Montag, 31. August 2015

Die theologische Familie, das verborgene Vermächtnis Benedikts XVI.

A. Gagliarducci schreibt in Monday in the Vatican über das verborgene Vermächtnis Benedikts XVI
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                 "BENEDIKT XVI DAS VERBORGENE VERMÄCHTNIS"

"Eine theologische Familie" so beschreibt Pater Stephan Horn, Salvatorianer, den Ratzinger-Schülerkreis.
Pater Horn arbeitete von 1971 bis 1997 in Regensburg als akademischer Assistent bei Joseph Ratzinger und ist heute der Sekretär der  Ratzinger-Schülerkreises.
In einem Interview mit ACI Stampa und der CNA  letzte Woche erklärte er, daß Benedikt XVI wollte, daß die Gruppe eine "theologische Familie" sein solle.

Die Terminologie ist präzise, wie bei allen Theologen die bei Benedikt XVI studiert haben. Der Begriff Familie ist der Interpretationsschlüssel für das Verständnis des Pontifikates aber auch entscheidend im Hnblick auf die kommende Synode.
Die Diskussion bei der Synode hat sich- bis jetzt- meistens auf die Pastoral für Paare fokussiert, die in Schweirigkeiten sind, wie Geschiedene und zivil Wiederverheiratete, auf Ehe-Vorbereitungskurse, Empfängnisverhütung. und gleichgeschlechtliche Paare.
Aber wie die Familie die lebende Urzelle der Gesellschaft werden kann, ist keines der Top-Themen auf der Agenda oder scheint es jedenfalls nicht zu sein,

Hier ist dann Benedikts Antwort auf das, was so einfach ist- aber so schwer zu erreichen.
Als seine früheren Studenten Ratzinger, als er zum Erzbischof von München und Freising bestellt wurde, darum bat, sich einmal im Jahr zu treffen, akzeptierte er.
Aber er wollte, daß diese Treffen nicht einfach nur das Treffen der früheren Studenten mit ihrem Professor sein sollten, nicht nur ein Symposium.
Die Studenten sollten einander verstehen, einer mit dem anderen diskutieren, sich guter Beziehungen zueinander erfreuen,
Die Diskussionen sollten frank und frei sein, lebhaft, ohne Angst. Keine Diplomatie zwischen Freunden.
Aber die Mitglieder der Gruppe wurden mit dem Ziel beauftragt, Freunde zu werden. Mehr als das, sie sollten eine theologische Familie repräsentieren, eine Familie die füreinander sorgte.

"Erst waren es 5, jetzt sind es 17"

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, in speziellen Fall der kommenden Synode ihre Bücher.
Das veranlaßte Sandro Magister sich und in seinem blog www.chiesa:  einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen.  Hier geht´s zum Original:   klicken

Rom 31. 8. 2015 von Sandro Magister:

          "ERST FÜNF, JETZT SIEBZEHN ANTI-KASPER KARDINÄLE"
"Und sie sprechen eine gemeinsame Sprache in 2 Büchern, die kurz vor der Synode veröffentlicht werden.
Wobei Robert Sarah und die Afrikaner in Führung liegen.


                                           


Kardinal Robert Sarah aus Guinea, der Präfekt der Liturgiekongregation hält sich in diesen Tagen in Regensburg auf, um die deutsche Ausgabe seines Buches "Gott oder nichts" zu präsentieren, das im vergangenen Februar in Frankreich erschienen ist und jetzt- angesichts des großen Interesses, das es auslöste,- in weiteren 9 Sprachen weltweit auf den Markt kommt.
In Regensburg wird das Buch von Kardinal Gerhard L. Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, vorgestellt. Das Vorwort für die deutsche Ausgabe hat Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt der Casa Pontifica und persönlicher Sekretär Benedikts XVI geschrieben.

Aber der Papa emeritus selbst hat es sich nicht nehmen lassen, Kardinal Sarah sein Lob auszusprechen und u.a. geschrieben:  "Ich habe "Gott oder nichts" mit großem spirituellen Gewinn, großer Freude und Dankbarkeit gelesen, seine mutigen Antworten auf die Gender-Theorie klären in einer Welt voller Nebel eine der fundamentalen anthropologischen Fragen."

