Freitag, 24. März 2017

Aus der Missionsgeschichte der Jesuiten. Der Papst als Historiker- oder Schuster bleib bei deinen Leisten...?

Bronwen Catherine McShea, Historikerin mit Schwerpunkt frühe Neuzeit, hat sich mit Papst Franziskus´ vielleicht etwas verinfachenden Thesen zur Mission und den Missionaren just dieser Zeit auseinander gesetzt und kommentiert sie bei bei "First Things"
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           "PAPST FRANZISKUS ALS HISTORIKER"
Während eines freundschaftlichen Treffens mit einer ökumenischen Delegation aus Finnland am 19. Januar hat Papst Franziskus seinen Einsatz für eine Wiedervereinigung mit den Lutherischen Christen unterstrichen, in dem er eine historische These über den großen deutschen Reformator aufstellte:

"Das Ziel Martin Luthers vor 500 Jahren war, die Kirche zu erneuern, nicht sie zu spalten."

Einen Tag oder so vorher, begann in Rom das Gerücht die Runde zu machen, daß der Vatican den 500. Jahrestag der 95 Thesen Luthers durch eine spezielle Briefmarke ehren wolle.
Und davor-im vergangenen Herbst- pries der Papst Luther dafür, die Aufmerksamkeit der Kirche auf die Zentralität der Hl.Schrift zurückgeleitet zu haben und die folgende Trennung zwischen Katholiken und Lutheranern nicht auf das, was der Reformator selbst getan hatte, zurückzuführen, sondern auf jene von uns, die "in uns selbst verschlossen sind aus Angst oder Unsicherheit im Hinblick auf den Glauben, den andere mit einem anderen Akzent und einer anderen Sprache bekennen."

Der kürzliche Exkurs des Papstes in die Geschichte der frühen Neuzeit hat ihn nicht nur in das Deutschland der Reformation geführt, sondern auch nach China und Indien in den Tagen der ersten Jesuiten-Mission.
Am 24. Oktober- bei einem ausführlichen Gespräch mit den Delegierten der 36. Vollversammlung der SJ hat unser erster jesuitischer Papst das Bestreben des modernen Katholizismus, die indigenen Kulturen zu schützen mit dem eurozentrischen, imperialistischen Charakter der Kolonialzeit-Kirche verglichen und behauptet, daß während wenige Jesuiten-Missionare des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts durch den Hl. Geist klar verstanden hätten, "daß das Evangelium bei den heidnischen Völkern inkulturiert werden müsse", und diese Missionare die Ausnahme von der Regel waren:

"Denken Sie z,B. an die Erfahrung von Matteo Ricci und Roberto de Nobili. Sie waren Pioniere, aber  eine hegemoniale Wahrnehmung des Römischen Zentralismus hat dieses Experiment beendet und  unterbrochen. Er kam einem Dialog zuvor, in dem Kulturen respektiert wurden. Und das passierte,  weil sie soziale Gebräuche mit einer religiösen Hermeneutik interpretierten Respekt für die  Toten....wurde mit Götzenanbetung verwechselt."

Erst vor kurzem schlug Franziskus vor, die Kirchenführer sollten zu einem "größeren Bewußtsein ...für indigene Völker kommen, um Ausdruck und Kultur jedes von ihnen zu unterstützen."

Als Christ des 21. Jahrhunderts applaudiere ich und bete um Erfolg für die fortgesetzten Bemühungen des Papstes, von Lutheranern, Katholiken und anderen, die Jesus Christus bekennen, sich um die Wiedervereinigung im Geist des Gebetes und der Wahrheit zu bemühen.
Ich teile auch die Sorgen des Papstes, daß die christliche Evangelisierung die reichen, diversen Kulturen hüten und stärken sollten, besonders angesichts des oft brutalen Vorgehens der Globalisierung.

Aber als Historikerin, mit besonderem Schwerpunkt für die Welt der Frühen Moderne, die von Luther und den frühen Jesuiten-Missionaren bewohnt wurde, zucke ich bei den historischen Formulierungen des Papstes zusammen.
Sie werden den Hauptakteuren und den beteiligten Faktoren nicht gerecht. Sie instrumentalisieren die Geschichte eher, als daß sie eine rezeptive Haltung gegenüber den Lehren aus der Geschichte einnehmen, um die Agenda des aktuellen Augenblicks voran zu bringen. 
Während solche Äußerungen harmlos wären, wären sie in einer meiner Einführungsvorlseungen vorgekommen, erfordern sie eine respektvolle Kritik, wenn sie von einem Mann geäußert werden, der den Titel und das Siegel des Summus Pontifex der Universalen Kirche trägt.


Donnerstag, 23. März 2017

Gott weiß!

Gestern habe ich mir meinen Frust etwas von der Seele geschrieben 
und die heutige Lesung ist wie eine Antwort darauf:

Selbige Lesung lautet:

Denn ich habe zu euren Vätern zur Zeit, da ich sie aus dem Lande Ägypten führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern;
23. sondern dies habe ich ihnen anbefohlen und gesprochen: Höret auf meine Stimme, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt in allem auf dem Wege, den ich euch geboten, auf dass es euch wohl gehe!20
24. Sie aber hörten nicht darauf21 und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern gingen ihren Gelüsten nach in der Verkehrtheit ihres bösen Herzens und sie kehrten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht
25. von dem Tage an, da ihre Väter aus dem Lande Ägypten ausgezogen,22 bis auf diesen Tag. Und ich habe zu euch ohne Unterlass alle meine Diener, die Propheten, vom frühen Morgen beginnend, immerfort gesendet;
26. doch sie hörten nicht auf mich und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern waren halsstarrig und trieben es ärger als ihre Väter. [Jer 16,12]
27. Wenn du nun zu ihnen alle diese Worte redest, so werden sie doch nicht auf dich hören; und rufest du ihnen zu, so werden sie dir keine Antwort geben.
28. So sprich denn zu ihnen: Dies ist das Volk, welches auf die Stimme des Herrn, seines Gottes, nicht gehört und keine Zucht angenommen hat; die Treue ist geschwunden und von ihrem Munde weggetilgt.


