Sonntag, 29. März 2015

Vor 8 Jahren,


am 29. März 2007 feierte Papst Benedikt XVI mit den Jugendlichen der Diözese Rom einen Bußgottesdienst in Vorbereitung auf den  XXII WJT. Hier geht´s zum deutschen Volltext der Predigt:   klicken

                  

Einige junge Mitglieder der Römischen Gemeinde  haben bei ihm gebeichtet.

BUßGOTTESDIENST FÜR DIE JUGENDLICHEN
DER DIÖZESE ROM ZUR VORBEREITUNG DES
XXII. WELTJUGENDTAGES
PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
Petersdom
Donnerstag, 29. März 2007

Liebe Freunde!
Wir treffen uns heute Abend unmittelbar vor dem XXII. Weltjugendtag, dessen Thema, wie ihr wißt, jenes neue Gebot ist, das uns Jesus in der Nacht, in der er verraten wurde, hinterlassen hat: »Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben«  (....)
Im Herzen jedes Menschen, der um Liebe bittet, gibt es Durst nach Liebe. Mein geliebter Vorgänger, der Diener Gottes Johannes Paul II., schrieb bereits in seiner ersten Enzyklika Redemptor hominis: »Der Mensch kann nicht ohne Liebe leben. Er bleibt für sich selbst ein unbegreifliches Wesen; sein Leben ist ohne Sinn, wenn ihm nicht die Liebe geoffenbart wird, wenn er nicht der Liebe begegnet, wenn er sie nicht erfährt und sich zu eigen macht, wenn er nicht lebendigen Anteil an ihr erhält« (Nr. 10). Noch weniger kann der Christ ohne Liebe leben. Ja, wenn er nicht der wahren Liebe begegnet, kann er sich nicht einmal im Vollsinn Christ nennen, da, wie ich in der Enzyklika Deus caritas est dargelegt habe, »am Anfang des Christseins nicht ein ethischer Entschluß oder eine große Idee steht, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt« (Nr. 1). Die Liebe Gottes zu uns, die mit der Schöpfung begonnen hat, ist im Geheimnis des Kreuzes sichtbar geworden, in jener »kenosis« Gottes, in jener Entleerung und erniedrigenden Selbstentäußerung des Gottessohnes, wie sie uns vom Apostel Paulus in dem großartigen Christushymnus im Brief an die Philipper verkündet wird, den wir in der Ersten Lesung gehört haben. Ja, das Kreuz offenbart die Fülle der Liebe Gottes zu uns. Eine gekreuzigte Liebe, die nicht beim Ärgernis des Karfreitags stehen bleibt, sondern in der Freude der Auferstehung und Himmelfahrt und in der Gabe des Heiligen Geistes ihren Höhepunkt erreicht, des Geistes der Liebe, durch den auch heute Abend die Sünden vergeben und Vergebung und Frieden gewährt werden." (....)




...." Seid bereit, durch ein echtes christliches Zeugnis auf das Umfeld von Studium und Arbeit zu wirken, euch in den Pfarrgemeinden, den Gruppen, den Bewegungen, den Vereinen und in allen Bereichen der Gesellschaft zu engagieren.
Ihr, junge Verlobte, lebt die Verlobung in der wahren Liebe, die immer den keuschen und verantwortlichen gegenseitigen Respekt einschließt. Wenn der Herr einige von euch zu einem Leben der besonderen Weihe beruft, seid bereit, mit einem hochherzigen »Ja« und kompromißlos zu antworten. Durch die Hingabe an Gott und die Brüder werdet ihr die Freude dessen erleben, der sich nicht in einem nur allzuoft erstickenden Egoismus in sich selbst zurückzieht. Aber das alles hat natürlich seinen Preis, jenen Preis, den als erster Christus gezahlt hat und den jeder seiner Jünger auch zahlen muß, wenngleich in niedrigerem Maße als der Meister: den Preis des Opfers und der Entsagung, der Treue und der Ausdauer, ohne die es keine wahre Liebe, die ganz frei und Quelle der Freude ist, gibt und geben kann.
Liebe Jungen und Mädchen, die Welt erwartet von euch diesen Beitrag zum Aufbau der »Zivilisation der Liebe«. »Der Horizont der Liebe ist wirklich grenzenlos: Er ist die ganze Welt!« (Botschaft zum XXII. Weltjugendtag). Die Priester, die euch begleiten, und eure Erzieher sind sich dessen sicher, daß es euch durch die Gnade Gottes und die stete Hilfe seiner göttlichen Barmherzigkeit gelingen wird, der schwierigen Aufgabe gewachsen zu sein, zu der euch der Herr beruft. Verliert nicht den Mut und habt immer Vertrauen in Christus und in seine Kirche! Der Papst ist euch nahe und versichert euch eines täglichen Gedenkens im Gebet, während er euch besonders der Jungfrau Maria, der barmherzigen Mutter, anvertraut, damit sie euch begleite und euch immer beistehe. Amen!"

Quelle: La Santa Sede, Sommi Pontefici, LEV, blog di raffaella- i papi

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