Dienstag, 31. Januar 2017

Fundstück : Die Malteser

Wir wollen den Malteser Orden mit seiner großartigen 900- jährigen Geschichte so in Erinnerung behalten, wie er vor der Annexion durch den Hl. Stuhl war.
Deshalb unser Fundstück : Paul Baddes Bilder:  Die Malteser  
Danke !


         

FSSPX: nur noch ein Schritt bis zur Rückkehr....

Lorenzo Bertocchi bringt uns in La Nuova Bussola Quotidiana auf den aktuellen Stand der Dinge, was die Wiederannäherung der FSSPX betrifft. Ein Schritt, der die Propagandisten einer ökumenistischen Einheitsreligion verwirren dürfte.
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"EIN STEMPEL TRENNT DIE LEFEBVRIANER VON DER PRÄLATUR"
"Es fehlt nur noch der endgültige Stempel und dann ist die Übereinkunft zwischen Vatican und der Priesterbruderschaft S.Pius X Fakt. 
Das hat Msgr. Bernard Fellay, Gegeneral-Superior der von Msgr. Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründeten Bruderschaft während eines Fernseh-Interviews in der Sendung "Terres de Mission", das am 29. Januar vom Sender TV Libertés ausgestrahlt wurde, angekündigt.

Tatsächlich scheint es der gute Weg zu sein, auch wenn die Geschichte des Einvernehmens zwischen Hl. Stuhl und der Bruderschaft immer eine gewisse Vorsicht lehrt. Vaticanische Quellen haben La Nuova Bussola anvertraut, daß die Papiere so gut wie fertig sind und wirklich nur noch der endgültige Stempel fehlt, den Papst Franziskus in der Hand hat.

Die beeindruckende Beschleunigung Bergoglios bei den Treffen und Diskussionen, die im Jahr 2000 nach dem Willen von Johannes Paul II begannen und auf einem Vorschlag "light" basiert, der aus diesem Grund während des Pontifikates Benedikts XVI unterbreitet wurde.
Damals wurden Fragen der Doktrin zu einem unüberwindlichen Hindernis, die heute nach dem Willen Franziskus´ in den Hintergrund gerückt zu sein scheinen, der dazu neigt Aktionen und pastorale Aspekte zu bevorzugen.

Die Bedingungen für die Übereinkunft würde sich auf die Annahme des Glaubensbekenntnisses und der Gültigkeit der in der sog. "neuen Messe" des Novus Ordo, Frucht der konziliären Reform des II. Vaticanischen Konzils, gefeierten Sakramente seitens der Bruderschaft, beschränken.
Zu den umstrittensten Fragen, auf die Lefebvre große Teile seines Kampfes stützte, bliebe nur eine sunstantielle und vage Öffnung zu einer Diskussion. Es handelt sich um die Religionsfreiheit  und das Verhältnis zwischen Kirche und Staat, oder eher zwischen Kirche und der Welt, ein Gebiet auf dem die Bruderschaft Rom immer sehr stark kritisiert hat.

Nach Msgr. Fellay ist Franziskus´ Öffnung gegenüber der Pius-Bruderschaft im Rahmen der Aufmerksamkeit die der Papst gegenüber den sog. "Peripherien" zu sehen. "Und wir"- so fügte er während des Fernsehinterviews hinzu "sind für viele große Strömungen innerhalb der Kirche Peripherie."

Nach der Rücknahme der Exkommunizierung der 4 von Msgr. Lefebvre 1988 ordinierten Bischöfe (außer Fellay. Bernard Tissier de Mallerais, Alfonso de Galaretta und des kontroversen Richard Williamson), hat Franziskus während des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit den Priestern der Bruderschaft erlaubt, legitim und nicht nur gültig die Beichte abzunehmen. Ein Zugeständnis, das ohne irgendeine zeitliche Begrenzung im Abschlußbrief des Jubiläumsjahres Misericordia et misera bestätigt wurde.

Die kanonische Umrahmung des Übereinkommensangebotes, wie man seit Zeiten sagt, wäre die einer Personalprälatur, ein juristisches Institut -bis heute nur dem vom Hl. Josemaria Escrivá de Balaquer Opus Dei vorbehalten. Es handelt sich um eine Institution, die den Anhängern von Msgr. Lefebvre volle Freiheit garantieren würde, soweit sie nicht über die ihrem Oberhaupt vorbehaltenen Vorrechte gebundenes Gebiet hinausgehen, die einem Oberhaupt kirchlicher Jurisdiktion hinausgehen,

Für Msgr. Fellay "ist diese Übereinkunft möglich, ohne darauf zu warten, daß die Situation in der Kirche völlig zufriedenstellend  geworden ist." Es handelt sich um eine.....die Kräfte und Zerreißungen, die jetzt schon in der Bruderschaft angesichts dieser Übereinkunft zeichnen.
Viele innerhalb der Priester-Bruderschaft, auch Laien, die ihr folgen, halten die Übereinkunft mit der für "ultrakonziliar" gehaltenen "Kirche von Franziskus" für voller Risiken und Fallen.
Die Exhortation Amoris Laetitia und das kürzliche Treffen in Lund zum gemeinsamen Erinnern an den 500. Jahrestag der Lutherischen Reformation sind offen kritisiert worden (auch von Fellay).

Wer dazu neigt, die Übereinkunft zu akzeptieren, denkt daß gerade in dieser Zeit das Wirken der Bruderschaft eine Fügung für die Kirche wäre. Dennoch ist es realistisch, zu erwarten, daß der berühmte Stempel für Msgr. Fellay eine schwierige Zeit eröffnen würde, weil es ihm unmöglich wäre, ein inneres Ausbluten von Priestern und Getreuen zu anderen, mehr oder weniger sedisvakantistischen Ufern zu verhindern. Aber das ist ein Risiko, das Msgr. Fellay eingehen zu wollen scheint."

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana,  L. Bertocchi

Nach den Maltesern jetzt das Finale für die FFI?

Marco Tosatti hat für die FFI keine guten Nachrichten. Auf seiner website Stilum Curiae berichtet er, was er aus  seinen zuverlässigen Quellen hinter der Leoninischen Mauer u.a. aus der Ordenkongregation erfahren hat.
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"FRANZISKANER DELL´ IMMOCOLATA. NEUES KOMMISSIONIERUNGS-DEKRET? ROM WILL DEN FALL INNERHALB DIESES JAHRES BEENDEN."

"Der Kalvarienberg der Brüder der FFI und ihres gleichnamigen weiblichen Zweiges scheint um neue Kapitel bereichert zu werden. Nach Indiskretionen aus einer guten Quelle sollen der Präfekt der Ordenskongregation, der Brasilianer Braz de Aziz zusammen mit seinem Sekretär, dem spanischen Franziskaner Carballo planen, das dornige und nie wirklich erklärte Kapitel der Kommissionierung
innerhalb dieses Jahres zu beenden.


