Donnerstag, 18. September 2014

5 Kardinäle schreiben ein Buch

Und so sieht es aus, das "corpus delicti"
Bereits vor seinem Erscheinen machte das zur Bischofssynode zum Thema  "Wiederverheiratete Geschiedene"- mit der berüchtigten Kasper-These- verfaßte Gemeinschaftswerk von 5 Kurienkardinälen - Furore.
Der Papst sei irritiert-so sagt man in eingeweihten Kurienkreisen......
                                               
                                     "In der Wahrheit Christi bleiben"

                                      


Die französischen katholische Zeitschrift "La Croix" schreibt dazu :   klicken

Cinq cardinaux rappellent leur ferme position doctrinale avant le Synode sur la famille

À l’approche du Synode des évêques sur la famille, la parution d’un ouvrage, où figurent plusieurs cardinaux en fonction dans la Curie réfutant la proposition à l’égard des divorcés remariés du théologien Walter Kasper, contrarie le pape François.

"Fünf Kardinäle bekräftigen ihre feste doktrinale Position vor Beginn der Familiensynode"


 "Während sich die Bischofssynode zur Familie nähert,  ärgert das Erscheinen eines Buches, in dem 5 Kurienkardinäle den Vorschlag Kardinal Kaspers für die wiederverheirateten Geschiedenen zurückweisen, Papst Franziskus.
Bereits vor seinem offiziellen Erscheinen macht dieses Buch Furore, wie ein Prälat der römischen Kurie berichtet. Das Buch das "In der Wahrheit Christi bleiben" heißt und in Frankreich am 25. September  in der Edition Artège erscheint, ist eine Sammlung von Texten mit großer Namen in der Kirche, insbesondere denen von 5 Kardinälen: Walter Brandmüller, em. Präsident des Päpstlichen Komitees für die Historischen Wissenschaften, der Benedikt XVI sehr nahe steht, Raymond Burke, aktueller Präfekt des Obersten Gerichts der Apostolischen Signatur, Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna, Papst Johannes Paul II nahe, Velasio de Paolis, em Präfekt für die Wirtschaftsbelange des Hl. Stuhls und nicht zuletzt Gerhard L. Müller, Präfekt der Glaubenskongregation.

"IRRTÜMER IN DER INTERPRETATION DER BARMHERZIGKEIT"
Die von Pater Robert Dodaro, dem Präsidenten des Patristik-Institutes am Augustianum Rom gesammelten Texte , wollen die vom deutschen Kardinal Walter Kasper bei der Eröffnung des Konsistoriums im Februar vorgetragene Proposition zum Zugang zu den Sakramenten für die wiederverheirateten Geschiedenen für die kommenden zwei Synoden zurückweisen.
Wie der französische Herausgeber des Buches zusammenfaßt, will es es die Unmöglichkeit zeigen, die Idee der katholischen Version von einigen Praktiken der Orthodoxen Kirche mit der katholischen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe für bestimmte wiederverheiratete geschiedene Paare in Einklang zu bringen.
Diese Idee könne nur "zu falschen Interpretationen von Treue und Barmherzigkeit führen"
Papst Franziskus, der während des Konsistoriums seine Bindung an den Kasper-Text erkennen ließ, soll sich (nach einer dem Papst nahe stehenden argentinischen Quelle) durch die Veröffentlichung dieses Gemeinschaftswerkes wenige Tage vor Beginn der Synode irritiert gezeigt haben.
Er soll Kardinal Müller gebeten haben, nicht an der Arbeit am Buch teilzunehmen, in dem auch die Texte zweier Jesuiten enthalten sind.  Der Präfekt der Glaubenskongregation hat seine Position schon bei anderen Gelegenheiten klar gemacht.

