Donnerstag, 29. Januar 2015

Kardinal Müller über die Bedeutung der bischöflichen Doktrinkommissionen

Lorenzo Bertocchi schreibt in La Nuova Bussola Quotidiana über das Treffen der Präsidenten der Doktrinkommissionen in Ungarn. Hier geht´s zum Original klicken

"Am 15. Januar endete das Treffen der Präsidenten der Doktrinkommissionen der europäischen Bischofskonferenzen, der task-force der Bischöfe, die über das depositum fidei wachen. In Gegenwart von Kardinal Gerhard L. Müller und Msgr. Ladaria und der Leitung der Glaubenskongregation ( Ex-Sant´ Uffizio) haben sich die europäischen Repräsentanten im religiösen Herzen Ungarns getroffen.Bevor mit den Arbeitssitzungen begonnen wurde, hat Müller einen Brief mit einer Botschaft von Papst Franziskus vorgelesen, in der er die Wichtigkeit dieser Organe betont " ihre Verantwortung für die Integrität und Einheit des Glaubens und nicht weniger für seine Weitergabe an die junge Generation".

         "MÜLLER WARNT : OHNE GLAUBEN WÄCHST DIE SAAT DES TEUFELS"

In seiner vom Osservatore Romano veröffentlichten Relatio unterstreicht der Kardinal, "daß die Glaubensdoktrin- weit davon entfernt ein abstraktes System zu sein- ein Kristall aus Ideen und Normen ist im Dienst am Leben, des guten Lebens, das von Gott kommt, des im vollen Sinne menschlichen Lebens, im Dienst am Leben der Kirche".
Sie stützt sich vor allem auf ein heute sehr verwirrtes Konzept, das aber Fundament bleibt beziehungsweise die Verbindung von Wahrheit und Erlösung ist, wie uns der Apostel Paulus erinnert "Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen." (1 Tim, 2,4)
Das ewige Schicksal des Menschen ist nicht von der Verkündung der göttlichen Wahrheit durch Jesus Christus unberührt, zwischen beiden besteht vielmehr eine unauflösliche Verbindung, die vom Menschen eine Entscheidung fordert.
"In diesem Zusammenhang" sagte Kardinal Müller, "erscheint die pastorale Dimension der Bewahrung des rechten Glaubens eminent. Eine pastorale Betreuung, die wirklich im Dienst der ewigen Rettung der Menschen stehen will, erfordert eine konstante Wachsamkeit für die Reinheit des Glaubens."

Wenn es nicht so wäre, wäre sie nur eine "Wellness-und-Komfort-Pastoral", die sich an diese Schatten des new-age anhängt, die unser spirituelles Leben durchdringen und sich lediglich am physisch-psychischen "Sich-Wohlfühlen" orientiert und nicht an einer ernsten und eschatologischen Perspektive.

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 54) P. Eugen Mederlet OFM


Denn die ganze Schöpfungsgeschichte strebt hin zur Hochzeit des Lammes.

In der Taufe sind wir alle, auf diese Vermählung hin, dieser jungfräulichen Liebe Christi geweiht. Die Berufung zur Ehe kommt für die gegenwärtige Weltzeit hinzu; sie erhält aber ihre sakramentale, göttliche Kraft aus dieser jungfräulichen Vermählung mit Christus.

Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Was man in Oltretevere flüstert. A. Socci faßt zusammen

Antonio Socci faßt im "Lo Straniero" im Libero zusammen, was in Oltretevere hinter den Vaticanischen Mauern und davor leiser oder oder lauter zu den während der letzten Reise gesprochenen päpstlichen Worten gesagt wird.
Hier geht´s zum Original  : klicken

"Auch die Bergoglianer sind durch Bergoglio erschüttert (und meine Antwort an die Kirchenrechtlerin zur Ungültigkeit des Konklaves 2013)"
Es gibt zwei wichtige Botschaften, die mich aus Oltretevere erreichen. Die erste ist diese: "Im Konklave haben wir alles gesehen".
Und die zweite diese Worte, die aus dem Vatican durchsickerten : "Wir raufen uns die Haare",  von jemandem ausgesprochen, der zuerst Bergoglianer war. Sie haben einen Bezug zur letzten Reise -aber nicht nur.

