Heiliger Martin bitte für uns!

P.S heute vor 600 Jahren wurde auf dem Konzil zu Konstanz das große abendländische Schisma, wo es bis zu drei Päpste gab, mit der Wahl Martins V beendet.



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