Freitag, 20. Oktober 2017

M.Tosatti fragt: Droht den polnischen Bischöfen wg. "Amoris Laetitia" ein Pogrom?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die aktuelle Gemengelage zwischen den Polnischen Bischöfen, Amoris Laetitia, dem nicht so sanftmütigen Papst, und der Atmosphäre im Vatican.
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"DIE POLNISCHE KIRCHE WEGEN AMORIS LAETITIA UNTER DRUCK. PAPST UND SANFTMUT; KAFKA UND DER VATICAN"

"Die polnische Kirche steht unter Druck. Nicht wegen der Lügen, die unsere Mainstream-Zeitungen über den Rosenkranz an den Grenzen erzählen usw., man weiß, daß die regierende Partei und ihr Amt für Religiöse Angelegenheiten- sprich CEI- maximal interessiert ist -und vielleicht nicht nur geistlich-  am Problem Immigration-Invasion interessiert ist.
Und das sind Zeitungen, die für eine gewissen Input empfänglich sind.
Nein, die polnische Kirche bezahlt noch einmal- wie es in ihrer Geschichte auf dramatische und blutige Weise schon früher geschah- für ihre Treue zum Lehramt der Kirche. Dem Lehramt aller Zeiten.

In den vergangenen Tagen ist in La Nuova Bussola Quotidiana ein Artikel zur Approbierung der Leitlinien der Polnischen Bischofskonferenz (KEP) zum Thema Familie und wiederverheiratete Geschiedene erschienen. Die wurden von Nationalen Zentrum für die Familienpastoral der KEP vorbereitet und sind deshalb kein Dokument, das vom Mars gekommen ist.

An dieses Schreiben ist eine Notiz angefügt, über einen Schritt des Nuntius in Warschau, Erzbischof Salvatore Pennacchio bei der KEP, der die Veröffentlichung des Textes verhindern sollte.
Des Textes, der die Lehre der Kirche aller Zeiten bekräftigt, die auf den Worten Jesu im Evangelium basiert, daß es keine aktives Eheleben mit sexueller Beziehung für einen Menschen geben kann, dessen erste Ehe noch gültig ist. Es gibt keine "katholische Scheidung".

Tatsächlich hat die KEP es noch nicht ratifiziert. Aber der Text ist veröffentlicht worden. Und das hat- wie es aussieht- einen der nicht unbekannten und nicht unüblichen Wutanfälle des regierenden Pontifex ausgelöst.
Es gibt keine offizielle Nachricht, aber die Indiskretionen die es hierzu gab stammen aus einer optimalen (lokalen) Quelle. Der Nuntius hat sich- sagen wir es so- für die Frage interessiert und soll in einer Unterredung mit dem polnischen Primas, zu der er ihn in die Nuntiatur bestellte, das "Quos ego...."des Papstes angedeutet haben.


Die Correctio Filialis und ihre Folgen

Anläßlich der Entlassung eines Unterzeichners der "Correctio filialis" schaut Steve Skojec bei OnePeterFive etwas genauer hin.
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"DIE VERFOLGUNG DER RECHTGLÄUBIGKEIT GEHT WEITER"

"Wir finden es auch hart" sagt Amoris Laetitia (37) "den Gewissen der Gläubigen Platz einzuräumen, die oft so gut sie können -innerhalb ihrer Grenzen-auf das Evangelium antworten und in komplexen Situationen ihre Unterscheidung treffen können."

Es ist in der Tat seltsam- daß unter endlosen kirchlichen Diskussionen  über "Barmherzigkeit" "Dialog" und dem Beharren darauf, daß wir kritische moralische Entscheidungen treffen können und sollten, jetzt die Einschränkungen der akademischen Freiheit zunehmend gegenüber derartigen Äußerungen des Gewissens immer größer werden.
Soll heißen, Restriktionen, die bei gut ausgebildeten, orthodoxewn Gelehrten angewandt werden, die- durch ihr Gewissen angetrieben- ihre Stimme gegen thologische Entwicklungen in der Kirche erheben, die sie beunruhigend finden.

Als der geschätzte Österreichische Philosoph Josef Seifert einen Artikel schrieb, in dem er die schädlichen logischen Konsequenzen für die Morallehre der Kirche zur Diskussion stellle, die -wie er glaubte- eine Folge von Amoris Laetitia sein würden, war die Antwort, die er von seinem Erzbischof Don Javier Martínez bekam, prompt und unbarmherzig.
Er wurde zum sofortigen Rücktritt vom Dietrich-von-Hildebrandt-Lehrstuhl bei der Internationalen Akademie für Philosophie in Granada, einem Posten, der für ihn  geschaffen worden war, gezwungen- ohne auch nur soviel wie ein persönliches Gespräch über diese Entscheidung.
In einem Artikel in First Things mit dem Titel: "Die Verfolgung der Orthodoxie"  berichtete Seifert, daß diese Disziplinierungs-Aktion ihm nie direkt mitgeteilt wurde sondern durch einige Hinweise in e-mails und Telefongesprächen und durch eine Gehaltsabrechnung."
Die Gehaltsabrechnung -sagte Seifert- war am selben Tag datiert wie die Pressemitteilung an die Welt.
"Wegen der ungeheuren Traurigkeit der Diözese" über seinen Artikel und beschuldigt -ohne jede Rechtfertigung- daß er die "Einheit der Katholischen Kirche geschädigt habe", "den Glauben der Gläubigen verwirrt" und schließlich "die Autorität des Papstes unterminiert" und "der Welt mehr gedient habe als der Kirche habe."

War es das, was in Amoris Laetitia (60) gemeint war, als der Papst vom "Blick Jesu" sprach und "wie Er auf die Frauen und Männer blickte, denen er [sic] mit Liebe und Zärtlichkeit begegnete, und ihre Schritte in Wahrheit, Geduld und Barmherzigkeit begleitetete, als er [sic] die Gebote des Königreiches Gottes verkündete."?

Es scheint nicht so.

Bischof Athanasius Schneider -sagte in einem Interview mit Dr. Maike Hickson für OnePeterFive- daß "die Strafmaßnahmen gegen Professor Seifert durch einen kirchlichen Amtsträger nicht nur ungerecht ist, sondern letztendlich eine Flucht vor der Wahrheit bedeutet."
Schneider war nicht allein mit seiner Kritik.
In kurzer Zeit häuften sich Statements von Katholischen Gelehrten, die diesen Schritt bemängelten.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Tweet des Tages

 Die Ratzinger-Brüder & Msgr. Xuereb. Auf dem Tisch u.a etwas, das aussieht wie Linzer Torte.....

Zitat des Tages

Anläßlich der "Laudatio" pro papa und gegen die correctio filialis sollte noch einmal an diesen Kommentar von Kardinal Gerhard Müller erinnert werden:

"Die Opponenten von damals haben sich inzwischen zu schwärmerischen Papstanhängern gemausert.“

Wer hätte das von den Herren Zulehner, Lobinger, Lindtner et al gedacht! Und selbst Exkommunizierte  wie Martha Heizer durften unterschreiben.....

Roberto De Mattei nimmt die Unterzeichner der Bergoglio-Laudatio bwz. der Anti-Correctio unter die Lupe

Roberto De Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana, die als Antwort auf die Correctio Filialis gedachte Laudatio einer Gruppe u.a.von vorwiegend deutschsprachigen Theologen.
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"DIE CORRECTIO FILIALIS UND DIE LAUDATIO FÜR PAPST FRANZISKUS"
"Drei Wochen nach der Correctio filialis ist die erste organisierte Antwort erschienen: eine "Laudatio" die im internet veröffentlicht wurde, unterschrieben von einer Gruppe von Priestern und Intellektuellen- überwiegend aus der österreichisch-deutschen Sphäre.
Wer sind die Unterzeichner der Laudatio?

Einer von ihnen, der Deutsche Msgr. Fritz Lobinger, Bischof emeritus von Aliwal (Südafrika) ist der "Vater" des Ausdrucks "Gemeindepriester"den er im Buch "Teams of Elders. Moving beyond Viri probati" (2007) vorgestellt hat, in dem er sich die Einführung zweier Typen von Priestern wünscht, Diözesanpriester und Gemeindepriester, die ersten zölibatär, in Vollzeit, die zweiten verheiratet, mit Familie und zur Verfügung der Gemeinde, in der sie leben und arbeiten.

Ein anderer Unterzeichner ist Pater Paul Zulehner, Schüler Karl Rahners, ebenfalls bekannt für seine phantasievolle "Pastorale Futurologie", 1990. 2011 unterstützte er den "Appell zun Ungehorsam", den 329 östereichische Priester zugunsten der Ehe für Priester, die Frauenordination, des Rechtes für Protestanten und wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion n zu empfangen und für das Recht der Laien zu predigen und die Pfarreien zu leiten- lanziert hatten.

Martin Lintner, Angehöriger des Servitenordens aus Bozen, ist Professor in Brixen und Präsident von "Insect" (International network of societys for Catholic Theology) Er ist wegen seines Buches "Die Wiederentdeckung des Eros. Kirche, Sexualität und menschliche Beziehungen"(2015) in dem er offen für HS und außereheliche Beziehungen plädiert und für seine enthusiastische Aufnahme von "Amoris Laetitia" bekannt, das seiner Meinung nach ein "Punkt ohne Wiederkehr" in der Kirche ist.
Effektiv können wir nicht mehr behaupten, daß es heute einen kategorischen Ausschluß von den Sakramenten der Eucharistie und der Versöhnung gibt, für jene, die in einer neuen Beziehung leben und sich nicht sexueller beziehungen enthalten. Dazu gibt es- vom Text von AL selbst ausgehend- keinerlei Zweifel."

