Samstag, 22. Juli 2017

"Kardinal Martini hätte eher das Konklave verlassen, als Bergoglio zum Papst gewählt."

das schreibt Pater Ariel Levi di Gualdo in einem Brief an Marco Tosatti, der den bei Stilum Curiae veröffentlicht hat. Den als interessant zu bezeichnen, wäre wohl gröblich untertrieben.
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"ARIEL LEVI DI GUALDO: MARTINI HÄTTE EHER DAS KONKLAVE VERLASSEN UM NICHT FÜR BERGOLGIO ALS PAPST ZU WÄHLEN"

"Das hat uns als Antwort auf den letzten Artikel, den wir glücklich auf Romana Vulneratus Curia veröffentlichtr haben, ein alter und geschätzter, befreundeter Priester geschrieben, Ariel Levi di Gualdo.


                                       

Es ist ein interessanter Brief, weil er Informationen und Einblicke über das Geschehen in der Kirche, das wir gerade erleben, bietet. Aber unsere Kommentare sind unnötig, überlassen wir Ariel das Wort:

Lieber Marco,
nachdem ich Deinen Artikel "Martini wollte Bergoglio nicht als Papst" gelesen hatte, war ich versucht, dich anzurufen, um ein Schwätzchen zu halten, das wir auf alle Fälle zusammen tun sollten.

Wir beiden kennen uns schon seit vielen Jahren, sind Freunde, lesen einander, deshalb weißt Du , daß es meine Gewohnheit ist, seit einigen Jahren die Gesellschaft Jesu mit äußerster Härte zu behandeln.
Vielleicht weil ich mit den Jesuiten fertig bin? 
Nein, ich könnte ihnen nicht böse sein, weil ich gegenüber den Jesuiten die zur alten Schule - vor der die sich in den 60-er Jahren herausbildete - eine tiefe Dankbarkeit empfinde, weil ich ihr Schüler gewesen bin.
Ich habe allerdings keinerlei Wertschätzung für die Mitglieder der die "Neue Campagnia delle Indie" zu nennen, mich  so freute, die heute von einem offensichtlich klaren Häretiker, Pater Arturo Sosa, geleitet wird.

Während meiner ersten Jahre im Priesteramt bin ich mit "historischen Teilen" der Römischen Kurie in Kontakt gekommen, und fing unten damit an- nicht Mitbruder, Freund oder Vertrauter verschiedener Kleriker zu sein sondern Beichtvater und Seelenführer.
Und deshalb gilt hier das Prinzip der Geheimhaltung, auch weil ich von einigen Fakten oder Situationen im "forum internum" und im "forum externum" erfahren habe. Weshalb man das Prinzip "man sprichtr über die Sünde aber nicht den Sünder" nicht anwenden kann, weil man in bestimmten sensiblen Situationen weder über den Sünder noch die Sünde sprechen kann - und so bestimmte Nachrichten nie verbreitet werden.


Antonio Socci liest angesichts der neuen Angriffe auf den Papa emeritus noch einmal ein altes Interview, das wenige Tage nach dessen Rücktritt erschien.

Antonio Socci erinnert sich und uns bei "Lo Straniero" an ein Interview von Massimo Cacciara kurz nach dem Amtsverzicht Benedikts XVI und kommentiert es im Licht der aktuellen Lage in der Kirche. Hier geht´s zum Original: klicken

"ANGRIFF AUF RATZINGER. EIN SENSATIONELLES INTERVIEW, DAS MASSIMO CACCIARI VOR EINIGER ZEIT GAB"

"Angriff auf Ratzinger" war der Titel eines Buches, das 2010 nach den Angriffen auf den großen Pontifex erschien. Drei Jahre später mußte (?) er seinen "Amtsverzicht" erklären. Aber ein merkwürdiger Amtsverzicht, der kein Verzicht auf das Petrinische Mandat war.
Der Angriff auf den Papst war Teil des Schlussangriffes auf die Katholische Kirche seitens antichristlicher Mächte und Ideologien dieser Welt.


