Montag, 22. Dezember 2014

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 26) P. Eugen Mederlet OFM


Ein Sakrament ist ein von Christus eingesetztes sinnfälliges Zeichen der Kirche, durch das Christus seine Gnade wirkt.

Fortsetzung folgt.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Auf den Punkt gebracht

Achse des Guten ist  einer der wenigen Lichtblicke im journalistischen rosarote Brillen verteilenden Medienacker. (Acker deshalb, weil es einfach kein Dschungel ist, sondern eine Monokultur).

So setzen die sich seit längerem mit der seltsamen Blindheit unserer Politker und, dem Herrn sei's geklagt  manchem Kirchenfürst, in Anbetracht der nicht mehr zu leugnenden Schrecken wildgewordener Dschihadisten auseinander.
Erschreckend ist die Blindheit deshalb, da ziehen Leute in den Irak um sich aufzuführen, als hätten sie nie gelernt, dass der andere ein Mensch ist, dass man nicht sinnlos (und noch nicht mal sinnvoll) zuschlagen darf .
Als hätte ihnen keiner beigebracht dass Frauen keine Objekte sind, und keine Ware die gefangen und verkauft werden kann!
Die Leute die ich meine, die sind hier bei uns aufgewachsen, die sind hier zur Schule gegangen.........

Maria hat geholfen.

Die Versuchung ist ja immer groß, Dinge, die auf der Welt geschehen, immer auch irgendwelchen Menschen zuzuordnen.
An eine Hilfe aus dem Himmel glauben ja nicht einmal mehr unsere Bischöfe und da ist die Versuchung groß, es den Säkularen gleichzutun, und Ereignisse gerade den Leuten zuzuschreiben.

Es gibt immer Leute, die sich die Verdienste anderer gerne an die Brust heften. Das ist im täglichen Politikgeschäft ja gang und gäbe. Und die fremden Federn sind ein beliebtes Accessoroire in diesen Zeiten.

Ja, mit Gott rechnet heute niemand, das hat ja Friedlon in seinem Blog auch sehr schön beschrieben, auch wenn es da um etwas ganz anderes ging.

Denn auch die positiven Dinge, die von diesem Gott der Liebe und seinen Heiligen ausgehen, will man in diesen Zeiten gerne ignorieren.

Deshalb wundert es uns nicht, dass man gerade wieder einmal stark damit beschäftigt ist, die Aufhebung des Kuba-Embargos durch die USA an den weltlichen Beteiligten festzumachen.


Und bevor hier wieder Legenden gestrickt werden ... wollen wir doch mal die Chronologie bemühen:

Es war 1997, die Mauer, die Ost und West trennte, war gefallen, der Kommunismus in Ost-Europa und Russland lag in Scherben, auch die chinesische Führung befand sich bereits auf dem Weg zur ungezügelten Marktwirtschaft. Da wurde es um das noch immer kommunistische Kuba ziemlich einsam. Die Gebete des hl. Johannes Paul II hatten also weltweit gewirkt. Auch auf Kuba gab es ein Wunder: Im Vorfeld seines Besuches im Januar 1998 erklärte Fidel Castro erstmals das Weihnachtsfest zum Feiertag für Kuba.
Ein großer Moment war das Zusammentreffen von Johannes Paul II und Fidel Castro




Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 25) P. Eugen Mederlet OFM


Als Mensch empfangen wir Priester alle Gnade von Christus, da unterscheiden wir uns in keiner Weise von den getauften Laien. Aber im sakramentalen Handeln sind wir für das Gottesvolk Christus.

Fortsetzung folgt.

Samstag, 20. Dezember 2014

Auch Le Figaro interviewt Kardinal Burke

Genauer gesagt der Vaticanist des Figaro, Jean Marie Guénois für das Figaro-Magazin:    klicken
Hier geht´s zur englischen Übersetzung des französischen Originals von rorate caeli:   klicken

Titel:                         "Der heimliche Krieg im Vatican" 
                                "Wie Papst Franziskus die Kirche erschüttert"

Frage: "Kann ein Kardinal  uneins mit dem Papst sein?"

