Donnerstag, 23. Oktober 2014

Die Wahrheitsfrage, die Mission und eine nach Papst em. Benedikt XVI benannte Aula Magna,

der zu diesem Anlass eine Lectio Magistralis schrieb. Der Osservatore Romano berichtet: klicken

Die Aula Magna der Pontifikalen Urbania-Universität wurde nach Benedikt XVI benannt

Missione nella veritá
(Mission in derWahrheit)

" Eine Geste der Dankbarkeit für das, was er als Konzils-Peritus, während seiner Lehrtätigkeit als Dozent, als Präfekt der Glaubenskongregation und endlich -mit seinem kostbaren Lehramt für die Kirche getan hat"
Das war das Motiv für die Päpstliche Urbania-Universität ihre Aula Magna nach Benedikt XVI zu benennen. Die Zeremonie wurde am Vormittag der 21. Oktobers im Rahmen der Eröffnung des akademischen Jahres abgehalten- in Anwesenheit von Msgr. G.Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses, der eine Botschaft verlas, die der Papa emeritus. dessen persönlicher Sekretär er ist, zu diesem Anlass verfaßt hatte. 
Um die Universalität, die in der Urbania gelebt wird, zu unterstreichen, erinnert Benedikt XVI daran, daß "die Kirche sich nie nur an ein Volk oder eine Kultur gewandt hat" sondern "von Anfang an der Menschheit gewidmet war."

                                                  Joseph Ratzinger, il primo in alto a sinistra, ripreso a Nemi nella foto ricordo della commissione delle missioni (primavera 1965)

                                                   Bild:  cr osservatore romano

In diesem Sinne, betont er, macht sie sich zum sichtbaren Zeichen des Friedens, den Christus seinen Jüngern versprochen hat und den heute, in einer zerissenen und gewalttätigen Welt zu errichten, immer dringender wird,"

"Aber ist,  um dieses Ziel zu erreichen"- fragt sich Benedikt XVI "die Mission heute noch aktuell?"
Oder ist es nicht eher vorzuziehen, mehr auf den interreligiösen Dialog zu setzen, in einem Dienst vereint?"
Die Antwort muß nach Ratzinger gesucht werden, "ohne die Frage nach der Wahrheit aus dem Blick zu verlieren". Auf die man-bekräftigt er- nicht aus dem generellen Wunsch nach"Frieden zwischen den Weltreligionen verzichten darf".  
Nach der dann folgenden Lectio Magistralis hat Kardinal Fernando Filoni,, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Großkanzler der Universität, Benedikt XVI gedankt und ihn  als Perönlichkeit und Menschen Gottes von höchster Spiritualität, Moral und größtem Intellekt bezeichnet. Er habe immer- und dabei bezog er sich auf persönliches Erleben- diese 3 Aspekte, die ihm hohe Wertschätzung einbrachten, die mir aber Garantie, Sicherheit und Frieden gaben, solange er amtierte und entschied.
Bei seiner langen Rede hat sich Kardinal Filoni  besonders auf das Verhältnis von Joseph Ratzinger zur missionarischen Dimension der Kirche konzentriert."
Quelle: Osservatore romano, va.news.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Perle des Tages: "Gott hat keine Angst vor den Erneuerern"

aber nicht vom Papst sondern von Roberto de Mattei über den Pontifex und die Synode:
"Die Kirche ist heute ein Schlachtfeld, so wie sie es viele Male seit Nicäa bis zum II.Vaticanum gab, wo es immer Zusammenstöße gab- nicht zwischen Konservativen und Progressiven  sondern zwischen den Katholiken, die kein Jota an der Göttlichen Überlieferung ändern wollten und denen, die Neuerungen in dieses Erbe einfügen wollten.
Papst Franziskus´ Satz: "Gott hat keine Angst vor Neuerungen"  sollte anders verstanden werden als es in der Absicht des Pontifex lag: es könnte einfach heißen daß Gott keine Angst vor den "Erneuerern" hat : er zerstört ihre Arbeit und vertraut die Aufgabe, sie zu besiegen, den Verteidigern der unveränderlichen Lehre der Kirche an."
Quelle: Roberto de Mattei. Corrispondenza Romana, 


Persönliche Hommage an den Hl. Johannes Paul II

Heute feiert die Kirche das Fest des Hl. Johannes Paul II

Bild Wikicommons
                                        Heiliger Johannes Paul II bitte für uns!

Ich muss sagen ich habe mich treu und brav durch alle Enzykliken JPII gequält und man hat denen angespürt,. das er am liebsten die ganze Welt umarmt hätte, das er am allerliebsten niemandem irgendwelche Vorschriften gemacht hätte und das er zutiefst davon überzeugt war, dass jeder Mensch, wenn er seinem gutem Willen nur freien Lauf lassen könnte, ganz von selber katholisch werden würde.
Das ist es, warum er so Sache wie Assisi hat machen können, "Only you could do this!" sage, wenn ich das richtig im Kopf habe, der Anglikaner zu ihm.
Als er nach Benin kam, kam in den Nachrichten, so ein Voodooberguru habe gesagt "Noch nie haben ich Gott gesehen, aber hinter diesem Mann habe ich Gott gespürt!"

Das sind nun genau  die Sachen, die JPII genau von Tradiseite vorgeworfen wurden und im Grunde teile ich die Vorwürfe, von denen es noch mehr gibt, wenn es sich nicht um JPII gehandelt hätte.

Nehmen wir Assisi, all der unerleuchtete interreligiöse Tralala der so veranstaltet wird, hat den unangenehmen Beigeschmack von "Du bis okay, ich bin nicht okay" besonders dann, wenn deutsche Katholiken dabei sind.
Bei JPII war es anders, sein Grundtenor war: "Christus ist okay, wir sind alle nicht okay, aber bitte kommt doch zu ihm!" sprich er war katholisch!
Man sieht gerade bei all diesen Dingen das wenn 2 das Gleiche tun, es noch lange nicht das Selbe ist.

Der FC Bayern gibt sich die Ehre

Schöne Bilder aus Rom:

Nach dem 7:1 Kantersieg gegen AS Rom folgten Spieler und Betreuer des FC Bayern einer Einladung von Papst Franziskus:




Als Fußballfan "outete" sich auch der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Monsignore Gänswein.




Er wurde auf der Tribüne des Olympiastadions fotografiert. Hier gibt's weitere Fotos.

Katastrophal, beschämend, unfassbar

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR  kürzt aus Geldmangel ab sofort die Ausgaben für sein Food-Programm für die syrischen Flüchtlinge um 40%.
Das bedeutet, dass den vor den Schlächtereien der ISIS Geflohenen nur noch um 40% gekürzte Essensrationen (die so aber als überlebensnotwenig zusammengestellt worden waren) zugeteilt werden, nun also zu der teilweise mehrfachen Flucht und dem Verlust allen Besitzes noch eine Mangelversorgung mit ihren gesundheitlichen Folgen kommt.
Wegen Geldmangels der UNO- die uns alle repräsentiert, einer Weltorganisation, die augenscheinlich nicht in der Lage ist, die richtigen Prioritäten zu setzen. Das kann man nur als Schande-auch für uns- bezeichnen.
                           
                                                       Christus nobiscum state

Der beste Mythomane

Auch Rorate Caeli nimmt sich noch einmal Kardinal Kaspers an und verleiht ihm einen Preis.
Hier geht´s zum Original:     klicken.
Unter dem Titel:  "Kasper der Serienlügner- wieder beim Lügen ertappt" und den vielversprechenden Einleitungssätzen:  "Walter-meine-Barmherzigkeit-gilt-nicht-den Afrikanern-Kasper hat ein ernstes Problem. Er kann einfach nicht aufhören, zu lügen. Ist das der Mann, der eine gelassene Theologie auf den Knien betreibt?"  Jetzt wird ihm das Diplom als "bester Mythomane" verliehen

                 

                                                            Das von rorate caeli verliehene Diplom

Seine neueste Lüge:  gegenüber Franca Giansoldati von Il Messagero behauptete er vorgestern:"... ich habe bei der Synode nicht gesprochen, weil ich keinen Druck für meine Position ausüben wollte."

Matteo Matzuzzi von IlFoglio konnte anhand des offiziellen Bulletins des vaticanischen Presseamtes zeigen, daß er doch in der Synode das Wort ergriffen hat: am 8. Oktober nachmittags.
Was man bei rorate caeli  noch so denkt, auch über die Drohungen, jetzt die Katholische Presse gegen seine Kritiker in Stellung zu bringen, lese man dort. Es beginnt mit der Frage:
"Könnte es sein, daß Lügen die gesamte Basis seiner Theologie sind?"
Man kann nur hoffen, dass das nicht zu einer unendlichen Geschichte neuer Mythen& Lügen ausartet.

Auch wenn unser Olympier Friedrich Schiller für jede Lebenslage das passende Wort bereit hält, der Kardinal möchte diese, obwohl sie der Situation angemessen sind, nicht ausgesprochen wissen:

"Doch dem war kaum das Wort entfahren,
möcht er´s im Busen gern bewahren."

Aber er ist nicht der Einzige der Interviews oder auch Nichtinterviews gibt, noch ein päpstlicher Favorit und einer der präsynodalen Vordenker, engster theologischer Berater des Papstes und Rektor der Katholischen Universität von Argentinien, Erzbischof Victor Manuel Fernandéz ergriff in "La Nación" das Wort und verkündete, um das Scheitern der Doktrinrevolution zu erklären:
" Da war nur eine Gruppe von 6 oder 7 Fanatikern, etwas aggressiv, die nicht einmal 5% der Synodenväter repräsentierten.....wenn wir die Büchse der Pandora nicht öffnen, kehren wir den ganzen Schmutz unter den Teppich..."
Offensichtlich ist jedenfalls eines: der hohe Herr kennt den Mythos von Pandora und ihrer Büchse nicht.
Man kann schließlich nicht alles kennen....sollte dann aber vielleicht zu anderen Metaphern greifen.
Oder meinte er gar, was er sagte, daß es Aufgabe der Kirche sei, alles Schlechte in die Welt zu bringen? Das wollen wir doch nicht hoffen!

"Blaustrumpf ohne Füße" oder von Heinrich Heine, der die Bibel seinen "gottlosen Freunden" Marx, Feuerbach,Daumer & co zur Lektüre empfahl

Der schönste Satz in diesem schönen Heine-Text ist für mich : " ....die Schlange, diese kleine Privatdozentin, die schon sechstausend Jahre vor Hegels Geburt die ganze Hegelsche Philosophie vortrug. Dieser Blaustrumpf ohne Füße zeigt sehr scharfsinnig, wie das Absolute in der Identität vom Sein und Wissen besteht, wie der Mensch zum Gotte werde durch die Erkenntnis...." aber auch sein Kommentar zu Evas erstem Wunsch nach dem Erwerb der Selbsterkenntnis-der Wunsch nach einem Kleid.....
Zum Genießen:

"Wie oft seitdem denke ich an die Geschichte dieses babylonischen Königs, der sich selbst für den lieben Gott hielt, aber von der Höhe seines Dünkels erbärmlich herabstürzte, wie ein Tier am Boden kroch und Gras aß – (es wird wohl Salat gewesen sein). In dem prachtvoll grandiosen Buch Daniel steht diese Legende, die ich nicht bloß dem guten Ruge, sondern auch meinem noch viel verstocktern Freunde Marx, ja auch den Herren Feuerbach, Daumer, Bruno Bauer, Hengstenberg, und wie sie sonst heißen mögen, diese gottlosen Selbstgötter, zur erbaulichen Beherzigung empfehle. Es stehen überhaupt noch viel schöne und merkwürdige Erzählungen in der Bibel, die ihrer Beachtung wert wären, z.B. gleich im Anfang die Geschichte von dem verbotenen Baume im Paradiese und von der Schlange, der kleinen Privatdozentin, die schon sechstausend Jahre vor Hegels Geburt die ganze Hegelsche Philosophie vortrug. Dieser Blaustrumpf ohne Füße zeigt sehr scharfsinnig, wie das Absolute in der Identität von Sein und Wissen besteht, wie der Mensch zum Gotte werde durch die Erkenntnis oder, was dasselbe ist, wie Gott im Menschen zum Bewußtsein seiner selbst gelange. – Diese Formel ist nicht so klar wie die ursprünglichen Worte: »Wenn ihr vom Baume der Erkenntnis genossen, werdet ihr wie Gott sein!« Frau Eva verstand von der ganzen Demonstration nur das eine, daß die Frucht verboten sei, und weil sie verboten, aß sie davon, die gute Frau. Aber kaum hatte sie von dem lockenden Apfel gegessen, so verlor sie ihre Unschuld, ihre naive Unmittelbarkeit, sie fand, daß sie viel zu nackend sei für eine Person von ihrem Stande, die Stammutter so vieler künftigen Kaiser und Könige, und sie verlangte ein Kleid.[171] Freilich nur ein Kleid von Feigenblättern, weil damals noch keine Lyoner Seidenfabrikanten geboren waren und weil es auch im Paradiese noch keine Putzmacherinnen und Modehändlerinnen gab – o Paradies! Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt, ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid! Auch diese biblische Geschichte, zumal die Rede der Schlange, kommt mir nicht aus dem Sinn, und ich möchte sie als Motto diesem Buche voransetzen, in derselben Weise, wie man oft vor fürstlichen Gärten eine Tafel sieht mit der warnenden Aufschrift: »Hier liegen Fußangeln und Selbstschüsse.«

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die Lehre der böhmisch-veganen Kirche muss sich entwickeln

Der allgemeinen Entwicklungsvirus macht auch vor der alleineseligmachenden Kirche der Gesundheitsreligion nicht halt.
Kollege Clamormeus interviewte einen ranghohen Vertreter der böhmisch-veganen Kirche aus Deutschland, der bei der außerordentlichen Synode zur Ernährungsfloral in Böhmen mit von der Partie war.

Der Kollege hat sich ordnungsgemäß vorgestellt und sein Aufnahmegerät, während des gemeinsamen Essens, sichtbar auf den Tisch gelegt.........
Wir erlauben uns das Interview in voller Länge abzudrucken, mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Interviewers.

Clamormeuspress sprach exklusiv mit einem ranghohen Vertreter der böhmisch-veganen Küche aus Deutschland, der bei der außerordentlichen Synode zur Ernährungsfloral in Böhmen mit von der Partie war.

Lassen Sie uns über Ihre Erwartungen an die Synode 2015 sprechen. Wird sich die böhmisch- vegane Küche für Fleischesser öffnen?
„Das wünsche ich mir auf jeden Fall!“

Was sagen Sie zu den ultraveganen Hardlinern, die Fleischesser die umliegenden Imbissse und Grills anempfehlen?
„Das ist hartherzig. Und unververschämt, anderen gleich die Veganität abzusprechen, nur weil sie Schweinshaxen essen. Vegans Botschaft gilt für alle Menschen“

Aber muß man dafür nicht die Speisekarte ändern?
„Nein. Aber sie muß sich entwickeln. Natürlich wird für die veganische Küche weiterhin gelten, daß man sich rein pflanzlich ernährt. Aber wir müssen neue Wege finden. Das sind die floralen Herausforderungen in einer zunehmend in einer zunehmend von “junk food“ dominierten Welt

Aber Vegan verbot tierische Anteile in der Nahrung!
„Vegan verkehrte auch mit Allesessern, in Güte lehrte er das Glück rein pflanzlichen Speisens. Und auch denen, die sich nachts wegschlichen, um einen Döner zu verschlingen, verzieh er“

Aber sagte er nicht auch zu ihnen: Eßt fortan kein Tier mehr?
„Das ist aber kein Verbot, eine brüderliche Aufforderung, es zu versuchen!“

Was könnte man an der veganen Praxis ändern?
„Ich könnte mir schon vorstellen, daß wir im veganen Restaurant künftig solchen Menschen sagen wir mal ein paar Schinkenröllchen anbieten, natürlich nicht auf der Tageskarte und vielleicht in einem Nebenraum. Aber das müssen wir weltvegan lösen, es kann nicht sein, daß einzelne Filialleiter eigenmächtig jetzt unter der Theke Currywurscht verkaufen “

Der Selige Karl I, Kaiser von Österreich, König von Ungarn

Der Vatican veröffentlicht heute diesen Text zum Tag des Seligen Kaisers Karl I
Vielleicht hilft er dem einen oder anderen bei der Differenzierung seines Geschichtsbildes.

Seliger Karl I, Kaiser von Österreich, König von Ungarn
* 17. August 1887 in Persenbeug in Österreich 
† 1. April 1922 in Quinta do Monte bei Funchal auf Madeira in Portugal

Karl aus dem Hause Österreich wurde am 17. August 1887 auf Schloss Persenbeug in Niederösterreich geboren. Seine Eltern waren Erzherzog Otto und Prinzessin Maria Josepha von Sachsen, Tochter des letzten Königs von Sachsen. Kaiser Franz Joseph I. war Karls Großonkel. Karl wurde bewusst katholisch erzogen und von Kindheit an durch eine Gruppe von Menschen im Gebet begleitet, da eine stigmatisierte Klosterfrau große Leiden und Angriffe gegen ihn prophezeit hatte. Daraus entstand nach dem Tod Karls die Kaiser-Karl-Gebetsliga für den Frieden der Völker - seit 1963 als Gebets-Gemeinschaft kirchlich anerkannt. Schon früh wuchs in Karl eine große Liebe zur heiligsten Eucharistie und zum Herzen Jesu. Alle wichtigen Entscheidungen suchte er im Gebet.

Am 21. Oktober 1911 heiratete er Prinzessin Zita von Bourbon‑Parma. In den gut zehn Jahren ihrer glücklichen und vorbildhaften Ehe wurden dem Paar acht Kinder geschenkt. Noch auf seinem Sterbebett sagte Karl zu Zita: »Ich liebe Dich unendlich!« Am 28. Juni 1914 wurde Karl infolge der Ermordung des Erzherzog Thronfolgers Franz Ferdinand durch einen Attentäter zum Thronfolger Österreich‑Ungarns. Mitten im Ersten Weltkrieg machte der Tod Kaiser Franz Josephs Karl am 21. November 1916 zum Kaiser von Österreich. Am 30. Dezember 1916 wurde er zum Apostolischen König von Ungarn gekrönt. Auch diese Aufgabe sah Karl als Weg der Nachfolge Christi: In der Liebe zu seinen Völkern, in der Sorge um sie und in der Hingabe des Lebens für sie. Die heiligste Pflicht eines Königs - für den Frieden zu sorgen - stellte Karl in den Mittelpunkt seiner Bemühungen während des furchtbaren Krieges. Als einziger aller Verantwortlichen unterstützte er die Friedensbemühungen Papst Benedikts XV. Im Inneren bot er in schwierigster Zeit die Hand zu einer umfangreichen und beispielgebenden Sozialgesetzgebung im Sinne der christlichen Soziallehre. Seine Haltung ermöglichte einen Übergang in die Nachkriegsordnung ohne Bürgerkrieg. Dennoch wurde er aus seiner Heimat verbannt. Auf Wunsch des Papstes, der eine kommunistische Herrschaft in Mitteleuropa befürchtete, versuchte Karl, seine Regierungsverantwortung in Ungarn wieder herzustellen. Zwei Versuche scheiterten, da er unbedingt einen Bürgerkrieg vermeiden wollte.
Karl wurde nach Madeira ins Exil geschickt. Da er seine Aufgabe als einen Auftrag Gottes sah, konnte er sein Amt nicht zurücklegen. Er lebte mit seiner Familie verarmt in einem feuchten Haus. Dort zog sich Karl eine tödliche Erkrankung zu, die er als Opfer für Frieden und Einheit seiner Völker annahm. Karl ertrug sein Leid ohne Klagen, verzieh allen, die an ihm schuldig geworden waren, und starb am 1. April 1922 mit dem Blick auf das Allerheiligste. Motto seines Lebens war, wie er noch am Sterbebett sagte: »Mein ganzes Bestreben ist immer, in allen Dingen den Willen Gottes möglichst klar zu erkennen und zu befolgen, und zwar auf das Vollkommenste«.

Quelle:  http://www.vaticana.va/news_services/liturgysaints/ns_lit_doc_20041003_charles-austria_ge.ht

                                                  Seliger Kaiser Karl bitte für uns !

Eine Seligsprechung

und ein bißchen Nostalgie.....zusammen in einem Video

                   

Mosul: Dominikaner retten in letzter Minute wertvolle Manuskripte

Andrew Hilier schrieb diesen Artikel für obervers France 24.  Hier geht´s zum Original klicken
Gelobt sei Jesus Christus! Stoßseufzer angesichts der Rettung wertvoller Manuskripte vor den plündernden Barbarenhorden des ISIS.

Dominikaner im Rennen um die Manuskripte vor den Djihadisten zu retten 
"Weil Kämpfer der ISIS durch das Nördliche Syrien und den Irak wüten, kämpft eine Gruppe von Priestern in einem Rennen gegen die Zeit, um das, was vom christlichen Erbe der Region übrig ist, zu retten.
Priestern des Dominikaner Ordens ist es bereits gelungen, viel wertvolle Kunstwerke und Manuskripte sicher nach Erbil in Kurdistan zu bringen.
Berichte über Enthaupteungn und Massaker an Christen und anderen minoritären Gruppen haben Tausende so verängstigt, daß sie vor dem Vorrücken der Djihadisten aus einer Region, die als die Wiege der Zivilisation gilt, fliehen.


Ein Dominikaner übergibt einem Kurden gerettet Manuskripte

Der Orden der Dominikaner- auch als Predigerorden bekannt- ein vor 800 Jahren gegründeter römischkatholischer Orden hat tiefe Wurzeln in den Christlichen Gemeinschaften im Nordirak.
Seit Jahrzehnten hat Najeeb Michaeel-ein zum Orden gehörender irakischer Priester- kostbare Manuskripte gesammelt und an ihrer Erhaltung gearbeitet. Jetzt mit dem Entstehen des IS, wurde seine Arbeit umso wichtiger.
"Als die Priester hörten, daß die Djihadisten sich näherten, warfen sie die Manuskripte in einige Fahrzeuge und  rasten weg von da." Laurent Lemoine ist ein Priester des Dominikaner Ordens, der in die Arbeit, die Manuskripte zu erhalten, involviert ist. Zur Zeit hält er sich in Paris auf, aber er war im Nordirak um den Restaurierungsprozess zu überwachen.

"Wir versuchen diese kulturellen Kunstwerke zu  retten, weil es so aussieht, als sei im Nordirak alles auf dem Weg zur Zerstörung: sowohl Menschen als auch unser kulturelles Erbe.
Die Kunstwerke wurden mehrere Male beinahe zerstört. Seit August gibt es Spannungen im Nordirak, aber die Situation dort ist seit Jahrzehnten schlecht. Die Sammlung ist bereits bei mehreren Anlässen bewegt worden. Sie war in Karakosh-einer Stadt mit einer ziemlich großen christlichen Bevölkerungsgruppe.
Aber die wurde im August von den Djihadisten erobert, so daß die Kunstwerke nach Erbil gebracht werden mußten. Als die Priester hörten, daß die Djihadisten sich näherten, warfen sie die 
Manuskripte in einige Fahrzeuge und rasten davon, manchmal nur 30 Minuten nach der Warnung.
CONTRIBUTORS


                
Zur Zeit sind die Manuskripte in der geschützten Zone. Es gibt keine unmittelbare Bedrohung...jedenfalls nicht jetzt. Aber in der Region wird das Christentum ausgelöscht. In Mosul ist die Hl.Messe seit 1600 Jahren gefeiert worden. Dieses Jahr gab er zum ersten mal keine Messe aller Zeiten mehr (die Stadt wurde Anfang Juni eingenommen, am 15. Juni gab es keine Messe mehr in der Stadt)

Kombattanten gesucht.

Mehr Grund zum Fremdschämen: Kardinal Kasper sucht journalistische Söldner, die den medialen Kampf (eigentlich eine Anhäufung von Revanchefouls) um seine unsäglichen Afrikaneräußerungen für ihn ausfechten sollen.

Auch Father John Zuhlsdorf macht sich Gedanken über den Kardinal           klicken

"Erklärt Kardinal Kasper einem Journalisten den Krieg?"
"Die Kontroverse über die vom Kurienkardinal Walter Kasper vorige Woche über die afrikanischen Bischöfe und ihren Beitrag zur Familiensynode abgegebenen statements geht weiter.
Letzten Freitag nahm die BILD-Zeitung ( ein deutsches Tabloid) das Thema auf und überschrieb ihre Geschichte "Ein  rassistischer Ausrutscher?"
Bild zitierte auch einen deutschen Bischof, der meinte: "Beleidigen, lügen und falsch anschuldigen wird nicht vom Katechismus vorgeschrieben." Am Wochenende gab es Kritik an Kardinal Kaspers Bemerkungen, als Kardinal Burke sie in einem CWR-Interview:"zutiefst traurig und skandalös" nannte.

Kardinal Kasper hat sich jetzt entschuldigt und seine Wertschätzung für die Kirche in Afrika ausgedrückt. Vorher hatte Kasper geleugnet, diese Bemerkungen überhaupt gemacht zu haben, die ihm vom Journalisten Edward Pentin zugeschrieben wurden und behauptete dann, das Gesagte sei ohne sein Wissen aufgenommen worden. Jetzt bestätigte er gegen über Kath. net, daß er eine Unterhaltung mit 3 Journalisten gehabt habe. nach Kaspers Meinung jedoch war das kein Interview, es müsse eine Vereinbarung über ein Interview geben. Dann machte der Kardinal klar:

"Wenn eine meine Bemerkungen über Afrikaner als herabsetzend und verletzend verstanden wurde, tut es mir ehrlich leid. Das war nicht meine Absicht und überhaupt nicht meine Sichtweise. Niemand wird leugnen, daß Afrikas Kultur sich in vielerlei Hinsicht von Europa unterscheidet. Aber ich war zu oft in Afrika, um nicht die Afrikanische Kultur hoch zu schätzen."

Pentin zitiert Kasper mit der Äußerung, daß es "für die Synode unmöglich sei, die Probleme der Afrikanischen Kirche zu lösen" und daß die " Afrikanischen Bischöfe uns nicht zu viel sagen sollten, was wir zu tun haben". Die Veröffentlichung dieses Kommentars, seine Ableugnung und die folgende Veröffentlichung des vollen Audio-Mitschnitts waren letzte Woche Quelle vieler Kontroversen, als die Bischöfe die 2-wöchige Familiensynode beendeten. Einige spekulierten, daß die Berufung des südafrikanischen Kardinals Wilfried Napier in das für die Erstellung des Abschlussdokumentes der Synode verantwortliche Komitee eine Antwort auf Kaspers Bemerkungen war.

Erzbischof Gadecki spricht Klartext zur Synode, besonders zum Thema Barmherzigkeit

Bei VaticanInsider/LaStampa schreibt Marek Lehnert über den Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki und seine Rolle bei der Synode: hier geht´s zum Original  : klicken

Gadecki: "Wenn ich nicht gesprochen hätte, wäre die Synode schlechter verlaufen"
von Marek Lehnert
Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz reklamiert für sich eine Schlüsselrolle bei der Generalversammlung.

"Der Erzbischof von Posen, Stanislaw Gadecki, Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, ist froh darüber, was er und andere, die wie er dachten, für die entschlossene Kritik an der relatio post disceptationem bei der Familiensynode getan haben. Der polnische Prälat beklagt die klare Trennung von der Lehre Johannes Pauls II zum Thema ebenso wie die unklare Vision über das Ziel der Synode selbst.
Er sprach gestern im Polnischen  Rundfunk und betonte, daß viele der Synodenväter seine Gefühle über die "starke Ideologisierung des Textes, der mehr die soziale als die theologisches Seite betraf", teilten, "aber vor allem, weil einige der Thesen das Lehramt der Kirche zu zerstören schienen."

"Ich habe den Eindruck, daß wenn ich nicht gesprochen hätte, die Dinge noch schlimmer hätten enden können. Ich ziehe in Betracht, daß da die Notwendigkeit, etwas zu sagen, gegeben war, wegen der Zurufe, die aus den Familien kamen, sie waren entsetzt. Es mußte etwas gesagt werden, auch um die Menschen nicht in der Gewißheit zu bestätigen, daß wir dabei waren, die Doktrin der Kirche zu verlassen. Weil alles seriöser, detaillierter und besser analysiert sein mußte."

"Dankenswerterweise"- fügte der polnische Prälat hinzu- "haben die Circuli Minores sehr ernsthafte Arbeit geleistet, Wort für Wort bedenkend, was dazu führte, dass der dritte Text sehr viel ernsthafter ist- Gottseidank"

Montag, 20. Oktober 2014

Gesetz, Gnade und Sünde

In letzter Zeit haben so viele Blogger und andere die Lehre der Kirche verteidigt, dass ich echt den Überblick verloren habe.
In der neuesten Ausgabe von Theologisches, das ist nur, damit keiner denkt, die Idee stamme ursächlich von mir, befindet sich ein langer Artikel von Michael Gurtner zu dem Vortrag des Kurienkardinals Walter Kasper im Konsistorium im Februar.
Der Autor kommt immer wieder auf die Quintessenz. "Die Gebote Christi sind die Barmherzigkeit Gottes"

Weil er groß und glaubwürdig war

Sandro Magister schreibt heute auf seinem blog "Il settimo cielo" zur gestrigen Seligsprechung Papst Pauls VI in Anwesenheit des emeritierten Papstes Benedikt XVI-   hier geht´s zum Original:  klicken


Paul VI nach Ratzinger. Weil er "groß und glaubwürdig war"
Sandro Magister


paoloVI

"Am Abend vor der Seligsprechung Pauls VI hat der Osservatore Romano erstmals die Predigt vollständig abgedruckt, die der damalige Kardinal Ratzinger, Erzbischof von München und Freising, anläßlich  der Totenmesse für Papst Giovanni Battista Montini am 10. August 1978 gehalten hatte.
In den folgenden Passagen erinnert Ratzinger auf bewegende Weise an die Momente, in denen Paul VI  "intensiv mit seinem Wunsch, sich zurückzuziehen kämpfte"
Damals wußte der zukünftige Benedikt XVI noch nicht, daß dieser Kampf auch der seine sein würde.Wenn man diese seine Worte heute noch einmal wieder liest, bekommen sie eine prophetische Bedeutung und helfen dabei, den Sinn seiner Demission zu verstehen.
Darüber hinaus lobt Ratzinger die unbeugsame Festigkeit Pauls VI, der Telekratie und der Demoskopie, den beiden diktatorischen Mächten der Gegenwart, zu widerstehen und Entscheidungen zu fällen, auch harte, "wenn die essentielle Tradition der Kirche auf dem Spiel stand" -und das alles "aus der Tiefe seines Glaubens heraus".
Paul VI, ein "ans Kreuz genagelter Pontifex"
von Joseph Ratzinger
(....) Die letzten Worte des auferstandenen Herrn an Petrus, nachdem er ihn als Hirte seiner Herde eingesetzt hatte, waren: "Wenn du alt sein wirst, wird ein anderer dich gürten und dich bringen, wohin du nicht willst" (Joh. 21,18) Es war eine Anspielung auf das Kreuz, das am Ende seines Weges auf Petrus wartete. Es war- generell gesprochen- ein Hinweis auf das Wesen dieses Amtes. Paul VI hat sich immer dahin bringen lassen, wohin er menschlich von sich aus niemals gehen wollte. Immer mehr beudeutete das Pontikfikat für ihn, sich von anderen gürten zu lassen und ans Kreuz genagelt zu werden.