Von den 400 Seiten des Buches handeln nur wenige mit der kommenden Familiensynode. Aber die haben durch ihre Klarheit und Nüchternheit Eindruck gemacht, mit denen sie den Protagonisten einer Veränderung der Ehe-Doktrin und der pastoralen Versorgung, deren  prominentester Vertreter Kardinal Kasper ist, entgegentreten

Sarah gehörte nicht zu den 5 Kardinälen, deren erster Müller war- die am Vorabend der letztjährigen Oktober-Synode mit einem Gemeinschaftsbuch eine Koalition gegen die Erneuerer formten, was viel Aufsehen erregte.

Sonntag, 30. August 2015

Benedikt XVI predigt: "Wahrheit, Liebe und Güte, die von Gott kommen, machen den Menschen rein."

Wie gut, daß es ACI-Stampa und die Fondazione Ratzinger gibt, die uns mit Nachrichten vom Schülertreffen und der heutigen Abschlussmesse in der Kirche des Campo Santo Teutonico versorgen.
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"WAHRHEIT, LIEBE UND GÜTE, DIE VON GOTT KOMMEN, MACHEN DEN MENSCHEN REIN "




"Wahrheit, Liebe und Güte, die von Gott kommen machen den Menschen rein, und Wahrheit, Liebe und Güte begegnen sich im Wort, das von der Vergesslichkeit einer Welt, die nicht mehr an Gott denkt, befreit."

Das ist das Herz der Predigt, die der emeritierte Papst Benedikt XVI heute Morgen in der Kirche des Campo Santo Teutonico in Vaticano während der von ihm geleiteten Eucharistiefeier gehalten hat.
Teilnehmer der Messe waren die Mitglieder des Schülerkreises und des Neuen Schülerkreises, die sich in den letzten Tagen in Castel Gandolfo versammelt hatten, um über das Thema "Wie heute über Gott sprechen" zu reflektieren, das vom tschechischen Priester und Philosophen Tomás Halik vorgestellt wurde.

In der deutsch gehaltenen Predigt hat sich der emeritierte Papst auf das Markus-Evangelium gestützt, das heute verlesen wurde.
Benedikt hat begonnen- indem er genau wie vor 3 Jahren-als beim Schülerkreistreffen exakt dieses Evangelium gelesen wurde, die Frage wiederholte, die Kardinal Schönborn damals gestellt hatte:
"Aber muß man sich nicht auch äußerlich reinigen und nicht nur innerlich? Kommt das Böse nur aus dem Inneren oder auch von außen?"
Benedikt XVI hat zugegeben, sich nicht an die Antwort zu erinnern, die der Kardinal damals gab, aber er habe die Frage sehr interessant gefunden.
Und genau auf die Antwort auf diese Frage hat er seine Meditation konzentriert: "um eine adäquate Antwort zu finden, muß man die Frage erweitern und nicht nur diese Passage des Evangeliums in Betracht ziehen sondern das Evangelium als Ganzes."

Sternstunden ...titelt Radio Vatican. Das Schülerkreistreffen in Castel Gandolfo

A. Gagliarducci schreibt bei ACI LaStampa  über das diesjähirge Schülerkreistreffen.
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"DER GLAUBE AM NACHMITTAG DER GESCHICHTE. UNTERHALTUNGEN DES RATZINGER SCHÜLERKREISES"

"Der Glaube in der westlichen Welt?
Es ist Nachmittag, die Stunde der Ruhe, der ersten Ermüdung.
Aber er kann revitalisiert werden durch die Suche nach Gott, die zuallererst auf der Erfahrung der Liebe Gottes beruht.
Msgr. Tomás Halik, Tscheche, der unter dem kommunistischen Regime gelebt hat, sagte das zum Ratzinger-Schülerkreis, dem Kreis von Ex-Schülern Benedikts XVI, der sich seit 1978 einmal jährlich trifft. Das Thema dieses Jahr war: "Wie heute von Gott sprechen?"
Man kann davon ausgehen,  daß die Diskussion lebhaft war.

Wie sie eigentlich immer lebhaft ist und für die Benedikt XVI eine "Theologische Familie" aufbauen wollte.
Jedes Jahr legt diese Familie dem emeritierten Papst eine Liste mit 3 möglichen Themen und möglichen Relatoren vor.
Diese Jahr ist das gewählte Thema "Wie heute von Gott sprechen?"
Msgr. Halik, der im vergangenen Jahr auch den prestigeträchtigen Templeton-Preis gewonnen hat, wurde ausgesucht, die Relatio zu halten.
Er hat zwei jeweils einstündige Reden gehalten; "Von Gott sprechen und das Schweigen Gottes" und "Die Liebe Gottes".
Danach gab es die Möglichkeit zur Diskussion, die offensichtlich nicht veröffentlicht wird.
Wir hatten aber die Gelegenheit, die Redetexte Msgr. Haliks zu lesen.

Er hat die ganze theologische Arbeit eines Lebens der Suche nach einem Dialog mit den Nichtgläubigen gewidmet.
Und deshalb sind seine Worte Echos dieser unaufhörlichen Arbeit- über den Glauben zu sprechen in einem Land, in dem 70% der Bevölkerung sich Atheisten nennen. Aber der Punkt den Msgr. Halik macht,  ist nicht der, sich als gläubig zu bezeichnen. Der Punkt ist, den Glauben zu leben.

Der Schülerkreis

Das diesjährige Treffen des Ratzinger-Schülerkreises steht bevor, Thema ist : "Wie heute über Gott sprechen?"
A. Gagliarducci hat für ACI-Stampa den Sekretär des Schülerkreises Pater Horn interviewt,
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"PATER HORN: BENEDIKT XVI HAT IMMER NEUE WEGE  GEFUNDEN, UM VON GOTT ZU SPRECHEN" 

"Wie soll man heute von Gott sprechen? Das fragt in diesem Jahr der Ratzingerschülerkreis, der sich seit cirka 40 Jahren jährlich trifft, um über ein vorgegebenes Thema zu diskutieren.
Eine wahre "theologische Familie" Benedikts XVI, deren Mitglieder eine freundschaftlichen Beziehung unterhalten, die zum lebhaften Meinungsaustausch einlädt - auch während der gemeinsamen Treffen.
Das erzählt der Salvatorianer-Pater Stephan Horn, Sekretär des Schülerkreises, der bei Joseph Ratzinger in Regensburg  Universitäts-Assistent war.
In seinem Gespräch mit ACI Stampa spricht Pater Horn über den Schülerkreis durch die Augen seines alten Professors betrachtet.
Und er erklärt ganz klar: "Benedikt XVI hat immer neue Wege gesucht, um von Gott zu sprechen,"

Warum ist es so fundamental wichtig, heute über Gott zu sprechen? 

"Vielleicht weiche ich vom Thema ab, aber der Ausgangspunkt ist das II Vaticanische Konzil. Das Konzil scheint viel von der Kirche und vom Verhältnis zwischen Kirche und Welt gesprochen zu haben.
Aber Joseph Ratzinger hat gesehen, dass im Zentrum der Fragen beim Konzil die Gottesfrage stand, die Suche nach dem lebendigen Gott.
Er hat unterstrichen, daß in der Liturgiekonstitution, der ersten vom Konzil promulgierten, explizit vom lebendigen Gott, der in der Eucharistie präsent ist, gesprochen wird.
So hatte auch das Konzil diese Seite, sich zu fragen auf welche Weise Gott in der Welt anwesend ist.
Aber es ist die heutige Kultur, die das Sprechen von Gott notwendig macht, weil die Tendenz in die entgegengesetzte Richtung geht : nur davon zu sprechen, was der Mensch alles tun kann, der homo faber.
Benedikt XVI hat einen anderen Standpunkt: er denkt, daß es nötig ist, die großen Herausforderungen der Welt zu finden. Es handelt sich darum, einen neuen Weh zu finden, zur Wahrheit zu gelangen, zu den großen Herausforderungen des Menschen. Deswegen ist es nötig, heute von Gott zu sprechen."

Samstag, 29. August 2015

Fundstück: Papst Benedikt XVI als Kirchenvater

So wird er zumindest auf einem Kirchenfenster der Kathedrale Saint Gatien de Tours dargestellt. Und er wird es vielleicht auch werden, sicher aber Kirchenlehrer.
Gefunden haben wir das bei Benoît-XVI -et-moi . Hier geht´s zum Original mit Bildern :klicken

Die Autorin  ist bei der Lektüre eines Artikels über die Stadt Tours darauf gestoßen, daß im
November 2013 die einfachen Scheiben des nördlichen Transsepts- bis dahin aus farblosem Glas bestehend- durch ein Ensemble bunter Kirchenfenster ersetzt wurde.
Hier geht´s zum Originalbeitrag -mit Fotos:   klicken

                            "BENEDIKT XVI, KIRCHENVATER"
"Die Fenster sind das Werk des Künstlers Gérard Collin-Thiébaut und des Glasermeisters Pierre Alain Parot. Sie zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin.
Und unter diesen gläsernen Kunstwerken hat eines meine Aufmerksamkeit erregt, auf dem man einen Kirchenvater mit den Zügen Benedikts XVI sieht.

