Freitag, 9. Juni 2017

Der falsche Zeitpunkt, oder: Von einer die auszog, Gott in der Natur zu suchen

vorhin war ich spazieren!
Eigentlich wollte ich in die Messe fahren, aber irgendwie hatte ich keine rechte Lust, war mir zu viel Zeit, wäre insgesamt eineinhalb Stunde im Auto gesessen , wegen einer Stunde Messe. wo man nicht ganz sicher sein kann, wer sie hält und man manchmal auch "reinfällt"
Also berief ich mich vor mir selber, auf die beliebte Ausrede, das man ja keine Kirche bräuchte um Gott nahe zu sein, das ginge in der Natur, in der Stille doch genauso gut, wenn nicht viel besser....
Ich ging also in den Wald so vor mich hin, es war sehr schön, sehr inspirierend, betete Rosenkranz und war schon fast dabei, die alte Mähr, dass man ja keine Kirche bräuchte um Gott nahe zu sein, dass es in der Natur viel besser ging, selber zu glauben, da brach es plötzlich los, das Gewitter!

Zuerst tropfte durch  die Bäume  nur etwas Regen und das ganze war eigentlich recht angenehm, dennoch kehrte ich um, es war nur leider so, dass ich schon tief im Wald war, also ungefähr eine knappe Stunde schon gelaufen war!
Auf jeden Fall grollte zuerst der Donner von fern, dann kam der gefühlt näher und anhand der Abstände von Blitz und Donner lies sich nicht leugnen, dass das Gewitter näher kam und über mich hinwegzog.
Da nutzte das dichte Laub der Bäume nun auch nichts mehr, der Regen prasselte auf mich herab,. durchnässte die Kleidung, und die Wege verwandelten sich in Schlammbahnen.
Es regnete echt wie aus Eimern, in dicken, dichten, schweren und vielen  Tropfen, dazu Kam noch ein kalter Wind,
Die Kleidung wurde immer schwerer, zog nach unten, bei jedem Versuch die Säume auszuwringen merkte ich wie kalt der Regen, war, lies es also und ging weiter.
Hätte ich irgendwo einen Platz zum Unterstellen gefunden, hätte es auch nichts mehr genutzt, da ich schon tropfnass war, und das Häuschen mit dem Herdfeuer und den trockenen KLeidern, dass sich im Märchen in solchen Fällen immer findet, das fand sich nun auch nicht, war eben Realität,. nicht Märchen.
Wenn das nicht alles so unangenehm gewesen wäre,. wäre es bestimmt schon gewesen, die Bäume sich bewegend wie lebendige, grüne Wesen, der Regen der alles in ein indifferentes Licht tauchte, aber wie gesagt, ich wollte nur heim!
Wie zu erwarten, hörte es auf, als ich die Haustür erreichte!
Nachdem ich dann gebadet hatte, eröffnet mir ein Blick auf die Uhr, dass nun der Zeitpunkt gekommen wäre, an dem ich aus der Messe gekommen wäre, wenn ich denn dahin gefahren wäre und zu allem Überfluss schien nun die Sonne, der Himmel war wieder blau und die Luft herrlich frisch nach dem Gewitter, also der optimale Zeitpunkt um spazieren zu gehen!

Also man mag nun denken was man will, aber für mich ist die Sache mit dem "Gott kann man genauso gut in der Natur finden" aus persönlicher Erfahrung nun dahingehend klar, dass ich ihn dort gefunden habe und er mir was zu verstehen gegeben hat., nämlich:  "Wärst du besser zur Messe gegangen!"
Andere sagen nun bestimmt: "Reiner Zufall!" das stimmt wohl auch, aber auch hier gilt das berühmte Wort des Kardinal Volk:
"Es gibt keine Zufälle, nur die Kellertür fällt zu!"

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