Mittwoch, 27. Juli 2016

Geopfert wie ein Lamm:


Für die im Namen Allahs und der Religion des Friedens sozialisierten Täter ist Kehlen durchschneiden Normalität, da macht es keinen Unterschied ob ein würdiger alter Priester oder ein Lamm geschächtet wird.
Sandro Magister schreibt bei Settimo Cielo zum gestrigen Mord an Père Jacques Hamel
Hier geht´s zum Original  klicken 

"WIE EIN LAMM GEOPFERT IM NAMEN ALLAHS. IN EINER KIRCHE"


agnello
"Sie sprechen von "verrückt", "blind", "sinnlos", sie die vielen zitternden Männer der Kirche- über die Gewalt, die vor allem in Frankreich und Deutschland zuschlägt, zuletzt diesen Morgen in der Kirche von St. Etienne-du-Rovray in der Normandie, mit dem alten Priester, dem wie einem Lamm die Kehle durchgeschnitten wurde- während der Messe

Fast immer wird die Urheberschaft vom IS übernommen.
Und auch die Indizien beweisen, daß effektiv eine Verbindung zwischen den Terroristen und dem Kalifat bestand. Was beeindruckt, sind die Lebensbedingungen der Mörder, nicht unterdrückt, nicht arm, nicht ausgegrenzt, nicht gedemütigt. Sogar offensichtlich gut in die sozialen Umstände integriert.

Der Fall Deutschland ist exemplarisch. Man muß von diesem Stand der Dinge ausgehen, wie der jesuitische Islamologe Samir Khalil Samir in seiner heute in "Asia News" veröffentlichten Analyse der letzten von Islamisten verübten Morde schreibt.  
  
Pater Samir lehrt am Päpstlichen Orient-Institut, dessen Interimsdirektor er auch war und der während des Sommers in Deutschland lebt und arbeitet,
In den Jahren Benedikts XVI war er der meistgefragte Islamologe im Vatican.
Hier der Schlußteil seiner Analyse.
  
"ES IST FALSCH ZU SAGEN, DASS DER ISLAM EINE RELIGION DES FRIEDENS IST"
Im Fall von Deutschland sind alle verblüfft, es hat mehr als eine Million Migranten aufgenommen und behandelt sie eher gut. Ein Zentrum für Flüchtlinge in der Nähe meines Hauses funktioniert bestens, die Kinder gehen in die Schule, bekommen Unterhalt, die Erwachsenen gehen zum Deutschunterricht in die Abendschule. 

Die . Veränderung bei diesen muslimischen Jugendlichen ist eine Neuheit.
Heute ist die Kritik an Angela Merkel äußerst heftig und alle kritisieren sie wegen ihrer Großzügigkeit bei der Aufnahme. Vielleicht ändert sich die Situation.
Jetzt wo es Hunderttausende von Flüchtlingen geworden sind, funktionieren die Integrationsprogramme vielleicht nicht mehr. 

Viele Deutsche sagen, daß das Integrationsprojekt in der Krise ist, weil die Zahl der Migranten zu groß geworden ist. Ich möchte sagen, wenn man es mit dem Rest Europas vergleicht, ist Deutschland ein Modell für die Kraft, die Immigranten zu integrieren.
Und noch heute ist die Lösung Integration und nicht ihre Zurückweisung. 

Leider aber hat der Islam Schwierigkeiten, sich zu integrieren, weil er eine Kultur ist, die in vielen Punkten denen des zeitgenössischen Westens widerspricht. Vom religiösen, sozialen, zwischenmenschlichen  Standpunkt bis hin zu Essensgewohnheiten  ist er ein komplettes System. Daß die Religion eine andere ist, das ist kein Problem, aber die Tatsache, daß im Islam die Religion an ein politisches, soziales, kulturelles, historisches, sittliches System gebunden ist, das alles beeinflußt, sich zu kleiden, jemandem die Hand zu geben oder nicht, die sozialen Beziehungen.
Das sind alles Dinge, die es schwer machen, sich an die Gedankenwelt des Westens anzupassen.

In der Vergangenheit, als es Nordafrikaner waren, die nach Europa waren, waren sie schon ein wenig säkularisiert. Entweder weil sie der französischen Kolonialisation unterworfen waren  und dem von ihren Regierenden eingeführten Stil in Tunesien und Algerien oder weil sie Berber, örtliche Ethnien waren, die sich weigern, sich als "Araber" zu definieren.
Heute dagegen ist es der radikale und islamistische Einfluss, der eine in jeder Weise andere Welt anstrebt und die Integration sehr schwer macht.

