Freitag, 20. Oktober 2017

M.Tosatti fragt: Droht den polnischen Bischöfen wg. "Amoris Laetitia" ein Pogrom?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die aktuelle Gemengelage zwischen den Polnischen Bischöfen, Amoris Laetitia, dem nicht so sanftmütigen Papst, und der Atmosphäre im Vatican.
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"DIE POLNISCHE KIRCHE WEGEN AMORIS LAETITIA UNTER DRUCK. PAPST UND SANFTMUT; KAFKA UND DER VATICAN"

"Die polnische Kirche steht unter Druck. Nicht wegen der Lügen, die unsere Mainstream-Zeitungen über den Rosenkranz an den Grenzen erzählen usw., man weiß, daß die regierende Partei und ihr Amt für Religiöse Angelegenheiten- sprich CEI- maximal interessiert ist -und vielleicht nicht nur geistlich-  am Problem Immigration-Invasion interessiert ist.
Und das sind Zeitungen, die für eine gewissen Input empfänglich sind.
Nein, die polnische Kirche bezahlt noch einmal- wie es in ihrer Geschichte auf dramatische und blutige Weise schon früher geschah- für ihre Treue zum Lehramt der Kirche. Dem Lehramt aller Zeiten.

In den vergangenen Tagen ist in La Nuova Bussola Quotidiana ein Artikel zur Approbierung der Leitlinien der Polnischen Bischofskonferenz (KEP) zum Thema Familie und wiederverheiratete Geschiedene erschienen. Die wurden von Nationalen Zentrum für die Familienpastoral der KEP vorbereitet und sind deshalb kein Dokument, das vom Mars gekommen ist.

An dieses Schreiben ist eine Notiz angefügt, über einen Schritt des Nuntius in Warschau, Erzbischof Salvatore Pennacchio bei der KEP, der die Veröffentlichung des Textes verhindern sollte.
Des Textes, der die Lehre der Kirche aller Zeiten bekräftigt, die auf den Worten Jesu im Evangelium basiert, daß es keine aktives Eheleben mit sexueller Beziehung für einen Menschen geben kann, dessen erste Ehe noch gültig ist. Es gibt keine "katholische Scheidung".

Tatsächlich hat die KEP es noch nicht ratifiziert. Aber der Text ist veröffentlicht worden. Und das hat- wie es aussieht- einen der nicht unbekannten und nicht unüblichen Wutanfälle des regierenden Pontifex ausgelöst.
Es gibt keine offizielle Nachricht, aber die Indiskretionen die es hierzu gab stammen aus einer optimalen (lokalen) Quelle. Der Nuntius hat sich- sagen wir es so- für die Frage interessiert und soll in einer Unterredung mit dem polnischen Primas, zu der er ihn in die Nuntiatur bestellte, das "Quos ego...."des Papstes angedeutet haben.


Die Correctio Filialis und ihre Folgen

Anläßlich der Entlassung eines Unterzeichners der "Correctio filialis" schaut Steve Skojec bei OnePeterFive etwas genauer hin.
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"DIE VERFOLGUNG DER RECHTGLÄUBIGKEIT GEHT WEITER"

"Wir finden es auch hart" sagt Amoris Laetitia (37) "den Gewissen der Gläubigen Platz einzuräumen, die oft so gut sie können -innerhalb ihrer Grenzen-auf das Evangelium antworten und in komplexen Situationen ihre Unterscheidung treffen können."

Es ist in der Tat seltsam- daß unter endlosen kirchlichen Diskussionen  über "Barmherzigkeit" "Dialog" und dem Beharren darauf, daß wir kritische moralische Entscheidungen treffen können und sollten, jetzt die Einschränkungen der akademischen Freiheit zunehmend gegenüber derartigen Äußerungen des Gewissens immer größer werden.
Soll heißen, Restriktionen, die bei gut ausgebildeten, orthodoxewn Gelehrten angewandt werden, die- durch ihr Gewissen angetrieben- ihre Stimme gegen thologische Entwicklungen in der Kirche erheben, die sie beunruhigend finden.

Als der geschätzte Österreichische Philosoph Josef Seifert einen Artikel schrieb, in dem er die schädlichen logischen Konsequenzen für die Morallehre der Kirche zur Diskussion stellle, die -wie er glaubte- eine Folge von Amoris Laetitia sein würden, war die Antwort, die er von seinem Erzbischof Don Javier Martínez bekam, prompt und unbarmherzig.
Er wurde zum sofortigen Rücktritt vom Dietrich-von-Hildebrandt-Lehrstuhl bei der Internationalen Akademie für Philosophie in Granada, einem Posten, der für ihn  geschaffen worden war, gezwungen- ohne auch nur soviel wie ein persönliches Gespräch über diese Entscheidung.
In einem Artikel in First Things mit dem Titel: "Die Verfolgung der Orthodoxie"  berichtete Seifert, daß diese Disziplinierungs-Aktion ihm nie direkt mitgeteilt wurde sondern durch einige Hinweise in e-mails und Telefongesprächen und durch eine Gehaltsabrechnung."
Die Gehaltsabrechnung -sagte Seifert- war am selben Tag datiert wie die Pressemitteilung an die Welt.
"Wegen der ungeheuren Traurigkeit der Diözese" über seinen Artikel und beschuldigt -ohne jede Rechtfertigung- daß er die "Einheit der Katholischen Kirche geschädigt habe", "den Glauben der Gläubigen verwirrt" und schließlich "die Autorität des Papstes unterminiert" und "der Welt mehr gedient habe als der Kirche habe."

War es das, was in Amoris Laetitia (60) gemeint war, als der Papst vom "Blick Jesu" sprach und "wie Er auf die Frauen und Männer blickte, denen er [sic] mit Liebe und Zärtlichkeit begegnete, und ihre Schritte in Wahrheit, Geduld und Barmherzigkeit begleitetete, als er [sic] die Gebote des Königreiches Gottes verkündete."?

