Donnerstag, 30. Oktober 2014

Müller: "In meiner Kongregation: Dialog und Gruppenarbeit"


Das unterstrich der Kardinal und Wächter der katholischen Orthodoxie bei einer Rede anläßlich des Internationalen Kongresses "Omnes Gentes" in der Universität Louvain.
Vatican Insider berichtet, hier geht´s zum Original :   klicken

"Weil die Kirche sehr groß ist, muß die Arbeit der Glaubenskongregation  notwendigerweise von Gruppen erledigt werden, das heißt im Dialog, im Austausch der theologischen Tendenzen und im Hören auf den anderen." Das betonte Kardinal Gerhard L.Müller bei einer Rede, die er anläßlich des internationalen, von der belgischen Bischofskonferenz veranstalteten Kolloqiums "Omnes Gentes" in der Universität Louvain hielt- zum Thema: "Eine Kirche im Dialog, das II.Vaticanische Konzil neu lesen"
In seiner Eröffnungsrede, betonte der Purpurträger die "Notwendigkeit des Dialogs in der Kirche im Allgemeinen und in ihren Institutionen im Besondern" und beschrieb als Beispiel die Tätigkeit seines Dikasteriums, das "von vielen als eine Instanz des Nicht-Dialogs und der Dialogverweigerung betrachtet werde. Es scheint so, als ob das Lehramt einen authentischen Dialog unmöglich mache und ständig das Depositum Fidei beschwören würde und so definitiv die Tür für eine Diskussion der offenen Fragen verschließe und den Dialog ersticke. In Wirklichkeit"-so versichert er- "ist es nicht so."
"In der Tat," betont Müller, "werden die offenen Fragen kontinuierlich von den für die Dossiers Zuständigen analysiert, 40 Personen aus allen Kontinenten, um dann mit den Oberen der Kongregation bei den wöchentlichen Treffen behandelt zu werden. Darüber hinaus werden die komplexeren Probleme an 25 Berater weitergegeben, die sich regelmäßig treffen, um sie vom theologischen Standpunkt aus zu diskutieren.
Zuletzt werden die fundamentalen Entscheidungen von den Mitgliedern, ungefähr 30 Kardinälen und Bischöfen, der monatlichen Versammlung des Dikasteriums gefaßt und dem Papst im Verlauf einer "reservierten Audienz" vorgetragen."
Quelle: VaticanInsider/LaStampa

 




"Parteien und Verbände fordern ein Gesetz gegen Diskriminierung der Myopie"

vulgo Kurzsichtigkeit. Es kann nicht angehen, daß es Menschen gibt, die ohne Optikerhilfsmittel wie Brillen und Kontaktlinsen durch´s Leben gehen, während andere Brillen tragen müssen. Das ist eindeutig diskriminerend. Das Bestehen auf einer "normalen" Sehfähigkeit muß als fundamentalistisch und myopophob eingestuft werden. Daher ergeht folgender Beschluss, ab sofort muß jeder unabhängig vom Zustand seiner Augen eine Brille der Sehstärke minus 2 Dioptrien tragen. Kindern soll bereits im Kindergarten die Nutzung von Brillen, Lupen, Monokeln, Augenklappen durch Anschauung und praktische Übungen vermittelt werden und es soll frühzeitig darauf hingewirkt werden, daß sie sich schon einmal überlegen sollen, welchen Sehfehler sie bevorzugen wollen, alternativ zur Myopie wäre auch Weitsichtigkeit, Schielen, Amblyopie, Doppelbilder, Grauer und/oder Grüner Star oder Netzhautablösung für sie möglich, spätestens mit 12 Jahren sollten sie ihre Sehfähigkeitsidentität gewählt haben.

                                     
                                                             Bild wiki commons

Ähnlichkeiten zu real existierenden Gesetzesvorhaben und Bildungsplänen sind kein Zufall und beabsichtigt.
Parallel dazu plant die Regierungskoalition von Baden-W. neue Wege der Sexualerziehung zwecks endgültiger Zerstörung der traditionellen Familie. Damit hat sich Jan Fleischhauer vom Spiegel in seiner Kolumne befaßt:    klicken

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Zeit der Barmherzigkeit, Zeit der Exkommunikation. Und Sandro Magister und die deutschen Bischöfe.


