Freitag, 6. Mai 2016

Wegweiser durch das Labyrinth von Amoris Laetitia, Fortsetzung

Fortsetzung
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2.
In Nr 299 sagt der Text: "Getaufte, die geschieden und wiederverheiratet sind, müssen mehr in die Christliche Gemeinde auf verschieden Weise integriert werden, während man jede Möglichkeit eines Skandales vermeidet
Auch das muß immer in Betracht gezogen werden. Sollte der Priester einem wiederverheirateten Geschiedenen oder in Kohabitation Lebenden, die Absolution erteilen, ist es nötig in Erinnerung zu rufen, daß man die Hl. Kommunion  nur empfangen kann, wenn man nicht als wiederverheiratet oder in Kohabitation lebend bekannt ist, sonst würde es einen Skandal unter den Gläubigen hervorrufen,

Die Erklärung des Päpstlichen Rates für Legislative Texte vom 7.Juli 2000 zur Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Hl. Kommunion sagt:
"Jene Gläubigen, die geschieden und wiederverheiratet sind, werden nicht als in einer Situation ständiger Sünde lebend angesehen, wenn sie aus ernsten Gründen, wie  z.B. das Aufziehen von Kindern -die Verpflichtung zur Trennung und der Aufgabe zum Leben in voller Abstinenz - also sich aller ehelichen Akte zu enthalten, nicht nachkommen, wären sie in der Lage die eucharitsihe Kommunion zu empfangen- und zwar "remoto scandalo."

"Remoto scandalo" bedeutet, daß die Kommunion privat empfangen werden kann, an einem Ort, wo nicht bekannt ist, daß man geschieden und wiederverheiratete oder in Kohabitation lebt, um Probleme unter den Gläubigen zu vermeiden,


3. 

Das ist auch die Perspektive um zu verstehen, was in Nr. 305 geschrieben ist:

Wegen mildernder und,abschwächender Faktoren ist es möglich, daß eine Person in einer objektiven Situation  der Sünde- für die sie subjektiv nicht schuldig ist -als Person in Gottes Gnade leben, lieben und im Leben der Gnade und Barmherzigkeit wachsen kann ,während sie die Hilfe der Kirche dazu erhält. Differenzierung muß dabei helfen, mögliche Wege zu finden, Gott zu antworten und innerhalb der Grenzen zu wachsen."


Hier wiederholt die Exhortationausdrücklich, daß es nötig ist, in der Gnade Gottes zu sein, um die Kommunion zu empfangen.

Das ist keine menschliche sondern eine göttliche 
Norm, weil die Hl, Schrift verkündet : "Wer immer das Brot ißt, oder den Kelch des Blutes des Herrn auf unwürdige Weise trinkt - ist schuldig der Profanierung des Leibes und Blutes des Herrn. Es prüfe sich also jeder selbst und esse dann das Brot und trinke den KelchWeil jeder, der ißt und trinkt ohne den Leib zu erkennen, sich das Gericht ißt und trinkt. Deshalb sind viele Kranke unter euch, und viele sind gestorben ( 1. Kor. 11, 27-30)

4. 

Dann ist da das, was in Fußnote 351 geschrieben ist, und das die Hilfe der Kirche für die betrifft, die objektiv im Zustand der Sünde ist: ",,,in bestimmten Fällen kann das die Hilfe der Sakramente einschließen. Daher will ich die Priester daran erinnern, daß der Beichtstuhl keine Folterkammer sein soll sondern eher eine Begegnung mit der Gnade des Herrn (Evangelii Gaudium, 44) Ich würde auch darauf hinweisen,  daß die Eucharistie kein Preis für die Perfekten ist sondern eine kraftvolle Medizin und Nahrung für die Schwachen." (EG 47)
Hier sagt der Papst nicht, tout court- daß den wiederverheirateten Geschiedenen  die Kommunion erteilt werden sollte.
Er sorgt dafür, daß die, die bereut haben und in der Gnade leben, was bedeutet, ohne ehebrecherische Beziehung  oder Unzucht, die Kommunion empfangen können und an der Eucharistie teilhaben und sogar die Hl. Kommunion empfangen können, Remoto scandalo.

5. 

Auch wenn der Papst sagt, daß die Eucharistie kein Preis für die Perfekten ist, sondern kraftvolle Medizin und Nahrung für die Schwachen, betont er etwas zutiefst Wahres. Genau deshalb, weil wir alle schwach sind, auch wenn wir in der Gnade Gottes leben, müssen wir uns mit diesem Brot stärken um uns auf der Reise in den Himmel zu stärken.
Aber es ist immer noch wahr, daß einer, der spirituell tot ist, weil er in Todsünde lebt,  bevor er sich selbst von der heilbringenden Nahrung ernährt, wiederbelebt werden muß und das übernatürliche Leben durch die Beichte, die die Hl, Kirchenväter als zweite Taufe bezeichnen-wieder gewinnen muß.
Deshalb ist das richtige Sakrament für den, der spirituell tot ist, die Beichte. Sonst wird das, was die Hl. Schrift sagt, wahr "wer immer das Brot ißt und den Kelch des Herrn unwürdig trinkt,  wird schuldig der....des Hl.Leibes und Blutes des Herrn." (1Kor. 11, 27)

Wegweiser durch das Labyrinth von Amoris Laetitia

Sandro Magister veröffentlicht auf seiner website www.chiesa einen Beitrag de Theologen aus dewm Dominikaner-Orden Angelo Bellon, der sich als Wegweisung durch die veschlungenen Pfade von Amoris Laetitia versteht.
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"INSTRUKTIONEN UM DEN WEG IM LABYRINTH VON AMORIS LAETITIA NICHT ZU VERLIEREN"

Absichtlich in vager Form geschrieben erlaubt die postsynodale Exhortation zwei entgegengesetzte Wege hinaus. Ein dominikanischer Theologe zeigt hier den richtigen. Wie in einem kleinen Katechismus für den Gebrauch durch Priester und Gläubige. 