Es scheint nicht so.

Bischof Athanasius Schneider -sagte in einem Interview mit Dr. Maike Hickson für OnePeterFive- daß "die Strafmaßnahmen gegen Professor Seifert durch einen kirchlichen Amtsträger nicht nur ungerecht ist, sondern letztendlich eine Flucht vor der Wahrheit bedeutet."
Schneider war nicht allein mit seiner Kritik.
In kurzer Zeit häuften sich Statements von Katholischen Gelehrten, die diesen Schritt bemängelten.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Tweet des Tages

 Die Ratzinger-Brüder & Msgr. Xuereb. Auf dem Tisch u.a etwas, das aussieht wie Linzer Torte.....

Zitat des Tages

Anläßlich der "Laudatio" pro papa und gegen die correctio filialis sollte noch einmal an diesen Kommentar von Kardinal Gerhard Müller erinnert werden:

"Die Opponenten von damals haben sich inzwischen zu schwärmerischen Papstanhängern gemausert.“

Wer hätte das von den Herren Zulehner, Lobinger, Lindtner et al gedacht! Und selbst Exkommunizierte  wie Martha Heizer durften unterschreiben.....

Roberto De Mattei nimmt die Unterzeichner der Bergoglio-Laudatio bwz. der Anti-Correctio unter die Lupe

Roberto De Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana, die als Antwort auf die Correctio Filialis gedachte Laudatio einer Gruppe u.a.von vorwiegend deutschsprachigen Theologen.
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"DIE CORRECTIO FILIALIS UND DIE LAUDATIO FÜR PAPST FRANZISKUS"
"Drei Wochen nach der Correctio filialis ist die erste organisierte Antwort erschienen: eine "Laudatio" die im internet veröffentlicht wurde, unterschrieben von einer Gruppe von Priestern und Intellektuellen- überwiegend aus der österreichisch-deutschen Sphäre.
Wer sind die Unterzeichner der Laudatio?

Einer von ihnen, der Deutsche Msgr. Fritz Lobinger, Bischof emeritus von Aliwal (Südafrika) ist der "Vater" des Ausdrucks "Gemeindepriester"den er im Buch "Teams of Elders. Moving beyond Viri probati" (2007) vorgestellt hat, in dem er sich die Einführung zweier Typen von Priestern wünscht, Diözesanpriester und Gemeindepriester, die ersten zölibatär, in Vollzeit, die zweiten verheiratet, mit Familie und zur Verfügung der Gemeinde, in der sie leben und arbeiten.

Ein anderer Unterzeichner ist Pater Paul Zulehner, Schüler Karl Rahners, ebenfalls bekannt für seine phantasievolle "Pastorale Futurologie", 1990. 2011 unterstützte er den "Appell zun Ungehorsam", den 329 östereichische Priester zugunsten der Ehe für Priester, die Frauenordination, des Rechtes für Protestanten und wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion n zu empfangen und für das Recht der Laien zu predigen und die Pfarreien zu leiten- lanziert hatten.

Martin Lintner, Angehöriger des Servitenordens aus Bozen, ist Professor in Brixen und Präsident von "Insect" (International network of societys for Catholic Theology) Er ist wegen seines Buches "Die Wiederentdeckung des Eros. Kirche, Sexualität und menschliche Beziehungen"(2015) in dem er offen für HS und außereheliche Beziehungen plädiert und für seine enthusiastische Aufnahme von "Amoris Laetitia" bekannt, das seiner Meinung nach ein "Punkt ohne Wiederkehr" in der Kirche ist.
Effektiv können wir nicht mehr behaupten, daß es heute einen kategorischen Ausschluß von den Sakramenten der Eucharistie und der Versöhnung gibt, für jene, die in einer neuen Beziehung leben und sich nicht sexueller beziehungen enthalten. Dazu gibt es- vom Text von AL selbst ausgehend- keinerlei Zweifel."

Es ist klar, daß in diesem Stadium die tiefe Spaltung quer durch die Kirche nicht zwischen den Kritikern und den Fans von Papst Franziskus verläuft.
Die Bruchlinie trennt die, die dem unwandelbaren Lehramt der Päpste und denen, die sie sich an Papst Bergoglio wenden, um dem Traum einer neuen Kirche nachzujagen-die sich von derjenigen, die von unserem Herrn Jesus Christus gegründet wurde, unterscheidet.

Man muß kein Historiker sein, um zu verstehen, daß wir eine nie gekannte Seite im bisherigen Leben der Kirche leben. Wir befinden uns nicht am Ende der Welt sondern in unserer Epoche und wir können die Worte unseres Herrn verwenden, der- als er von seiner Rückkehr am Ende der Zeiten sprach- traurig sagte: "Werde ich, wenn ich wiederkomme, noch Glauben auf der Erde vorfinden?"(Lk 18,8)


Fundstück

gefunden auf dem Löwenblog von marco gallina:   klicken

Unter dem Titel "Das Kreuz mit dem islamischen Feiertag" kommentiert der Autor diesen merkwürdigen Wunsch und klärt die scheinbar unwissende Medienwelt über das ZdK auf:

"Kurz: es handelt sich hier um eine „progressive“ katholische Vereinigung* mit Netzwerken in Politik und Medien, der man eine völlige Neutralität kaum attestieren kann. Es handelt sich demnach um eine bestimmte katholische Laienvereinigung, aber nicht die katholische Laienvereinigung Deutschlands. Dass das ZdK auf einer Höhe mit dem Zeitgeist in Medien und Politik ist, mag daher kaum verwundert."

