Montag, 22. Januar 2018

A. Gagliarducci zur Causa Ploumen; der Hl. Stuhl versteht seine eigene Protokollprache nicht mehr.

Andrea Gagliarducci analysiert und kommentiert auch noch einmal die Causa  Ploumen und findet die Ursache auf vaticanischer Seite in einer mangelnden Kenntnis der eigenen Protokollsprache bei den Verantwortlichen im Vatican -während er bei Ploumen eine maximale Instrumentalisierung ihres Ordens für ihre Abtreibungsagenda erkennt -die vielleicht langfristig einen Größeren Schaden darstellt, als die falsche Ordensverleihung selbst.
Hier geht´s zum Original:   klicken

  
"WAS LEHRT UNS DIE GESCHICHTE DER AUSZEICHNUNG VON FRAU PLOUMEN DURCH DEN VATICAN?"

Die Geschichte der Auszeichnung von Frau Ploumen,  Pro-Abtreibungs-Aktivistin und früheres Mitglied der Niederländischen Regierung hat viele Kontroversen hervorgerufen.

Frau Ploumen war Teil der Delegation, die die königliche Familie Hollands bei ihrem Besuch am vergangenen 22. Juni im Vatican begleitet. Es war eine Audienz, wenn auch auf höchster Ebene. Der Hauptgrund für die Audienz war die Rückgabe eines Stockes an die Königliche Familie, der der Familie der Oranier gehörte, der verloren gegangen war und in der Catalanischen Archiven der Jesuiten wiedergefunden wurde. Es war jedoch kein Staatsbesuch,

Am Ende dieser Audienz tauschten die beiden Delegationen Orden aus, eine Art diplomatische Praxis bei Staatsbesuchen. Alle Mitglieder der Holländischen Delegation wurden mit dem Päpstlichen Ritterorden des Hl. Gregors des Großen dekoriert, der 1830 gegründet worden war.

Als allgemeine Regel wird der Orden auf Antrag des Ortsbischof durch den päpstlichen Nuntius überreicht. Diese Prozedur wird im Fall eines Austauschs von Orden bei einem Staatsbesuch umgangen.  Wenn wir auf die Liste jener schauen. die mit dem Orden dekoriert wurden, sind Mitglieder der Holländischen Delegation oder irgendeiner anderen Delegation, die den Vatican besucht hat, nicht darunter.

Der Austausch von Orden findet bei Staatsbesuchen nicht sehr oft statt, die einem sehr spezifischen Zeremonial folgen, das vorsieht, wann sie angemessen sind. 
Der Grund dafür ist, daß nicht alle Mitglieder irgendwelcher Delegationen ein cursus honorum besitzen, der einepäpstliche Auszeichnung rechtfertigt.
Am Ende wird der Besuch beim Papst auch als Gelegenheit zur Evangelisierung betrachtet, und das wird vom Vaticanischen Protokoll unterstrichen.

Das Thema der Auszeichnung gelangte nach den Frau Ploumens Äußerungen im Niederländischen Fernsehen in die Schlagzeilen. In dem Interview unterstellte Frau Ploumen fast, daß obwohl ihr Eintreten für Abtreibung in der Begründung für die Auszeichnung nicht erwähnt wird, der Papst sich sicher ihrer Arbeit bewußt sei.  Daraus schloß sie, daß die Auszeichnung als Anerkennung ihrer Aktivitäten angesehen werden könne.


Sonntag, 21. Januar 2018

Die Lesung von heute passt mal wieder erschreckend

Ich finde ja schon länger, dass die offiziellen Lesungstexte einem oft helfen, aktuelle Geschehnisse zu verstehen,. bzw einzuordnen,
heute bestand die erste Lesung aus folgendem Text:

1.Hierauf erging zum zweiten Male das Wort des Herrn an Jonas, also lautend:

2. Mache dich auf und begib dich nach Ninive, der großen Stadt, und verkünde daselbst die Botschaft, welche ich dir mitteile! 