Vertritt man die islamistischen Positionen (Muslimbrüder, Salafisten etc) ist die Integration schwer. Aber wenn man sich als offener Muslim betrachtet und auch die westlichen Gesellschaft akzepiert, dann ist sie möglich. Früher war es so: die westliche Gesellschaft wurde als Entwicklungs-und Emanzipationsmodell betrachtet. Heute dagegen soll die westliche Gesellschaft zurückgewiesen werden. Und deshalb schafft der Islam ein neues islamisches oder islamistisches (fundamentalistisches) Modell.
Für unser Jahrhundert ist das ein großer Konflikt.

Man muß auch den Mut haben, zu sagen, daß auch im Islam Elemente von Gewalt im Koran und im Leben Mohammeds gibt. Wenn man aber fortfährt zu sagen, daß der Islam eine Religion des Friedens ist, schafft man nur Verwirrung und Verschleierung.

Gestern habe ich noch einmal die Rede die britischen Premierministerin Theresa May von vor 3 Jahren angehört, als sie noch nicht Premier war, in der sie bei einer Begegnung mit Muslimen tausendfach wiederholt: "Der Islam ist eine Religion des Friedens. Im Koran gibt es keine Sure die Gewalt beinhaltet " und den enthusiastischen Applaus der Anwesenden entgegen nimmt. Alles das ist unglaublich, es ist der Versuch, das Problem zu minimieren.
Und so etwas kommt auch von den europäischen Staatsoberhäuptern, mehr als von den Bevölkerungen.

Warum tun sie das? Um die Stimmen der islamischen Gemeinschaften zu bekommen. Auch in Frankreich ist es so, seit einigen Jahren darf die Regierung Grundstücke für Moscheen und Islamzentren zur kostenfreien Nutzung für 99 Jahre vergeben.So haben sie Frankreich mit vom Land bezahlten Moscheen überzogen, die den Terrorismus unterstützen.
Unter den Politikern ist es ein Moralverlust, wenn man bedenkt, daß sie zu allem bereit sind, um Stimmen anzuhäufen. Und es ist auch eine Prise von Ignoranz, keiner sollte sagen, daß es im Koran keine Gewaltsuren gibt. Ignoranz und Moralverlust aber sind eine explosive Mischung."

Quelle: Settimo Cielo. Sandro Magister

Dienstag, 26. Juli 2016

Messtexte von heute und heutiger Tag

Es nimmt mich mit das Attentat in Frankreich und alles was ich anfange zu schreiben, finde ich nicht gut, deshalb habe ich mich mit den Messtexten von heute beschäftigt, die der Pater Jacques heute morgen, gebetet hat, bevor er den Märtyrertod starb.

Heute ist der Festtag der Heiligen Gottesahnen Joachim und Anna, wie es im orthodoxen Ritus so wunderschön heißt.
Das Fest der Großeltern Jesu, der Eltern Mariens ist insofern bedeutend, weil es die Menschwerdung, die absolute Menschwerdung Gottes sozusagen ausmalt.

Gott stellt sich ganz hinein in die Geschichte der Menschen,
Er kommt nicht einfach nur, indem er einen Menschen, Maria, sozusagen von allem irdischen losschält, von allem irdischen entfremdet, so wie der arme Junge aus dem Märchen, der die Prinzessin im Glasberg erlöst, heiratet und  dann nie mehr was mit seiner Familie und dem normalen Leben  zu tun hat.
Nein so ist es nicht, es ist so, dass er ganz Mensch geworden ist, Mensch mit allem was dazu gehört, auch einer Kette von Vorfahren.
Von daher ist es schon ein Zeichen, dass ausgerechnet an diesem Tag diese schreckliche Tat geschehen ist, die mich doch schockiert.


Fundstück des Tages

Nach dem heutigen Mord hat Antonio Socci getwittert:  Je suis catholique und dem kann sich besser und überzeugter anschließen als "je suis Charlie" o.ä.


          

Père Jacques Hamel , Opfer und Märtyrer

Ob seine lumpenproletarischen, barbarischen Mörder wußten, daß sie Pater Hamel zum Märtyrerstatus verholfen haben? Aber in irgendeiner Weise interessant sind dieser beiden Loser nicht.

