Mittwoch, 7. Juni 2017

wo der Heilige Augustinus und der olle Jöte sich einig sind

es gibt ja die sogenannten Quellsünden, oder Grundlaster, eines davon ist der Neid, und die seltsamste Form des Neides, die einem allerdings beständig unterkommt und an der man selber auch leidet, ist der Neid, auf die, die so locker, flockig vor sich hin sündigen und denen es dabei, so unterstellt man, gut geht.
In Form des Sozialneides, also so Aussagen wie, "die, die verdienen ja wie blöd und wissen gar nicht wohin mit ihrem Geld, prassen leisten sich lauter teuren Kram und sollen doch...." ist diese seltsame Form des Neides, ja mittlerweile Allgemeingut geworden.
Es gibt dann noch andere sehr verbreitete Formen dieses Neides, besonders unter den Frommen, betreffs des 6. Gebotes, aber all das vergisst meines Erachtens eine wichtige Sache, die der heilige Augustinus so ausgedrückt hat, dass nämlich die Sünde ihre eigene Strafe schon in sich trägt.

der olle Jöte hat das auch festgestellt, und zwar in diesem Worten:

Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend saß,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
Ihr führt ins Leben uns hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein;
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.

deshalb soll man gucken, dass man anständig lebt und sich nicht so arg in unguten Dingen verstrickt, weil sich alle Schuld auf Erden rächt und erst wenn man das begriffen hat, erst dann kann man anfangen zu begreifen, wie gut es ist, dass da einer gekommen ist und unsere Schuld auf sich genommen hat.

All das relativiert die Schuld übrigens nicht, sondern gibt ihr ihren vollen Ernst wieder,. auch und wenn man davon heutzutage wenig wissen will.
Die Sache ist nämlich die, dass Christus nur denen die Schuld ans Kreuz trägt die begreifen, dass sie eine solche haben.

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