EINE ENTHÜLLENDE REISE
In diesen Tagen hat es päpstliche Entgleisungen gegeben, die Lärm und Skandal verursachten: der Fausthieb für die, die "schlecht von meiner Mutter sprechen" (ein erstaunlicher Kommentar zum Massaker von Paris) und die Katholiken, die wie die Kaninchen Kinder "machen" (unglücklicherweise kein einfacher Witz, weil der gesamte Kontext fragwürdig war)
Der Vorwurf an die Frau mit den vielen Kaiserschnittentbindungen hat ebenfalls Staunen hervorgerufen: hätte sie gesagt, sie benutze die Pille und sei geschieden, hätte Bergoglio geantwortet : "who am I to judge?".
Und jedesmal "war der Flicken schlimmer als das Loch."
Der Papst ging soweit, das Evangelium als Theorie zu definieren- etwas anderes als das menschliche Leben.
Aber es kam -auch die Doktrin betreffend-noch schlimmer.

In Manila beispielsweise hatte er den geschriebenen Redetext zur Seite gelegt und sagte: "das unschuldige Leiden sei die einzige Frage, auf die es keine Antwort gibt."
Die Kirche hat immer gelehrt, daß die Antwort sehr konkret ist: es ist der Gekreuzigte, der sich alles menschliche Leid auflädt, uns erlöst und Leid und den Tod besiegt und den Menschen den Weg zur ewigen Seligkeit öffnet.
Aber Bergoglio sagt, es gäbe keine Antwort, und selbst wenn er zu glauben scheint, daß das Wort Gottes davon weniger weiß als wir: "Erst als Christus weinen konnte, hat er unser Drama verstanden".
(Eine sehr gewagte christologische These)

Einige Stunden vorher, anläßlich des Besuches in einem buddhistisichen Tempel, hat Papst Franziskus Loblieder auf die Interreligiosität gesungen, also ein Gemisch aus den verschiedenen Religionen, die er als Gnade beurteilt hat.
Das hatte es noch nie gegeben, aber das Gebet und die Anbetung in der Moschee- nach Mekka gewandt und die nachgiebige Haltung gegenüber dem Islam und dem muslimischen Terror hatte es auch noch nie gegeben,.
Der seinem großen Amt gegenüber inadäquate Mensch Bergoglio ruft bei vielen von uns Verständnis hervor, das Unvorbereitetsein macht uns sogar mitleidig, aber seine Überzeugung Papst zu sein, die bedeutet, seinen persönlichen, eigenen Ideen zuzustimmen, lösen Schmerz und Spaltung aus.
Weil es die Kirche Christi ist. Und Simon darf niemals über Petrus siegen.

Sandro Magister über die Ermahnungen Pater Charentays an die philippinischen Bischöfe, sich zügig den Erfordernissen des Zeitgeistes anzupassen.


Sandro Magister :    "Die Bischöfe der Philippinen unter Druck, geprüft und verworfen."
Hier geht´s zur englischen Version des Originals:    klicken 

"Der Jesuit Pierre de Charentay tadelt in Civilta Cattolica die Bischöfe wegen ihrer hartnäckigen Opposition gegen Gesetze zur Empfängnisverhütung, Scheidung, und HS-Ehe. Und der Papst verteidigt sie nicht.
Die Wirkung der Philippinen-Reise von Papst Franziskus auf die öffentliche Weltmeinung wurde von seiner unglücklichen Bemerkung über die "guten Katholiken", die es "nicht wie die Kaninchen machen" überschattet.

