Dienstag, 23. August 2016

Sandro Magister: Bergoglios nichtverhandelbare Prinzipien

Nach dem Barnabiter Pater Giovanni Scalese, Missionar und Philoophieprofessor-  hat Sandro Magister bei www.chiesa auch dem Benediktinermönch Giulio Melattini, Theologieprofessor, Platz für eine Stellungnahme zu den 4 nichtverhandelbaren Bergoglio-Postulaten eingeräumt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

      "AUCH BERGOGLIO HAT SEINE NICHTVERHANDELBAREN PRINZIPIEN"
Das sind die 4 Postulate, mit denen er fortwährend seine Regierung der Kirche belebt, das erste besagt, daß "die Zeit größer ist als der Raum". Ärgerlich, daß sie nicht standhalten. Ein gelehrter Benediktiner-Mönch erklärt warum.


                                         
Dass Amoris Laetitia nicht alle doktrinalen, moralischen und pastoralen Fragen zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen gelost hat, ist für jeden leicht zu erkennen. Im Gegenteil, es hat sie mehr denn je wieder angefacht.

Aber das ist nach dem, was er selbst in der postsynodalen Exhortation geschrieben hat, genau das, was Franziskus wollte.

"Weil die Zeit größer ist als der Raum, würde ich gern klar machen, daß nicht alle Diskussionen doktrinaler, moralischer und pastoraler Themen durch das Lehramt entschieden werden müssen."

Darüber hinaus übersetzt Franziskus in der Exhortation seine Behauptung wie folgt: "es ist wichtiger Prozesse in Gang zu setzen, als den Raum zu beherrschen."

Und damit bezieht er sich zum zigsten mal auf das, was der Eckstein seines Denkens zur ersten dieser vier Forderungen ist, die als Kompass dienen und die er in dem Dokument, das die Agenda seines Pontifikates vorstellt, der Apostolischen Exhortation "Evangelii Gaudium" auflistet.

Es ist genau das selbe Postulat, das sagt, daß die Zeit größer ist als der Raum. Während die anderen drei sind, daß Einheit vor Konflikt geht, die Wirklichkeit wichtiger ist als die Idee und das Ganze größer ist als der Teil.
Jorge Mario Bergoglio hat an diesen vier Richtlinien sein Leben lang festgehalten, besonders an der ersten.


Kultur des Todes: Zwangssterilisierungen in Peru

Wie jetzt so langsam bekannt wird, wurden in Peru in den Jahren von 1990 bis 2000, zur Zeit der Regierung Fujimori auf breiter Basis Zwangssterilisierungen an der armen Bevölkerung vorgenommen. Diese Regierung gab Krankenhäusern und Arztpraxen hohe Quoten zur Sterilisierung armer, meist indigener Frauen aus dem Andenhochland vor, um die Geburtenrate im Land zu senken.

Finanziell großzügig unterstützt aus den USA, von der Entwicklungshilfeagentur USAID (mit insgesamt  rund 75 Millionen $), vom Bevölkerungsfond der UN und von der japanischen Nippon-Stiftung, wurden an 300.000 Frauen und 25.000 Männern zwangsweise Sterilisierungen durchgeführt- unter unglaublichen Umständen was Örtlichkeit, Ausrüstung, auch nur minimale Befolgung der üblichen Sterilitätsvorschriften bei Operationen angeht, ohne Aufklärung und/oder Zustimmung, unter Freiheitsberaubung (Zwangsvorführung und Verhinderung von Fluchtversuchen) und gegen den ausdrücklichen Willen der Betroffenen.
Bei sehr vielen von ihnen kam es dann auch noch zu  schweren Komplikationen und Folgeschäden, die lange Zeit weder anerkannt noch behandelt wurden. Erst seit 2006 wurde die Krankenversicherung für die Opfer der Zwangssterilisierungen geöffnet, aber bis vor kurzem waren es nur 83 betroffene Frauen, die in die Krankenversicherung aufgenommen.
Das Fujimori-Familienplanung-Programm, das völlig mit dem für die UN erarbeiteten sozial-eugenischen Programm der NS-Bewunderin M.Sanger übereinstimmt, als der Staatschef es vorstellte, von Politikerinnen und Frauenrechtlerinnen zunächst begrüßt und bejubelt.
Und man darf dabei nicht vergessen, daß die UNO und ihre entsprechenden Hilfsorganisationen ebenso wie die USA -als federführende Vertreter einer Kultur des Todes- die "Familien"planungspolitik immer noch propagieren und durchzusetzen versuchen.