Kardinal Kasper, der das neue Buch noch nicht kennt, sagte gegenüber La Croix, er habe sich beim Papst dafür verwandt, daß es nicht zu einem "Streit der Kardinäle komme". Am Ende des Konsistoriums im vergangenen Februar hatte Papst Franziskus für die Einheit der Kardinäle plädiert. 
Das Werk wird in mehreren Sprachen erscheinen und schließt an andere Stellungnahmen zu diesem stacheligen Sujet, wie der der Bischofs von Antwerpen, Msgr. Bonny, an.
Die 2-wöchige Synode der Bischöfe wird am kommenden 5. Oktober in Rom eröffnet. "






Quelle: Sebastien Maillard/la Croix

Auf nähere Einzelheiten und Textstellen des Buches geht rorate caeli ein:   klicken



Mittwoch, 17. September 2014

Sandro Magister: "Exile to Malta for Cardinal Burke"

Sandro Magister begleitet die vaticanischen Umbau-und Abrissarbeiten in seinem Vaticanischen Tagebuch.
Nächster zu entsorgender Kandidat ist nach seinen Informationen als Vaticanisten-Urgestein, Kardinal R. Burke, dem ein Exil in Malta bevorsteht.
Das erinnert irgendwie an das athenische Scherbengericht, das Männer, die zu mächtig zu werden drohten, es bereits waren oder den Regierenden im Wege standen- durch mehrheitliche Namensnennung auf einer Tonscherbe ins Exil zwang. Allerdings nahmen alle Wahlberechtigten an diesem Scherbengericht teil.

"Exile to Malta for Cardinal Burke"

"As the impeccable prefect of the supreme tribunal of the apostolic signatura, he is on the verge of being demoted to the purely honorary role of “patron” of an order of knighthood. At the behest of Pope Francis "

Titel des Magister -Beitrags:     "Exil in Malta* für Kardinal Burke"
"Als tadelloser Präfekt des obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur, steht er kurz davor, in die Rolle eines "Kardinal-Patrons" des Malteser-Ritterordens, mit ausschließlich repräsentativer Funktion demontiert zu werden". Hier geht´s zur englischen Version des Magister-Textes:     klicken
* eigentlich müßte man es mit "Exilierung nach Malta" übersetzen.
Das wäre nach Magister ein beispielloser Vorgang.

"This would be a move that seems to have no precedent."


Und er führt aus, daß der Titel eines "Kardinal-Patrons" des Ordens bisher ein reiner Ehrentitel war, der Kardinälen zusätzlich zu ihrem eigentlichen Amt in der Kurie verliehen wurde. Das Motiv für diese beispielloser Degradierung liefert er auch gleich mit und es wirt kein gutes Licht auf den Charakter des amtierenden Pontifex:
"Frei in seinem Urteil, gehörte er zu den wenigen, die kritische Bemerkungen zu "Evangelii Gaudium" machten, er verlieh seiner Meinung Nachdruck, dass dieses Schreiben eine Orientierungshilfe sei aber nicht wirklich lehramtlich. Und im Hinblick auf die kommende Synode bezog er wiederholt Stellung gegen Kardinal Kasper, der wie wohl bekannt in der Gnade von Papst Franziskus steht- und seinen Ideen zur Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion."

"Free in his judgments, he has been among the very few to make critical remarks on “Evangelii Gaudium,” pointing out that in his view it is orientational but not truly magisterial. And in view of the upcoming synod of bishops, he has repeatedly taken a stand against the ideas of Cardinal Walter Kasper - well known to be in the good graces of Pope Francis - in favor of communion for the divorced and remarried."


Dieser Beitrag Magisters in seinem Diario Vaticano im L´Espresso hat sich in den katholischen blogs in Windeseile verbreitet. Es wird darauf hingewiesen, daß Magisters Quellen immer zuverlässig sind und er sich bisher nie oder sehr selten geirrt hat.

