Mittwoch, 11. Oktober 2017

M. Tosatti kündigt eine Diskussion mit Don N.Bux und Gotti Tedeschi über die derzeitige Kirchenkrise an


Das tut er bei Stilum Curiae und fügt seiner Ankündigung noch einmal seine Rezension des Buches "Gott ist meritokratisch" hinzu, das seiner nachvollziehbaren Ansicht nach, die gegenwärtige Lage des Katholizismus und der Kirche in der Welt sehr gut erklärt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS SCHIFF (DER KIRCHE) IM STURM. FREITAG DISKUTIEREN IN PIACENZA DON BUX, GOTTI TEDESCHI UND TOSATTI DARÜBER"

"Am kommenden Freitag wird in Piacenza im Auditorium der Stiftung Piacenza-Vigevano über die Gegenwart und die Zukunft der Kirche gesprochen, beginnend mit dem vor kurzem erschienenen Buch Ettore Gotti Tedeschis "Gott ist meritokratisch".
Wie man auf der Abbildung sieht und wie man heute erleben kann, sind die Aussichten und Neuigkeiten alles andere als beruhigend.
An der Diskussion werden Don Nicola Bux, erstklassiger Theologe und Gelehrter der Italienischen Kirche; der Autor des Buches (Ettore Tedeschi), das sicher keine Werbung braucht teilnehmen und der, der diese Zeilen schreibt, den Sie von seinen täglichen Bemühungen auf dem blog kennen.
Ich stelle mir vor, daß es dabei nicht an interessanten Ideen mangeln wird und andererseits liefert uns die Chronik der kirchlichen Welt immer wieder mit neuen, in der Regel wenig tröstlichen Ideen.

Im Folgenden stelle ich Ihnen noch einmal die Rezension des Buches vor, die ich vor einiger Zeit bei Stilum Curiae gepostet habe. Dessen Lektüre ich heute wie damals empfehle.

 "Das neue Buch von Ettore Gotti Tedeschi, Wirtschaftsfachmann, Finanzexperte, Bänker und Ex-     Präsident des IOR trägt den Titel: "Gott ist meritokratisch"; aber in Wirklichkeit hätte man es auch   mit den Worten betiteln können, mit denen der erste Teil endet: "Tatsächlich ist es Zeit,   aufzuwachen!" natürlich an die Katholiken gerichtet, die dazu neigen, zu leiden und ein ganze   Menge Lügen, falsche Ideen, verzerrte Meinungen über sich selbst, ihren Glauben und ihre eigene   Kirche zu metabolisieren. Alle, und wenn wir alle sagen, meinen wir wirklich alle, beginnend mit   dem "Maggior Piero" ("der große Petrus") wie Dante ihn nennen würde.

 Die große Verantwortliche für eine Menge Beschwerden in der Kirche und der Welt ist-dem Autor   zufolge- die Gnosis; eine alte Häresie, die aber im Gegensatz zu anderen nicht im Laufe der Zeit   nicht geschluckt wurde, sondern sich modifizieren, anpassen, überleben konnte und jetzt ihr   triumphierendes Gesicht zeigt.
 "Wenn wir überzeugt sind, daß nichts Wichtiges zufällig passiert, können wir nicht glauben, daß   dieser Prozess des Vorrückens der Gnosis natürlich sein soll, der mit einem tödlichen Schlag im   Verlauf der letzten 500 Jahre eine 2000-jährige christliche Zivilisation zunicht machen konnte.
 Die Erklärungen, die den Zusammenbruch des Glaubens mit  Fortschritt, Wissenschaft, Technik,   Globalisierung etc. begründen, halten nicht stand, weil sie zum dem gleichen Glauben zugehören,   der diese Voraussetzungen erst geschaffen hat."