Zwar wird in Peru inzwischen gegen die Verantwortlichen ermittelt, aber das Fujimori-Regime hat wohl noch genügend Anhänger, um bisher alle Verfahren zu blockieren. So ist erst jetzt erstmals eine Staatsanwältin in die Region zu den Opfern gefahren, um die Zeuginnen zu befragen,
Die Geber-Organisationen, die immerhin nicht nur Mitwisser sondern auch Mittäter bei diesen massiven Menschenrechtsverletzungen waren, sind bisher allerdings gänzlich unbefragt und ungeschoren geblieben, sollten aber auch juristisch belangt werden.


Quelle: DÄ, Harald Neuber 


Nachbetrachtungen: M.Gallina zum Hl.Thomas & zu Mohammed

Daß der von Marco Gallina auf seinem Löwenblog veröffentlichte Text des Hl. Thomas von Aquin über Mohammed und den Islam einen Epilog braucht, war eigentlich sofort klar.
U.a. sicher, weil er die üblichen Abwehrreflexe derer ausgelöst hat, die weder Geschichts- noch Religionskenntnisse haben, die Thomas v. Aquin nicht mal dem Namen nach kennen, darauf aber stolz sind, nichts über sein Denken wissen und schon gar nicht, wann er gelebt hat.
Hier geht´s zum Original:   klicken
Gallina hatte den Text des Aquinaten bei facebook und twitter veröffentlicht, daraufhin geschah das: klicken

Und hier ein Ausschnitt aus dem Epilog:

Und nicht zuletzt: Christus wird bereits im Judentum als der Erlöser der Menschheit angekündigt. Die Zeichen des Neuen Testaments bereitet das Alte Testament vor. Von Mohammed und seinen Ideen steht in den Büchern nichts geschrieben, der Koran ist für Thomas eine Fälschung, ein Sammelsurium von Texten, die das weglassen oder hinzufügen, was dem Verfasser passt.
Im Gegenteil sagte Mohammed, dass er mit der Macht seiner Waffen gesandt wurde – und das sind Zeichen, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt.
Mohammed ist deswegen für Thomas ein ganz und gar „weltlicher“ Mann, ohne eine Bindung zu Gott. Weil er aber nicht die Hilfe Gottes hatte, musste er sich unweigerlich der Lüge, des Krieges und der „fleischlichen Begierden“ bedienen. Das ist für Thomas der Skandal: der Islam ist im Grunde nicht spirituell, er ist eigentlich materialistisch und in letzter Hinsicht politisch. Das hat der Gelehrte aus Aquino schon vor mehr als 700 Jahren hier prognostiziert." 
Und er endet so: 
"Man beachte auch hier: Mohammeds Religion ist eine Sekte und – unausgesprochen, aber intendiert – eine christliche Sekte."
Quelle: Löwenblog, M.Gallina

Montag, 22. August 2016

So sehen Sieger aus!

Gestern gingen die Olympischen Spiele in Rio zu Ende und wieder mal gab es ein Feuerwerk von überwältigenden Bildern und noch überwältigenderen Siegern.

Blenden wir zurück: Zum Monatsanfang veröffentliche Papst Franziskus seine Gebetsmeinung für den Monat August und bat um das Gebet für die an den Olympischen Spielen teilnehmenden Sportler. Die Spiele sollten zum Frieden beitragen und da in vielen Kirchen nach der Gebetsmeinung des Heiligen Vaters gebetet wird. Und so wurde weltweit gebetet.
Und wir freuen uns über das Resultat: Viele olympische Stars bekannten sich nämlich nachdem der Medaillenregen auf sie niederprasselte zu ihrem Glauben. Die schönsten Bilder gingen schnell durch die twitter-Welt, z.B.






Weitere Meldungen dazu hat Aleteia.org

Und dann, am Tag vor der Schlussfeier gingen diese Bilder um die Welt:
Während des Elfmeterschießens im Endspiel des Fußballwettbewerbs knieten die brasilianischen Spieler und beteten für die, die gerade am Spiel beteiligt waren:

Bildquelle: Screenshot aus der Liveübertragung am 20. August
Bildquelle: Screenshot aus der Liveübertragung am 20. August


Fundstück..oder der Ablass war eine gute Idee,

das mußte vor dem 500. Jahrestag des angeblichen Thesenanschlags mal gesagt werden.
Willi Winkler hat aus diesem Anlass eine neue Luther-Biographie mit dem Titel "Luther ein deutscher Rebell" geschrieben, dazu interviewt ihn  Tobias Rüther für die FAZ. Was dabei herauskam, kann man hier lesen:    klicken

            Der Ablass war eine gute Idee

"2017 wird die Reformation 500 Jahre alt. Ist die Bundesrepublik heute protestantisch? Hätte Luther getwittert? Und war er selbst je Protestant? Fragen an den Luther-Biografen Willi Winkler."