Rorate-caeli  kommentiert lesenswert.     klicken:
Messa in Latino schreibt: "Kardinal Burke. Der Papst will seinen Kopf"    klicken

Die to-do-Liste der ÖRM oder die Kultur des Todes

Nachdem die ersten Themen bis hin in die Kindersendungen abgearbeitet und in jeder aber auch jeder Daily-Soap angekommen sind ( habitueller Ehebruch, Abtreibung à la carte, Patchwork-Famlie als Ideal, HS-Ehe nebst Nebenwirkungen, PID) wurde es für die "Vordenker" der Nation Zeit, sich der nächsten Aufgabe anzunehmen und die heißt-wie man aus Programm & Inhalten leicht erkennen kann, : Euthanasie.
Wieder geht es quer -und doch nicht so unauffällig, wie die Programm-Macher wohl hofften- durch alle Programme: Im ZDF beginnt es im MoMa-wo eine so naive wie ahnungslose Moderatorin einen "Sterbehelfer" (Hehler von Todesdrogen könnte man auch sagen) nach seinen Gefühlen beim Sterbenhelfen befragt, alles positiv, wunderbar, und soooo human, geht über die Daily Soaps in nachmittags- und Vorabendprogrammen weiter, und endet bei verlogenen, dem Propaganda-streifen "Ich klage an" aus den alten Zeiten in nichts nachstehenden, rührseligen Spielfilmen über Todkranke, die lieber sterben wollen, als "ausgeliefert" zu sein ( der Krankheit -bei einem angenommenen "Recht aauf Gesundheit", der bösen Medizin, den bösen Ärzten, der bösen KM-Transplantation) und deshalb heldenhaft in die Schweiz reisen und dort dem Hinweisschild EXIT folgen.Hinterher wird mit ihrer Heldenasche irgendein Gewässer verschmutzt ( die teure Freiheit, als Fischfutter zu enden).
Propaganda wohin man schaut.
Ziel: Durchsetzung der Legalisierung der Euthanasie (die nebenbei bemerkt so "eu" gar nicht ist) mit neidischem Blick auf das Nachbarland Belgien, wo schon alle Schranken gefallen sind und es auf dem Weg nach unten kein Halten mehr gibt.

Gute Nachrichten oder der tweet des Tages

Große Freude



...und beim BR kann man dazu dieses  klicken  finden

Dienstag, 16. September 2014

Vor 2 Jahren "Ecclesia in Medio Oriente" vor Ort im Libanon

Am letzten Tag seiner Libanonreise, dem 16. 9.2012 feierte Papst Benedikt XVI die Hl. Messe in Beirut-City Waterfront.

Das CTV-Video von der Messe kann man hier sehen :     klicken

Das vaticanische Archiv bietet die deutsche Übersetzung der Predigt an:     klicken
Auch damals war es im Nahen und Mittleren Osten nicht friedlich, u.a. darauf ging der Pontifex in seiner Predigt ein:
"Berufung des Christen und der Kirche ist es zu dienen, wie der Herr selbst es getan hat: unentgeltlich und allen, ohne Unterschied. So müssen sie der Gerechtigkeit und dem Frieden dienen; in einer Welt, wo die Gewalt ihren Todes- und Vernichtungszug unaufhörlich ausweitet, ist es eine Dringlichkeit, sich für eine brüderliche Gesellschaft, für den Aufbau der Gemeinschaft einzusetzen! Liebe Brüder und Schwestern, ich bitte den Herrn besonders darum, dieser Region des Nahen Ostens Diener des Friedens und der Versöhnung zu senden, damit alle in Frieden und würdig leben können. Das ist ein wesentliches Zeugnis, das die Christen in Zusammenarbeit mit allen Menschen guten Willens hier erbringen sollen..."

Im Anschluss an die Messe betete er mit den Gläubigen vor Ort den Angelus
auch hier gibt es ein Video:       klicken
und hier den deutschen Text:     klicken

"Die Gewalt und der Haß überfallen das Leben, und die Frauen und Kinder sind die ersten Opfer. Warum so viele Greuel? Warum so viele Tote? Ich rufe deshalb die Internationale Gemeinschaft an! Ich appelliere deshalb an die arabischen Länder, damit sie als ihre Brüder gangbare Lösungen vorschlagen, die die Würde jedes Menschen, seine Rechte und seine Religion achten! Wer Frieden stiften will, muß aufhören, den anderen als ein Übel anzusehen, das zu beseitigen ist. Es fällt nicht leicht, im anderen einen Menschen zu sehen, der zu achten und zu lieben ist; doch ist eben dies notwendig, wenn man Frieden stiften möchte, wenn man Brüderlichkeit will (vgl. 1 Joh 2,10-11; 1 Petr 3,8.12)."

