Freitag, 18. April 2014

Oh Haupt voll Blut und Wunden

                      

                                                O Haupt voll Blut und Wunden,
                                                voll Schmerz und voller Hohn.
                                                o Haupt zum Spott gebunden
                                                mit einer Dornenkron.
                                                o Haupt sonst schön gezieret
                                                mit höchster Ehr und Zier.
                                                jetzt aber hoch schimpfieret,
                                                gegrüßet seist du mir


Die Passion des Herrn

Karfreitag 2012 im Petersdom

Auf den Punkt gebracht. Ein Fundstück zur Fußwaschung

Ohne es jetzt ausführlich auszubreiten.
Ja, ich kann mit der pontifikalen Fußwaschung an irgendwelchen Leuten, nix aber auch gar nix, anfangen.

Vielleicht liege ich ja komplett verkehrt, aber ich habe das mit der Fußwascherei immer einfach so verstanden, wie es da steht.
Die Apostel sind so rein, wie es eben ging, aber um richtig rein zu werden, brauchen sie einen der ihnen die, auf dem Weg vom Bad zum Saal, eben schmutzig gewordenen Füße wäscht und das tut Jesus.
Mir scheint also das Schwergewicht nicht in dem Signal "seid euch nicht zu fein, dazu die Drecksarbeit (weil Fußwaschen halt damals Sklavenarbeit war) zu tun" sondern in dem "ihr könnt euch mühen, wie ihr wollt, um ganz rein zu sein, braucht ihr mich und wenn ihr nicht wollt, dann kann ich euch nicht rein machen" -was ja das Drama des Judas Iskariot ist- zu liegen.

So und weil ich damit nicht alleine bin, darf ich zur Grande Dame der Blogozese verlinken, zu elsa, die sich auch Gedanken zu gemacht hat. Hier 

Donnerstag, 17. April 2014

Aus der Schrift, die Fußwaschung

Dann goss er [Jesus] Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.
Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.
Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.
Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.
Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
 von Anonym (Italian painter) (Nagel Auktionen http://www.auction.de) [Public domain], via Wikimedia Commons

Karwoche und Ostern vor 2 Jahren

Ostern 2012- die letzten von Benedikt XVI als amtierender Papst gefeierten österlichen Liturgien
Hier ein Video aus der Karwoche und dem österlichen Triduum jener Tage, mit den besten Wünschen an den Emeritus.

                       

Wir sehen u.a.  auch die traditionelle Fußwaschung in San Giovanni in Laterano- ( die mitnichten-wie es unsere "linksversifften Medien" zu behaupten beliebten- an sockentragenden Füßen vorgenommen wurde )
Und was bei uns ein bißchen untergegangen oder ignoriert wurde-als direkte Folge der apostolischen Reise nach Kuba -ebenfalls 2012- ist Karfreitag dort wieder als Feiertag eingeführt worden und das staatliche Fernsehen Kubas überträgt erstmals wieder den Kreuzweg live.

Mittwoch, 16. April 2014

Glückwünsche an den "Großvater des Glaubens"

Und last but not least- auch Papst Franziskus hat Papa Benedetto telefonisch seine Geburtstagswünsche übermittelt.

"Benedetto XVI, il «nonno della fede», compie 87 anni"


"Benedikt, der "Großvater des Glaubens" wird 87." So überschreibt La Stampa/VaticanInsider den Artikel zum Geburtstag des Emeritus und geht dabei auf den von Papst Franziksu verwendeten liebevollen Titel Großvater ein. Hier geht´s zum Originalartikel:     klicken

"Ein Großvater, der den Enkeln im Glauben die Straße Gottes zeigt" so erinnert Radio Vatican heute an den 87. Geburtstag Benedettos, und wiederholt dabei auch den liebevollen Beinamen, den ihm Papst Franziskus kürzlich gab.
Joseph Ratzinger, am 16.4.1927 in Marktl am Inn, einem bayrischen Dorf, geboren, wurde von Jorge M.Berglogio vor kurzem "der Großvater, der nebenan wohnt und dessen Weisheit man jederzeit erreichen kann" genannt.
Dazu erklärt Radio Vatican :  "In dieser Anerkennung zeigen sich sofort die allgemein bekannten Qualitäten Benedettos XVI : die Qualität seiner Lehre, seine theologische Finesse, der unerschütterliche Glaube. Benedetto ist in der Kirche und für die Kirche klar ein Meister. Aber das Wort Großvater hat auch noch andere Bedeutung. Charakterzüge die von den offiziellen Bildern wenig beachtet werden,  die die Gaben des Pontifex feiern aber weniger die menschlichen Züge.
In der Tat-Großvater deshalb, weil er Enkel hat und die Enkel sind Kinder oder Jugendliche, die in enger Beziehung zu ihm stehen, von seinen Erzählungen angezogen werden, persönlich erzählt und die von nie gehörten Dingen, die vor so langer Zeit geschahen, handeln.

Tweets zum Tage





Sandro Magister über Papst Franziskus & die Medien. Gewolltes Mißverstehen?

Freude und Schmerzen am päpstlichen Lehramt von Papst Franziskus. 
Von Sandro Magister
"Die Neuheit der von Papst Franziskus in Evangelii Gaudium angewandten Methode-von einem australischen Theologen erklärt. Nicht immer wird der Papst richtig interpretiert. Nicht einmal vom Direktor von "La Civiltà Cattolica" . Der beipielhafte Fall der Taufe von Cordoba."
hier geht´s zum Originaltext:  klicken  und hier zur englischen Übersetzung, das McGavin-Original findet sich in der unteren Hälfte   klicken
"Die Einberufung der Präfekten aller Dikasterien der römischen Kurie von Anfa ng April durch Papst Franziskus diente einzig dem Zweck, zu erfahren, wie diese die Exhortation Evangelii Gaudium aufgenommen  hätten, wie sie darauf reagierten und welche Wege sich öffneten, diesen Text in die Tat umzusetzen.
Daß Evangelii Gaudium das Regierungsprogramm des Pontifikates des Jorge M. Bergoglio ist, steht außerhalb jeden Zweifels.
Gerade deshalb ist es wichtig, es zu verstehen. Und gleichzeitig schwierig. Weil diese Form, in der Evangelii Gaudium verfaßt ist, nicht mit der kanonisierten Form des kirchlichen Lehramtes übereinstimmt, genauso wenig wie das tägliche öffentliche Reden.
In seinem exklusiv veröffentlichten Essay betont Paul-A. McGavin, daß Franziskus vor Abstraktionen flüchtet, die er als "kalte Syllogismen" charakterisiert,  er liebt statt dessen ganzheitliche, globale Gedanken und Taten.  McGavin zeigt, daß das die neue Methode von Papst Franziskus ist.

Der 70-jährige Australier McGavin ist Priester der Diözese Canberra und Goulburn.
2010 veröffentlichte er im Osservatore Romano einen reichen und tiefschürfenden Kommentar zur Enzyklika " Caritas in veritate".
Er schreibt : "Bei Papst Franziskus finden wir eine im pastoralen Empirismus wurzelnde Mentalität, die konkrete Umstände in das strukturelle und fundamentale Verstehen der Evangelien integriert."
Gleichzeitig erkennt McGavin, daß diese ganzheitliche ( nicht geteilte) Mentalität den Papst erheblichen Risiken, mißverstanden zu werden, aussetzt. Besonders wenn einige seiner statements von den Medien als selbständige Aphorismen gedeutet und in den Universalschlüssel zur Interpretation des aktuellen Pontifikates verwandelt werden.


Heute vor 87 Jahren

wurde in Marktl am Inn Joseph Ratzinger-unser geliebter Papa emeritus- geboren.
Zum heutigen 87. Geburtstag gehen unsere allerherzlichsten Glück-&-Segenswünsche nach Mater Ecclesiae: Ad multos annos Santita!
Und wir begleiten Papa Benedetto per Video-bei seinem Besuch in Marktl am 11.9. 2006

                 

Marktl feiert seinen größten Sohn auf besondere Weise:
um 4:15 versammelten sich Gläubige im päpstlichen Elternhaus zu einer Morgenandacht im Geburtszimmer um in einer anschließenden Lichterprozession in die Taufkirche Sankt Oswald zu ziehen und dort ihr Taufgelübde zu erneuern.
Die Nachrichtenagentur Zenit berichtet:   klicken
auch die Münchner Kirchennachrichten berichten:       klicken

Quelle: Zenit, Müchner Kirchennachrichten, blog- i-due-papi

Zum 87. Geburtstag

beten wir heute gemeinsam für unseren Papa emerito das Gebet des Herrn....