Quelle: FAZ, T.Rüther, W. Winkler

Das Christentum in Zeiten der Europäischen Krise und was der Ratzinger-Schülerkreis zur Beurteilung der Situation beitragen wird

Giulio Meotti hat bei IlFoglio einen sehr interessanten Beitrag zum  bevorstehenden Treffen des Ratzinger-Schülerkreises mit dem Thema "Die Krise Europas" geschrieben, der von ihm wie von den Relatoren des Treffens an der Krise des Christentums festgemacht wird.
Dieser Satz spricht Bände und erklärt alles: "... wird es der Verfassungsrechtler Joseph Weiler sein, der den Ausdruck "Christophobie" geprägt hat und sie dem schädlichen Einfluß der 68-er Generation zuschreibt, dem Ursprung des Laizismus, der dann zur "dominierenden Ideologie der Europäischen Union wurde."
Und "die Menschen schätzen es, daß es die Kirchen gibt. Darüber hinaus sehen sie sie im Zusammenhang mit der Geschichte ihres Landes. Die Kirche ist Teil der kulturellen nationalen Erbes."
Das trifft allerdings so auf D nicht zu, weil die Epigonen der 68-er in ihrem Mangel an Kultur weder die Geschichte noch die Kultur unseres Landes kennen und in ihrer dümmlichen Hinwendung zu einem Esoterik-Atheo-mischmasch auch die Kirchen -selbst als historisches Zeugnis- nicht schätzen.
Hier geht´s zu Meottis Original:   klicken

           "DIE LEKTION RATZINGERS FÜR EUROPA"
"Benedikt XVI versammelt seine früheren Schüler zur Krise des Alten Kontinentes um sich.
Protagonist ist der Jude Weiler, der in Straßburg das Kruzifix verteidigte. Für das Schuman-Zentrum ist das Christentum eine Stellvertreterreligion geworden.

Der Ratzinger-Schülerkreis ist ein Kreis der sich aus 40 Ex-Studenten Benedikts XVI zusammen setzt, die sich einmal im Jahr mit ihrem alten Theologieprofessor treffen, um ein Thema zu diskutieren, Das Treffen findet Ende August bis Anfang September in Castel Gandolfo statt.
Vor einem Jahr wählte Benedikt XVI das Thema "Wie heute über Gott sprechen" zur Diskussion aus, mit dem tschechischen Philosophen Tomas Halik als Gastredner.
In diesem Jahr, -vom 26.-28. August- hat Ratzinger das Thema "Die Krise Europas" ausgesucht.
Vor der politischen ist es eine religiöse und kulturelle Krise. Dieses Jahr wird Benedikt XVI aus Gesundheitsgründen nicht die Messe zelebrieren.
Es ist Benedikt XVI selbst, der jedes Jahr das Thema mit Zustimmung der Relatoren auswählt.
Dieses mal wird es der Verfassungsrechtler Joseph Weiler sein, der den Ausdruck "Christophobie" geprägt hat und sie dem schädlichen Einfluß der 68-er Generation zuschreibt, dem Ursprung des Laizismus, der dann zur "dominierenden Ideologie der Europäischen Union wurde."

Es war Weiler, dem Italien die Verteidigung des Kruzifixes in Schulräumen vor dem Menschrechstgerichtshof in Straßburg anvertraute.
Die Begegnungen mit den Ex-Schülern resultiert aus dem Jahr 1977, als Ratzinger Erzbischof von München wurde. Sie gingen weiter als er 2005 zum Papst gewählt wurde und auch nach seinem Rücktritt.
Dieses Jahr wird Professor Weiler zum Thema sprechen:
"Heiligkeit,wenn Sie mir erlauben wollen zur spirituellen Krise Europas zu antworten."
Der emeritierte Bischof Egon Kapellari wird zum Thema "Alte und Neue Herausforderungen für Christen auf de Bauplatz Europa" sprechen.