Abschiedszeremonie auf dem Flughafen Rafic Hariri in Beirut
hier das Video       klicken
und hier die Ansprache:      klicken

"Da nun der Augenblick des Abschieds gekommen ist, verlasse ich mit Wehmut den geliebten Libanon....." 

Opus-Dei-Bischof Don Alvaro Del Portillo wird selig gesprochen

 Vatican Insider/La Stampa berichtet über die bevorstehende Seligsprechung Don Alvaros     klicken

                                                    Alvaro del Portillo con Ratzinger

 

"Die Seligsprechung Del Portillos wird ein großes Volksfest werden."
Kardinal Amato leitet am 27.9. die Zeremonie für den Nachfolger des Hl. Escriva   

Sie werden aus 80 Ländern der Welt nach Madrid kommen, um an der Seligsprechungszeremonie für Don Alvaro del Portillo, dem ersten Nachfolger San José Maria Escrivas , die am 27.9. auf der weiten Ebene von Valdebebas stattfindet, teilzunehmen. Das Organisationskomitee der Seligsprechung erwartet u.a. die Ankunft von Gruppen aus Korea, den Emiraten, Island, Indien, Macao, Nigeria, Neuseeland, Rußland, Trinidad-Tobago und Südafrika.
Der Hl. Messe wird Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Heiligsprechungskongregation, vorstehen, die er gemeinsam mit Kardinälen, Bischöfen, und Priestern von 5 Kontinenten feiern wird. Mit den spanischen Bischöfen werden Hunderte Priester mit ihren Gläubigen in Bussen anreisen, einige von ihnen werden mehr als 12 Stunden fahren müssen, um die Reisekosten überschaubar zu halten.

Das Organisationkomitee für die Seligsprechung Bischofs Portillo, das  betonte seine Sprecherin Teresa Sabada,  wollte, dass die ganze Feier seinem Geist brüderlicher Liebe und Solidarität mit denen, die bedürftig sind, entspricht, dem Geist, der das Leben Alvaros del Portillo charakterisiert, von seinen Bemühungen um eine Katechese für Jugendliche aus den Randbezirken Madrids in den 30-er Jahren, bis zu jenem Impuls, die er sozialen und erzieherischen Projekten in aller Welt gab- dem Beispiel San Josemarias folgend.

Der Friede, der I. Weltkrieg, Papst Franziskus und Antonio Socci

In seinem blog  "Il Straniero" schreibt Antonio Socci:      hier geht´s zum Original:    klicken

"Der politisch korrekte Friede von Papst Bergoglio"
"Papst Bergoglios Pilgerfahrt nach Redipuglia, zur Gedenkstätte der Opfer des I. Weltkrieges ist ein bedeutungsvolles Ereignis. Es kann nicht auf einen generellen Appell für den "Frieden in der Welt" reduziert werden.
Auch weil er dramatische Töne anschlug: " vielleicht können wir von einem Dritten Weltkrieg sprechen, der "stückweise" gegen Verbrechen, Massaker, Zerstörungen geführt werde..

Das ist eine Äußerung, die einer Vorahnung ähnelt und einen nicht unbeeindruckt lassen kann. Auch weil er innerhalb weniger Tage das zweite mal vom Dritten Weltkrieg gesprochen hat. Darüber muß man nachdenken.