Es ist klar, daß in diesem Stadium die tiefe Spaltung quer durch die Kirche nicht zwischen den Kritikern und den Fans von Papst Franziskus verläuft.
Die Bruchlinie trennt die, die dem unwandelbaren Lehramt der Päpste und denen, die sie sich an Papst Bergoglio wenden, um dem Traum einer neuen Kirche nachzujagen-die sich von derjenigen, die von unserem Herrn Jesus Christus gegründet wurde, unterscheidet.

Man muß kein Historiker sein, um zu verstehen, daß wir eine nie gekannte Seite im bisherigen Leben der Kirche leben. Wir befinden uns nicht am Ende der Welt sondern in unserer Epoche und wir können die Worte unseres Herrn verwenden, der- als er von seiner Rückkehr am Ende der Zeiten sprach- traurig sagte: "Werde ich, wenn ich wiederkomme, noch Glauben auf der Erde vorfinden?"(Lk 18,8)


Fundstück

gefunden auf dem Löwenblog von marco gallina:   klicken

Unter dem Titel "Das Kreuz mit dem islamischen Feiertag" kommentiert der Autor diesen merkwürdigen Wunsch und klärt die scheinbar unwissende Medienwelt über das ZdK auf:

"Kurz: es handelt sich hier um eine „progressive“ katholische Vereinigung* mit Netzwerken in Politik und Medien, der man eine völlige Neutralität kaum attestieren kann. Es handelt sich demnach um eine bestimmte katholische Laienvereinigung, aber nicht die katholische Laienvereinigung Deutschlands. Dass das ZdK auf einer Höhe mit dem Zeitgeist in Medien und Politik ist, mag daher kaum verwundert."

*"Wobei man sich berechtigterweise fragen kann, ob der Katholizismus nicht seinem Wesen nach bereits konservativ ist, und ihm im Grunde alles Progressive fremd. Etwas „Neues“ kann es dort per se nicht geben."

Quelle:  http://www.marcogallina.de/2017/10/17/das-kreuz-mit-dem-islamischen-feiertag/

Sandro Magister über die "Verborgenen Christen" Japans, Fortsetzung...

Fortsetzung 

2.  Die "Prophetie des Katechisten Bastian"
Es gibt eine mündliche Tradition mit dem Titel "Prophetie des Katechisten Bastian" und diese Tradition hat den Christlichen Gemeinden Hoffnung auf eine künftige Wiedergeburt gegeben.

Bastian war ein Katechist. Man sagt, er habe einem gewissen Joao als Jünger gedient. 1657 wurde er von Agenten des Nagasaki-Gerichtshofes gefangen genommen und nach 3 Jahren und 3 Monaten Haft enthauptet.

Bei dieser Gelegenheit soll er-wie man glaubt- eine Prophezeiung hinterlassen haben. Der wichtigste Teil dieser Prophezeiung war Folgender: "Nachdem sieben Generationen vergangen sein werden, wird ein schwarzes Schiff kommen,auf dem einige Beichztväter sein werden. Die Menschen werden dann beichten können, sogar wöchentlich."

Die Tatsache, daß Bastian prophezeite, daß die "Beichtväter" zurückkehren würden, ist ein Thema von kritischem Wert.

Diese Verborgenen Christen waren Menschen, die von dem Gedanken besessen waren, die Autorität zu besitzen, Sünden vergeben zu können.

Mit anderen Worten für diese Verborgenen Christen war es absolut entscheidend, daß jene Menschen, die in der Zukunft nach Japan zurückkehren würden, Katholische Geistliche oder Kirchenmitarbeietr sein müßten.

Um sich zu versichern, daß diese Beichtväter, die zurückkamen, wirklich Priester waren, sagte Bastian den Mitgliedern der Christlichen Gemeinde sie sollten ihnen 3 Fragen stellen und sehen. ob sie die beantworten konnten.
Das waren folgende Fragen:

Die erste Frage war: "Lebst du allein?"
Die zweite Frage war: "Wie ist der Name deines Führers in Rom?"
Die dritte Frage war: "Verehrst du die Hl. Jungfrau Maria?"

Bei der Gelegenheit, bei der die Verborgenen Christen erstmals entdeckt wurden, war die Frage, die sie Pater Petitjean stellten: "Wo ist die Statue der Hl. Maria?"
Diese Frage ist jetzt praktisch zu einer Legende geworden und Dank der mündlichen Weitergabe der Prophetie des Katechisten Bastian können wir ihre Meinung verstehen.

Zuerst betraten die Verborgenen Christen von Urakami in Nagasaki eine Protestantische Kirche. Als sie das taten und die Ehefrau des Pastors sie empfing und ihnen Englischen Tee anbot, verließen sie den Ort sofort.
3. Die Rolle der "Konchirisanoriyaku" und der "Orasho"
Das Konzul von Trient, das 1563 endete, erklärte daß Gläubige mindestens einmal jährlich das Sakrament der Buße empfangen sollten, also beichten, weil im Stand der Todsünde zu sterben bedeutete, das der Mensch in die Hölle gehen würde.
Besonders bettlägerige Menschen, an der Schwelle des Todes hatten große Angst ohne Vergebung ihrer Sünden zu sterben.
Als Antwort auf diese Krise, der sich die Christlichen Gläubigen gegenüber sahen, begannen die jesuitischen Missionare über Maßnahmen nachzudenken, ihre Sorgen durch eine breite Interpretation der Worte des Konzils von Trient zu lindern, insbesondere des "Wiederversöhnung zwischen dem Einzelnen und Gott kann durch wahre Reue erlangt werden"

In Fällen wo Priester nicht erreichbar waren, erlaubten sie der Christlichen Gemeinschaft folgende Ausnahmeregelungen: Wenn der Sünder wahre Reue zeigt, das heißt, wenn er oder sie wirklich ihre Sünden wirklich bereuen, könne die aktuelle Beichte der Sünde auf die Zeit verschoben werden - bis ein Priester verfügbar sei.
Auf dieser Basis wurde ein Büchlein mit dem Titel "Konchirisanoriyaki" veröffentlicht und in Japa gedruckt. Das Wort "Konchirisan" entspricht dem, wie das portugiesische Wort "contricao" japanisch ausgesprochen werden würde. 

"Konchirisanoriyaku" beschreibt die kritische Bedeutung von "wahrer Reue" . Es stellt auch fest, daß wenn man lange Reisen antritt oder wenn wir uns in einer Kriegs- oder Konfliktsituation befinden und kein Priester zur Verfügung steht, sollten wir uns mit der Tatsache versöhnen, daß wir später beichten müssen.

Für solche Gelegenheiten stellten die christlichen Gemeinden ein Gebet zusammen, das als "Orasho" bekannt war und für  "Christliche Gläubige" wurden Arrangements getroffen, dieses Gebet täglich zu rezitieren.

Dieses Orasho-Gebet diente hauptsächlich dazu, die Mitglieder der Christlichen Gemeinden zu trösten, die wegen der Verfolgung unfähig waren, mit Katholischen Priestern in Kontakt zu treten.

Z.B. bei solchen Gelegenheiten, wenn offizielle Vertreter des Tokugawa-Regimes die Christen dazu zwangen, auf das "Fumie", also das Bild Christi, zu treten gab es gewisse Gläubige, die ohne alle Skrupel darauf traten. Dennoch rezitierten diese Gläubigen -nachdem sie in ihre Heimatorte wieder erreicht hatten, das "Orasho" wieder und wieder und versuchten so, sich an das anzupassen, was zu tun war. Sie taten das mit dem Bewußtsein  daß irgendwann in der Zukunft ein Priester erscheinen würde, dem sie ihre Sünden beichten konnten.

Diese Regel, die den Verborgenen Christen ermöglichte, zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, wenn es Priester geben würde, diente auch dazu, in ihren Herzen die feste Überzeugung zu verankern, daß die Kirche in irgendeiner Zukunft wiedergeboren werden würde. Das war eine Hoffnung, die in ihren Herzen entstand- Dank der Erinnerungen, die sie bzgl. der Sakramente so  sorgfältig bewahrt hatten.

Mit andere Worten- können wir vielleicht annehmen, daß es hauptsächlich den Erinnerungen, die sie  an die Sakramente bewahrt hatten, zu verdanken war, daß dieser Verborgenen Christen so lange als Glaubensgemeinschaft überleben konnten.

Man muß zugeben, daß diese gesamte Episode außerordentlich "Katholisch " ist, weil man sich fragen muß, ob ein solches Wunder wirklich passiert wäre. wenn es in Japan in der Christlichen Periode vor 400 Jahren Protestantische Kirchen gegeben hätte."

Quelle: Settimo Cielo, S.Magister


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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Tweets zum Tage

 Noch einige Fotos vom Treffen des Papa emeritus Benedikt XVI mit den Priestern der Diözese Lyon.

Und heute in den Vaticanischen Gärten.....


The Pope Emeritus, Today at 5 p.m. pic.twitter.com/cnTzrt9qv3
— Greg Burke (@GregBurkeRome) 18. Oktober 2017 ript async="" charset="utf-8" src="//platform.twitter.com/widgets.js">

Father Hunwicke spricht....