Kardinal Burke: "Es ist sicher möglich, daß ein Kardinal mit dem Papst bzgl. des Procedere oder einer bestimmten pastoralen Ausrichtung uneins ist. Andererseits ist es unmöglich, daß es eine Divergenz in Dingen der Doktrin und Disziplin der Kirche gibt. Das bedeutet, daß ein Kardinal -in bestimmten Situationen- die Pflicht hat, dem Papst zu sagen, was er wirklich denkt. Natürlich muß er sich immer respektvoll ausdrücken, weil der Papst das Petrinische Amt repräsentiert. Aber wenn der Papst Kardinäle um sich hat, ist es völlig in Ordnung, ihm Ratschläge zu erteilen."

"Ist den Differenzen bei der Synode zu viel Aufmerksamkeit gewidmet worden?"

"Was dabei seltsam ist, ist dass die, die das unterstützen, was die Lateinische Kirche schon immer gelehrt hat, beschuldigt wurden, gegen den Hl. Vater und nicht im Einklang mit der Kirche zu sein...
Das ist erstaunlich! So, nachdem das gesagt ist: die Kirches hat immer theologische Dispute und starke Konfrontationen gekannt, in denen Theologen und Kardinäle ihre Meinungen vertraten. Wenn ich also mit anderen Kardinälen eine Studie veröffentlicht habe, um meine Meinung zu diesem Thema zu artikulieren, geschah das im Geist einer wahren theologischen Diskussion mit dem Ziel.die Wahrheit zu erreichen."

"Waren Sie über das, was bei der Synode passierte, geschockt?"

"Die Synode war eine schwierige Erfahrung. Da gab es die Linie von Kardinal Kasper, man könnte sagen, hinter die sich jene stellten, die die Synode leiteten. Tatsache ist, dass die Relatio post disceptationem bereits vor den Wortmeldungen der Synodenväter geschrieben worden ist. Und das einer bestimmten einzelnen Meinung folgend, die die Kasper-These favorisierte....
Die Frage der Homosexualität wurde auch eingeführt, die in keinerlei Verbindung zur Ehefrage steht, um nach möglichen positiven Elementen zu suchen. Ein anderer sehr verstörender Punkt ist, dass die Relatio post disceptationem keinerlei Bezug zur Heiligen Schrift, zur Tradition der Kirche und zur Lehre Johannes Pauls II über die ehelichen Liebe hat. Sie war daher sehr demotivierend. Genau wie die Tatsache, daß in der Relatio Synodi Paragraphen zur Homosexualität und den wiederverheirateten Geschiedenen verblieben sind, die keineswegs die erforderliche Stimmenmehrheit der Bischöfe erreicht hatten."

"Was steht auf dem Spiel in dieser Kontroverse?"

"In einer Zeit voller Konfusion, wie wir sie z.B. in der Gender-Theorie sehen, brauchen wir die Lehre der Kirche zur Ehe. Dennoch werden wir im Gegenteil in Richtung der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion gedrängt. GAr nicht zu reden von dieser Obsession zur Erleichterung der Ehe-Annullierung. Alles das wird zu einer Art "katholischen Scheidung" führen und der Schwächung der Unauflöslichkeit der Ehe, deren Prinzip nichtsdestoweniger bestätigt wird. Aber die Kirche muß die Ehe verteidigen und sie nicht schwächen. Die Unauflöslicheit der Ehe ist keine Strafe, kein Leid. Sie ist etwas sehr Schönes, für die, die sie leben und ein Quell der Freude. Ich bin deshalb sehr verwirrt, und rufe die Katholiken, Laien, Priester und Bischöfe auf, sich von jetzt an bis zur kommenden Synode einzumischen, um die Wahrheit über die Ehe zu beleuchten."
Quelle: rorate caeli, Le Figaro magazine, J.M. Guénois


Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 24) P. Eugen Mederlet OFM


Der Priester steht in seiner sakramentalen Vollmacht dem Volke gegenüber. Als Mensch gehört er zur Braut, zur Kirche; aber in seiner Eigenschaft als Priester ist er für das Volk Christus, der Bräutigam.

Fortsetzung folgt.