3. Da machte sich Jonas auf und ging nach Ninive dem Wort des Herrn gemäß; Ninive aber war eine große Stadt, drei Tagreisen im Umfange. 

4. Und Jonas begann in die Stadt zu gehen, eine Tagreise weit und rief und sprach: Noch vierzig Tage, so wird Ninive zerstört. 

5. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen Bußkleider an, groß und klein.

6. Auch zu dem Könige in Ninive drang die Kunde, da erhob er sich von seinem Throne, warf sein Gewand von sich, legte ein Bußkleid an und setzte sich in Asche. 

7. Und er ließ in Ninive ausrufen und sagen als des Königs und seiner Großen Befehl, also: Menschen und Tiere, Rinder und Schafe sollen nichts essen und sollen weder auf die Weide kommen noch Wasser trinken. 

8. vielmehr sollen Menschen und Tiere sich in Bußkleider hüllen und sollen den Herrn mit aller Macht anrufen und ein jeder soll von seinem schlimmen Wandel umkehren und von der Verschuldung, die an seinen Händen klebt. [Jer 18,11

9. Vielleicht wendet sich Gott uns zu und verzeiht und steht ab von seinem grimmigen Zorne, so dass wir nicht zugrunde gehen. [Joel 2,14

10. Da sah Gott auf ihr Tun, dass sie sich bekehrten von ihrem bösen Wandel, und Gott erbarmte sich und wandte das Übel ab, das er ihnen angedroht hatte, und ließ es nicht hereinbrechen. 


Father Hunwicke spricht

über das Gebot der Einheit der Christen.... sicher anläßlich der "Gebetswoche für die Einheit der Christen". Hier geht´s zum Original auf liturgicalnotes:   klicken


"HOCHSTAPLER UND IHRE TRICKS. WIE ICH HEREINGELEGT WURDE."
"Autographisch gesprochen fühle ich mich jetzt in meinen späteren Siebzigern wie ein kahler Jugendlicher, ich wurde betrogen.

Als ich in den frühen 60-er Jahren Student war, war diese "Woche des Gebets für die Einheit der Christen" in Oxford und anderswo eines der großen Ereignisse des Jahres. Jedes Jahr wurden Gebetsbücher verfaßt, mit Gebetsintentionen für jeden Tag der Oktav und liturgischen Formulierungen zur Verwendung bei den zahlreichen Gebetstreffen, die über die gesamte Universität verteilt stattfanden. Die Einheit der Christen war der Imperativ, der überwältigende Wunsch, daß die Kirche für ihren Herrn ein einziges einiges Zeugnis ablegen sollte.
Das hatte Vorrang vor allem anderen, vor jedem und allem anderen,
Wieder und wieder wurde darauf hingewiesen, daß Johannes 17 bedeutet, daß die Einheit des Gottesvolkes im Innenleben der Trinität wurzelt und von diesem selbst verlangt wird.
Wir sollten eins sein, sodaß unser Eins-sein das selbe Eins-sein konnte, wie das, das Vater und Sohn in koinonia mit dem Geist teilen, " auf daß die Welt glaubt".
Alles was eine solche Einheit verzögerte oder behinderte, war zutiefst falsch.

Deshalb gab es großes Bedauern, daß die "Römische Kirche" -wie die Leute es ausdrückten, 10 Jahre vorher ein neues Hindernis auf dem Weg zur Einheit errichtet hatte, als die das Dogma der Körperlichen Aufnahme der Theotokos definierte.
Anglo-Katholiken wie ich, mußten sich merkwürdig fühlen, weil unsere Ansichten über die Notwendikeit eines Episkopates als HIndernis für eine pan-protestantische Einheit betrachtet wuren (und werden)..
Ich war so eingehend mit all diesem beschäftigt, daß ich kurze Zeit später als junger Priester zugunsten des damaligen Schemas für eine Anglikanisch-Methodistische Einheit stimmte, zufrieden gestellt durch die Versicherungen von Dr.Erik Kemp (einem seiner Autoren), daß das Schema so sorgfältig konstruiert worden war, daß er einen Gottesdienst umfaßte, der geeignet war, dem Methodisten-Klerus eine bedingte Weihe zu gewähren. (Anscheinend kümmert sich das anglo-methodistische Schema nicht um ein Nicken -wie minimal auch immer- gegenüber der Katholischen Sakramentenlehre.)