                            "Franziskus, Kinder und Kaninchen. Ein Postscriptum"

In allen päpstlichen Reden während dieser Reise, sowohl den geschriebenen als auch den aus dem Stegreif gehaltenen, kann man nur wenig über die Besonderheiten dieses einzigartigen asiatischen Landes mit einer soliden katholischen Mehrheit finden.

Apostolische Reise vom 12.-19. Januar 2015
Die Katholische Kirche brachte es wegen ihrer führenden Rolle in der friedlichen Revolution des Volkes, die dem Marcos-Regime 1986 ein Ende bereitete, weltweit bis in die Nachrichten. Aber es gibt wenig Wissen darüber, was vor und nach diesem Ereignis geschah.

Ein bekannter Jesuit hat nun diese Lücken gefüllt: der Franzose Pierre de Charentay, der frühere Präsident des Centre Sevres, dem Pariser Institut für Höhere Bildung der SJ, von 2004 bis 2012 Direktor der Zeitschrift der französischen Jesuiten "Etudes" und seit letztem Jahr Mitglied des Redaktionsteams von Civiltà Cattolica, dem Magazin der römischen Jesuiten, das unter der Leitung des Papstintimus Kardinal Spadaro mit vaticanischem Imprimatur erscheint.

In Verbindung zur Reise des Papstes veröffentlichte Pater Charentay ein Buch über die Philippinen, das Pater Lombardi, Mitbruder des Autors und Direktor der vaticanischen Pressebüros den Journalisten vor der Reise zur Lektüre empfahl und von dem man glaubt, dass der Papst es gelesen hat:
"P. de Charentay: "Die Philippinen, asiatischer und katholischer Archipel", Lessius Éditions,Namur,

Das Buch profitiert von Pater Charentays persönlicher Kenntnis der Philippinen, die er seit 1982 mehrmals besuchte und auf denen er 2013 ein ganzes Jahr verbrachte.
Und wirklich, es ist spannend zu lesen wegen seines Reichtums an präzisen historischen Rekonstruktionen, der Schärfe seiner Analysen, der Flüssigkeit des Stils und der vielen Überraschungen, die es für den Leser bereit hält.
So prangert es die Art und Weise an, in der auf den Philippinen sogar jene öffentlich entschuldigt und juristisch voll rehabilitiert werden, die schwerwiegender Verfehlungen für schuldig befunden wurden ( unten einige Beispiele)
Ebenfalls erstaunlich ist Pater Charentays Beschreibung des größten Gefängnisses, das einem großen geschlossenen Dorf ähnelt, in dem die Insassen sich relativ frei bewegen und sich selbst verwalten.

In dieser Hinsicht könnte es von Interesse sein, zu erfahren, wie Papst Franziskus diese typisch philippinische Gnadenpraxis mit der Barmherzigkeit, die das Hauptmerkmal seines Pontifikates ist, in Verbindung bringt.
In einem weiteren sehr interessanten Kapitel beschreibt Pater Charentay den kürzlichen Konflikt zwischen den Bischöfen und der Regierung über das Gesetz zur Empfängnisverhütung.

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 53) P. Eugen Mederlet OFM


Diese Liebe ist jungfräulich. Weiß man noch, was das bedeutet? Man spricht nur noch vom Zölibat und meint damit ein von der kirchlichen Hierarchie aufgedrängtes Verbot zu heiraten. Jungfräulichkeit ist kein Verbot. Jungfräulichkeit ist Liebe, und zwar nicht nur zu Jesus Christus, sondern zu den Menschen, zur ganzen Welt. Sie ist sogar die einzige göttliche, ewigbleibende Liebe.

Fortsetzung folgt.

Dienstag, 27. Januar 2015

Franziskus und die Medien

Mit Erlaubnis der bloggerin von "benoit-et-moi" geben wir hier die Übersetzung ihres Beitrages zum Thema "Die Medien und Papst Franziskus" wieder:   klicken
Als Illustration des letzten Gänswein-Interviews und im Zusammenhang mit den berühmten Karnickeln hat sie darin noch einmal einen Artikel vom Januar 2014 aktualisiert.