Tatsächlich ist Benedikt XVI - der "verworfene Eckstein"- der Katéchon in einer dunklen und barbarischen Zeit: das macht Massimo Cacciari in seinem Interview, das in den Tagen seines "Amtverzichts" erschien, klar.
Die Katholiken müssen heute mehr denn je für den Papst beten. Damit er widersteht und der Herr ihn uns trotz seiner 90 Jahre lange erhält.  Hl. VATER AD MULTOS ANNOS

Einen Monat nach dem Rücktritt Benedikts XVI hat der Philosoph Massimo Cacciari - ein Mann, der  mit weltlichen Dingen wohl vertraut ist (und der dem Katéchon eine Studie gewidmet hatte) - zwei Tage vor der Wahl Bergoglios - ein Interview zum Thema des Rücktritts Benedikts XVI veröffentlicht - er sagte dazu:          

"Die symbolische Kraft der Entscheidung Ratzingers wirft in diesem Punkt ernsthafte Fragen auf. Die Kirche hat sich immer auch durch ihre Fähigkeit ausgezeichnet,  das Vorrücken der antichristlichen Kräfte zu zügeln und aufzuhalten.
Man muß sich also fragen, ob die Entscheidung Ratzingers nicht die geschliffene Erklärung des Unvermögens die Funktion der Macht, die bremst, auszuüben ist.
Ratzinger sagt: ich bleib am Kreuz, die religiöse Dimension bleibt.
Aber die Dimension der Macht, die bremsen kann, wo wird sie aufhören?
Symbol für die Kirche sind zugleich das Kreuz und der Katechon (eine Figur, eine Kraft, die den Antichrist aufhält - die man im Zweiten Thessalonicher-Brief des Hl. Paulus findet.
Das Zeichen für diesen Rücktritt  - wenn man es in allen Aspekten betrachtet - ist wirklich grandios.
Wir können die Hypothese aufstellen, daß Ratzinger zurücktritt, weil es ihm nicht mehr gelingt, die antichristlichen Mächte im Inneren den Kirche aufzuhalten.
Wie Augustinus sagte: die Antichristen sind in uns.
Das ist ein Schlüssel für die Entscheidung Ratzingers, wenn wir sie in ihrer ganzen Ernsthaftigkeit verstehen wollen. Seine Entscheidung ist eins mit der Krise des Politischen, der Macht, die bremst."  (La Vita, 11.März 2013)       


Freitag, 21. Juli 2017

Magister:"Kardinal Sarahs neues Buch eine demütige Lektion in Stilfragen..."

Sandro Magister kommentiert Kardinal Sarahs neues Buch "Die Macht des Schweigens" (Cantagalli) bei Settimo Cielo. Wie schon sein vorheriges "Gott oder nichts" ist es in viele Sprachen übersetzt worden und hat in aller Welt viele Leser gewonnen.
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        "EINE DEMÜTIGE LEKTION IN STILFRAGEN VON KARDINAL SARAH"
Seit dem 6. Juli ist Kardinal Sarahs letztes Buch das bei Cantagalli erschienene "Die Macht der Stille" in den Buchhandlungen. Und wie sein vorheriges "Gott oder nichts" ist es in viele Sprachen übersetzt worden und findet in der ganzen Welt viele Leser.
Es gewinnt sie durch Stil und Inhalt, die klar, essentiell und auf die fundamentalen Fragen in Kirche und Menschheit konzentriert sind.
Stil und Inhalte sind unbestreitbar weit von denen, die Papst Franziskus liebt, weit entfernt.
Statt dessen der Sensibilität Benedikts XVI sehr nahe, der die italienische Ausgabe, wie er es vor zwei Monaten schon bei der deutschen Ausgabe getan hat, durch ein persönliches Vorwort bereichert, das wir im vollen Wortlaut veröffentlicht haben, in dem er die Gefahren einer Kirche, in der nicht selten das WORT durch eine Wortflut ersetzt wird, die die Größe des WORTES verwässert.  Und das während der Herrschaft des redseligsten Papstes der Geschichte.

In seinem Vorwort drückt Joseph Ratzinger gegenüber Papst Franziskus Dankbarkeit aus, daß er Kardinal Sarah "diesen Meister der Stille und des inneren Gebetes" an die Spitze der Liturgiekongregation gesetzt hat, "weil bei ihm die Liturgie in guten Händen ist:"

Sogar Kardinal Sarah selbst hat nicht versäumt, vor einigen Tagen Franziskus in einer Höflichkeitsgeste für die "Sammlung und Frömmigkeit, mit der er die Hl. Messe zelebriert" zu loben.

Und das trotz der Nachlässigkeit,die Jorge Mario Bergoglio gegenüber liturgischen Fragen demonstriert, gar nicht zu sprechen von der Barschheit, mit der er den Kardinal bis jetzt behandelt hat, bis dahin ihm öffentlich zu widersprechen und ihn zu demütigen.

Jeder hat seinen eigenen Stil. Kardinal Sarah hat es immer vermieden, öffentlich ausdrücklich über Zweideutigkeiten in Amoris Laetitia- die Verursacher der dubia zu sprechen.
Aber ohne dabei jemals über seine äußerts klaren Positionen zu diesem Thema zu schweigen.
Das kann man in dieser Passage aus seinem Buch "Die Macht des Schweigens" sehen.