Wir werden Pater Hamel nicht vergessen. Er hat in der Kirche Saint Etienne -des Hl. Stefans- des ersten Märtyrers das Martyrium erlitten.

         

St.Etienne-du-Rouvray gehört zur Diözese Rouen, dort starb am 30. Mai 1341 auch die Hl. Johanna
von Orléans den Märtyrertod.

               Dominique Ingres (1780-1867): Johanna bei der Krönung von Karl VII. in der Kathedrale in Reims


       

Priestermärtyrer

rorate caeli zum Märtyrertod von Pater Hamel. Hier geht´s zum Original:   klicken


"ERSTER PRIESTER-MÄRTYRER DES  21. JAHRHUNDERT IN FRANKREICH"

Während der 9-Uhr-Messe in der Pfarrkirche Saint Etienne in Saint-Etienne-du-Rouvray, im Außenbezirk von Rouen, in der Normandie, betraten zwei Angreifer die Kirche, nahmen die meisten der Anwesenden -einschließlich des Priesters und zwei Nonnen- als Geiseln und-bevor sie vom Sonderkommando getötet wurden- schnitten sie dem Priester die Kehle durch.

Märtyrer! Der Märtyrer gewordene Priester war Pater Jacques Hamel, 84 Jahre alt, möge er für uns im Himmel beten!

So viele Christen sind in den vergangenen Jahren außerhalb Europas Märtyrer geworden- ebenfalls Opfer des Islams: es paßt, daß der erste Priester-Märtyrer Westeuropas seit vielen Jahren aus der Ältesten Tochter kommt."

Quelle: rorate caeli

RIP Pater Jacques Hamel!

                                                                                                                                                                                  Christus nobiscum state
                                                         

                                             

Pater Jacques Hamel hat heute in seiner Kirche, während er die Hl. Messe feierte, das Martyrium erlitten.
Der 84-jährige Priester im Ruhestand hatte in seiner ehemaligen Kirche eine Urlaubsvertretung übernommen. Zwei Muslime haben ihre Hände mit seinem Blut besudelt, aber es lohnt sich nicht, sich über sie weitere Gedanken zu machen.
Wir beten für die Seele Pater Hamels und bitten ihn als Märtyrer für den Glauben um seine Fürbitte.


                                                

Der Erzbischof von Rouen, Msgr. Dominique Lebrun hat in Krakau nach dem Mord in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray folgendes Kommuniqué herausgegeben:

"Aus Krakau, wo ich von dem Mord heute früh in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray erfahren habe. Er hat 3 Opfer gefordert, den Priester, Pater Jacques Hamel und die Mörder. Drei weitere Personen sind verletzt, eine davon sehr schwer.
Ich schreie zu Gott- mit allen Menschen guten Willens.
Ich wage, die Nichtglaubenden, einzuladen, sich diesem Schrei anzuschließen!
Mit den Jungen vom WJT beten wir, wie wir am Grab des während des Kommunistischen Regimes ermordeten Pater Popielusko in Warschau gebetet haben.

Generalvikar Pater Philippe Maheut ist seit den ersten Augenblicken am Ort- Ich werde heute Abend in meiner Diözese sein-bei den schwer schockierten Familien und der Pfarrgemeinde.
Die Katholische Kirche hat keine andere Waffen als das Gebet und die Brüderlichkeit zwischen den Menschen. Ich lasse hier Hunderte junge Menschen zurück, die die Zukunft der wahren Menschheit sind. Ich bitte sie, nicht die Hände sinken zu lassen angesichts der Gewalt und Apostel der Zivilisation der Liebe zu werden."

Dominique Lebrun
Erzbischof von Rouen


                         


St. Etienne du Rouvray: Was sagt der Papst dazu?

Die Meldungen über den grausamen Angriff muslimischer Mörderbanden auf eine Feier der Heiligen Messe in Rouen überschlagen sich.
Was wohl der Papst dazu sagt?



Dem ist ja wohl auch nix mehr hinzuzufügen. Was hat er damals im Namen der Wahrheit alles erdulden müssen. Wie wurde er angegriffen! Und wie hat er doch recht behalten!


Sandro Magister : Der Vatican hat etwas vergessen.