S. Magister fragt: "Athenagoras und Franziskus: Brüder im Geiste?"

Sandro Magister stellt bei seinem historischen Quellenstudium auf Settimo Cielo erhellende Ähnlichkeiten zwischen dem Patriarchen Athenagoras und dem amtierenden Pontifex fest und zitiert dazu den Befund des italienischen Botschafters, der den Sel. Papst Paul VI bei seinen Treffen mit Athenagoras begleitet hatte:
"pittoresk", "feurig" und "umgänglich", "vielleicht ein bißchen merkwürdig und vielleicht ein bißchen hysterisch." Diese Eigenschaften treffen anch dem Urteil Magisters auch auf Papst Franziskus zu.
Hier geht´s zum Original:  klicken

      "ATHENAGORAS, DER BERGOGLIO DER ORTHODOXIE"

"Der Tag, an dem Papst Franziskus von Chile nach Peru weiterreiste, markiert den Anfang der jährlichen "Woche des Gebetes für die Einheit der Christen", die ihren Höhepunkt am 25. Januar hat, dem Fest der Bekehrung des Hl. Paulus.

Vor einem halben Jahrhundert, am 25. Juli 1967, fand während der ökumenischen Reise das zweite Treffen zwischen Paul VI und dem ökumenischen Patriarchen Athenagoras statt, ein historischer Meilenstein. Und anläßlich dieses 50. Jahrestages hat Eliana Versace, eine Kirchenhistorikerin, im "Notiziario" des Paul VI-Institutes in Brescia zwei außerordentlich interessante Dokumente veröffentlicht.

Zwei Berichte, die der damalige italienische Botschafter in der Türkei, Mario Mondello, für den talienischen Außenminister Senator Amintore Fanfani, verfasst hat.

Der erste Bericht ist eine detaillierte Dokumentation der Reise von Papst Giovanni Battista Montini in die Türkei.

Während der zweite - ungefähr ein dutzend Seiten lang - die langen Gespräche wiedergibt, die der Botschafter cirka 10 Tage nach dem Treffen mit Paul VI mit Athenagoras führte.

Eine Unterhaltung, die der Botschafter selber als erster "überrraschend"und "beunruhigend" fand, angefangen beim Charakter, den er vor sich hatte, "pittoresk" "feurig" und "umgänglich" fand, "vielleicht ein bißchen merkwürdig und vielleicht ein bißchen hysterisch."

Und dieses Charakterprofil selbst führt einen dazu, die Gestalt des Athenagoras mit der von Papst Jorge Mario Bergoglio zu assoziieren.


Tosatti & die Lufthochzeit, oder was hat es mit den fake-news dazu auf sich?

Auf seinem blog Stilum Curiae kommentiert Marco Tosatti die Bedeutung der "spontanen Trauung" im Flugzeug, nachdem bekannt geworden ist, daß die keineswegs spontan war-sondern geplant. Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE HOCHZEIT BEIM FLUG DES PAPSTES? EINE HALBE FALSCHMELDUNG, SCHLAU GEKOCHT;.... TÖPFE UND PFANNEN "