DIE IN EIN WELTLICHES FEST VERWANDELTE EUCHARISTIE
Einige Priester behandeln heute die Eucharistie mit völliger Geringachtung. Sie sehen die Messe als ein geschwätziges Bankett, bei dem die Christen, die der Lehre Jesu treu sind, die wiederverheirateten Geschiedenen, Männer und Frauen in einer Situation des Ehebruchs. ungetaufte Touristen, die an der Eucharistischen Feier großer anonymer von Massen teilnehmen, Zugang zum Leib und Blut Christi haben können- ohne Unterschied.

Die Kirche muß dringend die kirchlich und pastorale Angemessenheit dieser riedigen Eucharistiefeiern Abertausenden von Mitfeiernden überprüfen. 
Hier besteht eine große Gefahr, die Eucharistie "das große Geheimnis des Glaubens" in ein vulgäres Schwelgen und die Profanierung des Leibes und des kostbaren Blutes Christi zu verwandeln.
Die Priester, die das heilige Sakrament austeilen, ohne irgendwen zu kennen und den Leib Christi unterschiedslos allen- ohne Unterschied Christen und Nichtchristen-geben, nehmen an der Profanierung des Hl. Sakramentes des Eucharistie teil. 
Diejenigen, die in der Kirche Autorität ausüben werden durch eine Art der freiwilligen Komplizenschaft schuldig, indem sie zulassen, daß Sakrileg und Profanierung des Leibes Christi bei diesen lächerlichen Selbstfeiern stattfinden, bei denen man nur schwerlich den Tod des Herrn verkünden kann, bis er wiederkommt. (1 Kor.11:26)

Priester, die dem Erinnern Jesu untreu sind, bestehen eher auf dem festlichen Aspekt und der brüderlichen Dimension der Messe als auf dem blutigen Opfer Christi am Kreuz.
Die Wichtigkeit der inneren Bereitschaft und die Notwendigkeit uns mit Gott zu versöhnen, indem wir uns ermöglichen, durch das Sakrament der Beichte gereinigt zu werden, ist heute nicht mehr modern.
Mehr und mehr verdüstern wir die Warnung des Hl. Paulus an die Korinther : 
"So oft ihr dieses Brot eßt und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn bis er wiederkommt. Wer immer auf unwürdige Weise das Brot ißt oder den Kelch trinkt, wird schuldig am Leib und Blut des Herrn.
Jeder prüfe sicch selbst und dann esse er von den Brot und trinke aus dem Kelch.  Denn   wer davon ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich das Gericht , wenn er den Leib des Herrn nicht unterscheidet."
n und dann das Brot essen  und den kelch trinken. Weil jeder, der  
(1 Kor. 11: 26-29)

Quelle: S. Magister, Settimo Cielo


 

*

Für alle, die es nicht live sehen konnten: Pontifikalrequiem für Kardinal Meisner

   

         

Donnerstag, 20. Juli 2017

Breaking: Neues vom Skandal.

Michael Hesemann spricht in einem Interview mit kathnet Klartext und bezichtigt die Medien mit ihren Sensationsberichten ausdrücklich der Lüge. Lesen!
Der Untersuchungsbericht entlastet Domkapellmeister a.D. Georg Ratzinger ausdrüklich.
Nun haben die Medien selber bewiesen, daß die Begriffe Lügenpresse und fake-news nur zu Recht auf sie anzuwenden sind.
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Hier einer der wichtigen Sätze aus dem Interview-

"An ihrem geradezu geifernden Sensationalismus und daran, dass sie ihren Lesern und Zuschauern eine undurchdringliche Melange aus Unappetitlichkeiten und Gewalt servieren, von der beim Konsumenten meist nur eines hängen bleibt: Dass Georg Ratzinger, der Bruder von Papst emeritus Benedikt XVI., irgendetwas damit zu tun hat, denn sein Name wird in jedem Bericht genannt. 
Auf geradezu perfide Weise frisst sich diese Salzsäure der Verdächtigung dann bis zu seinem berühmten Bruder durch. 
Dabei wird regelmäßig versäumt, auf das Wichtigste hinzuweisen: Nämlich darauf, dass der Bericht den Domkapellmeister Georg Ratzinger ausdrücklich entlastet."