Das "Pater Noster" in seiner schönsten Form ... so, wie wir es während Benedikt's Pontifikats oft erleben durften.

Möge unser aller himmlischer Vater ihm Gesundheit schenken und noch eine lange Zeit auf Erden gewähren.


Dienstag, 15. April 2014

Vier rote Karten für "Papa Francisco"

Wenn man auf fremden Flughäfen warten muss, hat man viel Zeit mal die örtlichen Zeitungen zu lesen...und ist mir dann im Hamburger Abendblatt diese Meldung "ins Auge gesprungen".

Scan des Artikels aus dem
Hamburger Abendblatt 
(klicken zum Vergrößern)
... und wie man sieht, 
So kann's gehen. Da spielen diese Jungs in den Farben der Kirche und wollten doch eigentlich Vorbild sein ... aber wie es eben so ist, wenn der Ball erst mal rollt, wird auch ein Gentleman mal schnell zum Hooligan.

Wie es aussieht, müssen die Spieler noch viel üben, damit der "Papa Francisco FC" in Zukunft ein Vorbild für Fair Play wird.

Sonst bringen die noch unsere ganze Kirche in Verruf! ;-)



Broder über Veganer, Genderisten und die Energiewende, sprich: über die deutschen Esel auf dem Eis

Henryk Broder hat einen Rundumschlag gestartet, der sich lustig liest, aber im Grunde absolut ernst gemeint ist.
Der Artikel bei WON ist hier   zu lesen und hat die Überschrift :

Deutschland geht es einfach zu gut

"Die GroKo-Republik diskutiert über vegane Ernährung und Gender-Mainstreaming. Eine Gesellschaft, die sich mit so etwas herumschlägt, ist im Begriff, aus Mangel an Problemen Selbstmord zu begehen."

Broder nimmt den ganzen veganen Gender und Energiespar und Rumheul-Wahn, wie schlecht es uns ginge und was für ein Drama es ist,  wenn klein Erna im Aufsatz nach den Sommerferien vom Baggersee schreiben muss und nicht von den Malediven schreiben kann, gekonnt und eloquent auf die Schippe.

Besonders genial finde ich den Satz:

"Wenn die Deutschen an irgendeiner Volkskrankheit leiden, dann ist es nicht Diabetes, Übergewicht oder "Rücken", sondern die Verweigerung der Wirklichkeit. "

Dem ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen , außer nochmals den Link zum Artikel zu posten.

Montag, 14. April 2014

"Zwischen Wojtyla dem Heiligen und Franziskus dem Revolutionär, Benedikt der "Macher" der Päpste "

All denen ins Poesiealbum, die eine Hermeneutik des Bruches zwischen den beiden Pontifikaten heraufbeschwören wollen ( und die merkwürdigerweise oftmals identisch mit denen sind, die diese Hermeneutik auch für das II. Vaticanum propagieren).
Hier geht´s zum Originaltext von F.M.Ragona aus dem Magazin " Tempi" :  klicken

"Zwischen Wojtyla dem Heiligen und Franziskus dem Revolutionär,  Benedikt der "Macher" der Päpste "
Benedikt XVI, Reiniger der Kirche, Pionier des Dialogs zwischen Christen und Nichtchristen, Hüter eines vernunftfähigen Glaubens. Warum es dem Haß der Welt gelingt, die Bedeutung Ratzingers zugunsten eines "katholischen Frühlings" zu verkleinern.



Im Kloster Mater Ecclesiae im Vatican , der Residenz Joseph Ratzingers, klingelt das Telefon, es ist möglich daß am anderen Ende der Leitung Papst Franziskus ist.  Der Privatsekretär Benedettos, gleichzeitig Präfekt des Päpstlichen Hauses- Msgr. Gänswein, Bindeglied zwischen den beiden Päpsten, nimmt den Anruf entgegen und informiert sofort den Hausherrn. " Es ist der Hl. Vater". Da leuchten die Augen des Papa emeritus und die ersten Worte, die er fast jedesmal an Bergoglio richtet sind: " Danke, daß Sie an mich gedacht haben."