Sandro Magister stellt sich einige Fragen zu einem Artikel Pater Lombardis über Msgr. Balda 
Hier geht´s zum Original:  klicken
.
"SEKRETÄR DER PRÄFEKTUR IM GEFÄNGNIS, ABER SIE HABEN VERGESSEN IHN ZU ENTLASSEN"
"Der Artikel von Pater Federico Lombardi in der jüngsten Ausgabe der "Civiltá Cattolica"
ist sein Schwanengesang als scheidender Direktor des Pressesaals des Hl. Stuhls- eine Rolle, die er mit untadeliger Professionalität ausgefüllt hat.


balda


Aber der ist für ihn vielleicht auch ein Neubeginn, nicht mehr als bescheidener und treuer Sprecher der vaticanischen Autoritäten sondern als Meinungsmacher.
Der Artikel jedenfalls ist ein perfektes Beispiel der Vermischung beider Rollen.
Er betrifft zuerst die erstinstanzliche Entscheidung des als Vatileaks II bekannten Prozesses und rekonstruiert ihn mit gebotener Neutralität und einer Fülle technischer Details, geht aber andererseits über streng juristische Erwägungen hinaus und bietet dem Leser auch eigene Überlegungen an.

Ein lesenswerter Artikel also und gut geschrieben, Im Artikel von Pater Lombardi gibt es eine Passage, die eine Frage aufwirft,
Es ist die Passage, in der der berühmte Jesuit das Profil von Msgr. Lucio A. Vallejo Balda, zeichnet, der in erster Instanz zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde

Pater Lombardi schreibt:
"Die persönlichen Lebensumstände des Hauptangeklagten müssen mitfühlend und barmherzig betrachtet werden. Angesichts einer sehr großen und delikaten Verantwortung - zu viel für ihn?- Als er schon seit einiger Zeit Sekretär der Präfektur für Wirtschaftsbelange des Hl. Stuhl war, wurde er zum Sekretär der Cosea ernannt, was vollkommen gerechtfertigt erschien, obwohl bestimmte persönliche Merkmale, die während des Prozesses erkennbar wurden und denken lassen, daß er eine so komplexere Aufgabe nicht hätte ausfüllen können.
Daher geriet er in eine Krisensituation, woraus anomales Verhalten resultierte, das nicht mit seiner klaren kirchlichen Verantwortung in Einklang stand.

Die Frage, die aus der Lektüre dieser Zeilen Pater Lombardis entsteht, ist diese; wenn er eine solche Persönlichkeit ist, warum ist er immer noch als Sekretär der Präfektur für Wirtschaftsfragen beschäftigt?
Es wird wohl wahr sein, daß die Zukunft dieser Präfektur an einem seidenen Faden hängt, nachdem dieses Sekretariat für die Wirtschaftsbelange des Vaticans von Kardinal Pell gegründet worden.

Was rechtfertigt aber- solange die Präfektur existiert, die fornal über die wirtschaftlichen Aktivitäten des Hl- Stuhls überwacht, weiter hin Msgr. Vallejo Balda weiterhin zu  beschäftigen, der wegen seiner Inkompetenz offensichtlich für diese Rolle ungeeignet ist?

Was für eine Kurienreform ist das, wenn man nicht einmal solchen Typen das Handwerk legt?"

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

Montag, 25. Juli 2016

"Haec Sancta" das von der Kirche verdammte Konzilsdokument

Eine weiters Lektion in Kirchengeschichte. Roberto de Mattei stellt bei Corrispondenza Romana das Konzilsdokument von 1415 Haec Sancta vor, das anschließend als häretisch verworfen wurde.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"HAEC SANTCA  (1415)  : EIN KONZILSDOKUMENT, DAS VON DER KIRCHE VERDAMMT WURDE"

"Das Konzil von Konstanz (1414-1418) wird als 21. Konzil der Kirchengeschichte gezählt, aber eines seiner Dekrete, Haec Sancta vom 6.April 1415, wird als häretisch angesehen, weil es die Suprematie des Konzils über den Römischen Pontifex verkündet.