*"Wobei man sich berechtigterweise fragen kann, ob der Katholizismus nicht seinem Wesen nach bereits konservativ ist, und ihm im Grunde alles Progressive fremd. Etwas „Neues“ kann es dort per se nicht geben."

Quelle:  http://www.marcogallina.de/2017/10/17/das-kreuz-mit-dem-islamischen-feiertag/

Sandro Magister über die "Verborgenen Christen" Japans, Fortsetzung...

Fortsetzung 

2.  Die "Prophetie des Katechisten Bastian"
Es gibt eine mündliche Tradition mit dem Titel "Prophetie des Katechisten Bastian" und diese Tradition hat den Christlichen Gemeinden Hoffnung auf eine künftige Wiedergeburt gegeben.

Bastian war ein Katechist. Man sagt, er habe einem gewissen Joao als Jünger gedient. 1657 wurde er von Agenten des Nagasaki-Gerichtshofes gefangen genommen und nach 3 Jahren und 3 Monaten Haft enthauptet.

Bei dieser Gelegenheit soll er-wie man glaubt- eine Prophezeiung hinterlassen haben. Der wichtigste Teil dieser Prophezeiung war Folgender: "Nachdem sieben Generationen vergangen sein werden, wird ein schwarzes Schiff kommen,auf dem einige Beichztväter sein werden. Die Menschen werden dann beichten können, sogar wöchentlich."

Die Tatsache, daß Bastian prophezeite, daß die "Beichtväter" zurückkehren würden, ist ein Thema von kritischem Wert.

Diese Verborgenen Christen waren Menschen, die von dem Gedanken besessen waren, die Autorität zu besitzen, Sünden vergeben zu können.

Mit anderen Worten für diese Verborgenen Christen war es absolut entscheidend, daß jene Menschen, die in der Zukunft nach Japan zurückkehren würden, Katholische Geistliche oder Kirchenmitarbeietr sein müßten.

Um sich zu versichern, daß diese Beichtväter, die zurückkamen, wirklich Priester waren, sagte Bastian den Mitgliedern der Christlichen Gemeinde sie sollten ihnen 3 Fragen stellen und sehen. ob sie die beantworten konnten.
Das waren folgende Fragen:

Die erste Frage war: "Lebst du allein?"
Die zweite Frage war: "Wie ist der Name deines Führers in Rom?"
Die dritte Frage war: "Verehrst du die Hl. Jungfrau Maria?"

Bei der Gelegenheit, bei der die Verborgenen Christen erstmals entdeckt wurden, war die Frage, die sie Pater Petitjean stellten: "Wo ist die Statue der Hl. Maria?"
Diese Frage ist jetzt praktisch zu einer Legende geworden und Dank der mündlichen Weitergabe der Prophetie des Katechisten Bastian können wir ihre Meinung verstehen.

Zuerst betraten die Verborgenen Christen von Urakami in Nagasaki eine Protestantische Kirche. Als sie das taten und die Ehefrau des Pastors sie empfing und ihnen Englischen Tee anbot, verließen sie den Ort sofort.
3. Die Rolle der "Konchirisanoriyaku" und der "Orasho"
Das Konzul von Trient, das 1563 endete, erklärte daß Gläubige mindestens einmal jährlich das Sakrament der Buße empfangen sollten, also beichten, weil im Stand der Todsünde zu sterben bedeutete, das der Mensch in die Hölle gehen würde.
Besonders bettlägerige Menschen, an der Schwelle des Todes hatten große Angst ohne Vergebung ihrer Sünden zu sterben.
Als Antwort auf diese Krise, der sich die Christlichen Gläubigen gegenüber sahen, begannen die jesuitischen Missionare über Maßnahmen nachzudenken, ihre Sorgen durch eine breite Interpretation der Worte des Konzils von Trient zu lindern, insbesondere des "Wiederversöhnung zwischen dem Einzelnen und Gott kann durch wahre Reue erlangt werden"

In Fällen wo Priester nicht erreichbar waren, erlaubten sie der Christlichen Gemeinschaft folgende Ausnahmeregelungen: Wenn der Sünder wahre Reue zeigt, das heißt, wenn er oder sie wirklich ihre Sünden wirklich bereuen, könne die aktuelle Beichte der Sünde auf die Zeit verschoben werden - bis ein Priester verfügbar sei.
Auf dieser Basis wurde ein Büchlein mit dem Titel "Konchirisanoriyaki" veröffentlicht und in Japa gedruckt. Das Wort "Konchirisan" entspricht dem, wie das portugiesische Wort "contricao" japanisch ausgesprochen werden würde. 

"Konchirisanoriyaku" beschreibt die kritische Bedeutung von "wahrer Reue" . Es stellt auch fest, daß wenn man lange Reisen antritt oder wenn wir uns in einer Kriegs- oder Konfliktsituation befinden und kein Priester zur Verfügung steht, sollten wir uns mit der Tatsache versöhnen, daß wir später beichten müssen.

Für solche Gelegenheiten stellten die christlichen Gemeinden ein Gebet zusammen, das als "Orasho" bekannt war und für  "Christliche Gläubige" wurden Arrangements getroffen, dieses Gebet täglich zu rezitieren.

Dieses Orasho-Gebet diente hauptsächlich dazu, die Mitglieder der Christlichen Gemeinden zu trösten, die wegen der Verfolgung unfähig waren, mit Katholischen Priestern in Kontakt zu treten.

Z.B. bei solchen Gelegenheiten, wenn offizielle Vertreter des Tokugawa-Regimes die Christen dazu zwangen, auf das "Fumie", also das Bild Christi, zu treten gab es gewisse Gläubige, die ohne alle Skrupel darauf traten. Dennoch rezitierten diese Gläubigen -nachdem sie in ihre Heimatorte wieder erreicht hatten, das "Orasho" wieder und wieder und versuchten so, sich an das anzupassen, was zu tun war. Sie taten das mit dem Bewußtsein  daß irgendwann in der Zukunft ein Priester erscheinen würde, dem sie ihre Sünden beichten konnten.