In seinem blog Il settimo cielo in La Stampa überschreibt  Sandro Magister so seinen Artikel:  klicken und fährt fort:
"Es gibt etwas, was nicht in diese Zeit paßt, die als Zeit der Barmherzigkeit proklamiert wurde, mit dem quasi ungehinderten Zugang zur Eucharistie, ihn aber dennoch jenen strengstens untersagt, die neue Kapitalverbrechen begangen haben.
Das erste dieser Kapitalverbrechen, das die Exkommunizierung nach sich zieht, ist, an der Messe der von Erzbischof Lefebvre gegründeten FSPPX teilzunehmen und die Sakramente zu empfangen.
Die FSPPX hat einen Sitz in der Diözese Albano vor den Toren Roms und der Bischof dieser Diözese, Marcello Semerano, der auch der Sekretär des 9-Kardinäle-Rates ist, der Papst Franziskus beim Regieren der Universalen Kirche hilft, hat am vergangenen 14. Oktober eine Bekanntmachung herausgegeben, die seinen Gläubigen bei Strafe der Exkommunikation verbietet, eine Messe der Bruderschaft zu besuchen und die Sakramente zu empfangen.
"Jeder katholische Gläubige, der die Sakramente von der Fraternita San Pio X erbittet und empfängt, befindet sich nicht im Stande der Kommunion mit der Katholischen Kirche. Einer Wiederzulassung durch die Kirche  müßte ein entsprechender Versöhnungsvorgang nach der stabilen kirchlichen Diszilpin der Bischöfe vorausgehen."

Diese Exkommunizierung , von der einige Mitglieder der Lefebvre-Gemeinschaft 2009 befreit wurden, die vorher damit gestraft worden waren wurden, die bekannten 4 Bischöfe, trifft heute die Katholiken, die einfach nur bei ihnen in die Messe gehen.

Die Frage ist nicht neu. Schon 2013 hatte die Vaticanische Kommission "Ecclesia Dei" , die sich mit den Lefebvrianern beschäftigt, in einem vom Luxemburgischen Prälaten Camille Perl unterschriebenen Brief zwei Fragen, die aus den USA kamen, so beantwortet:

Briefwechsel zwischen London und Mater Ecclesiae

Antwortbrief des Emeritus an die nach Anglicanorum Coetibus errichtete Personalprälatur von Our Lady of Walsingham
Der Catholic Herald berichtet :    klicken

"Benedikt begrüßt das Wachstum der Ordinariate in England"
Benedikt XVI hat das Wachsen der Personalprälatur von Our Lady of Walsingham begrüßt und gesagt, er sei glücklich, dass ihre Kirche auf dem Grund der historischen Bayrischen Botschaftskapelle in London errichtet wurde.
Our Lady of the Assumption und St. Gregory´s stehen in der Warwick-Street, London, dort, wo sich einst die Kapelle der Bayrischen Botschaft befand, die bei den antikatholischen Ausschreitungen 1780 zerstört wurde.
Der em. Papst kommentierte das in seiner Antwort auf einen Brief, in dem Nicolas Ollivant, Vorsitzender der Freunde des Ordinariates von Our Lady of Walsingham, ihm seine Dankbarkeit für das Geschenk der Ordinariate ausgedrückt hatte. Er hatte auch eine kurze Geschichte von Our Lady of the Assumption und St. Gregory´s hinzu gefügt.
     
Am 4.November jährt sich die Veröffentlichung der Apostolischen Konstitution "Anglicanorum Coetibus", die die Schaffung von Personalprälaturen ermöglichte. zum fünften mal. Das Ordinariat erlaubt Gruppen früherer Anglikaner Teile ihrer Überlieferung innerhalb der Katholischen Kirche beizubehalten."
Quelle: Catholic Herald, 28.10.2014

Hier die englische Übersetzung des vollständigen, deutsch geschriebenen (aber so leider nicht verfügbaren) Briefes

"Dear Mr Ollivant,
Since I know that you read the German language without difficulty, I may answer your friendly letter of 1 September in my mother tongue, since my English would not quite suffice to do so.
Your thanks for the establishment of the Personal Ordinariate of Our Lady of Walsingham has greatly moved me, and I ask you to convey my thanks to all its members. Naturally, I am particularly glad that the former Bavarian Chapel has now become your Ordinariate’s church, and serves such an important role in the whole Church of God. It has been a long time since I have heard news of this holy place, and it was therefore with all the more interest and gratitude that I read the description with which you accompanied your letter.
Once more, many thanks, and may God bless you all.
Yours in the Lord,
Benedict XVI"
                                                   