Historisches Datum: nicht ganz, aber fast. Heute vor 274 Jahren,


also am 19. März 1743 wurde Georg Friedrich Händels MESSIAS  erstmals in London im Covent Garden aufgeführt- der Text des Oratoriums besteht ausschließlich aus Bibel-Versen und beginnt mit "Comfort ye my people"


         


"Tröste dich, mein Volk, spricht dein Gott. Redet trostreich mit Jerusalem und ruft ihr zu, dass ihr Kriegsdienst zu Ende, dass ihre Missetat vergeben ist. Es ist seine Stimme, die verkündigt in der Wildnis: Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet in der Wüste einen Pfad für unsern Gott.

Jedes Tal soll erhöht werden, und jeden Berg und Hügel macht tief, das Krumme gerade und die unebenen Stellen glatt."
(Jesaja 40, 1-4)


Sandro Magister über Neo-Papisten aus Bologna und anderswo und vier Kirschen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die teilweise auffälligen und merkwürdigen Reaktionen der Neo-Papolatriker in Theologie und Kirche auf Kritik am Pontifex und besonders auf die Dubia und ihre Autoren.
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"ERZBISCHOF FORTE, PROFESSOR MELLONI UND DIE UNVERDAUTEN VIER KIRSCHEN"

Forte
"Um zu verstehen, wie Franziskus mit seinen Widersachern umgeht, ist der Erzbischof und Theologe Bruno Forte ein zuverlässiges Orakel, besonders seit er öffentlich erzählt hat, was der  Papst ihm während der letzten Synode sagte, bei der er als Spezialsekretär agierte.
"Wenn wir ausdrücklich über die Kommunion für die wiederverheirateteten Geschiedenen sprechen, können Sie sich nicht vorstellen, welches Chaos diese Burschen für uns anrichten werden. Sprechen wir also nicht  direkt darüber, Sie sorgen für die Voraussetzungen und ich ziehe dann die Konsequenzen."

Wie man weiß, hat Franziskus die Konsequenzen gezogen- in der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia" , aber in einer so mehrdeutigen Form, daß er unausweichlich den Widerstand und die Verwirrung in der ganzen Kirche verstärkt und dadurch vier Kardinäle dazu veranlaßt hat, ihn öffentlich zu bitten, Klarheit in die durch dieses sein flüssiges Lehramt  kreierten "dubia" zu bringen.

Für für Bruno Forte aber ist es nicht der Text von "Amoris Laetitia", der Zweifel erzeugt hat, sondern es sind diese letzteren und jene, die sie äußern, die Unsicherheit und Spaltung unter den Katholiken und anderen säen.

Das und mehr hat der Erzbischof und frühere Spezialsekretär der beiden Familiensynoden, der auch einer der Vertrauensmänner Jorge Mario Bergoglios ist, bei einer Pressekonferenz gesagt, die er am 9.März in Rom in der Kirche San Salvatore in Lauro gegeben hat- die vom Weihbischof der Papstdiözese, Gianrico Ruzza eingeleitet und deren weiterer Sprecher- direkt nach ihm- der Kirchenhistoriker Alberto Melloni, der leitende Kopf der berühmten "Schule von Bologna" war.

Das Hauptargument das Forte zur Unterstützung für die Position von Papst Franziskus vorbrachte, ist die Übereinstimmung zwischen dem, was in "Amoris Laetitia" geschrieben ist und den Propositionen,  über die bei der Bischofssynode abgestimmt wurde: ein "consensus fidelium"- fügte er hinzu- der von denen, die die "dubia" erhoben haben, fälschlicherweise verlassen worden ist.

Hier seine genauen Worte dazu, transskribiert nach einer Audioaufnahme der Konferenz:
"Die Schlusspunkte der Synode wurden von den Vertretern der Episkopate der gesamten Welt mit außerordentlicher Mehrheit angenommen: fast alle einstimmig und die delikateren zumindest von 
Zweidritteln.
Franziskus hatte klare Ideen, er wußte, wohin er gehen wollte. Als er mich zum Sekretär der Synode berief, sagte er zu mir: "Für mich ist es wichtig dort mit allen Bischöfen der Welt anzukommen, weil der Papst der Diener der Diener Gottes ist und ich will, daß wir zusammenwachsen.
Es ist für niemanden von uns wichtig, ob ein Dokument für die Kirche ohne die Reise, die wir gemacht haben, geschrieben wird. "
Das ist ein Aspekt, der nicht übersehen werden darf. Papst Franziskus hat die Kollegialität ernst genommen. Da sind diejenigen, die die ausgerechnet haben, daß 85% der postsynodalen Exhortation aus Texten der Schluss-Relatio der Synode stammen. Die Texte sind in Kollegialität mit den Episkopaten der Welt an der Seite des Nachfolgers Petri gereift.
Wir sehen uns  hier dem gegenüber, was ein veritabler "sensus" ist, ein beeindruckender "consensus fidelium" .
Das ist es, weshalb die dubia, im Untergrund Zweifel über jene, die sie geäußert haben aufkommen lassen, weil einige von ihnen bei der Synode nicht anwesend waren und nicht gesehen haben, welche große Kraft der Gemeinschaft es dort gab."