                                                 "Franziskus und die Medien"
"Die Worte des Papstes über die Kaninchen haben dem Szenario, das sich seit 2 Jahren in regelmäßigen Abständen wiederholt, noch mehr (als die eh schon reichlich vorhandene) Aufmerksamkeit beschert.
Angesichts der spontanen Kritiken, haben sich die üblichen diensthabenden "Feuerwehrleute" , weil diese Fälle sich häufen, von mal zu mal weniger gut gelaunt, in die Löscharbeiten gestürzt, in dem sie zum tausendsten mal beklagten, daß die Worte des Papstes aus dem Zusammenhang gerissen worden seien ( auch wenn es hier nicht auf den Zusammenhang ankam sondern auf die Ausdrucksweise) und daß die Medien absichtlich seine bewundernswerten  Reden, alle perfekt im Gleichklang mit der Lehre- verdunkeln, so auch die, die er kürzlich bekannterweise auf den Philippinen zur Familie gehalten hat ( eine ziemlich vorhersehbare Sache: der Papst DARF nicht öffentlich der Lehre widersprechen, wenn die Journalisten- selbst die religiösen- die Rede des Papstes lesen, das kann man seit langem wissen) kurz gesagt: ihr hättet verstanden, daß die Medien den Papst instrumentalisieren. Alles ist ihre  Schuld.

Nachdem ich die Behandlung, die die selben Medien Benedikt XVI  acht Jahre lang angedeihen ließen, verfolgt habe, habe ich zu dieser Frage ein eigene Idee. Die beginnt mit der simplen Feststellung, daß man die Behandlung durch die Medien, die Benedikt erlitten hat, nicht mit der durch Franziskus provozierten vergleichen kann.

Zur Zeit Benedikts XVI waren es die Medien, die jedesmal, ohne auch nur überhaupt auf die kristallklare Sicherheit seiner Lehre einzugehen, die Feuer entzündeten. Heute ist es der Papst selbst. Das ändert alles.
In dem Interview, das Georg Gänswein kürzlich einem deutschen Magazin gab, hat er starke Worte zum Verhältnis des Papstes zu den Medien gefunden:

Frage:  "Hat  Franziskus eine bessere Kontrolle der Medien als sein Vorgänger Benedikt XVI?"
Antwort "Franziskus behandelt die Medien offensiv. Er benutzt sie intensiv und direkt."
Frage: "Und auch geschickter?"
Antwort: "Ja, er benutzt sie sehr geschickt."
Man könnte nicht klarer sein.
Während einer Recherche bin ich auf eine "traditionelle" italienische Web-site gestoßen, die ich noch nicht kannte, "Una Vox" die verschiedene Beiträge verschiedener Autoren mit unterschiedlicher Zielsetzung enthält.
Unter den interessantesten Artikeln, die sich dort fanden, ist dieser, der aus dem vergangenen Januar stammt, also aus einer Zeit vor dem Februar-Konsistorium, bei dem der Papst ein ebenso überraschendes wie explizites Loblied auf Kardinal Kasper sang- und vor allem lange vor der Oktober-Synode.
Diese Erinnerung an die Chronologie macht die Analyse des Verhältnisses von Papst Franziskus zu den Medien ( gerade von Msgr. Gänswein bestätigt) anhand eines praktischen Falles umso überzeugender.
Quelle: benoît-et-moi 25.1. 2015


Das größte Geschenk Gottes an die Menschheit ...

... war die Geburt seines Sohnes und die daraus entstandene Kirche.

Dann hat er sich 1756 Jahre Zeit gelassen, um uns eine neue große Freude zu machen.

Am 27. Januar 1756 kam in Salzburg der bisher unerreichte Wolfgang Amadeus Mozart zur Welt.
Bereits im Alter von 4 Jahren fing er an zu komponieren, seine erste Messe schrieb er mit 12.
Das war die Missa Brevis in G, KV 49.

