Donnerstag, 27. November 2014

Der Franziskus-Effekt, wie Francesco Colafemmina ihn sieht.

Francesco Colafemmina, Philologe und Schriftsteller aus Apulien, blogger von "Fides et Forma", ( wo er seiner Leidenschaft für die sakrale Kunst Ausdruck verleiht) äußerte sich in einem Interview zum "Franziskus-Effekt" :  hier geht´s zum Original    klicken
   
Frage: 
"Sprechen wir über den Bergoglio-Effekt : seine Worte, seine Handlungen (auch wenn viele davon einer augenblicklichen Situation entspringen) stellen einen lebenden Widerspruch zur klar formulierten Katholischen Verkündigung dar, sie rufen häufig den Eindruck von Mehrdeutigkeit und Verwirrung hervor, als erlebe man das klassische "einen Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück". Resultat: eine Kirche, die Beute von Verwirrung und Desorientierung ist, mit dem  Effekt, alles, was in den letzten Jahrhunderten aufgebaut wurde, zu zerstören. Wie denken Sie darüber?"

Antwort Colafemmina:
"Ich glaube ganz einfach, dass das Pontifikat Bergoglios mit einem sehr klar erkennbaren Projekt zusammentrifft: die Kirche in die Realität der sogenannten neuen Weltordnung zu führen.
Ich will nicht einer Paranoia folgend- behaupten, daß es irgendeine Art von Komplott gäbe, als vielmehr eine politische oder geopolitische Notwendigkeit. Wir leben in einer Welt, die immer mehr von Finanzeliten und technischem Know-how dominiert wird, die die klassische Kultur abgeschafft hat, die sich nicht mehr auf die kulturellen Wurzeln Europas stützt, sondern auf das Diktat einer amorphen kulturellen und moralischen Indifferenz. 
Die Kirche hat zwei Möglichkeiten: entweder aus der dominierenden Kultur verjagt zu enden, oder zu versuchen, zu überleben. Und um das zu tun, müßte sie in einer Art Mimikry die gleichen Charakteristika annehmen:  die Widersprüchlichkeit, Vorläufigkeit, Entropie, gerade die Letztere (die Entropie) ist nach der Überzeugung des großen Soziologen Zygmunt Baumann der Schlüssel zur Kultur der Finanzeliten. Die Entropie, das Chaos, die Unvorhersehbarkeit sind das Geschäft der Finanzhändler. Deshalb geht der Diskurs innerhalb der Kirche um sehr viel mehr als um den alten Zwist zwischen Traditionalisten und Progressisten. 
Glauben Sie, daß die Katholische Kirche mit all ihrem Eigentum, ihre Botschaften in der Welt, der Diffusion der eigenen Diener in die ganze Welt von den Mächtigen dieser Welt unterschätzt werden könnte? Sicher nicht. Die Kirche wird weiter verfolgt, wenn sie fortfährt, Ethik und Logik der "alten Weltordnung" vorzugeben, aber sie erhält nur dann Beifall, wenn sie sich auf die Hegelsche Logik stützt, wenn sie sich selbst in Frage stellt, indem sie den Abgrund ihrer Geschichte öffnet : über die objektive und unveränderliche Wahrheit, die Natur von Gut und Böse.
Bergoglio ist nichts weiter als der Repräsentant einer großen Gruppe von Kardinälen, Bischöfen, und vor allem Diplomaten, die am Ende des Pontifikates von Johannes Paul II verstanden haben, daß die Kirche um zu überleben, keine andere Option habe, als einen "dezenten Kompromiss" mit der Welt zu finden- zu welchem Preis auch immer-, nach der kontroversen.aber prophetischen Definition des Jesuiten Malachi Martin."



Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 3) P. Eugen Mederlet OFM


Franziskus sieht also im Priester nicht diesen Menschen, auch nicht die Kirche in ihrer gesellschaftlichen Form, ja auch nicht die bräutlich sakramentale Kirche als Leib Christi, er sieht den Bräutigam selbst. Er schaut einen wesentlichen Unterschied, ob er einem getauften Laien oder einem Priester begegnet. In allen Priestern und Bischöfen und zusammenfassend im Papst sieht er die priesterliche Gegenwart und Gewalt des Bräutigams Christus. Darin liegt das Geheimnis der hierarchischen Kirche.