Mittwoch, 22. März 2017

Bibel für alle, besonders die Kirchenführer, oder so.

Ich versteh eigentlich nicht, wie sich jemand bekehren kann, indem er die Bibel liest, zu wenig erschließt sie sich beim reinen Lesen, so scheint mir.
Manche Bilder hat man sein Leben lang präsent, dann schlägt man die Schrift auf, liest das erste mal den Zusammenhang und ist nur noch geschockt.
Ein Beispiel ist der König David, der mir aus Kinderbibelzeiten als der liebe, nette, mutige, ehrliche, gute in Erinnerung war.
Irgendwann habe ich im Buch der Könige und der Chronik nachgelesen, mei, mei kann ich da nur sagen.
Es widerstrebt mir ja meinen Lesern schlechte Geschichten zuzumuten, aber David ist schon eine Nummer für sich, auch und wenn er oft in der Zwickmühle war.
Und jetzt sind wir beim Problem.
Irgendwo haben ich mal über genau dieses  Problem gelesen,. welches  schon den Kirchenvätern bekannt war, und in der Scholastik zu erbitterten Diskussionen geführt hat, wobei die Beteiligten nicht wirklich wussten, wie  man das zusammenbringen soll den guten, absoluten und absolut guten Gott und manche  Geschichten aus dem AT.
Der Autor nannte das was die Kirchenväter da veranstalteten "umständliche Reinwaschungsbemühungen"
Mir selber ist, und nun wird es aber auch schwierig, weil wer bin ich schon, der die Kirchenväter korrigieren will? aber dennoch mir ist ein anderer Ansatz lieber, nämlich:
Ich gehe einfach davon aus, dass die Gestalten des AT genauso Idioten waren, wie die Gestalten aus dem NT ff, also wir, und weder besser noch schlechter als wir, auch und wenn sie in anderen Zeiten lebten.

Die Grabeskirche in Jerusalem erstrahlt in neuem Glanz

Ein schöner Bericht des BR über die restaurierte Grabeskirche:


Die Neo-Papisten kennen bei Dissens mit dem Pontifex & der "neuen" Kirche kein Pardon

Riccardo Cascioli berichtet in seinem heutigen Leitartikel für La Nuova Bussola Quotidiana anhand einiger Vorkommnisse in Italien über die aktuelle Stimmung in der Kirche.
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  "BELEIDIGUNGEN GEGEN KARDINÄLE UND DIE "NEUE KIRCHE DES VOLKES"

"Die Luft in der Kirche wird immer dünner, wer auch immer wagt, auch nur Verwunderung über einige Äußerungen von Papst Franziskus zu äußern oder nur an die Glaubenswahrheit, die die Kirche immer verkündet hat, zu erinnern, endet im Fadenkreuz der neuen Jakobiner. Der Letzte in der Reihe, der die Kosten für dieses Klima tragen mußte, war der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard L. Müller, der an diesem Abend in Triest sein wird, um an einer Begegnung im Rahmen einer Inititative der Kathedrale des Hl. Giusto teilzunehmen.

Seiner Ankunft ging ein Protestbrief von der üblichen Gruppe von Katho-Kommunisten voraus, den hat die örtliche (Laien)-Tageszeitung Il Piccolo übernommen: "Unterschriften-Sammlung gegen den Anti-Bergoglio-Kardinal" titelte die Zeitung.
Nutzlos daran zu erinnern, daß Kardinal Müller sich nie gegen den Papst gewandt hat,  aber jetzt genügt es, die Zentralität der Lehre für die Erscheinung der Kirche zu bekräftigen, um die Hexenjagd zu eröffnen.
Und wenn man das nicht offen sagen kann, benutzt man als Vorwand die Pädophilie-Frage: in diesem Fall ist Müller zum Sündenbock für den  geräuschvollen Rücktritt eines Opfers sexuellen Mißbrauchs aus der Kommission gemacht worden, die ad hoc vom Papst eingesetzt wurde (und man sollte über den Gebrauch den man von einem Drama wie der Pädophilie macht, nachdenken, um die Rechnung mit einem Bischof zu begleichen, der nicht mit dem aktuellen Pontifikat übereinstimmt.)

Der Fall von Triest jedoch ist schwerwiegend und würde eine entschiedene Reaktion der Sala Stampa des Hl. Stuhls verdient haben, aber aus irgendeinem Grund würden wir auf Schweigen wetten.
Vielleicht weil wir letztlich einem Beispiel für fortgesetzte und ungestrafte peinliche Äußerungen gegen die Kardinäle beiwohnen, die die dubia unterschrieben haben und auch von Personen, die dem Papst nahe stehen.
Das ist der Fall, den der Vaticanist Sandro Magister vor einigen Tagen präsentiert hat, in dem einige Auszüge aus Statements von Bischof Bruno Forte und des Kirchenhistorikers Alberto Melloni am vergangenen 9. März in Rom anläßlich einer Konferenz gemacht hat, wiedergegeben werden.
Wenn Forte bei den "Säern von Zweifeln" die "Unsicherheiten und Spaltungen unter Katholiken und nicht nur" verursachen sieht, hat Melloni Spott über die Kardinäle ausgeschüttet als "vier Kirschen, die sich für  den Kirschbaum halten".
             