"Die Trauung beim Flug des Papstes? Eine halbe Falschmeldung, schlau gekocht,,,
Von der Eheschließung im Flug, "improvisiert"und ungeplant, vom Papst vorgeschlagen, spricht man in Chile seit Monaten. Gestern abend hat eine gute Freundin, die die Kirchenangelegenheiten weltweit sehr aufmerksam verfolgt, (wie macht sie das? Sie muß ein beeindruckendes planetarisches Netz von Freunden haben), deren Namen ich nicht nenne, mir den Link zu einem Artikel geschickt, der vor einem Monat in der chilenischen Tageszeitung El Mercurio erschienen ist, in dem der Journalist den Flugkapitän, der den Pontifex in Chile fliegen solllte, und die Mitglieder der Crew interviewt hat.
Darin wird u.a. von einem kurzen Gespräch mit dem Steward und der Flugbereiterin berichtet, die der Papst in der Luft getraut hat.
Carlos und Paula sagten, daß sie vor 8 Jahren zivil getraut wurden, 2 Kinder von 3 und 6 Jahren haben und geplant hatten, am 27. Februar 2010 kirchlich zu heiraten, aber ein Erdbeben zerstörte die Kirche, in der das stattfinden sollte. Dann wurde über die Arbeit, die Kinder und über den Plan gesprochen, Hier geht´s zum Interview in spanischer Sprache, für den, der es lesen will und kann.
Aber schon vor einem Monat sagten sie:
"So hoffen sie beide, daß dieser verspätete Plan im Januar endlich während des Fluges verwirklicht werden kann- und das von keinem Geringeren als von Papst Franziskus selber. "Das würde uns gefallen, es ist unser Job, unser zweites Zuhause, hier fühlen wir uns sicher" hat Podestá gesagt."

Es ist ziemlich wahrscheinlich, daß damals der regierende Ponntifex nicht die geringste Vorstellung hatte, wer Carlos und Paula sind. Dagegen aber ist es wahrscheinlich, daß ein anderer wußte, daß die beiden über die Möglichkeit einer Trauung in der Luft nachdachten.....

Und dann alles das, was wir gelesen haben, und was sie uns über das Spontane der Gelegenheit, des Dialogs mit dem dem Papst gesagt haben,von dem die improvisierte Idee stammen sollte usw.?
Wir überlassen es Ihnen, zu urteilen.


Samstag, 20. Januar 2018

Tweet zum Tage


Welche Rolle spielen die deutschen Bischöfe beim aggiornamento der Morallehre der Kirche an den Zeitgeist? Maike Hickson gibt eine Antwort.

Maike Hickson betrachtet bei OnePeterFive die Entwicklung der Morallehre der Kirche und die Rolle. die wieder einmal (leider?) die deutschen Bischöfe & Theologen diesbezüglicg spielen. Wieder kann man sich des Gefühls eines näher kommenden Schismas nicht erwehren.
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"DRUCK ZU GRÖSSERER AKZEPTANZ HOMOSEXUELLER VERBINDUNGEN IN DER DEUTSCHEN KIRCHE GEHT WEITER"

"Seit Beginn dieses Jahres scheint es eine Zunahme der progressistischen Aktivitäten innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland zur Liberalisierung der Kirchenlehre und der Bewertung der Homosexualität zu geben.
Als ob ein Damm gebrochen wäre, folgt eine Initiative schnell auf die andere. Es scheint so, als ob Deutschland bei diesem Thema das führende Land werden könnte- genau so wie die Amazonas- Region Anführerin der Reform im Hinblick auf verheiratete Priester, im Sinne einer dezentralisierten Kirche wie kürzlich der progressistische Theologe, Pater Paul Zulehner ausgeführt hat.
Die nahe Zukunft wird uns mehr sagen. Schauen wir uns einen Augenblick einige dieser neuen deutschen Äußerungen an.

Im Januar ist ein Interview mit Kardinal Reinhard Marx Thema im Deutschen Katholischen Journal "Herder Korrespondenz" erschienen. Als Präsident der Deutschen Bischofskonferenz und einer der Papstberater, schlägt Marx vor, daß die Katholische Kirche ihre Lehre zur Sexualmoral überdenkt, indem er gegen "blinden Rigorimus" argumentiert.
Für ihn ist es schwer, von außen zu sagen, ob jemand im Stand der Todsünde ist. Marx hat dieses Statement nicht nur auf Männer und Frauen in "irregulären Situationen" bezogen sondern auch auf homosexuelle Beziehungen und gesagt, daß es da "auch Respekt für eine in Freiheit getroffen Entscheidung geben müsse" und im Licht des eigenen Gewissens; er fügte hinzu, daß man auch auf die Stimme der Kirche hören muß."