Versuch einer Dechiffrierung der Äußerungen de Maizières zum Dschihad

gerade habe ich gesehen, dass der Deutsche Minderwertigkeitskomplex eine neue Stufe erreicht hat.
Auf der t-online Startseite findet sich folgende Meldung


De Maizière sieht BRD in der Pflicht
Dschihadisten 'unsere Söhne und Töchter'

Ich habe es ja nicht geglaubt, echt nicht,  dann aber  via WON festgestellt,  es hat sich da kein Hacker einen schlechten Scherz erlaubt, aber das scheint mir langsam darauf hinauszulaufen, dass man in der Politik jegliches Maß verloren hat.

Oder will man den Weg frei machen dafür, dass irgendwelche Gerichte dann die Deutschen wieder dazu verdonnern können, für den Wiederaufbau des Iraks oder Syriens zu bezahlen?

Vielleicht Witwen und/oder Waisen Rente für die Hinterbliebenen der von deutschen oder auch nur über einen deutschen Flughafen zwischengestoppten,  Dschihadisten  getöteten Christen, Jesiden und dergl zu bezahlen?

Und wenn sich die Deutschen wirklich  in der Verantwortung für alle sehen, die jemals einen Fuß auf Deutschen Boden gesetzt haben, warum nur, und das macht mich fast verrückt, kümmert man sich nicht um die eigenen?

Die Familien z.B? Warum schützt man die Kinder nicht vor den wilden, feuchten Fantasien irgendwelcher Leute die über pubertäre wirre Träume nie herausgekommen sind?

Jan Fleischhauer hat ja erhellendes dazu geschrieben Hier klicken 

 

Nach der Synode.....

"Nach der Synode sind die Gläubigen noch verwirrter"
so überschreibt Giorgio Carbon seinen Artikel bei La Nuova Bussola Quotidiana   :     klicken

10 Tage sind seit dem Abschluss der Synode vergangen und die Enttäuschung ist groß. Die Erwartungen vieler sind zerbrochen und die Pressekonferenzen haben die Debatten und Polemiken noch angeheizt. Aber nach dem ersten Eindruck scheint es, als ob es sich um eine "von einem Idioten erzählte Fabel " gehandelt habe, "voller Lärm und Wut, die nichts bedeuten", (um einen von Shakespeare in Macbeth verwendeten Ausdruck zu benutzen).
Die gerade beendete Synode kann von vielen Standpunkten aus betrachtet werden. Ich beschränke mich darauf, nur 2 in Betracht zu ziehen. Das erste, das Phänomen Synode, ist die äußere Darstellung der Synode, wie sie von einigen Mitgliedern der Presse gegeben wurde. Der zweite Aspekt ist die Synode der Dokumente, des objektiven Abschlusstextes, der Relatio Synodi.

Unter dem ersten Aspekt des Phänomens Synode, muß man bedenken, daß die Synode von Erwartungen belastet wurde. Einige sprachen von der Synode als von einer Art ökumenischen Konzils. Andere haben sich auf Papst Johannes XXIII berufen und das II.ökumenische Vaticanische Konzil heraufbeschworen, das von Papst Franziskus und der Familien-Synode zu Ende geführt werden würde.
Es war aber unausweichlich, daß alles diese Erwartungen schnell mit der Realität konfrontiert werden würden. Sie haben sich als schwer übertrieben und unbegründet erwiesen, weil-wie der Codex des kanonischen Rechtes bekräftigt: "Es ist Aufgabe der Synode der Bischöfe ist, über die Fragen zu diskutieren und abzustimmen, nicht um zu schlichten und Dekrete zu solchen Fragen auszuarbeiten, außer in den Fällen, die der Römische Pontifex bestimmt, der in diesem Fall plant, die Entscheidung der Synode zu ratifizieren, der er keine Beschlussfreiheit zugestanden hat." (Kan 343)

Viele haben epochale Neuerungen erwartet. Einige Journalisten sprachen von einer Revolution der Pastoral. Aber viele haben ganz leise an Kanon 343 erinnert, daß die Synodenversammlung "die vorgeschlagenen Fragen diskutiert" "Meinungen äußert", aber die Fragen nicht beilegt und keine Gesetze erläßt".