                             



In Konstanz wurde Haec Sancta dem Dekret "Frequens" (9.Oktober 1417) hinzugefügt, das ein weiteres Konzil 5 Jahre später, ein weiteres für 7 Jahre später und dann alle 10 Jahre vorschrieb. Damit schrieb es dem Konzil de facto die Funktion einer permanenten kollegialen Körperschaft zu, die mit dem Papst zusammenarbeitet und ihm de facto vorgesetzt war.  .
Martin V, der 1417 in Konstanz gewählte Papst, erkannte in der Bulle "Inter cunctas" vom 22. Februar 1418 die Ökumenität des Konzils von Konstanz und alle seine Entscheidungen mit der allgemeinen restriktiven Formel "in favorem fidei et salutem animarum" an.
Wie wissen nicht, ob der Papst die Konzils-Theorien wenigstens teilweise anerkannte, oder vielleicht unter dem Druck der Kardinäle, die ihn gewählt hatten, gezwungen wurde, diesen Standpunkt einzunehmen.
De facto wies er Haec Sancta nicht zurück, führte das Dekret Frequens rigoros durch und setzte das Datum für das nächste Allgemeine Konzil  fest, das in Pavia-Siena (1423-1431) abgehalten wurde und legte die Stadt Basel als Ort für die folgende Versammlung fest. Aber er starb am 21. Februar 1431 und die Versammlung begann unter seinem Nachfolger Gabriele Condulmer, der am 3.März 1451 als Papst Eugen IV gewählt worden war.

Schon bei der Eröffnung des Konzils von Basel brach ein Streit zwischen zwei Parteien aus: denen, die dem Papsttum treu waren und den Partisanen der Konzilstheorien, die die Mehrheit der Konzilsväter darstellten. Daraus resultierte ein sich dahinschleppender Krieg, mit wechselndem Verlauf. In der ersten Phase zog Eugen IV seine Approbierung für die Rebellenväter von Basel zurück.

Sonntag, 24. Juli 2016

Kardinal Ottaviani an die Bischofskonferenzen der Welt. Aus der jüngeren Kirchengeschichte

rorate caeli erinnert an die Veröffentlichung des postkonziliären Rundbriefes von Kardinal Ottaviani an die Bischöfe vor 50 Jahren. Hier geht´s zum Original: klicken


"50 JAHRE NACH DER ANDEREN OTTAVIANI - INTERVENTION "CUM OECUMENICUM CONCILIUM" : EIN LETZTER APPELL AN DIE BISCHÖFE DER WELT DIE HÄRESIEN ZU EIMINIEREN"


Ottaviani  1966


Heute ist der 50. Jahrestag des ersten und einen Dokumentes das vom alten Sant´Uffizio unter dem neuen Namen Kongregation für die Glaubensdoktrin als Rundbrief "Cum Oecumenicum Concilium" veröffentlicht wurde,
Der Lateinische Text kann in den Acta Apostolica Sedis 58 (S, 59-661) gefunden werden.
Nur 7 Monate nach dem Ende des II. Vaticanischen Konzils von Alfred Kardinal Ottaviani, dem letzten Sekretär des Sant´Uffizio (1959-1965) und Pro-Präfekten der Glaubenskongregation (1965-1968) veröffentlicht, zeigt es wie schnell die offenen Häresien sich "als bösartige Irrtümer" unmittelbar nach dem Konzil weiter in der Kirche ausbreiteten. Es ist das letzte Dokument des Hl-Stuhls, das von Häresie spricht und das letzte, das die Bischöfe schroff dazu aufruft, diese "auszuradieren".

Im Januar 1968 war Kardinal Ottaviani in den Ruhestand gegangen und mit seinem Rückzug gint der alte Kampfgeist des Sant´ Uffizio unwiderruflich verloren. (Das haben häretische Theologen und ihre treuen Medienanhänger zu Zeiten Kardinal Ratzingers aber ganz anders gesehen, von Hans Küng auf-oder abwärts)
Die sanften und manchmal fast entschuldigenden "notficationes" nachfolgender Präfekten gegen individuelle Häresien weist nicht ganz das gleiche Ethos aufm nicht grundlos sind sie als "nur schlechte Buchkritik" lächerlich gemacht worden.
Die Erfahrung der letzten 50 Jahre ist Zeugnis des Versagens des Katholischen Episkopates als Ganzem sich dem Ruf Kardinal Ottavianis anzuschließen.

Hier geht´s zum Gesamttext des Rundbriefes in deutscher Übersetzung: klicken
Hier ein Ausschnitt au dem Rundbrief Kardinal Ottavianis


                          HEILIGE KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

Rundschreiben an die Präsidenten der Bischofskonferenzen
zu einigen Erklärungen und Irrtümern bezüglich
der Interpretation der Beschlüsse des
Zweiten Vatikanischen Konzils

Da das Zweite Vatikanische Konzildas vor kurzem zu einem glücklichen Abschluss gebracht werden konnte, überaus weise Dokumente lehramtlichen und disziplinären Inhalts veröffentlicht hat, um das Leben der Kirche wirksam zu fördern, obliegt dem gesamten Gottesvolk die schwere Pflicht, sich mit ganzer Kraft für die Umsetzung all dessen einzusetzen, was unter dem Einfluss des Heiligen Geistes von besagter universaler Versammlung der Bischöfe unter dem Vorsitz des Papstes feierlich vorgeschlagen und beschlossen worden ist.