Nicht lange nachdem diese Nachrichten bekannt wurden (schon einige Tage bevor das neue Jahr begann, am 27. Dezember 2017) -und nachdem die offizielle Nachrichten-website der Deutsche Bischofskonferenz vom Statements Marx´ berichtete, kam der jetzt breit diskutierte Aufruf für eine Segnung homosexueller Paare heraus. am 10. Januar in einem Interview vom Vizepräsidenten der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück.
Bode stellt fest, daß es wichtig wäre, diese ganze Sache zu diskutieren und fügt hinzu:
"Wir haben über die Frage nachgedacht, wie man auf differenezierte Weise mit einer  Beziehung zwischen zwei homosexuellen Personen umgehen solle [...] Gibt es da nicht so viel Positives, Gutes und Richtiges, daß wir gerechter sein müssen?

Nur drei Tage später, am 13. Januar, veröffentlichte die Website der Deutschen Bischofskonferenz Katholisch.de ein Interview mit Professor Benedikt Kraneman, einem Liturgie-Fachmann an der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Kranemann ist auch Berater der Deutschen Bischofskonferenz. In diesem Interview vom 13. Januar stellt dieser deustche Professor freiheraus fest, daß es soweit "in der Katholischen Kirche noch keine wirkliche theologische Diskussion darüber gegeben hat, in welcher rituellen Form eine solches erlösendes Versprechen von Gott- weil es das ist, wofür ein Segen steht-für solche [homosexuellen] Paare ausgedrückt werden könnten.

Kranemann fügte hinzu, daß "ich es theologisch problematisch finde. wenn man den Segen von der moralischen Beurteilung menschlichen Verhaltens abhängig macht"
Um dieses Argument zu unterstützen, bezog er sich auf das Segnen von Autos "wo die Fahrer einen Segen empfangen, unabhängig davon, wie sie fahren".
Nach Kranemann ist die Segnung eines homosexuellen Paares nicht notwendigerweise ein erster Schritt, der dann zum Sakrament führt. "Segen sind vielfältig; manche führen zu den Sakramenten, andere nicht."


Zwischendurch ein bißchen Musik

"Der Großmogul" gebändigt in einem Violinkonzert

            

Father Raymond Blake spricht auch....

und ebenfalls über die Fliegende Trauung ...und wie wir vermuten mit der Ironie der Verzweiflung.
Cum grano salis- daß alles eben doch nicht improvisiert war, wie wir jetzt wissen.....
Hier geht´s zum Original bei st.marymagdalenblog:  klicken 

"Wäre er ein Priester meiner Diözese, würde ich sicherstellen, daß er suspendiert wird und sich in seinem Alter aus den offiziellen und pastoralen Funktionen zurückzieht." war die Reaktion eines gewissen Generalvikars auf die Trauung des chilenischen Paares durch den Papst, nachdem ich in den sozialen Medien folgendes veröffenticht habe:
"Nächsten Donnerstag, 15:00 bis 16:00 traue ich im Waitrose Gin Korridor jeden er kommt, alle sind willkommen."

Das war nicht ernst, aber der Generalvikar war es. er folgte mehr oder weniger Ed Peters Linie, daß die Trauung sehr wahrscheinlich ungütig war, aus pastoraler Sicht hält er das für sehr gefährlich.
In seiner Diözese, sagte er, gäbe es zumindest einige Priester und Diakone, die dem Papst folgen würden und Paare trauen, die an ihrer Haustür auftauchen, ohne Papiere, wie z.B: daß sie zur Ehe oder sogar zur Taufe berechtigt sind und ohne große, wenn überhaupt irgendeine Vorbereitung.

Aber es wäre leicht, das als negativ zu betrachten, zu spekulieren, daß da jemand nach Aufmerkamkeit hungerte als er ein Kind war, das Beispiel unseres Hl. Vaters bietet unendliche Möglichkeiten. Man stelle sich vor!

Jede Diözese sollte ein Amt für Liturgische/Pastorale/ Kanonische Phantasie haben.

