Montag, 13. Mai 2013

Bloggertagung richtig gut!

Man kann hier und hier und hier nachlesen, wie andere Blogger das Treffen empfanden
Ja, es war gut, dass die Jungs von katholisch.de, sowie der Pressesprecher der DBK, sich überhaupt die Mühe gemacht haben, mit uns, den "pöbelnden Dunkelkatholiken" bzw, den "wendigen Schnellbooten um den schwer zu manövrierenden Tanker" zu reden.
Mein Mann, um den auch mal ins Spiel zu bringen, sieht das allerdings ganz pragmatisch, er sagte nämlich, meine Begeisterung merklich dämpfend, "Je nun, wenn ich mir angugge, wie die katholische Kirche durch reines Aussterben, immer mehr Leute verliert, ist es ja hohe Zeit, das "die" mal anfangen sich um die verbliebenen frommen und treuen zu kümmern"
Ja und wenn ich ganz ehrlich bin, überrascht hat mich das, was die hohen (zwar im Zuge der Zeit nicht mehr hochwürdigen) Herren zu sagen hatten,  nicht wirklich. Ich oute mich mal, ich bin von beiden Eltern her damit geschlagen, oder auch gesegnet, je nach Leseart, mit diversen katholischen Pfarrhäusern und Ordenskonventen verwandt zu sein und um meinen Onkel Karl R.I.P. mal zu zitieren "Wer mit dem Pfarrhaus verwandt ist, der braucht einen tiefen Glauben". Mein Onkel Karl war ein weiser Mann!.
Ja die katholische  Kirche hat gute Leute, sie hat (noch) genug Mittel um tolle Sachen auf die Beine zu stellen, und hat die Zeichen der Zeit erkannt.


Um mich auch hier mal zu outen, im Prinzip gehen mir die neuen Medien gewaltig auf den Keks, weil viel elektronisch getwittert, gepostet, geteilt, gelikt, verlinkt und geSMS't wird, aber kaum noch real kommuniziert wird.
Es passt mir im Prinzip gar nicht! Aber das Internet ist das  Informationsaustauschmedium unserer Zeit und gehört für mich in die Kategorie Erscheinungen, die R. Guardini in "das Ende der Neuzeit" "die Macht " und "Briefe vom Comer See" zu fassen versucht. Guradini sieht mit, für zumindest mich, erschreckender Klarheit, was kommt, und sieht, ähnlich wie Chesterton, (der nur ein ganz anderer Typ Mensch ist), auch ganz klar. Guardini sagt (m.E in Briefe vom ComerSee, finde das Zitat nicht, ist aber nur ein Blogbeitrag und keine Semesterarbeit) das was kommt (die "Technisierung" aller Lebensbereiche,   die Diktatur der Nützlichkeit und des Realtivismus, ist unausweichlich, es kommt alles drauf an, dass auch diese Kultur für Christus gewonnen wird. Deshalb blogge ich u.a., auch wenn Guardini später das mit dem die "Kultur für Christus gewinnen", relativ schwarz sieht, aber mit der Kultur der Antike hat es ja  auch ne Weile gedauert und bis wir diese wilden, germanischen Stämme zu braven stuhlkreisenden Christen gemacht haben, das hat ja auch ne ganze Weile gebraucht. Si pensiamo in seculi, weiß man seit Carl Amery's "Königsprojekt"

Ja es gab Spannungen, in Bonn  und ich bin da gar nicht unschuldig dran, aber wie soll man denn ins Gespräch kommen, wenn das richtige Ergebnis des Gespräches ist (mein' das jetzt ganz allgemein),  dass man  einsieht, dass der andere das halt anders sieht? Das wusste man ja schon vorher!
Nun, die Strafe folgte auf dem Fuß und so verschlug es uns am Sonntag in so eine schöne Kirche, (nein, sowas Schönes hab ich schon lang nicht mehr gesehen) mit halt einer der üblichen Kindermessen, wo mir immer nur aus Schiller's "Ring des Polykrates" die Passage mit ".......da wendet sich der Gast mit Grausen" einfällt.
Ja da hatten wir das katholische Problem halt mal wieder live. Ich weiß schon, dass auch der schrecklichste Kindergottesdienst viel Mühe macht und zur Ehre der Leute sei gesagt: Ich hab da schon viel Schlimmeres erlebt.
Aber Manches ist wie das Essen, das ich für die von der sich rumtreibenden, bloggenden Mutter, alleingelassene Familie, mit einigem Aufwand vorgekocht hatte. Die arme, alleine gelassene Familie stellte den Topf  zwar auf den angeschalteten Herd, aber da stand er dann auch. Nun es gibt ja noch den Pizzaservice!
Was ich sagen will ist, etwas ist nicht unbedingt  deshalb gut, weil sich wer viel Mühe damit gemacht hat. Manchmal wäre es besser, man hätte sich nicht gemüht.

Was ich  aber wirklich, wirklich gut , echt gut, richtig gut fand, war, das selbstverständlich,e gemeinsame Beten von Vesper und  Komplet, der selbstverständliche Gottesdienst.
Es  sei mir als Zeugnis erlaubt, ich fand das  absolut genial und habe es  noch nie so erlebt, das sich mehr als 3 Katholiken, zu  nicht dezidiert frommen Tun, treffen und einfach, weil es richtig ist, ihren Glauben auch leben.
Weiter war es gut die Leute live zu sehen, und ich bin ganz erstaunt was für künstlerische Talente manche Blogger haben.






1 Kommentar:

  1. Mein Papa hat immer gesagt: "Wer bei der kath. Kirche arbeitet und dennoch glaubt, der ist ein wahrer Christ!" (Das fiel mir bei Deinem Onkel Karl ein ;-) )
    Stimmt irgendwie, ich habe da auch über 18 Jahre gearbeitet.
    Danke für den schönen Bericht!

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