Dienstag, 31. Mai 2016

Zum Abschluss des Marienmonats Mai

heute ist der letzte Tag im Mai, und damit gehen auch die Maiandachten zu Ende.
Schön sind sie, kitschig sind sie,  aber irgendwas ist in der Marienverehrung, was das Herz direkt anspricht.
Deshalb  :
Zum Freuen


auch

eine kleine Anmerkung, muss sein,


Montag, 30. Mai 2016

Assoziationen beim Blick aus dem Fenster

Es regnet ja schon mehr oder weniger ununterbrochen 2 Tage lang und so eine richtige Besserung ist nicht in Sicht,
Gestern Nacht regnete es so stark, dass ich, in der Nacht aufgewacht, dachte "Welche Idiot duscht denn da mitten in der Nacht?"
In den Nachrichten wurde dann von Rinnsalen, die sich zu reißenden Strömen entwickelten und Überschwemmungen berichtet
Auf jeden Fall, muss man da entweder an das Jesus Wort denken:

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
26Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
27Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

oder man denkt an die Sintflut.

Fronleichnam 2016 - der Wettbewerb um die Schlagzeilen

Wir wissen ja nicht erst seit gestern, dass es eine Rivalität zwischen dem Erzbischof von München und Freising und dem Erzbischof von Köln gibt.
Der erstere wäre gerne der zweitere geworden, aber der andere hat ihm den Posten via Berlin weggeschnappt.
Wenn man etwas genauer hingeguckt hat, konnte man das über die Jahre schön beobachten.
Meistens geriet der Kölner ins Hintertreffen. Hatte doch der Münchner durch seinen DBK-Vorsitz bessere Kontakte in die Medien und in die Politik.

Doch an Fronleichnam konnte der Kölner zum erstenmal einen richtigen Treffer landen. Er griff eine Idee auf, die der Papst bei seinem Besuch in Lampedusa schon mal angedacht hatte - nur dass in Köln alles ein bisschen größer und spektakulärer war:
Für viel Geld wurde ein Holzboot aus Malta importiert und vor dem Domplatz aufgestellt. Das Fest der Freude über die Einsetzung der Eucharistie sollte also für die Kölner ein Fest der Betroffenheit werden. Aber für den Kardinal wurde es zum Erfolg. Die Medien berichteten eifrig und er war fast überall das Top-Thema.... 1:0 für Köln also ....

In München genossen wir derweil den sonnigen Marienplatz, der endlich einmal wieder der Kirche gehörte, so wie die ganze Innenstadt an diesem Tag.
Zum Einzug sangen wir des Lied
"Frohlocket nun und singet laut"(GL715, in dessen 3. Strophe es heißt
"Mein Volk horch auf, ich mahne dich/
Ich bin Dein Gott, dein Retter/
vergiss es nicht, o hör auf mich: 
lass doch die fremden Götter/
Willst Du verstockt und undankbar,
treulos auf mich nicht hören,
lass ich Dein Tun und Sinnen gar
in Unheil sich verkehren"

Das konnte man sich gut merken - und es war dann auch notwendig, denn die weitgehend moderate Predigt hatte dann doch den einen oder anderen Stolperer in Sachen Relativierung und "alle Religionen sind gleich ... ", oder der Verwechslung des ersten und zweiten Gebotes. Kann ja mal passieren. Und die meisten haben es wahrscheinlich sowieso nicht gemerkt. Die Betroffenheit drehte sich bei uns dann eher um Fußball (ich lasse meine Vermutungen außen vor *grins).
Der BR hatte sich dann in seinem Rundschau-Magazin an den Relativierungen festgehalten, was aber nicht über die bayerischen Grenzen hinausdrang und ansonsten die schönen Bilder von der Prozession gezeigt. Die war auch in diesem Jahr wieder besonders schön. Die ganze Stadt leuchtete und stand unter dem Zeichen des Herren. 

Sonntag, 29. Mai 2016

Chesterton zum Geburtstag

am 29.Mai 1874 wurde Gilbert Keith Chesterton geboren,

Ich halte ihn für einen großen Menschen und einen große Katholik.
Es fällt mir schwer, mir ihn auf irgendeinem Altarbild von wegen St, Gilbert vorzustellen, ich denke ihn selig zu sprechen, wäre nicht in seinem Sinne gewesen.
Obwohl es hätte was, von dem, was er so klasse fand, diese Verkleidungsspiele und koboldhaften Einfälle, diese seltsam verdrehten, typisch englischen Witze, die er so liebte, von  wegen im Katholizismus passe ein Bier, ein Pfeife und das Kreuz richtig gut zusammen.
Man würde ihm wahrscheinlich den Spruch seines Freundes Belloc auf den Altar schreiben, der da lautet:
Wherever the Catholic sun doth shine,
There’s always laughter and good red wine.
At least I’ve always found it so.
Benedicamus Domino!
Hilaire Belloc


(holperige Übersetzung  "wo immer die katholische Sonne scheint, da ist immer Gelächter und guter, roter Wein, auf jeden Fall fand ich das immer so, Lasst uns den Herrn loben")

Mittlerweile gehen wir ja auch zu oft zum Lachen in den Keller, oder wie ich neulich schrieb, niemand lacht, obwohl es absolut lächerlich ist, diese moralinsaure, bierernste Betroffenheit, die einem so in der Kirche oft auf den Wecker geht

Samstag, 28. Mai 2016

Der Prophet Jeremia sagt:

So spricht der Herr der Heere: /
Hört nicht auf die Worte der Propheten, / die euch weissagen. Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, / die aus dem eigenen Herzen stammen, / nicht aus dem Mund des Herrn.
17Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: /
Das Heil ist euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, / versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch.
18Doch wer hat an der Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, /
hat ihn gesehen und sein Wort gehört? Wer hat sein Wort vernommen / und kann es verkünden?
19Hört, der Sturm des Herrn [sein Grimm] bricht los. /
Ein Wirbelsturm braust hinweg über die Köpfe der Frevler.
20Der Zorn des Herrn hört nicht auf, /
bis er die Pläne seines Herzens ausgeführt und vollbracht hat. / Am Ende der Tage werdet ihr es klar erkennen.
21Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, /
dennoch laufen sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, / dennoch weissagen sie.
22Hätten sie an meiner Ratsversammlung teilgenommen, /
so könnten sie meinem Volk meine Worte verkünden, / damit es umkehrt von seinem schlechten Weg / und von seinen bösen Taten.
23Bin ich denn ein Gott aus der Nähe - Spruch des Herrn - /
und nicht vielmehr ein Gott aus der Ferne?A
24Kann sich einer in Schlupfwinkeln verstecken, /
sodass ich ihn nicht sähe? - Spruch des Herrn. Bin nicht ich es, / der Himmel und Erde erfüllt? - Spruch des Herrn.
25Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und sprechen: Einen Traum habe ich gehabt, einen Traum. 
26Wie lange noch? Haben sie denn wirklich etwas in sich, die Propheten, die Lügen weissagen und selbst erdachten Betrug? 
27Durch ihre Träume, die sie einander erzählen, möchten sie meinen Namen in Vergessenheit bringen bei meinem Volk, wie ihre Väter meinen Namen wegen des Baal vergessen haben. 
28Der Prophet, der einen Traum hat, erzählt nur einen Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündet wahrhaftig mein Wort. Was hat das Stroh mit dem Korn zu tun? - Spruch des Herrn.
29Ist nicht mein Wort wie Feuer - Spruch des Herrn - und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? 
30Darum gehe ich nun gegen die Propheten vor - Spruch des Herrn -, die einander meine Worte stehlen. 
31Nun gehe ich gegen die Propheten vor - Spruch des Herrn -, die ihre Zunge gebrauchen, um Sprüche zu machen. 
32Ja, nun gehe ich gegen die Propheten mit ihren erlogenen Träumen vor - Spruch des Herrn; sie erzählen die Träume und verführen mein Volk durch ihre Lügen und ihr freches Geschwätz. Ich aber habe sie weder gesandt noch beauftragt, und sie sind diesem Volk ganz unnütz Spruch des Herrn.
33Fragt dich dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester: Was ist der «Last-Spruch» des Herrn?, so antworte ihnen: Ihr selbst seid die Last und ich werfe euch ab - Spruch des Herrn.

Chesterton über unsere Zeit

es gibt Denker, wenn man die liest, merkt man nur an der Sprache, dass die schon länger tot sind, dazu gehören für mich Chesterton und Romano Guradini.
Beide habe es kommen sehen, was kommt, und versucht, sozusagen das Depositum Fidei, klar zu machen, sozusagen den Samen des Baumes herauszuarbeiten und zu verpacken,  so dass man es in den Rucksack packen kann und dann, wenn man die Wüsten der Moderne durchwandert hat, es wieder einpflanzen kann.
Beide haben, im Gegensatz zu vielen anderen, egal von welcher Fraktion den Marsch durch die Wüste*, oder durch den Winter, oder wie immer man das nennen will, als absolute Notwendigkeit gesehen, und noch das vielgerühmte oder gescholtene Vatikanum II lebt von dem Bild.
Wenn ich einen Frühling der Kirche will, dann muss ich sehen, dass es davor Winter sein wird.
Neulich ist mit ein Zitat Chestertons, aus dem sowieso bemerkenswerten Buch mit dem schönen Titel "Orthodoxie", untergekommen, dass vieles, fast alles erklärt, es lautet:

Die moderne Welt ist nicht schlecht, in mancher Hinsicht, ist die moderne Welt viel zu gut.
Sie ist voll von verwiderten und verschwendeten Tugenden. Wenn ein religiöses System auseinanderbricht (wie es ind er Reformation war) werden nicht nur die Laster losgelassen. Die Laster werden zwar, in der Tat losgelassen und wandern umher und richten Schaden an.
Aber die Tugenden werden genauso losgelassen und die Tugenden verwildern viel mehr und machen schrecklicheren Schaden. Die Welt ist voll von den alten, christlichen Tugenden, die verrückt geworden sind. Die Tugenden sind verrückt geworden, weil sie von einander isoliert wurden und jede allein für sich umherwandert.

Chesterton bringt dann ein Beispiel und sagt:

So sind  manche Wissenschaftler nur um die Wahrheit besorgt und ihre Wahrheit ist mitleidlos. So kümmern  sich manche Menschenfreunde nur um das Mitleid (und ich bedauere das sagen zu müssen) ihr Mitleid ist unwahrhaftig

Freitag, 27. Mai 2016

Spruch des Tages.

Auch der BR berichtet über den "Katholikentag" und hat herausgefunden, dass insgesamt 3000 Bayern in Leipzig sind.
Eine Mitarbeiterin auf dem Stand des Bistums Passau sagte dann in einem Interview:

"Bayerisches Bier und blaue Halstücher vom Papstbesuch vor zehn Jahren sind der Renner bei uns."                                                                                                     

Schön, so eins habe ich auch noch - allerdings aus München und das würde ich auch niemals aus der Hand geben. Es war schön, dabei gewesen zu sein ....

Donnerstag, 26. Mai 2016

Absolut lustige Fronleichnamsfeier, dank Kierkegaard

Heute waren wir wieder vor Ort in der Messe, und siehe da, der progressivste aller progressiven Pfarrer, die wir so im Sortiment haben, unterstützt von der superprogressiven, mittlerweile, wie übrigens der Pfarrer auch,  in die Jahre gekommenen Professorengattin und selber Lehrerin, dabei geizig (sparsam nennt sie das) wie selten, hielten die Messe,
Es gab drei Predigten und eine Reihe sonstiger Ansprachen, über Schöpfung, Frauen, Armut, unterstützt von den entsprechenden Fürbitten, das übliche, sozusagen im Konzentrat und plötzlich hörte ich auf mich zu ärgern, weil mir ein Ausspruch Kierkegaards durch den Sinn schoss, der da lautet:

"In dem prachtvollen Dom erscheint der hochwohlgeborene, hochwürdige Geheime General-Ober-Hof-Prediger, der erwählte Liebling der vornehmen Welt, er tritt vor einen auserwählten Kreis von Auserwählten und predigt gerührt über den von ihm selbst ausgewählten Text: ‚Gott hat das in der Welt Geringe und Verachtete auserwählt‘ – und niemand lacht."

Ab da war es eigentlich eine sehr vergnügliche Fronleichnamsmesse, also ich habe mich königlich amüsiert.

In seltsamen Zeiten


ich denke, im Grunde, schon lange, dass wir hier in Deutschland der Gemeinde von Laodizea gleichen zu der gesagt wird:

An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 
15Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! 
16Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. 
17Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabendund nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt. 
18Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst. 
19Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst und kehr um! 
20Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir. 
21Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 

22Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Wenn Jesus heute im Flüchtlingsboot sitzen würde ...

Dass unsere Kirchenvertreter heute lieber Politik machen, als den Glauben zu verkünden, weil das zweite offensichtlich nicht mehr "in" ist - wir wissen es.

Deshalb schockt es uns ja auch schon gar nicht mehr, wenn man dann in dem einen oderen anderen Medium nachlesen darf, was z.B. der oder der Kardinal, Erzbischof oder Bischof zu den "weltbewegenden" Themen so von sich gegeben hat.

Das können die ja auch gerne tun - aber sie sollen doch dann bitte das Evangelium aus dem Spiel lassen und nicht so tun, als hätte das eine mit dem anderen zu tun.

Schon Jesus lehrte: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist."

Aber die Lehren unseres Herrn, damit ist halt in diesen PR-geprägten Zeiten kein "Staat" mehr zu machen und so bemüht man sich, diese Lehren der eigenen Meinung anzupassen.
Was dann so manche herrliche Steilvorlage liefert:
Heute z.B. war der Kölner Kardinal mal wieder an der Reihe und hat den Ahnungslosen aus dem KSta folgende Geschichte erzählt:
"Heute säße Jesus im Flüchtlingsboot"
Ich bin jetzt zwar evangelisch erzogen, aber wir hatten in der Schule einen Pfarrer, der aus der Bekennenden Kirche kam und dementsprechend keine Lust auf Politik hatte. Der hat uns sowohl im Religionsunterricht in der Schule als auch im Konfirmandenunterricht das Evangelium unverfälscht gelehrt und drauf bestanden, dass wir das in uns vertiefen. Und während meines Glaubenskurses zur Aufnahme in die Kirche war ich doch erstaunt, wie viel ich davon behalten hatte.

Deshalb habe ich dann auch heute, nachdem der Artikel zuerst mal rumgetwittert wurde, einen Lachanfall bekommen, weil man diese Aussage des Kardinals so schön "weiterspinnen" kann.

Man könnte ein neues Evangelium allein aus dieser Aussage machen ... aber ich beschränke mich dann doch mal lieber auf's "Was wäre wenn"..

Dienstag, 24. Mai 2016

Zur Vorbereitung auf Fronleichnam

Fronleichnam ist das Fest, an dem wir die Eucharistie feiern, die man an Gründonnerstag, wegen des nahen Karfreitags nicht so triumphalistisch  feiern kann, wie sie es verdient hat.
So habe ich es mal gelernt.
In früheren Zeiten war es Ehrensache, dass das ganze Dorf da mitgemacht hat, Blumenteppiche wurden gelegt, die Blasmusik zog mit bei der Prozession, Kinder streuten Blumen, die Freialtäre versanken im Blumenschmuck, es war Ehrensache den "Himmel" zu tragen, nun ja, lang ist her.
Aber es gibt keinen der mehr geschrieben hat, über die Eucharistie als Thomas von Aquin und der hat, am Ende seines Lebens nichts mehr geschriebenen, weil er gesagt hat, "Alles was ich geschrieben habe, ist wie Stroh!"
Dennoch ist das was er geschrieben hat grandios, daher, sozusagen zur Vorbereitung:





Kinder, wie die Zeit vergeht - Bob Dylan wird 75!

Ich hatte ja das Glück, ihn 1978 in Nürnberg live zu erleben! Ich kann mich noch gut an diesen Tag erinnern - Hochsommer und es schüttete wie aus Kübeln. Es war ein Open Air Konzert auf dem Zeppelinfeld und Fritz Rau muss alle seine Überredungskunst eingesetzt haben, dass Bob Dylan dorthin kommt.
Bei mir war's ein beruflicher Einsatz und so konnten wir auch die "Vorgruppen"  (wozu immerhin Eric Clapton zählte) im trockenen Zelt bei Bratwurst, Brezn und Bier genießen.
Bob Dylan kam dann so gegen 19:30 auf die Bühne und schlagartig hörte der Regen auf und er sang in den Sonnenuntergang hinein. Ein großartiges Bild, das ich immer noch vor Augen habe.

3 Jahre später kam er dann nach München in die Olympiahalle. Ich hatte mich sehr darauf gefreut - weil ich diese tolle Stimmung nochmal erleben wollte.

Doch - inzwischen war er "auf dem Jesus Trip":
Er hatte sich taufen lassen und war Christ geworden ... war ja nicht so schlimm, waren wir ja irgendwie alle - nur hatten wir überhaupt kein Interesse dran und verstanden diese Umkehr überhaupt nicht. (Ich bin dann 1984 aus der ev. Kirche ausgetreten)

Er sang seine alten Lieder nicht mehr, sondern nur noch die neuen, die er seinem neuen Glauben gewidmet hatte. Es war stinklangweilig und zum davonlaufen. Ich habe sogar noch die erste LP, die er damals über seinen Glauben gemacht hat "Slow Train Coming". Und vielleicht habe ich sie sogar 5 mal gehört...... dabei sind die Texte ganz wunderbar und sehr poetisch, z.B.

"I believe in you even through the tears and the laughter
I believe in you even though we be apart
I believe in you even on the morning after
Oh, when the dawn is nearing
Oh, when the night is disappearing
Oh, this feeling is still here in my heart"

Gratulieren möchte ich ihm aber dann doch mit dem Geburtstagslied, dessen Text einige von mir verschickte Geburtstagskarten ziert:

Montag, 23. Mai 2016

Evangelium von Heute



In jener Zeit

17lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

18Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.

19Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

20Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.

21Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

22Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

23Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!

24Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen!

25Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

26Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?

27Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

Das Katholische Gebetsfrühstück in Deutschland - eine Fiktion.

Man stelle sich vor, in Berlin würde es einmal im Jahr ein gemeinsames Frühstück von hochrangigen Politikern und Kirchenleuten geben:
Wie so oft bei diesen Treffen wären alle dabei. Hochrangige Politiker aus Regierung und Opposition und ebenso hochrangige Kirchenleute. Und natürlich die "engagierten Laien", die gerne bei solchen Anlässen ihre Wichtigkeit demonstrieren.  Auch die Creme de la Creme der Medienvertreter wäre bei solchem Anlass sicher dabei, denn in einem glanzvollen Rahmen würde getafelt, was das Zeug hält. Und es würde über Gott und die Welt geredet. Man würde sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich die eigene Wichtigkeit bestätigen.
Dann würde der Bundestagspräsident - der derzeit wichtigste Katholik im Land - eine Rede halten.
Natürlich würde er nicht, wie sein amerikanisches Pendent (Speaker Ryan) über seinen Glauben reden, seine Glaubenserfahrungen einbringen und sein tägliches Glaubensleben als etwas selbstverständliches betrachten. Wir können uns denken, was dem deutschen Parlamentspräsidenten bei einer solchen Gebetsbegegnung einfallen würde ... es wurde in den letzten Jahren sehr stark und sehr laut kommuniziert.

Sie ginge es dann weiter - aber dann würde den verdutzten Anwesenden ein wirklicher Katholik präsentiert. Als Gastredner würde Kardinal Sarah, der Autor des Buches "Gott oder Nichts" - und Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung eine bemerkenswerte Rede halten.
Nach dem ersten Schreck könnte Kardinal Sarah von den Versammelten sicher einen freundlichen verhaltenen Beifall erhalten ... aber im Laufe des Gesprächs wäre Schockstarre angesagt.
Kardinal Sarah würde vor die Versammelten treten und die gleiche Rede halten, die er vor dem amerikanischen  Catholic Prayer Breakfast gehalten hat.
Er forderte dort die anwesenden katholischen Politiker auf, " gegen die Verbannung Gottes aus der Gesellschaft zu kämpfen und Widerstand zu leisten gegen die ideologische Kolonialisierung". So könnten die Christen helfen, gegen die weltweite Bedrohung der Familie und der Religionsfreiheit zu bestehen." Weiter sprach von der "dämonischen Genderideologie" und "der Auslösung kulturellen und ideologischen Drucks, der versucht, die Christen von ihrem Gewissen zu trennen..."


ein Fundstück der besonderen Art

Heute  in der Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag ging es darum, dass Dreifaltigkeit nichts anders bedeutet, als das Person Sein Gottes, dass Gott also kein abstraktes, allgemeines Prinzip ist, wie die Philosophen aller Zeiten, mehr oder weniger ausdrücklich,  annehmen, sondern Person und als solche ein personales Verhältnis, Liebe, zu uns Menschen haben kann, bis dahin, dass Gott in Jeus Christus Mensch wird und für uns stirbt. Um das klar zu machen, versuchte er uns vorzustellen wie ein Gott beschaffen sein würde der eben nicht Person ist, sondern  ein abstraktes Prinzip oder eben gar nicht da.
Es ist ja ein Unterschied ob ich mir Gott denke als abstraktes, aber gutes Prinzip, was aber nur die Hälfte der Miete ist, wie schon Professor Ratzinger in "Einführung in das Christentum" feststellt, die frühe Kirche hat sich für den Gott der Philosophen entschieden, den Urgrund allen Seins, den unbewegten Beweger, das ist aber der Gott der uns liebt, wie Blaise Pascal in seinem Memorial feststellte "Feuer, der Gott Abrahams Isaaks und Jakobs, nicht der Philosophen der Gelehrten. Dennoch fällt es in Gott und nur in Gott zusammen, der lebendige Gott, der liebende Gott und eben der Gott der Philosophen,
Davon noch mal unterscheiden muss man die richtigen Atheisten für die es nichts gibt, was irgendwie göttlich ist, Nun ist ja die Sache mit den  Atheisten in unseren Breitengraden so, dass es christliche Atheisten sind, die zwar die Idee eines Gott ablehnen, aber dennoch davon ausgehen, dass es gut ist gut zu sein. soweit ich das verstanden habe.
Auf jeden Fall hat   Horkheimer,  als konsequenter, aber denkender Atheist zuende gedacht,  was ist, wenn es wirklich keinen Gott gibt. Horkheimer hat das so gesagt:

Der Gedanke, dass die Gebete der Verfolgten  in höchster Not,
dass die der Unschuldigen, die ohne Aufklärung ihrer
Sache sterben müssen,
dass die letzten Hoffnungen auf eine übermenschliche
Instanz kein Ziel erreichen und dass die Nacht,
die kein menschliches Licht erhellt, auch von keinem
göttlichen durchdrungen wird,
ist ungeheuerlich.

Ich denke es ist uns gar nicht mehr klar, wie ungemein tröstend, gut und wohltuend die Botschaft von Gott der liebt, ist.

Sonntag, 22. Mai 2016

Zum Dreifaltigkeitssonntag

Heute ist der Dreifaltigkeitssonntag.
Dreifaltigkeit ist wohl das am schwersten zu verstehende Geheimnis Gottes, dass da ein Gott in drei Personen  ist, die alle verschieden, aber alle gleich in der Gottheit sind, wer will das schon verstehen, ohne dass einem der Kopf schwirrt.
Aber wie es halt so ist, wenn man es verstünde, bräuchte man es nicht zu glauben!

weil man es eh nicht versteht, kann man es auch, finde ich, zumindest, gleich in Latein beten, weil es damit klarer wird, dass es sich hier um das Grundgeheimnis unseres Glaubens handelt, dass eh nicht zu verstehen ist, wenn es auch logisch ist, aber das ist eine andere Baustelle!
Aber glauben muss man es halt!

Von daher hier das Credo mit Papst Benedikt am Palmsonntag auf dem Petersplatz

Samstag, 21. Mai 2016

Bitte aus dem Tal der Tränen






Mal ein bisserl 70's, weils grad so "in" ist:



All denen gewidmet, die versuchen unter Anpassung an den Zeitgeist, das Volk Gottes in die Irre zu führen, z.B.

der hier

oder der:



oder der:



Und zum Chef des ZDK (gut, von denen erwartet man nix anderes)... uhat Alipius dann auch schon alles gesagt. Die "kalte Politische Korrektheit", die unsere Kirche ergriffen hat, das ist heute das Wort zum Sonntag.

Das ist eine Zusammenfassung des heutigen Tages. Lassen wir uns mal überraschen, was der morgige Tag so bringt.

Freitag, 20. Mai 2016

Das heilige Jahr der Barmherzigkeit - es "boomt"!

Jetzt sind wir ja mittendrin im "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit" und ich muss sagen, so richtig viel habe ich noch nicht davon gemerkt ... das katholische Leben geht weiter.

Als ich am Sonntag vom Pfingstsonntaghochamt nach Hause fuhr, hörte ich dann im Autoradio zum ersten Mal, was für ein besonderes Ereignis dieses Jahr der Barmherzigkeit ist:
Ich hörte meinen Lieblingssender "Klassik-Radio", der zur Stunde zwischen 11:00 und 12:00 in seiner Dauerwerbesendung "Länder dieser Erde" immer besonders schöne Reisen anbietet.

Diesesmal gab es eine besondere Reise nach Rom ... im November. In diesen Tagen findet in Rom das "XV Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra" statt - ein echter "Leckerbissen" für die Freunde der geistlichen Musik. Es wird auch einiges geboten - und für Menschen, die es nicht sowieso jeden Sonntag ins Hochamt zieht, wird es wohl auch etwas ganz besonderes sein. Wir in München sind da ja sowieso verwöhnt.
Nun, das ist aber für das illustre Publikum, das eine Menge Geld hinlegen muss, um an dieser Reise mit all seinen Besonderheiten teilzunehmen, dann doch etwas zu wenig. Deshalb gibt's noch ein paar Zuckerl obendrauf, die nicht jeder Besucher Roms so ohne weiteres bekommt. Und dazu hat der Vatikan mal wieder Türen aufgemacht, die einem "gewöhnlichen" Besucher verschlossen bleiben.
So kann man z.B. im Anschluss an das Eröffnungs-Hochamt des Festivals im Petersdom, das von Kardinal Comastri zelebriert wird, die Sixtinische Kapelle besichtigen, natürlich als exclusive Privatführung, unter Ausschluss der sonstigen Besucher. Und am Donnerstag wird's noch ein bisserl besonderer:
"Am Donnerstag, den 17. November, besuchen Sie das Archiv und Museum der Peterskirche. Beide Stätten sind für den Publikumsbesuch normalerweise geschlossen. Neben internen Dokumenten sehen Sie auch das originale, von Michelangelo angefertigte, hölzerne Modell der Peterskuppel."

Das ist natürlich alles nichts gegen den ganz besonderen Höhepunkt dieser Reise:
"Während der Heiligen Messe zur Eröffnung des Festivals am ersten Tag haben Sie die Möglichkeit, in einer feierlichen Prozession die Heilige Pforte zu durchschreiten. 
Am Sonntag wird diese Heilige Pforte durch Papst Franziskus geschlossen. Auch das ist eine Besonderheit, die man das nächste Mal erst wieder im Jahr 2025 miterleben kann."Der Moderator berichtete wirklich mit großer Begeisterung von diesem Durchschreiten der heiligen Pforte und wie bewegend das doch sei.


Donnerstag, 19. Mai 2016

Fundstück: Der Beste Artikel des Tages!

Kissler's Konter:  Mal wieder grandios!

Wir sind ja nun auf unserem Blog wirklich gut bestückt mit guten Artikeln, die von den italienischen Autoren in Sachen Papst und Kirche in die Welt kommen. Und wir freuen uns, dass gerade diese Artikel bei unseren Lesern so gut ankommen.

Heute nun hat ein Alexander Kissler uns allen mal wieder aus der Seele gesprochen, mit einem grandiosen Artikel, der die Taten, Worte und Widersprüche von Papst Franziskus zusammenfasst - und das fängt schon gut an:

Vielleicht ist alles ganz anders. Vielleicht ist das Pontifikat von Papst Franziskus tatsächlich jener gespielte Witz, als den es auch Wohlmeinende mittlerweile wahrnehmen. Vielleicht folgte auf #Varoufake und #Verafake ein #Popefake und Jan Böhmermann hat einen argentinischen Stand-up-Comedian in den Vatikan eingeschleust. Oder hat Roberto Benigni seine Finger im Spiel?

Wer mehr über den "Dalai Lama in Weiß" oder den "gespielten Witz" lesen will, hier geht's zum Original bei Cicero Online. Und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage: Jeder Satz lohnt sich!

Auch Henryk Broder hat heute auf der Achse des Guten diesen Artikel zum Fundstück des Tages erklärt!

Also - wenn ich am Sonntag in die Messe gehe ....

... freue ich mich auf die Eucharistiefeier, die Lesungen, die Predigt und natürlich auch die Mozartmesse, die das alles begleitet.

Normalerweise bin ich auch während der Gabenbereitung nicht knausrig und werfe immer einen größeren Betrag in den Klingelbeutel.

Aber diesen Sonntag nicht, da schwanke ich noch zwischen den Kunstwerken, der Kirchenmusik oder dem heiligen Antonius, aber dafür gebe ich bestimmt nix:


Das sind ja genau die Leute, die das ganze Jahr über über die sog. "Konservativen Katholiken, die jeden Sonntag zur Messe gehen..." usw. herfallen und sich über sie erheben. Aber wenn's um unser Geld geht, da sind wir gerade recht ... Nö! Sollen die Links-Grünen Modernisten doch mal selbst am Sonntag in die Messe gehen und tüchtig spenden.

Matthias von Gersdorff hat sich übrigens auf seinem Blog dazu bereits Gedanken gemacht und einen interessanten Artikel zum Thema verfasst mit einer sehr interessanten Liste, welche Gruppen dort auf dem Katholikentag vertreten sind.


Mittwoch, 18. Mai 2016

Christen in der arabischen Welt

Empfehlenswert für die (Möchtegern)Leit-Wölfe, die in unseren Breiten ihre Schafe gerne den Wölfen überlassen




Das Video kann man auch hier direkt über die Website von Arte aufrufen, es steht allerdings nur für ca. zwei Wochen dort.

Es ist teilweise erschreckend, wie dort mit unseren Glaubensbrüdern umgegangen ist. Noch erschreckender ist aber das Bild, das man dort von Europa hat. Von den Menschenrechten, die doch hier so hochgehalten werden. Die aber offensichtlich nichts mehr wert sind, wenn es darum geht, die bedrängten Christen im Nahen Osten zu unterstützen. Interessant waren auch die Aussagen einiger, die gedacht haben, sie kommen in ein christlich-spirituelles Europa und sehen dann, dass hier vom Glauben nichts mehr vorhanden ist. Der Film ist sehr beeindruckend und man möchte ihn wirklich all denen von unseren "Kirchenführern" (Ich denke da besonders an den Mann in Rom, der derzeit wieder so tolle Sprüche klopft, aber auch an seine Gefolgsleute besonders hier in D, die ihren Glauben auch lieber verleugnen, als offen für ihn einzutreten).

Arte hat zu diesem Thema ein großes Dossier Online gestellt, das man hier abrufen kann.

Ein Fundstück aus Don Camillo und Peppone

Wer kennt sie nicht Don Camillo und  Peppone, und wer hat nicht gespürt, dass es dabei um mehr geht, als um Klamauk?
Hier kann man einiges darüber nachlesen.

Irgendwo in "Don Camillo und die Rothaarige" lässt Guraeschie den Don Camillo schon recht frustriert sein und sein Jesus fragt ihn sanft:

Don Camillo, warum bist du so pessimistisch? War mein Opfer denn umsonst? Ist denn meine Mission bei den Menschen gescheitert, weil die Bosheit der Menschen größer ist als die Güte des Herrn?
Don Camillo jammert dann dem Herrn vor, was ihn so bedrückt und das ist das was wir seit Jahrzehnten unter dem Thema "spirituelle Wüsten" "Verdunstung des Glaubens" nicht wahrhaben wollen, sofern wir fromm sind, sofern wir nicht fromme sind, freuen wir uns darüber, schon klar.

Don Camillo drückt es so aus:
....Ich will nur sagen, dass die Leute heute an das glauben, was sie sehen und greifen können. Aber es existieren wesentliche Dinge, die nicht gesehen, nicht berührt werden können: Liebe, Güte, Frömmigkeit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Hoffnung. Und Glauben. Das ist die Selbstzerstörung, von der ich dir erzählt habe. Die Menschheit, so scheint es, zerstört ihr gesamtes spirituelles Erbe. Der einzig wahre Reichtum, den sie in Jahrtausenden angehäuft hat. Eines Tages, nicht weit vom heutigen, werden wir genau so sein wie die Steinzeitmenschen in ihren Höhlen. Diese Höhlen werden wie hohe Wolkenkratzer sein, mit den wundersamsten Maschinen angefüllt, aber der Geist der Menschen wird jener der der Höhlenmenschen sein...

Dienstag, 17. Mai 2016

Parallelkurie, Gefahr eines "verborgenen" Schismas, die "neuen Heiden". Und offene Fragen zur Informationspolitik der Sala Stampa, Fortsetzung

Fortsetzung
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"Noch einmal: Papst Franziskus´ Kirche ist eine Kirche der zwei Geschwindigkeiten
Einerseits hat Kerdinal Gerhard L. Müller, Präfekt der Gluabenskongregation in Spanien eine lange Pressekonferenz zu Amoris Laetitia und betonte, die Pastoralität des ehelichen  Bundes gemäß Papst Franziskus , und interpretierte so die postsynodale Exhortation in Kontinuität mit der Lehre der Kirche. 
Auf der anderen Seite hielt Erzbischof Bruno Forte, Generalsekretär der vergangenen beiden Synoden, eine Pressekonferenz , während der er bemerkte, daß Papst Franziskus ihm während der Synodenarbeit erzählt habe, daß "wenn wir ausdrücklich von der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen sprechen, werden diese Leute (wohl die Konservativen-meint der Herausgeber) ein Chaos machen. Laßt uns deshalb darüber nicht in direkter Weise sprechen, einfach Platz für die Voraussetzungen schaffen, ich werde dann die Schlüsse ziehen."

Einerseits schafft Papst Franziskus schüchterne Öffnungen für eine mögliche Kommission, was meistens dazu führt, die Diskussionen einzufrieren (siehe die Kurienreform). Andererseits werden seine Erklärungen von der Presse und denen ausgenutzt, die ihn- mit einer klaren Agenda hinter seinem Rücken- gewählt haben.

Einerseits gibt es die offiziellen Rollen in der römischen Kurie, auf der anderen Seite verlieren diese Offiziellen ständig an Einfluß, während diese Art Parallelkurie, die immer einflußreicher wird, weil sie direkten Zugang zum Papst hat, mit ihm die Themen diskutiert, ohne daß sie durch die offiziellen Kanäle passieren. 

Diese Parallelkurie wird oft in der Domus Sanctae Marthae angetroffen, dem Hotel, in dem der Papst lebt. Hier verlieren wir die Spur der päpstlichen Handlungen und auch oft der Menschen, die direkt mit ihm sprechen.
Der Papst lebt dort mit vielen anderen Menschen zusammen, weil das Hotel viele Prälaten beherbergt. Es genügt, daß einer dieser Prälaten einen Gast empfängt und dann diesen Gast direkt zu den Räumen des Papstes bringt und niemand wird eines Treffens mit dem Papst gewahr werden, wenn der Gast nicht selbst die Nachricht davon verbreitet.

Es scheint, daß sogar der Italienische Premierminister, Matteo Renzi, letzte Woche so heimlich den Papst besuchte, am Vorabend der Abstimmung über ein Gesetz zur Zivilehe im Italienischen Parlament, das angenommen wurde und so den Weg für eine mögliche, zukünftige Zustimmung zur HS-Ehe bereitete. Niemand wußte von dem Treffen und selbst die, die darüber berichteten, taten das vorsichtig.
Papst Franziskus hat sich am 9. Mai auch mit zwei Repräsentantinnen der Brasilianischen Volksbewegungen getroffen. Die beiden Frauen sprachen mit dem Papst über die Lage in Brasilien und das Impeachment gegen Präsidentin Dilma Roussef. Sie sprachen über das Treffen, während sie ein Bild mit niedriger Auflösung davon lieferten und vorwiegend linksgerichteten Agenturen Interviews gaben.
Selbst die berühmte Begegnung des Papstes mit Bernie Sanders, dem Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei, folgte den selben Kriterien: Sander kam zur Vaticankonferenz, wurde in Santa Marta untergebracht und zusammen mit einigen anderen Gästen sollte er auch am Morgen des 16. Aprils am Eingang sein, um den Papst zu begrüßen, der zu seinem 1-Tages-Trip nach Lesbos aufbrach. Wie der Papst bei der "Fliegenden Pressekonferenz" sagte: "es wäre rüde gewesen, ihn nicht zu begrüßen."

Mal was zum Freuen zwischendurch

Besonders in den letzten Tagen gab's ja einigen Ärger, da tut's doch gut, die eine oder andere positive Nachricht zu hören:

Am Pfingstsonntag war der ehemalige Vatikan-Korrespondent des BR, Michael Mandlik Gast im BR Stammtisch (es gab diesmal keine Live-Übertragung aus Rom) und berichtete in kurzen Worten über seinen guten Kontakt zu Papst Benedikt, der bis heute anhält:




Beten wir also weiter für unseren Papa emerito, dass der Herr ihm seine Gesundheit, seinen wachen Geist und seine Lebensfreude noch lange erhält.

Die ganze Sendung kann man hier ansehen


Papst Franziskus & der Islam. Eine neue Perle?


Antonio Socci kann die neuesten Perlen aus einem Interview der halboffiziellen Zeitung der französischen Bischöfe "Croix" mit dem Papst nicht unkommentiert lassen. Zu lesen in seinem facebook-account,
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"JETZT SETZT ER EVANGELIUM UND KORAN  GLEICH...."

"Es vergeht kein Tag, ohne daß Papst Bergoglio das Bewußtsein der armen Christen und der Menschen mit normalen Menschenverstand verunsichert.
Man kann gar nicht mehr alles wiedergeben. Ich werde mich auf zwei "Perlen" aus einem gerade erschienenen Interview für eine französische Zeitung beschränken.

Die Erste:
Er hat gesagt: "Ich glaube nicht, daß es heute Angst vor dem Islam gibt, sondern vor dem IS."
Und weiter?
Bergoglio sollte das beweisen, indem er Asia Bibi (um die er sich nie hat kümmern wollen) und die Christen in Pakistan fragt, die schlimmer behandelt werden als wilde Tiere. Oder er frage die (Krypto)-Christen in Saudi Arabien, die massive Risiken eingehen, wenn sie ein Kreuz um den Hals tragen.
Der IS ist weder in Pakistan noch in Saudi Arabien präsent, wohl aber der Islam. Auch der offizielle Islam. Nur Bergoglio weiß das nicht? Warum fragt er nicht die Christen, was da los ist?

Die Zweite Perle
Er hat gesagt:
"Es stimmt, daß die Idee der Eroberung zum Geist des Islams gehört. Aber man könnte auch das Ende des Matthäus-Evangeliums in diesem Sinne interpretieren, wo Jesus seine Jünger in alle Welt zu allen Völkern schickt."

Hat Bergoglio aber irgendeine Idee was im Koran steht? Hat er jemals wirklich das Evangelium gelesen? 
In seiner Manie, den Islam zu rechtfertigen und die Gewalt (von Anfang an) in seiner Geschichte herunterzuspielen, kommt Bergoglio dahin, dieses unerhörte Urteil zu formulieren, in dem er das, was der Koran schreibt, auf die gleiche Stufe mit dem, was man im Evangelium liest, stellt.
Er zitiert speziell den Missionsauftrag Jesu ("Gehet hin in aller Welt  und macht aus allen Völkern Jünger, indem Ihr sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes tauft")
Erscheint Ihnen das als Mandat für eine militärische Eroberung?
Wann hat Jesus je dazu eingeladen, Menschen und Völker zu erobern und zu unterwerfen?
Wie kann Bergoglio sagen, daß die Evangelisierung, die Verkündung der gekreuzigten Liebe, also der auferstandene Christus selbst, praktisch alle seine Jünger ermordet sterben ließ und auch fast alle Päpste der ersten 300 Jahre als Märtyrer, als EInladung interpretiert werden kann, zu erobern, morden und rauben?

Und da ist -zusammen mit dem Foto von Bergoglio in der Moschee- das typische Bild Christi, typisch für den Christlichen Glauben- der gekreuzigte Christus (kann Bergoglio den mit der Person Mohammeds, dem Militärführer und Eroberer verwechseln?)
Und dann ist da das Bild von Asia Bibi, die die Tragödie der Christen repräsentiert, nicht unter dem IS leidend, sondern unter dem Islam."
     
Antonio Socci pagina ufficiales Foto.


Quelle: FB, A. Socci

Father Hunwicke liest noch einmal die Pfingstpredigt von Papst Benedikt XVI


Pater J.Hunwicke hat noch einmal die Predigt gelesen, die Papst Benedikt XVI am 23.5.2010 gehalten hat. Er beschreibt bei liturgicalnotes nicht nur ihren ekklesiastischen Inhalt sondern auch, seinen damaligen Kommentar und wie er selbst jetzt auf die Neulektüre reagiert hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

               "BENEDIKT XVI ZU DEN IRRTÜMERN WALTER KASPERS"

"Das ist der erste Abschnitt eines Textes, den ich zuerst am 2.6.2010 veröffentlicht habe.
"Ich sehe, daß der Hl.Vater am Pfingstsonntag wieder die These angesprochen hat, die zu dem sehr öffentlichen Streit zwischen ihm selbst und Walter Kasper, nicht lange vor dem Konklave geführt hatte: daß die Universale Kirche der Ortskirche vorangeht, Ich frage mich, ob Professor Kasper dieses mal antworten wird. Ich nehme an, daß die These von Professor Ratzinger jetzt als vom Lehramt unterstützt betrachtet werden wird.

Ich habe gerade die Pfingstpredigt von 2010 des Hl.Vaters emeritus wieder gelesen. Um peinlich persönlich zu werden: das trieb mir die Tränen in die Augen, so nach der Dürre der letzten paar Jahrer an die Eleganz, die Klarheit, die Biblische Erkenntnis erinnert zu werden, mit denen Papst Benedikt XVI sprach und schrieb. das wiederzulesen war als ob man nach einem heißen, trockenen, staubigen , verschwitzten und ermüdenden Tag ein Glas voller reinen und erfrischend kalten Wassers trinkt. Hier ist der Teil- den Zenit übersetzt hat (im wahrsten Sinne des Wortes  ex cathedra gesprochen).

"Das ist die Wirkung des Werkes Gottes: die Einheit; deshalb ist die Einheit das Erkennungszeichen, die »Visitenkarte« der Kirche im Lauf ihrer universalen Geschichte. Von Anfang an, seit dem Pfingsttag, spricht sie alle Sprachen. Die universale Kirche geht den Teilkirchen voraus, und diese müssen sich immer einem Kriterium der Einheit und Universalität entsprechend an jene angleichen. Die Kirche bleibt nie innerhalb politischer, rassischer und kultureller Grenzen gefangen; sie kann weder mit den Staaten noch mit Zusammenschlüssen von Staaten verwechselt werden, da ihre Einheit von anderer Art ist und darauf abzielt, alle menschlichen Grenzen zu überwinden.
Daraus, liebe Brüder und Schwestern, ergibt sich ein praktisches Unterscheidungskriterium für das christliche Leben: Wenn sich eine Person oder eine Gemeinschaft in ihre eigene Weise zu denken und zu handeln verschließt, so ist dies ein Zeichen, daß sie sich vom Heiligen Geist entfernt hat. Der Weg der Christen und der Teilkirchen muß sich immer am Weg der einen und katholischen Kirche messen und mit ihm in Einklang setzen. Das bedeutet nicht, daß die vom Heiligen Geist geschaffene Einheit eine Art Egalitarismus wäre. Dies ist im Gegenteil das Modell von Babel, das heißt die Auferlegung einer Kultur der Einheit, die wir als »technisch« definieren könnten. Die Bibel nämlich sagt uns (vgl. Gen 11,1–9), daß in Babel alle dieselbe Sprache hatten. An Pfingsten indes sprechen die Apostel verschiedene Sprachen, damit ein jeder die Botschaft in seiner Muttersprache verstehe. Die Einheit des Geistes tritt in der Pluralität des Verstehens zutage. Die Kirche ist ihrem Wesen nach eine und mannigfaltig und dazu bestimmt, unter allen Nationen, Völkern und in den unterschiedlichsten sozialen Kontexten zu leben. Sie entspricht nur dann ihrer Berufung, Zeichen und Werkzeug für die Einheit der ganzen Menschheit zu sein (vgl. Lumen gentium, 1), wenn sie unabhängig von jedem Staat und von jeder Sonderkultur bleibt. Immer und überall muß die Kirche wahrhaft katholisch und universal sein, das Haus aller, in dem jeder sich einfinden kann."

So viel zum dummen Gerede über die Akzeptierbarkeit von "Unterschieden in der Lehre und an die Lehre gebundene Disziplinen"  zwischen einzelnen Kirchen, wie sie durch die speziellen und sich unterscheidenden Kulturen diktiert werden, in denen sie existieren und mit denen konfrom zu gehen, manche Leute sich verpflichtet fühlen."

Quelle: liturgicalnotes, Father J.Hunwicke

Wer den deutschen Gesamttext der Predigt lesen will, kann das hier tun:   klicken


Über die Zerstörung der Kirche, oder "es ist noch immer jud jejangen"

es gibt zum Thema diverse Anekdoten die eine von G.K. Chesterton der feststellt:

Wenigstens fünf Mal ist mit den Arianern und den Albigensern, den humanistischen Skeptikern, mit Voltaire und mit Darwin der Glaube allem Anschein nach vor die Hunde gegangen. Doch stets war es der Hund, der starb.

oder die bekannte Bemerkung des Kardinals Consalvi, der mit Napoleon verhandeln musste und dieser ihm drohte mit: "Ist Ihnen  klar Eminenz, dass ich imstande bin, Ihre Kirche zu zerstören?" und wo der Kardinal dann antwortete: "Sire, nicht einmal wir Priester haben das in achtzehn Jahrhunderten fertiggebracht"

und  als der Kulturkampf erfolglos aus war, bauten die Preußen in Köln am Rhein den dortigen katholischen Dom endlich, nach Jahrhunderten, zuende, sozusagen damit die bösen ultramontanen, schlechten Untertanen einen schönen Dom hatten, oder so. Auch eine Anekdote, aus der Weltgeschichte, wenn man es recht überlegt.

Kein Wunder dass gerade die Kölner der Ansicht sind:
Es is wie es ist, es kütt wie es kütt un es is noch immer jud jejange
(es ist wie es ist, es kommt wie es kommt und es ist noch immer gut gegangen)

so viel zum Trost und zur Aufmunterung.

Montag, 16. Mai 2016

Parallelkurie, Gefahr eines "verborgenen" Schismas, die "neuen Heiden". Und offene Fragen zur Informationspolitik der Sala Stampa.

A. Gagliarducci macht sich in "MondayVatican" Gedanken über die Frage, warum Papst Franziskus Erwartungen auf tiefgreifende Änderungen der Lehre weckt und was im Vatican Hintergrund an der Kurie geschieht.
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"WARUM ERWECKT PAPST FRANZISKUS ERWARTUNGEN AUF VERÄNDERUNGEN?"

" Was vorige Woche passierte, illustriert in einer Nußschale gut das Pontifikat von Papst Franziskus.
Beim Treffen mit der Vereinigung der Generaloberinnen, also der Vollversammlung von mehr als 800 Leiterinnen religiöser Frauenorden aus der ganzen Welt, hielt der Papst eine Frage-und Antwort-Sitzung ab. Die Schwestern stellten ihm 5 Fragen und alle drängten auf eine wichtigere Rolle für Frauen in der Kirche. Eine der Fragen betraf die Möglichkeit der Schaffung eines Frauendiakonats.

Papst Franziskus hat vielleicht zuerst geantwortet, daß die Rolle der weiblichen Diakone in der antiken Kirche nicht ganz klar sei. Dann- laut denkend- fragte er rhetorisch, ob es eine Notwendigkeit gäbe, "eine offizielle Kommission zum Studium dieses Themas zu gründen" und antwortete dann "Ja, das denke ich. Es wäre gut für die Kirche diese Frage zu klären. Ich stimme zu. Ich werde darüber reden, so etwas zu tun." und schließlich sagte der Papst: "Ich akzeptiere das. Es scheint nützlich eine Kommission zur Klärung zu gründen."

Wenn wir darüber im Italienischen schreiben, müssen wir bei allen Zitaten des Papstes, die aus Berichten von Journalisten stammen, die in der Paul VI Halle anwesend waren, wo das Treffen stattfand, die Verben im Konditional benutzen.
Allerdings wurde das offizielle Transkript der Frage-und Antwort-Sitzung erst einen Tag später herausgegeben.
Außerdem fand das Treffen am Morgen des 12. Mai statt, aber Radio-Vatican sendete bis zum späten Nachmittag keinen Bericht darüber.
Radio-Vatican-Report brachte keinerlei direktes Zitat sondern nur eine Wiedergabe der Worte des Papstes. Das selbe geschah im Osservatore Romano, der Zeitung des Hl. Stuhls, die nur einen sehr kurzen Bericht ohne direkte Zitate der Worte von Papst Franziskus veröffentlichte.

Das Gespräch ist sicher aufgezeichnet worden, zumal viele Kameras von CTV beim Treffen gefilmt haben, Warum hat der Hl. Stuhl so lange gebraucht, eine minimale Auswahl halboffizieller Informationen zur Sache anzubieten? Und warum stand das Gesamttranskript nicht sofort zur Verfügung?

Das sind offene Fragen, die das neue Vatican-Kommunikations-Büro erwägen sollte. Geteilt zwischen administrativen Fragen, mit deren Lösung das Sekretariat für Kommunikation beauftragt ist und der Notwendigkeit, den Inhalt auf für die Gläubigen nützlich Weise zu kommunizieren, hat sich die Vatican-Kommunikation beim Anpacken des Themas der weiblichen Diakone nicht überaktiv gezeigt.

Das ist nicht das erste mal. Das passierte auch schon, als Papst Franziskus bei der Fliegenden Pressekonferenz auf dem Rückflug von Mexiko über die Tatsache sprach, daß Papst Paul VI darüber nachgedacht habe, Nonnen bei Gefahr der Vergewaltigung die Benutzung empfängnisverhütender Medikamente zu erlauben. Die Vatican-Kommunikation hat sich mit der Erklärung nicht beeilt, daß Paul VI niemals über das Thema gesprochen hat, auch wenn es dazu vorher -sogar schon vor Humanae Vitae Studien, die das Thema erwogen, gegeben hatte.

Zuviele "Frauchen"?

A. Socci kommentiert den herabsetzenden Ausdruck von Papst Franziskus über geweihte Frauen.
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"ZUVIELE "FRAUCHEN"? DIE "WERTSCHÄTZUNG" BERGOGLIOS FÜR DIE GEWEIHTEN FRAUEN"
"Vorgestern bei dem Ereignis bei dem Papst Bergoglio eine Kommission zum Frauen-Diakonat ankündigte, hat er sich mit jener einzigartigen Formulierung; "zu viele geweihte Frauen sind eher "donnette" (kleine Frauchen) als mit dem Amt des Dienens verbunden."
Wir sind daran gewöhnt von Papst Bergoglio täglich Beleidigungen gegen Christen zu hören, deshalb überrascht das nicht.
Sicher drücken derartige Ausdrücke nicht die große Wertschätzung für Frauen aus, die die Medien dem argentinischen Papst zusprechen.
Ich würde Papst Bergoglio im Übrigen raten, anstatt die geweihten "donnette" (schlecht) zu behandeln (denen er danken sollte) zu überlegen, ob es in "seiner" Kirche nicht vielleicht ein Problem der "zu kleinen Männer" gibt."

Quelle: FB, A. Socci

Angriff der Genderideologie auf die Kirche

Francesco Filipazzi fragt sich, was hinter der just jetzt aus dem Hut gezauberten Frage
nach dem Frauen-Diakonat steckt und äußert sich bei campariedemaistre dazu.
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        "DIE neue ATTACKE DER GENDER-IDEOLOGIE AUF DIE KIRCHE"
  
"Das Frauen-Priestertum
Auch wenn die Ankündigung vor einigen Tagen (mit Fanfaren, Trompeten und Trommeln)
von einer Öffnung zum Diakonat für Frauen, um Werke der Katechese und des Dienens
(Diakonisse ist nicht die weibliche Form von Diakon) spricht, läuten in unserem Kopf
die Alarmglocken.
In Wirklichkeit erfüllen Frauen jetzt schon in der Kirche alle möglichen Aufgaben und die
Tatsache daß jetzt vom Diakonat gesprochen wird, ist nichts anderes ist als ein Versuch ist,
um den Weg zum Frauenpriestertum zu öffnen-insbesondere deshalb, weil das
Frauen-Diakonat keinerlei Legitimierung als erste Stufe des Priestertums innehat.

Die Absicht ist hier also das Frauenpriestertum zu etablieren. Man kennt inzwischen 
die Arbeitsweise von Papst Franziskus und früher oder später wir jemand kommen, der 
uns erklärt, daß das Frauenpriestertum perfekt mit der Bibel übereinstimmt, und auch mit
der Véda, dem Koran und- warum nicht- dem Neocromicon.

Allemal ist es eine Sache, über die man nicht diskutieren kann, und das einzige Mittel 
zum Frauenpriestertum zu kommen, wäre es gegen das Lehramt der Kirche anzugehen, 
sogar dem allerjüngsten, und gegen die Entscheidungen der beiden Vorgänger in der modernen 
Zeit, des Seligen Paul VI und des Heiligen Johannes Paul II . Aber wir wissen, daß wenn 
Franziskus etwas machen will, macht er das genau so, wie es mit der sehr gefährlichen 
Amoris Laetitia geschehen ist, die die Tür für die Eucharistie für die Geschiedenen (ja!) 
öffnet- außer daß unter diesen Umständen die von Fall-zu-Fall-Differenzierung nicht besteht 
(wenn sie denn generell existiert oder nicht, eine immer noch offene Diskussion). Entweder 
können  Frauen Priesterinnen sein oder nicht. Und offensichtlich dürfen sie nicht.

Es ist offensichtlich, daß es keiner weiblichen Diakone bedarf, die sich sehr bald das Recht
anmaßen die Messe zu zelebrieren, zu weihen, die Hände aufzulegen, die Sakramente auszu-
teilen. Wir wissen, daß das passieren wird.
In einigen Jahren wird man uns sagen "dennoch ist es die pastorale Praxis, Frauenpriestertum
hat es schon gegeben und es gibt keinen Grund, sie nicht voll zu ordinieren."

Die goldene Schnur,

Man hört ja alle Tage was das angeblich Wichtigste für den Menschen, die Gesellschaft, Europa, die Welt und überhaupt sein soll, und manchmal scheint es, als habe man das eigentlich wichtige dabei irgendwie aus dem Blick verloren, nämlich die Antwort auf die absolut zentrale Frage "Woher kommen wir, wohin gehen wir und was sollen wir hier?"
Man hat das Gefühl, dass völlig klar sei, was wir hier sollen, auch und wenn es nie richtig ausformuliert wird, sondern jeder nur mit großen, schönen Worten um sich wirft, dass es eine wahre Pracht ist.
Nun nutzt es wenig, seinerseits, wie es fromme Leute oft machen, genauso große, heftige  Worte dagegen zu finden.
Es scheint schon wieder, oder immer noch die Zeit zu sein, wo "sich im Dom die Beter verhüllen und Menschenhochmut auf dem Markt sich feiert" wie Reinhold Schneider, damals in bösen Zeiten dichtete.
Unter diesem Hintergrund muss ich dann immer an den Beter in Mater Ecclesia denken, dessen Rücktritt mich, immer noch, fassungslos macht.

Aber es gibt dann auch wieder Sinn, das wahre Gut der Kirche ist die Gottesbeziehung, das persönliche Verhältnis zu Gott, das  sich im Gespräch mit Gott, eben im Gebet, manifestiert.
Auch und wenn, wie es Paulus schön formuliert "wir ja oft nicht wissen, wie wir in rechter Weise beten sollen, so dass der Geist dann mit Seufzen und Flehen für uns eintritt!"

Schon im Interviewbuch  "Salz der Erde" des damaligen Kardinal Ratzinger mit Peter Seewald, geht es auch um das Gut der Kirche und ihre Güter, und darum, dass die Kirche, wie die meisten Menschen, oft ihre Güter mit ihrem Gut verwechselt, dass sie sich dagegen wehrt die Güter aufzugeben und es sich dann doch,  hinterher, herausstellt, es war gut,. dass man ihr ihre Güter weggenommen hat.
Konkret sagt der damalige Kardinal: ................................Dazu hat dann Pius X. erklärt, das Gut der Kirche ist wichtiger als ihre Güter. Wir geben die Güter weg, weil wir das Gut verteidigen müssen. Das ist, glaube ich, ein großer Satz, den man sich immer wieder vor Augen halten muss.