Diese Regel, die den Verborgenen Christen ermöglichte, zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, wenn es Priester geben würde, diente auch dazu, in ihren Herzen die feste Überzeugung zu verankern, daß die Kirche in irgendeiner Zukunft wiedergeboren werden würde. Das war eine Hoffnung, die in ihren Herzen entstand- Dank der Erinnerungen, die sie bzgl. der Sakramente so  sorgfältig bewahrt hatten.

Mit andere Worten- können wir vielleicht annehmen, daß es hauptsächlich den Erinnerungen, die sie  an die Sakramente bewahrt hatten, zu verdanken war, daß dieser Verborgenen Christen so lange als Glaubensgemeinschaft überleben konnten.

Man muß zugeben, daß diese gesamte Episode außerordentlich "Katholisch " ist, weil man sich fragen muß, ob ein solches Wunder wirklich passiert wäre. wenn es in Japan in der Christlichen Periode vor 400 Jahren Protestantische Kirchen gegeben hätte."

Quelle: Settimo Cielo, S.Magister


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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Tweets zum Tage

 Noch einige Fotos vom Treffen des Papa emeritus Benedikt XVI mit den Priestern der Diözese Lyon.

Und heute in den Vaticanischen Gärten.....


The Pope Emeritus, Today at 5 p.m. pic.twitter.com/cnTzrt9qv3
— Greg Burke (@GregBurkeRome) 18. Oktober 2017 ript async="" charset="utf-8" src="//platform.twitter.com/widgets.js">

Father Hunwicke spricht....

Father Hunwicke spricht heute bei liturgicalnotes über die Weigerung des Pontifex, den er nur noch PF nennt, auch auf die Correctio Filialis zu antworten- wie schon zuvor auf die Dubia.
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      "NEWMAN ZUR SUPENDIERUNG DER FUNKTIONEN DES LEHRAMTES"
"Während ich nur für mich selbst-als Individuum- spreche, muß ich sagen, daß ich mich sehr niedergeschlagen fühle durch die offensichtliche Entscheidung von PF, nicht auf die Correctio Filialis zu antworten, die ich ihm zusammen mit anderen im vergangenen August ins Domus Santa Marta geschickt habe.
Ich bewahre vollkommen mein Gefühl des ordnungsgemäßen Respekts, den ich dem Individuum schulde, das aktuell den Stuhl Petri innehat, aber in menschlichen und gefühlsmäßigen Worten: seine Meinung, daß ich und so viele andere es nicht wert sind, sich um sie zu kümmern, löst ein Gefühl von Verletzung und Schmerz aus.
Ich bin sicher, daß das alles einen Vorsehungs-Zweck hat und bete, daß ich fähig werde, die durch den Göttlichen Willen zugelassenen Demütigungen besser zu ertragen..

PF´s Entscheidung, den Petrinischen Auftrag, seine Brüder im Glauben zu stärken (sterizein) , nicht zu erfüllen, ist ein markantes  Ereignis, für das man nicht leicht eine Parallele findet.
Und eine Weigerung, auf formale Bitten zu antworten, kann in sich selbst kaum ein formaler Akt sein. Also habe ich mich- so sicher wie wir das im Ordinariat instinktiv tun- an unseren geliebten Glaubenspatron gewandt, den Seligen John Henry Newman, quo quis doctior quis sapientior? (wo gibt es einen Gelehrteren einen Weiseren?)

"...der Episkopat war seiner Aufgabe untreu...zu einer Zeit sagte der Papst und zu anderen Zeiten ein Patriarch, Metropolit oder großer Sitz, wieder zu anderen Zeiten ein allgemeines Konzil Dinge, die sie nicht hätten sagen sollen oder taten, was die offenbarte Wahrheit verdunkelte oder kompromittierte.... 
Ich sage, daß es ein zeitweiliges Aussetzen der Funktionen der Ecclesia docens gab.
Der Episkopat versagte im Bekennen des Glaubens. Sie sprachen unterschiedlich und einer gegen den anderen; nach Nicaea gab es 60 Jahre lang kein festes, unveränderliches, beständiges Zeugnis.... "

Ich erprobe in Gedanken (indem ich das tue, was wir "darüber schlafen" nennen oder "laut denken")  die Möglichkeit, daß PFs Entscheidung die Hilferufe, die ihm gesandt werden, zu ignorieren- sei es  die Eminenter Väter des Hl. Kollegiums oder Wenigkeiten wie mir-formal als Beginn einer Periode angesehen werden kann, in der die Funktionen des Päpstlichen Lehramtes "temporär suspendiert" sind.
In einer vacatio, die in dem Augenblick endet, wenn das selbe Petrinische Lehramt ebenso formal aus der dogmatischen Stille zur hörbaren Ausübung der ihm von der Katholischen Tradition und durch lehramtliche konziliare Definition zuerkannten Funktion zurückkehrt;  das heißt "andächtig die von den Aposteln empfangene Tradition zu bewahren und fortzusetzen", d.h. das depositum fidei.


Sandro Magister über die "Verborgenen Christen" Japans

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo
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"DIE "VERBORGENEN CHRISTEN" VON JAPAN. ZU UNBEQUEM FÜR DIESES PONTIFIKAT"

"Papst Franziskus hat wiederholt seine Bewunderung für die "Verborgenen Christen" Japans ausgedrückt. Die wunderbarerweise mit ihrem intakten Glauben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder auftauchten,  nach zweieinhalb Jahrhunderten grausamer Ausrottung des Christentums in ihrem Land.