Father Hunwicke spricht heute bei liturgicalnotes über die Weigerung des Pontifex, den er nur noch PF nennt, auch auf die Correctio Filialis zu antworten- wie schon zuvor auf die Dubia.
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      "NEWMAN ZUR SUPENDIERUNG DER FUNKTIONEN DES LEHRAMTES"
"Während ich nur für mich selbst-als Individuum- spreche, muß ich sagen, daß ich mich sehr niedergeschlagen fühle durch die offensichtliche Entscheidung von PF, nicht auf die Correctio Filialis zu antworten, die ich ihm zusammen mit anderen im vergangenen August ins Domus Santa Marta geschickt habe.
Ich bewahre vollkommen mein Gefühl des ordnungsgemäßen Respekts, den ich dem Individuum schulde, das aktuell den Stuhl Petri innehat, aber in menschlichen und gefühlsmäßigen Worten: seine Meinung, daß ich und so viele andere es nicht wert sind, sich um sie zu kümmern, löst ein Gefühl von Verletzung und Schmerz aus.
Ich bin sicher, daß das alles einen Vorsehungs-Zweck hat und bete, daß ich fähig werde, die durch den Göttlichen Willen zugelassenen Demütigungen besser zu ertragen..

PF´s Entscheidung, den Petrinischen Auftrag, seine Brüder im Glauben zu stärken (sterizein) , nicht zu erfüllen, ist ein markantes  Ereignis, für das man nicht leicht eine Parallele findet.
Und eine Weigerung, auf formale Bitten zu antworten, kann in sich selbst kaum ein formaler Akt sein. Also habe ich mich- so sicher wie wir das im Ordinariat instinktiv tun- an unseren geliebten Glaubenspatron gewandt, den Seligen John Henry Newman, quo quis doctior quis sapientior? (wo gibt es einen Gelehrteren einen Weiseren?)

"...der Episkopat war seiner Aufgabe untreu...zu einer Zeit sagte der Papst und zu anderen Zeiten ein Patriarch, Metropolit oder großer Sitz, wieder zu anderen Zeiten ein allgemeines Konzil Dinge, die sie nicht hätten sagen sollen oder taten, was die offenbarte Wahrheit verdunkelte oder kompromittierte.... 
Ich sage, daß es ein zeitweiliges Aussetzen der Funktionen der Ecclesia docens gab.
Der Episkopat versagte im Bekennen des Glaubens. Sie sprachen unterschiedlich und einer gegen den anderen; nach Nicaea gab es 60 Jahre lang kein festes, unveränderliches, beständiges Zeugnis.... "

Ich erprobe in Gedanken (indem ich das tue, was wir "darüber schlafen" nennen oder "laut denken")  die Möglichkeit, daß PFs Entscheidung die Hilferufe, die ihm gesandt werden, zu ignorieren- sei es  die Eminenter Väter des Hl. Kollegiums oder Wenigkeiten wie mir-formal als Beginn einer Periode angesehen werden kann, in der die Funktionen des Päpstlichen Lehramtes "temporär suspendiert" sind.
In einer vacatio, die in dem Augenblick endet, wenn das selbe Petrinische Lehramt ebenso formal aus der dogmatischen Stille zur hörbaren Ausübung der ihm von der Katholischen Tradition und durch lehramtliche konziliare Definition zuerkannten Funktion zurückkehrt;  das heißt "andächtig die von den Aposteln empfangene Tradition zu bewahren und fortzusetzen", d.h. das depositum fidei.


Sandro Magister über die "Verborgenen Christen" Japans

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo
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"DIE "VERBORGENEN CHRISTEN" VON JAPAN. ZU UNBEQUEM FÜR DIESES PONTIFIKAT"

"Papst Franziskus hat wiederholt seine Bewunderung für die "Verborgenen Christen" Japans ausgedrückt. Die wunderbarerweise mit ihrem intakten Glauben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder auftauchten,  nach zweieinhalb Jahrhunderten grausamer Ausrottung des Christentums in ihrem Land.

Nur wenige kennen die wahre Geschichte dieses Wunders an der Schwelle des Unglaublichen.
Es wurde vergangenen Donnerstag, 12. Oktober, in einer faszinierenden Konferenz in der Aula Magna der Päsptlichen Gregoriana Universität vom japanischen Jesuiten Shinzo Kawmura, Professor für Kirchengeschichte an der Sophia-Universität in Tokio und Autor der aktuellsten Studie zu diese Thema rekonstruiert.

Der vollständige Text dieser Konferenz -die am 75. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und dem Hl. Stuhl stattfand- wird hier wiedergegeben:

"Papst Pius IX und Japan. Die Geschichte eines Orientalischen Wunders"  
Ein ausführlicher Ausschnitt daraus wird im Folgenden veröffentlicht.Wenn man das liest- was ein Muss ist- kann man daraus entnehmen, daß das, was die intakte Weitergabe des Katholischen Glaubens von Generation zu Generation dieser Christen ohne Priester, die vollkommen von der Welt abgeschnitten waren, ermöglichte, essentiell die mündliche Weitergabe war, die aus wenigen entscheidenden Wahrheiten bestand, über die Sakramente, zuerst die Beichte, gemäß dem, was das Konzil von Trient lehrte.

Es ist deshalb ein Tridentinischer Katholizismus, der dieses Wunder der "Verborgenen Christen" ermöglichte. Mit seiner Doktrin von Sünde imd sakramentaler Vergebung, die von ihnen in wiederholten Akten perfekter Reue vorausgenommen wurde- in Abwesenheit eines Beichtvaters aber auch mit der prophetischen Vision, daß der eines Tages kommen würde.

Das waren Akte des Reue, die damals der Sünde der Apostasie folgten, die darin bestand, öffentlich auf dem "Fumie", dem Bild Jesu herumzutrampeln, wozu sie von ihren Verfolgern gezwungen wurden, um zu beweisen, daß sie- unter Androhung der Todesstrafe- dem Christlichen Glauben abgeschworen hatten.

Sünde und Vergebung. Seltsamerweise aber folgte dieser akademischen Präsentation bei Kawamuras Konferenz an der Gregoriana am 12. Dezember die eines anderen Gelehrten auf diesem Gebiet, Adelino Ascenso, einem portugiesischen Missionar in Japan, der die  Frage der Apostasie aus entgegengesetzter Perspektive anging.
In der Tat spricht der Titel von Ascensos Konferenz von "Konflikt und Versöhnung" anstatt von Sünde und Vergebung.


Dienstag, 17. Oktober 2017

Die Russisch-Orthodoxe Kirche feiert den Papa emeritus.

Matteo Matzuzzi berichtet bei Il Foglio über die die russische Ausgabe  der Opera Omnia Joseph Ratzingers, speziell über Band XI "Theologie der Liturgie. Die sakramentale Begründung der christlichn Existenz".
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"DIE RUSSISCH-ORTHODOXEN FEIERN BENEDIKT XVI: STARKER GEGNER JEDES KOMPROMISSES BEIM GLAUBEN"

"Der Patriarch von Moskau gibt die Werke des Papa emeritus heraus. Metropolit Hilarion: "Ratzinger stellt sich gegen die oberflächlich kreative Tendenz den das westliche Christentum heute zeigt.
Mit ihm verbindet sich der Kampf zur Verteidigung der christlichen Werte."

Der Metropolit von Volokolamsk, Hilarion, hat sich persönlich ins Kloster Mater Ecclesiae im Vatican begeben, um Benedikt XVI eine Kopie des Bandes "Theologie der Liturgie. Die sakramentalse Begründung der christlichen Existenz"- ins Russische übersetzt und vom Verlag des Moskauer Patriachen herausgegeben, zu überreichen.
Es handelt sich um Band XI der Opera Omnia Joseph Ratzingers. Das Vorwort hat Hilarion selbst geschrieben: "Mit dem Namen Papst Benedikts XVI ist der Kampf  zur Verteidigung der traditionellen christlichen Werte verbunden und an eine Zeit der Wiederentdeckung und Bestätigung ihrer Aktualität in der modernen säkularisierten Welt "

"Papst Benedikt" fährt Hilarion im -vom Osservatore Romano wiedergegebenen- Text "hat auch besonders seine tiefe Sympathie für die Orthodoxie ausgedrückt und immer daran erinnert, daß die Orthodoxen auf theologischer Ebene den Katholiken am nächsten stehen. Es ist kein Zufall daß gerade er nach ihrer Gründung 1979 eines der ersten Mitglieder der gemischten internationalen theologischen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Katholischen und der Orthodoxen Kirche war.
Als Theologe hat Ratzinger enorme Anstrengungen gemacht, um die Frage des Primats des Bischofs von Rom zu klären, und den Akzent auf eine juridische Vision des Primats und sein Verstehen vor allem als christliches Zeugnis besonderer Art und als Dienst an der Einheit in der Liebe.
Er war immer ein starker Gegner jedes Kompromisses auf dem Gebiet der Lehre und des Glaubens indem er zu Recht darauf hinwies, daß die Einheit -im Prinzip zwischen Orient uind Westen möglich- sorgfältig vorbereitet werden müsse, sowohl spirituell als auch praktisch reifen müsse, Dank auch profunder Studien theologischen und historischen Charakters."

"Der Wunsch ist, daß die Veröffentlichung der russischen Ausgabe "Theologie der Liturgie" nicht nur eine Bestätigung für die große Wertschätzung für den Autor ist, sondern daß sie auch die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die Lektüre des Buches lenkt,"
"Joseph Ratzinger" -fügt der orthodoxe Meteropolit hinzu- "stellt sich der Tendenz zur "oberflächlichen Kreativität" entgegen, die das Christentum im Westen heute zeigt, oder der Tendenz zur Abschaffung des authentischen Inhalts der Liturgie mit dem Ziel die Begegnung und das vitale Band mit Gott und seiner Schöpfung zu entleeren.
In diesem Sinn betreffen einige im Buch behandelte Fragen- wie z.B. die Neuheiten im Ritus und die liturgischen Experimente-wie z.B. die Sonntagsliturgie ohne Priester- außerdem ein Prroblemfeld des Katholizismus.
Deshalb ist es wichtig, daß der russische Leser, der viel von den modernistischen Tendenzen im zeitgenössischen Katholizismus hat sprechen hören, den kritischen Blick eines der größten katholischen Theologen der Modernen Zeit erkennen kann- zum Thema des schmerzhaften Bruchs mit der Tradition-in der Epoche nach dem II.Vaticanischen Konzil und den Schwierigkeiten in die die Straße des Aggiornamentos führte."

