Mittwoch, 23. Juli 2014

Was Patriarch Louis Raphael I Sako den Christen im Irak, speziell aber denen aus Mosul sagte

Der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, Louis Raphael I Sako hat am vergangenen Sonntag als Hirte zu den ihm anvertrauten irakischen Christen, besonders aber zu den aus Mosul vertriebenen gesprochen:            klicken  

                           Patriarch Sako’s Speech to the Iraqi Christians and Mosul's Christians Particularly

"Ich beginne meine Rede mit dem Wort Christi, weil SEIN Wort unsere Quelle der Stärke und der Rettung ist, der Armen dieser verlorenen Welt: "Fürchte dich nicht du kleine Herde!"
Unser gegenwärtiger Schmerz hat mit unserem Christsein und mit dem Oster-Mysterium zu tun.
Unser Leiden ist an das Leiden unserer Erlösers Jesus, des Schmerzenmannes, gebunden, das sich in einen Segen und in unsere Rettung und die Rettung anderer verwandeln wird.
Und den gegenwärtigen Herausforderungen kann mit mehr Glauben, Hoffnung, Gebet und Solidarität und Rettung für uns und andere begegnet werden.
Seid tapfer dem gegenüber, was euch begegnet, habt keine Angst. Ihr habt tiefe Wurzeln im Irak, gebt nicht aus Frustration und Verzweiflung auf, vertraut auf das "weil alle die das Schwert ziehen, durch das Schwert umkommen werden"  ( Matth. 26,52) und das Böse dauert nicht an.
Ihr seid das kleine Senfkorn, der Herr wird euch nicht fallen lassen. Er ist heute, morgen, übermorgen und alle Zeit bei euch.

Wir sind eure Hirten und wir werden mit unserer vollen Verantwortung euch gegenüber bis zum Ende bei euch bleiben, was immer das Opfer sein wird. Ich wiederhole: habt keine Angst, bleibt so stark, wie ihr mit eurem Glauben, eurer Hoffnung und eurer Liebe seid. Wir danken Gott für eure Sicherheit, weil euer Leben keinen Preis hat.
Gottes Segen über euch."
Patriarch Louis R.I Sako

Und es gibt auch gute Nachrichten aus dem Irak und sehenswerte Bilder :   klicken
In der Kirche Mar Gorgis ( des Hl.Georg) kamen Christen und Muslime zu einem Solidaritätstreffen mit den Christen Mosuls zusammen, auch Patriarch Sako war anwesend. Um ihre Verbundenheit mit ihren christlichen Nachbarn zu zeigen, hielten viele der Muslime Plakate hoch, auf denen stand "Ich bin Iraker, ich bin Christ"
Das macht Hoffnung.
Es lohnt sich die Bilder anzuschauen.
Quelle:saint-adday.com, rorate-caeli.blogspot.
                                                       
                                                             Christus nobiscum state





Die "Eroberung" des Klosters Mar Behnam


Christus nobiscum state


Das in der Nähe der Stadt Qaraqosh gelegene antike Kloster Mar Behnam stammt aus dem 4. JH n.Chr. und gehört der syrisch-katholischen Kirche. Es wurde am vergangenen Sonntag von den Kalifats-Milizionären der Religion des Friedens  "erobert" und bis jetzt gibt es noch keine Nachrichten über das weitere Geschehen dort, aber es gibt auch nicht den geringeten Grund zum Optimismus oder zu glauben, daß die ISIS-Barbaren dort nicht ihrem gewohntes Zerstörungsprogramm  folgten.