Hier ist das Gloria für das Geburtstagskind:

Montag, 26. Januar 2015

Es gibt so Tage

da braucht's des einfach.




Neue Angriffswelle der Kasperfront

Matteo Matzuzzi kommentiert die neue Angriffswelle der Kasperfront.
Hier geht´s zum Original bei La Nuova Bussola Quotidiana:     klicken

"Das Szenario ist das selbe wie vor einem Jahr: die Weihnachtsfeierlichkeiten und der Jahresbeginn sind vorbei, die Front der Erneuerer, die eine Änderung der bisher in der Katholischen Kirche gültigen Familiepastoral wünschen, läßt wieder die Muskeln spielen.
Zeitgleich mit einigen ihrer illustresten und abgehärtetsten Exponenten.
Der Unterschied ist, das dieses mal sehr viel mehr auf dem Spiel steht:  nach der Synoden im kommenden Oktober kommt der Augenblick der Wahrheit und die Zeit einen Schluss zu ziehen.
Und das wird der Papst tun, niemand anderes.
Schließlich sagte der Generalsekretär der Synode, Kardinal L.Baldisseri vor einigen Tagen in "Avvenire" : "Wir denken, daß diese Periode zwischen den beiden Synoden die wichtigste ist."
Vor einem Jahr war es Kardinal Walter Kasper, der mit seiner Relatio von theologischem Zuschnitt vor dem im Konsistorium versammelten Kardinalskollegium den Tanz eröffnete. Keine Antwort-aber so viele Fragen-hatte der deutsche Purpurtäger, auch wenn die Ausrichtung seiner Thesen ausreichend klar war und das nicht nur, weil Kasper zu  diesem Thema bereits vor 20 Jahren das Seine gesagt hatte.

Dieses mal war es Kardinal Reinhard Marx, dem Erzbischof von München-Freising und Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz vorbehalten, die alte Einladung aus den 90-er Jahren auf den Tisch zu legen.
In einem ausführlichen Interview in der in den USA herausgegeben Zeitschrift der Gesellschaft Jesu, "America", hat er die Probleme weiter gefaßt: es handelt sich nicht nur darum, zu entscheiden, den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu erteilen , notwendig sei auch, so sagte er, "einen Sack voller Arbeit auf dem Gebiet der Theologie abzuarbeiten"
Um das Konzept klarer zu machen, erklärte Marx, daß es die Theologie der Ehe sei, die unter das Mikroskop der Synodenväter gelegt werden müsse: "Ich bin erstaunt, daß einige sagen, daß auf diesem Gebiet alles klar ist. Die Sachen sind nicht klar. Es ist nicht so, daß die Lehre der Kirche von der modernen Zeit bestimmt werden muß, aber es ist eine Frage des aggiornamento, um einen Begriff zhu wählen, den die Leute verstehen."
Es sei also nötig "unsere Lehre dem Evangelium und der Theologie anzupassen, so daß wir auf neue Weise den Sinn dessen, was Jesus gesagt hat, und die Bedeutung der Tradition in der Kirche und der Theologie finden usw. Es gibt viel zu tun."

Ein Mann wie Bayern - zum Tod von Georg Lohmeier.

"Am meisten wünsche ich mir eine Rückkehr zur lateinischen Liturgie...." antwortete Georg Lohmeier auf eine Interviewfrage.

Zeit seines Lebens war der Kirche eng verbunden und wollte zunächst sogar selbst Priester werden. Doch vor der niederen Weihe hat er sich anders entschlossen und begann Theaterwissenschaften zu studieren.
Er blieb aber seinem Freisinger Studienkollegen und Freund Josef Ratzinger verbunden - auch als er Papst wurde.