Die Veröffentlichung des Bandes in Russland wurde durch die Zusammenarbeit zwischen dem Verlagshaus des Moskauer Patriarchates, der Vereinigung "Sophia: russische Idee, Idee von Europa", der Akademie Weisheit und Wissenschaft , der Ratzinger-Stiftung und der Libreria Editrice Vaticana möglich.
In den nächsten Monaten wird in Moskau in der Theologischen Schule des Patriarchates die Vorstellung des Buches stattfinden."


Quelle:  Matteo Matzuzzi,, Il Foglio



Auch die polnische Bischofskonferenz formuliert Richtlinien zu Amoris Laetitia

Marco Tosatti berichtet in LaNuovaBussolaQuotidiana  über ein Treffen der polnischen Bischofskonferenz, bei dem Leitlinien für die Interpretation von Amoris Laetitia erarbeitet werden sollten.
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"AMORIS LAETITIA, DIE POLNISCHEN BISCHÖFE STOPPEN DIE FLUCHT NACH VORNE"

"Die polnische Bischofskonferenz hat sich in dern vergangenen Tagen in Lublin versammelt, um ein Dokument mit Leitlinien zur Interpretation der postsynodalen apostolischen  Exhortation Amoris Laetitia zu dikutieren und zu redigieren.
Bei diesem Treffen war auch der Nuntius Salvatore Pennacchio anwesend, der seit etwas mehr als einem Jahr der Repräsentant des Pontifex bei der polnischen Kirche ist,
Es ist nicht bekannt, wann das von den polnischen Bischöfen entworfene Dokument publiziert werden wird; aber wir können einige Punkte vorwegnehmen, vielleicht summarisch, die aber zentral und hinweisend sind für die Lesart, die die Bischöfe der Exhortation gegeben haben.
Eine Lesart, die in voller Übereinstimmung mit "Familiaris Consortio" von Johannes Paul II steht und die Verwirrung die von Amoris Laetitia und besonders die "öffnenden" Interpretationen hervorgerufen wurde,  noch klarer erkennen lassen wird.
Und es wird immer klarer werden, wie peinlich das obstinate Schweigen des Pontifex angesichts der Bitten um Klarstellungen ist, das weitere Verwirrung auslöst.

Indiskretionen aus bester Quelle zufolge können wir sagen, daß die polnischen Bischöfe die Möglichkeit des Zugangs der Paare, die more uxorio leben - d.h. ohne durch das Sakrament der Ehe vereint zu sein- zur Kommunion ablehnen. Es ist offensichtlich, daß das auch für die Paare gilt, die zusammen leben. Und natürlich betrifft diese Entscheidung auch die wiederverheirateten geschiedenen Paare, bei denen es für die Kirche noch eine gültige erste Ehe gibt,
Sie können nicht an der sakramentalen Kommunion teilnehmen und auch nicht an der spirituellen, solange sie sich in einer Lebenslage befinden, die in offenem Widerpruch zur Eucharistie steht, die das eheliche Band zwischen dem Herrn und seiner treuen Kirche darstellt, ein unauflösliches und fruchtbares Band.


Steht in Rom nach dem Müller-Interview ein weiterer Skandal bevor?

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive das neue Müller-Interview in der Tagespost
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"KARDINAL MÜLLER SAGT, ER HABE BEI  DER FAMILIENSYNODE 2015 NICHT FÜR DEN EINHEITLICHEN DEUTSCHEN BERICHT GESTIMMT"

"Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation überrascht uns immer wieder. Nachdem er vor kurzem öffentlich über die derzeitige Atmosphäre der Angst und Zensur im Vatican unter Papst Franziskus gesprochen hat, gibt der deutsche Kardinal jetzt per Implikation zu verstehen, daß er selbst niemals seine Zustimmung zum Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe bei der zweiten Bischofssynode in Rom 2015 gegeben hat.
Wenn das wahr ist, würden wir vor einem weiteren großen Skandal stehen, weil das Dokument seit dieser Synode der Öffentlichkeit so vorgestellt wird, als habe es die Zustimmung des Glaubenspräfekten.

In einem Interview mit der deutschen katholisychen Zeitung "Tagespost"  vom 13. Oktober (wir haben es verlinkt), antwortet Kardinal Müller auf eine Frage zur deutschsprachigen Gruppe und der Diskussion dieser Gruppe 2015 über die Schriften des Hl.Thomas von Aquin.
Er erklärt Folgendes:

"Ich selbst habe in dieser Sprachgruppe den Hinweis auf die Fragen 79 und 80 des dritten Teils der „Summa theologiae“ ins Gespräch gebracht, so dass Kardinal Christoph Schönborn glücklich war über all das, was sein Ordensbruder schon vor sechshundert Jahren zum Thema des rechtmäßigen und fruchtbaren Empfangs der Eucharistie gesagt hatte. 
Es heißt, der Abschlussbericht sei mit einer Stimme, nämlich meiner, angenommen worden. Wahr ist dagegen, dass diese Abstimmung geheim war. " (....)

Nun sind diesen beiden letzten, etwas vagen Sätze von erheblicher Wichtigkkeit insofern, daß Kardinal Reinharf Marx, der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz , dann in einer Pressekonferenz am Ende der Familien-Synode  von 2015 darauf bestanden hatte, daß dem 
Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe einstimmig zugestimmt worden war War diese Behauptung doch nicht wahr? 
Weil ich zu jener Zeit berichtet hatte: 

     Wie Edward Pentin berichtet war es im detzten der der drei Berichte, daß die deutsche           Gruppe die Idee des "internen forums" in Umlauf brachte, die -wie Kritiker sagen- "eine         leichte Abwandlung der Kardinal-Kasper-These ist, die wiederverheiratete Geschiedene         nach einer gewissen Zeit der Buße wieder zur Kommunio9n zuzulassen.

     Bedeutsam war auch, daß als dieser Bericht der deutschsprachigen Gruppe am 21.                   Oktober 2015 vorgestellt wurde, es Kardinal Marx selber war, der bei der Synoden-                 Pressekonferenz sprach. (klicken) und auf der Tatsache bestand, daß dieser Bericht mit       der einstimmigen Untertützung aller Gruppenmitglieder geschrieben wurde.
     Mehr als einmal sagte er: "Jeder Text der deutsch-sprachigen Gruppe, jede relatio ist               einstimmig. Keine Gegenstimme. Das ist sehr wichtig, denke ich."


     Er scheint diese Tatsache wiederholt zu haben, damit jeder im Raum realisieren sollte,           daß das bedeutete, daß auch Kardinal Müller den Bericht unterstützte. Und Marx sagte           ausdrücklich, daß die Idee des "internen forums" darauf hinzielte, einigen                                   wiederverheirateten Geschiedenen dabei zu helfen, "zur vollen Versöhnung mit der                 Kirche zu kommen", was die Zulassunfg zu den Sakramenten einschließen würde.
     Kardinal Marx erwähnt bei der Pressekonferenz ausdrücklich, daß es während des                   Wochenendes zu einer Art Übereinkunft zwischen den Kardinälen Müller und Kasper             gekommen sei, nachdem sie beide die Schriften des Hl. Thomas von Aquin studiert                 hatten und wie- man vorsichtig- die verschiedenen Situationen beurteilen sollte."

Meinem Bericht zufolge, waren Kardinal Müller und Kardinal Walter Kasper zu einer Art Einvernehmen gekommen, das zur Einführung der Idee des "forum internum" daß dann in den allgemeinen Schlußbericht der Synode einging und das dann wieder von Papst Franziskus benutzt wurde, um in seinem "Amoris Laetitia" den Gedanken zu rechtfertigen, daß geschiedene und wiederverheiratete Paare, im "forum internum" eine Differenzierung ihrer Situation vornehmen könnten und daß die Hilfe der Kirche selbst daabei manchmal auch "die Sakramente einschließen" könnte.


Das heißt, daß Papst Franziskus in der Lage war, indirekt den angenommenen Kasper-Müller-Kompromiss zu nutzen- wie es Kardinal Schönborn moderierte- um mit der gelehrten Unterstützung des Schlußdokumentes der Snode von 2015 eine liberalisierendere Haltung gegenüber den wiederverheirateten geschiedenen Paaren einzuführen, 
(Wie wir noch sehen, wurde die Diskussion des Hl. Thomas irgendwie von Kardinal Müller initiiert und wird immer noch von Papst Franziskusn aufgenommen, der jetzt behauptet, daß Amoris Laetitia "Thomistisch" ist.)

Es war domradio Köln in Deutschland, das Stunden nach Ende der Synode am 24. Oktober erklärte, daß die deutschsprachige Gruppe entscheidend gewesen war: 

     
    Am Ende war es die deutsche Spachgruppe, die in der Lage war, die Obstruktion und die        Hauptblockade zur Frage der Wiederverheirateten zu überwinden.
    [....]
    Eine winzig kleine Öffnung ist seither gemacht worden und die zentrale Idee dieser                  Gruppe findet sich im finalen Bericht. Wenn Papst Franziskus sie später kopiert, wäre es        für die, die in der Pastoral tätig sind und in extremen Fällen für jene Betroffenen den Weg      zu einer "wachsenden Integration" ins Gemeindeleben zu öffnen.
    Manche derer, die für die pastorale Betreuung verantwortlich sind werden so auch die             Zulassunf zr Hl. Kommunion einschließen.