Stellen Sie sich vor. Sie würden im Theaterviertel in London oder New York  leben und hätten Priester, die im Wettbewerb mit Jonglieren, Straßenmagiern stehen, der den Leuten, die für Karten anstehen, freie Eheschließungen anbietet.
Stellen Sie sich die "Figaros Hochzeit" mit echten Trauungen vor!
Stellen Sie sich vor, daß Romeo und Julia wirklich getraut werden.
Stellen Sie sich ein "zwei für eine" Angebot in Ihrem örtlichen Supermarkt vor! Zwei Paare in einem Durchgang.
Stellen Sie sich die Mögichkeiten eines Flughafenkaplans vor, Sie könnten Leute trauen, wenn sie am check-in warten, oder wenn sie am Gepäckband stehen!
Stellen Sie sich die Massentrauung vor, die beim nächsten Glastonbury-Festival stattfinden könnten.

Stellen Sie sich in meiner Diözese einen Verkehrsstau auf der M25 in der Nähe von Gatwick vor, ein Priester der in Zeremonialmantel und Rettungsweste auf und ab wandert und allen und jedem Trauungen anbietet.


"Bist du sicher? Ja? Und du sicher? Gut, amen!" Tosatti kommentiert die "fliegende Trauung"

Auch Marco Tosatti läßt bei Stilum Curiae "Pezzo Grosso"  die "fliegende Eheschließung" durch Papst Franziskus kommentieren, die zusammen mit der harschen Abweisung der chilenischen Mißbrauchsopfer als "Verleumder " die Presseberichte und die öffentliche Meinung beherrschen.
Inzwischen mehren sich die Hinweise, daß die Trauung im Fluge schon länger geplant und keineswegs so spontan war, wie es den Anschein hatte.
Hier geht´s um Original: klicken

"PEZZO GROSSO (niedergeschlagen) SPRICHT VON EINEM " HOCHGRADIGEN IRRTUM". WIR WISSEN ALLE WORAUF ER SICH BEZIEHT..."

Ich muß sagen, daß ich das erwartet habe. Nachdem ich Bilder von der vom Pontifex während des Fluges zelebrierten Eheschließung gesehen habe, von der Vatican-PR-Maschinerie wiedergegeben, verbreitet und kommentiert - und sicher auf ganz andere Weise von den sozialen Medien. habe ich mir gesagt: mal sehen, ob Pezzo Grosso mir jetzt schreibt?
Und tatsächlich, die einige Überraschung war, daß er das so spät getan hat.Ich hatte schon gestern Nachmittag eine Reaktion erwartet.
Daß er niedergeschlagen ist.
Auf dem Foto zusammen mit den beiden Eheleuten -Glückwunsch, Glückwunsch- steht der omnipräsente Pater Anronio Spadaro und macht "capoccella" (?) wie man in Rom sagt. Der Jinn des Papstbildes.

Lieber Tosatti!
Im Corriere della Sera lese ich, daß der Pressesprecher des vaticanischen Pressebüros (wie sehr beweinen wir Joaquin Navarro Vals!!) erklärt, daß der Papst "eine Überraschungstrauung" zelebriert hat. Die Tageszeitung berichtet, daß sie schon zivil getrut wurden (2010?) und zwei Kinder haben, sich aber wünschen, kirchlich zu heiraten.
Sie haben gute 7 Jahre für die Entscheidung, das zu tun, gebraucht, haben aber das Flugzeug mit der kirche verwechselt, vielleicht weil sie zum Bordpersonal gehörten und solche komplexen Unterscheidungen nicht machen konnten. ...
Dann erzählt der Pressesprecher, daß die vom Papst benutzte Formel für die Eheleute war:
"Bist du sicher? Ja? Und du sicher? "  Gut, Amen.

Freitag, 19. Januar 2018

Father Hunwicke spricht

über die "fliegende Hochzeit" während des Fluges von Papst Franziskus von Chile nach Peru.
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"....men.....de..." (...einerseits...andererseits....)

