Dienstag, 10. Oktober 2017

Marco Tosatti kommentiert das neue (papst-gestützte) "Scalfari-Evangelium" mit der Abschaffung von Paradies, Fegefeuer und Hölle.

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae von einem Brief, den "Pezzo Grosso" ihm(verständlicherweise) entsetzt nach Lektüre des neuesten  Scalfari-"Interviews" geschrieben hat.
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"PEZZO GROSSO KOMMENTIERT DAS NEUE EVANGELIUM VON SCALFARI (UND DER PAPSTES?). UND FORDERT EIN STARKES VATICANISCHES DEMENTI"

Dieses mal spüre ich im Brief, den Pezzo Groso mir gestern geschrieben hat, nachdem er gelesen hat, wie Eugenio Scalfari den neuen Humanismus der Kirche illustriert, der seiner Meinung nach auf den Pfeilern Martini, Paglia und Bergoglio ruht, einen wirklichen Verlust.
Lesen Sie und sagen Sie mir, ob Sie dieses Gefühl teilen.

Noch einmal- in dieser Zeit, in der jemand, der ein Wort sprechen müßte, sich nur um Einwanderung kümmert und man beweint, daß Informatoren nur gelegentlich einen Lichtstrahl auf das "tiefe Denken" der Nr. 1 wirft. Lesen wir den Brief, dem ich eine kleine Postille hinzugefügt habe.

Caro Tosatti,, 
in seinen nach dem Gedächtnis aufgezeichneten Gesprächen mit Papst Bergoglio schreibt Scalfari, der erste Bekehrte des Pontifex heute in der Repubblicca auf Seite 26, 3 über drei Behauptungen, die unbedingt für Stilum Curiae kommentieren muß. 

Die erste ist, daß der Papst- mit dem Ziel der "Moderne"  zu begegnen, am Ende ein "erklärter Relativist" ist. 
In Anführungszeichen gibt Scalfari einen Satz des Papstes wieder: "Wir Gläubigen, und offensichtlich auch wir Priester und wir Bischöfe glauben ans Absolute, aber jeder auf seine Weise, weil jeder von uns einen eigenen Kopf und sein Denken hat. Deshalb ist unsere absolute, von allen geteilte Wahrheit, von Mensch zu Mensch verschieden. ..Eine Art Relativismus, den es also auch unter uns gibt."
Nun das haben wir bemerkt. Nichts Neues.

Gehen wir zur Zweiten.
In  seiner Suche nach dem Ursprung des Guten und Schlechten fragt sich Scalfari: "Wem verdanken wir die Existenz des Dämons?"
Der Leser  hat richtig gelesen: Scalfari schreibt respektvoll Dämon mit großem "D". Dann fährt er fort, daß "Die Katholisch-Christliche Religion offensichtlich zwischen Gut und Böse unterscheidet aber den Ursprung des Bösen nicht behandelt.: ist es Gott selber, der es in dem Augenblick geschaffen hat, als er seinen menschlichen Geschöpfen das Recht zum freien Urteilen zuerkannte?
Menschenskind! Aber wem dienen die Doktrinlehren, die Papst Bergolgio Scalfari erteilt?




Und nun kommen wir zur dritten Behauptung.
Scalfari verkündet, daß Papst Franziskus (auf - wie er sagt - revolutionärere Weise als Johannes XXIII und Paul VI) die Orte abgeschafft hat, in die die Seelen nach dem Tod gehen müssen: Hölle, Fegefeuer und Paradies. 
Der große Konvertit schreibt: "Papst Franziskus - und das wiederholt er - hat die ewigen Aufenthaltsorte des Lebens nach dem Tod der Seelen abgeschafft.
Die von ihm unterstützte These ist, daß die vom Bösen beherrschten Seelen, die nicht bereuen, aufhören zu existieren, während diejenigen. die sich des Bösen enthalten haben, in die Seligkeit aufsteigen, Gott zu sehen." Und er schließt hier damit, daß "der universale Richter in der Tradition der Kirche sinnlos wird." 
Es ist sicher, daß Scalfaris Folgerung nicht einfach die ist, daß wir.....in unser Paradies (wenn wir dran glauben) gehen, während die Erleuchteten enden und basta - weil es die Hölle, jene ewige Bestrafung - nicht gibt.
Nein: de facto erklärt und behauptet er, daß es die Ursünde nicht gibt, keine Inkarnation, Auferstehung und keine Erlösung gibt. Wir stehen insgesamt einer kolossalen Operation gegenüber:
es wird das Evangelium neu geschrieben, nach Scalfari, der den Papst sprechen läßt (allerdings ohne Aufnahmegerät. Siehe Pater Sosa, SJ) 
Schlußfolgerung - als ich dieses Stück mit dem Untertitel: "So plant Franziskus` Kirche den neuen Humanismus" zum erstenmal las, habe ich mich gefragt, wie kräftig und entschlossen das jetzt vom Pressesaal des Vaticans dementiert wird,
Weil - wenn das diesesmal nicht passiert, sich die vier Kardinäle geirrt haben, als die die Dubia formulierten, sie hätten statt dessen ein starkes "NUNC SCITOTE" (Sicherheiten).
Nach erneutem Lesen habe ich mich auch gefragt, ob nicht diese Doktrin, mit der man durch Dialog bekehren will, nichtig ist?
Seltsam dieses Modell der Evangeisierung, in dem man dem Recht gibt, der Unrecht hat und dem, der Unrecht hat, Recht. Ich verstehe nichts mehr, Tosatti.
Hilfe !"

Eine Postille. Es handelt sich um einen Text, der ein bißchen obsolet ist, den Katechismus der Katholischen Kirche.

1034 Jesus spricht von der "geenna", vom "unlöschbaren Feuer", das dem vorbehalten ist, der sich bis zum Ende des Lebens weigert, zu glauben und sich zu bekehren und wo sowohl die Seele als auch der Körper untergehen muß.
Jesus verkündet mit ernsten Worten: "Der Menschensohn wird seinen Engeln befehlten, die  [....] alleMitarbeiter der Sünde sammeln und sie in den brennenden Ofen werfen." (Mt. 13, 41-43) und er verkündet die Verdammung; "Geht - weit weg von mir - Verfluchte - ins ewige Feuer!" (Mt. 25,41)

Papst Scalfari - aber wenn Sie erlauben, ziehe ich es vor, an Jesus und seine Nachfolger zu glauben. Ich erinnere mich an den Schrei Johannes Pauls II im Tempeltal: "Kehrt um! Das Urteil Gottes wird kommen!" Und was wird Gott im Gericht sagen? "Ruhig, wir haben gescherzt?"
das scheint mir seltsam.....

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

Kommentare:

  1. Die Hölle ist voll von Leuten, die geglaubt haben, sie existiere nicht.

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  2. der BUddhismus mit seiner Idee, der Auflöung, des Eingehens ins NIchts, für die, die das große Ziel nicht schaffen hat zuerst etwas faszinierendes.
    Aber es nimmt dem Leben seine Würde. Der Mensch ist dann sowas wie ein Löwenzahnsamen, die einen schaffen es halt Wurzeln zu schlagen, die anderen nicht.

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