Ich erinnere mich, damals selbst von Römischen Quellen gehört zu haben, daß Kardinal Müller in einigen extremen Fällen "wiederverheirateter" Paare Barmherzigkeit hatte zeigen wollen, wie es dann auch im deutschen Magazin Focus" wiedergegeben wurde.

Aber fünf Monate später, im März 2016, hatte sich Karinal Müller bereits vom Gedanken einer liberaleren Haltung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen distanziert, indem er erneut bekräftigte, daß sie sich sexueller Beziehungen enthalten müßten, wenn sie Zugang zu den Sakramenten wünschten.

Trotz dieser folgenden Distanzierung von der Kasper-These- und seither- habe ich wiederholt und vielleicht unfair- Kardinal Müller für zum Teil verantwortlich gemacht für die schlechten Früchte von "Amoris Laetitia". 
Weil ohne seine Zustimmung zum Schlußreport der deutschsprachigen Gruppe bei der Synode, die forum-internum-Idee nicht in den Schlußberiht der Synode gelangt wäre und so nicht von Papst Franziskus legitimerweise aufgepickt und ausdrüklich hätte werden können.

Jetzt weiß ich nicht, was ich denken soll.


Wenn -nach allem- Kardinal Müller seine Zustimmung zu diesem von den Deutschen unterstützten Kompromiss bei der Synode gegeben hat, müßte ich jetzt entsprechend alle meine schlecht-informierten Kommentare und Kritiken seiner Person und seiner Rolle zurückziehen. Und das müßten auch viele andere Beobachter, die vergleichbar in die Irre geführt wurden.

 .
Aber warum hat Kardinal Müller nicht früher gesprochen und gezeigt, daß Kardinal Marx effektiv eine Lüge ausgesprochen hat, als er darauf bestand, daß der deutsch-sprachigen Bericht einstimmig approbiert worden war? Warum weist Kardinal Müller erst jetzt auf eine solche Korrektur oder Modifizierung hin, jetzt nachdem er von Papst Franziskus- und das ziemlich abrupt- aus seinem Amt der Präfekten der Glaubenskongregation entlassen wurde?

Dieses neue und etwas zweideutige Müller-Interview könnte sehr wohl einen weiteren Skandal auslösen. Der Skandal wäre, daß führende Figuren bei der Synode Kardinal Müllers zu Unrecht benutzten, um ihre progressive Reformagenda effizienter zu implementieren. Es würde auch das Feigenblatt der Legitimität dieses zweideutigen Synodalprozesses wegnehmen, der auf alle fälle schwer kritisiert worden war.

Vor drei Tagen habe ich Kardinal Müllers Sekretär kontaktiert und ihm um weitergehende Klarstellungen gebeten, darüber ob der Kardinal zur Unterstützung des deutschsprachigen, angeblich einstimmig angenommenen Schlussberichtes und finalen Abstimmung der Eintracht gestimmt hat oder nicht. Sollte ich von ihm eine Antwort bekommen, werde ich diesen post up-daten.
Ich habe auch Kontakt zu Matthias Kopp, dem Pressesprecher von Kardinal Marx aufgenommen. Er hat geantwortet, daß ich mich jetzt statt dessen an das Synoden-Sekretariat wenden sollte; und er lehnte auf diese Weise meine Bitte an Kardinal Marx ab, er möge seine frühere öffentiche Behauptung über die Einstimmigkeit bestätigen.
Aber in einer zweiten Antwort- einige Stunden später- wies mich Herr Kopp auf das offizielle Statement von Erzbischof Heiner Koch hin- der Relator der deutsch-sprachigen Gruppe bei der Synode 2015 war- in dem Koch selber behauptet, daß dem Schlußreport von den Mitgliedern der Gruppe einstimmig zugestimmt wurde. Das macht ein klärendes Statement von Kardinal Müller selbst umso dringlicher.

Quelle: OnePeterFive, Maike Hickson
  

Montag, 16. Oktober 2017

Tafelmusik spielt zum Tanz auf......         

         

Amazonas-Synode als trojanisches Pferd gegen den Zölibat?

rorate caeli hat sich zu dieser Vorahnung- oder ist es schon mehr?- Sorgen gemacht,
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"NEUE FRANZISKUS-SYNODE, EINBERUFEN UM VERHEIRATETE PRIESTER ZU APPROBIEREN"

"Gestern -direkt nach der Kanonisierung von 35 Heiligen (eingeschlossen 33 Märtyrer, von den 30 während der Hl. Messe von einer Horde Protestanten ermordet wurden), kündigte Papst Franziskus die Einberufung einer außerordentlichen Bischofssynode für die Pan-Amazonas-Region an, also die Amazonasregionen mehrerer Südamerikanischer Länder.. Das Treffen wird 2019 in Rom stattfinden.

Die Versammlung wurde angeblich einberufen, sich mit den Sorgen der indigenen Bevölkerung zu befassen.

Aber wir wissen es besser.

Genau wie die Synoden "für die Familien" 2014 und 2015 dazu einberufen wurden, um genügend Ungenauigkeiten und semantishe Verwirrung zu schaffen, die es dem Papst erlaubten, die Entscheidung zu erreichen, die er schon getroffen hatte (d.h. die Eucharistische Kommunion für die in fortdauernder ehebrecherischer Beziehung), hat die bevorstehende Amazonas-Synode nur ein Ziel:
verheiratete Priester in der Lateinischen Kirche.

Während in der Lateinischen Kirche in den letzten Jahrzehnten sehr selten verheiratete Männer zu Priestern geweiht wurden, die Praxis beschränkte sich auf die statistisch winzige Zahl früherer anglikanischer (und einiger anderer) protestantischer Geistlicher, die schon verheiratet waren, als sie in die Kirche eintraten.

Die Amazonas-Synode hat kühnere Pläne im Sinn. Der Papst hat so gut wie sicher schon entschieden, bereits verheiratete katholische Männer, die als viri probati betrachtet werden- zu Priestern zu weihen, zuerst am Amazonas, vielleicht gleichzeitig auch in anderen "Missionsgebieten".

Und- wer weiß- so schnell wie möglich überall sonst? Weil es keinen Zweifel gibt, daß alle traditionellen Gebiete der Lateinischen Kirche -einschließlich des größten Teils Europas, großer Teile Lateinamerikas, weite Gebiete Nordamerikas ebenso wie die traditionellen Missionsgebiete Afrikas und Asiens als "Missionsgebiete" betrachtet werden können, die alle den selben Bedarf an Priestern haben wie das Amazonasflußbecken.

Da haben wir es also: eine weitere folgenreiche Verschiebung - auf krumme Art- steht in der Kirche bevor. Aber zumindest sind wir vorgewarnt."

Quelle:  rorate caeli, 

Ein päpstlicher Versuchsballon: der Vorschlag, die Aussage des KKK zur Todesstrafe zu ändern


So interpretiert A. Gagliarducci in Monday in the Vatican die neuesten päpstlichen Gedankenexperimente in Interview-Zitatform.
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"WIRD PAPST FRANZISKUS WIRKLICH DIE KATHOLISCHE LEHRE ÄNDERN?"
"Die Rede die Papst Franziskus zum 25. Jahrestag des KKK gehalten hat, hat einen starken Hinweis hinterlassen, sowohl wegen der Andeutung der Möglichkeit die Katholische Lehre zur Todesstrafe ( nach dem Katechismus immer noch zulässig -wenn auch als ultima ratio) als auch den Hinweis des Papstes , daß die Doktrin nicht unveränderlich ist. Es gab aber auch ein Zitat in seiner REde, das fast unbeachtet blieb. Und dieses Zitat ist wichtiger als es scheint.

Papst Franziskus zitierte den Hl. Vincent von Lerins, einen Kirchenvater des 5. Jahrhunderts, dessen Leben mehr im Dunklen liegt als seine Schriften.

In einer Rede zitierte der Papst eine Passage aus "Commonitorium" dem einzigen vollständigen Werk des Heiligen Vincent, das bis heute erhalten geblieben ist.

Der Hl. Vincent schreibt: "Aber jemand wir vielleicht sagen "Wird es keinen Fortschritt in der Kirche Christi geben?" Sicher wird es den geben- jeden Fortsgechritt der möglich ist. Wer- so neidisch auf den Menschen, so voller Hass auf Gott sollte versuchen, den zu verbieten?"

Dieses Zitieren ist aus zwei Gründen bedeutend. Der erste ist, daß Papst Franziskus darin unterstreicht, daß wer immer "versucht" in der Religion den Fortschritt "zu verhindern" vom Papst als "bei Gott verhaßt" betrachtet wird. Der zweite Grund ist, daß es nicht das erste mal ist, daß der Papst den Hl. Vincent von Lerins zitiert.

Er tat das bereits in einem Interview, das er 2013 dem Jesuiten-Magazin "La Civiltá Cattolica" gewährte. Es war Franziskus´erstes Interview als Papst.
In diesem Interview sagte er: "Der Hl. Vinent von Lerins vergleicht die biologische Entwicklung des Menschen mit dem Übergang von einer Ära zur anderen bei der Weitergabe des Glaubenserbes, das mit der Zeit wächst und stärker wird. Dabei ändert sich das menschliche Selbstverständnis mit der Zeit und das menschliche Bewußtsein vertieft sich." (es gab noch ein weiteres Zitat des Hl. Vincetn in diesem Interview- zum selben Thema).