Einen Monat nach der Veröffentlichung der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia"wird immer offensichtlicher, daß es bei ihrer Interpretation und Anwendung eine wachsende Unsicherheit und Verwirrung gibt, von den Bischofskonferenzen zu den kleinen Gemeinden mitten im Nirgendwo"-so die kraftvolle Kritik des berühmten deutschen Philosophen Robert Spaemann, ...und langjähriger Freund Joseph Ratzingers.
Hier folgt der Text von Angelo Bellon


"INSTRUKTIONEN ZUM LESEN DER POSTSYNODALEN EXHORTATION AMORIS LAETITIA"
In der Exhortation "Amoris Laetitia" betrifft die kontroverseste Frage die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen, die jedoch nie ausdrücklich erwähnt wird.
Man muß darauf hinweisen, daß in allen 8 Kapiteln die Sprachen manchmal sehr ungenau ist und dadurch zu Schlußfolgerungen führen kann die nicht nur unterschiedlich sondern sogar entgegen gesetzt sind.
Deshalb -möchte ich im Hinblick auf dieses Kapitel einige generelle Überlegungen präsentieren und dann die kontroversesten Ausdrücke überdenken.

HAUPTKRITERIEN EINER INTERPRETATION

1.Das erste Kriterium der Interpretation ist das des Kontextes, in dem die Exhortation gelesen werden muß, um Verdrehungen zu vermeiden.
Dieser Kontext wurde von Johannes Paul II in der Enzyklika "Veritatis Splendor", speziell in Fußnote 100 geliefert:

" Die Entwicklung der Morallehre der Kirche ist ähnlich der der Glaubensdoktrin. Die Worte , die Johannes XXIII bei der Eröffnung des II. Vaticanischen Konzils kann auch auf die Moraldoktrin angewendet werden:"Diese sichere und unveränderliche Lehre der die <gläubigen Gehorsam schulden, muß besser verstanden und auf eine an die Bedürfnisse der Zeit angepaßte Weise fortgesetzt werden muß. In der Tat ist dieses depositum fidei und die darin in unserer.....Zeit enthaltene Wahrheit ist eine Sache,die Art in der diese Wahrheiten ..werden ( mit ihrer intakten Wahrheit) ist etwas anderes."

Deshalb kann man die hermeneutischen Prinzipien der Interpretation hier finden: die Dokumente des Lehramtes, einschließlich der zu Moral-Themen, müssen gemäß der Hermeneutik der Kontinuität und Entwicklung interpretiert werden. Und sicher nicht gemäß der Hermeneutik der Diskontinuität, Ruptur oder Veränderung des Lehramtes alles Zeiten."


Donnerstag, 5. Mai 2016

Msgr, Forte plaudert eine Äußerung von Papst Franziskus über die Mehrheitsbischöfe bei der Synode aus und Antonio Socci kommentiert das.

Msgr. Bruno Forte, Bischof von Chieti-Vasto und Generalsekretär der Synode hat jetzt bei einem öffentlichen Treffen im Teatro Rosetti in Vasto eine Äußerung von Papst Franziskus über die Mehrheit der Synodenväter, die sich seinen Plänen verweigert  haben, als Anekdote ausgeplaudert "Die da, du weißt nicht, welchen Saustall die uns anrichten."

"Nicht urteilen, aber alle Blicke auf die Barmherzigkeit lenken, aber ohne auf die Wahrheit Gottes
zu verzichten. Es ist leicht, zu sagen "diese Familie ist ein Fehlschlag", schwieriger ist es, ihr zu helfen und dabei nicht zu scheitern. Niemand sollte sich aus der Kirche ausgeschlossen fühlen."
Das ist der Sinn der Exhortation Amoris Laetitia, nach Msgr. Bruno Forte, dem Bischof von
Chieti-Vasto und Spezialsekretär der Synode.
Er hat dabei einem darüber vor kurzem bei einem öffentlichen Treffen im Teatro Rosetti in Vasto gesprochen, wo er unterstrich, daß Amoris Laetitia "keine neue Doktrin sondern die Anwendung
der Barmherzigkeit, dieses alten Weines, der-wie wir wissen- immer besser wird."

Insgesamt hält die Apostolische Exhortation nach Msgr. Forte alles zusammen: Barmherzigkeit und Wahrheit, Pastoral und Doktrin, auch wenn das Hauptgewicht auf denen liegt, die sich nicht ausgeschlossen fühlen sollen.
Aber Msgr. Forte hat auch Hintergründe der Synodenarbeit enthüllt, die vielleicht helfen, die politisch höchst korrekte Sprache zu überwinden und das Dokument besser zu verstehen. Jedenfalls was die aus medialer Sicht wichtigste Frage betrifft - anders gesagt die Disziplin der Sakramente für die wiederverheirateten geschiedenen Paare.

"Wenn wir ausdrücklich von der Kommunion für die wiederverheirateten geschiedenen Paare sprechen", berichtete Msgr. Forte, der sich auf eine scherzhafte Bemerkung von Franziskus bezog: "die da, du weißt nicht, welchen Saustall sie für uns anrichten." Also wir sprechen nicht auf direkte Weise- als ob es Prämissen und dann Schlußfolgerungen gäbe, wenn-wäre ich es, der sie ziehen würde,"
Nachdem er diese Anekdote erzählt hatte, scherzte er : "Typisch für einen Jesuiten,"

Antonio Socci schreibt dazu:

"La Nuova Bussola informiert uns, daß Msgr.Bruno Forte, Protagonist der Synode und Promotor von Amoris Laetitia bei einem öffentlichen Treffen einen der Hintergründe der Synodenarbeit enthüllt, die uns die Regierungsmethode Bergoglios verstehen läßt, die der List, der Dissimulation und der Täuschung und auch, welches schon immer seine Absichten waren (den wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion  zu geben)
Er läßt uns auch verstehen, wegen welcher Überlegungen Bergoglio die Synode abhielt und die Mehrheit der Synode, über die er sich lustig machte ("die da"), der Kirche seine Minoritäre Idee aufzuzwingen: es scheint klar, daß die Schlußfolgerungen schon geschrieben waren und daß Bergoglio nicht die Absicht hatte, auf den Hl.Geist zu hören. weil der durch die Mehrheit der Synodenväter Dinge sagte, die Bergoglio nicht hören wollte (die da, du weißt nicht ....)