Am 25. Februar gab es dagegen einen schwerwiegenden Angriff von Don Vinicio Albanese, Gründer der Gemeinschaft von Capodarco, der mit seiner Gemeinschaft vom Papst in Audienz empfangen wurde und folgende Äußerungen fallen ließ: "Die, die Dubia stammeln, sind ein bißchen Pharisäer und Schriftgelehrte, weil sie die Barmherzigkeit nicht begreifen, die Sie für die Dinge vorschlagen. Das ist ärgerlich, aber wir sind mit Ihnen und werden Sie immer unterstützen"
Unglaublich, daß man öffentlich vor dem Papst so über Kardinäle sprechen kann, aber man muß leider sagen, daß es von Seiten des Pontifex keinerlei Reaktionen gab.

Ein Schweigen, daß auf verschiedene Art interpretieren kann, aber sicher gibt es Leute, die das als Signal dafür verstehen, daß man ruhig bestimmte Beleidigungen aussprechen kann. Und die sich dann entsprechend verhalten. Und letztendlich - und es schmerzt das sagen zu müssen- hat genau dieser Papst in seinem kürzlich der deutschen Zeitung "Die Zeit" gegebenen Interview wenig schmeichelhafte Worte gegen Kardinal Raymond Burke gesprochen. Thema waren die Ereignisse um den Malteser Orden, aber der Vorwurf der Unfähigkeit gegen ihn, der dem Namen nach Kardinalpatron der Malteser Ritter bleibt, ist präzedenzlos.

Auf die dubia hat es bis jetzt keine Antwort gegeben, zum Ausgleich kamen Beleidigungen gegen die. die sie formuliert haben.
Und außerdem Vorwürfe des Ungehorsams, der Feindseligkeit gegenüber dem Papst, des Verbreitens von Zwietracht und so weiter. Aber um diese Angriffe zu verstehen, ist es der Mühe wert, sich daran zu erinnern, wer die neuen Inquisitoren sind. Wir haben Alberto Melloni zitiert, ein Mensch, der sich rühmt, Papst Franziskus besonders nahe zu stehen und der sicher zu den Beharrlichsten beim Beleidigen der Dubia-Kardinäle gehört.

Bei dem öffentlichen Treffen, vom Anfang des Artikels, behauptete Melloni, nachdem er "dieses Instrument Fragen an den Papst zu stellen für ungeeignet" definierte, daß Bischöfe und Kardinäle nicht das Recht haben, den Papst als Angeklagten zu behandeln.  Jetzt muß man, zum Teil weil die Dubia das vorgesehene und viele male gebrauchte  Instrument sind, um den Sinn einiger Dokumente klarzustellen und nicht nur das,  und zum Teil, weil niemand den Papst als Angeklagten behandelt hat, daran erinnern, daß der Melloni, der heute "Papist"ist, auch der Melloni ist, der ein Dokument offenen Widerstandes gegen den Hl. Johannes Paul II unterschrieben hat.

Man schrieb das Jahr 1989, Johannes Paul II war seit 11 Jahren Papst und Theologen und Intellektuelle der Linken konnten eine Interpretation des II.Vaticanischen Konzils nicht ertragen, die nicht im Sinn einer Ruptur mit der früheren Kirche und der Gründung einer neuen Kirche konform war. Weniger denn je konnten sie ertragen, daß der Papst Bischöfe ernannte, die nicht auf der Linie der stattfindenden Revolution waren.
So - als nach einem äußerst harten Text des Moraltheologen Bernard Haring (ist es ein Zufall, das der jetzt wieder modern wird?), der den Papst auf dem Gebiet der Sexualmoral angriff, im Januar 1989 die "Kölner Erklärung" erschien,ein Frontalangriff auf den Papst. der von 162 deutschsprachigen Theologen unterschrieben worden war. Eine Initiative, die dann in Holland, Spanien, Frankreich und Belgien und anderen Ländern wiederholt wurde.


A. Gagliardducci:: Papst Franziskus Erwartungen und Realität. Fortsetzung


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Valente versäumt es auch nicht, das Staatssekretariat ins Visier zu nehmen. das am vergangenen 22. Februar ankündigte, daß ein spezialisierter multinationaler Konzern, die Verwertung des Papstbildes kontrollieren wird und im Fall des Mißbrauchs passend einschreiten- genau so- wie er feststellt- es Firmen tun, um ihre Firmenmarken zu schützen.

Alle diese Details und einige weitere führen zu der Frage: "Wurde Papst Franziskus betrogen?"
Wenn man Valentes Analyse liest, ist es leicht zu denken, daß die evangelikale Wirkung der Botschaft des Papstes durch die Leute, die den inneren Kreis des Papstes bilden, abgeschwächt wird.

Das führt aber zu einer weiteren Frage: wenn das wahr ist, wie konnten diese Leute solchen Einfluss gewinnen? Warum vertraute Papst Franziskus ihnen? Warum hat er nicht andere ausgesucht?