Freitag, 19. Dezember 2014

Zur Lage der Nation, eine Adventsbetrachtung

Superpellicum schreibt anders als ich,  elsa schreibt anders als ich, auf Achse des Guten schreiben sie anders als ich, Geistbraus ebenfalls, aber alle versuchen sie, dieses merkwürdige Schweigen, diese seltsame Verlogenheit, die in  unserem Lande "west" um es altmodisch auszudrücken, aufzubrechen.

Dieses merkwürdige Schweigen z.B. angesichts der Taten des IS; dem man mit  Säbelrasseln gegenüber Russland, begegnet, wobei ich Putin bestimmt nicht, für einen Guten halte, auch nicht für einen Schlechten, ich halte ihn schlicht für einen Politiker.
Dann, ja es ist alles geschrieben, da behauptet der Westen, das Frauen und ihre Emanzipation von ihrer klassischen Rolle das nonplusultra seien, ein absolut zu verteidigender Wert, mit Zähnen und Klauen und die Kirche sekundiert mit der Aussicht, das dem echt auch so sei.
Und gleichzeitig behandeln Leute, vor den Augen der Öffentlichkeit, Frauen so, dass diese bestimmt froh wären, sich glücklich schätzen würden, wenn sie nur ne Ohrfeige kriegen würden wie das ungezogene Gör auf dem Altar des Kolner Doms, das aber prompt beleidigt und getroffen war, das sich aber nicht traut, gegen die wahre Versklavung der Frau zu protestieren.

Katholische Leute kommen sich eh schon länger vor wie im falschen Film und fühlen sich fremd und heimatlos, aber das freut die anderen, jedoch ist deren Freude nicht zu vergleichen mit der Freude über den, der umkehrt.

Ich muss ehrlich sagen, mir kommt in letzter Zeit oft ein russisches Märchen in den Sinn, von einem Land, das von einem großen und schrecklichen Riesen, der in einem Baum wohnt, geschützt wird.
Irgendwann einmal merken die Leute, dass der Riese nur der Wind im hohlen Baum war, überfallen das Land und vernichten es.
Mir kommen langsam all unsere Werte, die von Demokratie, Meinungsfreiheit, Denkfähigkeit, als Folge der allgemeinen Schulpflicht, der Wert der Solidargemeinschaft, der Wert der Gleichheit aller Menschen, der Wert des sich öffentlich Empörens, der Wert der Hilfsbereitschaft, der Wert des Diskurses, der Wert keine Denktabus zu akzeptieren, vor wie der Riese im Märchen.
Ich fürchte es kommt kein Kind, das sagt "der Kaiser ist nackt" es kommen andere, die sagen "das ist nur ein hohler Baum!"

Trotzdem gerade im Hinblick auf Weihnachten, sollte man das Dunkel der Zeit sehen, und getrost sein, dass doch das göttliche Kind kommen wird, das uns alle retten wird, aus Sünd und Tod, wenn wir denn gerettet werden wollen.


Kardinal Brandmüller besucht (inoffiziell) das FSSPX-Seminar

Wie rorate caeli -auf französische Quellen gestützt - berichtet und die SSPX heute bestätigte klicken    hat sich Kardinal Walter Brandmüller -als erste Konsequenz des Treffens zwischen Kardinal G.L.Müller und den Oberen der FSSPX am vergangenen 23. September, mit dem Superior der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay im deutschen Seminar der Gesellschaft in Zaitzkofen, Bayern getroffen. Zwei weitere Seminarbesuche sind für die kommenden Monate vorgesehen.

Informelles Treffen mit Kardinal Brandmüller
"Am 5. Dezember 2014 hat Kardinal Walter Brandmüller, emeritierter Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft sich mit Bischof Bernard Fellay, dem Generalsuperior der Priesterbruderschaft St.Pius X, der von mehreren Priestern begleitet wurde, getroffen. Das Treffen fand im Herz-Jesu-Seminar in Zaitzkofen in Bayern statt.

Diese Begegnung war eine Folge des Treffens vom 23. September in Rom, während dessen Verlauf alle darin übereinstimmten, die doktrinale Diskussion in einem breiteren, weniger formalen Rahmen als die bisherigen fortzuführen. Thema waren das Konzil und seine lehramtliche Autorität.