Quelle: kath.net, Michael Hesemann

Merkwürdiges bei einem- wie es aussieht- sehr willkommenen Skandal

Americo Mascarucci  belehrt auf seiner website intelligonews alle, die die nicht an eine -wohl planmäßige- Instrumentalisierung des Regensburger-Domspatzen-Skandals glauben wollen- eines Besseren. Das beginnt bereits mit der merkwürdigen Vermischung der Vorkommnisse physischer Gewalt - wie einer einfachen Ohrfeige- mit möglichem sexuellen Mißbrauch im Untersuchungsbericht und endet bei den üblichen Manipulationen und Verdrehungen der berichteten Tatsachen von interessierter Seite- voran von den üblichen Medienorganen.
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"REGENBURGER DOMSPATZEN: WAS NICHT ZURÜCK KOMMT, IST DIE WAHRE TRANSPARENZ RATZINGERS"

"Worüber sprechen wir? Die Geschichte von 547 Kindern, die zwischen 1945 und den frühen 90-er Jahren im Domchor von Regensburg Gewalt erlitten haben macht Skandal. Im ältesten Knabenchor der Welt, dessen Leiter 30 Jahre lang der Bruder des Papa emeritus Benedikts XVI war, Georg Ratzinger.
Es war der Rechtsanwalt Ulrich Weber, von der Kirche beauftragt. Licht in den angenommenen Skandal zu bringen, der die Zahlen bekannt gegeben hat. Im Schlußdokument weist der Jurist darauf hin, daß in dieser langen Zeit Kinder und Jugendliche körperliche Gewalt erfahren und 67 sexuelle Gewalt haben und in einigen Fällen beides.
Die Untersuchung ermöglichte es, 49 Verantwortliche zu identifizieren, auch wenn sie nicht vor Gericht gestellt werden können, weil die Vergehen verjährt sind.
Im vorangegangenen Bericht vom Januar 2016 hatte Weber noch von nur 231 Fällen von Mißbrauch und Mißhandlung gesprochen, Schlägen und Essensentzug.

DIE MISSHANDLUNGEN
Es versteht sich, daß wenn es sexuellen Mißbrauch gegeben hat, muß der ermittelt und natürlich verurteilt werden und es sollte gesagt werden, daß es merkwürdig klingt, ein schwerwiegendes Geschehen wie mögliche Fälle von Pädophilie mit anderen Arten von Mißhandlungen, wie Schlägen, Essensentzug oder körperliche Strafen, zu vermischen.
Praktiken, die heute fagwürdig sind und sicher in keiner Weise wieder aufgenommen werden solten-aber zu der Zeit in allen religiösen und nichtreligiösen Instituten an der Tagesordnung waren.
Es möge der die Hand erheben, der damals in religiösen Seminaren oder Kollegs studierte und nicht jedesmal schwer bestraft wurde, wenn er den Kopf etwas zu hoch hob, oder der Anordnung eines der Oberen nicht gehorchte. Damals gab es auch Familien, die ihre eigenen Söhne den religiösen Kollegs anvertrauten, damit sie streng erzogen wurden.
Zu diesem Punk muß gesagt werden, daß es unter den angenommenen Opfern dieser Mißhandlungen auch solche gibt, die klar gesagt haben, sie wollten sich nicht beschweren, weil es damals so funktionierte

Und ein früherer Schüler, der diese Mißhandlungen erlitten hat, erklärte in Il Foglio - daß er er heute den Skandal "für übertrieben und maßlos" hält, wenn man bedenke, daß diese Methoden damals allgemein üblich waren.
Kein Skandal, wenn nicht nach der heutigen Mentalität, die dazu führt, einen Lehrer zu denunzieren, der vielleicht die Stimme gegenüber einem undisziplinierten Schüler zu sehr erhebt und bei ihm "schwere psychologische Schäden" hervorruft.
Aber man kann nicht aus heutiger Sicht das verurteilen, was in der Vergangenheit normal war. Gesellschaften entwickeln sich, Methoden und Praxis wechseln,, aber man kann deswegen der Geschichte keinen Prozess machen. Und man kann vor allem einen sexuellen Mißbrauch nicht auf eine Ebene wie eine Ohrfeige stellen oder wenn wir so wollen  mit einer körperlichen Strafe.


Roberto de Mattei über das neue Motu Proprio "Majorem hac dilectionem"

Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana das neue Motu Proprio zur Heilig-und Seligsprechung "Maiorem hac dilectionem" und seine Folgen.
Hier geht´s zum Original: klicken

    "Das neue Pantheon der Märtyrer von Papst Franziskus" 


                             

"Unter den zahlreichen „Arbeitsgruppen“, die Papst Franziskus gebildet hat, ist auch eine gemischte Expertenkommission katholischer Kroaten und orthodoxer Serben für eine gemeinsame Würdigung der Person von Kardinal Alojzie Stepinac, Erzbischof von Zagreb, die am 12./13. Juli 2017 im Domus Sanctæ Martae im Vatikan unter der Leitung von Pater Bernard Ardura, dem Vorsitzenden des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft ihre letzte Sitzung abhielt. Die gemeinsame Erklärung der Kommission, die vom Presseamt des Heiligen Stuhls am 13. Juli veröffentlicht wurde, stellt fest:
„Das Studium des Lebens von Kardinal Stepinac hat gelehrt, daß in der Geschichte alle Kirchen verschiedene grausame Verfolgungen erlitten haben und ihre Märtyrer und Bekenner des Glaubens haben. Diesbezüglich sind sich die Kommissionsmitglieder über eine eventuelle künftige Zusammenarbeit mit Blick auf ein gemeinsames Werk einig, um das Gedächtnis der Märtyrer und der Bekenner der beiden Kirchen zu teilen.“

Zufall?