Fortsetzung folgt.

Sandro Magister sichtet Lob und Kritik, Teil 2

2. Der Soziologe
Luca Diotallevi unterrichtet Soziologie an der Römischen Universität III. Aber er war auch jahrelang der beratende Soziologe der Italienischen Bischofskonferenz. Er war 2006 in Verona Sprecher der nationalen Kirchenkonferenz mit Papst Benedikt XVI und Kardinal Camillo Ruini und er ist Vizepräsident des Organisationskomitees der "Sozialen Wochen" für Italienische Katholiken.
Am vergangenen 12. November hielt er vor der Generalversammlung der CEI, bei ihrem Treffen in Assisi, einen Vortrag zum Thema: "Die aktuelle Transformation im Katholischen Klerus. Ein soziologischer Beitrag zur Situation in Italien."
Im Schlussteil seiner Präsentation lenkte Professor Diotallevi die Aufmerksamkeit der Bischöfe auf die Veränderung im Katholizismus, die nicht nur in Italien stattfindet- hin zur Form einer "Religion mit geringer Intensität."

Das ist eine Religion, "die an Sichtbarkeit gewinnt, aber an Bedeutung verliert."

Unter den Bischöfen waren einige, die hierin einen deutlichen Bezug zum "Erfolg" Papst Franziskus´ sahen.

In eben dieser Versammlung verwarfen die Bischöfe bei der Wahl der 3 Vizepräsidenten "schallend" den vom Papst gewünschten Kandidaten, den Theologen und Erzbischof Bruno Forte, den vom Papst persönlich ernannten Spezialsekretär der Familien-Synode. Forte kratzte 60 Stimmen zusammen-gegen die 140, mit denen der Bischof von Fiesole, Mario Meini, gewählt wurde.

Hier folgen Passagen aus dem Vortrag Diotavellis.

Mittwoch, 26. November 2014

Sandro Magister sichtet Lob und Kritik

naja, eher Kritik... hier geht´s zum Original   klicken

Die Linsen des Kardinals, des Soziologen und der Journalisten- alle auf Franziskus ausgerichtet. Um zu verstehen, wer er ist und wohin er will. In der Kirche -auf allen Ebenen- Kritik am Papst, die nicht länger zum Schweigen gebracht wird. Sie wird offen geäußert. Unter den Kardinälen am ausdrücklichsten von Kardinal Francis George.

Die stürmische Familien-Synode im Oktober, die Ernennung des neuen Erzbischofs von Chicago, die Demontage Kardinal Raymond Burkes waren ein Wendepunkt im Pontifikat von Papst Franziskus.
Die Unruhe, die Zweifel, die kritischen Urteile kommen immer mehr ans Tageslicht und werden ausdrücklicher und begründeter.
Auf allen Ebenen des Gottesvolkes. Unter Kardinälen, Religionssoziologen, auf den Vatican spezialisierten Journalisten.
3 Zeugnisse des neuen Klimas:

1. Der Kardinal 
Francis George ist nicht irgendein Kardinal, bis vor wenigen Wochen Erzbischof von Chicago und Vorsitzender der US-Bischofskonferenz von 2007- 2010, ist er derjenige, der den neuen Kurs der Katholischen Kirche Amerikas während des Pontifikates Benedikts XVI-in perfekter Harmonie mit ihm- einleitete.


Indem er als seinen Nachfolger in Chicago einen Bischof mit entgegengesetztem Profil, Blase Cupich, einsetzte, hat Papst Franziskus ein unmißverständliches Signal gesandt, daß er mit dem Standpunkt der US-Bischofskonferenz nicht einverstanden ist. 
Diese hat im Gegenzug bekräftigt, daß sie nicht die Absicht habe, vom Kurs, den sie eingeschlagen hat, abzuweichen.
In der Tat hat die Bischofskonferenz, als sie ihre 4 Repräsentanten für die zweite Runde der Familien-Synode benannte-ihre Stimmen außer auf  Joseph Kurtz und Daniel DiNardo, Präsident und Vizepräsident der Bischofskonferenz, auf Charles Chaput, Erzbischof von Philadelphia und José Gomez, Erzbischof von Los Angeles, beides Repräsentanten des Ratzinger-Kurses, konzentriert.