Ziel dieser Treffen ist es, die Kirchenautoritäten für die Gesellschaft und die Werke der Tradition aufmerksamer werden zu lassen und ihnen gleichzeitig die ernsthaften Entgegnungen und Meinungsverschiedenheiten  zu zeigen, die bezüglich des II. Vaticanischen Konzils und seiner Reformen bleiben. In dieser Perspektive  sind zwei weitere Treffen in den kommenden Monaten gepant, eines im St.Curé d´Ars-Seminar in Flavigny (Frankreich) und das andere in St.Thomas Aquinas Seminary in Winona (USA)."
Quelle: SSPX, District USA



Sandro Magister: "Bergoglios Pendel zwischen Kapitalismus und Revolution"

Über eines der Rätsel um die Standpunkte des Papstes hat sich Sandro Magister  im L´Espresso Gedanken gemacht:   klicken    

Titel:     "Bergoglio’s Pendulum, Between Capitalism and Revolution"

Marxist, Libertärer, Peronist. Man hat ihm die verzweifeltsten Etiketten aufgeklebt  Die widersprüchlichen Urteile des Acton-Institutes und der "Freunde von Papst Franziskus".

"Ein weiteres Geheimnis des Papstes betrifft seine Sicht der Weltwirtschaft.

Es gibt Menschen, die ihn unter die unbelehrbaren Marxisten eingeordnet haben, nachdem sie das die Agenda seines Pontifikates vorbereitende Dokument, die Apostolische Exhortation "Evangelii Gaudium" gelesenen hatten. Dann sind da jene, die aus dem selben Dokument den entgegengesetzten Schluß gezogen haben, daß Jorge Mario Bergoglio ein großer Freund des Freien Marktes sei.

Der Papst hat sich wiederholt von dieser ersten Definitionen, ein Kommunist zu sein, bis zu dem Punkt darüber zu scherzen, distanziert. Vom zweiten, prokapitalistisch zu sein nicht. Aber es idt nicht sicher, daß das mit seinem Denken korrespondiert.

Franziskus wurde von manchen als Champion der Freien Wirtschaft identifiziert, und zwar nicht von irgendwelchen isolierten exzentrischen Geistern, sondern vom Acton-Institut, einem der geachtetsten Think-tanks der USA, deren Kern-Idee ist, dass der Kapitalismus umso besser funktioniert, je freier und je religiöser die Gesesllschaft ist, in der er wirkt.

Am vergangenen 4. Dezember hat das Acton Institut seine höchste jährliche Ehrung einem brillanten jungen finnischen Wirtschaftswissenschaftler, Oskari Juurikkala, verliehen, der für seine Dankesrede das Thema: "Die Wertschätzung des freien Marktes durch Papst Franziskus" wählte.
Der Preis wurde in Romm an der Päpstlichen Heilig-Kreuz-Universität verliehen, der Akademie des Opus Dei, wenige Schritte vom Vatican entfernt.

Nach Juurikkalaas These sind die Botschaft Bergoglios und seine Emphase für die Armen nicht nur kein Widerspruch zum Freien Markt sondern unterstützen diesen, weil sie helfen, ihn zu "reinigen und zu bereichern."

Juurikkalas These hatte- beim gleichen Ereignis- ihren Widerpart in der Rede Carlo Lotteris, eines Rechtsphilosophens und Mitglieds des Bruno-Leoni-Institutes, einem anderen sehr libertären Think-tank.
Lotteri, der an der Universität von Siena und in der Schweiz an der Theologischen Fakultät von Lugano lehrt, bleibt bei seiner Überzeugung, Franziskus nicht als Freund sondern als Feind ökonomischer Freiheit zu sehen, nicht zuletzt wegen des Peronistischen Experimentes, dessen Zeuge er in Argentinien war und "das nie wirklich abgeschlossen wurde und als Ganzes katastrophal war."

Aber das ist nicht alles. Vor einigen Monaten wurde in Rom der "Kreis der Freunde von Papst Franziskus" gegründet, der mit seinen eifrigsten Mitgliedern, den Kardinälen Kasper und Coccopalmero, Angelo Spadaro, dem Direktor von "Civilta Cattolica" und mit Mario Toso, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden prahlt.