Auch Steve Skojec stellt sich bei OnePeterFive diese Frage, die man wohl nur mit nein beantworten kann, dazu ist die Koinzidenz zu offensichtlich und zu passend..
Den Originalartikel kann man hier lesen:  klicken

"FÜR DEN PAPST EMERITUS, EINE SELTSAME ART VON ZUFALL"

"Trotz dessen, was manche Leute sagen mögen, handeln wir nicht mit Verschwörungstheorien.( ....)

Lassen Sie mich einige Punkte aufzählen und schauen, ob ein Bild entsteht. 

"Am vergangenen Samstag hat der Papa Emeritus Benedikt XVI eine Botschaft vor denen, die bei der Beerdigung des verstorbenen Kardinal Meisners anwesend waren, vorlesen lassen. Darin sagte er etwas, das große Ausmerksamkeit erregte:

   "Was mich in den letzten Gesprächen mit dem heimgegangenen Kardinal besonders beeindruckt 
    hat, das war die gelöste Heiterkeit, die innere Freude und die Zuversicht, zu der er gefunden hatte.     Wir wissen, daß es ihm, dem leidenschaftlichen Hirten und Seelsorger, schwerfiel, sein Amt zu             lassen, und dies gerade in einer Zeit, in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten       bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben       und denken.

    Aber umso mehr hat es mich bewegt, dass er in dieser letzten Periode seines Lebens loszulassen         gelernt hat und immer mehr aus der tiefen Gewissheit lebte, dass der Herr seine Kirche nicht               verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist."

Einíge Deutschsprechende haben seither darauf hingewiesen, daß der letzte Satz etwas mehr im Konditional steht als in unserer Übersetzung. Dass das Wort "manchmal" vor "das Boot"gehört (...)
Aber ich finde, daß diese Präzisierung keinen Unterschied macht. Wie viele andere, hatte ich, als ich das las, den deutlichen Eindruck, daß der Papst eine Botschaft morste- vielleicht unterbewußt- vielleicht absichtlich- nichtsdestoweniger eine Botschaft,

Als ich sie las, war mein erster Gedanke: "Hier spricht er über sich selbst. Daß er sich selbst auch las "leidenschaftlichen Hirten und Pastor sieht, dem es schwerfiel, seinen Posten zu verlassen" der aber "lernte loszulassen und in der tiefen Überzeugung zu leben, daß der Herr Seine Kirche nicht verläßt."
Auch dann wenn das Boot aussieht, als ob es untergeht.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Sind wir Kirche?

"Nein, es geht nicht um den galligen Seniorenverein, der seinen 60-er und 70-er Jahrephantasien von Kirche nachtrauert...hier schreibt ein Priester -Pastor in monte- auf der website "Aspicientes in Jesum", valleadurni, über das aktuelle Pontifikat und die Aufgaben eines Papstes.
Und hier geht´s zum Original:  klicken

                            "We are Church" oder

                            "Wir sind Kirche"


"Im Geiste habe ich den Gedanken, daß Papst Franziskus irgendeine Rolle der Vorsehung im Leben der Kirche zu spielen haben könnte hin und hergedreht. Ich muß klarkommen und sagen, daß ich mit dem Mann nicht warm werden kann. Aber in den Schriften und der Kirchegeschichte haben unkongeniale Leute  oft unangenehme aber notwendige Aufgaben erfüllt. die auf Dauer gesehen dem Volk Gottes zum Wohl dienen.

Diesen Morgen sah ich bei facebook eine Seite, die behauptete, daß Papst Franziskus den Gedanken, ein Christ könne eine persönliche Beziehung zu Jesus haben, verurteilt.
Um den Punkt zu unterstreichen, hat der Poster einen kurzen Video-clip von einer öffentlichen Audienz eingefügt, wo Papst Franziskus tatsächlich genau das sagte.....aber dann sofort fortfuhr "im Privaten, ohne Mitglied der Kirche zu sein, des Volkes Gottes."
Mit anderen Worten, er hatte vollkommen Recht und die Person, die diesen Post kreierte, hat etwas Böses getan, indem sie die Wort des Papstes verdrehte, um den Eindruck zu erwecken, er habe etwas ganz anderes gesagt.

