Montag, 12. Juni 2017

Auch Pater Sosa Abascal SJ bedarf einer Korrektur

Pete Baklinski kommentiert für LifeSiteNews ein neues Interview, das Kardinal Burke InfoVaticana gegeben hat und zitiert aus einem Artikel von George Weigel im Catholic World Report, in dem der den Jeuitengeneral des offenen Gnostizismus beschuldigt.
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KARDINAL BURKE : "DER JESUITEN-CHEF MUSS "KORRIGIERT" WERDEN WEIL ER ZWEIFEL AN JESU WORTEN GEGEN DIE SCHEIDUNG GEWECKT HABEN"


"Für das Oberhaupt der Jesuiten ist es vollkommen falsch, vorzugeben, daß Christen nicht wissen, was Jesus wirklich über die Scheidung gesagt hat, weil es nicht auf Tonband aufgenommen wurde," sagte Kardinal Raymond Burke in einem neuen Interview

"Solche Äußerungen sind ein "ernster Fehler", der korrigiert werden muß, fügte er hinzu.

Damit hat Kardinal Burke auf die Äußerungen reagiert, die der neue General-Superior der Jesuiten Fr. Arturo Sosa Abascal früher in diesem Jahre machte, als er behauptete, daß die Worte Christi gegen die Scheidung "relativ" seien und von jedem Einzelnen nach seinem Gewissen differenziert werden müßten.

"Es müßte viel Nachdenken darüber geben, was Jesus wirklich sagte. Zu der Zeit hatte niemand ein Tonbandgerät, um seine Worte aufzuzeichnen. Was bekannt ist, ist daß die Worte Jesu im Kontext gesehen werden müssen, daß sie in einer Sprache, einer spezifischen Umgebung ausgesprochen wurden und an jemanden Besonderes gerichtet waren"   sagte er im Februar in einem Interview mit "Rossoporpora".
Historisch wurde der Generalsuperior der Jesuiten wegen seines  Einflusses auf die Kirche "Schwarzer Papst" genannt.

Sosa Abascals Interview erschien 9 Monate nachdem Papst Franziskus seine umstrittene Exhortation "Amoris Laetitia" veröffentlichte.  Dissidente Prälaten haben mehrdeutige Passagen des Dokumentes dazu benutzt, um für nach Zivilrecht geschiedene und wiederverheiratete Katholiken, die in einer ehebrecherischen Situation leben ebenso wie für Katholische Paare, die in Kohabitation -und somit in Unzucht leben- die Tür zum Empfang der Hl. Kommunion zu öffnen.

Die Äußerung des Jesuiten verursachte eine starke Gegenreaktion von Katholischen Bloggern, die ihn beschuldigten, die Bibel zu relativieren, Zweifel an Jesu worten zu erzeugen und doktrinaler Häresie.

Kardinal Burke sagte im Interview vom 10. April mit Info Vaticana, daß er nicht verstehen kann, wie ein bekannter Kirchenführer etwas so Falsches sagen könne.

"Das ist völlig falsch. Tatsächlich finde ich es unglaublich. daß er diese Art Äußerungen machen konnte. Sie müssen auch korrigiert werden. Es ist unvernünftig zu denken, daß Worte im Evangelium, die Worte sind, die nach Jahrhunderten des Studiums als direkte Worte Unseres Herrn verstanden wurden, jetzt nicht die Worte Unseres Herrn sind, weil sie nicht aufgenommen worden sind. Ich kann das nicht verstehen" sagte er.





Als der Interviewer vorschlug, daß Sosa Abascal vielleicht einen "einfachen Fehler"  gemacht haben könnte, korrigierte Burke ihn.
"Das ist ein ernsthafter Fehler, der korrigiert werden muß", sagte er.

Der Kardinal sagte, daß das in die Verantwortlichkeit der Glaubenskongregation falle, die er "das Organ des Papstes zum Schutz der Wahrheit, des Glaubens und der Moral" nannte, eine solche Korrektur zu formulieren. Aber Sosa Abascal hat die Beschuldigung, die Worte Jesu zu relativieren am 9. April in einem Interview mit dem Italienischen Nachrichtendienst TGCOM24 zurückgewiesen. "Ich weiß nicht, warum so viele Leute wütend auf mich wurden, über das, was ich sagte: daß es zur Zeit Jesu keine Tonbandgeräte gab, weil das die Wahrheit ist, " sagte er.

Er versuchte dann bei seinen früheren kontroversen Äußerung zurückzurudern, indem er jetzt sagte, daß man "Jesu Worte im Kontext verstehen muß, wie sie im weiten Sinne von der Kirche interpretiert werden."

George Weigel, schrieb letzten Monat im "Catholic World Report" daß das Sosa Absacals Infragestellen der Authentizität der Worte Jesu nach Gnostizismus schmeckt. 
Er schrieb: "Pater Sosa besteht darauf, daß das nicht "Relativismus" ist; sei es wie es wolle, es ist sicher Gnostizismus in einer ausgesprochen modernen Form".

In "Dei Verbum" lehrt die Kirche: die Dogmatische Konstitution zur Göttlichen Offenbarung besagt, daß die Autoren der Schrift "verpflichtet waren, zu schreiben, was immer Gott geschrieben haben wollte, und nicht mehr."

Kommentiert Weigel: "Es hatte also keiner ein Tonbandgerät; die Schreiber des Evangeliums hatten etwas Besseres- den Beistand des Hl. Geistes bei der Vorbereitung der Texte, die das beinhalten, was immer Gott geschrieben haben wollte, und nicht mehr."

"Es ist seit zwei Jahren klar, daß die Ehe-/Scheidungs-/ Kommunions-Kontroverse jene ausgrenzt, die- mit Vatican II- die Wirklichkeit der Offenbarung gegenüber denen bekräftigen. die darauf bestehen, daß Erfahrung und Geschichte die Offenbarung beurteilen. 
Wir können Pater Sosa dankbar sein, daß er diesen Punkt auf unmißverständliche Weise betont hat" schrieb er. 

Quelle: LifeSiteNews, Pete Baklinski, George Weigel

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