Benedikt XVI, ein großer Papst

So jedenfalls sprach der amtierende Pontifex bei der Enthüllung der Bronzebüste des Papa emeritus vor den Mitgliedern der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften

..."un grande Papa. Grande per la forza e penetrazione della sua intelligenza, grande per il suo rilevante contributo alla teologia, grande per il suo amore nei confronti della Chiesa e degli esseri umani, grande per la sua virtù e la sua religiosità. Come voi ben sapete, il suo amore per la verità non si limita alla teologia e alla filosofia, ma si apre alle scienze. Il suo amore per la scienza si riversa nella sollecitudine per gli scienziati, senza distinzione di razza, nazionalità, civiltà, religione; sollecitudine per l’Accademia, da quando san Giovanni Paolo II lo nominò membro. ..."
(La Santa Sede)



Fotos: Benoit-et-moi,  

"ein großer Papst,. Groß wegen der Kraft und Durchdringungsfähigkeit seiner Intelligenz, groß wegen seines bedeutenden Beitrags zur Theologie, groß wegen seiner Liebe zur Kirche und den Menschen, groß wegen seiner Tugend und Religiosität. Wie Sie gut wissen, begrenzt sich seine Liebe zur Wahrheit  nicht nur auf die Theologie und die Phuilosophie, sondern öffnet sich auch für die Wissenschaft. Seine Liebe zur Wissenschaft gilt-ohne Unterscheidung nach Rasse, Nationalität, Kultur, Religion auch den Wissenschaftlern und der Akademie , zu deren Mitglied der Hl. Johannes Paul II ihn machte...." 

Quelle: La Santa Sede, Discorsi 2014



WOW! - so geht Geldverbrennen

1,9 Mrd Dollar in ein paar Sekunden für ein paar spannende Bilder

Die NASA ist auch nicht mehr das, was sie mal war: In den 60ern hatten die halt noch eine Jeannie - da wär das nicht passiert.

Zum Glück ist sonst niemand zu Schaden gekommen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Theater, Theater ....Dorftheater

Wir haben ja hier in den letzten Monaten des öfteren darüber berichtet, wie gerade mit den Christen im Nahen Osten umgegangen wird. Diese Menschen verlieren nicht nur alles, ihren Besitz, ihr Umfeld, ihre Heimat. Auch ihre Kulturgüter werden rücksichtslos vernichtet ... Wir alle müssen zusehen, wie die Wiege des Christentums unwiederbringlich zerstört wird.
Der ZDF-Beitrag, den Elsa verlinkt hat, zeigt die beklemmende Situation im Nordirak und einen Bischof, der seine Gemeinde, seine Kirche und sein Bistum verloren hat und deswegen die Welt anklagt.

Szenenwechsel: In Bayern gehen ja bekanntlich die Uhren anders und hier lebt man noch den Glauben mit all seinen Traditionen. Das ist auch so. Man darf nur nicht überall so ganz genau hinschauen. Sonst kommt man schon ins Grübeln, was von so manchem Bürokraten im Münchner Ordinariat so alles genehmigt wird. Ich denke da z.B. an das von den Münchner Kirchennachrichten bejubelte "Dschungelcamp" in der Heilig-Geist Kirche, das dann vorzeitig beendet werden musste. Angeblich, weil die Pflanzen gedacht haben, es sei schon Herbst und deshalb ihre Blätter abgeworfen hätte. Für mich sahen die Dinger aber ziemlich verlaust oder von sonstigen Schädlingen befallen aus ....

Hat man was draus gelernt? Nö. Deshalb gibt's jetzt zwar kein neues Dschungelcamp, aber ein bisserl Spaß muss trotzdem sein und deshalb durfte das Harthauser Dorftheater in die Wallfahrtskirche St. Ottilie einziehen. Wohlgemerkt, das ist eine geweihte Kirche, ein frühbarockes Kleinod. Aber wir ham's ja. Jeden weiteren Kommentar möchte ich mir ersparen. Interessieren würde mich allerdings, wer das genehmigt hat.



Ei da schau her

Es sind Ferien. Hinter mir wird Quizduell gespielt.
Und ich träume davon, dass irgendwann einmal der Strom ausfällt und man wieder face to face kommuniziert und nicht mittels Smartphone zu Smartphone.
Ab und an werde ich auch gefragt, und eben kam die Frage "Welche Kirche hatte in Deutschland 2011 die meisten Mitglieder"
Als Mensch der gewohnt ist zu denken "Deutschland: Land der Reformation" "Land in dem der Kulturkampf stattgefunden hat und immer noch so seine Anhänger hat" antwortete ich "Die Evangelische!" es war aber falsch! 2011 hatte die katholische Kirche in Deutschland, laut Quizduell, die meisten Mitglieder.