Seit langer Zeit (vielleicht seit Mitte des 19. Jahrhunderts) haben wir einen sehr von oben-nach-unten Stil der Führung.  Der Papst gibt den Bischöfen Anweisungen, die den Priestern Anweisungen geben, die den Laien Anweisungen geben.
Ich denke, daß es Wilfried Ward war, der sich danach sehnte, jeden Morgen eine päpstliche Enzyklika auf seinem Frühstückstisch zu haben. Päpste wurden zu charismatischen Figuren, die über jedes Thema mit Autorität lehrten (man denke an jene tausende von Mahnungen die Papst Pius XII den Hebammen so gern zukommen ließ).


Marco Tosatti: Zufall oder nicht?

Nicht nur Marco Tosatti ist das "zufällige?" Zusammentreffen der von einigen päpstlichen Speichelleckern ausgesprochen feindlich aufgenommenen Worte des Pontifex emeritus und - nach 7 Jahren Untersuchungszeit der Übergriffe bei den Regensburger Domspatzen - mit der Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes aufgefallen.
Darüber macht er sich bei LaNuovaBussolaQuotidiana Gedanken.
Gedanken, die wir teilen, zumal wir uns noch gut an die Versuche von vor 7 Jahren erinnern, im Annus horribilis 2010 auf Biegen und Brechen einen Zusammenhang zu Papst Benedikt zu konstruieren - und wenn das trotz des Einsatzes von Geldmitteln nicht gelänge - wenigsten zu Georg Ratzinger, als auf die ein oder andere Weise des Mißbrauchs schuldig herzustellen - um indirekt den Bruder mit hineinzuziehen. Alles im Rahmen einer konzertierten Medienkampagne, die die Vorwürfe körperlicher Gewalt und des Mißbrauchs bedenkenlos instrumentalisiert hat.
Jetzt könnte man an ein déja vu glauben.
Für die deutsche Kirche findet Tosatti ironische Worte.
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"SEXUELLER MISSBRAUCH: WELCH EIN ZUFALL BEI DER UNTERSUCHUNG DES CHORES"
Tja, wie Carlotta, die Pasionaria - Tochter Guareschis sagen würde - wir glauben an Zufälle.
Um so mehr, wenn sie aus in einem bestimmten Land kommen, das über jeden Verdacht erhaben ist - wie Deutschland. So als ich las, daß "endlich" der Bericht über Gewaltübergriffe an den Spatzen des Regensburger Domchores veröffentlicht wurde.

Wahr ist, daß wir von 547 Vorfällen sprechen, geschehen in einem Zeitraum von ungefähr einem halben Jahrhundert, von denen- glücklicherweise oder Gott sei Dank - je nachdem - nur 67 sexuellen Mißbrauch betrafen.
Die anderen beziehen sich auf eine Pädagogik, die heute schockieren und das "Blaue Telefon" blockieren würde; aber damals war sie verbreitet.
Einem Dummkopf oder einem sehr undisziplinierten Schüler eine Ohrfeige zu geben, war normal; und kein Elternteil hätte wegen einer Ohrfeige protestiert.
Ich erinnere mich - im Turin der 50-er Jahre - in der Grundschule Federico Sclopis, Via del Carmine, zur Strafe hinter die Tafel gestellt worden zu sein - für welches Vergehen weiß ich nicht mehr - und einige Ohrfeigen bekommen zu haben.


Don Nicola Bux: "Die Kirche befindet sich in voller Krise"

Edward Pentin hat ein Interview veröffentlicht, das Msgr. Nicola Bux dem NationalCatholicRegister gegeben hat.
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     "MSGR BUX: WIR BEFINDEN UNS IN EINER VOLLEN GLAUBENSKRISE"
Der Theologe und frühere Berater der Glaubenskongregation ruft den Papst an, eine Glaubenserklärung abzugeben und warnt davor, daß der Papst, wenn er die Doktrin nicht hütet, keine Disziplin auferlegen kann. Von Edward Pentin