Kasper, der Mann für alle Fälle?

Nein, es handelt sich nicht um den Programmzettel der "Stuttgarter Puppenkiste" und neue Abenteuer ihres Helden Kaschperle...

Im Nachgang des in Italien zum Bestseller avancierten " Non e Francisco" von A. Socci, in dem auf einige Regelwidrigkeiten bei einem der Wahlgänge im Konklave, aus dem der Kardinal aus Buenos Aires als Papst hervorging, hingewiesen wird, hat sich nun auch ein englischer Autor in einem Buch Gedanken zu diesem Thema gemacht.
Austen Ivereigh  schrieb: "The great reformer. Francis and the making of a radical Pope."

Der, wie Damian Thompson schreibt " Exzellente Kirchenredakteur" der englischen Tageszeitung "The Telegraph", John Bingham, veröffentlichte die Story und landete damit einen Coup.

Ivereigh beschreibt in seinem Buch, wie eine Gruppe "reformistischer Kardinäle" ("Lobby") -von denen einige bereits beim Konklave von 2005 versucht hatten, den Argentinier auf die Cathedra Petri zu bugsieren, im Vorfeld und während des 2013- Konklaves-zwar diskret aber sehr organisiert und zielgerichtet auf die Wahl Bergoglios hin gearbeitet haben.
Federführend sei dabei der aus Altersgründen nicht mehr wahlberechtigte Kardinal Murphy-O´Connor, der emeritierte Erzbischof von Westminster, gewesen, zusammen mit Kardinal Walter Kasper, der innerhalb des Konklaves eine Schlüsselrolle bei dieser Lobbyarbeit spielte.
Ivereigh beschreibt dann ihr weiteres Vorgehen. Kardinal Bergoglio habe ihnen versichert, im Falle eines Falles die Wahl anzunehmen ("in diesem Augenblick der Krise der Kirche, kann ein Purpurträger sich nicht weigern") was sie in ihren Plänen bestärkte.
Kardinal O´Connor hat in einem, von seinem Sekretär geschriebenen Brief an den Telegraph dementiert und-wie Thompson bemerkt, sich darin, was das timing der Lobby-Arbeit angeht, sehr vage und verschwommen ausgedrückt.

Dialog? Oder doch eher Monolog?

Die Dialogpartner von der ISIS haben ihre Gesprächsbereitschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Damit die Welt nicht vergißt, daß es sich bei den Söldnern des IS um wahre Barbaren handelt, haben sie eines der uralten Klöster in Mossul gesprengt. Dialog mit Dynamit.  So ist das, wenn man keine Argumente für das Erstrebenswerte an der Religion des Friedens hat. Warum nur hat man den Eindruck , daß die ISIS-Mörderhorden die Zivilisation gerade dort, wo sie ihren Ursprung nahm-ungeschehen machen, sie ausradieren wollen?

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                  Fotos stammen aus einem Tweet von A.Gisotti -Dank dafür!


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Wie wäre es mit einem Rhetorikkurs? Und vielleicht der Einübung von Fähigkeiten, die der Mensch (Homo Sapiens Sapiens) seit den Zeiten des Homo Erectus erworben hat?
Man wird ja noch träumen dürfen........