               

Es ist nützlich, daran zu erinnern, daß die Kommissionierung eines der blühendsten und an Berufungen reichsten Ordens in der Katholischen Welt der letzten Jahrzehnte nie mit einer klaren Begründung untermauert worden ist. Man hat versucht, diesen Mangel an Transparenz durch eine zumindest fragwürdige Medien-Kampagne zu ersetzen, in der dem Gründer. Pater Stefano Manelli, unkorrekte Praktiken und ebensolches Verhalten vorgeworfen wurde.
Das Ganze führte zu einer Anklage wegen krimineller Verschwörung, Diffamierungu und Verleumdung beim Gericht auf dem Avellin gegen die Verantwortlichen einer website, die von Manelli und anderen für die Kampagne verantwortlich gemacht wurden.


Ad-limina-Besuche ab sofort ohne päpstliche Reden

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die Aussetzung und Wiederaufnahme der ad-limina-apostolorum-Besuche der Episkopate beim Hl. Vater, bei denen seit November 2015 keine Reden mehr gehalten werden.
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"ACHTUNG GEFAHR! KEINE REDEN DES PAPSTES MEHR BEI DEN AD LIMINA BESUCHEN"

"Wenige haben davon Notiz genommen. Aber bei der Wiederaufnahme der Treffen mit den Bischöfen bei ihren ad-limina-apostolorum-Besuchen, nach einer langen Pause während des Jubiläumsjahres hat Papst Franziskus eine neue Praxis eingeführ.

Die ersten, die das erlebt haben, waren die irischen Bischöfe, die der Papst am 20. Januar empfangen hat.

Das offizielle Bulletin des Hl. Stuhls zählt die Namen von 31 anwesenden Bischöfen auf. Sonst nichts. Kein Hinweis auf die Worte, die Franziskus an sie gerichtet hat.

So war er vorher nicht. Seit Jahrzehnten wurden die ad-limina-Besuche regelmäßig mit einer Rede des Papstes beendet, die unmittelbar danach veröffentlicht wurde, in der es oft Bezugnahmen auf die dringendsten Themen der fraglichen Nationalkirche  gab, mit den diesbezüglichen Urteilen, Ermutigungen und Tadeln von Seiten des Nachfolgers Petri.


                            

Für das Auge des Experten waren diese Reden das Römische Thermometer für den Gesundheitszustand der Kirche in den verschiedenen Weltregionen.

Aber Papst Franziskus hat sich schnell von dieser etablierten Praxis verabschiedet.Er schrieb die Reden nicht selber, obwohl sie so veröffentlicht wurden und immer öfter hat er sie nicht gelesen. Sie wurden den mit ihm anwesenden Bischöfen ausgehändigt. Er zog es vor, mit ihnen spontan hinter verschlossenen Türen zu sprechen und unter der Bedingung daß das gesprochene Wort vertraulich blieb.

Und so wäre es wohl weiter gegangen, wenn nicht am 20. November 2015 vor der Jubiläumspause beim Besuch der der Bischöfe aus Deutschland etwas passiert wäre.

Die Doppelsynode zur Familie war gerade zu Ende gegangen -und das mit diesen selben Bischöfen.Franziskus hatte ein Bündnis geschmiedet, um seine "Offenheit" in die pastorale Betreuung der Katholischen Ehe einzuführen, besonders zur der "vexata quaestio" der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen.

Die deutsche Kirche aber ragt im Ganzen der universalen Kirche  kaum heraus. Im Gegenteil, zu oft hatte sie ein schreckliches Beispiel gegeben. Und in der Rede, die Franziskus während seines Treffens mit den den deutschen Bischöfen bei ihrem ad-limina-Besuch in seinen Händen fand, war ganz sicher eine schonungslose Abrechnung mit den vielen Dingen, die dort schief gingen.

Zum Beispiel der Kollaps des Glaubens und der religiösen Praxis.

"Man stellt einen sehr starken Rückgang der Teilnahme an der Sonntags-Messe und auch am sakramentalen Leben fest, besonders in Regionen mit katholischer Tradition. In den 60-er Jahren nahm fast jedes Gemeindemitglied an der Sonntagsmesse teil, während dort jetzt weniger als 10% der Gläubigen anwesend sind. Immer weniger Menschen empfangen die Sakramente. Das Bußsakrament ist fast ganz verschwunden. Immer weniger Katholiken werden gefirmt oder schließen die sakramentale Ehe. Die Zahl der Berufungen zum Priesteramt und zum geweihten Leben hat spürbar abgenommen. Angesichts dieser Fakten kann man wahrhaftig von einer Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland sprechen."

Die exzessiven Strukturen:
"Es wurden neue Strukturen eingeführt, bei denen am End die Gläubigen fehlten. Es ist eine Art neuen Pelagianismus. der uns dazu führt, den Glauben in administrative Strukturen und perfekte Organisation zu setzen. Exzessive Zentralisation, die anstatt hilfreich zu sein, sowohl das Leben der Kirche als auch ihre missionarische Dynamik kompliziert."


Montag, 30. Januar 2017

Ein Fundstück der besonderen Art

der Herr Alipius hat einen sehr interessanten Text mit dem Titel "Revolution im Verstand" geschrieben.
Vielleicht werde ich alt, aber der Text bringt etwas zum klingen, etwas tiefes und  es ist ein Text über das Gericht und über unser aller Problem.

Noch interessantererweiserer (oder wie immer die Steigerungsform von interessanterweise lauten mag) findet sich unser aller Problem ausgerechnet in der TAZ, auf den Punkt gebracht und zwar in dem Satz, der da lautet Ein Kardinalproblem könnte sein, dass wir alle so irrsinnig gut Bescheid zu wissen glauben. 
Und damit man das auch glaubt hier der Link zum Beitrag Links, cool, selbstbesoffen

Mir scheint eh wir leben in Zeiten, wo die alten Wertezuordnugen  Schubladen nicht mehr so ganz taugen und sich seltsame Bündnisse ergeben, hat aber auch was gutes, weil dadurch vielleicht das zustande kommt, von dem seit Jahrzehnten geredet wird, nämlich echtes Gespräch.

A. Socci : Papst Bergoglio und die Politik

Antonio Socci versucht im "Libero" das Verhalten von Papst Bergoglio gegenüber kommunistischen Diktatoren einerseits und dem demokratisch gewählten amerikanischen Präsidenten andererseits zu interpretieren.
Hier geht´s zum Original bei rorate caeli:   klicken

"SOCCI: WARUM IST BERGOGLIO SO FREUNDLICH ZU DEN CHINESISCHEN TYRANNEN UND ZU CASTRO, ABER SO GRIMMIG MIT TRUMP?"

Was passieren könnte.

In seiner Inaugurationsansprache hat sich Donald Trump diverse Male auf Gott und die Bibel bezogen (auf die er als Präsident eingeschworen wurde). Christliche Inspirationen sind für die amerikanische Volkstradition typisch und Trump, der normalerweise in seinen Reden auf Themen aus dem Alltagsleben der Menschen eingeht, bei dieser feierlichen Gelegenheit, stimmte er sich auf das tiefe religiöse Gefühl des amerikanischen Volkes ein.

Das ist ein politisches Zeichen von Opposition zur stark säkularen Ideologie des "liberalen" Establishments, das in den letzten Jahre regierte und die- in dieser Sprache- ist mit dem Slogan "laßt uns die Macht dem Volk zurückgeben" brutal aus dem "Palast" gejagt worden.