Die Enthüllung von Msgr, Forte, macht auch verständlich, welches der wahre Inhalt von Amoris "Furbizia" ist.
Wenn solche "Schurkereien" vielleicht- einem Jesuiten anstehen, gehören sie sich sicher nicht für einen, der der Stellvertreter Christi sein sollte, der Hüter der guten Lehre, der die Heilige Synode respektieren und auf die Stimme des Hl. Geistes hören sollte, die zu ihm durch die Kirche spricht."


Berufungs-Boom in der Kirche in Pakistan

Über agenzia fides, das Nachrichtenorgan der Pontifikalen Missionarischen Werke, erreicht uns aus Lahore / Pakistan eine vielleicht überraschende Meldung, die sich besonders die erneuerungswütigen Bischöfe der DBK deren Diözesanseminare zunehmend verwaisen, zu Gemüte führen sollten,
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                 "ASIEN- PAKISTAN:  BERUFUNSBOOM FÜR DAS PRIESTERAMT"
"Die Kirche in Pakistan lebt ihren Glauben in täglichen Schwierigkeiten in einem Land,  in dem 95% der Bevölkerung muslimisch ist. Sie ist glühend in ihren Berufungen zum Priesteramt und zum Geweihten Leben- bezeichnet durch den Segen Gottes, der seinem Volk immer nahe ist, wie Pater Inayat Bernard,  Rektor des Kleinen Seminars Sainte Marie von Lahore agenzia fides mitteilte.


                      

Pater Bernard, der das Seminar mit 26 jungen Seminaristen leitet, bringt die Zahlen in Erinnerung,
die für die an Berufungen blühende Kirche in Pakistan charakteristisch sind, 23 Ordinationen von Diözesanpriestern seit Anfang 2015, 15 neue Diakone, die sich auf die Priesterweihe in diesem Jahr vorbereiten. In der Zwischenzeit studieren im Nationalen Theologie-Institut in Karachi 79 Seminaristen, während das Große Seminar Fl. Franziskus-Xaver in Lahore 96 Seminaristen zählt.

"Das sind Zahlen, die eine blühende Zukunft für die Katholische Kirche, kommentiert Pater Bernard- ohne die Zahlreichen Nominierungen der weiblichen Orden zu vergessen, ein Hoffnungszeichen. das selbst in diesen schwierigen Umständen Zuversicht und Mut einflößt."

Es ist wahr, daß die Christliche Gemeinschaft in der komplexen sozio-politischen Situation, die Pakistan charakterisiert manchmal unter aktiver Diskriminierung leidet, wo es auch Episoden von Gewalt gibt, wie zuletzt beim Oster-Attentat von Lahore, "als die Terroristen blind religiöse, Zivile und militärische Objekte angegriffen haben" stellt der Priester fest.
"Dennoch beschädigen die Schwierigkeiten nicht die Glaubensfreiheit der Bevölkerung sondern bestärken sie und heute sehen wir die Früchte, "schließt er.
Es ist schon wahr, daß das Martyrium, das wir manchmal erleiden, in sich selbst Saat für neue Christen und bleibt ein Geschenk Gottes, darin daß nur der Glaube erlaubt, zu verstehen und zu leben."

Quelle: agenzia fides

CHRISTI HIMMELFAHRT

                                       
                                               LOBET GOTT IN SEINEN REICHEN

                 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Der Osservatore Romano gibt den Anhängern eines relativistischen Polytheismus Gelegenheit, ihre Ablehnung des Christentums zu veröffentlichen,


Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo einen Beitrag von Marco Vannini im Osservatore Romano. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ES GIBT KEINE RELIGION MEHR. DEM OSSERVATORE GEFÄLLT DER MONOTHEISTISMUS NICHT."