Schon Benedikt XVI hatte in seiner ersten Generalaudienz, am 27.4. 2005, die Wahl dieses Namens mit einem überraschenden historischen Rückgriff auf den Großen Krieg erklärt. " Ich wollte mich Benedikt nennen, um mich gedanklich mit dem verehrten Pontifex Benedikt XV zu verbinden, der die Kirche in einer auf Grund des I. Weltkrieges bewegten Periode leitete. Er war mutig, ein authentischer Prophet des Friedens und er arbeitete daran, zuerst mit großem Mut, das Drama des Krieges zu vermeiden und dann daran, die unheilvollen Konsequenzen zu begrenzen. Auf seinen Spuren möchte ich mein Amt in den Dienst der Versöhnung und Harmonie zwischen den Menschen und Völkern stellen, weil ich zutiefst vom großen Gut des Friedens, einer zerbrechlichen und zu erflehenden Gabe Gottes, überzeugt bin, die man Tag für Tag in der Mithilfe aller pflegen muss."

In diesem historischen Rückgriff Ratzingers ( Papst von außerordentlicher Weisheit) vereinten sich präzise Philosophie und Geschichtstheologie. In der Tat befinden wir uns jetzt am Ende eines tragischen Zyklus´ , der vor genau 100 Jahren begann.
100 SCHWARZE JAHRE
1914  wurde die Büchse der Pandora geöffnet. die in der griechischen Mythologie alles Böse enthielt, das dann die Welt überschwemmte. Seither sind die Dämonen in der Welt unterwegs ( nicht nur die Dostojewskis)

Wer bei der Landtagswahl am Sonntag wirklich verloren hat!

das ist die Demokratie!

Verschämt heißt es überall nur, die Wahlbeteiligung sei sehr niedrig gewesen,  noch niedriger als ohnehin schon, und genaue Zahlen findet man nicht.
Es gibt jedoch die Wahlämter und da steht es schwarz auf weiß
In Brandenburg haben lediglich 47,9 % aller Bürger gewählt.
Das bedeutet, dass eine, wie auch immer sich schlussendlich konstituierende Mehrheit, gehen wir mal von rot-rot-grün aus, zwar  56,4 % aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt, damit jedoch lediglich 27,01Prozent aller wahlberechtigten Bürger repräsentiert.

In Thüringen sieht die Sache ähnlich schlimm aus, die Regierungsbildung wird schwierig, aber egal wie sie aussieht, und wahrscheinlich läuft es auch hier auf rot-rot-grün oder rot-schwarz hinaus, was dann eine hauchdünne Mehrheit von 1em Sitz (50,5%) bedeuteten würde, aber das wären dann wiederrum nur 26,6% aller wahlberechtigten Bürger.
Wer will kann es selber nachrechnen.

Diesen rund 27% aller wahlberechtigten Bürgern, stehen also vielleicht, vielleicht aber auch nicht, die Interessen von rund 73% der anderen entgegen.
Jedoch repräsentiert die jeweilige Regierung, egal wie rum man es sieht,  nur eine  Minderheit der Wahlberechtigten
Ich habe mal gelernt, dass es um Grundgesetze zu ändern, einer 2/3 Mehrheit bedürfe, das sind rund 67%.
Diese 2/3 Mehrheit sei sozusagen die Manifestation des Volonté Générale des Jean Jacques Rousseau.
In meinem Geschichtsunterricht, damals vor ewigen Zeiten wurde uns noch beigebracht, dass diese volonté générale sozusagen etwas sakrales, göttliches, sei.
Dass die ins politische gewendete Idee, des sensus fidei, der sich, was die Glaubenswahrheiten angeht, nicht irren kann.

Montag, 15. September 2014

"Bist du zu konservativ......."

Der Vaticanista von La Stampa- Marco Tosatti hat heute einen Artikel über die vollumfängliche  "De-Ratzingerisierung" des Vaticans,  veröffentlicht.
Rorate-Caeli hat ihn ins Englische übersetzt  - hier geht´s zum Text, den wir dankend verlinken: klicken
und dazu diese Überschrift gewählt:

 "Bist du zu konservativ- raus aus der Römischen Kurie!"
und einige sehr aussagekräftige Fotos von Stalin und seiner Kamarilla dazu gestellt.