Montag, 27. Oktober 2014

Auf den Punkt gebracht! Ein Fundstück

In der Sparte "Entwurf" finden sich einige Fragmente von mir, wo ich versuche diesem seltsamen Phänomen auf den Grund zu gehen, das mich echt umtreibt.
Nämlich, warum der Westen so hilflos vor dem steht, was  er doch immer seinen Eltern vorgeworfen hat, (das hilflos und schweigend und wegguckend davor stehen)
Nun findet sich bei Echo Romero ein Beitrag zum Thema, der es auf den Punkt bringt und den ich hiermit empfehle einfach mal zu lesen.
Hier klicken
Wir sind die Voyeure unseres eigenen Untergangs und wenn wir merken, was wirklich geschieht, werden wir aus Angst alles mitmachen.
Man merkt es bereits, wir haben große Koalition, ich habe aber den Eindruck, wir haben eine 'ein Personen Regierung', außer Angela Merkel die neulich standhaft wiederholte "Multikulti ist klasse" (Subtext der IS will nur spielen, oder so) scheint es keine Politiker mehr zu geben. Insbesondere keine grünen und roten, außer in Thüringen, aber da geht es irgendwie um Posten und nicht um Politik.

"Komm Du mir nach Hause!!!"

Diese Drohung kennen wir ja alle noch aus unserer Kindheit. Wenn wir was angestellt hatten und unsere Eltern Wind davon bekommen hatten, wussten wir, dass zuhause eine Donnerwetter ansteht und wären am liebsten gar nicht nachhause gegangen.

So in etwa muss sich Kardinal Marx derzeit fühlen.  Seitdem er zurück ist aus Rom und jetzt aller Welt eingestehen muss, dass er auf der Synode nicht das "durchsetzen" konnte, was er den diversen "engagierten Katholiken" und den Medien versprochen hat, hetzt er von Interview zu Interview. Er redet von Ungeistern, Weltgeistern, dem Geist von Franziskus usw. Vorläufiger Höhepunkt ist das Interview (das ging ja schon in Rom los)  in der Zeit, das leider noch nicht online steht. Eine schöne(!) Zusammenfassung dazu gibt's bei den Münchner Kirchennachrichten.
Wie dieses Interview bei den Gläubigen angekommen ist? Die Mühe muss ich mir nicht machen, das rauszufinden.
Denn ein Bloggerkollege hat es schon getan. Friedlon hat mir mit seinem Beitrag auf seinem Blog "fodiam circa illam" die Worte aus dem Mund genommen. Besser geht's wirklich nicht! Einfach grandios"

Also: Unbedingt lesen. Er spricht vielen aus der Seele.

Benedikt XVI war ein großer Papst

"Groß wegen seiner Intellekt. Groß wegen seines signifikanten Beitrages zur Theologie. Groß wegen seiner Liebe zur Kirche und zu den Menschen. Groß wegen seiner Tugend und Frömmigkeit".
Mit diesen Worten segnete Papst Franziskus heute morgen eine Büste Benedikts, die in der Halle des Castels Pius IV plaziert wurde, dem Sitz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.
Weiter betonte der Papst in seiner Ansprache, dass die wissenschaftliche katholische Tradition auf der Kompatibilität mit der natürlichen Ordnung basiert, die wächst und sich weiter entwickelt. Unter dem Glauben, dass das Universum geschaffen wurde und nicht einfach "passiert" ist.
Hier findet sich ein kurzer Beitrag von news.va. Eine deutsche Übersetzung von Radio Vatikan gibt es noch nicht.
Mehr über die päpstliche Akademie der Wissenschaften gibt es hier
Leider gibt's das Video nur auf italienisch:



Die ersten Bilder werden inzwischen herumgezwitschert:



Sonntag, 26. Oktober 2014

Da berühren sich Himmel und Erde.........

da berühren sich Himmel und Erde......ist zwar der Refrain eines modernen geistlichen Liedes und abgesehen von dem seltsamen sonstigen Text und der Humptata Melodie, die nicht jedermanns Sache ist, ist es genau das, was ich immer denke, wenn ich in einer schönen Messe bin.
In so einer richtig feierlichen Messe in einer schönen Kirche mit wundervollem Chor, viel Weihrauch und anständiger Liturgie, ja da spürt man es schon, dass der Himmel und die Erde sich berühren.
Natürlich berührt der Himmel auch dann die Erde, wenn die Liturgie geschlampt ist, der Gesang greuslich und es sich um eine Kirche aus der 4B (, Beton, Batik, Bergkristall, basteln) Linie handelt und die Gemeindereferentin den Pfarrer grad noch die Wandlungsworte sprechen lässt und ansonsten in der Messe ihre Gruppenstunde hält, aber dann merkt man es halt nicht und bekanntlich ist der Mensch ja ein sinnliches Wesen!
Besonders in der tridentinischen Messe, merkt man, dass der Mensch mit all seinem Tun nur bis zur Wand kommt (M. Mosebach) und es Gott ist, der da handelt, weswegen das ja auch Gottesdienst heißt und nicht Menschendienst, auch wenn das Evangelium von Heute, oft dahingehend fehlinterpretiert wird, als müsse der Mensch sich jeden Sonntag selber feiern, was m.E jedoch das krasse Gegenteil der Nächsten- und Selbstliebe ist, weil der Mensch nur in der Größe Gottes wirklich er selbst und groß sein kann, weswegen das alte Paradox "Der Mensch ist dann am größten, wenn er kniet" einfach immer noch gilt.

So muss es absolut wundervoll gewesen sein, die tridentinische Messe im Petersdom, die als Abschluss der "Wallfahrt der Freunde des außerordentlichen Ritus nach  Rom" stattfand.
Wie wir berichteten , hat unser geliebter, immer noch schmerzlich vermisster, (zumindest von mir) Papa emeritus ein Grußwort geschickt.

Mit dabei war auch Father Z und mit dessen freundlicher Erlaubnis, stellen wir hier einige der wundervollen Bilder von seinem Blog herein.
Anschauen und sich freuen!


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Mehr Besuch: Sulmona bei Benedikt XVI

Benoit-et-moi berichtet über den Besuch des Chores der Cappella Panphiliana aus Sulmona am 23.10. beim Emeritus:  klicken

Der Chor der Cappella Panphiliana aus der kleinen Abruzzenstadt Sulmona, wohin er im Juli 2010 gekommen war, um Cölestin V die Ehre zu erweisen, wurde am 23. Oktober von Papst Benedikt XVI empfangen.

Am 4. Juli 2010 absolvierte Benedikt XVI anläßlich des 800. Geburtstages von Pietro del Morrone, Papst Coelestin V,  einen Pastoralbesuch in Sulmona in den Abruzzen. Papst Coelestin war mit 84 Jahren zum Papst gewählt worden, ohne vorher Kardinal gewesen zu sein, und trat 5 Monate nach seiner Wahl zurück. Er wurde 1313 kanonisiert. 
Man erinnert sich, daß Benedikt XVI bei seinem Besuch in der durch das Erdbeben teilweise zerstörten Kirche Santa Maria de Collemaggio am 28.4.2009 das Pallium, das er am Tag seiner Amtseinführung getragen hatte, auf dem Reliquiar mit den sterblichen Überresten Coelestins V niederlegte.

Sulmona ist also ein in die spirituelle und emotionale "Geographie"  Benedikts XVI eingravierter Name.
In diesen Tagen hat der von Maestro Alessandro Sabatini dirigierte Chor der Capella Panphiliana/Sulmona in Begleitung von Bischof Angelo Spina dem Papa Emeritus in Mater Ecclesiae einen Besuch abgestatte

   papa 1
   Foto: www.reteabruzzo com

Als Benedikt XVI lächelnd und mit langsamen Schritten aus der Tür des Klosters trat, um alle zu begrüßen und allen für den Besuch zu danken, wurde kräftiger Applaus hörbar. 
Der Bischof hat die Gruppe vorgestellt und an den historischen Besuch in Sulmona erinnert. Papst Benedikt antwortete: "Ich vergesse Sulmona nicht".
Bei der Begegnung waren u.a. auch der Bruder des Papstes, Msgr. Georg, der Präfekt des päpstlichen Hauses, Msgr.Georg Gänswein und Schwester Christina anwesend.