                                            Eingang zum Kloster









Vorigen Sonntag also bekam einer der Mönche von den Djihadisten diese Aufforderung:
"Du hast hier keinen Platz mehr. Ihr müßt sofort verschwinden" .
Die Mönche baten darum, die Reliquien zu verschonen und ihnen zu gestatten, sie oder wenigstens eine mitzunehmen. Das lehnten die Terroristen ab und ordneten an, daß die Mönche das Kloster zu Fuß und mit nichts außer ihrem eigenen Habit verlassen müßten.
In der Region (Qaraqosh wird (noch) von einer christlichen Mehrheit bewohnt) lebende Christen berichteten der französischen Nachrichtenagentur AFP, daß die Mönche viele Kilometer auf der Wüstenstraße gingen und dann von kurdischen Pesh-Mergakämpfern "aufgesammelt" und sicher nach Qaraqosh geleitet wurden. 
Am Wochenende hatten auch die letzten christlichen Familien Mosul- (das antike biblische Ninive- schon gleich nach dem ersten Pfingsten christlich geworden, wo auch der Hl. Apostel Thomas lehrte) verlassen, womit es zum ersten mal  in der Geschichte "christenfrei" wurde.
Das Kloster Mar Behnam wurde zur Zeit des Kaisers Julian Apostata cirka 352 n.Chr. von Mönchen gebaut, die vor den Christenverfolgungen des heidnischen Kaisers geflohen waren. Der Legende nach aber vom assyrischen König Sanherib II, als Sühne dafür, daß er seine Kinder Behnam und Sarah tötete, weil sie Christen geworden waren. Geschichtlich ist das nicht möglich, weil Sanherib viele Jahrhunderte vorher lebte.
Es war dann -bis jetzt- eine wichtige christliche Pilgerstätte im Irak, in der die örtliche Gemeinde und die Pilger traditionellerweise für Heilung und Fruchtbarkeit  beteten.
Wie man inzwischen via Twitter erfahren konnte, hat die ISIS begonnen, der Stadt Qaraqosh die Wasserzufuhr zu kappen, weil sie denken, daß Allah Gefallen daran finden wird, wenn die Christen dort verdursten.
Quelle: VoxNews, ASP, ASCA   

Die Verfolgung der Christen im Irak und das Schweigen der Welt

Zur Ehre der französischen Presse hat sich der Figaro ausführlich diesem Thema gewidmet- schreibt Klartext und verzichtet, etwas was man als außergewöhnlich betrachten muß, auf alle multi-kulti-gutmenschlichen Beschwichtigungen, Euphemismen, so verlogenen wie leider üblichen Verniedlichungen und das auf der Titelseite.

                              

Der Leitartikel trägt den Namen "Das Golgatha der Christen im Irak" und darunter steht ein Editorial von Etienne de Montety mit dem Titel: "Ruhe. Wir verfolgen!", das sich in harten Worten mit dem Schweigen der Welt auseinandersetzt.
Es beginnt so: "Der Islamische Staat hat den Christen von Mossul den Krieg erklärt. Sie werden aufgefordert, das Kalifat zu verlassen oder sich der Ungläubigensteuer zu unterwerfen und Ziel öffentlicher Racheakte zu werden. Durch das "Nun" für Nazarener an ihren Häusern, als Jünger Christi zu Bürgern zweiter Klasse erklärt, die nur die Wahl haben, zu konvertieren oder durch das Schwert umzukommen" und endet mit der Frage, die genau so auch für uns gilt "Was muss passieren, damit die Welt Kenntnis nimmt? Müssen die Sommerferien zu ende sein, die Tour de France?....."

Wie eine Anklage liest sich die Überschrift eines weiteren Beitrages im Figaro:
"Warum soviel Gleichgültigkeit?"     klicken

Ein weiterer Beitrag trägt die Überschrift
: "Die Verfolgung der Christen.....Verbrechen gegen die Menschlichkeit"   klicken
"...En Irak, les actes commis par l'Etat islamique peuvent être considérés comme un «crime contre l'humanité». Ce sont les termes employés dimanche par le secrétaire général de l'ONU Ban Ki-Moon, qui a «condamné de la manière le plus ferme possible la persécution systématique des minorités en Irak par l'Etat islamique (EI) et les groupes armés qui lui sont liés»."
"Die Taten die im Irak vom Islamischen Staat ( gemeint ist sie ISIS) begangen werden, müssen als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" gewertet werden", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. der die systematische Verfolgung der Minderheiten durch die ISIS und die mit ihnen verbündeten bewaffneten Gruppen auf das Schärfste verurteilte."

Und der Artikel fragt : "Warum schaltet sich die UNO nicht ein?" 
Außer den Christen (vor der Einverleibung in das neue Kalifat lebten in Mossul 35.000 Christen, jetzt ist die Stadt christenfrei , was irgendwie stark an ein Vorbild aus unserer jüngeren Geschichte erinnert) werden von den islamischen Missionierern der ISIS auch Schiiten, Turkmenen und andere verfolgt, verschleppt, getötet.

Dienstag, 22. Juli 2014

Mitmachen!

Wenn wir unseren Brüdern und Schwestern im Glauben, die in den urchristlichen Ländern Syrien und Irak von den barbarischen Fanatikerhorden der ISIS mit einem grausamen Tod ( genauer gesagt der rituellen Schächtung) bedroht sind, falls sie nicht freiwillig zur Religion des Friedens konvertieren & Kopfsteuer bezahlen, schon nicht helfen können, sollten wir der nur mäßig interessierten Öffentlichkeit wenigstens zeigen, daß die so Bedrohten nicht die einzigen Nazarener auf der Welt sind. Wir sind mehr als eine Milliarde, wenn man nur die Katholiken zählt- und wir werden sehr genau hinsehen-und hören, was die Imame, Muftis u.ä. zum Christenmassaker im Namen Allahs sagen und was sie tun, um ihren christlichen Landsleuten zu helfen..

Mitmachen!   Das  NUN- muß auf die blogs, die Websites, auf die Titelseiten der Kirchenblätter

der blog rorate caeli hat diesen Aufruf auf eine Inititative der FSPP veröffentlicht    klicken

DRINGEND:  WIR BITTEN ALLE KATHOLIKEN,  SICH AM FREITAG DEN 1. AUGUST ZU EINEM TAG DES GEBETS, DER ANBETUNG, UND DER SOLIDARITÄT FÜR DIE VERFOLGTEN CHRISTEN IM IRAK  IN SYRIEN UND IM MITTLEREN OSTEN MIT UNS ZU VEREINIGEN!


                                                      Freitag, 1. August 2014

 Aus dem Aufruf der Petrusbruderschaft

"The Priestly Fraternity of St. Peter asks all of its apostolates around the world to dedicate Friday, August 1 to a day of prayer and penance for the Christians who are suffering terrible persecution in Iraq, Syria and elsewhere in the Middle East.

August 1 is the First Friday of the month and the Feast of St. Peter in Chains, which is celebrated as a Third Class Feast in FSSP houses and apostolates. It is the feast in which we read of the great power of the persevering prayer of members of the Church: “Peter therefore was kept in Prison. But prayer was made without ceasing by the Church unto God for him.” (Acts 12:5) ....."

Angriff ist die beste Verteidigung, oder? Bischof N. Galantino ist verstimmt.


Wir erinnern uns, es war der Sekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Nunzio Galantino, der sich mit der Bemerkung, er könne sich nicht mit den "ausdruckslosen Gesichtern der Rosenkranzbeter vor den Abtreibungskliniken identifizieren" internationale mediale Aufmerksamkeit und zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Allerdings brachte ihm sein Bekenntnis auch reichlich negative Kommentare in den Medien, bei Facebook und in den Internet-foren ein.
Wie nun reagierte unser Bischof darauf, der von Marco Tosatti zu den päpstlichen Bauchrednern gerechent wird? Hat er den von ihm so Verunglimpften sein Bedauern ausgesprochen, sich entschuldigt?
Nein, natürlich nicht. Er ist zum Angriff übergegangen, stilisiert sich selbst als Opfer, greift wieder die Rosenkranzbeter an und beschuldigt im Übrigen die Presse an allem Schuld zu sein.
Bei rorate caeli lesen wir u.a. dazu, hier im Original:         klicken

"...Jetzt, in dem was man eine Übung "in intellektueller Schamlosigkeitsakrobatik" nennen könnte, sagt er, daß er nicht sagte, was er sagte. Er beleidigte Millionen gläubiger Katholiken und nun behauptet er, daß er es war, der beleidigt wurde."

Dann folgt die lesenswerte Antwort Tosattis auf die bischöfliche Klage mit dem Titel:
                                         "Galantino: Flecken und Löcher"
"Das alte Spiel "es ist immer die Schuld der Journalisten" funktioniert manchmal nicht. Und manche Therapien sind schlimmer als die Krankheit"


Und von dieser tschechischen Website klicken stammt diese schöne Fotomontage, die

                         bp

die nicht ausdruckslosen Gesichter der militanten  Abtreibungsbefürworter und des Bischofs  zeigt.

Quelle: roratecaeli.blogspot. und MarcoTosatti, www,st,joseph.sz

Fundstück: Das (vorerst) letzte Wort zu einem Interview,

überlassen wir Father Finigan.  Wie er die Sache sieht,  kann man hier lesen :    klicken

Quelle:the-hermeneutic-of-continuity blogspot.de

Christus vincit


                                                   Auch wir sind

                     In hoc signo vinces

Wir beten für die Christen im Irak und in Syrien, die sich der akuten Gefahr eines Genozids gegenüber sehen und deren Häuser von den Kämpfern der Religion des Friedens mit dem Buchstaben Nun gekennzeichnet werden, Kämpfer für ein neues Kalifat, die sich als gelehrige Schüler der Völkermörder des 3. Reiches erweisen, von denen sie gelernt haben, daß man seine Opfer schneller töten kann, wenn man ihre Häuser und Wohnungen markiert. Auch wir sind Nazarener.

Montag, 21. Juli 2014

Zur kommenden Synode: Beunruhigendes und eine fundierte theologische Bewertung des Kasper-Theorems. Ein Fundstück


Auf dem blog rorate caeli lesen wir, daß  "wie aus einer zuverlässigen Quelle zu erfahren war, "ein deutscher Bischof* sehr besorgt ist im Hinblick auf die kommende Synode, weil  auf Betreiben der Unterstützer Kardinal Kaspers und seiner These, der Einfluss Kardinal Müllers, des Präfekten der Glaubenskongregation, erfolgreich habe eingeschränkt werden können."
Hier geht´s zum Original :     klicken

In der Zwischenzeit veröffentlichte die Zeitschrift Nova et Vetera die Antwort acht amerikanischer Theologen auf die Vorschläge Kaspers. 7 von ihnen Dominikaner, die meisten Professoren an theologischen Fakultäten päpstlicher Universitäten, die- verständlicherweise- die von Kardinal Kasper vorgeschlagenen Neuerungen zurückweisen und Punkt für Punkt zeigen, wie sie der jahrhundertealten Tradition der Kirche widersprechen.

Hier geht´s zur deutschen Fassung ihrer Bewertung mit dem Titel :"Neue Vorschläge für die pastorale Sorge bezüglich der Geschiedenen und Wiederverheirateten: Eine theologische Bewertung"        klicken

Quelle roratecaeli.blogspot./ Nova et Vetera
* leider ist es uns nicht gelungen, den Namen dieses Bischofs in Erfahrung zu bringen.

Der Krieg im Nahen Osten und das Friedensgebet

Nur wenige Tage nach dem interreligiösen Friedensgebet in den Vaticanischen Gärten brach im Hl. Land ein neuer Krieg aus, der von beiden Seiten in aller Härte geführt wird.
Nun fragt sich so mancher Gläubige, was das von Anbeginn -auch wegen des Imams, der unangekündigt eine Koran-Sure mit der Bitte um den Sieg über die Ungläubigen betete, - umstrittene Gebet gebracht habe.
In einem Interview mit der katalanischen Zeitung "LaVanguardia"  hatte Papst Franziskus seinen einsam und spontan gefaßten Plan zu diesem Gebet, gegen den es - wie man hört-  aus dem Staatssekretariat massive Bedenken gab, noch so gepriesen:  im Vatican hätten 99% Bedenken dagegen gehabt, aber das beharrliche 1% habe sich durchgesetzt.
Wer dieses 1 % war, kann sich jeder leicht selber ausrechnen.

Der spanische Kirchenhistoriker  Francisco de la Cigoña, hat in seinem blog in La Gaceta kritisch dazu Stellung genommen. Hier geht´s zum Originaltext:     klicken

Am 19.Juli veröffentlichte er seine Stellungnahmen unter dem Titel "Der Papst und das Heilige Land"
Er verstehe, den Wunsch des Papstes Frieden ins Heilige Land zu bringen, das gehöre zu seinem Amt.
Der Papst solle eine Rolle aber nicht übertreiben.
Diese sei weit von der Supermans entfernt - wie de la Cigoña wörtlich schreibt.
Das Gebetstreffen sei gut inszeniert gewesen, es habe bei manchen den Eindruck erwecken können, daß etwas Wichtiges geschehe und der Papst eine wichtige Rolle in der internationalen Diplomatie spiele. 
Aber nach knapp 24 Stunden sei alles zusammengebrochen.

"Gesegnet sei der Papst für seine Friedensbemühungen. Und für sein Gebet." -fährt de la Cigoña fort. - "nur seien Erstere sehr entbehrlich gewesen. "Und das Gebet?" "Das wisse Gott allein."
De la Cigoña  schreibt, er denke, "daß diese Erfahrung dem Papst klar gemacht habe, daß er in der Weltpolitik nicht relevant sei" und das sei gut so.....und daß "Grußbotschaften zum Ramadan gar nichts bringen".
Im nachhinein wirke die groß inszenierte Umarmung vor der Klagemauer angesichts der Kämpfe und der Toten nur noch grotesk.
Und er beendet seinen pessimistischen Text mit dem Satz:
Komplizierte Dinge werden nicht dadurch gelöst, daß man einen Tango singt, so sentimental dieser auch klingen mag. Der Freund eines Rabbis zu sein, bringt noch nichts in Ordnung. Es kann aber durcheinander bringen."

Quelle: http://www.gaceta.es/cigona/papa-tierra-santa-19072014-1220

 


Achse des Guten über den merkwürdigen Schulterschluß von Hamas, Linken und Rechten

Achse des Guten berichtet von einer Demo gegen Israel, und stellt fest:

Dabei entstehen verstörende Bilder: Linke Aktivisten lassen bei anti-israelischen Demonstrationen ihren Ressentiments Seite an Seite mit Hamas-Unterstützern und Neonazis freien Lauf. In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen gegen jüdische Einrichtungen 

um dann die Ausschreitung genauer zu beschreiben, es ereignete sich nämlich in Berlin, und wir lesen über den Ort folgendes: 

Erst am Mittwoch zog wieder ein solcher Mob mit lautem Geschrei und Morddrohungen gegen Juden durch Berlin-Mitte, nahe der Neuen Synagoge. Genau dort also, wo vor einigen Jahrzehnten SA-Leute mit ähnlichen Parolen aufmarschierten.
um dann festzustellen, dass sich Geschichte  nie 1:1 wiederholt, weil die Parole sich geringfügig geändert hat, und zu schließen mit
Vielen selbsternannten Pazifisten in Deutschland fällt dazu wenig bis gar nichts ein – und einige mischen sogar noch kräftig mit. Das kann man wohl nur als moralische Bankrotterklärung werten. 

Man lese den kompletten Beitrag   hier
und lese hier den Bericht über ausufernde Demonstrationen die "Juden ins Gas" forderten.

Sonntag, 20. Juli 2014

Nomen est omen

Gefunden haben wir diese lesenswerte Zusammenstellung bei cooperatoresveritatis  hier geht´s zum Original klicken - Dank dafür!-und haben sie für uns und unsere Leser übersetzt.
Heute also die erste von 16 Folgen

"Nomen omen- kurze Geschichte der 16 Päpste mit dem Namen Benedikt"
"Das Jahr der zwei Päpste, sogar drei, Johannes XII, Leo VIII und Benedikt V - das gibt es also nicht nur heute- damals war es noch schlimmer.
Die Wahl eines Laien auf den Stuhl Petri.....
Und dann noch das : energisch, resolut, schmerzloser und tapferer Krieger, Mann des Glaubens:  so wurde Benedikt VIII beschrieben, der das Volk Italiens vereinigen konnte, um sich der islamischen Invasion entgegen zu  stellen.
Es tröstet, daß der Herr, der die Zügel der individuellen und kollektiven Geschichte den Händen der Menschen überläßt, am Ende und immer dafür sorgt, dass sein Projekt fortgeführt wird, während die Pläne der Menschen, wenn sie nicht mit denen des Höchsten übereinstimmen, immer enden und untergehen, auch wenn  sie oft eine Spur von Leichen und Leiden hinter sich zurück lassen,.

Ruhig! Wir haben nicht die Absicht, Sie mit langweiligen Biographien anzuöden.
Das, was wir Ihnen anbieten wollen, ist ein an Anekdoten reicher Spagat, um Ihnen zu helfen, die Rolle des Vikars Christi zu lieben. Sehen Sie hier:
Und die Idee ist ernsthaft betrachtet nicht von uns:
"Eine kurze Aufzählung der Päpste, die den Namen Benedikt tragen, muß einige Kriterien erfüllen. Diese Chronologie erscheint die objektivste zu sein: wenn auch kurz so ist sie doch faszinierend, weil sie in die Geschichte der Kirche einführt, die ein Beispiel für die Geschichte ist. Und in der Tat, wegen des Versprechens des Herrn selbst,  ist es für uns faszinierend und sehr lehrreich, dem Was und Wie ihrer Werke zu folgen."
Wir wollen die Argumente vertiefen und sie mit wichtigen Episoden anreichern.

Beginnen wir sogleich mit dem ersten Papst, der den Namen Benedikt trug (575-579)


Der offene Brief von Kardinal Brandmüller (an seinen Nachhilfeschüler Scalfari) II

Fortsetzung

 ..."Berühmt ist beispielsweise die scharfe Auseinandersetzung, die sich im 11. JH zur Zeit der sogenannten gregorianischen Reform zutrug, als es in diesen schwierigen Zeiten zu einer Spaltung kam, die besonders in Deutschland und Frankreich so groß war, daß in Deutschland Prälaten den Passauer Bischof Altmann aus seiner Diözese verjagten. In Frankreich wurden die päpstlichen Gesandten, die mit der Überwachung und Durchsetzung der Disziplin des Zölibats beauftragt waren, mit dem Tode bedroht. Bei einer Synode in Paris wurde der später heiliggesprochene Abt Walter von Pontoise von den Bischöfen, die gegen den Zölibat waren, geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Trotzdem war die Reform erfolgreich und es gab einen neuen religiösen Frühling.

.Es ist interessant zu sehen, daß die Bekämpfung des Zölibats immer mit Zeichen des Zerfalls in der Kirche einherging, während in Zeiten eines erneuerten Glaubens und kultureller Blüte der Zölibat gestärkt wurde.
Und es sicher nicht schwer, aus diesen Beobachtungen heraus, eine historische Parallele zur aktuellen Krise zu ziehen.

Die Probleme der Ostkirche

Zwei Fragen, die oft gestellt werden, bleiben unbeantwortet. Da ist die eine, die die Praxis des Zölibats in der Katholischen Kirche zu Zeiten des byzantinischen Kaisers betrifft und die des Östlichen Ritus, die die Ehe für Bischöfe und Mönche verbietet, sie aber für Priester und Diakone erlaubt-unter der Voraussetzung, daß sie vor dem Empfang des Sakramentes verheiratet waren.
Indem sie genau diese Praxis als Beispiel anführen, fragen manche, ob man sie nicht auch für die Lateinische Kirche übernehmen könne.

Dabei muß man betonen, daß es zuerst die Ostkirche war, die die Praxis des abstinenten Zölibats als bindend vorschrieb. Und erst während des Konzils von 691, dem Trullanischen, als die religiöse und kulturelle Dekadenz des Byzantinischen Kaiserreiches evident war, wurde der Bruch mit der apostolischen Überlieferung vollzogen. Diess Konzil wurde maßgeblich vom Kaiser beeinflußt, der eine neue Gesetzgebung wollte, die Ordnung in die Beziehungen brachte, und das von den Päpsten nie anerkannt wurde.
Es war genau zu dieser Zeit, daß die Ostkirche diese Praxis übernahm.
Als später, im 16. und 17. JH  und später, verschieden orthodoxe Kirchen zur Kirche des Westens zurück kehrten, stellte sich in Rom das Problem, wie man mit dem verheirateten Klerus dieser Kirche umgehen solle.
Die verschiedenen Päpste entschieden zum Guten und zur Einheit der Kirche, keine Änderungen ihres Lebensstiles von den Priestern zu verlangen, die zur Mutter Kirche zurückgekehrt waren.

Die Ausnahme in unserer Zeit

Es gibt ähnliche Motivationen hinter der Gewährung eines päpstlichen Dispenses vom Zölibat- beginnend mit Pius XII für die protestantischen Pastoren, die zur Katholischen Kirche konvertierten und geweihte Priester werden wollten. Diese Regel wurde kürzlich von Benedikt XVI auf die vielen anglikanischen Prälaten angewandt, die sich in Übereinstimmung mit der Apostolischen Konstitution Anglicanorum Coetibus mit der Katholischen Mutterkirche vereinen wollten. Mit diesem außerordentlichen Entgegenkommen anerkennt die Kirche die lange, manchmal sehr schmerzhafte Reise dieser Männer des Glaubens an, die durch die Konversion ihr Ziel erreichten.

Theorie und Praxis, aus ernstem Anlass

auf Twitter gibt es beunruhigende Nachrichten, die die Serie beunruhigender Nachrichten, die uns seit Monaten  aus Ägypten, Syrien und Israel erreichen, nur fortsetzen.

Nachdem vor einigen Tagen die Meldung, von der Kopfsteuer die Christen zahlen müssten, herumging , es dann hieß die Christen stünden vor der Alternative Flucht oder Tod,
so ist die "Religion des Friedens" (ist ironisch gemeint) nun  zur Tat geschritten, wie man hier sieht

und hier ein Tweet , der auf eine französische Quelle verweist:



fast wie Hohn kommt einem dann folgende Passage aus Evangelii Gaudium vor:

Samstag, 19. Juli 2014

Sandro Magister: "Der Papst spricht, Scalfari überträgt es und Brandmüller weist es zurück."

So überschreibt Sandro Magister das Tohuwabohu um das Papst(Nicht) Interview, dessen Inhalt E.Scalfari nach eigenem Gutdünken wiedergegeben hat.
Hier geht´s zum Originaltext aus L´ Espresso    klicken

Und Kardinal Brandmüller schrieb einen offenen Brief an E.Scalfari
Als Kirchenhistoriker weist der deutsche Kardinal die These, nach der der Zölibat eine Erfindung des 10. Jahrhunderts sei zurück. Nein-widerspricht er- er hat seinen Ursprung bei Jesus und den Aposteln. Und er erklärt in einem offenen Brief warum.

"Wir Priester, Zölibatäre wie Christus"
von Walter Brandmüller

Sehr geehrter Dottore Scalfari,

auch wenn ich nicht das Privileg habe, Sie persönlich zu kennen, möchte ich mich Ihrer Äußerung über den Zölibat zuwenden, die in der Wiedergabe ihrer Unterhaltung mit  Papst Franziskus am 13. Juli 2014 veröffentlicht und deren Authentizität unmittelbar danach vom Direktor der Sala Stampa dementiert wurde, weil ich Ihnen als "alter Professor", der 30 Jahre an der Universität Kirchengeschichte lehrte, den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema nahe bringen möchte.

Besonders und hauptsächlich muß unterstrichen werden, daß der Zölibat keineswegs 900 Jahre nach dem Tod  Christi erfunden wurde. Es sind vielmehr die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas, die uns die entscheidenden Worte vor Augen führen.
Matthäus schreibt (19,29) "Wer in meinem Namen Haus, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder und Felder verläßt, der wird 100 mal mehr erhalten und das Ewige Leben." 

Sehr ähnlich schreibt auch Markus (10,20) "Wahrlich ich sage euch, wenn einer nicht Haus oder Brüder und Schwestern, oder Vater und Mutter oder Kinder und Felder um meinetwillen verlassen hat, wird er nicht das 100 fache bekommen,"

Noch präziser ist Lukas (18,29f.) "Wahrlich ich sage euch: wer um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Geschwister, Eltern oder Kinder verlassen hat, wird schon jetzt dafür viel mehr erhalten und in der künftigen Welt das ewige Leben"
Jesus richtet diese Worte nicht an die breite Masse, wohl aber an die, die er beauftragt, das Evangelium und die Ankündigung des Reiches Gottes zu verbreiten. um dieser Mission gewachsen zu sein, ist es nötig, sich von allen irdischen Bindungen zu lösen. Es ist ersichtlich, daß diese Trennung den Verlust dessen bedeutet, was aufgezählt wurde, Jesus verspricht eine mehr als angemessene "Entschädigung".

An diesem Punkt wird behauptet, daß das "alles verlassen" sich nur auf die Dauer der Verkündigung seines Evangeliums beziehe und daß die Jünger danach zu ihren Familien zurückkehren könnten. Aber davon gibt es keinerlei Spuren im Text der Evangelien, vom Ewigen Leben ausgehend, spricht er hingegen von etwas Endgültigem.     
Heute wissen wir, daß die Evangelien in den Jahren zwischen 40 und 70 n..Chr. geschrieben wurden, ihre Autoren hätten sich in ein schlechtes Licht gesetzt, wenn sie Jesus Worte zugeschrieben hätten, mit denen ihre Lebensführung dann nicht übereinstimmte, Jesus verlangte, daß die, die an seiner Mission teilnahmen, auch seinen Lebensstil teilten.