Das Bayerische Fernsehen hat ein sehr schönes Portrait des großen Königstreuen zusammengestellt: Klicken

Die Münchner Kirchennachrichten ehren den Verstorbenen mit einem schönen Beitrag, der sein Verhältnis zur Kirche und seine Freundschaft mit den Ratzinger-Brüdern beleuchtet. Schön ist vor allem das Bild von der Verleihung des Valentin-Ordens.

R.I.P. Georg Lohmeier. Möge ein schönes lateinisches Requiem seinen Weg in den Himmel der Bayern begleiten.

Fundstück heute im New Yorker Stadtrat: " Was wir hier heute gesehen haben, war nackter, blinder Judenhass! "

Anläßlich des 70.Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wurde im New Yorker Stadtrat über eine Resolution-auch zu Ehren der dort ermordeten Juden- debattiert. Das konnten eine Gruppe von sogenannten "Aktivisten" nicht widerspruchslos ertragen und fühlte sich genötigt, mit Pöbeln und Schreien und dem Schwenken von Spruchbändern und palästinensischen Fahnen die Sitzung zu stören und das Andenken der Ermordeten zu verunglimpfen.
Auch wenn diese "Aktivisten" auf Nachfrage eine prinzipielle Judenfeindlichkeit immer leugnen und Rassismus nur als gegen sie- als ewige Opfer irgendwelcher finsteren Mächte-gerichtet sehen: jetzt haben sie vielleicht ungewollt der Welt bewiesen, wie es wirklich darum bestellt ist.
Die Wurzel zu dieser Judenfeindlichkleit, die die Araber im Nahen Osten schon mit den Nazis ( wir denken da an die Zusammenarbeit des Großmuftis von Jerusalem mit Hitler & Co zwecks Vernichtung der Juden im Hl. Land) gemeinsam hatten, liegt in den Hadithen (z.B. XXVIII, 18) zum Koran begründet, in denen ganz unverblümt vom Töten der Juden, wo man ihrer habhaft wird, gesprochen wird, heute in einer unguten Liaison mit einer islamophilen aber antisemitischen politischen Linken (die damit nicht hinter dem Berg halten, wie z.B. Boykottaufrufe à la "kauft nicht bei Israelis" beweisen).
Der demokratische New Yorker Stadtrat David Greenfield hielt daraufhin eine Rede, die elsa und blogger "tapferimnirgendwo" bereits veröffentlicht und verlinkt haben:      klicken    und   klicken

Hier der Redetext von David Greenberg

“Ich zittere am ganzen Leib. Ich bin wütend. Ich sage aber auch frei heraus: Ich bin froh darüber, was wir hier heute zu sehen bekommen haben.

Seit Wochen hören wir immer wieder die selben Beteuerungen: “Nein, wir hassen Juden nicht. Wir mögen nur den Staat Israel nicht. Wir haben kein Problem mit Juden. Wir wollen nur nicht, dass ihr nach Israel geht!” Wir wissen aber, dass das nicht der eigentliche Kern der Aussage ist. Heute wurde es bewiesen!

Während wir über eine Resolution gesprochen haben, die sich mit den Morden an 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz-Birkenau beschäftigt, ich möchte betonen, neunzig Prozent davon waren jüdisch, aber die anderen zehn Prozent waren politische Dissidenten, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, dies waren die Menschen, die alle gemeinsam in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden, während wir darüber gesprochen haben, besaßen diese Leute die Frechheit, die Chuzpe, die Verwegenheit, die Flagge Palästinas zu entfalten und uns anzubrüllen, während wir über Auschwitz sprachen!


Sonntag, 25. Januar 2015

Kardinal Maradiaga: Unumkehrbare Reformen.....