"Aus Spanien hören wir, daß der Sekretär der Kleruskongregation, der Spanier Erzbischof Celso Morga seinen Aufenthalt im Vatican nach 26 Jahren, aber nur 4 in der bedeutenden der Stellung, die er augenblicklich innehat, beendet.
Wir sprechen hier über einen durchgesickerten Brief ( Vatileaks 2.0, oder wie war das noch ?) aus dem Staatssekretariart an die Bischofskongregation, in dem gebeten wird, zu klären, ob bald eine Diözese ( ihre Bedeutung wäre irrelevant) frei werde, um den Erzbischof dorthin zu schicken.

Erzbischof  Morga mag einige Eigenschaften haben, die ihn für die gegenwärtige Atmosphäre in der päpstlichen Entourage unpassend erscheinen lassen. Er ist als "konservativ" bekannt, was immer damit gemeint sein soll, und dafür, daß er zu Ratzingers Zeit Sekretär der Kongregation war. Celso Morga steht dem Opus Dei nahe und das scheint ein weiteres Element  von Interesse zu sein.
Die letzten Gerüchte machen ihn zum Bischofs-Co-Adjutor in Mérida-Badajoz. Andere sprechen von Santiago de Compostela, während Barcelona weniger wahrscheinlich ist, weil das den Kardinalshut bedeuten würde.
Dennoch, wenn Celso Morgans Entfernung aus einer Position, die von der päsptlichen Entourage als "sehr sensibel" eingestuft wird, schon in den Medien auftaucht, jedenfalls im Augenblick in den Spanischen und wenn sie international angekündigt wird, sieht es so aus, als ob ein Großreinemachen auf allen Ebenen einiger Kongregationen stattfindet, mit dem Entfernen von Leuten, die als der Ratzinger-Linie zu nahestehend beurteilt werden, oder als "konservativ".
Versetzungen. Entfernungen und Entlassungen, verschiedene Ernennungen kleinen oder mittleren Kalibers helfen dabei, zu verstehen, daß wir vielleicht nicht über etwas Zufälliges reden: im Gegenteil."
Quelle: LaStampa. Marco Tosatti, rorate caeli.blospot.

Ecclesia in Oriente

Vor zwei Jahren unternahm Papst Benedikt XVI seine letzte Auslandsreise, er fuhr in den Libanon, um den orientalischen Kirchen die Apostolische Exhortation "Ecclesia in Oriente" zu übergeben,
Vieles hat sich seither im Nahen und Mittleren Osten für die Kirchen grundlegend zum Schlimmstmöglichen verändert.

Am 14. 9. 2012:
übergab Papst Benedikt XVI in Beirut den orientalischen Kirchen die Apostolische Exhortation "Ecclesia in oriente"

             

Das vaticanische Archiv bietet die deutsche Übersetzung der Ansprache anläßlich der Unterzeichnung in der St. Paulsbasilika in Harissa an:          klicken

am 15. 9. 2012
Vom Treffen mit den politischen, religiösen und kulturellen Würdenträgern des Libanons im Präsidentenpalast Baabda in Beirut:
hier das Video:  klicken    und hier der deutsche Text der Ansprache:     klicken

am 15.9.2012
Treffen mit den Jugendlichen auf dem Vorplatz des maronitischen Patriarchates in Beirut.
Hier geht´s zur deutschen Fassung der Ansprache:   klicken
und hier zum Video von Radio Vatican :  klicken








Sonntag, 14. September 2014

Die Kinder von Bethlehem

Und du Bethlehem im Lande Juda bist keineswegs die geringste unter den führenden Städten Judas, denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden wird. ( Matth. 2, 6)

          

Auch blinde Medienhühner finden mal ein Korn....oder späte (immerhin!) Erkenntnisse zur Regensburger Rede