Der Hl. Vincent von Lerins hilft uns dabei, Papst Franziskus´ Rationale zu erklären. Im Allgemeinen wird der Gedanke, daß die Lehre sich entwickelt, von den meisten Theologen akzeptiert.
Tatsache aber ist, daß nur wenige darin übereinstimmen, wie die Doktrin sich entwickelt.

Liest man den Text des Hl. Vincent noch einmal, versteht man, daß der Papst das Glaubenserbe nicht ändern will. Das wird gleich bleiben.
Tatsächlich hat Franziskus ein gewisse Vorliebe für das traditionelle Denken der Kirche , wenn er von der Kirche z.B. als "heilige, hierarchische Mutter" spricht oder wenn er bei einem privaten Treffen mit Priestern der Diözese Lyon sagte, daß er nicht den Wunsch habe, "die Normen für den priesterlichen Zölibat zu ändern."

Das Wirken von Papst Franziskus dreht sich in der Hauptsache nicht um Veränderungen der Doktrin. Der Papst will das Denken ändern; er will Prozesse anstoßen, aber ohne sie zu beenden. Er erklärt diesen Punkt sehr gut in "Evangelii Gaudium", indem er seine vier Leitprinzipien auflistet- die am Ende die Notwendigkeit darstellen, zu warten, daß die konventionelle Art zu denken, von selbst zerfällt und die "pastorale Umkehr", nach der er dauernd verlangt, in die Praxis umzusetzen.


Heute vor 39 Jahren.....

am 16. Oktober 1978 wurde der Krakauer Erzbischof Kardinal Karol Wojtyla zum Papst gewählt.

           

                               HEILIGER JOHANNES PAUL BITTE FÜR UNS !

Rund um Amoris Laetitia Hunderttausende von Unterschriften unter Fragen, Bitten, Korrekturen...bisher ohne jede Antwort

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das Schweigen des Papstes und seiner Entourage zu den Dubia, der Correcctio Filialis und zuletzt zum großen polnischen Rosenkranz und dessen Folgen für Kirche und Glauben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"VOR ZWEI JAHREN FLEHENDE BITTE ZUR EHE AN DEN PAPST; JETZT 900.000 UNTERSCHRIFTEN. PEINLICHES (PEINLICH BERÜHRTES ?) SCHWEIGEN VON PETRUS"

"Vor zwei Jahren. Noch bevor die umstrittene apostolische Exhortation "Amoris Laetitia2 mit allen ihren gewollten Unklarheiten, veröffentlicht wurde und am Vorabend des zweiten Teils der Familiensynode, wurde Papst Franziskus eine "Supplica Filialis" übermittelt.
Im Text wird Papst Franziskus darum gebeten, "ein klärendes Wort" zu sprechen, "um die allgemeine Desorientierung zu zerstreuen, die durch die Möglichkeit ausgelöst wurde, daß sich im Herzen der Kirche eine Bresche öffnet, die als Folge der Zulassung der wiederverheirateten Paare zur Eucharistie den Ehebruch zuläßt ."

Bis heute hat das Koordinationskomitee der "Supplica Filiale", das eine Vereinigung von mehr als 60 "pro familia" und "pro vita"-Organisationen auf den 5 Kontinenten darstellt, weder eine Empfangsbestätigung noch eine Antwort bekommen.

Außergewöhnlich, oder?
Besonders wenn man bedenkt, daß das allmächtige Staatsekretariat allen antwortet- einschließlich homosexueller Paare, ihnen alles Gute wünscht, wpbei ihnen kleine Fauxpas unterlaufen.
Aber offensichtlich haben die Katholiken kein Recht auf eine Antwort.
In der Zwischenzeit ist die Supplica Filiale von 1378 qualifizierten Unterzeichnern unterschrieben worden; das heißt Mönchen, Nonnen, Bischöfen, Kardinälen, Akademikern und Gelehrten; während die Zahl der Unterschriften von einfachen Gläubigen fast die 900.000 erreicht hat. (879.451 um genau zu sein.)

Heute hat das Komitee, das die Supplica auf den Weg gebracht hatte, den regierenden Pontifex gebeten, sein Schweigen zu brechen, daß heute außer paradox zu sein, wirklich außergewöhnlich wird, unmöglich ohne Peinlichkeit zu rechtfertigen.

Aber auch eine zweite Innitiative ist ohne Antwort geblieben: eine "Treueerklärung an die unveränderliche Lehre der Kirche zur Ehe an ihre ununterbrochene, von den Aposteln empfangene Disziplin" die bis jetzt auf eine Andeutung aus hohen Kirchensphären erwartet.
Weil sie nicht über die gleichen logistischen Möglichkeiten verfügte, wie die erste Initiative und weil es sich diesesmal um ein längeres, wichtiges Dokument handelte, haben die Koordinatoren die Erklärung am 29. August 2016 auf ihrer website veröffentlicht, damit jeder sie unterschreiben kann.

Die Glaubenserklärung hat 35.112 Unterschriften erreicht, unter ihnen die von 3 Kardinälen, 9 Bischöfen, 636 Diözesanpriestern und 46 Diakonen, 25 Seminaristen, 51 religiösen  Brüdern, 150 Mönchen- in Klausur und im aktiven Leben, zu denen noch die von 458 Akademikern im Laienstand kaommen, hauptsächlich von Theologieprofessoren, Religionslehrern, Katechisten und Pastoralreferenten .


Sonntag, 15. Oktober 2017

Zum Sonntag ein in Töne gefaßtes "Gott allein genügt" i


                 

          

Wir bleiben katholisch - auch wenn wir damit nicht berühmt werden.

Erstmal Glückwunsch nach Polen - was für ein großes Volk! Sie haben es tatsächlich geschafft, mit einer katholischen Alltäglichkeit in die internationalen Medien zu kommen - mehr noch sie haben es sogar geschafft, die halbe Welt in Angst und Schrecken zu versetzen - von tagesschau bis BBC, alle reagierten total erschrocken. Das war wirklich eine ganz großartige Aktion, die den polnischen Katholiken letzten Samstag gelungen ist. Sie haben das katholische Fest "Unserer lieben Frau vom Rosenkranz" dazu genutzt, für das es gedacht ist und landesweit Rosenkranz gebetet. Dass die Polen da so öffentlich beteten und auch noch sagten, warum und wofür war natürlich den diversen Medienvertretern nicht so ganz geheuer, weil ihnen der Glaube daran fehlt, was Gebete bewirken können und in der Vergangenheit bewirkt haben.
Das hat natürlich die Italiener nicht ruhen lassen: Am 100. Jahrestag des "Sonnenwunders von Fatima" wurde von Südtirol bis nach Sizilien Rosenkranz gebetet - offensichtlich aber nicht so spektakulär, wie die Polen, denn die Medien hatten keinen Grund, sich aufzuregen. Schade eigentlich, hat doch so viel Spaß gemacht, ihre Panik zu sehen.


Am Samstag waren dann die Engländer dran: Mitten durch London gab es einen großen Rosenkranzgebetszug:



Da könnte man ja fast neidisch werden, als Münchnerin ... aber nur fast. Denn über die Zeit verteilt, können wir da doch durchaus mithalten:
Bei uns wird ja in fast allen Kirchen Rosenkranz gebetet, in der Innenstadt täglich, in den Stadtrandkirchen 1 - 2 mal die Woche. Und immer sind viele da, die mitbeten.
Richtig los geht's dann aber am 15. August. An diesem Tag beginnt in zwei Münchner Wallfahrtskirchen der "Frauendreißiger" - eine dreißigtägige Gebetszeit mit Marienandachten, Rosenkränzen, Heiligen Messen, Lichterprozessionen und Kreuzpartikel-Segnung. Und ich kann es bestätigen: Die Kirchen sind jeden Tag voll.

Nicht jedes Volk ist ein pueblo, nicht jede Volksbewegung wird vom Papst gern gesehen

Wie Giuseppe Rusconi bei rossoporpora schreibt, gefallen nicht alle Volksbewegungen dem Pontifex,  auch die polnischen Rosenkranzbeter wohl nicht.
Hier geht´s zu Auszügen aus dem Original:    klicken

"DER GROSSE POLONISCHE ROSENRKANZ UND SEINE INTERPRETATIONEN.
DIE HALTUNG DES PAPSTES IST SCHMERZLICH UND VERLETZEND"
(...)
Giuseppe Rusconi berichtet : "Obwohl Jorge Mario Bergoglio mehrmals die Gelegenheit hatte. hat er die große katholische Demonstration kein einziges mal erwähnt und er fragt sich, wie das möglich ist, bei ihm, der doch auch die kleinste Gruppe von Pfarrgemeindemitgliedern, Studenten und Seminaristen begrüßt... der Vereinigungen aller Art grüßt (mit besonderer Betonung derer, die sich um Umwelt, Immigration, den Weltfrieden kümmern):  kein Wort, nicht empfangen....

Weiter fragt sich Rusconi, ob "es möglich ist, daß der Papst nichts vom Großen Polnischen Rosenkranz weiß?" Und beantwortet seine Frage mit "theoretisch ist das möglich" -aber man habe wirklich  Schwierigkeiten zu glauben, daß keiner seiner Mitarbeiter ihn informiert haben soll.
Oder ob er an dem, was in Polen passiert, nicht interessiert ist?"
"Oder besser"- fragt Rusconi weiter- "daß er so tut, als ob es ihn nicht interessiert?" "Man wisse" so der Autor" daß er sich selbst mehrmals als "ziemlich schlau" beschrieben hat und daß er, wenn etwas ihm nicht gefällt. einfach so tut, als interessiere es ihn nicht."