Tatsächlich wurden die selben Dinge auch zu Beginn des Pontifikates geschrieben- sogar auf diesem blog. Aber jeder, der sie erwähnte wurde als "kritisch" oder widerständig dem Papst gegenüber dämonisiert und etikettiert, oder sogar als sein Feind angesehen. Warum ist es erst jetzt möglich, diese Dinge zu sagen? Was ist passiert?

Diese Fragen bleiben offen, Nach Valentes Analyse kann der Papst nicht durch die Linse, daß er Argentinier und Jesuit ist, gelesen werden- also durch Bezugnahme auf seine Wurzeln und sein gewähltes Leben. Die Lebenswahl aber, die so tief in ihm so tief verwurzelt ist, daß die Jesuiten-Kriterien aus jeder seiner Predigten und Reden hervorströmen, die rein Ignatianische Themen bringen, wie das der Unterscheidung der Geister und die Korruption.
Die Lebenswahl ist so entscheidend, daß in der einzigen autorisierten Biographie , ein Art Manifest für einen Beinahe- Papst trägt den bedeutungsvollen Titel: "Der Jesuit".
Auf der anderen Seite- schauen wir nicht auf seine Nationalität, würden wir die Analyse der Wahrnehmung des "pueblo" und des südamerikanischen Populismus ausklammern, den Papst Franziskus oft gegenüber dem europäischen Populismus gepriesen hat- ersterer gut, letzterer gefährlich.

Diese beiden Optionen werden von Valente am Ende als "reduktionistisch" beurteilt, weil sie die Arbeit des Papstes eingrenzen würden.

Aber diese Art der Analyse ist nicht neu. Der Hl. Johannes Paul II , z.B. wurde oft abwertend als "der Pole" bezeichnet. Auf einer breiteren Skala brachte jeder Jahreszeitenwechsel anderen Widerstand. Und Valente erwähnt die Menschen um Johannes Paul II indem er sie als links- oder rechtsgerichtet einordnet und zur selben Zeit zu Verstehen gibt, daß man das heute nur noch verstehen kann, wenn man darauf schaut, was in er Regierungszeit von Johannes Paul II passierte, oder besser in den letzten Jahren.
Und es ist schockierend, daß wir über die Nachwirkungen des Pontifikates von Johannes Paul II sprechen, aber nie über das von Benedikt XVI, so als ob dessen Pontifikat nie existierte.

Aber die Suche nach Gott wird beiseite gelassen im Namen einer drängenden Reform, der es an Theologie und sogar offensichtlich an einer gewissen pastoralen Annäherung, die Papst Franziskus immer verlangt.

Es genügt einen schnelle Blick auf einige der Artikel zum 4. Jahrestag des Pontifikates von Papst Franziskus zu werfen, um am Ende zu verstehen, daß die pastorale Wirkung der päpstlichen Slogans- in die Peripherien zu gehen, den Geruch der Schafe anzunehmen, die mißbrauchte Phrase von der armen Kirche für die Armen- wurde eher als politische Aussagen interpretiert, als sei die Kirche eine Firma. die eine Sanierung zu jedem Preis braucht.


Dan Hitchens interviewt Fra´Mathew Festing

Dan Hitchens hat den "zurückgetretenen" Großmeister des Malteser Ordens Fra´ Matthew Festing für den Catholic Herald interviewt.
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"DER PAPST WÜRDE FESTING ERLAUBEN, SICH WIEDER ZUM GROSSMEISTER DER MALTESER WÄHLEN ZU LASSEN."

Fra´ Festing sagte, wenn der Malteser Orden will, daß er zurück kommt, würde er das in Erwägung ziehen.
"Papst Franziskus hat Fra´ Matthew Festing grünes Licht für eine Wiederwahl zum Großmeister des Malteser Ordens gegeben, wie der Catholic Heraldd bekannt geben kann.
Der Papst hatte Festing im Januar nach einer Periode der Turbulenzen im Orden gebeten, zurückzutreten

In einem Eklusivinterview beschrieb Festing diesen Wortwechsel mit dem Papst, nachdem er zugestimmt hatte:
Ich sagte: "kann ich Ihnen eine hypothetische Frage stellen?"
Der Papst sagt ja.
Ich sagte: "Hypothetisch, was würde passieren, wenn ich wiedergewählt werde? "
Er dachte einen Augenblick nach und sagte "Das wäre in Ordnung."

Festing sagt, er "habe nicht vor Wahlkampf zu führen" , aber wenn er gefragt würde als Großmeister zurückzukommen, würde er "das in Erwägung ziehen". Der Orden wird sich am 29. April zur Wahl des nächsten Großmeisters treffen.

In dem Interview spricht Festing auch von der Befriedigung und den Schwierigkeiten in den fast neun Jahren seiner Zeit als Großmeister und von den Herausforderungen, denen der Orden sich heute gegenüber sieht. Und er sprach auch offen über seine eigene Berufung als geweihter Ritter.

Hier das Interview im Volltext:

"DER FRÜHERE LEITER DER MALTESER RITTER SPRICHT ZUM ERSTEN MAL SEIT DER PAPST IHN ZUM RÜCKTRITT AUFGEFORDERT HATTE."

"Es ist auf viele Arten eine Erleichterung, sagt Fra´ Matthew Festing , nicht mehr  "His Most Eminent Highness the Prince and Grand Master of the Knights of Malta" zu sein.
Rückblickend sagt er, daß die Hilfswerke des Ordens rund um die Welt lohnend war, aber "man hat es die ganze Zeit mit albernen Kleinigkeiten zu tun, Rivalitäten, Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten."