Nur wenige kennen die wahre Geschichte dieses Wunders an der Schwelle des Unglaublichen.
Es wurde vergangenen Donnerstag, 12. Oktober, in einer faszinierenden Konferenz in der Aula Magna der Päsptlichen Gregoriana Universität vom japanischen Jesuiten Shinzo Kawmura, Professor für Kirchengeschichte an der Sophia-Universität in Tokio und Autor der aktuellsten Studie zu diese Thema rekonstruiert.

Der vollständige Text dieser Konferenz -die am 75. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und dem Hl. Stuhl stattfand- wird hier wiedergegeben:

"Papst Pius IX und Japan. Die Geschichte eines Orientalischen Wunders"  
Ein ausführlicher Ausschnitt daraus wird im Folgenden veröffentlicht.Wenn man das liest- was ein Muss ist- kann man daraus entnehmen, daß das, was die intakte Weitergabe des Katholischen Glaubens von Generation zu Generation dieser Christen ohne Priester, die vollkommen von der Welt abgeschnitten waren, ermöglichte, essentiell die mündliche Weitergabe war, die aus wenigen entscheidenden Wahrheiten bestand, über die Sakramente, zuerst die Beichte, gemäß dem, was das Konzil von Trient lehrte.

Es ist deshalb ein Tridentinischer Katholizismus, der dieses Wunder der "Verborgenen Christen" ermöglichte. Mit seiner Doktrin von Sünde imd sakramentaler Vergebung, die von ihnen in wiederholten Akten perfekter Reue vorausgenommen wurde- in Abwesenheit eines Beichtvaters aber auch mit der prophetischen Vision, daß der eines Tages kommen würde.

Das waren Akte des Reue, die damals der Sünde der Apostasie folgten, die darin bestand, öffentlich auf dem "Fumie", dem Bild Jesu herumzutrampeln, wozu sie von ihren Verfolgern gezwungen wurden, um zu beweisen, daß sie- unter Androhung der Todesstrafe- dem Christlichen Glauben abgeschworen hatten.

Sünde und Vergebung. Seltsamerweise aber folgte dieser akademischen Präsentation bei Kawamuras Konferenz an der Gregoriana am 12. Dezember die eines anderen Gelehrten auf diesem Gebiet, Adelino Ascenso, einem portugiesischen Missionar in Japan, der die  Frage der Apostasie aus entgegengesetzter Perspektive anging.
In der Tat spricht der Titel von Ascensos Konferenz von "Konflikt und Versöhnung" anstatt von Sünde und Vergebung.


Dienstag, 17. Oktober 2017

Die Russisch-Orthodoxe Kirche feiert den Papa emeritus.

Matteo Matzuzzi berichtet bei Il Foglio über die die russische Ausgabe  der Opera Omnia Joseph Ratzingers, speziell über Band XI "Theologie der Liturgie. Die sakramentale Begründung der christlichn Existenz".
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"DIE RUSSISCH-ORTHODOXEN FEIERN BENEDIKT XVI: STARKER GEGNER JEDES KOMPROMISSES BEIM GLAUBEN"

"Der Patriarch von Moskau gibt die Werke des Papa emeritus heraus. Metropolit Hilarion: "Ratzinger stellt sich gegen die oberflächlich kreative Tendenz den das westliche Christentum heute zeigt.
Mit ihm verbindet sich der Kampf zur Verteidigung der christlichen Werte."

Der Metropolit von Volokolamsk, Hilarion, hat sich persönlich ins Kloster Mater Ecclesiae im Vatican begeben, um Benedikt XVI eine Kopie des Bandes "Theologie der Liturgie. Die sakramentalse Begründung der christlichen Existenz"- ins Russische übersetzt und vom Verlag des Moskauer Patriachen herausgegeben, zu überreichen.
Es handelt sich um Band XI der Opera Omnia Joseph Ratzingers. Das Vorwort hat Hilarion selbst geschrieben: "Mit dem Namen Papst Benedikts XVI ist der Kampf  zur Verteidigung der traditionellen christlichen Werte verbunden und an eine Zeit der Wiederentdeckung und Bestätigung ihrer Aktualität in der modernen säkularisierten Welt "

"Papst Benedikt" fährt Hilarion im -vom Osservatore Romano wiedergegebenen- Text "hat auch besonders seine tiefe Sympathie für die Orthodoxie ausgedrückt und immer daran erinnert, daß die Orthodoxen auf theologischer Ebene den Katholiken am nächsten stehen. Es ist kein Zufall daß gerade er nach ihrer Gründung 1979 eines der ersten Mitglieder der gemischten internationalen theologischen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Katholischen und der Orthodoxen Kirche war.
Als Theologe hat Ratzinger enorme Anstrengungen gemacht, um die Frage des Primats des Bischofs von Rom zu klären, und den Akzent auf eine juridische Vision des Primats und sein Verstehen vor allem als christliches Zeugnis besonderer Art und als Dienst an der Einheit in der Liebe.
Er war immer ein starker Gegner jedes Kompromisses auf dem Gebiet der Lehre und des Glaubens indem er zu Recht darauf hinwies, daß die Einheit -im Prinzip zwischen Orient uind Westen möglich- sorgfältig vorbereitet werden müsse, sowohl spirituell als auch praktisch reifen müsse, Dank auch profunder Studien theologischen und historischen Charakters."

