Donnerstag, 20. November 2014

Marco Tosatti: "Benedikt kommt nicht des Weges und betätigt die Löschtaste..... "

Auch Marco Tosatti  Seniorvaticanist bei LaStampa befaßt sich mit dem Thema & den Hintergründen des Mikrohypes.  Hier geht´s zum Original:   klicken

"Benedikt geht nicht umher und löscht Texte....."
"In den gesammelten Werken des Papa emeritus wurde ein Aufsatz  des jungen Theologen J. Ratzingers aus dem Jahr 1972 ohne eine Passage veröffentlicht, die auf die Möglichkeit der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene Bezug nimmt.

Diese Löschung ist interessant, weil die Passage oft von Kardinal Kasper zitiert worden ist, einem, wie man bei der Synode feststellen konnte, begeisterten Anwalt für die Wiederzulassung der Geschiedenen zur Eucharistie.

Nach der Irish Times, ist Father Vincent Twomey  klicken  ( ein Theologe, der bei Professor Ratzinger studierte) der Ansicht, daß diese editorielle Veränderung wichtig ist. Der Theologe glaubt, daß der emeritierte Papst nicht möchte, daß seine Ideen als junger Theologen, die er weder als Präfekt der Glaubenskongregation noch als Papst jemals wiederholte, manipuliert werden.

Im Originaltext von 1972 schrieb der damalige Priester Joseph Ratzinger, daß die Ehe in den Augen der Katholischen Kirche unauflöslich ist. Daß jedoch- "wenn eine zweite Ehe moralische und ethische Dimensionen zeige und im Geist des Glaubens gelebt werde- mit moralischen Verpflichtungen gegenüber der Ehefrau und Kindern,-nach einer Zeit der Prüfung- eine Zulassung zum Empfang der Kommunion  nicht mehr als fair sei und ganz auf der Linie der Tradition."

Nach Twomey ist das Weglassen dieser Passage "ein wichtiger Versuch Benedikts, sicher zu stellen, daß seine in einem anderen Zusammenhang geschriebenen Worte nicht gegen ihn verwendet werden können."
Quelle: Marco Tosatti, LaStampa

Die Irish Times zitiert Father Twomey weiter: "Theologen müssen die Freiheit haben, an die Grenzen zu gehen, wie Ratzinger vor 42 Jahren. Seine (jetzige) Position ist eine ganz andere, aber seinem damaligen statement ist durch seine spätere Stellung als Papst jetzt größere Autorität verliehen worden."
Quelle Irish Times, Father Vincent Twomey

Und unterstreicht damit, das Recht des Emeritus sich und seinen frühen Text vor der Nutzung und Manipulation durch andere zu schützen. Dass das sehr wohl nötig ist, haben wir ja in den letzten Tagen mehr als deutlich sehen können. Und dass der Emeritus das nun verhindert hat, erklärt die Wutausbrüche sowohl seiner notorischen Feinde als auch der aktuell Erneuerungswütigen nebst ihren willfährigen Presseorganen.

Cui bono? Zufall oder Plan?

Riccardo Cascioli setzt sich bei La Nuova Bussola Quotidiana mit dem in deutschen Landen ( wo sonst? möchte man fragen) entfachten Mikrohype um die Textänderung in einem theologischen Text des damaligen Professors Ratzinger auseinander, der dieser Tage im Rahmen der Gesamtausgabe aller Ratzinger-Schriften veröffentlicht wurde.   klicken
Aber auch in Italien gibt es Interessierte, die dem Ganzen ihre ganz eigene Richtung geben wollen.


 "Die wiederverheirateten Geschiedenen, niemand sollte versuchen, Benedetto hineinzuziehen."