"Diesen Katholiken, vielleicht sogar diesen Kardinal empfange ich nicht. Diesen anderen, diesen "Flüssigkatholiken" sicher, wieso auch nicht! Wenn er Atheist ist, nicht fromm, antikatholisch ist es noch besser: ich kann ihn einladen, sofort zu mir zu kommen....ein Telefonanruf und los geht´s. 
Diese andere, eine große Italienerin [Emma Bonino] bittet mich, einen populären Gesetzesentwurf für größere Rechte der Immigranten zu unterschreiben? Das fehlte noch, ich unterschreibe sofort und lanziere dann selbst einen schönen Appell während der Generalaudienz."  

Ja, aber die Initiative für den Großen Polnischen Rosenkranz war eine Volksinitiative....das wahre, das polnische Volk ist das Volk, aber nicht das "pueblo" und besitzt deshalb selbst nicht die primitive Weisheit, die das letztere nährt.

Rusconi fährt dann so fort: "Schauen Sie sich die Fotos an----schauen Sie diese ausdrucksarmen Gesichter an, damit beschäftigt den Rosenkranz zu rezitieren, um wie Msgr. Galantino zu sprechen,
Schauen Sie- und da zitiere ich mich selbst- diese "alten Weiber" an, diese Rosenkranzrezitirerinnen , diese Museumsmumien, die Christen mit den essigsauren Gesichtern, diese langen Gesichter,  kurz das ist die Gemeinschaft der "ideologischen Christen, mit dem schwarzen Herzen, unter die ich mich nicht mischen will..." (wörtl. Galantino-Zitat)

Und Rusconi fragt schließlich: "Ist sich Papst Franziskus dessen bewußt, daß er mit seiner ostentativen Abkehr vom großen polnischen Rosenkranz - Millionen Katholiken, nicht nur  polnische, verletzt hat? Weiß er, welche Bitterkeit, welchen Schmerz das verursacht hat? Weiß er, welche Konsequenzen das haben kann?" 

Quelle: rossoporpora, G.Rusconi

   

Samstag, 14. Oktober 2017

Fundstück des Tages

In einem Interview mit Guido Horst spricht Kardinal Müller- über 25 Jahre KKK, Amoris Laetitia und die Folgen und von möglichen bzw. unmöglichen k.o.Schlägen im post-AL-Disput.

Gefunden haben wir das Interview mit dem Titel "DAS UNKLARE KLÄREN UND NICHT DAS KLARE VERUNKLÄREN"  in der Tagespost. Lesen!
Ein schöner Satz daraus:

"Die Opponenten von damals haben sich inzwischen zu schwärmerischen Papstanhängern gemausert." 

Wohl wahr, Eminenz! 

Hier geht´s zum Fundstück:  klicken 

Papst S.Agatho, der Hl. Wilfried und ein Konzil.....

Father Hunwicke greift heute bei liturgicalnotes auf die Kirchengeschichte und Ereignisse aus dem 7. Jahrhundert zurück. Protagonisten der Geschichte um eine Häresie, eines Synode, ein Konzil (681) & ein Anathema sind die Päpste Honorius (625- 638), S. Agatho (678- 681), S. Leo II und der Hl.
Wilfried. Der Hl. Wilfried war zu Unrecht und auf unkanonische Weise von Theodor von Canterbury abgesetzt worden und nach Rom gereist, um seine Sache dem Hl. Vater, Papst Agatho vorzutragen, der ihn wieder in sein Amt einsetzte...Bei diesem Anlass nahm er an der Synode und am Konzil von 681 teil.  Hier geht´s zum Original:  klicken

            "DER HEILIGE PAPST AGATHO DER GUTE"

"Die S. Agatho-Synode war- wenn man darüber nachdenkt- eine ziemlich große: 125 Bischöfe.
Größer-denke ich- als so manches "Ökumenische Konzil".
Er hat es "adversos eos qui...dogmatizabant" einberufen.
Diese Synode wurde gegen einen doktinalen Irrtum abgehalten, der gerade aufgekommen war: gegen jene, die lehrten, daß es im Herrn, unserem Erlöser,  nur einen Willen und ein Wirken gäbe (d.h. der Monotheletismus). Aber der Hl. Vater berief dieses Konzil nicht ein, um herauszufinden, was diese 125 Bischöfe dachten oder um zu entdecken, ob sie irgendwelche großartigen neuen Ideen hätten.

Es gab auch den unausweichlichen Engländer in Rom und unausweichlich war dieser Engländer der Hl.Wilfried (Erzbischof von York). Dieser unermüdliche Missionar neigte dazu, sich in Streitigkeiten einzumischen  und sein Instinkt war bei solchen Gelegenheiten immer derselbe: geh nach Rom. (Immerhin hörte der Hl. Stuhl- wenn man schnell genug hinkam, nur eine, die eigene Seite der Geschichte).

Also lud der Hl. Agatho Wilfried zu seiner Synode ein, um von seinem Denken und seiner Gelehrsamkeit zu profitieren....NEIN, kein bißchen;
Wilfried wurde eingeladen, seinen Glauben zu bezeugen, mit anderen Worten, eine formales Bekenntnis seiner Orthodoxie zu geben; aber nicht nur seines persönlichen Glaubens: auch des Glaubens der Provinz oder der Insel, von der er kam.
Sein Festhalten an der Katholischen Orthodoxie ist in die Acta Synodi eingegangen:
"Wilfried, der von Gott geliebte Bischof der Stadt York wurde auf den Richterstuhl der Synode mit 125- Mitbischöfen gesetzt;und -im Namen des gesamten Nordens Britanniens und Irlands und den Inseln, die von Angeln und Briten bewohnt werden und auch den Schotten und Pikten, bezeugte er den wahren und Katholischen Glauben- et cum subscritione sua corroboravit"

Das Selbstvertrauen mit dem der H. Wilfried für so viele dessen (was heute von Irischen Gelehrten klar) der Atlantische Archipel genannt wird und für die Rechtgläubigkeit tausender schottischer Mönche spricht die ihm nie begegnet waren -und die- wären sie das- so manches starke Wort über seine "Paschalis-Mathematik" hätten sagen können, ist sicher atemberaubend.
Aber ich will zeigen, worum es bei dieser Synode ging:

Eine Häresie war aufgekommen und ein vorhergehender Papst (Honorius) hatte ein halbes Jahrhundert vorher den Irrtum gefördert- Häresie
Aber ein Papst ist dazu da, sie zu verdammen. Denken Sie nur an die massive kirchliche Unordnung die entsteht, wenn ein Papst selbst die Häresie favorisiert und sein Amt dazu nutzt, sie zu verbreiten.


Magister: AL-nach der Korrektur der Theologen, folgt jetzt die gegenseitige Korrektur der Philosophen.

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die derzeitige Gemengelage im Kampf aller gegen alle um AL und zitiert Auszüge aus einem Interview mit Prof. Pierantoni, einem der Unterzeichner der Correctio Filialis.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"SOGAR DIE PHILOSOPHEN "KORRIGIEREN" SICH GEGENSEITIG. BUTTIGLIONE UND PIERANTONI IM DUELL ÜBER "AMORIS LAETITIA"

"Franziskus ist sicher kein philosophischer Papst-wenn man die Nonchalance betrachtet, mit der er die Prinzipien des Nichtwiderspruchs mißhandelt und die Widerprüchlichkeit der vier Postulate, auf denen, wie er sagt, sein Denken basiert.

Seltsamerweise aber bietet er keinem anderen als den Philosophen reiches Material zur "Disputatio". Einer von ihnen, Rocco Buttiglione, hat vor einigen Tagen das Schlachtfeld betreten, um die "Correctio Filialis" Punkt für Punkt zu widerlegen, die dem Papst am vergangenen 11.August von 40 katholischen Gelehrten aus aller Welt- die meisten von ihnen auch Philosophen-geschickt wurde- mit der Bitte, sieben Häresien zu widerlegen, die ihrem Urteil zufolge im 8. Kapitel von "Amoris Laetitia" lauern.

Buttiglione hat seine Apologie der perfekten Rechtgläubigkeit des Papstes in diesem Interview mit Andrea Tornielli für den "Vatican Insider" vom 3. Oktober formuliert:

"Die 'Correctio'? Die Methode ist nicht korrekt: sie diskutieren nicht, sie verurteilen"

Und jetzt kommt ein anderer Philosoph, der einen Gegenangriff führt, seinerseits Buttigliones Ideen demontiert und noch einmal "Amoris Laetitia" kritisiert.
Das tut er in einem Interview mit Diane Montagna für "LifeSiteNews" vom 10.Oktober:

"Amoris Laetitia" benutzt die Orthodoxy als "Maske", um die moralischen Irrtümer zu verberge: Katholischer Philosoph"

Der fragliche Philosoph ist Professor Claudio Pierantoni, der an der Universität von Chile Mittelalterliche Philosophie lehrt und einer der Unterzeichner der "Correctio" ist.
Die Correctio ist sicher nicht gegen Widerspruch gefeit, sowohl was die Methode als auch was den Inhalt angeht, wie die, die vor wenigen Tagen von einem anderen gelehrten Philosophen, Francesco Arzillo, bei Settimo Cielo formuliert wurden.

Aber auch Amoris Laetitia ist nicht unschuldig- wenn man das Babel sich widersprechender Interpretationen sieht, das in ganzen Bischofskonferenzen, bei einzelnen Bischöfen, Theologen und in der Tat bei Philosophen ausgelöst wurde.