Papst Franziskus tut das oft, er ruft Benedetto XVI an, um ihn um Rat zu fragen ( so z.B. auch nach dem Interview mit La Repubblicca, wie EB Gänswein berichtete, als der Emeritus ihm einen 4-seitigen Brief dazu schrieb) aber vor allem- wie eben dieser Bergoglio selber sagte- "weil es mit ihm ist, als ob man den Großvater im Haus hat, aber einen weisen Großvater."
Die Weisheit Ratzingers  ist, nach der Aussage vieler Kardinäle, einer der großen Schätze des Vaticans, kostbarer als die Werke in den Museen oder die mittelalterlichen Manuskripte, die in den kilometerlangen Tunneln des Geheimarchivs aufbewahrt werden. Einer der größten Verfechter dieser Sichtweise ist Papst Franziskus selbst, der seinen Vorgänger deshalb auch in seiner Nähe haben wollte, in Gedanken und Gebet hinter Sankt Peter anwesend.

Auf der einen Seite ist der deutsche Theologe, auf der anderen der "Pfarrer der Welt", der argentinische Hirte der Kirche an den Rändern der Existenz. Einige versuchen, sie gegeneinander zu stellen, aber in Wirklichkeit gehören beide Päpste auf die selbe Seite, sie kämpfen den selben Kampf zum Wohl der Kirche. Auch das ist einer der Gründe, warum Papst Franziskus im vergangenen Februar beim Konsistorium  die Anwesenheit Benedettos in Sankt Peter wollte. Und dass er- 4 Monate nach seiner Wahl- bei der Weihe der neuen Statue des Hl.Erzengels Michael neben ihm wäre: Der Pontifex hatte seinen Vorgänger um die Vereinigung ihrer Gebetsbitten gebeten, als er den kleinen Stadtstaat und die gesamte Welt dem Erzengel weihte, gegen die Angriffe des Dämons, der eines der Hauptthemen der päpstlichen Predigten darstellt.
Auch da- in den Vaticanischen Gärten-waren die beiden Päpste nach dem Willen Franziskus´, dem Ratzinger mehrmals Gehorsam versprochen hatte, im Gebet vereint.
"Unter euch" hatte Benedikt XVI am Tag seines Abschieds zu den Kardinälen gesagt, " ist auch mein Nachfolger, dem ich bedingungslose Ehrerbietung und Gehorsam verspreche."

Einsicht & Reue oder ein Wunder? Daniel Deckers interviewt Kardinal Müller.

Oder ist der Religionsspezialist der F.A.Z. Elsas Rat gefolgt und hat nach seinen verhaltensauffälligen Wortmeldungen zur causa Limburg und der Rüge des Presserates erfolgreich eine Therapie absolviert ?
Gleichviel, jetzt hat er für sein Stammblatt die F.A.Z. den Präfekten der Glaubenskongregation, Feindbild aller Progressisten, Kardinal Müller zu aktuellen Kirchenfragen ( wie Deckers sie sieht, weshalb Befreiungstheologie und FSPPX eine hervorstechende Rolle spielen) interviewt und es lohnt sich es zu lesen.
Hier geht´s zum Interview:   klicken

Hier zu Teil 2, in dem sich Kardinal Müller ausführlich mit den "wiederverheirateten Geschiedenen" befasst. Klicken

Inzwischen steht auch Teil 3 Online: Klicken

Sonntag, 13. April 2014

"Der Wächter Gottes"

Wem nach noch etwas mehr Nostalgie ist, der schaue sich den Video-Clip an, den die Rai gestern in ihrer Serie "Die Kirche des 3. Jahrtausends" unter dem Titel "Der Wächter Gottes" gesendet hat    




Leider lässt sich der automatische Start nicht entfernen, aber das Video ist so schön, da macht es nichts...
Alle Personen, die da zum Benedetto-Pontfikat Stellung nehmen, danken ihm für das große Erbe, daß er der Kirche und uns anvertraut hat.