Kardinal Oscar A. Maradiaga, Koordinator des päpstlichen Kardinalsrates, hat in einer Rede in Silicon Valley die von Papst Franziskus beabsichtigte Totalreform der Kirche beschrieben. Dabei hat er auf einen eigenen Text zum Thema zurück gegriffen ("Die Kirche der Gnade mit Papst Franziskus") und läßt keinen Zweifel daran, daß die geplante "Erneuerung der Kirche" in jeder Hinsicht eine totale, unumkehrbare und unkorrigierbare werden soll. rorate-caeli berichtet: klicken

"Es gibt keine wahre kirchliche Erneuerung ohne Transformation der Institutionen, der Qualität und des Schwerpunktes ihrer Aktivität, der Mystik und der Spiritualität. Üblicherweise beginnen Erneuerungen mit den pastoralen Aktivitäten. Weil dort das Auseinanderklaffen eines bestimmten Kirchenmodells und der Realität zuerst erfahren wird. Die Missionare, die Evangelisierer an den Rändern der Kirche erfahren als Erste die Unzulänglichkeit der traditionellen Wege, die Kritik der Pastoral beginnt mit der Erfahrung der Mission in der Peripherie. Änderungen und Anpassungen beginnen dort.

Nach dem II. Vaticanischen Konzil ändern sich die Methoden und Inhalte der Evangelisierung und die Christliche Erziehung. Die Liturgie ändert sich, örtliche Sprachen werden eingeführt, einige Rituale und Symbole wechseln, Maßnahmen für eine größere Teilnahme usw. werden ergriffen.
Die Missionsperspektive ändert sich, der Missionar muß die Kultur, die menschliche Situation kennen, der Missionar muß einen Missionierungsdialog auf diesen Realitäten aufbauen. Das Soziale Handeln ändert sich, es ist nicht länger nur Wohltätigkeit und Entwicklungsdienst sondern auch der Kampf um Gerechtigkeit, Menschenrechte und Befreiung.
Um eine christliche Kohärenz zu erreichen, werden einige institutionelle und organisatorische Änderungen gleichzeitig angedacht, neue Funktionen brauchen passende Institutionen.

Anullierung? Scheidung? und die Lehre von den Sakramenten

Angeregt durch diesen Beitrag hier von Clamormeus, habe ich mir so meine Gedanken gemacht zur anvisierten Erleichterung der Annullierung der Ehe, die ja nicht, wie Luther das so dachte, ein weltlich Ding sei, sondern Sakrament, etwas was aus der Seitenwunde Christi gekommen ist, wie die gesamte Kirche und deshalb gesegnet ist, jedoch vom Kreuz, was man halt merkt und heutzutage nicht will, aber das ist soooo originell  nun auch wieder nicht.
Bloggerkollegin Frischer Wind stellt dann auch dort klar wie das mit den Sakramenten so ist, die wirken nämlich immer, auch wenn der Empfänger nicht die volle Einsicht hat

 Katechismus der katholischen Kirche:
1128 Dies ist der Sinn der Aussage der Kirche [Vgl. K. v. Trient: DS 1608], daß die Sakramente ex opere operato [wörtlich: „aufgrund der vollzogenen Handlung”] wirken. Das heißt, sie wirken kraft des ein für allemal vollbrachten Heilswerkes Christi. Daraus folgt: „Das Sakrament wird nicht durch die Gerechtigkeit des Menschen, der [das Sakrament] spendet oder empfängt, sondern durch die Kraft Gottes vollzogen” (Thomas v. A., s. th. 3,68,8). Sobald ein Sakrament der Absicht der Kirche gemäß gefeiert wird, wirkt in ihm und durch es die Macht Christi und seines Geistes, unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Spenders. (…)


Ich muss ehrlich sagen, seitdem ich die Diskussion verfolge, frage ich mich, wie das denn nun ist mit den Sakramenten?
Weil ich bislang dachte, wenn man ein Sakrament unrechtmäßig empfinge, dann würde man sich dadurch versündigen, außer wenn man Opfer arglistiger Täuschung würde, wobei sich dann der arglistig Täuschende versündigte.