Hier was der Künstler selber über das Ensemble seiner Kirchenfenster sagt:

"Weil diese Kathedrale Zeugnis über die Entwicklung der Kirchenfenster-Glaskunst ablegt, habe ich mir gewünscht, bei den laufenden Renovierungsarbeiten am nördlichen Transsept diese Entwicklung fortzusetzen und vorwärts zu bewegen,
Es handelte sich darum, dieses wunderbare Album von Bildern zu vollenden, indem man etwas schuf, das dem Prinzip der "berühmten Lektüre aus der Distanz" entsprach.
Das erlaubte mir- ipso facto- ein abstraktes Konzept auszuschließen (hätte doch auch Herr Richter im Kölner Dom über eine solche Erkenntnis verfügt) , das seit 30 Jahren allzu oft verwendet wurde, das auf leichte Art Emotionen weckt, aber das Konzept einer fortlaufenden Lesart zerstört.

San Pietro a Grado- hier predigte der Heilige Petrus zum ersten mal auf italienischem Boden

Margherita Del Castillo berichtet in La Nuova Bussola Quotidiana über die Kirche, in der der Heilige Apostel Petrus seine erste Messe auf italienischem Boden feierte: San Pietro a Grado.
Hier geht´s zum Original :      klicken






















        WO DER HEILIGE PETRUS SEINE ERSTE HL. MESSE IN ITALIEN FEIERTE


"Die Basilika San Pietro a Grado in der gleichnamigen Kommune ist das älteste Zeugnis für die Verbreitung des Christentums im Gebiet um Pisa.
In römischer Zeit floß hier noch ein Seitenarm des Arno und genau an diesem antiken und inzwischen verschwundenen Flußhafen landete der Heilige Petrus nach seiner Reise, die ihn von Palästina nach Rom bringen sollte.
Man schrieb das Jahr 44.

Und mit diesem Jahr 44 wird die erste Eucharistiefeier in Italien datiert.
Nachdem er das Schiff verlassen hatte, soll Petrus mit Säulenfragmenten und einer Marmorplatte einen Altar improvisiert haben,  der noch heute im Inneren der Kirche aufbewahrt wird,
Seitdem wurde diese Gegend ein Ort der Anbetung: Spuren eines sehr alten Gebäudes, das ins 4. Jahrhundert datiert wird, wurden bei den zahlreichen Ausgrabungen vor Ort gefunden.
Zwischen dem sechsten und siebten Jahrhundert wurde eine zweite Kirche darüber gebaut, wahrscheinlich weil das usprüngliche Gebäude durch ein Feuer schwer beschädigt worden war.
Die heutige Basilika stammt aus dem 10. Jahrhundert, wurde aber in den folgenden zwei Jahrhunderten zahlreichen Veränderungen unterzogen.

Neulich in der Messe ...

...hörten wir eine sehr interessante Predigt über den Gründer des Salvatorianer-Ordens, Johann Baptist Jordan (der sich nach der Ordensgründung Franziska Maria vom Kreuze Jordan nannte). Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen und hatte eine Gotteserfahrung als er mit 14 Jahren seine erste heilige Kommunion empfing. Zunächst erlernte er einen "bürgerlichen" Beruf, um dann doch noch einmal die Schulbank zu drücken, das Abitur zu machen mit dem festen Ziel, Theologie zu studieren und Priester zu werden. Alles gut, sollte man meinen - eine ganz "normale" Priesterberufung.... Doch - Johann Baptiste hatte sich die "falsche Zeit" für seine Priesterweihe ausgesucht. Es war die Zeit des Kulturkampfes ... im fernen Berlin hatte sich nämlich ein Feind der katholischen Kirche die Unterjochung derselben unter das deutsche Staatsgefüge vorgenommen. Geschafft hat er es allerdings nicht. Bischöfe und Priester waren Hirten der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und hatten absolut kein Interesse daran, mit der Priesterweihe auch einen Eid auf Kaiser und Vaterland abzulegen. Das bedeutete aber, dass ein Priester der sich dem Staat verweigerte keine heilige Messe zelebrieren und auch nicht predigen durfte. So feierte Johann Baptiste Jordan seine Primiz in der Schweiz. Und zog dann weiter nach Rom, wo er seine Studien fortsetzte und viele neue Sprachen lernte. Während einer Reise ins Heilige Land hatte er eine Vision und gründete daraufhin den Orden der Salvatorianer.
Aus diesem kleinen Ausflug in die Geschichte unserer Kirche wurde ein flammendes Plädoyer für den wirklichen Frieden - nicht für den der mit Gewalt erzwungen wurde - so wie es Bismarck während des Kulturkampfes machte und dann doch scheiterte - wie so viele andere auch, die Frieden erzwingen und mit Waffengewalt erhalten wollen. Eine sehr interessante hochemotionale Predigt und eine schöne Messe ... als es vorbei und ich schon wieder auf dem Weg nach hause war, fiel mir ein, dass ich erst kürzlich einen Blogbeitrag über das brutale Vorgehen von Bismarck gegen unsere Kirche gelesen hatte. Er ist ja nicht mal davor zurückgeschreckt, die Priester auszuhungern.... Der Blogbeitrag endete mit dem Text, dass Papst Pius IX "den Deutschen"  aufgrund des Vorgehens von Bismarck ein schreckliches Ende voraussagte. Davon hatte ich nun wirklich noch nie etwas gehört und ich konnte mir auch gar nicht vorstellen, dass ein Papst so etwas tun würde .... und so habe ich etwas recherchiert und bin auf die Enzyklia "Quod Nunquam" gestoßen: "On the Church in Prussia"... Puuuh. Erleichterung. Er hatte Bayern (als Teil des Bismarckschen Konglomerats) also gar nicht gemeint, sondern es ging um Preußen. Dieses Preußen, das mit Macht und Gewalt ein großdeutsches Reich erschaffen wollte. Und dem die Kirche dabei ziemlich im Weg war. Über den Kulturkampf findet man vieles bei Wikipedia, aber nichts davon in meinen alten hessischen Geschichtsbüchern, die die "großen Taten" Bismarcks hervorheben.

SELIGSPRECHUNG



Im Libanon wird heute am 29. August 2015 Bischof Flavianus Michael Melki, der während des Aramäer-Genozids ermordet wurde, weil er sich weigerte zum Islam zu konvertieren, als Märtyrer selig gesprochen.

Jo-Anne Rowey berichtet im Catholic Herald darüber. Hier geht´s zum Original
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"DER BISCHOF, DER ERMORDET WURDE, WEIL ER SICH WEIGERTE, ZUM ISLAM ZU KONVERTIEREN,  WIRD SELIG GESPROCHEN"


"Bischof Melki , der während Aramäer-Genozids zum Märtyrer wurde, wird bald "selig" sein.

Mar Flavyānus Mikhayil Melkī ist ein Modell der Heiligkeit für verfolgte Christen genannt worden.

Der Bischof wurde 1915 in Gazarta während des "seyfo" (Schwert), des Genozids der Jungtürken an den Aramäern, Chaldäern und Assyrer ermordet, nachdem er sich geweigert hatte, zum Islam zu konvertieren.
Früher im August dieses Jahres stimmte Papst Franziskus der Seligsrechung Melkis zu, nachdem er entschieden hatte, daß Melki aus Hass auf den Glauben getötet wurde.
Bischof Melki wird am 29.8. 2015 -dem Hundertsten Jahrestag seines Martyriums im Libanon selig gesprochen.
Flavyyanus Mikhayil Melki wurde 1858 geboren. Er wurde Prälat der Katholischen Orientalischen Kirche bei den St. Ephrems-Brüdern und später in der Syrisch-Katholischen Kirche Eparch von Gazarta, wo er auch getötet wurde.

Freitag, 28. August 2015

SALVE REGINA

Die Mönche der Grande Chartreuse singen das Salve Regina

                

"Wichtig ist, daß die Leute sich lieben....oder so ähnlich". Vor der Synode

Pater Jorge G. Guadelix stellt im Hinblick auf die kommende Synode bei infocatolica.com  einige Fragen zur Ehe als einem Lebensvertrag. 
Der Madrider Priester tut das mit seiner üblichen Ursprünglichkeit und zeigt, was bei der kommenden Synode auf dem Spiel steht: ein irriges Ehe-Konzept, hedonistisch und oberflächlich, um alle anderen Verbindungen zu rechtfertigen- sogar von Männern der Kirche verteidigt.
Er tut das anhand  der Geschichte eines berühmten hispanischen Paares,
BenoîtXVI-et-moi hat seine Fragen ins Französische übersetzt  - klicken
In einer Seifen-Oper würde man diese wahre Geschichte für etwas übertrieben halten.....

     "PATRICIA (UND VORHER JULIA) EHEFRAU VON VARGAS LLOSA"
       von Pater  Jorge G. Guadelix

"Mario Varga LLosa hat 1959 mit Julia Urquidi eine erste Ehe schlossen. Nachdem er sich 1964 von Julia hatte scheiden lassen, heiratete er ein Jahr später seine Cousine Patricia Llosa, mit der er bis heute verheiratet ist.
Kürzlich hörte man, daß er jetzt-nach mehreren Abenteuern- eine amouröse Liaison mit der bekannten Isabel Preysler eingegangen ist, die in erster Ehe mit dem gefeierten Sänger Julio Iglesias, sakramental verheiratet war und mit dem sie 3 Kinder hat. Für diese Ehe hat sie eine Annullierung erreicht, was ihr erlaubte in einer zweiten sakramentalen Ehe den Marquis de Grinon zu heirate. Nach einer erneuten Scheidung -eine neue Ehe mit dem sozialistischen Ex-Minister Miguel Boyer, der vor kurzem verstarb.

Warum diese ganzen Geschichten?
Nun, weil mich überrascht hat, zu lesen, was Pater Angel*, der in den Medien berühmte Pater Angel, als er zur Beziehung zwischen Mario Varga Llosa und Isabel Preysler und einer möglichen Ehe befragt wurde sagte: " Ich freue mich, daß die Leute sich lieben. Ich bin glücklich, daß die Leute glücklich sind."
Pater Angel tut nichts anderes als auszudrücken, was die Leute für wichtig halten:  denken: daß die Leute glücklich sind, -weil man mit diesem Glücklichsein definitiv proklamiert, daß das, was zählt ist, daß die Leute genau das tun, wonach ihr Körper verlangt und die Kirche das akzeptieren und diese so simple Option segnen soll.

Der Heilige Augustinus

Heute feiert die Kirche das Fest des Hl.Augustinus, des Doctor gratiae, der verliebt war in die Liebe Gottes.



am 22. April 2007 besuchte Papst Benedikt XVI Pavia und feierte in der Basilica "San Pietro in Ciel´ d´Oro", in der sich das Grab des heiligen Kirchenvaters befindet, mit den Priestern, Ordensleuten und Seminaristen der Diözese die zweite Vesper.
Hier die deutsche Fassung seiner Predigt   klicken , sie beginnt so:

"Mein Besuch in Pavia nimmt in diesem Augenblick, in dem er zu seinem Abschluß kommt, die Form einer Pilgerreise an. In dieser Form hatte ich ihn anfangs geplant, in dem Wunsch, hierherzukommen und die sterblichen Überreste des hl. Augustinus zu verehren, um so die Huldigung der ganzen katholischen Kirche an einen ihrer größten »Väter« zum Ausdruck zu bringen und auch meine persönliche Verehrung und Dankbarkeit gegenüber demjenigen, der so sehr teilhatte an meinem Leben als Theologe und als Hirte – aber davor noch, so würde ich sagen, als Mensch und als Priester." (.....)

Quelle: La Santa Sede, LEV, raffaella

                "HEILIGER AUGUSTINUS BITTE FÜR UNS!"

Donnerstag, 27. August 2015

Es gab schon einmal eine Ehebruch-Synode


Roberto De Mattei hat bei corrispondenza romana über eine Vorläuferin der kommenden Synode geschrieben. Der italienische Text ist allerdings noch unveröffenlticht- aber von mehrern blogs- wie rorate caeli und Benoit XVI-et-moi in Übersetzungen schon online gestellt worden.
Hier geht´s zur Version von rorate caeli  klicken  
Titel:  "Die Ehebruch-Synode, die Kirche war hier schon einmal."
und hier zu der von BenoitXVI-et-moi   klicken

"DER HEILIGE THEODOR STUDITES UND DIE SYNODE DES EHEBRUCHS"
von Roberto De Mattei

"Die Synode des Ehebruchs, eine Bischofsversammlung im 9. Jahrhundert machte Geschichte, als sie der Praxis einer zweiten Ehe -nach Verstoßung der ersten, legitimen Ehefrau zustimmen wollte. Der Hl.Theodor Studites (759-826) war der eine, der dem kräftig widersprach und dafür verfolgt, gefangen und dreimal ins Exil geschickt wurde.

Alles begann im Januar 795 als der Ost-Römische Kaiser Konstantin VI seine Frau Maria aus Armenien in einem Kloster einschließen ließ und eine illegitime Beziehung mit Theorodora, der Hofdame seiner Mutter Irene begann. Einige Monate später hatte er sie zur "Augusta " Theodora erklärt.
Er war aber  nicht in der Lage, den Patriarchen Tarasios zu überreden, die neue Eheschließung zu zelebrieren und fand am Ende im Priester Joseph - hegumen (prior) des Kathara-Klosters auf der Insel Ithaka, einen Diener, der die ehebrecherischen Beziehung offiziell segnete.

Studite
St Theodore the Studite. 11th-century mosaic from Nea Moni monastery in Chios.
Bildquelle: public domain via Wikimedia commons
Der Heilige Theodor, 759 in Konstantinopel geboren, war zu der Zeit Mönch im Kloster von Saccudium in Bithynien, in dem sein Onkel Platon Abt war. Der wurde auch als Heiliger verehrt. Theodor berichtet, daß die ungerechte Scheidung bei der gesamten christlichen Bevölkerung große Unruhe verursachte.
"Concussus mundus"
Zusammen mit seinem Onkel dem Hl. Platon protestierte er energisch im Namen der Unauflöslichkeit der Ehe.
Er schrieb: "Der Kaiser muß sich selbst als Ehebrecher bekennen und folglich der Priester Joseph, sich als schuldig betrachten, die Ehebrecher gesegnet zu haben, weil er sie zur Eucharistie zuließ. " 
Indem er den Ehebruch krönte, steht Joseph im Gegensatz zur Lehre Christi und hat das Gesetz Gottes verletzt."
Für Theodor mußte auch Patriarch Tarasios verurteilt werden, weil er- obwohl er der neuen Ehe nicht zustimmte- sie tolerierte und so-die Exkommunikation des Kaisers und die Bestrafung des Priesters Joseph verhinderte,.


Rezession auch im Vatican, oder die mageren Kühe?

Sandro Magister bei "settimo cielo" beim L´Espresso  mit den neuesten Zahlen der Apostolischen Präfektur zur Teilnahme an den päpstlichen Generalaudienzen.   klicken


                            vaticano

                         
Anlässlich der 100. Generalaudienz des Franziskus-Pontifikates, am  gestrigen  Mittwoch, 26. August, hat die Präfektur der Casa Pontifica mitgeteilt, daß 3.147.600 Personen an ihnen teilgenommen haben.
Die verteilen sich so auf die Jahre:

2013  nahmen an 30 Generalaudienzen 1.548.500 Personen teil
2014  waren es bei 43 Generalaudienzen 1.119.000 Teilnehmer
2015  bei 27 Audienzen  400.100

Das bedeutet, daß die durchschnittliche Teilnehmerzahl nach Jahren aufgeteilt so aussah-
2013  51.617 Personen
2014  27.883 Personen
2015  14.818 Personen

Also praktisch in jedem neuen Jahr etwa die Hälfte des Vorjahres.

Bedeutet es, die mageren Kühe herauf zu beschwören, wenn bekannt gegeben wird, daß zur 100. Audienz am vergangenen Mittwoch nur "mehr als 10.000" gekommen sind?

Das obige Foto wurde während der Generalaudienz am 11. Februar 2015 augenommen, der zugleich der Tag der Hl. Madonna von Lourdes und der Tag des Kranken ist, an dem zahlreiche Delegationen von Unitalsi auf dem Petersplatz zugegen waren.

Quelle: settimo cielo- Sandro Magister, L´Espresso


Vor 37 Jahren:

Habemus Papam!




Vor 37 Jahren wurde Albino Luciani zum Nachfolger von Papst Paul VI gewählt. Er gab sich den Namen Johannes Paul I.  Sein Pontifikat dauerte nur 33 Tage, es war eines der kürzesten in der Geschichte der Kirche.

Bis heute ist er deshalb Gegenstand vieler (vor allem Linker) Verschwörungstheorien. Denn die wissen ja besonders gut, wie dieser Papst die Kirche (in ihrem Sinne) verändert hätte....