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 23) P. Eugen Mederlet OFM


Welcher noch so heilige Mensch könnte es je wagen, diese Worte der Vollmacht Christi sich selber anzueignen und über Brot und Wein zu sprechen? Wenn er es freventlich täte, würde im Brot und Wein nichts geschehen, er selbst aber würde gerichtet.
Im geweihten Priester, und nur in ihm, ist Christus gegenwärtig, dass der Priester in der Person Christi sprechen und handeln kann. Darum kann Franziskus sagen: Ich sehe den Sohn Gottes.

Fortsetzung folgt.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Kardinal Burke im Interview

hier geht´s zum Video   klicken

und hier zur Mitschrift:   klicken

Frage: "Eminenz, Sie sind vor dem II.Vaticanischen Konzil aufgewachsen. Wie erinnern Sie sich an diese Zeit?"
Antwort: "Ich wuchs in seiner sehr schönen Zeit in der Kirche auf, in der wir sorgfältig im Glauben unterrichtet wurden, sowohl zu Hause als auch in der katholischen Schule, besonders mit dem Baltimore-Katechismus. Ich erinnere die große Schönheit der Heiligen Liturgie, sogar in unserer kleinen ländlichen Stadt, mit den schönen Messen. Und ich bin meinen Eltern natürlich sehr dankbar, die mir in meiner Erziehung zeigten, wie man als Katholik leben soll. Es waren sehr schöne Jahre."

"Einer meiner Freunde, der nach dem Konzil geboren wurde, sagte immer:"nicht alles war gut in den alten Tagen, aber alles war besser." Was denken Sie darüber?

"Ja, wir müssen in welcher Zeit auch immer leben, die der Herr uns gibt. Sicher habe ich sehr schöne Erinnerungen an das Heranwachsen in den 50-er und frühen 60-er Jahren. Ich denke, was sehr wichtig ist, daß wir die organische Natur des Katholischen Glaubens wertschätzen und die Tradition würdigen, durch die der Glaube zu uns gekommen ist."

"Haben Sie die großen Veränderungen nach dem Konzil mit Begeisterung begrüßt? "
"Ich war zu der Zeit im Vorseminar und wir verfolgten, was beim Konzil passierte, aber die Erfahrungen nach dem Konzil waren so stark, manchmal sogar gewaltsam, daß ich- sogar als junger Mann zu fragen begann, ob das wirklich das war, was das Konzil wollte, weil ich sah, daß wundervolle Dinge plötzlichaus der Kirche verschwunden waren oder als nicht mehr schön betrachtet wurden. Ich denke z.B. an die große Tradition des Gregorianischen Gesanges, oder den Gebrauch der Lateinischen Sprache bei der Feier der Heiligen Liturgie. Dann beeinflußte -natürlich- der sogenannte "Geist des Konzils" auch andere Gebiete, wie die Moral, so viele Nonnen ließen das religiöse Leben hinter sich. Es gab also definitiv Aspekte des postkonziliaren Lebens, die Fragen aufwarfen."

"Sie wurden 1975 zum Priester geweiht. Dachten Sie, daß irgendetwas in der Kirche falsch gelaufen war?"
"Ja das glaube ich. In gewissem Sinne haben wir den Sinn für die Zentralität der Heiligen Liturgie verloren und deshalb auch für das priesterliche Amt und den Dienst in der Kirche. Ich muß sagen. ich bin so stark im Glauben aufgezogen worden, und hatte ein so tiefes Verständnis für die Berufung, daß ich mich niemals weigern würde, zu tun, was der Herr von uns erbittet. Aber ich habe gesehen, daß etwas definitiv schief gegangen war. Ich erlebte z.B. als junger Priester die Leere der Katechese, die Katechesetexte waren so dürftig. Dann erlebte ich die liturgischen Experimente- an manche davon will ich mich lieber nicht erinnern- den Verlust des .....Lebens, der Besuch der Sonntags-Messe war im ständigen Niedergang: alles das waren Zeichen für mich, dass etwas falsch gemacht wurde."

Jetzt muß Papst Pius XI herhalten.....

"Sie verdrehen Pius XI, um Kasper zu rechtfertigen."

Wie wir bei La Nuova Bussola Quotidiana lesen können, geben Kardinal Kasper, dessen Seligkeit anscheinend von der Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion abhängt, in Wirklichkeit will er wohl eher als der Kardinal in die Kirchengeschichte eingehen, der 2 der 10 Gebote abgeschafft hat ( 6 und 8), die Lehre als veränderbar und umstößlich und die Worte Jesu als aggiornamentabel erwiesen hat,- (Kasper also) & seine Kampfgenossen nicht auf.
Nachdem ihnen das Ratzinger-Zitat (dessen Lehrmeinung sie sonst meiden wie .....das Weihwasser)  nun versperrt ist, die Kardinäle Müller, Burke & Brandmüller ihnen sowohl  ihre geschichtsfälscherischen Behauptungen zu Praktiken der frühen Kirche als auch ihre theologischen Fehlinterpretationen, und die Kenner der Orthodoxie ihre Mißdeutung der orthodoxen "oikonomia" bewiesen und so alle Argumente aus der Hand geschlagen haben, haben sie nach neuen Schlupflöchern und anderen möglichen Tricks gesucht und versuchen es jetzt mit der Behauptung, daß die Lehre doch von Päpsten verändert werden kann.
Um das zu beweisen, haben sie sich Papst Pius XI und seine Enzyklika  "Casti Connubi"ausgeguckt.
Hier geht´s zum Original bei La Bussola:  klicken

Giorgio Carbone und Renzo Pucceti schreiben dazu :
                         
                        "Sie verdrehen Pius XI, um Kasper zu rechtfertigen."
"Das klare Ziel ist die Rechtfertigung der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen bei der kommenden Familiensynode. Was also tun? Man zeigt, daß die Doktrin auch in der näheren Vergangenheit weiterentwickelt wurde, so daß das, was vorher verboten war, nun erlaubt wurde.
Und so kam es, daß der angebliche Theologe Gianni Gennari, der bei Avvenire täglich den Hüter der Rechtgläubigkeit, in anderen Zeitungen aber den Erneuerer gibt,  behauptet. daß die Enzyklika "Casti Connubi" von 1931 jene natürlichen Familienplanungsmethoden absolut verbietet, die später von Pius XII gefördert wurden und die Paul VI dann so lobte. Schade nur, daß das eine glatte Lüge ist."

Pius XI verdammt die natürlichen Methoden? Falsch
von Giorgio Carbone
Ein Artikel bei Vatican Insider schreibt der Enzyklika Casti Connubi zu, was man nicht hätte schreiben dürfen. 1931 nämlich waren die natürlichen Methoden zur Fertilitätsteuerung noch gar nicht voll entwickelt. Und in jedem Fall waren Paul VI und Johannes Paul II vollkommen mit dem von Papst Pius XI in Kraftgesetzten auf einer Linie.

Bei der Empfängnisverhütung: keinerlei Änderung
Renzo Pucceti
Zu behaupten, daß Pius XII die von Papst Pius XI erlassene Doktrin zu den natürlichen Methoden der Fruchtbarkeitsregulierung verändert habe, ist eine Lüge. Die vom angeblichen Theologen Gianni Gennari aufgestellte These, ist die, der sich die Gegner von Humanae Vitae seit jeher bedient haben und die heute wieder entstaubt wird, um eventuelle Änderungen der Doktrin zu rechtfertigen.
Quelle: LaNuovaBussola Quotidiana, Carbone, Pucetti

Primizpredigt ... im Germanikum zu Rom ... 1984 (Teil 22) P. Eugen Mederlet OFM


Der Hohepriester Christus ist im Priester durch diese Weihe wirklich sakramental seiner Kirche gegenwärtig. Darum kann der Priester in der Ich-Form Jesu Christi sprechen: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut“, und es geschieht.

Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Apostolische Visitationen: Die amerikanischen Nonnen und die FFI

Kann es eine noch größere Diskrepanz geben? Auf der Suche nach passenden Vergleichen kommt einem da die Verkehrte Welt in den Sinn, wo alles genau umgekehrt ist ( gut = böse, schwarz=weiß etc) -natürlich immer unter dem so wohlig wärmenden Deckmantel des "who am I to judge?", oder einer an die Medienwünsche perfekt angepaßten Tarnkappe.

Matteo Matzuzzi hat seine Meinung dazu bei La Bussola Quotidiana kund getan:   klicken


rorate caeli hat hier alles Wissenswerte dazu geschrieben   klicken


und damit jeder weiß worum es geht und sich nach der Zurkenntnisnahme der Beurteilung fragt, warum eigentlich Papst Benedikt XVI im Jahre 2008 eine Apostolische Visitation anordnete, hier ein Foto aus dem "Leben einer Nonne" in den USA, nebst ihren Schwestern, die jetzt in allem gerechtfertigt sind, was man von den betenden, die Hl. Messe gern nach dem Usus Antiquior feiernden Schwestern und Brüder der FFI nicht sagen kann.
Also tief durchatmen :  Nonnen, wie sie dem Lehramt wohl gefallen

                  

Hier der Matzuzzi Text:

"Suore americane "eretiche": «Va tutto bene»"
Matteo Matzuzzi
17-12-2014
"Häretische" amerikanische Schwestern: "Alles ist gut."

Alles, was gut endet, ist gut. Nach 6 Jahren Untersuchung, hat die präzedenzlose Apostolische Visitation der 341 religiösen Institutionen im apostolischen Dienst auf dem gesamten Territorium der USA ein positives Ende gefunden. Das Urteil der Kongregation für das Geweihte Leben und die Gesellschaft des apostolischen Lebens ist gestern morgen während der Pressekonferenz der Sala Stampa im Vatican bekannt gegeben worden. An ihr nahmen der Präfekt Kardinal J. Braz de Aviz , der Sekretär des Dikasteriums, Msgr. J.R. Carballo, und die Visitatorin Mutter Mary C. Millea , die Koordinatorin des Rates der Oberinnen der Frauenorden, Schwester Agnes M, Donovan, und dessen Präsidentin Schwester Sharon Holland teil. 
2008 hatte der damalige Präfekt, der slowenische Kardinal Franc Rodé die Visitation angeordnet, weil in Rom beunruhignede Signale  über im Inneren der verscheidenen örtlichen weiblichen Vereinigungen herangereifte Abweichungen ankamen. Rodé erklärte bei Radio Vatican, daß, in einem gewissen Sinn, in dissen religiösen Familien sich eine säkularistische Mentalität ausbreite, vielleicht sogar eine gewisse feministische Mentalität. 
Darüber hinaus präzisierte der Purpurträger war die Visitation nötig, um den in den letzten Jahrzehnten registrierten drastischen Rückgang der Berufungen in Nordamerika zu untersuchen. "Unter dem Einfluss des II.Vaticanischen Konzils, verweigerten die Nonnen Buße und Askese als Relikte der Vergangenheit, sie fühlten sich benachteiligt, wenn sie den Habit anziehen sollten -woraus sie die Spitze ihrer sozialen und politischen apostolischen Aktion formten."  fügte er noch hinzu. 
Aber in Rom haben sich die Dinge verändert. Rodé ging in Pension, an seine Stelle trat der weniger "feindselige" Braz de Aviz, Fokolare aus Brasilien und sicher nicht mit der unbeugsamen Position seines Vorgängers auf einer Linie.


Fundstück des Tages:

Es gibt wirklich noch Journalisten, die nicht das schreiben, was ihnen vorgekaut wird, sondern das, was Sache ist:


"Kein tapferer heute-show Clown, der die Mörder mit billigen Witzen enttarnen will, kein heute-journal-Moderator, der das Treiben der islamistisch-vereinigten, globalen Widerwärtigkeit nicht mit sozialromantischem Dreck entschuldigen würde."

Heute hatte ich diesen Satz mehrfach in meiner twitter-TL mit  diesem Link zur Achse des Guten, wo Katharina Szabo ihrem Unmut über die verlogene deutsche Linke einmal tüchtig Luft gemacht hat.

Eigentlich sollten in diesen Tagen alle Medien voll von solchen Kommentaren sein - aber die Journaille fühlt wie ihre politischen Pendants: Lieber schweigen.