                                                       Christus nobiscum state



Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 2) P. Eugen Mederlet OFM


1. Was ist dieses Geheimnisvolle, das über alles Menschliche hinausgeht?

Etwas, das nicht durch Tüchtigkeit erreicht wird, nicht durch gediegenes Studium und auch nicht durch Heiligkeit. Kein Mensch kann durch Heiligkeit Priester werden. Es ist etwas in ihm, das nicht aus dem Menschen ist, sondern alles Menschliche übersteigt. Ja, Franziskus bezeugt, dass diese geheimnisvolle Vollmacht im Priester verbleibt, wenn er in Sünden lebt. Er schreibt in seinem Testament: „Danach gab mir der Herr einen so großen Glauben zu den Priestern, die nach der Vorschrift der heiligen römischen Kirche leben, dass ich, wenn sie mich verfolgen würden, bei ihnen Zuflucht suchen will. Und wenn ich so große Weisheit hätte, wie Salomon sie gehabt hat, und fände armselige Priester dieser Welt: in den Pfarreien, wo sie weilen, will ich dennoch nicht gegen ihren Willen predigen. Und ich will in ihnen die Sünde nicht sehen, weil ich den Sohn Gottes in ihnen erblicke und sie meine Herren sind. Und deswegen tue ich das, weil ich leiblicherweise von Ihm, dem höchsten Sohn Gottes, in dieser Welt nichts sehe als Seinen heiligen Leib und Sein heiligstes Blut, das sie selbst empfangen und sie allein den anderen darreichen“ (Schriften S. 213).

Fortsetzung folgt.

Dienstag, 25. November 2014

Heute vor 33 Jahren


Zum 33. Jahrestag der Berufung Kardinal Ratzingers
Nach den Turbulenzen der Synode und der zeitlich überraschenden Veröffentlichung des neuesten Bandes der opera omnia des Emeritus, passt es gut, daran zu erinnern, was heute vor 33 Jahren geschah.
Am 25. November 1981 ernannte Papst Johannes Paul II, der Gutes erkennen konnte, wenn er es sah, Joseph Kardinal Ratzinger, Erzbischof von München und Freising, zum Präfekten der Glaubenskongregation, zum Präsidenten der Bibelkommission und zum Präsidenten der Internationalen Theologenkommission.

Premiere in Straßburg

Wie Jean-Marie Guénois, der Korrespondent des Figaro aus Straßburg twitterte,  gab es beim heutigen Papstbesuch in Straßburg eine Premiere, etwas, was nie zu vor, bei keinem der Vorgänger-Päpste so geschehen ist.
Der Pontifex, oberster Hirte der katholischen Christenheit besucht einen Ort, hat aber keine Zeit für ein Treffen mit den Gläubigen oder den Besuch im Münster, dem Haus Gottes ( cirka 2,9 km vom Parlamentsgebäude entfernt).
Schon morgens hatte Guénois staunend festgestellt, daß die Straßen vom Flughafen zum Europaparlament fast menschenleer waren, so gut wie keiner gekommen war, um den Papst zu begrüßen. Die Elsässer, so berichtete er, seien sehr enttäuscht, dass Papst Franziskus für sie und das Münster, das 2015 sein 1000-jähriges Gründungsjubiläum feiert,  keine Zeit hatte.

"Jamais vu : personne ou presque dans les rues de Strabourg pour accueillir le pape Francois entre l'aéroport et le parlement..."

"Nie gesehen: kein Mensch oder fast keiner auf den Straßen in Straßburg um Papst Franziskus zwischen Flughafen und Parlament  zu empfangen,"


Das blieb dann auch so.
Hier die beiden letzten Tweets:

"Strasbourg vide ... Le pape n'a pas voulu voir les Alsaciens. Les Alsaciens n'ont pas voulu voir le Pape. Visite aussi courte que... triste"

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 1)


P. Eugen Mederlet OFM


Evangelium nach Johannes 19, 25 – 27

Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria die Frau des Klopas und Maria von Magdala. Als Jesus nun die Mutter und den Jünger den er liebte dastehen sah, sagte er zur Mutter: „Frau, siehe da Deinen Sohn.“ Dann sagte er zu dem Jünger: „Siehe da Deine Mutter.“ Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich.



Lieber Primiziant, liebe Brüder, liebe Schwestern!

Vielleicht sind gestern einiger verwundert gewesen, vielleicht sogar betroffen, als Kardinal Meisner in der Predigt sagte: Wer den Priester sieht, sieht Christus. Ist das nicht eine Anmaßung? Jesus sagt das ja von sich und dem Vater: „Wer den Sohn sieht, der sieht den Vater.“ Aber hören wir ein Wort des heiligen Franziskus, das diesen Primizgottesdienst begleiten wird. Es heißt von ihm: „Häufig sagte er: Wenn es sich träfe, dass ich einem Heiligen, der gerade vom Himmel kommt, und irgend einem armseligen Priester zugleich begegnete, würde ich zuerst dem Priester die Ehre erweisen und mich sofort anschicken, seine Hände zu küssen. Ich würde sagen: Oh, gedulde Dich ein wenig, heiliger Laurentius; denn die Hände dieses Priesters berühren das Wort des Lebens, und sie besitzen etwas, das über alles Menschliche hinausgeht“. (2 cel 201).
Darüber wollen wir nachdenken.