parolin
Es gibt keine Religion mehr. Dem Osservatore Romano gefällt der Monotheismus nicht. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich jetzt bemüht, die Beilage des Osservatore Romano für Frauen in Form eines Magazins neu zu lanzieren.
An seiner Seite waren am 3. Mai in der Filmothek des Palazzo San Carlo natürlich der Direktor der Tageszeitung des Hl. Stuhls, G. Vian, und die Koordinatorin von "Donne, Chiesa, Mondo", Loretta Scaraffia
Anwesend war auch der Präfekt das neugegründeten Sekretariates für Kommunikation, Msgr. Dario Edoardo Viganò, der auf Grund der aktuellen Phase der Restrukturierung der Medienkompetenz die höchste Autorität im Vatican für die Materie sein wird.
Aber seltsamerweise hielt er sich im Hintergrund des Saales -unter den Zuschauern stehend- und schweigend aufgehalten.
Seltsam- aber nicht zu sehr. Vor einem Monat, in einem Interview für " La Rossoporpora" hatte Viganò nicht sonderlich ausführlich im Hinblick auf die Zukunft des Osservatore Romano Stellung bezogen. Er hatte die Reduzierung seiner aktuellen Seitenzahl auf ein kleines Bulletin zum Gebrauch durch die Kongregationen und die Gebäude rund um den Vatican vorhergesehen, weil es für uns es ein bißchen die offizielle Zeitung ist, angesichts dessen. das in ihr die Nominierungen bekannt gegeben werden. Während es für die Artikel eine Wochenausgabe gibt, wie es schon für die Ausgaben in anderen Sprachen der Fall ist.
Kein Wort über die Beilage "Donne, Chiesa, Mondo" das er - Viganò- wohl maßgeblich eher schließen als neu lanzieren wollte, angesichts der steigenden Spesenkosten in Zeiten des Sparens.
Kardinal Parolin- zu den Kosten der neuen Zeitschrift befragt- hat geantwortet, daß es einen Mäzen gibt und zwar die Italienische Post, auf die die Kosten zukommen.
Aber es ist offensichtlich, daß die Partie im Vatican noch nicht beendet ist. Und in dieser Phase des unsicheren Übergangs versteht man nicht mehr, wer im Mediensektor das Sagen hat und wer kontrolliert, was veröffentlicht wird. 
Besonders "Donne,Chiesa, Mondo" wurde auf ein Potpourri reduziert, das in seiner Märzausgabe, mit exzessivem Leichtsinn die Fähigkeit der Frauen verkündet hatte, in der Messe die Predigt zu halten und dabei das Verbot, das Papst Franziskus persönlich zu Beginn seines Pontifikates ausgesprochen hatte, ignoriert.
Dem folgte ein öffentliches Autodafé für den Osservatore Romano - bewirkt von einem der Schuldigen: dem Prior von Bose, Enzio Bianchi
Der Osservatore Romano korrigierte sich. Keine Kanzel für die Frauen,
Aber ein noch erhellenderes Beispiel für den aktuellen Verwirrungszustand ist am vergangenen
26. April in einem Artikel im Osservatore Romano mit dem Titel "Der Nachteil des Monotheismus", der einen berühmten Ägyptologen und Religionstheoretiker, den Deutschen Jan Assmann betrifft.

Schon der Autor des Artikels  wirft einige Fragen auf. Es ist Marco Vannini, Florentiner,
berühmter Gelehrter und Mystikforscher, aber mit Positionen die vom Katholischen Credo
extrem weit entfernt sind.

Kardinal Müller, Reisender in Sachen Opera Omnia, Fortsetzung

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Fortsetzung....

Gibt es mehrere Passagen dieser Art in "Bericht über die Hoffnung"?

Wie z.B. die Passage über die Lehrer: es gibt schöne Seiten, die den Erziehern un d Lehrern gewidmet sind und die über die Armen, weil es auch spezielle Seiten, die ihnen gewidmet sind, gibt, dann eine Passage über die Jungen.....

Eine Tatsache, die viele überrascht hat, ist die Freundschaft  Kardinal Müllers mit Gustavo Gutiérrez....

Sicher ist Kardinal Müller gut mit Gustavo Gutiérrez befreundet.  Sie haben sich in Peru kennen gelernt, wo Müller lange Zeit war und unsere spanische Sprache gelernt hat. Aber wie Aristoteles sagte: "Ich bin der Freund Platos áber mehr noch bin ich der Freund def Wahrheit."  Damit will ich sagen, daß die Freundschaft mit G.Gutiérrez nicht bedeutet, daß der Kardinal naiv ist und daß er nicht auch kritische Worte über diese Positionen findet.

Was eint sie und was trennt sie?
Müller hat oft wiederholt, daß die "wahre Befreiungstheologie" so wie er sie versteht, in Opposition zum Marxismus ebenso wie zum aktuellen Wirtschaftsliberalismus steht" Müller hat auch auf der Tatsache bestanden, daß es die sehr konkrete Habgier des Menschen ist und nicht die anscheinend allmächtigen Marktmächte und eine sozio-strukturelle Sünde sind- und daß der Mensch konkrete Entscheidungsmöglichkeiten hat.
Ich werde hier nicht in eine Konfrontation mit G. Gutiérrez eintreten, die dem Buch "Bericht über den Glauben" fremd wäre. Ich möchte nur daran erinnern, was Müller im Buch sagt: Daß das Lehramt auf kritische Weise Aspekte der Befreiungstheologie beurteilt, einige andere auch positiv bewertet hat, daß er die sozioanalytische Mediation und den Gebrauch konzeptionell marxistischer Instrumente kritisiert hat; aber daß er andere Elemente -wie die Überwindung der dualistischen Position zwischen "da oben" und "hier unten" positiv bewertet hat. Mir scheint, daß es sich um ein ausgewogenes Urteil handelt, das nur von nicht-katholischen, wenig universellen Gemütern zurückgewiesen werden kann, die nicht fähig sind, eine herzhafte Debatte zu führen.
  
Aber was bleibt von der Befreiungstheologie, wenn man ihr den Marxismus - in dem was er an Philosophischem und Indigenismus, in dem was er an kulturellem und sozialistischem in der Wirtschaft hat, nimmt?
  
Ich denke, daß ich darüber schon etwas bei der vorigen Frage gesagt habe.Als wir von der Befreiungstheologie sprechen, haben wir uns auf ein extrem breites und variationreiches Konzept bezogen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Die Befreiungstheologie auf die Sie sich beziehen- als einer   Summe aus Indigenismus, Marxismus und Sozialismus ist eine ihrer formen, und genau die, die Kardinal Müller kritisiert. Diese "Befreiungstheologie" hat im Lauf der Zeit bereits ihre Sterilität bewiesen: Priester, die ihr Amt aufgegeben haben, Christen, die ihr sakramentales Leben aufgegeben haben...Kardinal Müller schlägt vor, nicht die wertvollen Elemente dieser theologischen These zu vergessen-als sozialer Dimension der Sünde, wo Arbeit in eine adäquate Relation zum "da oben" zum "hier unten" eintritt.
Kardinal Müllers Analyse der zeitgenössischen Gesellschaft ist so klarsichtig wie pessimistisch.  Wo ist die Hoffnung?