Kurz gesagt: Trump wollte sogar mit seinen symbolischen Anspielungen mit dem einfachen Volk vereint sein- gegen die Elite- die ihn verachten und den Glauben des Volkes.

Das ist ein kulturellese Wendepunkt. Viele haben tatsächlich festgestellt, daß ein Hinweis darauf einige Minuten nach der Inauguration auf der website des Weißen Hauses kam: die der LGBT-Schlacht und der globalen Klimaerwärmung gewidmeten Seiten waren verschwunden:  zwei Eckpfeiler Obamas "liberaler" Ideologie.
Die ganze Zeremonie am Freitag, die mit einem Gottesdienst in der St. Joahnnes.Kirche begann war voller Hinweise auf das Christentum.

BERGOGLIANISCHE DONNERKEILE

Dennoch schrieb dann Alberto Melloni, ein einflußreicher Bergoglio-Fan, daß Trumps Rede eine sehr harsche Antwort an Franziskus enthielt und schon eine "Religionspolitik" verrät.

Tatsächlich war es Bergoglio gewesen, der Trump zuerst angegriffen hatte- nicht anders herum. 
De facto hat dieser Pontifex, der durch Aktionen und Worte seine Wertschätzung für Kommunistische Diktatoren wie Fidel Castro und die chinesischen Despoten gezeigt hat, während der US-amerikanischen Vorwahlen auf anomale Weise die politische Arena betreten und endete damit, Trump zu beschuldigen, kein "Christ" zu sein. Und in diesem Angriff war der klare Vorsatz erkennbar,  ihm zu schaden und ihm die katholischen Stimmen zu entziehen.

Der Vorwand für diese ungewöhnliche Einmischung in die politische Arena war Trumps Vorschlag, an der Mexikanischen Grenze eine Mauer zu bauen und illegale Einwanderer auszuweisen. Außer daß das nur ein Vorwand war, weil Obama das, was Trump als Plan präsentierte, schon getan hatte ( er hat 2,5 Millionen Menschen ausweisen lassen) und Bergoglio war darüber nicht indigniert gewesen.

Darüber hinaus waren und sind Obama und Clinton durch und durch Pro-Abtreibung und Unterstützer der LGBT-Schlacht, während Trump mit den traditionellen. von der Kirche immer verteidigten Werten übereinstimmt.
Dennoch bewunderte Bergoglio, der Trump gegenüber feindselig ist, Obama und arbeitete mit ihm zusammen, der ihn (Papst Franziskus) seinerseits auf jede Weise lobte.

Jedenfalls kümmerte sich die Katholische Wählerschaft nicht um ihn und die Mehrheit stimmte für Trump. Nicht nur das, einige Tage nach der Wahl, wählten die amerikanischen Bischöfe einen Ratzinger- Kardinal als ihren Vorsitzenden und nicht Bergoglios "progressiven" Kandidaten.


Zur immer manifester werdenden Spaltung innerhalb der Kirche

Diesen Artikel von Phil Lawler auf catholiccultureorg., der vielen ais der Seel sprechen dürfte, haben wir bei BenoîtXVI-et-moi gefunden. Merci!
Hier geht´s zum Original: klicken 


"PHIL LAWLER: FRANZISKUS IST EINE QUELLE DER SPALTUNG GEWORDEN"

"Jeden Tag bete ich für Papst Franziskus. Und jeden Tag (hier übertreibe ich, aber nur ein bißchen) äußert er eine andere Erinnerung daran. daß er Katholiken wie mich nicht schätzt.

Wenn der Hl.Vater mir wegen meiner Sünden Vorwürfe machen würde, hätte ich keinen Grund, mich zu beklagen. Aber Tag um ermüdenden Tag tadelt der Papst mich-und unzählige tausende von Katholiken dafür, daß sie an den Wahrheiten festhält und manchmal leidet, die die Kirche immer gelehrt hat. Wir sind rigide, sagt er uns. Wir sind die Gesetzeslehrer, die Pharisäer, für die unser Glaube nur bequem sein soll.

Der Römische Pontifex sollte im Zentrum der Einheit der Kirche sein, Papst Franziskus ist bedauerlicherweise zu einer Quelle der Spaltung geworden. Es gibt zwei Gründe für dieses unglückliche Phänomen: den autokratischen Führungsstil des Papstes und die radikale Natur des Programms, das er unerbittlich vorantreibt.

Der autokratische Stil (der scharf mit den Versprechungen kollegialen und synodalen Führungsstil kontrastiert) ist nie so evident geworden wie in der vergangenen Woche, als er die Unabhängigkeit und den souveränen Status der Malteser Ritter hinwegfegte.
In seinem Artikel im Wall Street Journal schreibt Sohrab Ahmari über einen bemerkenswerten Coup und beobachtet, daß der "die Kirche entlang der bekannten Linien gespalten hat."
Ahmari (kürzlich zum Katholizismus konvertiert) fährt fort:

     Wie bei anderen der jüngeren Streitigkeiten- Kommunion für die wiederverheirateten                          Geschiedenen, dem Status der Lateinischen Messe, dem vaticanische Engagement mit dem
     kommunistischen Regime Chinas- sind die Konservativen auf der einen und Papst Franziskus 
     aus der anderen Seite.

Aber ein Papst sollte nicht auf einer Seite eines Streites innerhalb der Kirche sein, Sicher muß der Papst Entscheidungen treffen und die Politik bestimmen. Aber anders als ein politischer Führer, wird von ihm nicht erwartet seine eigene Agenda ins Amt mitzubringen, um seine eigenen Verbündeten zu f
fördern und seine Gegenspieler zu bestrafen.  Während wir von Präsident Trump erwarten die Politik Präsident Obamas umzukrempeln, genau wie Obama die Politik Präsident Bushs über den Haufen warf, erwarten wir von einem Papst, die Entscheidungen seiner Vorgänger zu bewahren. Weil die Kirche nicht in rivalisierende Parteien gespalten ist oder sein sollte.
Jeder Papst fällt kontroverse Entscheidungen und jede kontroverse Entscheidung hinterläßt einige Unglückliche. Aber ein umsichtiger Pontifex vermeidet sogar den Anschein voreingenommen zu handeln. Im Bewußtsein, daß er als oberster Bischof dient- nicht als absoluter Monarch- tut er sein Bestes um Lösungen pastoraler Probleme eher vorzuschlagen als aufzuzwingen.
Obwohl er innerhalb der Kirche eine enorme Autorität ausübt, handelt ein Papst auch unter erheblichen Beschränkungen. Er ist ermächtigt für die Universale Kirche zu sprechen, aber in einem gewissen Sinn verliert er die Fähigkeit für sich selbst zu sprechen.                                            
Der Papst kann nicht Partei sein. Man erwartet von ihm, daß er Streit schlichtet, nicht auslöst. Im Konzil von Jerusalem hat der Hl. Petrus den Standard für seine Nachfolger gesetzt: er hörte die Argumente beider Seiten an und fällte dann ein Urteil (in diesem Fall gegen den Standpunkt den er selbst zuvor eingenommen hatte).
Durch ihre eigene Natur ist die Rolle des Papstes konservativ-im besten Sinne dieses Wortes. Er ist beauftragt, die Reinheit und Klarheit unseres Glaubens zu bewahren: einen Glauben, der sich nicht ändert. Weil die Fundamente unseres Glaubens von Jesus Christus gesetzt wurden, kann kein Prälat sie in Frage stellen ohne die Autorität der Kirche, die unser Herr gegründet hat, zu untergraben, die selbe Kirche, die ihm seinen einzigen Anspruch aus Autorität gibt. Während er der oberste Lehrer des Katholischen Glaubens ist, kann der Papst nur lehren, was die Kirche immer gelehrt hat: das depositum fidei, daß ihm von den Aposteln weitergegeben wurde.                                                   Er kann unfehlbar sprechen, aber nur wenn er etwas verkündet oder definiert, was gläubige Katholiken "immer und überall" geglaubt haben.
Kurz gesagt- der Papst kann nicht irgendetwas Neues lehren. Er kann sicher alte Wahrheiten auf neue Weise aussprechen, wenn er aber Neuheiten einführt, mißbraucht er seine Autorität. Und wenn diese "neue Lehre" den etablierten Doktrinen der Kirche widerspricht. untergräbt er seine eigene Autorität.
Viele gläubige Katholiken glauben, daß Papst Franziskus mit Amoris Laetitia zu Überzeugungen und Praktiken ermutigt hat, die nicht mit den vorhergehenden Lehren der Kirche kompatibel sind. Wenn dieser Beschwerde richtig ist, hat er das heilige Vertrauen verletzt, daß dem Nachfolger Petri gegeben ist. Auch wenn das nicht genau richtig sein sollte, schuldet der Hl. Vater uns zumindest Erklärungen keine Beleidigungen."
Quelle: Catholicculture.org, Phil Lawler, BenoîtXVI-et-moi


Des Kaisers neue Kleider - neu interpretiert

Was wäre unsere augenblickliche kirchliche Situation doch schrecklich, wenn es die Engländer mit ihrem wunderbaren Humor nicht geben würde.
Sie finden wirklich in allem noch einen Lacheffekt, und das ist es doch, was wir derzeit brauchen.
Ich möchte unseren Lesern diesen Beitrag ans Herz legen, der uns allen mal wieder klarmacht, dass wir einfach nicht "brav" genug sind, um die glanzvollen Taten unseres Papstes zu erkennen.
Bruder Eccles geht voran und empfiehlt uns die Beichte, damit wir, von all unseren Sünden befreit, das wundersame Wirken unseres Papstes erkennen können:


  • Es sind unsere Sünden, die uns nicht erkennen ließen, dass der Papst damals beim Beethoven Konzert anwesend war und die nur die spirituell Erlösten konnten ihn deshalb sehen
  • Oder - dass er den vier Kardinälen doch die Dubia mit "No, yes, yes, yes..." beantwortet hat. Kardinal Burke und seine Brüder im Kardinalsamt sind wohl einfach zu sündenvoll, um das zu erkennen.
Jetzt warten wir alle gespannt das erlösende Wort des Kindes: "Der hat ja gar nix an". 

Auch Marco Tosatti fragt sich, was hinter der "seltsamen und häßlichen " Affäre um den Malteser Orden steckt.

Marco Tosatti kommentiert das Drama um den Malteser Orden bei Stilum Curiae und teilt einige seiner aus Insiderquellen stammenden Erkenntnisse mit seinen Lesern, dennoch bleibt vieles rätselhaft und man kann seinem Urteil, daß das Ganze eine häßliche und seltsame Geschichte ist nur zustimmen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"MALTESER ORDEN. ZU VIELE FRAGEN OHNE EINE ANTWORT. EINE SELTSAME, HÄSSLICHE GESCHICHTE."

"Welch eine häßliche, seltsame Geschichte erlebt der Malteser Orden in diesen Tagen. Eine Geschichte, der wir in diesen dramatischen Episoden beiwohnen: aber mit dem Eindruck, daß uns andere Elemente, vielleicht die wichtigsten, entgehen.


Was wir sehen, ist der interne Konflikt, offiziell um Kondome, Kontrazeptiva und Abortiva, zwischen dem britischen Ex-Großmeister und dem deutschen Großkanzler.

Der Letztere mit beeindruckendem Einsatz durch den Pontifex unterstützt. Das "daß" kann bei einem Barmherzigkeit predigenden Papst nicht überraschen.

Hinter den Kulissen gibt es einige, die von einer alten Schlacht sprechen, die seit Jahren zwischen der deutschen und der englischen Schule um die Kontrolle über den Orden und eine beeindruckende Menge Geldes stattfindet.
Nachdem die Deutschen- so raunen die wenigen, die behaupten etwas über die inneren Bewegungen innerhalb des Ordens zu wissen- die Italiener komplett entmachtet hatten.

Um alles noch komplizierter zu machen, ist da auch die Angst, die man in den vergangenen Jahren als im Vatican präsent spürt, daß sich in die Reihen der Ritter Angehörige einer ganz anderen Gruppe eingeschlichen haben, Freimaurer.
Nicht aus spirituellen Gründen sondern wegen der Möglichkeiten, Geschäfte zu machen. Der Orden ist ein Staat, der Pässe ausgibt, sehr wohltätig ist, aber auch exzellente Kontakte bietet.
Eine sehr appetitanregendes Angebot.

Darauf bezieht sich eine Passage, von der Edward Pentin in einem kürzlich erschienenen Artikel erzählt. Der Patron des Ordens, Kardinal Raymond Burke, hat am  vergangenen 10. November den Papst getroffen wegen des Problems der Kontrazeptiva.
Der Papst habe sich über das, was der Kardinal berichtete, sehr besorgt gezeigt.
Er habe klar gesagt, er wolle, daß die Freimaurerei außerhalb des Ordens gehalten werden sollte und daß er eine angemessene Aktion fordere. Am 1. Dezember habe Burke einen Brief bekommen, in dem der Papst die Pflicht des Kardinals unterstrich, die spirituellen Interessen des Ordens zu fördern und jede Verbrüderung mit Gruppen oder Praktiken zu verhindern, die dem Katholischen Moralgesetz widersprechen.

Dann kam es zum internen Prozess gegen den Großkanzler, der beschuldigt wurde die Verteilung von Kondomen erlaubt oder nicht genügend aufmerksam gewesen zu sein und sich geweigert zu haben, zurückzutreten, zur Entlassung wegen Ungehorsams und zum Appell an den Hl. Stuhl.

Ein Appell, der auf die richtigen Ohren traf. Der Nachname des Großkanzlers steht im Gotha der Wirtschaftsexperten  des Hl. Stuhls, die mit der Welt der vaticanischen Diplomatie und des Staatssekretariates vernetzt sind. 
Es gab die Zusammenstellung einer Untersuchungskommission, zu der 3 bei finanziellen katholischen Unternehmen sehr aktive Personen gehörten, besonders aus der schweizer-deutschen Gegend und dann die sehr schnelle Präsentation eines Berichtes, in dem sehr Hartes gegen den Großmeister gesagt wird.


Sandro Magister : wie es beim Malteser Orden weitergehen wird


Sandro Magister beschreibt bei Settimo Cielo, was seiner Meinung nach beim Malteser Orden seitens des Hl. Stuhls noch folgen wird.
Hier geht´s zum Original:   klicken





"NACH DEM DES GROSSMEISTERS WIRD EIN ANDERER KOPF ROLLEN: DER VON KARDINAL BURKE"


Nachdem er durch Papst Franziskus seines Großmeisters, des Engländers Matthew Festing, enthauptet wurde hat der Souveräne Militärorden Maltas am 28. Januar nicht nur seinen erzwungenen Rücktritt ratifiziert, sondern auch die Zeit vor den verhängnisvollen 6. Dezember 2016 zurückgedreht und genau den Mann als Großkanzler wieder eingesetzt, der entlassen worden und vom Orden suspendiert worden war: den Deutschen Albrecht Freiherr von Boselager.

Was zur Umkehr innerhalb des Ordens bis zu einer völligen Unterwerfung unter die Forderungen des Papstes führte, waren 3 Aktionen, die der Pontifex selbst in schneller Reihenfolge ausführte:
indem er den Großmeister a, 24. Januar einbestellte, um ihm den Befehl zum Rückttritt zu geben, den Brief aus dem Staatssekretariat am folgenden Tag, der die Wünsche des Papstes spezifizierte und schließlich zwei Briefe vom 27. Januar vom Papst selbst, mit weiteren Details über die Rolle, die der angekündigte päpstliche Delegat innehaben soll, "zur spirituellen und moralischen Erneuerung des Ordens":

Und das ist das letzte Element, das den größten Nachrichtenwert hat: im Statement das gestern Abend vom Orden gemacht wurde.
Wie Settimo Cielo korrekt berichtete, hat Papst Franziskus zugesagt, unter der Interimsleitung, die jetzt beim Groß-Kommendatore, Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumersheim liegt- nach der Konstitution seine inneren Angelegenheiten weiter fortzuführen- und bei der Ernennung eines neuen Großmeisters.
Der Päpstliche Delegat soll die legitime Leitung des Ordens weder ersetzen noch überlagern, wie viele gehofft oder gefürchtet haben.
Statt dessen wird er ihm bei seiner Aufgabe eines "spirituelllen" Führers begleiten. EIne Aufgabe heißt das. die der sehr ähnlich ist, die bereits zum Status des Kardinalpatrons gehört.

Die Enthauptung des Malteser Ordens durch den Papst ist deshalb eine zweifache.
Weil nicht nur der Kopf von Großmeister Festing fällt, sondern de facto auch der des Kardinalpatrons Raymond Leo Burkes.
Das betrifft die, die die Entlassung von Boeselagers ausgelöst haben, in der Sicherheit daß sie damit den Auftrag erfüllen, den der Papst ihnen am 1. Dezember in einem Brief an Burke erteilt hatte "die spirituellen Interessen des Ordens zu fördern und Gruppen oder Praktiken zu entfernen, die dem moralischen Recht widersprechen."

Diese Emtlassung hat dann im Gegenteil einen präzedenzlosen Zusammenstoß zwischen dem Malteser Orden und dem Hl. Stuhl ausgelöst, eine Lesart, die bis vor einigen Tagen durch die kämpferischen Äußerungen des Ordens erkennbar waren.

Heute gibt es von diesen Statements keine Spur mehr. Sie sind alle von der offiziellen website des Ordens entfernt worden.

Aber  es ist schwer zu glauben, daß der Tumult einfach durch einen Akt der Unterwerfung unter den Papst neutralisiert werden kann, so wie ihn die neue Ordensleitung am Samstag, 28. Januar ausgeführt hat.

Die detaillierteste und am besten dokumentierte Rekonstruktion der Affäre kann man in den folgenden 3 Artikeln von Edward Pentin in NCR finden, die wir bis auf den einen Beitrag vom 26. Januar nicht übersetzen,
January 26, 2017
 Papst Franziskus erklärt alle Entscheidungen des Großmeisters für nichtig
(English translation by Matthew Sherry, Ballwin, Missouri, U.

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

Über die Barmherzigkeit

Die Lesungen von gestern  haben es in sich, und wie so oft, treffen sie, fast unheimlich schon, zu.
Da hätten wir als Evangelium, die zur Zeit in aller Munde seiende Bergpredigt.
Wir wissen schon, das ist das, was gerade konservativen Katholiken, die der Ansicht sind, es bräuchte sowas wie Rechtssicherheit, gerne um die Ohren gehauen wird.
Weil selig die Barmherzigen........

Sonntag, 29. Januar 2017

"Pecunia non olet" oder die aufgezwungene Revolution im Malteser Orden

Riccardo Cascioli spricht bei La Nuova Bussola Quotidiana Klartext darüber, was gestern in Rom zum Abschluss gebracht wurde und was uns für die unmittelbare Zukunft mit Schlimmsten rechnen lassen muß. Wie zu beurteilen ist, daß es einzig und allein- wie Cascioli zeigt- um den Zugriff auf das Vermögen des Ordens geht, überlassen wir jedem Leser, weil die passenden Worte sicher unter die Beichtpflicht fallen. Sehr sehr traurig ist es auf jeden Fall.
Hier geht´s jetzt zum Original: klicken

"Malteser Orden, die Revolution ist serviert"     
Der Großmeister Matthew Festing ist raus; der Großkanzler Albrecht v. Boeselager erneut installiert ( der war von eben diesem Festing entlassen worden worden); Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein Platzhalter ad interim; der päpstliche Delegat wird erwartet, der die de-facto-Kommissionierung des Ordens besiegeln soll.
Mit einem gestern nach der Versammlung des Souveränen Rates auf der website des Souveränen Militärordens von Malta veröffentlichten Kommuniqué scheint hier die Krise des Ordens, die am 6. Dezember mit der Entscheidung Matthew Festings Boeselager zu entlassen  begonnen hatte, zu enden.


File:Creumalta.png
Quelle. Wikimedia Commons public domain
                                            

Es sieht so aus. In Wirklichkeit hinterläßt das harte Eingreifen des Papstes in die inneren Streitigkeiten des Ordens tiefe Wunden, sei es im Inneren des Ordens, sei es in der Beziehung zwischen dem Orden und dem Hl. Stuhl und es hat einen Prozess ausgelöst, der die karitativen Aktivitäten und Hilfsaktionen des Malteser Ordens weltweit in Gefahr bringen könnte.

Darüber hinaus sind wir einer offenen Konfrontation des Malteser Ordens und dem Hl. Stuhl sehr nahe gekommen, der zur Auflösung des Ordens selbst hätte führen können, was den Papst dazu zwang, diesen Schuss abzugeben.
Am 25. Januar wurde vom Hl. Stuhl ein Torpedo auf den Großmeister Matthew Festing abgefeuert,
um die Wirklichkeit der Malteser Ritter komplett umzukrempeln. Und in der Tat erhielten die Mitglieder des Souveränen Rates einen Brief vom vaticanischen Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin, brutal in seiner Art, äußerst hart im Inhalt:
Das Ende der Amtszeit Festings wird als gegeben angesehen (obwohl die Konstitutions-Charta besagt, daß nur des Souveräne Rat das entscheiden kann), alle Entscheidungen des Großmeisters und des Souveränen Rates nach dem 6. Dezember (Einschließlich der Absetzung von Boeselagers) werden für null und nichtig erklärt und die Leitung des Ordens ad interim dem Groß-Commendatore übertragen, aber nur solange,bis der Papst einen Päpstlichen Delegierten ernannt hat, der - wie zu verstehen gegeben wird - die Kontrolle über den Orden übernehmen wird - schreibt Parolin - mit Kompetenzen, die der Hl. Vater bei seinem Ernennungsakt definieren wird.
Wahrhaftig tabula rasa.