"Einerseits ist es sehr gut, daß PF ihnen icht einfach gesagt, daß alles gut sei. Seine Tar macht bewundernswert klar, daß sie getraut werden mußten, weil sie trotz ihrer Zivil-Ehe de facto nicht verheiratet waren. Exzellent. Natürlich wird er sich zuvor zur Seite genommen und sie vom Akt des Ehebruchs absolviert haben, bevor er ihre Zustimmung zum Hl. Sakrament der Ehe entgegennahm.
Was gibt es da nicht zu mögen?

Andererseits fühlten sich die Kirchenrechtler unwohl über diese Flugzeughochzeit,Das interessiert mich alles doppelt, weil ich kürzlich, am 2. und am 14. Januar energisch gegen den augenschinleich verbreiteten Glauben einiger Superhyperüberpapalisten (wörtlich) argumentiert, daß der Römische Pontifex - weil er das Gesetze macht und davon dispensieren kann.- über dem Gesetz steht.

Und falls uns versichert würde, daß PF- wenn er X tut, sich selbst vom Gesetz X dispensiert, würde ich die Konsequenzen dieser Sichtweise als ausgesprochen beunruhigend betrachten...fast wie die Nazi-Einstellung, daß der Wille des Führers oberstes Gesetz ist. Das alles würde den häßlichen Gedanken aufkommen lassen, daß "ich der Papst bin und alles tun kann."

Das ist er in der Tat und das kann er in der Tat nicht.

Gott segne das Paar! Und ihn auch!

Ich frage mich, ob die Journalisten wahrnehmen, daß sie kanonisch frei sind zu heiraten und herumzuschnüffeln, um die Fakten über das Tun Gottes herauszufinden, das siean erster Stelle daran hinderte, in gebotener Form zu Heiraten. Ein Erdbeben war es...."

Quelle: liturgicalnotes. Fr.J.Hunwicke

Papst schockiert Chile, indem er die Mißbrauchsopfer beschuldigt....

Nicola Winfield kommentiert auf der news-website AP-NEWS und zitiert dabei Peter Prengaman and Eva Vergara von Associated Press- die irritierende Äußerung des Papstes zur Barros-Affäre.
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"PAPST SCHOCKIERT CHILE: ER BESCHULDIGT DIE OPFER DES EXUELLEN MISSBRAUCHS DER VERLEUMDUNG"

"AP-news, eine amerikanische website, berichtet abschießend noch einmal über den Staunen erregenden Umgang von Papst Franziskus mit den Opfern sexueller Übergriffe durch Angehörige des Klerus während seines gerade beendeten Chile-Besuchs.

Der Pontifex hat die Opfer von Chiles berüchtigstem Pädophilen der Verleumdung beschuldigt- was -wie die beiden Reporter schreiben- nicht so gut zum Ziel der Reise paßt, die Wunden des Mißbrauchsskandals zu heilen.
Weiterhin sagte der Papst, daß solange er keine Beweise für die Komplizenschaft Bischofs Barros´  sehe, die Beschuldigungen gegen ihn "nur Verleumdung" wären.

Diese Äußerung des Papstes habe die Chilenen schockiert und eine sofortige Zurückweisung  durch die Opfer und ihre Anwälte bewirkt.
Sie gaben an, daß ihre Glaubwürdigkeit ausreichend dadaruch legitimert sei, daß der Vatican 2011 Karadima zu einem Leben in Buße und Gebet verurteilte und eine Chilenische Richterin die Opfer für glaubwürdig befunden hatte, das Verfahren gegen Karadima aber einstellte, weil seine Taten, für die es nicht an Beweisen fehlte, verjährt waren.

Eines der Opfer, Juan Carlos Cruz, sagte: ":.Diese Leute sind wirklich verrückt und der Pontifex spricht von Wiedergutmachung an den Opfern. Nichts hat sich geändert und seine Bitte um Vergebung leer."
Auch im Alten Europa reibt sich der geneigte Leser verwundert die Augen ob solcher päpstlicher Baermherzigkeit, aber Sandro Magister hatte die Diagnose bei Settimo Cielo ja schon gestellt
 "Der doppelte Papst....."