So war es nicht völlig unwillkommen als am 24. Januar nach einer Periode der Turbulenzen im Malteser Orden Papst Franziskus Festing aufforderte, zurückzutreten.
Er sagte; "Ich wollte den Malteser Orden ausgraben und das wäre ohne Sie im Amt für mich leichter." 
Also sagte ich: "OK, fein"

Das war nicht das Ende, das Festing erwartet hatte, als er das Amt 2008 übernahm: Der Großmeister, der den gleichen Rang inne hat wie ein Kardinal und ein Staatsoberhaupt ist, wird auf Lebenszeit gewählt. Und wie es aussieht, könnte Festing doch wieder zurückkehren. 

Aber jetzt scheint er erstmal damit zufrieden, wieder in Northumberland zu sein, der Grafschaft in der er aufegwachsen ist. Sein Haus, ein großes steinernes Bauernhaus liegt verborgen in den dicht bewaldeten Hügeln Northumberlands, eine kurze Fahrt von der Schottischen Grenze entfernt. Als ich ankomme, begrüßt er mich herzlich, vielleicht ein bißchen argwöhnisch. Aber bald entspannt er sich gutgelaunt.


Marco Tosatti : Franziskus und die SSPX


Marco Tosatti (den Edward Pentin zusammen mit Sandro Magister zu den kompetentesten Interpreten das aktuellen Pontifikates zählt) kommentiert bei rorate caeli die neueste Entwicklung des Verhandlungsstandes zwischen dem H. Stuhl und der SSPX und faßt die vorausgegangenen Ereignisse noch einmal zusammen.
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"DREIMAL IST DER ZAUBERSPRUCH- TOSATTI:  "SSPX UND DER VATICAN SIND NUR NOCH EINEN SCHRITT VON DER ENDGÜLTIGEN VEREINBARUNG ENTFERNT"
DAS KÜNFTIGE RÖMISCHE HAUPTQUARTIER

"1988: der Anführer der SSPX, Erzbischof Lefebvre unterzeichnet. Am nächsten Tag ändert er seine Meinung, weil Johannes Paul II und Kardinal Ratzinger beim Thema der Bischöfe nicht klar sind.

2012: Gerade als der SSPX General-Superior nach Rom gerufen wird, zur -wie er denkt- endgültigen Unterzeichnung. Ratzinger- jetzt Benedikt XVI- macht eine der größten Kehrtwenden seines Pontifikates und verlangt- unter dem Druck einiger Kardinäle- nach einem weiteren doktrinalen Statement . Der Deal findet nicht statt.

2017: Alle Zeichen weisen auf eine unmittelbar bevorstehende Vereinbarung zwischen dem ultra-liberalen Pontifex aus Argentinien, Franziskus, und der ultrakonservativen Traditionellen Gesellschaft hin.

Diesen Montag Abend in Rom. bekräftigt der Religionsredakteur Tosatti (mit Sandro Magister zusammen der beste Interpret des laufenden Pontifikates), daß nur noch einige Unterschriften die Gesellschaft von der vollen Integration in die Kirche trennt.

Nicht nur, daß er die von Rorate veröffentlichte Nachrichten bestätigt; ungleich den fake news, die in den letzten Monaten über die Kirche der Hl.Maria auf dem Esquilin ( die zum Vicariat der Stadt Time gehört und nicht zum Verkauf steht), dem Gebäude, über das als Römisches Hauptquartier der Sozietät verhandelt wird, ist das:


                              
                 

Das ist die Kirche, die frühere Schule und der Konvent der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis- ein Gebäudekomplex. der die Kirche Santa Maria Immaculata und St. Benedict Joseph Labre im Tuscolano-Viertel in Rom umfaßt, sehr nah an der Basilica Santa Croce in Ierusalemme, und der Kathedrale Roms San Giovanni in Laterano .

Wir wissen das, weil wir erfahren haben, daß die Schwestern bereits die zuständige römische Kurien-Kongregation kontaktiert haben und auf die Autorisierung warten, die Verhandlungen  fortzuführen.
                                                              *  *  *  *

Franziskus und die SSPX: da kommt es wirklich mehr auf das wann als auf das ob an.

Quelle: rorate caeli, M. Tosatti

Dienstag, 21. März 2017

Über die Priester, die Laien und die Welt, eine Überlegung

Es ging vorhin rund auf Twitter: ein bekannter Erzbischof einer als superkatholisch verschrienen Diözese hat im Jahr 2016 in seinem Priesterseminar einen einzigen neuen Seminaristen aufgenommen, aufnehmen können, wie auch immer.
Schlau wie besagter Erzbischof, den wir hier nicht näher personalisieren wollen, weil wir irgendwie doch einen dünnen Mantel des Schweigens ausbreiten wollen, nun mal ist, hat er flugs eine Initiative gestartet, dafür dass die Laien doch in seinem Bistum mehr Verantwortung übernehmen dürfen, sollen, müssen.
Eigentlich, auch das muss um der Wahrheit willen gesagt werden, sind wir gar nicht so nett, wie die Passage mit dem Mantel des Schweigens suggeriert, es ist  nur, so, dass es allüberall in deutschsprachigen Landen das gleiche, ja das selbe Trauerspiel ist.
Sollte es irgendwo nicht so sein, so tun sich die zugehörigen Eminenzen durch vornehmes Schweigen hervor, nun denn.
Besonders originell ist das alles nicht.
Liest man Texte von vor hundert Jahren, Guardini auch Ida Frederike Görres und andere, so  muss man feststellen der Verlust des Sakralen, der Verlust der Idee, dass das was der Priester tut Kult ist, wahrer Kult, also wahrer Dienst am wahren Gott und deshalb heilig, deshalb jeglicher Gestaltung enthoben, dass also all das so neu nicht ist.