Sprechen wir von einer anderen Situation - weit vom Vatican entfernt- bei der man ohne zu zögern von einem Coup sprechen kann.
Eine Situation, die bei den Leitenden des Ordens starke Reaktionen provoziert hat; und die auch den "Siegern", der deutsche Strömung, die sich auf dem Weg zur totalen Kontrolle über den Malteser Orden und vor allem über seine Kasse befindet, was nach Quellen aus dem Inneren des Ordens die wahre Ursache der Zwietracht ist, hätte Sorgen bereiten müssen.


Es war doch ein Omen - und kein gutes!

Nach dem  Angelusgebet vor 3 Jahren wurden - wie es Tradition war - aus dem Fenster des Apostolischen Palastes von zwei Kindern zwei Tauben in den Himmel Roms gesandt - als Zeichen für Frieden.

Dann passierte das hier:




Was danach passiert ist, will ich hier nicht weiter ausführen. Man kann es auf unserem Blog nachlesen.

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MIT GROSSEM BEDAUERN GEBEN WIR DAS ABLEBEN DES SOUVERÄNEN MILITÄRORDENS VON MALTA BEKANNT. 

Er lebte von *1099 bis +2017, hatte ein erfülltes Leben und hat Großes geleistet, jetzt erlag er einem Angriff von unerwarteter Seite und aus den Hinterhalt.
                                      
                                  MÖGE ER IN FRIEDEN RUHEN! 

Zwei kontemporäre Päpste - zwei entgegengesetzte Meinungen

Quasi Stunden vor seiner Rücktrittsankündigung hat Papst Benedikt XVI anläßlich des 900-jährigen Bestehens des Malteser-Ordens mit Ordensmitgliedern -nach der von Kardinalstaatssekretär Bertone zelebrierten Hl. Messe-im Petersdom mit der folgenden Rede begrüßt.
Hier geht´s zum Gesamttext im Original  klicken
Leider ist der hier beschriebene Orden seit gestern Geschichte. Der Orden sollte sich ehrlicherweise auflösen. Und wir müssen damit rechnen, daß das erste der Anfang war, der Anfang einer kangen Kette von Abwicklungen traditioneller Orden und Einrichtungen.
Die Richtung zielt auf eine Einheitskirche à la NGO, wobei die Katholische Kirche sehr sehr viel aufgeben muß, die anderen Denominationen eher wenig. Kardinal Kasper hat das an gekündigt.
Doch um der Geschichte die Ehre zu geben, zurück zur Rede von Papst Benedikt XVI.


Heilige Messe Malteser-Ritter-Orden
ANSPRACHE VON PAPST BENEDIKT XVI.
Petersdom Samstag, 9. Februar 2013

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Der Anlaß dieser Begegnung ist das neunhundertjährige Jubiläum des feierlichen Privilegs Pie postulatio voluntatis vom 15. Februar 1113, mit dem Papst Paschalis II. die nach dem heiligen Johannes dem Täufer benannte junge „Hospitalsbruderschaft“ von Jerusalem unter den Schutz der Kirche stellte und ihr die Souveränität zuerkannte, indem er sie als Orden kirchlichen Rechts konstituierte mit der Befugnis, ihre Oberen frei zu wählen, ohne Einmischung anderer weltlicher oder religiöser Autoritäten. 
Dieser wichtige Jahrestag erhält eine spezielle Bedeutung im Kontext des Jahres des Glaubens, in dem die Kirche aufgerufen ist, die Freude und das Engagement zu erneuern, an Jesus Christus, den einzigen Retter der Welt zu glauben. In diesem Zusammenhang sind auch Sie aufgerufen, diese Zeit der Gnade zu ergreifen, um Ihre Erkenntnis des Herrn zu vertiefen und die Wahrheit und Schönheit des Glaubens durch das Zeugnis Ihres Lebens und Ihres Dienstes im Heute unserer Zeit erstrahlen zu lassen.
Ihr Orden hat sich von Anfang an durch seine Treue zur Kirche und zum Nachfolger Petri wie auch durch seinen von einem hohen religiösen Ideal gekennzeichneten Charakter hervorgetan. Gehen Sie auch weiterhin voran auf diesem Weg, indem Sie die verwandelnde Kraft des Glaubens konkret bezeugen. Aufgrund des Glaubens verließen die Apostel alles, um Jesus zu folgen (....)
  
Und aufgrund des Glaubens haben sich die Mitglieder Ihres Ordens im Laufe der Jahrhunderte aufopferungsvoll der Pflege der Kranken in Jerusalem gewidmet und dann der Hilfe für die Pilger im Heiligen Land, die ernsten Gefahren ausgesetzt waren. 
Damit haben sie leuchtende Beispiele christlicher Nächstenliebe und des Schutzes der Christenheit hinterlassen. Im 19. Jahrhundert öffnete sich der Orden neuen und ausgedehnteren Arbeitsfeldern auf dem Gebiet der Fürsorge und des Dienstes an Kranken und Armen, ohne jedoch jemals auf die ursprünglichen Ideale, vor allem auf das des intensiven geistlichen Lebens der einzelnen Mitglieder, zu verzichten. In dieser Richtung müssen Ihre Bemühungen voranschreiten, unter ganz besonderer Beachtung der Ordensweihe – jener der Professen –, die das Herz des Ordens bildet. 
Niemals dürfen Sie diese Ihre Wurzeln vergessen: als der selige Gerhard und seine Kameraden sich mit den Gelübden dem Dienst an den Armen weihten und das Privileg Pie postulatio voluntatis ihre Berufung bestätigte.  
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Liebe als Ausdruck einer Brüderlichkeit in Christus durch die Werke der Barmherzigkeit gegenüber den Kranken, den Armen, gegenüber denen, die der Liebe, des Trostes und der Fürsorge bedürfen, gegenüber denen, die unter Einsamkeit, Verwirrung und unter neuen Formen materieller und geistlicher Armut leiden. 
Diese Ideale sind in Ihrem Motto gut zum Ausdruck gebracht: »Tuitio fidei et Obsequium pauperum«. Diese Worte fassen das Charisma Ihres Ordens gut zusammen, der als Völkerrechtssubjekt nicht danach strebt, weltliche Macht und weltlichen Einfluß auszuüben, sondern die ihm eigene Sendung für das ganzheitliche Wohl des Menschen an Geist und Leib in völliger Freiheit entfalten und dabei sowohl die einzelnen als auch die Gemeinschaft im Blick haben möchte, vor allem diejenigen, die am meisten der Hoffnung und der Liebe bedürfen.
Maria – die selige Jungfrau von  Fileremo – unterstütze Ihre Vorhaben und Ihre Pläne mit ihrem mütterlichen Schutz; Ihr himmlischer Schutzpatron, der heilige Johannes der Täufer und der selige Gerhard sowie die Heiligen und Seligen des Ordens mögen Sie mit ihrer Fürsprache begleiten. Ich meinerseits versichere Ihnen, für Sie, die Sie hier zugegen sind, für alle Mitglieder des Ordens wie auch für die zahlreichen verdienstvollen Freiwilligen – darunter die ansehnliche Gruppe der Kinder – und für alle, die Ihre Aktivitäten unterstützen, zu beten. Von Herzen erteile ich Ihnen den Apostolischen Segen, in den ich gerne Ihre Familien einbeziehe. Danke."



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Der Orden der Malteser - das Thema des Tages

Deshalb auch unser tweet zum Tage:

Samstag, 28. Januar 2017

Die Ritter von Malta haben auch keinen Mut mehr

mag sein, dass die Überschrift aus der ersten Enttäuschung geboren ist.
Aber so langsam wünsche ich mir mal, irgendwo in dieser Kirche, wieder echte Männer, die einfach sagen "Recht ist Recht und Unrecht ist Unrecht"
Und es schaffen zu sagen "Hier stehe ich, ich kann nicht anders" (ja ich weiß es war Martin Luther, der das gesagt hat, aber genau das zeichnete ihn, trotz allem,  aus, er irrte, und stand dazu! auch und wenn sein Irrtum fatal war)
Aber da muss ich in diesen postfaktischen Zeiten wohl noch lange warten.
Langer, zorniger Rede, kurzer Sinn. der Großmeister des Malteser Ordens ist zurückgetreten, wie man an diesem Tweet hier sieht

The Grand Master Fra’ Matthew Festing resigns from office


hier die komplette Meldung (auf Englisch)

Update und hier auf Deutsch

Beten wir!


Tweet des Tages (bisher)


Gestern hat Ylenia Fiorenza, die Präsidentin des Internationalen "Joseph-Ratzinger"-Kulturzentrums
den Papa emeritus im Vatican besucht.

Mitteilungen über die Souveränität des Malteser Ordens

rorate caeli veröffentlicht einen Text von Sacerdos romanos zur Annektion des Malteser Ordens durch den Vatican -auf Geheiß des Papstes, der "den Orden von Grund auf untersuchen will"
Hier geht´s zum Original:  klicken


"EINE MITTEILUNG ZUR SOUVERÄNITÄT DES MALTESER ORDENS UND DIE WELTLICHE MACHT DES PAPSTES"

In seinem Beitrag über die Einmischung des Hl. Stuhls in die Angelegenheiten des Malteser Orden hier in rorate, stellt de Mattei fest, daß der "Hl. Vater wußte, daß er keinerlei legalen Grundlage hatte, bei den inneren Angelegenheiten des Souveränen Ordens  zu intervenieren" und unser Herausgeber, New Catholic, hat festgestellt, daß die Intervention des Hl. Stuhls der Konstitutionellen Charta absolut zuwider läuft. "
Gewisse Personen jedoch bemerkten, daß der Hl. Stuhl das Recht beansprucht hat- in der Vergangenheit beanspruchen konnte, souveräne Herrscher abzusetzen und es deshalb eine bestimmte Art einer Erklärung unf Verteidigung unserer Position in Ordnung sei.

Der Kardinalstaatssekretär hat festgestellt, daß die Intervention des Papstes gerechtfertigt sei, angesichts der Autorität, die er direkt und unmittelbar über alle getauften Gläubigen hat, ob Laien oder Kleriker. Dieses Prinzip ist in der Katholischen Doktrin verankert. Die einzige Frage ist, ob sie richtig angewendet wird.

In der berühmten Bulle "Unam Sanctam" hat Papst Bonifaz VIII unfehlbar gelehrt, daß angesichts der Überlegenheit der spirituellen über die weltliche Macht, der Papst das Recht hat, über weltliche Herrscher zu urteilen.
      
    "Beide sind deshalb in der Macht der Kirche, das heißt das spirituelle und das materielle Schwert,         aber das erste ist für die Kirche und das zweite durch die Kirche anzuwenden: 
      das erste in der Hand des Priesters, das zweite durch die Hand der Könige und Soldaten, aber               nach dem Willen und mit ..... des Priesters.
      Jedoch soll das eine Schwert dem anderen untertan sein und die zeitliche Macht der spirituellen    
      Macht...Mit der Wahrheit als unserer Zeugin ist es an der spirituellen Macht, die irdische Macht
      errichten und ein Urteil zu fällen, wenn sie nicht gut war.
      Wenn also die irdische Macht irrt, wird die spirituelle ihr Urteil sprechen...."

Diese Lehre bedeutet jedoch nicht, daß der Papst aus jedem erdenklichen Grund bei einem irdischen Herrscher einmischen kann. Die spirituelle Macht kann über die weltliche nur urteilen, wenn diese gegen übernatürliche Ziele handelt, das heißt, wenn sie schwer sündigt.
Papst Bonifaz VIII selber klärte das in seiner Botschaft an die Französischen Botschafter.
Der Königliche Französische Kanzler, Pierre Flotte, hatte einen gefälschten Papstbrief in Umlauf gebracht, der es so aussehen ließ, als beanspruche der Papst König über Frankreichs feudalen Oberherrn zu sein. Papst Bonifaz antwortete:

        "....er hat uns einen Befehl unterschoben, daß der König anerkennen solle, sein Königreich von 
         uns erhalten zu haben. Wir sind seit 40 Jahren Rechtsexperte gewesen und wir wissen sehr gut,
         daß es zwei von Gott zugeteilte Mächte gibt. Wer kann oder sollte glauben, daß wir eine solche 
         dumme und törichte Meinung haben oder jemals haben werden?  Wir erklären, daß wir auf kein          Weise die Jurisdiktion es Königs usurpieren wollen....Aber der König kann nicht leugnen, daß 
         er wie alle Gläubigen uns aus Gründen der Sünde untertan ist....Unsere Vorgänger haben drei 
         Könige von Frankreich abgesetzt....und obwohl wir nicht würdig sind, in ihre Fußstapfen zu
         treten, würde der König die selben Vergehen begehen wie sie, oder größere, würden wir ihn 
         wie einen Diener entlassen- mit Trauer und großer Sorge ("Rede von Papst Bonifaz VIII an die 
         Botschafter der Französischen Staaten" in "Krise der Kirche und der Staaten",von Brian 
         Tierney)

Der Papst kann also irdische Herrscher nur aus Gründen der  Sünde absetzen.  In Fragen der Sünde sind Staaten und Herrscher wie alle menschlichen Geschöpfe Subjekt der Jurisdiktion des Vikars Christi. Das ist die Jurisdiktion, die der Papst "direkt und unmittelbar über alle getauften Gläubigen ausübt, ob Laie oder Kleriker".  Wenn der Papst bei einem irdischen Herrscher aus anderen Gründen eingreift, dann "usurpiert er die Jurisdiktion dieses Herrschers,
Das sagte auch Papst Innozenz III im Dekret Novit:

        Niemand soll glauben, daß wir die Jurisdiktion des Königs verringern oder stören wollen....
        Weil wir nicht beabsichtigen, über ein Lehen zu urteilen, ein Urteil das ihm zusteht....aber wir 
        beschliessen, über das, was die Sünde betrifft , wo das Urteil unzweifelhaft uns zusteht und wir
        werden und sollten es jedermann gegenüber ausüben.....Kein Mann, der bei gesundem Verstand
        ist, weiß nicht daß es unseres Amtes ist, jeden  Christen für jede Todsünde zu tadeln und 
        daß wir das tun können und sollten, ist aus dem ersichtlich, was der Herr zu dem Propheten
        sagte, der unter den Priestern von Anathoth ist:
        "Siehe, Ich habe dich über die Nationen und Königreiche gesetzt, auszurotten und 
        niederzureißen, zu verderben und zu zerstören, aufzubauen und einzupflanzen."
        (Jeremias 1, 10)

Wir sehen also. daß das Recht des Papstes einen Regierenden abzusetzen, nur ausgeübt werden kann, um sicher zu stellen. daß die irdische Herrschaft richtig auf das übernatürliche Ziel hingeordnet ist und nicht statt dessen auf Todsünde.
Aber warum hat der Papst beim Souveränen Militärorden Maltas eingegriffen?
Wie Prof. de Mattei argumentiert geschah das aus genau dem gegenteiligen Grund:

       ".... die Intervention hat stattgefunden, um die gläubigste und dem unveränderlichen 
         Lehramt der Kirche treueste Strömung im Orden zu bestrafen und statt dessen die zu
         unterstützen, die die Malteser Ritterschaft in eine humanitäre NGO umformen möchten
         Verteiler von Kondomen und Abortiva zum "guten Zweck" ...bei seinem Treffen mit
         dem Großmeister hat Papst Franziskus die Absicht angekündigt, den Orden "zu reformieren",
         soll heißen seine religiöse Natur zu verändern. auch wenn er genau im Namen der päpstlichen
         Autorität die Emanzipation von seinen  religiösen Normen und seiner religiösen Moral starten
         will."

Das ist dann also der Grund, warum die Intervention illegitim ist; sie fällt nicht unter den einen Fall, bei dem die spirituelle Macht legitim die weltliche Macht verurteilen kann.


Quelle: rorate caeli, sacerdos romano


Heute in der Via Condotti in Rom: die letzte Chance. Werden die Malteser Ritter nachgeben oder widerstehen?

Roberto De Mattei hofft, wie man in seinem Beitrag in Corrispondenza Romana zum morgigen Treffen des  Obersten Rates des Malteser Ordens anläßlich der derzeitigen Katastrophe, die den Orden wohl unvorbereitet getroffen hat, lesen kann, daß die Ritter nicht vor dieser ungerechten Machtdemonstration kapitulieren.
Hier geht´s zum Original bei rorate caeliklicken

"DE MATTEI - LETZTE CHANCE: WERDEN DIE MALTESER RITTER NACHGEBEN ODER WIDERSTEHEN?  KARDINAL PAROLINS VERFASSUNGSWIDRIGER BRIEF"

"Der Brief, den wir im Folgenden veröffentlichen, stellt den letzten Schlag ins Gesicht des Ordens von Malta dar: er ist eine Verletzung seiner Konstitution, Geschichte und Würde.

Alle Rechtsgelehrten stimmen darin überein, dem Malteser Orden eine völlige Unabhängikeit vom Hl. Stuhl zu zugestehen, soweit es um die innere Leitung geht. Der Hl. Stuhl kann sich nicht in die Leitung des Ordens einmischen, sondern kann nur eingreifen, wenn es um das religiöse Leben seiner geweihten Ritter geht.

Kardinal Pietro Parolin, der Staatssekretär, schreibt in einem am 25. Januar datierten und an die Mitglieder des Souveränen Rates des Ordens, der am 28. Januar in Rom in ihrem Hauptquartier in der Via Condotti zusammentrifft, daß Franziskus:
-einen "päpstlichen Delegierten" ernennen wird: eine völlig ausgefallene Figur für den Malteser  Orden
- den Rücktritt des Großmeisters  bestätigt, die erst offiziell wird, wenn sie vom Souveränen Rat    ratifiziert wird.
- sich selbst die Macht zuerkennt, alle vom Großmeister und dem Souveränen Rat nach dem 6.    Dezember 2016 getroffenen Entscheidungen für null und nichtig zu erklären und daher Albrecht von  Boeselager wieder einzusetzen und den neuen Großkanzler Fra John Critien zu entlassen.

Die Stellung, die jedes Mitglied des Obersten Rates am 28. Januar bezieht, wird  veröffentlicht. Wenn die das Diktat ohne zu murren annehmen. werden sie in der Geschichte untergehen, weil sie völlig kapituliert haben. Wenn sie. mit dem erforderlichen Respekt gegenüber dem Stellvertreter Christi- widerstehen, zeigen sie der Welt, daß ihr Katholischer und ritterlicher Geist immer noch lebt und in der Lage ist, einer ungerechten Machtausübung zu widerstehen."
Roberto de Mattei
 

                                         
                   
Hier noch einmal unsere Übersetzung

                                         "Hoch geehrte Mitglieder des Souveränen Rates,
            Ich möchte Sie darüber informieren, daß Seine Hoheit und Eminenz Fra´ Matthew Festing,                             Großmeister des Ordens, am 24. Januar 2017 seiner Heiligkeit, Papst Franziskus, seinen 
            Rücktritt eingereicht hat, der  ihn  angenommen hat.
            Wie die Verfassung des Ordens es in Art. 17, §1 vorsieht, wird der Groß Kommendatore 
            die Verantwortung  für die Leitung ad interim übernehmen. Artikel 143 des Ordens-Codes folgend 
            wird er die  Staatsoberhäupter informieren, mit denen der Orden diplomatische Beziehungen 
            unterhält und die verschiedenen Organisationen die zum Orden gehören.
           Um dem Orden im Erneuerungsprozess zu helfen, der als nötig angesehen wird, wird der Hl. Vater               seinen  persönlichen Delegaten ernennen, mit Vollmachten, die er bei seiner Ernennung definieren                  wird.

        Der Großkommendatore -in seiner Rolle als Interims-Statthalter- wird die Macht ausüben, 
        die in Artikel  144  des Ordens-Statutes enthalten ist, bis der Päpstliche Delegierte ernannt ist.
        Der Hl. Vater hat auf der Grundlage von Tatsachen, über die er unterrichtet wurde, entschieden
        daß alle  Beschlüsse und Aktionen des Großmeisters  nach dem 6. Dezember null und nichtig sind.
        Das gilt auch für die des Souveränen Rates -wie die Wahl des Großkanzlers ad interim.
        Der Hl. Vater, der die großen Verdienste des Ordens anerkennt, die er in vielen Werken bei der 
        Verteidigung  des Glaubens und im Dienst an den Armen und Kranken erworben hat, drückt seine 
         pastorale Sorge über  den Orden aus und hofft auf die Zusammenarbeit aller, bei diesen sensiblen 
         und für die Zukunft wichtigen Momenten.
         Der Hl. Vater segnet alle Mitglieder, Freiwilligen und Wohltäter des Ordens und unterstützt sie 
         mit seinem  Gebet."

Pietro Cardinal Parolin
   Staatssekretär