Der Kardinal hat bei unserer Unterhaltung sehr darauf bestanden, nicht Optimismus mit Hoffnung zu verwechseln.
Jemand kann auf eine Weise sehen, daß  eine Gesellschaft auf dem Weg zum Tode  weitergeht und bereits in einer Kultur des Todes lebt (wie Johannes Paul II sie qualifizierte, der von einigen des Pessismus beschuldigt wurde)  und dennoch mit großer Hoffnung leben.

Welche konkreten Hoffnungszeichen sieht er in unserer Gesellschaft?

Ich werde Ihnen eine Passage aus dem Buch vorlesen: " Es gibt viele Männer und Frauen in in der Politik und in der Wirtschaft, die sich mühen, für das Gemeinwohl zu arbeiten oder - dem Beipeil ihrer Vorfahren folgend-viele junge Paare, die Kinder haben wollen und sich dann auf
verantwortungsvolle Weise um sie kümmern, was ihre Zukunft und ihre Bildung angeht. Einem Kind das Leben zu schenken, ist ein mächtiges Bild um uns daran zu erinnern, daß die Hoffnung nicht täuscht und möglich ist. 
Im Wunder der Geburt eines Kindes erleben wir den Ursprung alles dessen, was wir sind und tun, es gibt ein Geschenk, ein du, das uns das Geschenk des Lebens gibt ohne etwas dafür zu erwarten, eine große Liebe empfängt uns in einer Familie und hat immer über uns gewacht hat."

Wieder erscheint die Familie...
  
Ja sicher wird die Hoffnung -wie immer-daher kommen, daß wir fähig sind, kreative Minoritäten zu generieren.

Es ist das zweite mal, daß Sie sich auf dieses Konzept beziehen.....
Dieser Punkt der "kreativen Minoritäten" erscheint mir essentiell. Genau da sind die Zeichen der Erneuerung und man kann sie darin sehen, daß wir fähig sind, diese kreativen Minderheiten, mit den Tugenden, die sie charakterisieren- zu generieren.



Wie sollen wir sie definieren?

Ich werde wieder Kardinal Müller zitieren: "Sie fragen mich jetzt nach den Zeichen, die die Fruchtbarkeit der kreativen Minderheiten erkennbar machen. Ich würde vor allem sagen, daß diese Zeichen nicht einfach ein Produkt sind und daß -als Konsequenz- nur die Augen, die über iene weiteres ...hinausschauen können.
Die Liebe ist ein unzweifelhaftes Zeichen dieser Fruchtbarkeit, eine Eigenschaft, die Dank der....erworben wurde indem sie Handlungen wiederholen ,die die Fähigkeiten des Menschen zum Handeln entwickeln, die es ihm ermöglichen, Gutes zu tun und das, was er tut, gut zu tun,
Die anderen Tugenden einer kreativen Minderheit werden auf alle Fälle die Tugenden sein, die sie zusammen halten: Vertrauen, das Zusammengehörigkeitsgefühl, Freude und Großzügigkeit, und die Anerkennung des Überflusses, den man empfangen hat. Dankbarkeit, Verantwortung dafür zu arbeiten und etwas Gemeinsames zu bauen, Eine kreative Minderheit erkennnt man da wo
Gastfreundschaft, Empfangsbereitschaft für den anderen erkennbar sind, wo Ghetto-und Bunkermentaltität vermieden werden, und wo die Tugenden einer solchen Minorität alles was kreativ ist,sind: Kühnheit, Großmut und Demut, die die Größe Gottes anerkennt.
Damit die Kirche diese Elemente hervorbringt, wie muß sie sich von ihrem eigenen Niedergang regenerieren, den der Kardinal erkennt?
                                                         

Extra ecclesiam nulla salus

Das ist ein fester Bestandteil unseres Glaubens, an dem nicht zu rütteln ist.

Und so hörten wir letzten Sonntag in der zweiten Lesung, wie es uns dereinst im "Neuen Jerusalem" ergehen wird. Die Neue Stadt, die ob ihrer Größe ja fast die ganze Menschheit beherbergen könnte, wird uns ja in der Offenbarung des Johannes sehr deutlich beschrieben.

Beschrieben wird aber auch, dass diese Stadt von sehr hohen dicken Mauern umgeben ist und nur je ein Tor pro Himmelsrichtung hat.

Diese Mauer war dann auch Thema der Predigt ... denn wie kann es sein, dass eine neue Stadt, die alle Menschen aufnehmen könnte, eine Mauer braucht. Nun zuerst wurde uns das mit den Dämonen erklärt, die natürlich in dieser Stadt keinen Platz haben ... aber ansonsten sind dort alle Menschen willkommen. Alle Menschen? Nun es ging eine Weile hin und her von wegen Ausgrenzung und all dem, was uns da so täglich von den Medien serviert wird. Aber am Ende kam er doch zur Offenbarung zurück, wo eben eindeutig drinsteht, dass nur die, die Christus nachfolgen im Neuen Jerusalem aufgenommen werden. Klartext nennt man sowas.

Wenn nun aber alle, wie von Politik und Medien gewünscht, in das Neue Jerusalem aufgenommen werden sollen, gibt es für uns viel zu tun. Wir müssen nämlich die, die ansonsten an den unüberwindlichen Mauern scheitern würden zu einer Nachfolge Christi bewegen. Das heißt im Klartext Mission. Gar nicht so einfach in diesen Tagen.