                           Msgr. Nicola Bux.
                            Foto lafedequotidiana

Dienstag, 18. Juli 2017

EIne "alla breve"-Anekdote aus Santa Marta

BenoîtXVI-et-moi teilt heute eine Anekdote aus Santa Marta mit ihren Lesern. Sie verbürgt sich für die absolute Zuverlässigkeit ihrer klerikalen Quelle, der aus gutem Grund-wie wir mittlerweile wissen- nicht namentlich genannt werden möchte.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                          "KURZNOTIZ AUS SANTA MARTA"
"Eine der weniger verstörenden, die mir ein mitlesender Priester schickte....Die Geschichte passierte vor einigen Tagen." (....)
                 "DIE LETZTE GESCHICHTE AUS SANTA MARTA"
Eine Gruppe junger Priester aus der selben Diözese, die gerade geweiht wurde, hat gemeinsam eine Pilgerfahrt nach Rom gemacht. Sie sind keine Traditionalisten sondern junge Priester von heute, mit weißem Hemd mit Priesterkragen, klassisch, fromm, normal , sehr glücklich über das Geschenk Christi, daß sie gerade empfangen haben. Sie haben natürlich darum gebeten -und es wurde ihnen gewährt- in Santa Marta frühstücken zu dürfen und dem Papst vorgestellt zu werden und auch darum mit ihm bei der Morgenmesse konzelebrieren zu dürfen.
Sie erscheinen also zur vereinbarten Stunde in Santa Marta und setzen sich auf den ihnen zugewiesenen Platz. Ein Sekretär weist den Papst aus sie hin, der dann auf sie zugeht.
Der Papst: "Woher kommt ihr?" 
Sie- ganz stolz- "Aus der Diözese X" 
Er- mit dem Gesichtsausdruck der schlechten Tage:" Ah, in X gibt es noch viele Priester. Das bedeutet, daß es dort ein Problem gibt, das Problem der Differenzierung," und setzt seinen Weg fort.
Die jungen Priester sehen sich entgeistert gegenseitig an, beraten sich und gehen, ohne gegessen zu haben. Und lassen sich für den nächsten Tag von der Konzelebration in Santa Marta  befreien."

Quelle:benoîtXVI-et-moi.

Luther - die Pleite des Jahres?

Wie konnte das nur so weit kommen? Alles war so gut geplant, die Werbeindustrie, die Spielwarenindustrie, die Tourismusindustrie - alle hatten sie dieses Jahr auf die selbe Karte gesetzt.
Ein Magnet sollte er werden - der Luther. Der Mann, dem es vor 500 Jahren gelungen war, mit Hilfe der Mächtigen die Katholische Kirche "zu sprengen".
Er wollte eine Kirche nach seinem Gusto, eine, die seine Lebensweise goutiert. Die Mächtigen der damaligen Zeit sahen ihre Chance eher in Landgewinn, Machtgewinn, Geldgewinn.... Die Talerchen in den Augen verstellten den Blick für den Verlust des spirituellen, dem später ein großer Glaubensverlust folgte. Wir haben es ja damals im Religionsunterricht gelernt, was für ein großer Held dieser Luther doch und was für ein strahlend schönes Deutschland nach ihm kam.
Besonders im Norden und Osten fiel sein "neuer Glaube" auf fruchtbaren Boden und viele glauben immer noch, sie seien die besseren Menschen.
Nun ja, inzwischen ist sie ja weitgehend dahin, die protestantische Pracht und Herrlichkeit. Deshalb hat man sich ja auch mehr ins Lager der Politik verzogen und verkündet jetzt freudenvoll als neuen Glauben, was der Luther damals als Ausgeburt der Hölle bezeichnet hätte.

Trotzdem hat man bei den Evanglischen ein Glaubensfest geplant. Groß sollte es werden, höher als alle Berge, tiefer als alle Seen, grüner als Spaniens Blüten und roter als der Wein, den der Ketzer so gerne getrunken hat.

Ein guter Anfang war gemacht. Denn man hatte sich eine Frau engagiert, die in Sachen Eigen-PR über die Jahre viel Respekt verdient hatte - bei den üblichen halt ...
Was sollte da schon schief gehen?
Nun - offensichtlich alles.
Vor einigen Tagen beschrieb die FAZ in einem sehr gut recherchierten Artikel den trostlosen Zustand der diversen Lutherveranstaltungen, die zwar alle schön geplant sind und richtig was hermachen - aber das Publikum bleibt aus.
Die FAZ schreibt: "Die Zwischenbilanz fällt jetzt, in der Mitte des Jubiläumsjahrs, ernüchternd aus. Weltausstellung in Wittenberg, Kirchentag in Berlin, „Kirchentage auf dem Weg“, Abschlussgottesdienst – überall lagen die Zahlen niedriger als vorausgesagt.
und vermutet, dass das nachlassende Besucherinteresse wohl daran liegt, dass alles etwas zu groß geraten ist.:
"Die Veranstalter versprachen „ein Gefühl wie beim Sommermärchen 2006“, als eine sonnige Fußball-Weltmeisterschaft das Land und seine Besucher wochenlang in Verzückung versetzte."
Das zeigt den Größenwahn der Protestanten. Drunter wollten sie's wohl nicht machen. Und hatten darüber wohl auch vergessen, dass das Sommermärchen doch nach der Niederlage gegen Italien schnell vorbei war.
Die Zahlen sind allgemein deprimierend, das ist in dem FAZ-Artikel auch gut beschrieben. Ich kann ihn also nur empfehlen -und die Kommentare noch dazu. Ist ja nicht so schön, wenn man von einer der größten deutschen Zeitungen so in der Luft zerrissen wird - zumal die Evangelischen das ja gar nicht gewohnt sind.
In solchen schlechten Zeiten ist es gut, wenn man Freunde hat. Und diese Freundschaften werden ja von der EKD seit einiger Zeit sehr intensiv gepflegt - manches Bild deutet ja schon fast auf innige Zuneigung zwischen dem Vorsitzenden der DBK und dem Ev. Landesbischof hin ...

Jedenfalls sind diese Freunde so glücklich über diese innige Zuneigung, dass man heute bei katholisch.de lesen kann:
"Katholisch in Lutherstadt - positive Halbzeitbilanz"

Echt jetzt? Bischof Feige beschreibt es dann so:
"Das Konzept von 'Katholisch in Lutherstadt' wird gut angenommen. Die Vertreter der einzelnen Bistümer, die wochenweise vor Ort sind, unterstützen und bereichern das katholische Leben in der Stadt", erklärte der Magdeburger Bischof am Montag in Bonn.
WOW! Da wird doch nicht etwa eine heimliche Missionierung stattfinden?

George Neumayer : "Die Kirche in jesuitischer Gefangenschaft"

George Neumayer faßt im American Spectator die einzelnen Ernennungen von Jesuiten auf strategisch wichtige Posten in Kirche und Kurie als Ausdruck einer "liberalen jesuitischen Gefangenschaft" der Kirche zusammen. Und wir?
An den Wassern zu Rom sitzen wir und weinen, wenn wir an die Kirche denken...
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"PAPST FRANZISKUS ARBEITET MIT GLEICHGESINNTEN LIBERALEN JESUITEN ZUSAMMEN UM DIE KIRCHE ZU DEMOLIEREN"

Jorge Bergoglio ist der erste Jesuit, der Papst wurde und wird vielleicht auch der letzte Jesuit sein, der Papst ist- im Licht des Chaos gesehen, das er in der Kirche anrichtet. Aber wer weiß?
Immerhin baut er das Kardinalskollegium mit liberalen Ernennungen auf, in der Hoffnung, daß sie im nächsten Konklave einen modernistischen Klon wählen werden.

Auf jeden Fall war es außerordentlich kühn, daß die Kardinäle in dem Moment einen Jesuiten wählten, als dieser religiöse Orden am korruptesten und theologisch brüchigsten war, um die Kirche zu leiten.
Diese Tatsache allein wird Gibbonianischen Historikern in Zukunft Stoff für Untersuchungen über Niedergang und Fall der modernen Katholischen Kirche geben.

Bergoglio ist um die Zeit des revolutionären Fermentes des Geistes des II.Vaticanums eingetreten,in den Jesuiten-Orden eingetreten , genau weil er eine liberale Revolution in der Kirche vorantreiben wollte. Als linker Polit-Aktivist, mit einem paraguayanischen Kommunisten als Mentor, neigte Bergoglio natürlich zu den Jesuiten, weil sie die Orthodoxie zugunsten "sozialer Gerechtigkeit" (was aber just die Fördderung des Kommunismus bedeutete) und trendigem Psychogeschwätz aufgaben.
Es sollte niemanden überraschen, daß der Slogan dieses Pontifikates "who am I to judge"  und "Ungleichheit ist die Wurzel allen Übels" von einem lateinamerikanischen in den Liberalismus der 60-er Jahre eingetauchten Jesuiten kommt.



Kardinal Duka würdigt Kardinal Meisner....


Kardinal Duka würdigt Kardinal Meisner
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"Er war für mich ein Ratgeber": Kardinal Duka über sein Verhältnis zu Kardinal Meisner"


"Wir haben Abschied genommen von einem echten Kölner Erzbischof", sagte Kardinal Duka, und zwar im Sinne der mittelalterlichen Sitte, Köln als Roma Cisalpina zu bezeichnen: Ein Rom diesseits der Alpen. Denn Kardinal Meisner sei "ein Unterstützer und geistlicher Führer der Kirche in vielen kommunistischen Ländern" Osteuropas gewesen. " (....)


Auch der Domdechant des Kölner Domes äußert sich nach der Totenmesse für Kardinal Meisner über seine Erinnerungen
 
      

Quelle: CNA, ewtn