Fortsetzung folgt.

Montag, 24. November 2014

Antonio Socci: der deutsche Episkopat und seine Entscheidungen zur Kirchensteuer...

Die tönende Verurteilung (Schande!) angeblichen Sakramentenverkaufs durch nicht näher genannte Pfarrer in nicht näher genannten Kirchen: Päpstliche Nebenkriegsschauplätze, die als Ausflucht dienen könnten, z.B. nicht über die von ISIS ermordeten, vertrieben, verfolgten Christen und den Islamismus sprechen zu müssen?
Antonio Socci jedenfalls überschreibt seinen Artikel in seinem blog "Lo Straniero" so:
( hier geht´s zum Original:   klicken)

" Lieber Papst Franziskus, treten Sie den beunruhigenden Entscheidungen der deutschen Bischöfe entgegen (wie es Ratzinger tat), anstatt unsere Pfarrer zu denunzieren. Sie (die Entscheidungen) sind die wahre Schande!"

"Die heutige Verdammung des "Skandals des Handels im Tempel" durch Papst Bergoglio hat  Aufsehen erregt.
"Ich denke an den Skandal, den sie (die Priester) bei den zu uns gehörenden Leuten machen können" unterstreicht Papst Franziskus " mit unseren nichtpriesterlichen Gewohnheiten im Tempel:  wie oft sehen wir, wenn wir eine Kirche betreten, auch heute noch eine Preisliste "für die Taufe, den Segen, Messeintentionen."
"Und das Volk regt sich auf."

Ich weiß nicht, wie es in Argentinien ist, aber in Italien habe ich ganz klar nie eine Preisliste in einer Kirche gesehen.
Gerade erst heute nachmittag hat Kardinal Bagnasco erklärt, daß man die Sakramente nicht kaufen kann, daß es in italienischen Kirchen keine Tarife gibt, daß die freiwilligen Spenden der Gläubigen dazu dienen, die Kirche materiell zu unterstützen. Wie es richtig ist und sein soll.
Sicher, die Anklage des Papstes betont eine echte Frage (die Unentgeltlichkeit der Gnade und der Sakramente) aber bei diesen Worten besteht die Gefahr, daß sie wie eine Verleumdung der armen Pfarrer klingen.....
Ich würde dem Papst eher raten, sich mit einem sehr viel beunruhigenderen Fall einer schlechten Beziehung zwischen Sakramenten und Bezahlung -der die deutsche Kirche betrifft-zu beschäftigen.

Ein neuer Präfekt

Wie das Presseamt des Hl. Stuhls bekannt gab, ist Kardinal Robert Sarah- bis jetzt Präsident des päpstlichen Rates Cor Unum- von Papst Franziskus zum Präfekten der Liturgiekongregation ernannt worden. Dieses Amt war vakant geworden, weil Kardinal Canizares nach Spanien zurück beordert wurde.

Der 69 jährige, in Guinea in einer katholischen Familie geborene Robert Sarah, wurde 1969 für die Diözese Conakry zum Priester geweiht, studierte an der Gregoriana in Rom Theologie und im Franziscanum in Jerusalem die Heilige Schrift. 1979 ernannte der Hl. Johannes Paul II den erst 34-Jährigen zum Erzbischof von Conakry. Er wurde von Kardinal Benelli, dem Erzbischof von Florenz, damals Nuntius im Senegal, geweiht. 1995 wurde er zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz Guineas gewählt.