Die Tür des Glaubens im Jahr der Barmherzigkeit

In dem motu proprio "Porta Fidei" vom 11. Oktober 2011 hat Papst Benedikt XVI das bevorstehende Jahr des Glaubens und seine Bedeutung erklärt. Ohne diesen Glauben gäbe es auch keine Pforte der Barmherzigkeit.
Hier geht´s zum deutschen Gesamttext: klicken

                                                     Porta Fidei
" Die „Tür des Glaubens“ (vgl. Apg 14,27), die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen läßt. Durch diese Tür zu gehen bedeutet, einen Weg einzuschlagen, der das ganze Leben fortdauert. Er beginnt mit der Taufe (vgl. Röm 6,4), durch die wir Gott Vater nennen dürfen, und endet mit dem Übergang durch den Tod hindurch in das Ewige Leben, das Frucht der Auferstehung Jesu, des Herrn, ist. Er wollte durch das Geschenk des Heiligen Geistes alle, die an ihn glauben, in seine Herrlichkeit einbeziehen (vgl. Joh 17,22). Den Glauben an die Trinität – den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist – zu bekennen entspricht an einen einzigen Gott, der die Liebe ist (vgl. 1 Joh4,8), zu glauben: an den Vater, der zu unserem Heil in der Fülle der Zeit seinen Sohn gesandt hat; an Jesus Christus, der in dem Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung die Welt erlöst hat; an den Heiligen Geist, der die Kirche durch die Jahrhunderte führt in der Erwartung der Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit." (...)

Quelle: La Santa Sede, LEV, A. Schwibach (Danke!)

Antonio Socci, Avvenire und das "Bergoglio-Theorem" oder eine Philippika wider den Religionsrelativismus.

Antonio Socci ist über den Leitartikel in Avvenire, der Zeitung der CEI, der von einem Gott handelt, der- als "Bergoglio-Theorem"- Christen, Muslimen  und Juden gemeinsam ist, not amused und kommentiert ihn auf gewohnt klare Weise. Eine Philippika wider den Religions-Relativismus.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"IST DER GOTT VON AVVENIRE UND COMUNIONE E LIBERAZIONE JETZT ALLAH?"

"Gestern hat "Avvenire" einen Leitartikel (ein Leitartikel gibt die offizielle Linie einer Zeitung wieder) veröffentlicht, in dessen Mittelpunkt viel Unsinn steht, der ohne Zweifel dem Katholischen Glauben fremd ist.

Unglücklicherweise trägt dieser Leitartikel die Unterschrift eines meiner Freunde von Comunione e Liberazione, aber wir müssen zu allererst und hauptsächlich Freunde der Wahrheit sein, und so muß ich - mit Bedauern- darauf hinweisen, daß wenn die Zeitung der Bischofskonferenz in ihrem Leitartikel eine solche Idee propagiert, wir nur einen Schritt vom Abgrund (und vom Lächerlichen) entfernt sind. Hier sind die Sätze, auf die Avvenire sein ganzes Bergoglio-Theorem aufbaut:

"Tatsächlich ist für die, die glauben- Christen oder Muslime oder Juden- Gott einer, groß, allmächtig, barmherzig. Der Unterschied, wenn es denn einen gibt begrifft das Ich.

Wie Sie jetzt sehen können, läuft der Bergoglio-Effekt aus dem Ruder. Wir sind jetzt bei "Worten in Freiheit". Liest man den Leitartikel der CEI-Zeitung würde in der Tat der Glaube der Katholiken und der Muslime als der selbe erscheinen und ihr Gotteskonzept schiene identisch zu sein.

Hat der Direktor von Avvenire Tarquinio, ein früherer Ratzingerianer,  je von der Allerheiligsten Trinität gehört, die das Herz des Christlichen Glaubens ist, und das Muslime als die schlimmste Art der Blasphemie betrachten?

Im Felsendom- von den Muslimen über einem Heiligen Ort der Juden erbaut, der den Alten Tempel von Jerusalem ersetzt,- gibt es eine herausragende Inschrift, die genau die Trinität leugnet. Der Islam behauptet in dieser Inschrift: "Gott hat keinen Sohn"

Der Islam ist präzise im Leugnen der Göttlichkeit Jesu Christi und des Dreieinigen Gottes entstanden Er ist der radikalste und gewaltsamste Angriff auf das Herz des Christlichen Glaubens, der je gesehen wurde. Können wir denn sagen, daß es keinen Unterschied in der Konzeption Gottes zwischen Christen und Muslimen gibr? Es ist der Hl. Apostel Johannes, der erklärt, daß der, der den Sohn nicht anerkennt, auch den Vater nicht hat."

"Wer ist der Lügner, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Es ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer immer den Sohn leugnet, der hat den Vater nicht. Er, der den Sohn bekennt, hat auch den Vater." (1 Joh 2, 22-23)

Das erscheint mir sehr klar. Außerdem ist es offensichtlich, daß der abgrundtiefe Unterschied in der
Konzeption des Ichs ( als der Person) zwischen Islam und Christentum genau aus diesem abgrundtiefen Unterschied ihres Gotteskonzeptes herrührt,

"Avvenire" jedoch ignoriert das alles. Ich weiß sicher, daß der Herausgeber zumindest von der Allerheiligsten Trinität und vom trinitarischen Credo der Christen gehört hat.
Aber inzwischen sind die Zeiten- in der Kirche und bei Comunione e Liberazione -so, daß die Glaubenswahrheit fröhlich auf den Müll geworfen wird, um dem absurdesten Unsinn Stimme zu geben.
Mir scheint, wenn man sieht, was in der Kirche passiert (auch beim bedauernswerten Treffen 2016) kann man sagen, daß viele "sich für Christus schämen" wie Don Giussani in seinem letzten Interview bitter beklagte. Heute ist diese Tendenz sowohl innerhalb Comunione e Liberazione als auch der Kirche dominierend geworden.


Sonntag, 21. August 2016

Fundstück

ein lesenswerter Artikel über die Bedeutung Mendelssohns und Wagners für die Romantik- gefunden-und das wird langsam zur Gewohnheit- auf dem Löwenblog, bei Marco Gallina. Interessant weil einer richtigen Einordnung lange Zeit ideologische Überlegungen im Wege standen.
Dieser Satz zaubert bei jedem, der den Wagnerschen Mangel an Humor und seinen Hang zu bombastischen Pathos beklagt, ein Lächeln ins Gesicht:
"als der Käufer (der imaginäre Held beim Bäcker) nunmehr an der Reihe ist und
"den gar lieblichen Laybe Broth“ verlangt, und dann im Todeskampf ringend wieder aus der Bäckerei auf einem Pferd herausreitet." (...)


Hier geht´s zum Fundstück mit dem Titel "Das große Mißverständnis der Romantik , für das wir herzlich danken:  klicken


                    

und hier noch ein Ausschnitt aus dem Beitrag:

(.....) " sind Wagner und Mendelssohn Antipoden jenes faustischen Deutschtums, das heute beinahe vergessen ist. Sie sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, eben zwei Seelen in der Brust der deutschen Musikkultur. Bei Wagner erscheint das Pathos, das Bombastische, das Melancholische, das Tragische in voller Gänze; aber es scheint zugleich, dass keine Wagner-Figur irgendetwas sagen kann, ohne dass es tiefdeutschen Ernst verlangt. Selbst eine Szene beim Bäcker hätte Wagner wohl mit teuflisch-infernalen Klängen unterlegt, zusammen mit einer ausgewalzten Arie über die vielen Gedanken, die den Helden in der Schlange verzweifeln lassen; über den Kummer über das Geld, das er bereits im Kopf vorher zusammenzählt, da er die Preise zusammenrechnet; und zuletzt die heldenhafte Tat – untermalt von Posaunen, Hörnern und brachial-männlicher Stimme – als der Käufer nunmehr an der Reihe ist, „den gar lieblichen Laybe Broth“ verlangt, und dann im Todeskampf ringend wieder aus der Bäckerei auf einem Pferd herausreitet." 
(....)

Quelle: Löwenblog,Marco Gallina 

Die Lateinamerika-Connection in der Kurie

Sandro Magister macht sich bei Settimo Cielo Gedanken über die lateinamerikanische Seilschaft und ihren Einfluss in der Kurie. Hier geht´s zum Original: klicken

"ZWISCHEN BUTTIGLIONE UND RODRIGO GUERRA, DIE LATEINAMERIKA-CONNECTION"
Das Doppelinterview von zwei Kennern des Denkens Karol Wojtylas, des Italieners Rocco Buttiglione und des Mexikaners Rodrigo Guerras, im Osservatore Romano - das die Interpretation von "Amoris Laetitia" unterstützt, die die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene für möglich hält, kann weiterhin auf Interesse rechnen und Debatten anstoßen, wie www.chiesa dokumentiert hat.


buttiglione

Der Brief, den wir hier wiedergeben, wirft ein Licht auf die Verbindungen zwischen den beiden Autoren und auf den Hintergrund des ihnen gemeinsamen Abstands von den Standpunkten Johannes Pauls II bei den Themen Ehe und Familie.
Autor ist ein alter Schüler Buttigliones auf dem Gebiet Philosophie und Politik und Lehramt Johanns Pauls II.
"Gentile Sandro Magister,
ich möchte darauf hinweisen, daß das Curriculum von Professor Rodrigo Guerra eine Überlagerung des Textes von Buttiglione ist, beginnend mit seiner Dissertation an der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein,deren Prorektor Buttiglione war und weiter mit ihrer gemeinsamen Anwesenheit im Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden, deren Mitglied Buttiglione auch war.
Gar nicht zu sprechen von seinen akademischen Aufgaben in Mexiko, wo er seit 20 Jahren auch aus familiären Gründen wegen der Heirat einer seiner Töchter mit einem Vertreter des mexikanischen Bürgertums präsent ist.
Kurz gesagt: Professor Guerra ist ein Schüler Buttigliones und ihre gemeinsame Position, die sie im Osservatore Romano vertreten, ist kein Zufall.

Aller Wahrscheinlichkeit nach beweist das der Hintergrund dieser ihrer gemeinsamen Position und besonders das, was Guerra in Paragraph 5 geschrieben hat.
Die dort formulierte Gemeinsamkeit des theologischen und pastoralen Denkens Buttigliones und anderer, unter ihnen Professor Massimo Borghesi und Alver Metalli, auch sie aus Comunione e Liberazione stammend und mit analogen Positionen aufwartend, ist offensichtlich.
Man kann von einer lateinamerikanischen katholischen Denkschule sprechen, zu der besonders Buttiglione beigetragen hat- mit seiner Lehre, die betont, daß er die europäische Philosophie viel lehren kann, besonders die europäisch katholische.


Samstag, 20. August 2016

Fundstück: Thomas von Aquin über Mohammed


gefunden bei Marco Gallina, der den Hl. Thomas von Aquin mit seinem Urteil über den Islam und seinen Propheten zu Wort kommen läßt. Seit der Zeit des heiligen Dominikaners hat sich kein Jota an dieser Diagnose geändert.
up-date: heute ist dieser Text des Hl. Thomas bei facebook zweimal der stasinostalgischen Gesinnungszensur zum Opfer gefallen.... da kann man nur "armes Deutschlan!" sagen,
Hier geht´s zum Original:  klicken
und hier ein Ausschnitt daraus:


"Ferner erwähnen ihn (Mohammed) die göttlichen Verkündigungen von früheren Propheten überhaupt nicht. Im Gegenteil: Er verfälscht fast alle Zeugnisse des Alten und Neuen Testaments, indem er seine eigenen Lügenmärchen daraus macht. Das kann jeder erkennen, der seine Lehre untersucht. Es war von daher eine gewitzte Entscheidung seinerseits, seinen Anhängern zu verbieten, das Alte Testament und das Neue Testament zu lesen. Sonst hätten ihn diese Bücher der Fälschung überführt. Es ist also klar, dass jene, die Mohammed irgendetwas glauben, dies aus Leichtgläubigkeit tun."

Quelle: www.marcogallina  

up-date: Marco Gallina faßt hier zusammen, was heute bei facebook mit dem Thomas-Text geschah: klicken



Zur Lage der Kirche und Nation

Man möchte manchmal erschrecken, irgendwelchen Endzeitphantasien breiten Raum gewähren, wenn man sich den Zustand von Kirche und Welt vor Augen führt.
Aber, wenn man dann ein bisschen in einem Band mit Gedichten schmökert, findet man die eigene Grundstimmung, des "das kann doch alles nicht gut gehen!" egal auf was man das konkret beziehen mag, aufgeschrieben.
Hier eine etwas willkürliche Auswahl von Walter von der Vogelweide bis Reinhard Mey, erschreckend, erschütternd, aber auch tröstlich, weil es uns befreit von dem Hochmut in ganz besonderen Zeiten zu leben.
Ein Hochmut, der gerade in superfrommen Kreisen, in einer negativen Variante, sehr verbreitet ist, und der davon ausgeht, eben in der absoluten Endendzeit zu leben, die eben anders ist, als alle anderen Zeiten und der irgendwie das Pendant zu den antagonistischen Kräften ist, die meinen, alles was man so unter Naturrecht subsumieren kann, dass könne man getrost ignorieren, weil unsere Zeit so klasse sei, dass wir alles, was die Altvorderen tun und glauben mussten, getrost lassen kann.
 Man lese also selbst und freue sich, oder beruhige sich:


Heute vor 102 Jahren,

am 20. August 1914 starb in Rom Papst Pius X.
Papst Benedikt XVI erinnerte bei der Generalaudienz am 18. August 2010 an den Heiligen Papst.
Hier geht´s zum deutschen Text seiner Ansprache an die deutschen Pilger:   klicken
Hier ein Ausschnitt:

Liebe Brüder und Schwestern!
"Heute möchte ich bei der Gestalt meines Vorgängers verweilen, des hl. Pius X., dessen liturgischer Gedenktag am kommenden Samstag gefeiert wird, und dabei einige seiner Charakterzüge hervorheben, die auch für die Hirten und die Gläubigen unserer Zeit nützlich sein können.
Giuseppe Sarto, so lautete sein Name, wurde 1835 in Riese bei Treviso in einer Bauernfamilie geboren und nach dem Studium im Seminar von Padua mit 23 Jahren zum Priester geweiht. Zunächst war er Kaplan in Tombolo, dann Pfarrer in Salzano und danach Domherr in Treviso, wo er mit dem Amt des bischöflichen Kanzlers und Spirituals des Diözesanseminars betraut war. In diesen Jahren, in denen er reiche und umfassende pastorale Erfahrungen sammelte, bewies der zukünftige Papst jene tiefe Liebe zu Christus und zur Kirche, jene Demut und Einfachheit und jene große Fürsorge für die Notleidenden, die sein ganzes Leben kennzeichneten. 1884 wurde er zum Bischof von Mantua ernannt und 1893 zum Patriarchen von Venedig. Am 4. August 1903 wurde er zum Papst gewählt. Diesen Dienst nahm er nur zögernd an, da er sich einer so hohen Aufgabe nicht gewachsen fühlte.
Das Pontifikat des hl. Pius X. hat in der Kirchengeschichte bleibende Spuren hinterlassen und war von einem beachtlichen Reformstreben gekennzeichnet, das zusammengefaßt ist in dem Motto »Instaurare omnia in Christo – Alles in Christus erneuern." (....)

Quelle:  La Santa Sede, LEV

und vor 5 Jahren:

am 20. August 2011 beim Weltjugendtag in Madrid feierte Papst Benedikt XVI Vigil und Anbetung mit mehr als 2 Millionen Jugendlichen, die den widrigen Wetterbedingungen trotzten und im Schlamm knieten.
Auch Benedikt XVI weigerte sich -trotz des Drängens seiner Mitarbeiter- den Platz zu verlassen- und blieb bis zum Schluss.

                           

Quelle: Il blog di Raffaella

A. Socci zu den neuen päpstlichen Prioritäten oder der Kardiologen-Kongress


Selbst wenn man davon ausgeht, daß Socci in seiner Sorge um den Katholishen Glauben übertreibt, ist das, was nicht zu leugnen und offen für jeden sichtbar ist, keine Messe am 15. August, keine Teilnahme am Eucharistischen Kongress, die Feier einer New-Age-Gaia-Kult-Vesper u.a. beunruhigend genug:  klicken

"JETZT GEHT BERGOGLIO AUCH ZUM KARDIOLOGEN-KONGRESS, WEIGERT SICH ABER, ZUM EUCHARISTISCHEN KONGRESS ZU FAHREN"


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"Die "neue Bergoglio-Religion" wird immer klarer sichtbar. Man kann das etwa so zusammenfasssen: " die Eucharistie verdunkeln und die ökumenischen Umarmungen aller Religionen (besonders Islam und Protestantismus, aber auch die New-Age-Religion) loben.
So kann man auch die Auswahl Bergoglios verstehen ( es ist eher ein Pontifikat der Gesten als der Worte, was im Fall Bergoglio schon für sich aussagekräftig genug ist).
Das bedauernswerteste Beispiel ist seine sture Weigerung, am nationalen Eucharitischen Kongress  teilzunehmen, der vom 15. -18. September in Genua stattfindet. Er ist der erste Papst der Nachkonzilszeit, der sich weigert, am wichtigsten, dem Allerheiligsten Sakrament gewidmeten Symposium der Italienischen Kirche teilzunehmen, das Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Mission der Katholischen Kirche ist.
Zum Ausgleich ist gestern angekündigt worden, daß er sich am 31.August zum Kongresszentrum Roms begeben und am Kongress der Kardiologen teilnehmen wird.
Nicht daß sich Bergoglio besonders für Kardiologie interessierte, er will wissen lassen, daß er am Eucharistiekongress offensichtlich desinteressiert ist.

Msgr.Negri : keine Muslime in der Katholischen Messe.

Andrea Morigi im "Libero" berichtet über den Bischof von Ferarra Luigi Negri, der die Anwesenheit von Muslimen bei der Eucharistiefeier ablehnt, und das in seiner Kathedrale auch klar geäußert und begründet hat.
Hier geht´s zum Original  klicken

"Die Messe wurde nicht mit dem Ziel eingesetzt, um verschiedenen Religionen Gelegenheit zum Dialog zu bieten, sondern um die Getauften am Mysterium der Passion, des Todes und der Auferstehung des Herrn Jesus Christus , dem Sohn Gottes, teilnehmen zu lassen."


                             

MGSR NEGRI: 
     "Nein zu muslimen bei katholischen messeN"  
"Es reicht jetzt mit den Muslimen in der Kirche! Am Ende der Eucharistiefeier am 15. August in der Kathedrale von Ferrara, hat Erzbischof Luigi Negri gesagt, was ihm am Herzen liegt. Und so  kehrt er vor dem Schluss-Segen an den Ambo zurück und wendet sich an die Versammlung:
"Es scheint mir fundamental wichtig, eine Sache klarzustellen "-beginnt er. Das, was er in der Predigt auszulassen beschlossen hatte, ist eine Ankündigung "Es ist sicher wichtig, daß man in einem so delikaten Augenblick, wie dem, den wir gerade erleben, alle Möglichkeiten zum Dialog und der Begegnung aktivieren muß, um das gegenseitige Verstehen zwischen den Mitglieder der verschiedenen Religionen zu fördern. Ich bin tatsächlich ernsthaft überzeugt, daß das Kennenlernen durch den Dialog ein besseres soziales Klima begünstigen kann."

Bis hierher ist alles gut. Außer, daß es nach der Teilnahme gewisser Mitglieder der Muslimischen Gemeinde an liturgischen Feiern -eingeschlossen in der Diözese Ferrara-Comacchio- am 10. August aus dem Viminal (ital. Innenministerium) ein Ausweisungsdekret gegen den Albaner Hidri Sajmir gegeben hat, der ganz in der Nähe in Vigarano Mainarda (Vorort von Ferrara) lebte und Licht auf die dunkle Seite der Moscheen geworfen hat- die der Gewalt. 

Um die Worte des Innenministeriums Angelino Alfano aufzugreifen, hat der Mann "gegenüber den Gläubigen Proselytismus betrieben, in einer Sprache mit Zügen von Fanatismus und hat im Internet frenetisch websites besucht, deren Inhalt Bezüge zum IS hat-"

Es ist besser, derartige Leute außerhalb der italienischen Grenzen zu haben.
Was die pastorale Praxis angeht, ist es jedenfalls völlig nutzlos,Gläubige anderer Religionen oder Nichtgetaufte in die Kirche einzuladen, was nur Verwirrung und Verwunderung bei den Katholiken schafft.
Besonders nachdem es weniger als einen Monat her ist, seit es am 26. Juli eben die Söhne Allahs waren, die in Saint-Etiènne-du-Rouvray in der Normandie einen Priester enthauptet haben, der die Hl. Messe feierte. Es ist natürlich, daß-sogar bei praktizierenden Katholiken- dieses "umarmen wir uns" plötzlich einige Zweifel aufkommen läßt.

Im Endeffekt zeigt eine Untersuchung von Ifop, die Le Monde am 12.August veröffentlicht hat, daß 45% der französischen Katholiken den Islam als "eine Bedrohung" wahrnehmen.
Im letzten Jahr waren es nur 33%. Unter den Franzosen generell beobachtet man aber nur eine leichte Veränderung: 32-33%.

Das Gutmenschentum der Kirchenhierarchie scheint immer weniger überzeugend zu sein -nach einer Enquète, die auch zugleich die Meinung der 71% Gläubigen für die der Islam zu sichtbar zu einflussreich ist, registriert, abhängig von den Erklärungen zur Laizität.  
Es ist 4 Jahre her da glaubten das nur 60%. Und heute ertragen die Katholiken auch die ostentative Zurschaustellung des muslimischen Schleiers für Frauen nicht mehr: von 54% vor 4 Jahren sind es jetzt-nach 67% - 63 % der Durchschnittsfranzosen geworden.
Nicht wirklich Soumission.