"Der Wunsch ist, daß die Veröffentlichung der russischen Ausgabe "Theologie der Liturgie" nicht nur eine Bestätigung für die große Wertschätzung für den Autor ist, sondern daß sie auch die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die Lektüre des Buches lenkt,"
"Joseph Ratzinger" -fügt der orthodoxe Meteropolit hinzu- "stellt sich der Tendenz zur "oberflächlichen Kreativität" entgegen, die das Christentum im Westen heute zeigt, oder der Tendenz zur Abschaffung des authentischen Inhalts der Liturgie mit dem Ziel die Begegnung und das vitale Band mit Gott und seiner Schöpfung zu entleeren.
In diesem Sinn betreffen einige im Buch behandelte Fragen- wie z.B. die Neuheiten im Ritus und die liturgischen Experimente-wie z.B. die Sonntagsliturgie ohne Priester- außerdem ein Prroblemfeld des Katholizismus.
Deshalb ist es wichtig, daß der russische Leser, der viel von den modernistischen Tendenzen im zeitgenössischen Katholizismus hat sprechen hören, den kritischen Blick eines der größten katholischen Theologen der Modernen Zeit erkennen kann- zum Thema des schmerzhaften Bruchs mit der Tradition-in der Epoche nach dem II.Vaticanischen Konzil und den Schwierigkeiten in die die Straße des Aggiornamentos führte."

Die Veröffentlichung des Bandes in Russland wurde durch die Zusammenarbeit zwischen dem Verlagshaus des Moskauer Patriarchates, der Vereinigung "Sophia: russische Idee, Idee von Europa", der Akademie Weisheit und Wissenschaft , der Ratzinger-Stiftung und der Libreria Editrice Vaticana möglich.
In den nächsten Monaten wird in Moskau in der Theologischen Schule des Patriarchates die Vorstellung des Buches stattfinden."


Quelle:  Matteo Matzuzzi,, Il Foglio



Auch die polnische Bischofskonferenz formuliert Richtlinien zu Amoris Laetitia

Marco Tosatti berichtet in LaNuovaBussolaQuotidiana  über ein Treffen der polnischen Bischofskonferenz, bei dem Leitlinien für die Interpretation von Amoris Laetitia erarbeitet werden sollten.
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"AMORIS LAETITIA, DIE POLNISCHEN BISCHÖFE STOPPEN DIE FLUCHT NACH VORNE"

"Die polnische Bischofskonferenz hat sich in dern vergangenen Tagen in Lublin versammelt, um ein Dokument mit Leitlinien zur Interpretation der postsynodalen apostolischen  Exhortation Amoris Laetitia zu dikutieren und zu redigieren.
Bei diesem Treffen war auch der Nuntius Salvatore Pennacchio anwesend, der seit etwas mehr als einem Jahr der Repräsentant des Pontifex bei der polnischen Kirche ist,
Es ist nicht bekannt, wann das von den polnischen Bischöfen entworfene Dokument publiziert werden wird; aber wir können einige Punkte vorwegnehmen, vielleicht summarisch, die aber zentral und hinweisend sind für die Lesart, die die Bischöfe der Exhortation gegeben haben.
Eine Lesart, die in voller Übereinstimmung mit "Familiaris Consortio" von Johannes Paul II steht und die Verwirrung die von Amoris Laetitia und besonders die "öffnenden" Interpretationen hervorgerufen wurde,  noch klarer erkennen lassen wird.
Und es wird immer klarer werden, wie peinlich das obstinate Schweigen des Pontifex angesichts der Bitten um Klarstellungen ist, das weitere Verwirrung auslöst.

Indiskretionen aus bester Quelle zufolge können wir sagen, daß die polnischen Bischöfe die Möglichkeit des Zugangs der Paare, die more uxorio leben - d.h. ohne durch das Sakrament der Ehe vereint zu sein- zur Kommunion ablehnen. Es ist offensichtlich, daß das auch für die Paare gilt, die zusammen leben. Und natürlich betrifft diese Entscheidung auch die wiederverheirateten geschiedenen Paare, bei denen es für die Kirche noch eine gültige erste Ehe gibt,
Sie können nicht an der sakramentalen Kommunion teilnehmen und auch nicht an der spirituellen, solange sie sich in einer Lebenslage befinden, die in offenem Widerpruch zur Eucharistie steht, die das eheliche Band zwischen dem Herrn und seiner treuen Kirche darstellt, ein unauflösliches und fruchtbares Band.


Steht in Rom nach dem Müller-Interview ein weiterer Skandal bevor?

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive das neue Müller-Interview in der Tagespost
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"KARDINAL MÜLLER SAGT, ER HABE BEI  DER FAMILIENSYNODE 2015 NICHT FÜR DEN EINHEITLICHEN DEUTSCHEN BERICHT GESTIMMT"

"Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation überrascht uns immer wieder. Nachdem er vor kurzem öffentlich über die derzeitige Atmosphäre der Angst und Zensur im Vatican unter Papst Franziskus gesprochen hat, gibt der deutsche Kardinal jetzt per Implikation zu verstehen, daß er selbst niemals seine Zustimmung zum Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe bei der zweiten Bischofssynode in Rom 2015 gegeben hat.
Wenn das wahr ist, würden wir vor einem weiteren großen Skandal stehen, weil das Dokument seit dieser Synode der Öffentlichkeit so vorgestellt wird, als habe es die Zustimmung des Glaubenspräfekten.

In einem Interview mit der deutschen katholisychen Zeitung "Tagespost"  vom 13. Oktober (wir haben es verlinkt), antwortet Kardinal Müller auf eine Frage zur deutschsprachigen Gruppe und der Diskussion dieser Gruppe 2015 über die Schriften des Hl.Thomas von Aquin.
Er erklärt Folgendes:

"Ich selbst habe in dieser Sprachgruppe den Hinweis auf die Fragen 79 und 80 des dritten Teils der „Summa theologiae“ ins Gespräch gebracht, so dass Kardinal Christoph Schönborn glücklich war über all das, was sein Ordensbruder schon vor sechshundert Jahren zum Thema des rechtmäßigen und fruchtbaren Empfangs der Eucharistie gesagt hatte. 
Es heißt, der Abschlussbericht sei mit einer Stimme, nämlich meiner, angenommen worden. Wahr ist dagegen, dass diese Abstimmung geheim war. " (....)