"Anathema contra cuniculum?" ...oder die glücklichen Kaninchen

                            "Lieber Papst, wir Kaninchen  sind so glücklich....."
So überschreibt A.Zambrano seinen Artikel in La Nuova Bussola Quotidiano      klicken    und fährt dann so fort:

"Ich bin ein verantwortungsloses Kaninchen. Und um die Wahrheit zu sagen, schäme ich mich dessen nicht, weil ich mein ganzes Eheleben damit zugebracht habe, mit meiner Frau als schuldhafter Komplizin, die Kinder zu empfangen, die Gott uns gegeben hat, nach der einfachen kleinen, heute so aus der Mode gekommenen Formel.

Ich habe auch wirkliche Kaninchenfreunde, und vor zwei Jahren habe ich unter dem Holzhaus der Kinder im Garten einen Nestplatz für Kaninchen gebaut, die hier wie durch Osmose erschienen sind, sie sind offensichtlich angezogen worden.

Es-ist-schwer-sage-ich, während ich am Computer arbeite und gleichzeitig die Abnahme unseres Bankkontos beobachte, dann das Thermometer aus dem Ohr von Nr 3, Gabriele, nehme, meine Schuhe anziehe, um Nr.4, Giovannino, der an eine Liebe aus dem 18. JH erinnert, zu holen, nachdem ich im Vorübergehen den Tanzkursus von Nr. 2, meinem Liebling, den mir niemand anfaßt!-geregelt und die Laborergebnissse für Nr.1, den wir schon zu 3/4 bei Rui Costa spielen sehen, abzuholen.

Es ist schwer, aber es ist schön, so schön, daß ich mir ein Einzelgängerleben ohne das Geschrei, die ausgerissenen Haare, die auf dem Sofa ausgebreitet liegen, wie von einem hyperaktiven Verrückten (der an Manuel Neuer erinnert), nicht vorstellen kann.
Diese Operation multitasking bewältigt meine Frau besser als ich, sie beklagt sich, stöhnt, aber man sieht, daß ihr Leben erfüllt und nicht durch Überfluss "besetzt" ist. Sie ist eine wunderbare Kaninchen-Frau, die sich mit extremer Ungezwungenheit zwischen Arbeit und der kitchenaid aufteilt. Die Friseurin läßt sie ins Haus kommen und wenn sie sich eine Stunde Shopping gönnt, dann nicht, um mit einer Tüte von Furla wieder zu kommen sondern mit Paketen à 3x2 Frotteesocken.

Sie sagt, daß sie so wie es ist, glücklich ist: eine Kaninchenfrau ohne Strumpfband, glücklich und verantwortungslos. Pizza essen wir höchstens einmal im Monat, und nie in der Pizzeria, weil wir Krachmacher sind und die Nachbarn uns wie Marsmenschen ansehen, aber wenn es passiert, ist es ein Fest.

Samstag, 24. Januar 2015

Kehrwoche: Neue Sitten in Rom?

Der Gipfel der Bescheidenheit: Wie ein Preiß zum Schwaben wird.




Wir erleben es ja täglich und andauernd. Seit der Papst seine "Bescheidenheit" zum hehren Ziel erklärt hat, ist er auch Vorbild für die anderen. Wie wir es ja immer mal wieder mitbekommen, ist ja in Rom ein richtiger Wettstreit ausgebrochen, wer denn nun der Bescheidenste von allen ist. Offensichtlich verteilt der Papst persönlich (in der nächsten Weihnachtsansprache) die Bescheidenheitspünktchen und deshalb will niemand am Ende der Tabelle landen.
Besonders hervor tut sich da unser Münchner Erzbischof, der manchmal den Verdacht erweckt, dass ihm dieses schicke München mit all seinem Glanz und all seiner Pracht eigentlich gar nicht mehr genehm ist. Zudem muss er noch in all diesen prachtvoll barocken Münchner Kirchen die heilige Messe feiern, in einem Rokoko-Palais wohnen, sich in einem 7er umherfahren lassen ... Harte Zeiten, wenn doch grade das Gegenteil en vogue ist. Was also tun?