Im Oktober 2001 wurde Erzbischof Sarah nach Rom gerufen: Papst Wojtyla ernannte ihn zum Sekretär von Propaganda Fide, neun Jahre später, im Oktober 2010, vertraute ihm Benedikt XVI die Präsidentschaft von Cor Unum an und verlieh ihm 2 Monate später den Kardinalspurpur. Sarah ist der erste Kardinal aus Guinea-Bissao.

                       Eingebetteter Bild-Link

Mit seiner heutigen Ernennung wird wieder ein Afrikaner Leiter dieses Dikasteriums. Von 2002 bis 2008 war Kardinal Arinze aus Nigeria Präfekt der Liturgiekongregation gewesen, von 1984-1998 Kardinal Bernadin Gantin aus dem Benin.

"Für mich ist das eine unverdiente Güte des Herrn" sagte Sarah damals beim Konsistorium, und es ist der Ruf, Gott noch mehr zu lieben und für ihn, das Evangelium , für die Rettung der Welt zu sterben." Ich möchte dem Hl. Vater danken, dass er entschieden hat, mir diese Ehre zuteil werden zu lassen. aber ich verstehe diesen Ruf auch als von Gott kommend: zu einem priesterlicheren, christlicheren Leben. Ich denke, daß die Welt heute "Männer Gottes" braucht, Männer die ihr Leben so leben, als sei Gott körperlich in der Welt abwesend."

Magister:" Der Papst weiß es noch nicht, aber in Bose bereiten sie das Ende des Papsttums vor."

Sandro Magister fragt sich, ob Papst Franziskus weiß, daß sein Konsultor, Enzo Bianchi, sein Amt abschaffen will. Hier geht´ s zum Original:       klicken 


"Il papa non lo sa, ma a Bose preparano la sua fine"


bianchi

"Der Ökumenismus: neu geschrieben von Enzo Bianchi und Alberto MeIloni"   
Ein zu diesem Thema veröffentlichter Text hat zu Irritationen bei Bianchi geführt, war aber auch Denkanstoß für das spezielle Ökumeneprojekt des Priors von Bose, eben dieses Enzo Bianchis, dem gerade frisch ernanntem päpstlichen Konsultor im Rat für die Einheit der Christen

Der Autor des folgenden Textes ist Priester in der Diözese von Bari , Liturgiedozent und Konsultor der Liturgiekongregation und der Heiligsprechungskongregation, Don Nicola Bux.

"DER NICHTKATHOLISCHE ÖKUMENISMUS DES ENZO BIANCHI"
von Nicola Bux

"Die "Destruktion des Papsttums in seiner aktuellen Form"- wie Sandro Magister berichtete- ist dem Prior von Bose wichtig. Man könne nicht mehr auf die Einheit zwischen den "großen traditionellen Kirchen" hoffen, weil Ursache ihrer Trennung der Primat des Papstes sei, der die Einheit der Christen von heute verhindere:
"Im Evangelium steht geschrieben, daß die Jünger begannen sich zu streiten, wer unter ihnen der Erste sei. Mir scheint, daß dieser Streit sich durch die Geschichte der Kirche fortgesetzt hat und noch heute einen der zentralen Knoten in der Einheitsfrage bildet. Man ignorierte, daß jede Tradition begrenzt und speziell ist und es nur allen gemeinsam möglich ist, die volle Wahrheit zu erreichen." (Bianchi, "Ricominciare", Genua 1999)

In Wirklichkeit beendet Jesus die vorösterliche Diskusssion der Jünger, indem er den Primat des Simon Petrus bestätigt. Außerdem weiß der, der wirklich katholisch ist, daß es keine " großen traditionellen Kirchen" gibt sondern nur die eine Kirche, daß in ihr die Christen zwischen dem ersten und dem zweiten Millenium autonome Kirchen und Gemeinschaften bildeten, gemeinsam mit Rom in der apostolischen und von Rom besiegelten Tradition.

Sonntag, 23. November 2014

Merkwürdiges und Seltsames, oder die alte Frage, "sind die echt so naiv unsere Bischöfe?"