Nun sind diesen beiden letzten, etwas vagen Sätze von erheblicher Wichtigkkeit insofern, daß Kardinal Reinharf Marx, der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz , dann in einer Pressekonferenz am Ende der Familien-Synode  von 2015 darauf bestanden hatte, daß dem 
Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe einstimmig zugestimmt worden war War diese Behauptung doch nicht wahr? 
Weil ich zu jener Zeit berichtet hatte: 

     Wie Edward Pentin berichtet war es im detzten der der drei Berichte, daß die deutsche           Gruppe die Idee des "internen forums" in Umlauf brachte, die -wie Kritiker sagen- "eine         leichte Abwandlung der Kardinal-Kasper-These ist, die wiederverheiratete Geschiedene         nach einer gewissen Zeit der Buße wieder zur Kommunio9n zuzulassen.

     Bedeutsam war auch, daß als dieser Bericht der deutschsprachigen Gruppe am 21.                   Oktober 2015 vorgestellt wurde, es Kardinal Marx selber war, der bei der Synoden-                 Pressekonferenz sprach. (klicken) und auf der Tatsache bestand, daß dieser Bericht mit       der einstimmigen Untertützung aller Gruppenmitglieder geschrieben wurde.
     Mehr als einmal sagte er: "Jeder Text der deutsch-sprachigen Gruppe, jede relatio ist               einstimmig. Keine Gegenstimme. Das ist sehr wichtig, denke ich."


     Er scheint diese Tatsache wiederholt zu haben, damit jeder im Raum realisieren sollte,           daß das bedeutete, daß auch Kardinal Müller den Bericht unterstützte. Und Marx sagte           ausdrücklich, daß die Idee des "internen forums" darauf hinzielte, einigen                                   wiederverheirateten Geschiedenen dabei zu helfen, "zur vollen Versöhnung mit der                 Kirche zu kommen", was die Zulassunfg zu den Sakramenten einschließen würde.
     Kardinal Marx erwähnt bei der Pressekonferenz ausdrücklich, daß es während des                   Wochenendes zu einer Art Übereinkunft zwischen den Kardinälen Müller und Kasper             gekommen sei, nachdem sie beide die Schriften des Hl. Thomas von Aquin studiert                 hatten und wie- man vorsichtig- die verschiedenen Situationen beurteilen sollte."

Meinem Bericht zufolge, waren Kardinal Müller und Kardinal Walter Kasper zu einer Art Einvernehmen gekommen, das zur Einführung der Idee des "forum internum" daß dann in den allgemeinen Schlußbericht der Synode einging und das dann wieder von Papst Franziskus benutzt wurde, um in seinem "Amoris Laetitia" den Gedanken zu rechtfertigen, daß geschiedene und wiederverheiratete Paare, im "forum internum" eine Differenzierung ihrer Situation vornehmen könnten und daß die Hilfe der Kirche selbst daabei manchmal auch "die Sakramente einschließen" könnte.


Das heißt, daß Papst Franziskus in der Lage war, indirekt den angenommenen Kasper-Müller-Kompromiss zu nutzen- wie es Kardinal Schönborn moderierte- um mit der gelehrten Unterstützung des Schlußdokumentes der Snode von 2015 eine liberalisierendere Haltung gegenüber den wiederverheirateten geschiedenen Paaren einzuführen, 
(Wie wir noch sehen, wurde die Diskussion des Hl. Thomas irgendwie von Kardinal Müller initiiert und wird immer noch von Papst Franziskusn aufgenommen, der jetzt behauptet, daß Amoris Laetitia "Thomistisch" ist.)

Es war domradio Köln in Deutschland, das Stunden nach Ende der Synode am 24. Oktober erklärte, daß die deutschsprachige Gruppe entscheidend gewesen war: 

     
    Am Ende war es die deutsche Spachgruppe, die in der Lage war, die Obstruktion und die        Hauptblockade zur Frage der Wiederverheirateten zu überwinden.
    [....]
    Eine winzig kleine Öffnung ist seither gemacht worden und die zentrale Idee dieser                  Gruppe findet sich im finalen Bericht. Wenn Papst Franziskus sie später kopiert, wäre es        für die, die in der Pastoral tätig sind und in extremen Fällen für jene Betroffenen den Weg      zu einer "wachsenden Integration" ins Gemeindeleben zu öffnen.
    Manche derer, die für die pastorale Betreuung verantwortlich sind werden so auch die             Zulassunf zr Hl. Kommunion einschließen.

Ich erinnere mich, damals selbst von Römischen Quellen gehört zu haben, daß Kardinal Müller in einigen extremen Fällen "wiederverheirateter" Paare Barmherzigkeit hatte zeigen wollen, wie es dann auch im deutschen Magazin Focus" wiedergegeben wurde.

Aber fünf Monate später, im März 2016, hatte sich Karinal Müller bereits vom Gedanken einer liberaleren Haltung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen distanziert, indem er erneut bekräftigte, daß sie sich sexueller Beziehungen enthalten müßten, wenn sie Zugang zu den Sakramenten wünschten.

Trotz dieser folgenden Distanzierung von der Kasper-These- und seither- habe ich wiederholt und vielleicht unfair- Kardinal Müller für zum Teil verantwortlich gemacht für die schlechten Früchte von "Amoris Laetitia". 
Weil ohne seine Zustimmung zum Schlußreport der deutschsprachigen Gruppe bei der Synode, die forum-internum-Idee nicht in den Schlußberiht der Synode gelangt wäre und so nicht von Papst Franziskus legitimerweise aufgepickt und ausdrüklich hätte werden können.