So mancher Journalist, der vor 8 Jahren (vor allem jene, die weder mit der Geschichte des byzantinischen Reiches und seinem jahrhundertelangen Kampf gegen islamische Eroberunsgelüste noch mit der der christlichen Gemeinden seit der Urkirche im Nahen und Mittleren Osten vertraut waren) entsetzt die Hände hob und zu allerlei verbalen Schlägen gegen den damaligen Pontifex, (felix regnante), Benedikt XVI ausholte, hat sich jetzt angesichts der unfassbaren Gräueltaten der ISIS an den religiösen Minderheiten, voran den Christen, erneut mit der Rede befaßt und sein Urteil, das damals schon falsch war, revidiert.
Auffällig ist dabei, dass es besonders die englischsprachigen Journalisten sind, die zu derlei Selbstkritik fähig sind ( sollten sie weniger ideologisch verseucht sein als ihre deutschsprachigen Kollegen, vielleicht nicht glauben, daß sie als Meinungsdiktatoren bestellt sind?)
Der bisher Letzte in ihrer Reihe ist David Gibson in  der amerikanischen Ausgabe der Huffington Post.


Er titelt:  "Pope Benedict XVI´s Regensburg lecture gets a second look in the wake of the Islamic State".     Hier geht´s zum Originaltext:    klicken


Das katholische blog "Aleteia" veröffentlicht heute als "Leitartikel" ebenfalls eine Beurteilung der Reaktionen auf die Regensburger Rede.
Titel: "Die prophetische und mißachtete Stimme Benedikts XVI in Regensburg"  
Untertitel: " Ausgehend von der Vernunft hatte er den Islam zum Dialog eingeladen und alle- einschließlich des Westens- griffen ihn gnadenlos an."        Hier geht´s zum Original:  klicken
"Die prophetische Stimme..."
Der laizistische Westen, Politiker, Intellektuelle und Medien, hat den Vorschlag mißachtet und ist so, ohne es zu wollen, durch Nichtstun gegenüber dem Fundamentalismus Komplize geworden, der den Islam bis hin zu einer Vernichtungsideologie manipuliert hat. 

Samstag, 13. September 2014

"Verlangen wir jetzt Reziprozität von den Muslimen!" Bischof Ghirelli legt nach und das Morden der ISIS geht weiter

Wie Lorenzo Bertocchi bei "La Nuova Bussola Quotidiana" schreibt, hat sich der Bischof von Imola, Msgr. Tommaso Ghirelli noch einmal zum Thema Kalifat und ISIS zu Wort gemeldet.
Hier geht´s zum Originaltext   klicken

"Die Völker islamischen Glaubens sollen von ihren Autoritäten dazu gebracht werden, sowohl den Heiligen Krieg als auch Eroberungskrieg und Zwangsmissionierung auszuschließen. Noch einmal hat sich der Bischof von Imola, Msgr.Tommaso Ghirelli zum Thema Kalifat und Flüchtlinge zu Wort gemeldet, nachdem und obwohl er bereits Zentrum eines wahren Mediensturms geworden war. In den Kolumnen der diözesanen Wochenzeitung "Il Nuovo Diario Messaggero" untermauert Ghirelli  in diesen Tagen seine Gedanken mit Argumenten.

In seinem vorhergehenden Interview hatte der Bischof von den unter uns lebenden Muslimen verlangt, öffentlich gegen die Verfolgungen und Akte der Grausamkeit Stellung zu beziehen, ansonsten sollten sie den Mut haben, sich aus unserem Land zu entfernen: Das ist der inkriminierte Satz, der die üblichen Gutmenschen, Politiker und Nichtpolitiker, erschütterte, die sich sofort verpflichtet fühlten, sich zu empören. Nichts Neues, wenn man an die Reaktionen auf die Äußerungen Kardinal Biffis oder Bischof Maggiolinis zum Problem der islamischen Immigration in den 90-er Jahren denkt.
Um voreilige Schlüsse zu vermeiden, wird es gut sein, über die neuen Worte Monsignor Ghirellis nachzudenken.