Donnerstag, 18. Januar 2018

Fundstück

oder manche merken es etwas schneller, gefunden bei domradio.de klicken

Ein Vertreter der Volksgruppe der Mapuche in Chile hat nach dem Treffen mit dem Pontifex über dessen Rede so geurteilt: "Lau, doppelsinnig und ungenau"
Das trifft, wie wir nach bald 5 Jahren Pontifikat  inzwischen auch bemerkt haben auf viele, wenn nicht alle Texte des Papstes zu und ist für einen großen Teil der Verunsicherung und Enttäuschung vieler Katholiken verantwortlich (wo hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand inzwischen vom Schisma gesprochen wird).

"Das Treffen von Papst Franziskus mit Vertretern der Volksgruppe der Mapuche in Chile stößt nicht nur auf Lob. Ein prominenter Sprecher der Mapuche zeigt sich enttäuscht: "Der Vortrag des Papstes war ziemlich lau, doppelsinnig und ungenau."

Quelle: domradio.de

Catcontent - heute ausnahmsweise mal bei uns

Unser "Tweet zum Tage":


... und die Übersetzung zuerst: "Die vier Katzen vereint in Chile wg. Bergoglio"






Sieht ganz so aus, als ob sich die Aussage, dass beim "Urbi et Orbi"-Segen nur 4 Katzen anwesend waren, in Chile fortgesetzt hat. Die Veranstaltung für die Jugend lockte in Chile offensichtlich keine Massen mehr an ....

Father Hunwicke spricht....

auf seinem blog "liturgicalnotes" über den ökumenischen Charakter der "Filial Correction"
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                           "ÖKUMENISMUS"  (1)
"Im Jahr 2017 gab es ein Stück wahre Ökumene, das weitgehend unbemerkt blieb."

"Eine kleine ..in der Tat winzige..Gruppe aus Klerikern und Laine haben gemeinsam eine "Filial Correction"  für Papst Franziskus formuliert, die ihm mit 40 Unterschriften demütig Anfang August überreicht wurde. Wie bei den Dubia gab es nicht einmal eine wegwerfende Bestätigung, daß sie von PF oder seinem Büro entgegen genommen wurde. Daher wurde entschieden, das Dokument zu veröffentlichen. Zu der Zeit hatten ungefähr 20 oder ein paar mehr Leute davon gehört und angeboten, auch zu unterschreiben.

Einer von ihnen war Seine Exzellenz Bischof Fellay.
2 Punkte:
1) Die Correctio bezieht sich auf das Lehramt der Kirche alles Zeiten, einschließlich sowohl dem des II.Vaticanums und dem der postkonziliaren Päpste als auch dem der vorhergehenden Jahrtausende.
Bischof Fellay hat wegen dieser Tatsache nicht die Nase gerümpft.

2) Die Autoren der Correctio Filialis haben sein Angebot angenommen, Sie haben das im vollen Bewußtsein getan, daß die böswilligen Hypersuperüberpapalisten, die PF umgeben, diese Ttsache nutzen würden,um fälschlicherweise zu behaupten, sie seinen "Kryptolefebvristen". Das ist die Sorte Schlamm, die diese Art Leute gern herumwerfen. ( sie haben das auch bei den Mönchen der FFI getan).

Ökumenismus neigt wie die meisten gesunden Dinge im Leben der Kämpfenden Kirche dazu, sich nicht auf die Weise, wie er erwartet oder vorhergesehen wird, zu zeigen.
Da waren alle dies professionellen Ökumeniker, die so gemütlich in Venetien und auf Malta zusammensaßen , um absichtlich zweideutige Erklärungen verbaler Einmütigkeit zu formulieren.
Aber der Gott der Überraschungen...JA! ...handelt anders.
Hier sind dann also Leute zusammen gebracht worden,  die nichts mit einander gemeisam hatten als ihre Liebe zum Heiligen Herzen Jesu und seiner Braut vereint zu einer freudigen Bestätigung des Depositum Fidei, der Tradition, die von den Aposteln weitergegeben wurde."

Quelle:liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke