Dienstag, 30. September 2014

Generationenkonflikt?!? oder wir leben in spannenden Zeiten

Manchmal wird einem ja erst ziemlich spät klar, was man so als jungen Mensch seinen Eltern für Ängste bereitet hat.
Mir wurde es klar, als ich heute folgenden sehr guten, absolut empfehlenswerten Beitrag der Kalliopevorleserin über den Marsch für das Leben las.
Der Beitrag fängt an mit:
Daß Christen in Berlin sich warm anziehen müssen, und zwar lieber nicht mit ihren Lieblingspullovern, weil der Inhalt von Farbeiern so schlecht rausgeht, wurde auf dem vergangenen Marsch für das Leben ....... nicht zum ersten Mal bestätigt.
und  ja einfach weiterlesen hier

Auf jeden Fall eröffnete mir plötzlich meine Tochter, dass mit mir ihre Termine besprechen müsse und erklärte mir glatt, dass sie am 19.9.2015! nicht zu Hause wäre, sondern in Berlin sei und zwar beim Marsch für das Leben.
Prinzipiell finde ich das zwar  besser und richtiger, als all der Kram wo ich mich schon so demomäßig rumgetrieben habe, ein richtiger qualitativer Unterschied, aber plötzlich wurde mir klar, was ich meinen Eltern zugemutet habe.
So will ich hoffen, dass ihr, genauso wie mir damals nichts passiert, und ja mir ist dann auch aufgegangen, dass man beten muss, beten, für, wie es in der orthodoxen Liturgie heißt "alle und jeden".

Credo des Volkes Gottes

Am 30. Juni 1968 veröffentlichte Papst Paul VI das Motu Proprio "Solemni hac liturgia" zum Glauben des Volkes Gottes, der, wie ihm schien, durch die politischen, gesellschaftlichen Wirren verdunkelt & von theologischen Stürmern und Drängern insgesamt in Frage gestellt zu werden drohte.
Leider bietet der Hl. Stuhl keine deutsche Textversion an, deshalb hier die englische:   klicken
Auch in unserer Zeit, in der Relativismus, Atheismus und Neuheidentum mehr Raum erobert haben, als sich der kluge und sensible Montini-Papst hätte vorstellen können und der Islamismus  in abstoßendster Form auf verschiedene Weise das europäische Kulturerbe bedroht, ist es gut, sich auf den Glauben des Gottesvolkes zu besinnen.

Das Credo des Volkes Gottes von Papst Paul VI beginnt so:
"Wir glauben an den einen Gott: Vater, Sohn und  Heiligen Geist, Schöpfer der sichtbaren Dinge,wie es diese Welt ist, auf der unser flüchtiges Leben sich abspielt, Schöpfer der unsichtbaren Dinge, wie es die reinen Geister sind, die man auch Engel nennt und Schöpfer der unsterblichen Geistseele eines jeden Menschen.

Wir glauben, daß dieser einzige Gott Seiner Wesenheit nach absolut einer ist, unendlich heilig, wie Er in allen Seinen Eigenschaften unendlich vollkommen ist: in Seiner Allmacht, in Seinem unbegrenzten Wissen, in Seiner Vorsehung, in Seinem Willen und in Seiner Liebe.
Er ist, der da ist, wie Er es Moses geoffenbart hat; Er ist Liebe, wie der Apostel Johannes es uns lehrt."

Herzlichen Glückwunsch, Udo!

Der große österreichische Entertainer Udo Jürgens wird heute 80 Jahre.
Man kann's kaum glauben ... da sieht man, wie die Zeit vergeht.

Wir gratulieren und wünschen viele weitere Jahre in Gesundheit und Frische und Gottes reichen Segen.

Im Jahr 1966 schaffte Udo mit "Merci Cherie" den ersten Grand Prix Titel. Damals brauchte es einfach nur ein gutes Lied und es ist heute immer noch wunderschön!

Montag, 29. September 2014

Das Hostienwunder von Siena

Im Libero Quotidiano schreibt A.Socci heute über das Hostienwunder von Siena:      klicken

"Alles hat sich vertraulich abgespielt, am vergangenen 10. September. Aber die wichtigste Nachricht, vom Ergebnis der Überprüfung und Anerkennung, ist durchgesickert und ich stelle sie Ihnen vor
100 Jahre nach der letzten Analyse, die bestätigte, daß die Heiligen Hostien, die in der Basilika San Francesco in Siena verwahrt werden, sich gegen jedes Naturgesetz erhalten haben.
Im Behälter fanden sich-wie vorhersehbar- Schimmelpilze und Bakterien, aber unglaublicherweise war keine der Hostien davon befallen. Ein unerklärliches Phänomen, weil sie durch ihre Zusammensetzung (als Kornprodukt) leicht verderblich sind, empfindlich für Bakterien-und Schimmelbefall.
Es sieht so aus, als vermögen die Naturgesetze gegenüber diesen 233 Hostien nichts.
Vor vielen Jahrzehnten hatte ein Bischof von Siena, Tiberio Borghese, die Gegenprobe machen wollen und ließ einige noch nicht geweihte Hostien in einem Behälter verschließen und versiegeln. Nach 10 Jahren fand eine Kommission aus Wissenschaftlern nur noch von Würmern befallene Bruchstücke. Das ist in der Tat der natürliche Gang der Dinge bei organischer Materie.
Aber diese geweihten Hostien, die sich in der Basilika des Hl. Franziskus in Siena, der Stadt der Hl. Katharina und wunderbarer Treffpunkt der beiden Heiligen Patrone Italiens, erhalten haben, entziehen sich diesen unausweichlichen Gesetzen von Natur und Chemie.

Es war 1730 -unter den verschiedenen eucharistischen Wundern, besonders denen in Italien-war eines die Verwandlung der Hostie in Fleisch (genauer gesagt Herzmuskelgewebe) und in Blut und das andere das von Siena. Dadurch charakterisiert, daß die Hostien auf geheimnisvolle Weise die Zeit und die Naturgesetze ignorierten, und so die permanente Anwesenheit des Herrn der Geschichte und der Ewigkeit  bewiesen.
Der große Thomas S. Eliot dichtete : "Punkt der Verschmelzung des Zeitlosen mit der Zeit."
Hier ist er.
Ein anderer Dichter, Eugenio Montale, auf seiner laienhaften Suche nach Erlösung, suchte den "Durchgang" aus dem Gefängnis der Alltäglichkeit" das "Loch im Netz der Existenz", den ´"Ring, der nicht in der Verkettung der Umstände festhält" . Da war es also - im Ereignis von Siena- das Zeichen des großen Durchgangs, das die Ewigkeit hier in der Zeit aufriss.

Die Heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Rafael

Heilige Erzengel bittet für uns!

Papst Benedikt XVI hat in seiner Predigt anläßlich der Bischofsweihe am 29.September 2007 im Petersdom über die Heiligen Erzengel gesprochen, auch über die Engel und dabei natürlich einen Bezug vom Bischofsamt zu dem der Engel hergestellt. Wir zitieren aus dem Predigttext      

"(.....) Wir feiern diese Bischofsweihe am Fest der drei Erzengel, die in der Schrift mit Namen erwähnt werden: Michael, Gabriel und Rafael. Dies ruft uns in Erinnerung, daß in der alten Kirche – bereits in der Geheimen Offenbarung – die Bischöfe als »Engel« ihrer Kirche bezeichnet wurden, womit eine tiefe Übereinstimmung zwischen dem Dienst des Bischofs und der Aufgabe des Engels zum Ausdruck gebracht wird. Von der Aufgabe des Engels her läßt sich der Dienst des Bischofs verstehen. Aber was ist ein Engel? Die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche lassen uns zwei Aspekte erkennen. Der Engel ist einerseits ein Geschöpf, das vor Gott steht und mit seinem ganzen Sein auf Gott ausgerichtet ist. Alle drei Namen der Erzengel enden mit dem Wort »El«, was »Gott« bedeutet. Gott ist in ihre Namen, in ihr Wesen eingeschrieben. Ihr wahres Wesen ist das Dasein vor Ihm und für Ihn. Genau daraus erklärt sich auch der zweite Aspekt, der die Engel kennzeichnet: Sie sind Boten Gottes. Sie bringen Gott zu den Menschen, sie öffnen den Himmel und öffnen so die Erde. Gerade weil sie bei Gott sind, können sie auch dem Menschen sehr nahe sein. Gott ist in der Tat jedem von uns näher als wir es uns selbst sind. Die Engel sprechen zum Menschen von dem, was sein wahres Sein ausmacht, von dem, was in seinem Leben so oft zugedeckt und begraben ist. Sie rufen ihn auf, wieder zu sich zu kommen, indem sie ihn von Gott her berühren. (.....)
Das alles wird noch klarer, wenn wir uns jetzt die Gestalten der drei Erzengel ansehen, deren Fest die Kirche heute feiert. Da ist zunächst Michael. Ihm begegnen wir in der Heiligen Schrift vor allem im Buch Daniel, im Brief des Apostels Judas Taddäus und in der Offenbarung. 

Der heilige Erzengel Michael:

Der Schutzpatron Deutschland und auch der Beschützer der ganzen Kirche:

Deshalb steht seit ca. einem Jahr auch in den Vatikanischen Gärten eine Statue des Heiligen, der besonders in diesen bewegten Zeiten viel zu tun hat.
Da freut es uns, dass noch eins, der Videos, die zur Einweihung online gestellt wurden, verfügbar ist und wir freuen uns, dass wir diese Bilder noch einmal sehen dürfen:



Beten wir heute das Gebet zum heiligen Erzengel Michael, das gerade in diesen Zeiten nicht oft genug gebetet werden kann:

„Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen
des Teufels, sei unser Schutz.
‚Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich;
du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen.

Sonntag, 28. September 2014

Das Video des Tages

Einfach zum genießen und freuen:






Große Veränderungen oder auch nicht.....


Vaticanist Matteo Matzuzzi hat sich in Il Foglio Gedanken zur kommenden Synode und den Hoffnungen auf große Umwälzungen gemacht, die im Vorfeld bei einigen geweckt wurden. Hier geht´s zum Original:  klicken

"Grandi Cambiamenti ma anche no, Francesco e i suoi fratelli incerti"

"Große Veränderungen oder auch nicht, Franziskus und seine unsicheren Brüder"

In wenigen Tagen  beginnt die Synode zur Familie und dem Rest. Kurzer Bericht zum Stand der Dinge.

"Alle versprechen, daß bei der kommenden Synode keiner de Absicht hat, an die Doktrin zu rühren (keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen....wir erinnern uns) .
Sogar Kardinal Kasper, der Relator der barmherzigen Proposition zur Rettung aus dem Schiffbruch einer gescheiterten Ehe, hat wieder und wieder gesagt, daß man das nicht tun könne.
Man würde sich Jesus Christus, seiner Lehre, seinen Worten entgegenstellen. Man könne in Grenzen einige Ausbesserungen der Pastoral untersuchen, um den Anforderungen der Zeit zu diesen Problemen, die es bis vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab, die sich aber heute stellen, entgegen zu kommen. und die in vieler Hinsicht schon die Normalität darstellen, wie das exponentielle Anwachsen sogenannter Patchworkfamilien zeige."

Sofort wurde aber auch von denen eine Mauer errichtet, die daran erinnern, daß Doktrin und Pastoral untrennbar sind, daß man nicht die Praxis neu schminken könne, ohne das doktrinale Ergebnis zu berühren.
Nicht nur der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard L. Müller hat in öffentlichen Wortmeldungen, Büchern und im offiziellen Organ des Hl. Stuhl, dem Osservatore Romano, veröffentlichten Artikeln auf die Gefahren der Trennung der Barmherzigkeit von der Gerechtigkeit hingewiesen.

Aber - wie einem Roten Faden seit der totalen Veränderung, die Humanae Vitae und Familiaris Consortio überwand, folgend- hat der flämische Bischof von Antwerpen, Johan Bonny, schwarz zu weiß gemacht, indem er in einem umfangreichen, in zahlreiche Sprachen übersetzten Dokument behauptet, -absurd zu hören- bei der Synode stehe nur die Pastoral auf dem Spiel: eine Beteuerung, die keinerlei Sinn macht, wenn man bedenkt, daß "die Pastoral alles mit der Doktrin zu tun hat und die Doktrin mit der Pastoral"

Lesung von Heute

Oft und oft  überrascht es mich, wie aktuell mancher Schrifttext sind.
Bei dem Kohelet Text unten geht es um das Alter und um die Erkenntnis, dass die Umkehr im Alter fast unmöglich ist.
Dass man seinen Frieden mit seinem Gott machen muss, bevor die Jahre kommen, von denen du sagst "Diese Jahre sind nicht mehr schön" wie der Text in einer anderen Übersetzung auch lautet.
Allegorisch: die Fenster der Straße werden verschlossen, die Müllerinnen stellen die Arbeit ein u.s.w., wird das Verlöschen des Augenlichts, das Ausfallen der Zähne, und die anderen Gebrechen des Alters beschrieben.
Ich stell das jetzt einfach mal so hin, aber jedesmal wenn ich über Alter, und Euthanasie und das am Leben erhalten auf Teufel komm heraus, nachdenke; -Wobei  meiner Ansicht nach es nicht nur an der ärztlichen Kunst, hängt, sondern an den Leuten, die sich mit jeder Faser ihres Seins am Leben klammern, aber das ist eine lange Diskussion voller Minenfelder und vorprogrammierter Missverständnisse, die ich mir einfach erspare.-
Jedesmal, wenn ich über diese Dinge nachdenke,  kommt mir genau diese Kohelet Stelle in den Sinn. 

  Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kohelet 11,9-10.12,1-8: 

Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. Aber sei dir auch bewußt, daß Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird.
Halte deinen Sinn von Ärger frei, und schütz deinen Leib vor Krankheit; denn die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch.
Denk an deinen Schöpfer in deinen frühen Jahren, ehe die Tage der Krankheit kommen und die Jahre dich erreichen, von denen du sagen wirst: Ich mag sie nicht!, ehe Sonne und Licht und Mond und Sterne erlöschen und auch nach dem Regen wieder Wolken aufziehen:
am Tag, da die Wächter des Hauses zittern, die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen ihre Arbeit einstellen, weil sie zu wenige sind, es dunkel wird bei den Frauen, die aus den Fenstern blicken, und das Tor zur Straße verschlossen wird; wenn das Geräusch der Mühle verstummt, steht man auf beim Zwitschern der Vögel, doch die Töne des Lieds verklingen; selbst vor der Anhöhe fürchtet man sich und vor den Schrecken am Weg; der Mandelbaum blüht, die Heuschrecke schleppt sich dahin, die Frucht der Kaper platzt, doch ein Mensch geht zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden ziehen durch die Straßen  -
ja, ehe die silberne Schnur zerreißt, die goldene Schale bricht, der Krug an der Quelle zerschmettert wird, das Rad zerbrochen in die Grube fällt,
der Staub auf die Erde zurückfällt als das, was er war, und der Atem zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.
Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, das ist alles Windhauch.

Text mit Copy und Paste aus dem Christlichen Forum kopiert



Fotos von der Piazza San Pietro

hier klicken    Screenshots, die das blog "Benoit et moi"  online gestellt hat:
Danke dafür! Andere sind bei bellfrell zu sehen : klicken

                           
                           Quelle "benoit et moi"

Samstag, 27. September 2014

Fromme Worthülsen auseinander genommen: Heute "bei den Menschen sein"

Angeregt durch das Gespräch hier bei Geistbraus, ist mir das alte Pastoralbingo mal wieder in den Sinn gekommen.
Ich wäre dafür, das Bingoblatt um noch eine Spalte und eine Zeile zu erweitern und biete als ersten Begriff das berühmte "Nah bei den Menschen sein"
Im Grunde ein Schwachsinn, weil:
Also wir stellen uns eine x-beliebige arme Wurscht vor, nennen wir sie Chantal.
(man stelle sich hier jetzt mal irgendeinen  jungen Menschen vor, der einfach nix gebacken kriegt) 

Okay nun kommt so ein netter, bei den Menschen seiend wollender Bischof mit Chantal  in Kontakt.
Was geschieht nun?
Nehmen wir an, dem Bischof ist es ernst und er will da wirklich helfen.
Was tut er ? Er erwähnt die Caritas, den SKF und das Sozialamt.
Was tun Chantal und ihr Freund Roger?
In der Vorstellung des Bischofs sind sie voller Erstaunen darüber, dass es solche Anlaufstellen gibt, gehen da hin und eh voilá es wird ihnen gesagt, was sie noch nie gehört haben, dass sie sich halt mal zusammenreißen müssen, es im Moment  schwierig sei mit einer eigenen Wohnung, weil, ohne schwerwiegenden Grund bis zu einem Alter von 25 die Eltern zuständig seien, die Eltern zwar blöd seien, aber man sich halt arrangieren müsse. Familientherapie könnte die Beratungsstelle allerdings anbieten, Selbsthilfegruppe hätten sie auch...und für Jobs sei das Arbeitsamt und Schulbildung das wüssten die auch, was da noch geht oder nicht zuständig.
Chantal  hat, das alles noch nie gehört und erkennt, dass sie halt mal Gas geben müsse.  Alles wird gut und der Bischof darf sie dann mitsamt ihrem Freund trauen ... soweit seine Träume.
In Wirklichkeit weiß  Chantal das alles, kennt die Stellen alle und besser als er und ihr Problem ist eben, das sie, sagen wir es vornehm, einfach nicht zurecht kommt.
 Ihr zugrundeliegendes Problem ist ein inneres, das sich in Äußerem ausdrückt.

Im Grunde ist hier genau die Domäne des Bischofs, nämlich im Hinweis auf Gott und seine Gnade, das was die verachteten, weil die frommen und konservativen alten, echt geistigen Herren  noch wussten, dass Gottes Gnade in der Welt wirkt und zwar durch die Sakramente, die Messe und das Gebet und wenn es einem um das Reich Gottes geht, einem dann alles übrige dazu gegeben wird.

Zum morgigen Fest der Großeltern : "der Großvater der ganzen Welt"

und er wird auf dem Petersplatz anwesend sein......

                    

Das Video stammt vom Familientreffen in Valencia 2006.

ZDF sagt: Schafft die Kirche ab. Wir sagen: schafft das ZDF ab!

Mit dem Zweiten sieht man besser.... Das ist das Motto, mit dem das ZDF zeigen will, dass man dort mehr kann, als Rentner unterhalten. Sie präsentieren gleichgeschalteten DDR-Humor, über den seine Macher selbst am meisten lachen können.
Der WOW-Effekt, mit dem man etwas jüngere als die Alt68er vor die Schirme locken will, heißt in dieser Woche: Gute Stimmung. Und was trägt (scheint man zumindest in Mainz zu glauben) zur guten Stimmung im Volk bei: Wenn man gegen die Kirche hetzt.
Los gings am Mittwoch: Zu später Stunde, wenn in den anderen Kanälen schon längst die Geisterstunde eingeläutet ist, oder die Nackedeis über die Schirme hüpfen, wollte man beim ZDF wen? hinter dem Ofen hervorlocken. War wohl auch nicht so lustig, die altbekannten Sprüche der üblichen Humanistischen Unionen und sonstiger Anti-Kirchen-Sponsoren zum wiederholten mal anzuhören.
Weiter im Text. Powerplay heißt Powerplay. So gings dann am Freitag weiter. In der heute-Show, die auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat und sich derzeit mit uninspirierten Witzchen über Wasser hält.

Wollen die deutschen Bischöfe bei der Synode den Thesenanschlag Luthers nachspielen?

So mancher Vaticanist wittert einen bevorstehenden Coup.....
Das Luther-Virus hat auch in den letzten Jahren bei der DBK nichts an Virulenz eingebüßt, der angebliche Mannesmut vor Fürstenthronen gepaart mit einsichtsunfähiger Bockigkeit und Nibelungentreue zum falschen Objekt, hat sich in einem Mehrheitsvotum der deutschen Bischöfe  (pro Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene) niedergeschlagen, mit dem Kardinal Marx nach Rom reisen wird, vielleicht sogar, um es an eine der vielen Kirchentüren*  anzuschlagen, wer weiß....da steht er, er kann nicht anders.
Aber im Gegensatz zu früheren Coups deutscher Kleriker ist man in Rom und weltweit vorgewarnt. 
In Italien schreibt Vaticanist Matteo Matzuzzi in Il Folgio:       klicken
"I vescovi tedeschi hanno pronte le “tesi” da inchiodare all’uscio del Sinodo"

"Die deutschen Bischöfe haben die Thesen fertig, die am Eingang der Synode angenagelt werden sollen."! 

während das amerikanische rorate caeli  so titelt:

"ACHTUNG! As in Vatican II, the Germans seem to be Preparing a Coup for the Synod"

und so geht es weiter: klicken

* glücklicherweise hat der Petersdom Bronzetüren, aber vielleicht bietet sich die Titularkirche des Thesenüberbringers an, San Corbiniano?

Freitag, 26. September 2014

Die Kirche ist bunt?

Die Welt ist doch immer wieder voller Überraschungen. Und man lernt nie aus ...

Dass die Kirche bunter werden soll,  stellte der BR heute in seinen Bericht von der Herbstkonferenz der deutschen Bischöfe fest ...

Nun ja, ich kann mich noch gut an die diesjährige Maria-Himmelfahrts-Predigt von Kardinal Marx erinnern. Dort erzählte er uns zuerst, von den herrlichen barocken Kirchen in Bayern, wo man, wenn man nach oben blickt, ein Gefühl für die Himmlischen Freuden bekommt.

Himmlische Bilder in herrlichen Farben haben also durchaus Tradition in unserer Kirche und wenn man die verschiedenen Baustile über die Jahrhunderte so anschaut - die Kirchen wurden immer prächtiger und auch immer "bunter".

Das änderte sich abrupt in den 70ern. Da wurden die Kirchen immer grauer und erinnerten vom Baustil her eher an Parkgaragen als an Gotteshäuser. Dafür wurden die Klamotten und die Autos immer bunter.
Ich erinnere mich noch gerne an Apfelgrüne Pullover, die man zu orangen Röcken trug oder 3farbige Schuhe mit Plateausohlen usw.
Inzwischen ist die Mode ja wieder etwas dezenter geworden, da klingt es doch wie eine gute Idee, wenn der Vorsitzende der DBK bei einer Pressekonferenz sagt, dass die Kirche bunter werden muss. Aber vielleicht habe ich da einfach nur was falsch verstanden...
Wäre also eine gute Idee, wenn die Besucher, die am Sonntag den ZDF-Fernsehgottesdienst (der live aus dem Münchner Dom übertragen wird), ein bisschen Konfetti etc. mitbringen würden und farbenfrohe Kleidung tragen würden. Der Wunsch des Kardinals nach einer "bunten" Kirche ließe sich so sicher leicht erfüllen.

Ach ja, vom "alten Weltbild" wollen sie auch weg. Ich dachte ja, der Verlag sei längst verkauft und das Thema vom Tisch. So kann man sich täuschen.