Seit Jahrzehnten leben die christlichen Gemeinden im Mittleren Osten in der Situation verfolgter Minderheiten, schreibt Ghirelli - bis zu dem Punkt, daß wer kann, ins Ausland flieht, sie bitten um die Hilfe des Westens oder des Hl. Stuhls.
Die Kraftanstrengung, ihnen zu helfen, ist imponierend und lobenswert, auch weil sie sich allgemein positiv auf die örtliche Bevölkerung auswirkt, nicht nur für die Christen.

Freitag, 12. September 2014

Komische Welt oder Gedanken über die Religion des Friedens, die immer gleich beleidigt ist

es gibt einen sehr wahren Spruch, der besagt "wer austeilt, der muss auch einstecken können"
Nun gibt es seit ca. 1400 Jahren eine Religion, die sehr gut im Austeilen ist, aber sobald sie einstecken muss, gleich anfängt zu piensen.

Schauen wir mal in der Geschichte zurück.

Da war ein dänischer Karrikaturenzeichner, der es wagte, unter dem Eindruck diverser Attentate, diverse Karikaturen zu veröffentlichen, die den Gründer der "Religion des Friedens" (ist ironisch gemeint)  mit einer Bombe im Turban darstellten.
Darauf waren die Anhänger selbiger "friedlicher" Religion so beleidigt, das sie anfingen auf den Straßen zu randalieren und damit dem Karrikaturenzeichner ja Recht gaben, was ich  schon damals putzig fand.

Dann, vor genau 8 Jahren hielt Papst Benedikt seine Regensburger Rede, worin er einen byzantinischen Kaiser zitierte, der ja den Islam  sozusagen als Betroffener und Zeitzeuge erlebte und ihn ähnlich einstufte, wie der dänische Karikaturist.
Die Folge? Nun man war wiederum so beleidigt, dass man wiederum auf den Straßen randalierte und es sogar zu Toten kam.
Hier haben wir einen kurzen Exkurs von H. Broder zu den Extrawürsten, die der Westen gegenüber dem Islam gebraten hat.

Googlet man ein bisschen, so findet man Unmengen von Artikeln (aus der Zeit von vor 2014) die uns alle erklären, dass der Islam ja nicht so ist, und dass jeder der findet. der Islam sei doch recht aggressiv und so Sachen wie Janitscharen, Eroberung von Byzanz und die Türken von Wien bzw, das Thema Frauen und Islam thematisiert, ein böser Wicht ist.

Also nachdem nun alle (ist ironisch gemeint) eingesehen haben, dass sowohl der dänische Karikaturist, als auch Papst Benedikt und der von ihm zitierte Kaiser Manuel, einfach unrecht  haben, und ja, seien wir ehrlich, seit dem Friedensgebet im Vatikan, hat uns die Religion des Friedens ja sowas von dermaßen gezeigt, wie wenig nett und tolerant und friedfertig sie ist und wie wenig Achtung vor dem anderen Geschlecht und überhaupt vor jedem Menschen sie hat, das ist einfach unglaublich.

Und was geschieht jetzt?
Man fasst es kaum, sie sind schon wieder beleidigt!
Und zwar nicht über die IS Leute, die sich aufführen, wie es einfach unvorstellbar  ist, nein, über diejenigen die feststellen, dass die IS Leute sich aufführen, wie es unvorstellbar ist und die konstatieren, dass die IS Leute sich bei ihren Taten auf den Koran und das Vorbild des Gründers berufen.

Niemand geringeres als die SPD Generalsekretärin ist beleidigt, wenn man die Terrorgruppe IS als radikal islamisch bezeichnet.
Werte Frau Fahimi, die bezeichnen sich selber so! und denken von sich, nicht dass sie radikal-islamisch sind, sondern normal islamisch!

An Maria Namen ...

... sagt der Sommer Amen!


Bei uns hat es gerade 9 Grad und Dauerregen ....

... aber man will ja nicht meckern:

In Calgary hat seit 3 Tagen auch der Herbst Amen gesagt, dort spricht man von "Snowtember"