 Gewiss, für einen Gläubigen, wie Gotti Tedeschi, ist es sicher, daß es einen ersten   Hauptverangtwortlichen gibt: jenen Herrn, der der Bibel zufolge, rebelliert- angetrieben vom   Wunsch "zu sein wie Gott"; und der dann- als guter Fürst dieser Welt- fortfährt seine Arbeit zu   vollenden, indem er versucht (und darin zumindest seit einigen Jahrhunderten erfolgreich ist) die   Menschen vom Guten und der Durchführbarkeit seines Wunsches zu überzeugen.
 Außerdem: er überzeugt sie, daß jeder von ihnen Gott sein kann. Und als Konsequenz, daß sein   Gewissen genügt, um allem die richtige Richtung zu geben.....Gotti Tedeschi gibt zu bedenken, daß   bis zur Reformation über Satan gesprochen wurde; und dann verblaßte sein Bild Schritt für Schritt-   auch in den Kirchen, ein so wenig rationaler so wenig moderner Glaube....
 Nicht ohne einen kleinen Spritzer Gift erinnert Gotti Tedeschi daran, daß schon  "der Hl.Augustinus   die "Verschönerer" Satans, die seine Macht zum Bösen neu dimensionierten -man denke!- "die   Barmherzigen" genannt hat.
 Aber sind wir sicher, daß diese schmusenden Neudimensionierer, Speichellecker der Rolle des Dämons, die auch seine religiös ergebenen Schüler sein konnten, heute verschwunden sind?"

Seit einer bestimmten Anzahl von Jahrhunderten wurde die Katholische Kirche als Gegner der Antonomasie*  betrachtet, Ist sie es heute noch?
Gotti Tedeschi notiert" Man würde sagen, daß man nicht will, daß die Kirche weiterhin am strategischen Ziel festhält, die Welt aufzuwecken und neu zu evangelisieren, um sie zu retten.
Ich persönlich würde sagen, daß man das dadurch erreichen möchte, daß die Kirche als Hindernis einer ausgewogenen Globalisierung betrachtet."
Und dann müßte die Kirche aufgeben, absolute Werte und die Wahrheit anzubieten, den Relativismus zu bekämpfen, eine auf der von einem Mann und einer Frau gegründeten Familie basierende Anthropologie zu verteidigen und dürfte nicht behaupten, daß es das moralische Elend ist, das das materielle erzeugt. Wie es Gotti Tedeschi im ersten Teil seines Werken zeigt,
Und natürlich müßte sie diese hassenswerte Praktik abschaffen- den Proselytismus, also davon zu überzeugen, versuchen (zu überzeugen, also mit Mitteln der Logik, des Dialogs, der Ratio) daß das Heil in der Kirche ist und "es außer ihr kein Heil gibt", es ist euch in der Tat "den Menschen unter dem Himmel kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden können."

Der Autor stellt fest, daß die Kirche immer das Evangelium verkündet, und nie dem. was die Welt (die Gnosis) wollte, das sie tun sollte, nachgegeben hat: "Nur Dank äußerer und auch interner Angriffe innerhalb der letzten 500 Jahre, schien die Kirche immer Schwierigkeiten gehabt zu haben, das mit Entschiedenheit zu tun, konnte aber immer die Sicherheit der Wahrheit zeigen.
Aber gerade in diesen letzten 500 Jahren hat ein äußerst harter Angriff auf ihre Glaubwürdigkeit und ihre Rolle begonnen, mit der Begründung, daß die moderne und globale Welt nicht anders kann, als sie auszuschließen, weil sie nutzlos und sogar schädlich ist."

Aber das Problem muß umgedreht werden, erklärt Gotti Tedeschi; das wahre Problem ist, daß die westliche Gesellschaft gescheitert ist, wie wir leider jeden Tag konstatieren können, besonders weil "sie den Katholischen Glauben abgelehnt hat. Und das wird heute wieder durch seine Integrität bestätigt und wiederholt, weil er die Wahrheit ist."

Wir haben zuerst die Meinung Gotti Tedeschis betont, nach der das materielle Elend auf dem moralischen beruht und nicht umgekehrt. Es scheint uns interessant, Ihnen seine Worte in einem Zitat von gewisser Weite zu präsentieren, besonders weil der Autor Wirtschaftsfachmann ist und deshalb das, was er auf diesem Gebiet behauptet, von besonderem Wert ist.
"Ich bestehe darauf, Sie einzuladen, sich zu überzeugen, daß es das moralische Elend ist, das die wirtschaftliche, soziale und politische Misere generiert-- nicht umgekehrt.
Und ich glaube, daß es eine Priorität ist, sich vor allem anderen, mit dem moralischen Elend zu befassen. Die aktuelle wirtschafltiche Krise wurde durch vergangene und gegenwärtige moralische Krisen ausgelöst, die weiterhin neue Formen des Elends schafft, auch widtschafltiche.
Weil das wirtschaftliche Elend das offensichtlichste und dringendste Ergebnis zu sein scheint, ist es gut, klar zu definieren, was Armut ist und wie man das Problem moralisch angehen sollte.
Es ist nötig, zu lehren, warum heute große Teile der Armut in der Welt Frucht der Sünde, des Egoismus, der Indifferenz und der Gier etc. sind.

Es ist nötig zu wissen, daß auch eine egalitäre Neuverteilung des Reichtums das Problem der Eifersucht, des Neides (basierend auf der Überzeugung, daß das die schlimmste aller Sünden ist) die Bindung an die Dinge etc. nicht beheben kann und daß wir persönlich voraussehen können, daß sich nach einer Neuverteilung die Konzentration des Reichtums, die Ungleichheit wiederholen werden, wenn der Mensch geizig, egoistisch und indifferent bleibt,

Das moralische Elend gründet sich auf der Sünde und ich bin überzeugt, daß die wirtschaftliche Armut, nicht nur die individuelle, sondern die ganzer Bevölkerungen, eine Folge  der "moralischen Armut" ist und daß diese "moralische Armut" -wie ich schon betont habe- behoben werden müßte, der Hierarchie der Probleme nach, als erste, praktisch primäre Aufgabe der Kirche."

Aufwachen, haben wir gesagt. Weil, wenn " mit dem Nächsten tolerant und mit sich selbst intolerant sein, Katholizismus ist " bedeutet, dann ist das Tolerieren von Manipulationen und Widerspruch gegen den Glauben nicht Toleranz, sondern Lauheit."
"Und es ist vielleicht auch Dummheit, des Katholiken unwürdig."

Es gibt jeden Tag als unerträglich definierte Manipulationen, die versuchen, davon zu überzeugen, daß es nötig und korrekt ist, "Glauben und Werke zu trennen, eine Art der Metamorphose der Ursünde zu akzeptieren. Sehen Sie, liebe Leser, sich zu entscheiden, nicht zu erklären, daß die Wahrheit der Freiheit vorangeht, führt die Gläubigen fortschreitend dazu, menschliche Konventionen über das, was ein Wert, was gut, legitim und legal ist, zu akzeptieren. Mit der Folge, nach dem subjetkiven Gewissen das Bequemste zu wählen."

Sind das Dinge, die heute in der Kirche passieren?
Ich antworte mit einer anderen Passage des Autors: "Ich habe mich gefragt, was der Katholizismus heute wäre, wenn z.B. der Hl. Johannes der Täufer den menschlichen Respekt hätte zeigen wollen,  Herodes´ moralisches Verhalten im Konkubinats von Herodes zu werten?  Sicher hätte er seinen Kopf gerettet, aber vor allem wäre es danach dann legitim geworden, die Frau des eigenen Bruders als Konkubine zu nehmen, und hätte die Diskussionen um die jüngsten Dokumente der Lehramtes (alles die Schuld der Intransigenz und Rigität des Täufers? Menschenskind!) überflüssig gemacht."

Dem läßt Gotti Tedeschi andere Fragen folgen zum Verhalten Jesu gegenüber den Pharisäern, Pilatus und vielleicht auch den Versuchungen Satans in der Wüste. Um zu zeigen, wie wenig Jesus dialogisierte, jedenfalls wie es uns die Evangelien berichten.
Auch wenn, -wie uns der Ordensgeneral der Jesuiten erklärte, wir es in Wirklichkeit  nicht wissen?
Es gab keine Tonbandgeräte......

Schlußfolgerung: wir raten Ihnen zur Lektüre von "Gott ist merokratisch", herausgegeben von Edizioni Giubilei Regnani. 380 Seiten mit einem Vorwort von Msgr. Nicola Bux, weil es eine konkrete und wirksame Antwort, ein Heilmittel ist für einen Satz des Hl. Pfarrers von Ars :
"Die Schande ist, daß nicht darüber nachgedacht wird."

Quelle:  Stilum Curiae, M.Tosatti 







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