Also, als das Konzil zu Ende war, verwandelten sich die Tischgespräche oft in besorgte Anfragen, und ängstliche Gespräche, über all das, was sich änderte und definitiv nicht richtig war.
Man hatte Kinder, die zum Besten gaben, was der ExPriester,  die habitlose Nonne, oder der engagierte Laie, in ihrer Funktion als Religionslehrer so von sich gaben, und was alles war, nur nicht katholisch.
Man las, (waren noch andere Zeiten) akribisch das Bistumsblättchen und regte sich auf!
Man hatte nun in der Familie einige Herren und Damen, bistumsmäßig wichtig, vorzuweisen, die auch ab und an mal vorbeikamen.
Diese wurden dann erst recht mit Klagen überschüttet und ich erinnere mich noch an die tröstenden Antwortversuche, die gegeben wurden.
Zunächst wurde die merkwürdige Postion verteidigt, von wegen Rahner, und was der so verbraten habe, wenn das nicht half, wurde auf den unheiligen Augustinus verwiesen und wenn dann klargestellt wurde, dass der sich ja genau davon bekehrt habe, wurde die Stimme verschwörerisch gesenkt und gesagt  "Ja weißt du, wir können diese Leute nicht entlassen, weil die dann sofort vor's Arbeitsgericht ziehen und dort Recht bekommen!"

Man mag die Argumentationsketten im einzelnen zerpflücken und die Sache mit dem Entlassen hat man doch nie richtig durchexerziert, außer manchmal, und es ist dann immer gegangen.

Ich fand schon immer diese Art der Argumentation blödsinnig, weil, (es waren echt andere Zeiten) man nicht einerseits den Kindern erzählen kann, wie toll sich die eigene Familie im dritten Reich behauptet habe, und sich genau nicht um staatliche Anordnungen gekümmert habe und dabei Leib, Leben, und Zukunft der Kinder riskiert habe (will das gar nicht gering reden, es muss damals schon mutig gewesen sein, verbotenerweise in der Ordenstracht seines aufgelösten Ordens herumzulaufen, oder das Mutterkreuz zu verweigern und dergl mehr) und dann gleichzeitig Angst vor einem Prozess vorm Arbeitsgericht zu haben!
Hic Rhodos, hic salta! dacht ich mir schon damals, wenn ihr im 3. Reich wirklich so mutig gewesen seid, warum kneift ihr jetzt?

Diese alte Kinderfrage ist mir bei der Lektüre hier wieder in den Sinn gekommen.

Neu entdeckte Tugenden ?


Ein bekannter & weiser Geistlicher schreibt unter dem "nom de plume" don Pio Pace diesen Artikel, den weiterzugeben und zu lesen, sich lohnt.
Wir haben ihn bei rorate caeli gefunden.  klicken  Dank dafür!

"Gehorsam" ? "Respekt"?  Wir dulden keine Lektionen von denen, die Benedikt XVI moralisch ermordeten.

               
                                 The Great Fear of the Conformists:
    We Take no Lessons from Those Who Morally Assassinated Benedict XVI!


"Seit einiger Zeit wettern Modernisten, Liberale, oder selbsternannte "Moderate" und sogar "leicht konservative"  Zeitungen gegen den "erbarmungslosen Krieg", den Orthodoxe Katholiken gegen Papst Franziskus und seine Richtung führen.
Da sind wir mitten in der Parabel vom Splitter und dem Balken. Haben sie nicht pausenlos Johannes Paul II und seinen Versuch einer kleinen "Restauration" kritisiert, diese guten Seelen, die jetzt Lektionen erteilen wollen? Haben sie nicht Benedikt XVI bis zu einen Grad zerstört, den man nur moralischen Mord nennen kann? 
Benedikt XVI, über den die Liberalen einen Tag nach seiner Wahl unter sich sagten: "Das wird nicht mehr als ein paar Jahre dauern" Benedikt XVI, dessen Feinden Erzbischof Piero Marini offen den Schlachtruf vorgab: "Resistere! Resistere! Resistere!"
Sie möchten uns also Lektionen erteilen, sie, die durch ununterbrochene und brutale Angriffe auf Benedikt XVI  in Katholischen- oder Mainstreammedien, durch Dokumentenverrat, finanziellen Druck, wegen dem, was er tat und dem, was er nicht tat, was er sagte oder was er nicht sagte, zwangen, seinen Rücktritt einzureichen."