Da reibt man sich dann auch verträumt die Augen, dass sich der Bayerische Rundfunk gerade darüber entrüstet, dass es doch tatsächlich christliche Gruppen gibt, die die Vorgaben unseres Herrn:

Dienstag, 3. Mai 2016

Kardinal Müller Reisender in Sachen Opera Omnia Benedikts XVI

Nachdem Kardinal Müller im April  in Bygoszcz  / Polen in Sachen Opera Omnia war, hat er
heute in Madrid sein  Buch "Informationen über die Hoffnung" vorgestellt, ein Interviewbuch
mit Carlos Granados dem Generaldirektor der Bibliothek Christlicher Autoren.
In einem Interview befragt Carmelo Lopez-Arias von "religionenlibertad"   Pater Granados zu "Informationen über die Hoffnung"
Hier geht´s zum Original  klicken  

FÜR KARDINAL MÜLLER IST DIE GEFAHR EIN CHRISTENTUM VON GERINGER INTENSITÄT
So hat Jesus Christus nicht gepredigt.....

"Am 3. Mai um 12:30 präsentierte Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, in der
Aula Magna der De Vitoria Universität in Madrid sein Buch "Nachrichten über die Hoffnung" ein Interviewbuch mit dem Priester und Theologen Carlos Granados, Generaldirektor
der Bibliothek für Christliche Autoren. Pater Granados betreut die spanische Ausgabe der Opera Omnia von Joseph Ratzinger.
Es gab 2 volle Tage Zeit für das Interview im Vatican, denen eine lange Vorbereitungszeit auf die geplanten Themen zwischen dem spanischen Priester und dem deutschen Kardinal vorausgegangen
war und eine intensive Nachbearbeitung folgte. Das Resultat ist ein wichtiger Text für die
zukünftige Kirche, wie es ein anderes Interview-Buch war, das vor 30 Jahren geschrieben wurde...

Es ist unvermeidlich an "Bericht über den Glauben" von Kardinal Ratzinger im Gespräch mit Vittorio Messori zu erinnern......

Der Titel ruft tatsächlich den dieser anderen Unterhaltung von Vittorio Messori und Joseph Ratzinger in Erinnerung, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war. Das soll sicher auch eine Hommage an den Papa emeritus sein, mit dem der derzeitige Präfekt gut bekannt und freundschaftlich verbunden ist. Aber vor allem soll es eine Art in Dialog mit der modernen Welt zu treten, aufzeigen, für die Kirche, die den Dialog vom Gesichtspunkt des Glaubens führt, dabei ihren Glauben nicht versteckt, als sei der ein Hindernis für den Dialog, sondern im Verständnis, daß der Glaube ein Licht ist, ein Licht, das auf den Leuchter gestellt werden muß, damit das ganze Haus erleuchtet wird. Daher dieses "Gespräch über den Glauben".

Was mutmaßte dieses Buch 1985 ?

Es war eine heitere, klärende und eloquente Diagnose der laufenden Vorgänge, die man demaskieren mußte: es ist nötig , daß jemand die großen Bewegungen beim Namen nennt, die versuchten die Kirche durch die Hintertür und den Glauben der Gläubigen zu infiltrieren, um sie von innen zu sprengen. Diese Kraft zu demaskieren und den Dingen einen Namen zu geben, war ein große Beitrag von "Bericht über den Glauben"

Was hat sich seitdem geändert?

Was sich seitdem geändert hat? Es scheint, daß das große Problem des heutigen Menschen vor allem die Hoffnung ist. Die Zeichen? Vor allem die Angst, die Angst Kinder zu bekommen, die immer ein Zeichen der Hoffnung sind. Daher die schwere Krise des Geburtenrückgangs an der wir im Westen leiden und die auch andere Weltgegenden kontaminiert hat, die Angst zu heiraten, ein dauerhaftes Engagement einzugehen, auch die Angst vor dem Phänomen des Terrorismus, die unser Zutrauen in eine bessere Zukunft unterminiert, die Angst vor den Krisen (wirtschaftlich, sozial...) die unsere komfortable Welt erschüttern. Die Angst ist das große Symptom einer Krise der Hoffnung, das auf diese Situation antwortet.

Nach Amoris Laetitia. Worüber dürfen die Priester urteilen?

Stefan Kampowski, Professor für Philosophische Anthropologie am Päpstlichen Johannes Paul II-Institut schreibt bei La Nuova Bussola Quotidiana über die Beurteilung der Situation der Gläubigen und ihren Stand der Gnade -nach Veröffentlichung von "Amoris Laetitia".
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"BEI WIEDERVERHEIRATETEN GESCHIEDENEN BETRIFFT DAS URTEIL DIE LEBENUMSTÄNDE. ES STEHT DEN PRIESTERN NICHT ZU, ÜBER DIE SEELEN DER GLÄUBIGEN ZU URTEILEN."

"Im 8. Kapitel seiner postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia" reflektiert Papst Franziskus das Thema der Begleitung, der Differenzierung und der Integration (AL 291-312) Es handelt sich unzweifelhaft um das meistdiskutierte Kapitel in der öffentlichen Debatte.

Besonders das vom Dokument vorgeschlagene Thema der Differenzierung verdient Klärung. In einer viel zitierten Passage stellt der Papst fest, daß die Gläubigen sich vielen Schwierigkeiten gegenüber sehen, auf Grund derer es nicht - nicht mehr - möglich ist, zu sagen, daß alle die, in irgendeiner sogenannten "irregulären Situation" sind, sich in Todsünde befinden (AL 301)
Hier muß man zugeben, daß diese Lehre nicht neu ist. Eher handelt es sich um einen Aspekt, der durch die Tradition und durch das Lehramt der Kirche erworben wurde.
In Wirklichkeit konnte man das, von dem Franziskus behauptet, man könne es jetzt nicht mehr sagen, nie sagen. Johannes Paul II schreibt in "Ecclesia de Eucharistia": "Das Urteil über den Stand der Gnade geht offensichtlich nur den Betroffenen an, weil es sich um eine Wertung des Gewissens handelt." (Nr.37)