Jetzt weiß ich nicht, was ich denken soll.


Wenn -nach allem- Kardinal Müller seine Zustimmung zu diesem von den Deutschen unterstützten Kompromiss bei der Synode gegeben hat, müßte ich jetzt entsprechend alle meine schlecht-informierten Kommentare und Kritiken seiner Person und seiner Rolle zurückziehen. Und das müßten auch viele andere Beobachter, die vergleichbar in die Irre geführt wurden.

 .
Aber warum hat Kardinal Müller nicht früher gesprochen und gezeigt, daß Kardinal Marx effektiv eine Lüge ausgesprochen hat, als er darauf bestand, daß der deutsch-sprachigen Bericht einstimmig approbiert worden war? Warum weist Kardinal Müller erst jetzt auf eine solche Korrektur oder Modifizierung hin, jetzt nachdem er von Papst Franziskus- und das ziemlich abrupt- aus seinem Amt der Präfekten der Glaubenskongregation entlassen wurde?

Dieses neue und etwas zweideutige Müller-Interview könnte sehr wohl einen weiteren Skandal auslösen. Der Skandal wäre, daß führende Figuren bei der Synode Kardinal Müllers zu Unrecht benutzten, um ihre progressive Reformagenda effizienter zu implementieren. Es würde auch das Feigenblatt der Legitimität dieses zweideutigen Synodalprozesses wegnehmen, der auf alle fälle schwer kritisiert worden war.

Vor drei Tagen habe ich Kardinal Müllers Sekretär kontaktiert und ihm um weitergehende Klarstellungen gebeten, darüber ob der Kardinal zur Unterstützung des deutschsprachigen, angeblich einstimmig angenommenen Schlussberichtes und finalen Abstimmung der Eintracht gestimmt hat oder nicht. Sollte ich von ihm eine Antwort bekommen, werde ich diesen post up-daten.
Ich habe auch Kontakt zu Matthias Kopp, dem Pressesprecher von Kardinal Marx aufgenommen. Er hat geantwortet, daß ich mich jetzt statt dessen an das Synoden-Sekretariat wenden sollte; und er lehnte auf diese Weise meine Bitte an Kardinal Marx ab, er möge seine frühere öffentiche Behauptung über die Einstimmigkeit bestätigen.
Aber in einer zweiten Antwort- einige Stunden später- wies mich Herr Kopp auf das offizielle Statement von Erzbischof Heiner Koch hin- der Relator der deutsch-sprachigen Gruppe bei der Synode 2015 war- in dem Koch selber behauptet, daß dem Schlußreport von den Mitgliedern der Gruppe einstimmig zugestimmt wurde. Das macht ein klärendes Statement von Kardinal Müller selbst umso dringlicher.

Quelle: OnePeterFive, Maike Hickson
  

Montag, 16. Oktober 2017

Tafelmusik spielt zum Tanz auf......         

         

Amazonas-Synode als trojanisches Pferd gegen den Zölibat?

rorate caeli hat sich zu dieser Vorahnung- oder ist es schon mehr?- Sorgen gemacht,
Hier geht´s zum Original:  klicken

"NEUE FRANZISKUS-SYNODE, EINBERUFEN UM VERHEIRATETE PRIESTER ZU APPROBIEREN"

"Gestern -direkt nach der Kanonisierung von 35 Heiligen (eingeschlossen 33 Märtyrer, von den 30 während der Hl. Messe von einer Horde Protestanten ermordet wurden), kündigte Papst Franziskus die Einberufung einer außerordentlichen Bischofssynode für die Pan-Amazonas-Region an, also die Amazonasregionen mehrerer Südamerikanischer Länder.. Das Treffen wird 2019 in Rom stattfinden.

Die Versammlung wurde angeblich einberufen, sich mit den Sorgen der indigenen Bevölkerung zu befassen.

Aber wir wissen es besser.

Genau wie die Synoden "für die Familien" 2014 und 2015 dazu einberufen wurden, um genügend Ungenauigkeiten und semantishe Verwirrung zu schaffen, die es dem Papst erlaubten, die Entscheidung zu erreichen, die er schon getroffen hatte (d.h. die Eucharistische Kommunion für die in fortdauernder ehebrecherischer Beziehung), hat die bevorstehende Amazonas-Synode nur ein Ziel:
verheiratete Priester in der Lateinischen Kirche.

Während in der Lateinischen Kirche in den letzten Jahrzehnten sehr selten verheiratete Männer zu Priestern geweiht wurden, die Praxis beschränkte sich auf die statistisch winzige Zahl früherer anglikanischer (und einiger anderer) protestantischer Geistlicher, die schon verheiratet waren, als sie in die Kirche eintraten.

Die Amazonas-Synode hat kühnere Pläne im Sinn. Der Papst hat so gut wie sicher schon entschieden, bereits verheiratete katholische Männer, die als viri probati betrachtet werden- zu Priestern zu weihen, zuerst am Amazonas, vielleicht gleichzeitig auch in anderen "Missionsgebieten".

Und- wer weiß- so schnell wie möglich überall sonst? Weil es keinen Zweifel gibt, daß alle traditionellen Gebiete der Lateinischen Kirche -einschließlich des größten Teils Europas, großer Teile Lateinamerikas, weite Gebiete Nordamerikas ebenso wie die traditionellen Missionsgebiete Afrikas und Asiens als "Missionsgebiete" betrachtet werden können, die alle den selben Bedarf an Priestern haben wie das Amazonasflußbecken.

Da haben wir es also: eine weitere folgenreiche Verschiebung - auf krumme Art- steht in der Kirche bevor. Aber zumindest sind wir vorgewarnt."

Quelle:  rorate caeli,