Schöne Bilder aus Bayern

Immer wieder ein Grund zur Freude:
Die schönen Kirchen, die man in jeder Stadt und in jedem Dorf in Bayern findet.
Und das allerschönste daran ist, sie stehen nicht nur als Kulturdenkmäler in den Zentren dieser Städte und Dörfer herum. Sie werden auch benutzt.
Beten wir, dass es so bleibt.

Neues vom Malteser Orden und einer mysteriösen Großspende

Was es damit auf sich hat, untersucht Edward Pentin im Catholic Register.
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"DEUTSCHE ZEITUNG UNTERSUCHT DIE VERBINDUNG EINES MYSTERIÖSEN TRUSTS MIT DEM MALTESER ORDEN"
von Edward Pentin

"Bild beleuchtet eine viele-Millionen-Dollar-Spende, die als Kern des kürzlichen Streits des Ordens mit dem Hl. Stuhl gesehen wird.
Deutschlands Massenzeitung Bild hat berichtet, daß der Großkanzler des Malteser Ordens, Freiherr Albrecht von Boeselager eine 30 Millionen Schweizer Franken-Spende für den ORden angenommen hat- von einem -wie Bild es nennt- "fragwürdigen Trust" in Genf. Boeselager leugnet, einen Fehler begangen zu haben.
Der Grooßkanzler berichtete der Zeitung, daß der Orden in einer Periode von 7 Jahren 30 Millionen Schweizer Franken aus dem Fond ziehen könne. den Bild mit seinem Acronym "CPVG" nennt.
Bisher hat er Odern 3 Millionen Franken aus dem Fond bekommen, über den der REgister ertsmals im Januar berichtet hat.

Bildkorrespondent Nikolaus Harbusch, ein auf Wirtschaftskriminalität spezialisierter bekannter investigativer Reporter in Deutschland, berichtet, daß der .....- die die ZEitung einfach Ariane S, nennt,  einen Rahmenvertrag mit Boeselager unterschrieben hat, daß Geld am 1. März in Empfang zu nehmen. Diese Vereinbarung kam einige Wochen nachdem von Boeselager nach seiner Entlassung durch den damaligen Großmeister Fra´ Matthew Festing im Dezember als Großkanzler wieder eingesetzt worden war.

Ariane S., die auch in densogenannten "Panama-Papieren" auftaucht, leugnete in einer e-mail vom 6. Januar dem Register gegenüber, daß sie oder ihre Organisation irgendeine Verbindung zum Malteser Orden habe. In ihrem Schriftwechsel mit dem Register sprach sie von Strafen aus dem Schweizer Strafgesetzbuch, falls der Name des Trusts oder seiner Mitglieder , oder Vermutungen über den Trust veröffentlicht würden.

Boeselagr und andere Ordensmitglieder haben seit 2010 mit dem Trust zu tun gehabt, wie eine Dokumentation beweist, die der Register ....hat. aber Fra´ Festing wußte bis vor kurzem, nachdem er Boeselager direkt dazu befragt hatte, nichts von seiner Existenz.

Der Großkanzler erzählte Bild, er habe den Trust durch Anwälte überprüfen lassen, der heute in New Seeland registriert ist, daß der sauber sei und deshalb habe die Ordensleitung dem Fond einstimmig zugestimmt. Er sagte, daß er keine Einzelheiten über den Spender, Mr. Latour, kenne- nur daß das Geld von einer reichen französischen Familie stamme und daß der Fond vor dem II. Weltkrieg in eine Stiftung umgewandelt wurde. "Seither hat es da nur noch Inverstitionen gegeben, das ist alles, was ich weiß." sagte er.

"Wir kennen die Details wirklich nicht, weil unser Spender der CPVG-Trust ist und nicht Mr. Latour persönlich." sagte von Boeselager- und fügte hinzu, daß der Spender nur als M. Latour bekannt sei, weil er um Anonymität des Trusts gebeten hat und wir das akzeptieren mußten".

Auf die Frage von Bild ob es schmutziges Geld sein könnte, sagte von Boeselager: "Nach unserem besten Wissen nicht."
Gemäß der Wünsche des Spender , sollte der Malteser Orden ein Viertel des Trustvermögens aus dem Fond - mit einer Gesamtsumme von 120 Millionen Schweizer Franken.

Bild enthüllte, daß auf Anordnung des Ordens- der Staatsanwalt in Genf das Geld eingefroren hat, um zu klären, ob der Treuhänder der Unterschlagung schuldig sei. Nach eigenen Untersuchungen der Zeitung, die ihre eigenen Experten einsetzte, führte sie dazu zu glauben, daß die Vermögenswerte in Frankreich nie ordentlich versteuert worden sind.

Von Boeselager berichtete der Bild, " daß der Orden seine "Beschwerde gegen den Bevollmächtigten zurückgezogen hat, weil die Beschuldigung kein Fundament haben und niemand irgendeinen Schaden erlitten hat."
Er sagte, die 30 Millionen Franken die weitaus größte Geldsummen-Spende war, die der Orden in den letzten 10 Jahren bekommen hat.
Nach Boeselager , ist es Ordenspolitik, "schmutziges Geld" zurückzuweisen und sagte, es liefe auf
zwei Spenden aus der Schweiz und eine aus den USA hinaus. "Wenn das Geld schmutzig ist, werden wir es nicht nehmen" sagte er.