Liest man dort weiter, wo der Hl.Vater mitteilt, daß die Differenzierung dynamisch und immer für neue Etappen des Wachstums offen ist (AL 303), hätte der Text vielleicht klarer sein müssen. Tatsächlich ist das, was Objekt der Differenzierung sein sollte, überhaupt nicht klar.
Franziskus verlangt vielleicht von den Priestern, den Seelenhirten, zu differenzieren (in Wirklichkeit ist differenzieren ein Synonym für richten), wie es bei ihnen um den Stand der Gnade bestellt ist.
Das wäre wirklich eine Neuheit, und ein zutiefst ironische: Es würde bedeuten, daß eben der Papst, der den erinnerungswürdigen Satz aussprach "who am I to judge?" die Priester der Kirche auffordert, auf Kosten ihrer reuigen Gläubigen das Urteil zu fällen, das der allgemeine Kirchenlehrer, der Hl. Thomas von Aquin "leichtsinnig" nennt.

Für Thomas sind die Bedingungen für ein leichtsinniges Urteil zahlreich, eine von ihnen ist, daß die Person, die über verborgene  will, über die  nur Gott urteilen kann. (Kommentar zum 2. Römerbrief)
Der Aquinate erklärt, daß während Gott uns das Urteil über die äußeren Dinge zu urteilen anvertraut, er sich das über die inneren Dinge selbst vorbehält" (Kommentar zum Matthäus-Evangelium).
Der Hl.Thomas spricht so über die Unmöglichkeit über den Stand der Gnade anderer zu urteilen.
Das Konzil von Trient spricht von der Unmöglichkeit, über den eigenen Stand der Gnade zu urteilen, wenn es bestätigt: "Keiner kann mit Glaubenssicherheit ohne jede Irrtumsmöglichkeit wissen, die Gnade Gottes erhalten zu haben." (Erklärung zur Rechtfertigung, Kapitel 9).
Bis jetzt hat die Kirche immer Gott die Beurteilung über den Stand der Gnade der Person überlassen, der zu den "inneren Sachen" gehört,  und hat sich im Gegenteil darauf beschränkt. über die äußeren, objektiven Zustände des Lebens zu urteilen.

Montag, 2. Mai 2016

Papst Benedikt XVI hat einen Brief an das polnische Joseph-Ratzinger-Institut geschrieben



Papst em. Benedikt XVI hat dem polnischen Joseph-Ratzinger-Benedikt XVI-Institut in Bydgoszcz. das seine Opera Omnia in Polen betreut, einen Brief geschrieben.
Gefunden hat ihn La Vigna del Signore (grazie), veröffentlicht hat ihn die Fondazione Ratzinger.
Hier geht´s zum Original: klicken  
         

                                                  " Liebe Freunde,
Mit Freude höre ich, daß Tarcisio Bertone, mein ehemaliger Staatssekretär in der Woche vom 2.-10. April zu Ihnen kommen und über die Kontinuität und Weiterentwicklung der pastoralen Aktivitäten von meinem Pontifikat zu dem von Papst Franziskus sprechen wird.
Ich benütze die Gelegenheit, um Ihnen ganz herzlich zu danken, für die große Arbeit, die Sie leisten, um meine Werke und mein  theologisches Denken in Polen bekannt zu machen. 
Sie wissen, daß es mir nie darum ging, eine eigene persönliche Theologie zu entwickeln, sondern daß ich einfach dem Glauben der Kirche und seinem Verstehen in unserer Zeit dienen wollte.
So hoffe ich, daß auch die Arbeit Ihres Institutes letztlich dazu hilft, daß der Glaube in unserer Zeit neu lebendig wird und kraftvoll wirken kann.
Mit herzlichen Segenswünschen für die österliche Zeit"

Im Herrn
Benedikt XVI

Quelle: Fondazione Ratzinger, La Vigna del Signore                    

Außerhalb der Orthodoxie...Socci zu Spaemann, Zanatta, Cuniberto & Alvi und ihrer Kritik an Papst Franziskus

Antonio Socci hat einige gewichtige kritische Stimmen zu Amoris Laetitia und der Flüchtingspolitik des Pontifex gesammelt und auf IlStraniero veröffentlicht. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER PHILOSOPH UND FREUND RATZINGERS TADELT BERGOGLIO : ER VERSTÖSST GEGEN DAS GÖTTLICHE GESETZ UND RISKIERT EIN TRAGISCHES SCHISMA"

"In den konformistischen Zeitungen und bei den Gaunern des Fernsehens überwiegen wie immer die Fans des argentinischen Papstes, aber in der Welt der Denker (seien sie Laien oder Katholiken) haben sich jetzt beunruhigte Stimmen erhoben, sowohl wegen der bergoglianischen Zerstörung des Katholizismus als auch wegen der zerstörerischen politischen Ideologie des antiglobalen peronistischen Papstes  (der "Economist" hat ihn wegen seiner Ideen über den vom imperialistischen Kapitalismus angezettelten Weltkrieges direkt mit Lenin verglichen).

AUSSERHALB DER ORTHODOXIE
Spaemann hat in seinem Interview mit der CNA erklärt, daß es in Bergoglios "Amoris Laetitia" eine Ruptur zum gesamten Lehramt der Kirche gibt. "Es handelt sich um einen Bruch, der jedem offenbar wird, der denken kann und die fraglichen Texte liest."

Aber mit dem Lehramt aller Zeiten zu brechen, ist äußerst schwerwiegend, weil kein Papst die Macht dazu hat: er sollte der oberste Hüter und nicht der Zerstörer  des Göttlichen Gesetzes oder des Depositum Fidei sein.
Bzgl. der Sophismen Bergoglios ist Spaemann sarkastisch: "Wenn es sich um sexuelle Beziehungen handelt, die objektiv den christlichen Geboten widersprechen, würde ich gern vom Papst wissen, unter welchen Bedingungen ein offensichtlich sündiges Verhalten sich in ein gottgefälliges verwandelt."

Der Bergoglio-Text, erklärt Spaemann, ist durchtränkt mit der sogenannten Situations-Ethik, die wie auch Johannes Paul II- wie Pius XII  zurückgewiesen hat und  in seiner Enzyklika "Veritatis Splendor" verurteil hat.
Die wahre Barmherzigkeit, präzisiert Spaemann, ist die, die Johannes Paul II zum Thema seines eigenen Pontifikates machte und er ist ihr authentischer Interpret.
Für die Kirche sind die Konsequenzen des Bergoglio-Pontifikates zerstörerisch: wir müssen einen Gipfel der Säkulariseriung und einen weiteren Rückgang der Priesterberufungen erwarten. Das Chaos.

Die Schlussfolgerung Spaemanns ist dramatisch:
"Jetzt ist jeder einzelne Kardinal aber auch jeder Bischof und Priester aufgerufen, in seinem eigenen Kompetenzbereich die katholische Sakramentenordnung zu verteidigen und sich öffentlich zu ihr zu bekennen. Wenn der Papst nicht geneigt ist, Korrekturen vorzunehmen, wird es dem folgenden Pontifikat zukommen, die Sachen offiziell wieder zu bereinigen."    

Worte, die an Papst Honorius  erinnern (7. JH), der von seinen Nachfolgern beim 3. Ökumenischen Konzil von Konstantinopel für viel weniger verurteilt wurde.
Sicher ist, daß das Urteil Spaemanns von vielen Kardinälen und Bischöfen geteilt wird, die mit Mehrheit die Bergoglio-Revolution bei den Synoden 2014 und 2015 abgelehnt hatten.
Ihr konsterniertes Schweigen wird immer lauter. Spaemann hat enthüllt, was sie denken. Und es ist sehr unwahrscheinlich, daß er nicht mit seinem Freund Joseph Ratzinger darüber gesprochen hat.

Marienmonat Mai, Antonio Socci ruft jetzt Maria zu Hilfe

Antonio Socci scheint seinen ziemlich einsamen Kampf um das Depositum Fidei aufgegeben zu haben und vertraut ihn jetzt- gestützt auf die Worte des Papa emeritus- der Fürsprache der Hl. Jungfrau an. Dem, was er dazu heute auf FB gepostet hat, schließen wir uns an.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FEIERN WIR DEN MONAT MIT BENEDIKT XVI UND RUFEN WIR MARIA DIE SIEGERIN ÜBER  ALLE HÄRESIEN AN." 
"Als ich noch ein junger Theologe war, vor dem Konzil, hatte ich einige Vorbehalte gegen gewisse antike Formulierungen, wie z.B. "Maria numquam satis" (über Maria kann man nie genug sagen). Das erschien mir übertrieben. 
Und es fiel mir schwer, den wahren Sinn einer anderen berühmten Formulierung zu verstehen, die seit den ersten Jahrhunderten in der Kirche wiederholt wurde: als die Jungfrau Maria Theotokos "Feindin aller Häresien" nannte.
Jetzt -in dieser konfusen Zeit, in der jede Art häretischer Abweichung an die Pforten des authentischen Glaubens klopfen- verstehe ich, daß es nicht um Übertreibungen der Frommen handelte, sondern um eine Wahrheit, die heute mehr den je gilt,"
(J. Ratzinger in "Bericht über den Glauben" von Vittorio Missori, 1985)


                                     Antonio Socci pagina ufficiales Foto.
                                                                  
 Quelle: FB, A. Socci
     

Sonntag, 1. Mai 2016

Amoris Laetitia, Quintessenz eines Interviews

Das Spaemann-Interview hat den Apologeten von Amoris Laetitia Kopfschmerzen bereitet, zu Recht. Dass sie gar nicht erst versuchen, Spaemanns Urteil durch Argumente widerlegen, beweist traurigerweise, daß sie keine haben. Spaemann zitiert 1 Korinther 14, 8 , es stellt sich allerdings die Frage, ob im Zweifelsfall ein Kampf überhaupt erwünscht wäre. 
"WENN AUCH DIE TROMPETE EINEN UNDEUTLICHEN TON GIBT: WER WIRD SICH DA ZUM KAMPF RÜSTEN?"
"Eines scheint mir jedoch sicher: Das Anliegen dieses Pontifikats, dass die Kirche ihre Selbstbezogenheit überwinden soll, um freien Herzens auf die Menschen zugehen zu können, ist durch dieses Lehrschreiben auf unabsehbare Zeit zunichte gemacht worden. Ein Säkularisierungsschub und ein weiterer Rückgang der Priesterzahlen in weiten Teilen der Welt sind auch zu erwarten. Es ist ja schon seit längerem zu beobachten, dass Bischöfe und Diözesen mit eindeutiger Haltung in Sachen Glaube und Moral den größten Priesternachwuchs haben. Man wird an die Worte des heiligen Paulus im Korintherbrief erinnert "wenn die Trompete keinen deutlichen Klang gibt, wer wird dann zu den Waffen (des Heiligen Geistes) greifen?" (1 Kor. 14,8).

Als Judas Maccabäus die Trompete erklingen ließ, folgten die Gläubigen ihrem Ruf.

       

"Wie soll es Ihrer Meinung nach weitergehen?"
"Jeder einzelne Kardinal, aber auch jeder Bischof und Priester ist aufgefordert, in seinem Zuständigkeitsbereich die katholische Sakramentenordnung aufrecht zu erhalten und sich öffentlich zu ihr zu bekennen. Falls der Papst nicht dazu breit ist, Korrekturen vorzunehmen, bleibt es einem späteren Pontifikat vorbehalten, die Dinge offiziell wieder ins Lot zu bringen."

Er ist da!

Der Mai.....