"Zufall oder gezielt gewollt? Schwer zu beantworten, aber die Veröffentlichung eines Bandes, der alle Schriften Kardinal Ratzingers-Papst Benedettos vereint-erscheint wie eine glasklare Antwort auf die Versuche ihn für die Kasper"Partei" zu rekrutieren, die die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion anstrebt.
Passiert ist Folgendes: als "junger" Theologe hat Professor Ratzinger 1972 einen Artikel geschrieben, in dem er- auch wenn er bekräftigt die Unauflöslichkeit der Ehe nicht zur Diskussion zu stellen-, sich der Möglichkeit öffnet, sie dann zur Kommunion zuzulassen, wenn sie " in einer zweiten Ehe leben, die bewiesen hat, moralisch und ethisch "auf der Höhe" zu sein, die "in Glauben und Treue gelebt wird" mit "moralischen Verpflichtungen gegenüber Kindern und Ehepartner" .
Diese Passagen wurden auch von Kardinal Kasper bei der Vorbereitung zur Synode zur Unterstützung seiner Postion zitiert.
Aber nun die Überraschung: im gerade erschienenen Band der gesammelten Schriften Ratzingers ist dieser Artikel vom Autor dahingehend revidiert worden, daß er zu einer anderen Schlussfolgerung kommt- wie die deutsche Tageszeitung "Süddeutsche" berichtet- und nun vielmehr dazu einlädt, verstärkt über die Annullierungsprozesse nachzudenken.

Für die deutsche Zeitung handelt es sich dabei um eine Antwort Benedikts XVI an Kardinal Kasper, um sich nicht instrumentalisieren zu lassen aber auch eine Wortmeldung- wenn auch eine indirekte-zur Debatte, die die Kirche erhitzt, obwohl er bei seinem Rücktritt versprochen habe, zu schweigen.
Darüber hinaus habe er sich bereits kürzlich mit einer Botschaft an die Päpstliche Urbania-Universiät und die Teilnehmer der Pilgerfahrt "Summorum Pontificum" zu Wort gemeldet, mit sehr gewichtigen Worten, sei es zur Bedeutung der Mission sei es zur Teilnahme an der Messe nach dem Usus Antiquior. Es handele sich also um Äußerungen, deren Bedeutung sicher mit Aufmerksamkeit gewichtet würde.

Aber zurück zu den fraglichen Behauptungen. Die Revidierung des Artikels von 1972 hat mehr Beweiskraft für ein Manöver der Unterstützer einer Änderung der Ehedoktrin ( als pastoraler Weg maskiert), das zu zeigen versucht, daß auch Papst Benedikt die von Kasper & co beschworenen Öffnungen gewollt hätte.


Barmherzigkeit! Kardinal Kasper übernehmen Sie!

Fast wie im Mittelalter: und das mitten in Deutschland.


Wo laufen sie denn? Wo sind sie hin, die Barmherzigkeitsprediger der letzten Tage? Haben die das etwa noch nicht gehört oder waren die Medien noch nicht laut genug?

Ungeheuerliche Sachen tragen sich zu - und das beim Bundesverfassungsgericht.

Das Thema ist kurz erklärt: Da hat ein Chefarzt eines katholischen Krankenhauses mal wieder nicht wahrgenommen, dass er für ein katholisches Krankenhaus arbeitet. Viele Angestellte in diesen Krankenhäusern bestätigen ja gerne, dass sie das dortige Arbeitsklima als angenehmer empfinden. Da arbeitet man natürlich gerne - und denkt weniger darüber nach, dass man sich dann eben auch mit den Regeln der Kirche einverstanden erklären muss.
So ging es wohl auch dem Chefarzt. Alles war gut. Bis er seine zweite Frau geheiratet hat. Macht doch heute fast jeder, dachte er sich wohl. Als die Kirche ihm dann wegen eines Verstoßes gegen das sechste Gebot kündigte, klagte der Arzt. Er bekam Recht - in allen Instanzen. Doch diesmal lief es anders. Die Kirche hat sich wohl nicht von den Klagen irritieren lassen und es auf ein Grundsatzurteil vor dem BVG ankommen lassen. Und bekam recht. Denn noch ist es in unserem Grundgesetz festgeschrieben:  "...das Bundesverfassungsgericht hat die kirchlichen Sonderbestimmungen beim Arbeitsrecht bestätigt. Danach ist es den Kirchen weiter möglich, ihren Mitarbeitern aus sittlich-moralischen Gründen zu kündigen." 

Tweet zum Tage

67 Jahre verheiratet:


Congratulations, Your Majesty



Ein alter Text von Professor Ratzinger darüber was Glauben ist und die aktuelle Lage der Kirche.

Eines der katholischsten Wörter, die es gibt, ist das berühmte "et...et", auf deutsch. "sowohl als auch".
Ich erinnere mich, wie ich mal stundenlang beim Augenarzt saß und dann aus lauter Verzweiflung Spiegel las, wo Augstein himself seine Probleme mit der Kreuzigung Jesu kund und zu wissen tat.
Damals hatte ich mit Glauben nun nicht gerade viel am Hut, aber Augstein himself ritt darauf herum, dass Jesus mal so mal so reden würde, einerseits stolz und sicher  sagen würde "ich habe Macht mein Leben hinzugeben und Macht es wieder zu nehmen" und dann am Kreuz sagen würde "Mein Gott, mein Gott, warum hast du   mich verlassen" deshalb schloss Augstein messerscharf, gab es Jesus nicht und die Schrift ist nur ne Sammlung von widersprüchlichen Texten, wobei es  erst ihn, den Rudolf brauchte, bis das mal einer merkt. .

Ich weiß noch, wie ich dachte "nee Junge, das ist zu billig, du weißt genau, dass bei Katholens et...et gilt, und gerade bei Jesus, dem Christus, er ist Gott und hat gelitten wie der letzte Mensch, das ist das Geheimnis unserer Erlösung und ein Geheimnis von der Sorte, dem man sich nur auf dem Weg des et...et, oder eben des, im Grunde, absurden, nähern kann.
Absurd so verstanden, dass der Schöpfer aller Dinge Kind im Stall wird, und am Kreuz stirbt. "er, durch den alles geworden ist, in dem das Leben, dass das Licht der Menschen ist, war. Der, der  kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf..." wie es zusammengefasst im Prolog des Johannesevangeliums heißt. Absurd, unfassbar, unmöglich.

Ähnlich verhält es sich mit dem Glauben anundfürsich.
Glauben bedeutet " Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht." heißt es üblicherweise.
Jedesmal, wenn ich drüber nachdenke, was Glaube eigentlich sein soll, und wie es mit meinem eigenen bisweilen aussieht, denk ich "O du mein Gott!"
Professor Ratzinger, beschreibt Glaube jedoch in seiner "Einführung in das Christentum" anders.
Ganz am Anfang reflektiert der Professor auf ein Buch, das ich nie gelesen habe, Titel "Der seidene Schuh" von Claudel.
Die Schlüsselstelle ist, wo ein schiffbrüchiger  Missionar, an einen Balken gebunden auf dem Ozean treibt.
Und der zugehörige Schlüsselsatz lautet:
"Ans Kreuz geheftet - das Kreuz aber an nichts geheftet - treibend über dem Abgrund"
Das sei, so Professor Ratzinger, die Situation des Glaubenden.

Mittwoch, 19. November 2014

Mit freundlichen Grüßen an Kardinal Kasper aus Accra/ Ghana

In Accra ist nach mehrtägiger Gebetsvorbereitung die diesjährige Vollversammlung der Katholischen Bischöfe Ghanas zum Thema: "Herausforderungen in der Familienpastoral im Rahmen der Evangelisierung " -explizit mit Blick auf die Synode in Rom-zuende gegangen. Die Bischöfe haben ein Abschlusspapier veröffentlicht, in dem sie ihren Standpunkt zum Thema Ehe und Familie festgelegt und klar zum Ausdruck gebracht haben. Das kann man hier lesen:  klicken

Vielleicht findet ja der em. Kurienkardinal mit seiner aparten Einschätzung des afrikanischen Episkopates doch ein bißchen Zeit, um den Text zu lesen. Wenn nicht, würde wohl auch dieser Ausschnitt genügen:

"Die immerwährende und unveränderliche Lehre zur Familie basiert auf der Natur des Menschen aber besonders auf der Schrift und namentlich auf der heiligen Überlieferung, daß Gott die Ehe zwischen Mann und Frau stiftete, als er "sie als Mann und Frau schuf und sie segnete". Gott plante auch, daß die Ehe offen für das Leben sei: "Er segnete sie und sagte: seid fruchtbar und vermehrt euch" ( Gen. 1, 27-28)
Außerdem legte Gott fest, daß die Ehe unauflöslich sein solle- wie Jesus bekräftigte " Was Gott verbunden hat soll der Mensch nicht trennen." (Matt.19,6)"

und das noch

"Die Philosophie des Relativismus und die Familie"
Wir erleben das Entstehen einer neuen Realität, die den Menschen als freies Individuum mit dem Recht, alles, was immer ihm/ihr gefällt, zu tun, definiert.Unglücklicherweise ist diese Realität auch in das traditionelle Christliche Konzept der Familie vorgedrungen, und redefiniert die Ehe als eine freie Verbindung zwischen 2 beliebigen Personen, die sich zueinander hingezogen fühlen, ob sie gleichen Geschlechts sind oder nicht. Diese "neue Realität" rät den Menschen, ihren sexuellen Gefühlen auf jede erdenkliche Weise freien Ausdruck zu verleihen. Einige Leute unterdrücken die Worte "Ehemann und Ehefrau" , "Vater" und "Mutter" zugunsten solcher Ausdrücke wie Partner, Gefährte etc. 

Die angestrebte Neudefinierung dieser Wort verzerrt und überschattet die wahre Bedeutung der Ehe." (.....)Quelle: rorate caeli,   Catholic Bishops Issue 2014 Communique in Accra

Einfach cool, diese Amerikaner!

Mehr als 1 m Schnee innerhalb von Stunden




Ein echter Horrorfilm und nix für schwache Nerven...

Tagebuch: Der 19. November 1980

war ebenfalls ein Buß- und Bettag und genau so grau, kalt und regnerisch wie heute.
Ich kann mich noch gut erinnern. Damals war der Buß- und Bettag in ganz Deutschland ein Feiertag, nur in Bayern nicht.
Wir mussten also ins Büro, während unsere Firmenzentrale außerhalb Bayerns Feiertag hatte.
Deshalb hatten wir auch viel Zeit, an diesem besonderen 19. November an einem ganz besonderen Ereignis teilzunehmen:

Bild: Screenshot aus der Münchner Stadtchronik via
Muenchener Stadtportal
Auf der anderen Straßenseite wurde ein Großereignis gefeiert - Johannes Paul II besuchte erstmals Deutschland und an diesem Buß- und Bettag feierte er eine heilige Messe auf der Theresienwiese. Mehr als 500.000 Menschen machten sich auf den Weg. Und es war massig voll fast überall in der Innenstadt.

Unser Mädelsteam (alle Protestanten), hatte natürlich gar keine richtige Ahnung, was da so gefeiert wurde. Wir wussten alle nichts über "katholisch". Zwar war der Kardinal Ratzinger eine echte Respektsperson in München, man kannte ihn also - auch wenn man von der Kirche sonst nichts wusste. Trotzdem war es ein Großereignis, von dem niemand unberührt blieb, und Johannes Paul II war ja eine echte Sensation. Zum Glück hatten wir einen Fernseher im Büro stehen (der BR übertrug live) und so konnten wir uns das, was auf der anderen Straßenseite passierte, gemütlich ins "Wohnzimmer" holen. Ausgestattet mit Gebäck, Kaffee und Sekt versprach es ein netter Nachmittag zu werden.

Und - nach nunmehr 34 Jahren ist mir immer noch alles in Erinnerung, sowohl unser gemütliches Beisammensein als auch das, was sich damals auf der Theresienwiese abspielte.
Hier gibt es ein schönes Bildarchiv von der Messe: klicken - von der Ankunft in München: klicken und der Begegnung mit Künstlern: klicken
Schön zu sehen, wie relaxt es damals zuging. Johannes Paul II und Kardinal Ratzinger kamen mit dem Zug (!!! - kein Medienhype darüber!!!) in München an. Es gab keine Absperrungen, keine Polizeikontrollen (ich konnte problemlos mit dem Auto ins Büro fahren, obwohl Tausende unterwegs waren), jeder der wollte, kam auf's Messegelände (ohne Eintrittskarte)... aber das war auch alles vor dem Attentat.

Dienstag, 18. November 2014

Die große Teilung

Die große Teilung
Hauptsache es wird nicht das große Schisma   
rorate caeli hat einen polnischen Bericht klicken übersetzt:  klicken  und online gestellt, den wir mit Dank zitieren

"Der Präsident der Polnischen Bischofskonferenz: "Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene- greift die Unauflöslichkeit der Ehe an."

"Interessanterweise wiederholt der Erzbischof von Posen, Gadecki, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, dessen Präsenz und Bestimmtheit bei der Oktobersynode so wichtig waren, die selben Worte, die Kardinal George im Interview mit John Allen verwendete:
"die Differenzen innerhalb der Kirche werden jetzt so groß, die Teilung so tief, wir sprechen nicht mehr über liberal oder konservativ, aber darüber was wahr und was unwahr ist  und über die, die dem Lehramt treu oder untreu sind."

                              

In der Kirche wird diese Linie der Großen Teilung zwischen der Treue zu Unserem Herrn Jesus Christus. und seiner unveränderlichen Lehre, oder Untreue- also Verfälschung des Glaubens gezogen.
Als er mit den Journalisten sprach, erklärte der Erzbischof auch, wie das Presseamt des Hl. Stuhls versucht hat, die täglichen Pressekonferenzen während der Synode zu manipulieren.

Erzbischof Gadecki:  "Der Episkopat wird im Geiste der Familiensynode  eine Reihe von Initiativen ergreifen."

14.11.2014
"Das Problem, Menschen, die geschieden sind und in neuen Beziehungen leben, die Hl. Kommunion zu geben, kann nicht auf theologischem Gebiet  gelöst werden"- erklärte Erzbischof Gadecki während seines heutigen Treffens mit Journalisten im Sekretariat der Polnischen Bischofskonferenz.
Als ihr Vorsitzender infomierte er die Journalisten, daß die Polnische Bischöfe, die sich im November in der Abgeschiedenheit von Jasna Gora treffen, der Botschaft der III. außerordentlichen Versammlung der Bischofssynode zur Familie folgend, die im Oktober in Rom stattfand, eine Reihe von Initiativen starten werden.
Die Synode sei nur ein Beratungsgremium für den Papst , sagte er über die Kompetenz der Institution Synode sprach, die Entscheidungen aber würden durch den Hl. Vater selbst getroffen, nachdem er sich die Meinungsgäußerungen in der Synode angehört hat.
Diese Meinungen haben keinen bindenden Charakter für den Papst. Die Synode formuliert bestimmte Gedanken als Vorschläge für den Hl. Vater, dennoch bindet der Abschlusstext ihn nicht.
Die Abstimmungen während der Synode sind keine Entscheidungen mit Bedeutung für die Doktrin, sondern werden nur durchgeführt, um den Bischöfen eine tiefere, vollere gemeinsame Sichtweise zu ermöglichen," erklärte der Erzbischof von Posen.


Rührend!

Es ist fast rührend, zu sehen, wie sich die deutschen Printmedien abmühen, die Herausgabe der Werke Joseph Ratzingers zu einem Skandälchen - oder je nach Diktion - einer hochpolitischen Angelegenheit  hoch zu manipulieren. Da erinnern sich die alten, müden Recken der Kirchenfeinderedaktionen noch einmal an vergangene Zeiten, war da nicht mal der deutsche Episkopat, der so avantgardistisch und mit 68er-Ideen gegen das Lehramt aufbegehrte, immer von der bösen Inquisition zurückgepfiffen und an der Menschheitsbeglückung gehindert wurde?
Das müßte man doch noch einmal wiederholen können?
Schließlich hat einer der ganz alten Garde, Kardinal Walter Kasper, der Afrikakenner, doch der Synode eine so wundervolle Vorlage gegeben, da muss man auch als Heide in einem deutschen Blatt der gängigen ideologischen Prägung seinen Beitrag leisten!  Gedacht - getan. Die Tastaturen wurden in Anschlag gebracht, die Texte abgefeuert, merkwürdigerweise sind es immer die dezidiert heidnischen Blätter, die sich berufen fühlen, sich in innere Kirchenangelegenheiten oder Theologische Diskussionen zu mischen, und dann?
Nix - trotz aller Bemühungen: außer deutschen Spesen nix gewesen.
Interessant wäre natürlich noch die Beantwortung der Frage, wer hat die Herren Heiden, die weder an den Werken Ratzingers interessiert sind, noch sie je gelesen oder verstanden haben, von der Textüberarbeitung, die ihnen den Schaum vor den Mund treibt, informiert?

Augenbalsam und Augenhonig

Mit großem Aufwand wurde ein 3D-Film über die Vatikanischen Museum erstellt - den man ab jetzt in vielen Kinos in Großbritannien und Irland anschauen kann, hoffentlich bald auch bei uns:

Hier ist ein kurzer Einblick - Unser Highlight des Tages

Nicht die besten Freunde

Über die für die Teilnahme an der kommenden Synode nominierten US-Bischöfe hat sich bereits Marco Tosatti in La Stampa Gedanken gemacht (klicken), jetzt erfahren wir von  M. Matzuzzi in La Nuova Bussola Quotidiana mehr:   klicken

            "Al Sinodo quattro vescovi poco "amici" di Francesco"
                   "Bei der Synode 4 Bischöfe, nicht gerade Freunde des Papstes"

"Die USA gehen voran. Auch wenn noch etwas weniger als 1 Jahr bis zur ordentlichen Synode zur Familie, der die Entscheidungen des Papstes folgen werden, vergeht, haben sie bereits die 4 Bischöfe gewählt, die an der großen, im Oktober 2015 stattfindenden römischen Versammlung teilnehmen werden-immer vorausgesetzt, daß der Vatican das Paket so akzeptiert, wie es aus Baltimore losgeschickt wurde.
Die eigentlich als topsecret zu behandelnden Namen wurden von Pater Thomas Reese, Ex-Direktor von "America", bevor er 2005 wegen "unüberwindlicher Gegensätze" zum damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Joseph Ratzinger zurücktrat und der jetzt für den National Catholic Reporter kommentiert ( the fishwrap, wie das Blatt von vielen genannt wird), enthüllt.

Die 4 Gewählten sind Joseph Kurtz, Daniel DiNardo, Charles Chaput und José Gomez.
War die Wahl der ersten beiden eine spontane, weil sie aktuell, im laufenden Dreijahreszyklus, Präsident und Vizepräsident der Bischofskonferenz sind, so ist Msgr. Gomez hingegen seit 2010 Erzbischof von Los Angeles, Nachfolger des liberalen Roger Mahony, der die größte Diözese der USA ( 4 Millionen Gläubige) leitet, Mittelpunkt der großen hispanischen Gemeinschaft. 1951 in Mexiko geboren, ist er in der Kirchen-Hierarchie schnell aufgestiegen: 2001 Weihbischof von Denver, 2005 Erzbischof von San Antonio, dann der Ruf nach Kalifornien. Er ist Mitglied des Opus Dei ( Spiegel, SZ-Mitarbeiter et al müssen jetzt mal ganz tapfer sein. Er ist ja weit weg und auch kein Albino!).

Montag, 17. November 2014

Wer mit 17 kein Sozi ist, hat kein Herz - wer mit 40 immer noch einer ist, keinen Verstand.

Ja, ich weiß, der Spruch ist soooo alt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er wahr ist.

Wir kennen sie ja alle, diese vor sich hinpubertierenden Alt-68er, die uns täglich Beweise für die Richtigkeit dieser Aussage liefern.  Heutiges Beispiel: Matthias Drobinski, seines Zeichens SZ-Redakteur (er würde ja nicht eingestellt, wenn er kein Linker wäre), zuständig u.a. für die katholische Kirche.
Und wenn so älter gewordene Linke sich dann so umschauen in der Welt, können sie es gar nicht fassen, dass tatsächlich auch Menschen gibt, die einen Verstand haben und diesen auch benutzen.
Deshalb konnte ein Artikel wie dieser auch nur von einem SZ-Redakteur kommen.
Sozis schließen halt von sich auf andere und dann passiert das schon mal, dass man über das eigene kleine Denken nicht hinauskommt.
Deshalb ist es für Herrn Drobinski wahrscheinlich auch gar nicht vorstellbar, dass ein Mann wie Papst Benedikt im Laufe seines Lebens neue Erkenntnisse gewinnt und deshalb dazu steht, dass er seine Sicht auf die Dinge eben geändert hat.

Zu schade aber auch, dass der Strohhalm, an den sich die Kasper-Fraktion (inkl. der sie unterstützenden Medien) geklammert hat, jetzt einfach weg ist. Als Josef Ratzinger diesen Text 1972 schrieb, konnte er wahrscheinlich auch nicht ahnen, dass es einmal eine Zeit geben würde, in der die Ehescheidung fast so normal ist wie die Eheschließung.

Benedikt XVI hat einfach von seinem Recht an der eigenen Arbeit Gebrauch gemacht und den Text an sein heutiges Denken angepasst. Wir können das gut verstehen, dass er den Gebots-Abschaffern nicht auch noch Munition liefern will.

Es braut sich was zusammen.

Marco Tosatti schreibt in La Stampa über das Treffen der italienischen Bischöfe in Assisi:      klicken

                            " FFI,  achtet auf die Flüchtlinge!"

"Ein Vorkommnis, das außerhalb der Treffen der Italienischen Bischofskonferenz in Assisi beobachtet wurde, ist sicher sekundär, aber bezeichnend für die Atmosphäre. Nicht gerade idyllisch.

Fakt ist folgendes: wer dort zwischen den Bischöfen herumging und an den Kirchenmeetings teilnahm, war kein anderer als Pater Fidenzio Volpi, der Vaticanische Kommissar für das Institut der FFI. Der Grund für die Anwesenheit des Kommissars war nicht der Zufall.

Nach dem, was die höchst vertrauenswürdigen Quellen berichten, näherte sich Volpi mal dem einen dann dem anderen Bischof, um -sagen wir mal - ihnen davon abzuraten, die FFI-Flüchtlinge in ihrer Diözese willkommen zu heißen, die sich in der neuen, vom Kommissar, besonders aber von seinem Sekretär und Sprecher, Pater Alonso Bruno eingesetzten Leitung des Ordens nicht mehr wiedererkennen

Wie hier und andernorts schon erwähnt, sticht die Intervention bei den FFI einerseits hervor durch die Verschwommenheit der Motivation- in Wirklichkeit ist der konkrete Grund, aus dem die Ordenskongregation sich zu der Prozedur entschloss, niemals genannt worden- außer einer Anschuldigung einer "Kryptolefebvriánischen Drift"- und durch den Grad des inneren Konfliktes, den sie bewirkte und durch den Ernst der Reaktionen, die sie auslöste, von der diese letzte Episode Zeugnis ablegt.

Als Außenseiter frage ich mich, welcher religiöse Mensch, der sich nicht mehr in der Lage fühlt, innerhalb eines Institutes zu bleiben, dazu fast gezwungen werden muß, anstatt seinen Beitrag als Priester in einer Diözese leisten zu dürfen, in einer Zeit, in der Berufungen nicht gerade überborden. Man könnte fast scherzend sagen, daß auch sie Flüchtlinge sind. Und sich fragen, warum der Apostolische Kommissar nach Assisi geht um "Pass auf! zu diesem oder jenem Bischof zu sagen."

Können wir das schon sagen? Das Klima, in dem wir jetzt atmen, scheint kein gutes zu sein."
M.Tosatti/laStampa

Danke!!! Danke!!! Danke!!!

GOLD !!  für Papsttreue!!!!



Wir sind ja immer noch hin und weg, gerade weil das in diesen Zeiten ja ein gewaltiger Kraftakt ist.
Und deshalb freuen wir uns immer noch genau so:



Wir versprechen: Wir bleiben im Training. Wenn wir fertig sind mit dem Feiern  besonders was die aktuellen Nachrichten und heißen Gerüchte aus Rom und den italienischen Medien betrifft.
Und die Ideen werden uns nicht ausgehen. Versprochen.