Erwartungen und Wirklichkeit, das Pontifikat. Bild eines Insiders

Andrea Gagliarducci / Monday in the Vatican
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  "PAPST FRANZISKUS: ERWARTUNGEN UND      REALITÄT"
"Es gibt eine Serie von 4 Artikeln, die Gianni Valente geschrieben hat und die wohl besser als andere Schriftstücke, die kürzlich verfaßt wurden, den Stand der Dinge im Pontifikat von Papst Franziskus erklären. Das ist kein Zufall.
Gianni Valente wird zu den engsten Freunden des Pontifex gezählt, den er kennt, seit er Erzbischof von Buenos Aires war. Seine direkte Verbindung zum Papst wurde nicht einmal nach der Wahl unterbrochen. Deshalb sollte jedes einzelne Wort seiner Analyse erwogen und studiert werden. 
Am Ende stellt er einige Fragen. Eine vor allem: hat jemand den Papst betrogen? 

Die Artikel habe einige Substanz und enthalten wohlbegründete Kritik, die auf den Kreis um den Papst zielt.


So beklagt Gianni Valente, daß der Papst anhand von Maßstäben und Kriterien gemessen wird, die normalerweise von den Organisationen angelegt werden, die angeheuert werden, um fast gescheiterte Großkonzerne zu reorganisieren, ebenso wie die "weltlichen, unternehmensartigen Maßstäbe, durch die das Pontifikat von Papst Franziskus gelesen wird."

Dann nimmt er die Weise wie das Image des Papstes kommuniziert wird, auf´s Korn, das "Stunt-Casting" um seine Präsenz schnell zu verbreiten, die die weltlich- Umformung aus dem Sichtfeld ----die ihm als obligatorische Aufgabe, um in die Ruhmeshalle der globalen "Superführer" zu gelangen, aufgegeben wurde. Und er fügt hinzu: "Man sollte sich de facto nicht darauf verlassen, daß er sich dafür interessiert. "Das heißt, daß es nicht sicher ist, daß der Papst sich für die Kurienreform interessiert, wie sie geplant ist. 

Gianni Valente spricht eine Menge Themen an. Er beschwert sich über die, die als frühe TRaditionalisten betrachtet werden, die er als die "Aussäer der dubia" etikettiert ( und der Bezug ist sehr klar) aber auch über die, die das Pontifikat preisen. Beide sind- nach Valente- viel zu sehr auf die Details konzentriert sind- um die evangelikale Wirkung der Botschaft des Papstes verstehen zu können.

Der Journalist; Autor vieler prestigesträchtiger Bücher, wirft auch ein Licht auf die Fakten, daß einige Überreste des Pontifikates von Johannes Paul II noch präsent sind, besonders wenn er behauptet, "daß die linken Wojtylaner nach verlorener Debatte mit den rechten Wojtylanern oft dazu neigen, Papst Franziskus Slogans über die Armen und die "hinausgehende" Kirche zu übernehmen- für den Fall daß das hilfreich sein könnte, um die Balance zwischen den klerikalen Netzwerken wieder herzustellen."

Es wird sogar behauptet, daß die Weihnachtsansprache des Papstes an die Kurie vom 22,12,2016 für den Papst und nicht vom Papst geschrieben wurde. Die Rede wird als Vorstellung der Super-Dicasterien beschrieben, -geplant, um ihnen mehr Gewicht zu geben und sie zu effektiveren Zentren, zu einer gewissen Art des Führungsanspruchs für die Universale Kirche zu machen und dabei die modernsten Regeln für Wirtschfts-Konzerne zu befolgen.

Valente schaut auch zurück und kritisiert den "Artifex (im Mittelalter Meister der visuellen Künste) der Wirtschaftsreform"- im Namen des Papstes unternommen-, die sich von Anfang an innerhalb der patentierten Regeln einer leidenschaftlichen angelsächsischen neokapitalistischen Ideologie bewegten: Transparenz und Effektivität.Investitionen, und Kapital, um nach den Regeln des Marktes Mittel zu generieren, offensichtlich zum Wohl der Armen."


Fundstück: heute vor 80 Jahren

am Palm-Sonntag, 21. März 1937, wurde von den Kanzeln aller katholischen deutschen Kirchen die neue Enzyklika Papst Pius´ XI  "Mit brennender Sorge" zur Lage der Menschen und der Kirche im III.Reich verlesen.
Gefunden haben wir dieses Audio- ein Interview mit Dr. Norbert Köster, Generalvikar der Diözese Münster, bei domradio.de. 
Hier geht´s zum Original:    klicken

Die Enzyklika beginnt so:

"Mit brennender Sorge und steigendem Befremden beobachten Wir seit geraumer Zeit den Leidensweg der Kirche, die wachsende Bedrängnis der ihr in Gesinnung und Tat treubleibenden Bekenner und Bekennerinnen inmitten des Landes und des Volkes, dem St. Bonifatius einst die Licht- und Frohbotschaft von Christus und dem Reiche Gottes gebracht hat."

Hier der Gesamttext der Enzyklika: klicken

Quelle: domradio.de, La Santa Sede, LEV