Buttiglione und Pierantoni kennen sich gegeneitig sehr gut. Ersterer, u.a. ein wohlbekannter Schüler des philosophischen Denkens Karol Wojtylas, war in Chile viele Jahre der renommierteste Professor.
Zu seinen Studenten zählte Pierantoni von der Internationalen Akademie für Philosophie, die vom berühmten Österreichischen Philosophen Josef Seifert gegründet wurde.
Und -welch ein Zufall- Seifert wurde in Granada vor kurzem auf Anweisung des Erzbischofs der Stadt aus der betreffenden Abteilung seiner Akademie entlassen, weil er öffentlich -im Licht der "reinen Logik"- eine Schlüsselpassage aus AL kritisiert hatte.


Freitag, 13. Oktober 2017

man würde es nicht glauben.....

wenn nicht domradio.de berichten würde  klicken

Grünenpolitiker Volker Beck lehrt mit Beginn des Wintersemesters "Religionspolitik" an der Ruhr-Universität Bochum.  "Vom Bundestag in den Hörsaal"

Quelle: domradio.de 

Noch ein Jahrestag: 800 Jahre Franziskaner im Hl. Land

Vom 16. bis 18. Oktober feiert die Custodie des Hl. Landes mit zahlreichen Veranstaltungen und Hl.Messen ihr 800-jähriges Bestehen.
Die website des Franziskanerordens im Hl. Land berichtet darüber- ebenso wie über die Geschichte der Custodie, die 1217 begann.
Hier geht´s zum Original  klicken und klicken


   "HEILIGES LAND: 800. JAHRESTAG DER ANKUNFT DER FRANZISKANER"
"1217 -vor 800 Jahren landeten die ersten Franziskanermönche -angeführt von Bruder Elia da Cortona in Accra, im Hl. Land.
Seither sind 800 Jahre vergangen und die Fratres sind immer noch da, beauftragt mit der Verwaltung der Christlichen Stätten und verschiedenen Hilfsorganisationen und kulturellen Initiativem, zu denen die Kirchenmusik und die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung und der Pilger gehören.

Wie die website der Custodia della Terra Santa bekannt gibt, werden vom 16. -18. Oktober im Franziskaner-Kloster des H. Erlösers in der Altstadt von Jerusalem eine Reihe von Konferenzen und Treffen mit außergewöhnlichen Sprechern und berühmten Personen der Christenheit stattfinden.

HEILIGES LAND: 800 JAHRE FRANZISKANISCHE ANWESENHEIT . DIE GRÜNDUNGSPERIODE DER CUSTIDIA IM HEILIGEN LAND

Um zum Ursprung der Custodie des Hl. Landes zu gelangen, müssen wir ins Jahr 1217 zurückgehen, in dem  man in Santa Maria degli Angeli bei Assisi das erste Generalkatpitel der Minderbrüder feierte. Der Hl. Franziskus entschied -mit inspirierter Geste- seine Brüder zu allen Völkern zu schicken.

Die Welt wurde sozusagen von Assisi aus in franziskanische Provinzen unterteilt, sie würden sich nach den vier Kardinaltugenden richten. Bei dieser feierlichen Gelegenheit wurde das Heilige Land nicht vergessen.

Unter den dreizehn Mutterprovinzen des Ordens erscheint die des Hl. Landes.
In den Dokumenten wird sie mit verschiedenen Namen beschrieben:  Syrien, Romania, oder Übersee. Die Provinz umfaßte Konstantinopel und sein Kaiserreich, Griechenland und seine Inseln, Kleinasien, Antiochien, Syrien, Palästina, die Insel Zypern, Ägypten und die ganze übrige Levante.

Die Provinz des Hl. Landes wurde immer mit einem besonderen Blick betrachtet- sei es wegen der Größe ihres Territoriums, sei es wegen der Heiligen Orte.

Sie wurde von Anfang an als die wichtigste "Provinz" des Ordens betrachtet. Vielleicht wurde sie deshalb Fra Elias zu Pflege anvertraut, sei es wegen des Organisationstalentes sei es wegen der großen Kultur dieser herausragenden Persönlichkeit des entstehenden Ordens.

Priesterkinder und andere Neuigkeiten

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Brief von Abt Faria zu den neuesten Skandalen in der Kirche und ihren Ursprüngen.
Hier geht´s zum Original   klicken

"ABT FARIA: "DIE BEIDEN KINDER DES LEGIONÄRS CHRISTI SIND EIN SEGEN". ÜBER SIE IST ER WIRKLICH ZUFRIEDEN......ETWAS ZU FATIMA"
Vor einigen Tagen hat mir Abt Faria geschrieben und ich hätte seinen Brief zuerste veröffentlichen sollen, ich entschuldige mich dafür, aber aus dem einen oder anderen Grund bin ich mit meinen Verpflichtungen immer spät dran.
Ich fand ihn sehr "schmackhaft", auch weil er mir bei der immer mehr rosa werdenden Luft,-die man im Vatican atmet-, angemessen erschienen ist.
Und er erinnerte mich an den Scherz eines Kollegen von vor einigen Jahren, als wir den Pressesaal verließen, wo wir an einem Briefing zu den Maßnahmen Johannes Pauls II und Kardinal Ratzingers gegen die des Mißbrauchs beschuldigten Priester, teilgenommen hatten.
Der Kollege, der eher einer als rigide angesehenen kirchlichen Realität nahe stand, sagte: "Weniger schlimm, wenn unseren Priestern noch die Frauen gefallen würden...."
Aber lassen Sie sich Abt Faria selbst gefallen.

"Ich diskutierte mit einem Kanoniker, vor vielen Jahren ein Gefährte aus dem Seminar, der mir die neuesten Nachrichten vom Missgeschick des Klerikers, jenes Legionärs Christi, erzählte, der heimlich zwei Kinder und eine Beziehung zu einer Frau hatte.
Das erinnert an jenen Thomas Williams, der vor Jahren in eine ähnliche Situation geriet und der jetzt auf sein Priestertum verzichtet hat. Beide sind Produkte der Legionäre Christi.

Ich haben den Mitbruder wissen lassen, daß ich mich fast darüber freue. Ich sagte ihm, man müsse ur die Zeitungen des letzten Jahres lesen, um zu sehen, wieviele der Skandale homosexuelle und wieviele heterosexuelle Ursprünge haben.
Erstere sind viel häufiger. Tatsache ist, daß es uns jedesmal, wenn der "natürliche Trieb" sich im Klerus zeigt, sicher macht, daß der Kampf noch nicht verloren ist.

Ich glaube, daß die letzten Päpste sehr gut wußten, daß viele in der heutigen Kirche homosexuelle Tendenzen haben (einige mit geringer Absicht, sich zu enthalten).
Das ist auch die Frucht einer gewissen Laschheit der postkonziliaren Jahre, wo man alles akzeptierte. In meiner Erinnerung habe ich noch Seminaristen vor Augen, -in einem römischen Seminar- in Seide gekleidet- wie sie von einer Party am Vorabend übrig geblieben waren.
Viele von ihnen, die aufgenommen wurden, um die Seminare oder religiösen Kongregationen vor dem Sterben zu bewahren, sind heute Priester, einige sind Bischöfe oder Kardinäle.
Und es ist verständlich, daß sie dazu neigen, ihr Geheimnis zu bewahren und sich zu schützen.
Verstehen wir uns nicht falsch: es gibt Priester, die ihre Neigungen keusch leben, von ihnen spreche ich nicht.

Also mein lieber Kanoniker, eine der Natur nach "gesunde Sünde" (Gott möge mir vergeben!) in Zeiten der Subversion der Natur macht mich ein bißchen froh.

Das wahre Problem will man nicht sehen:  "Vulgus vult decipi, ergo decipiatur."
(Das Volk will getäuscht werden, also täuschen wir es")

Abt. Faria

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti, Abt Faria

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Zur Abschaffung der Hölle

Es ist auch zu mir vorgedrungen, dass unser derzeitiger Papst eine echt neue Idee zum Problem des jüngsten Gerichts gehabt hat. Hier klicken 

Auf den ersten Blick ist die Lösung die er gefunden hat, die Guten kommen in den Himmel, die Bösen lösen sich auf, schon berückend und bestrickend.
Man ist damit auf der atheistischen Schiene, dass mit dem Tod eh alles aus ist und hat dennoch einen Ansporn gut sein zu wollen.

Allerdings, wenn man so aufmerksam das verfolgt, was man heutzutage zu zu wissen meint, so ist ein klar, also Sünde, das gibt es nicht.
Und manchmal frage ich mich schon, wie man zu sowas kommen kann,

Noch einem Martin Luther war die katholische Kirche viel zu tolerant und dachte viel zu gut vom Menschen, dem sie die Möglichkeit eröffnete sich mit ein bisschen Geld für wunderschöne Kathedralen, gar von seinen Sünden loszukaufen, anstatt ihn dazu zu verdonnern, den Rest seinen Lebens bei Wasser und Brot Trübsal zu blasen.

EIne kleine Notiz am Rande

Die dem Papst sehr wohlgesonnene italienische website "ilfattoquotidiano"  hat vor einigen Tagen eine anläßlich der aktuellen Skandale im Vatican von einem anonym gebliebenen Kurienmitglied formulierte Äußerung zitiert:
"Wenn Franziskus nicht eine so wohlgesonnene Presse hätte (....) Wenn Benedikt  XVI gewisse Dinge [die Papst Franziskus tut] getan hätte, hätte sie ihn schon zehnmal vernichtet."

"Solche Worte unterminieren eine Führung" fügt die website hinzu......