Fundstück II:"Vergeben ist nicht ignorieren....", heute vor 7 Jahren

gefunden bei Blog di Raffaella. (mille grazie!)
Daß die Zeit solcher Predigten in Fülle erst 7 Jahre her ist, ist vielleicht das Erstaunlichste und angesichts magerer Jahre schmerzlich.
                 
Während seines Sommerurlaubs in LesCombes besuchte Papst Benedikt XVI Aosta .

                       

U.a.nahm er an der Vesper in der Kathedrale teil und hielt eine Stegreifpredigt zum Thema Vergebung.
Hier geht´s zur deutschen Übersetzung  klicken  und hier ein Ausschnitt:

"Allmächtiger und barmherziger Gott. Eine römische Oration, die an einen Text aus dem Buch der Weisheit anknüpft, lautet: »Du, o Gott, zeigst deine Allmacht in der Vergebung und in der Barmherzigkeit.« Der Höhepunkt der Macht Gottes ist die Barmherzigkeit, die Vergebung. Nach unseren heutigen weltlichen Begriffen von Macht denken wir an jemand, der große Besitztümer hat, der in der Wirtschaft etwas zu sagen hat, über Kapital verfügt, um den Wirtschaftsmarkt zu beeinflussen. Wir denken an jemanden, der militärische Macht hat, der andere bedrohen kann. Die Frage Stalins: »Wieviel Divisionen hat der Papst?« kennzeichnet immer noch die durchschnittliche Vorstellung von Macht. Macht hat derjenige, der gefährlich werden kann, der bedrohen und zerstören kann, der viele Dinge der Welt in der Hand hat. Aber die Offenbarung sagt uns: »So ist es nicht«; die wahre Macht ist die Macht der Gnade, der Barmherzigkeit. In der Barmherzigkeit zeigt Gott die wahre Macht.
Und so lautet der zweite Teil der Anrede: »Du hast die Welt erlöst durch das Leiden, durch das Leiden deines Sohnes.« Gott hat gelitten und im Sohn leidet er mit uns. Und das ist der äußerste Höhepunkt seiner Macht, daß er fähig ist, mit uns zu leiden. So zeigt er die wahre göttliche Macht: Er wollte mit uns und für uns leiden. In unserem Leiden sind wir nie allein. Gott hat in seinem Sohn zuerst gelitten, und er ist uns nahe in unseren Leiden."


Quelle: raffaellablogspot, La Santa Sede, LEV 

Fundstück: WJT


Aus dem Irak sind 200 Jugendliche, 2 Bischöfe, 8 Priester und 10 Nonnen in Polen eingetroffen.


                         

gefunden bei Twitter:

200 JMJ irakiens sont arrivés en Pologne, +2 évêques, 8 prêtres, 10 religieuses. ن

Samstag, 23. Juli 2016

aus dem Barock, über das absoluteste Elend

Andreas Gryphius ist ein Dichter des Barock und ja, ich weiß Sohn eines evangelischen Diakon, aber ich bin ihm neulich, mehr aus Versehen über den Weg gelaufen und ich finde das Gedicht, Tränen des Vaterlandes, echt genial, weil es in der Aufzählung allen Leides, dass zumindest bei mir, wieder die Gänsehaut hervorrief, wie damals als unser Geschichtslehrer uns aus dem Simplex Simplicissimus vorlas, dennoch das wahre Elend nicht vergisst.
Damals wie heute mag ich es nicht hören, was Menschen Menschen antun können, aber man kann dem, gerade, wenn man sich versucht den modernden Medien nicht zu verschließen, nicht entfliehen.

Aber wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass es  das wahre Elend  immer noch gibt und immer mehr, auch und wenn von Pest und Hungersnot und wildgewordenen Söldnerscharen nun, Gottseidank, nichts befürchtet werden muss. Aber es dennoch kann man nicht leugnen, dass  wir immer noch und nicht zu knapp von  Ängsten und Sorgen geplagt werden.



Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret!
Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun
Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Karthaun
Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret.

Die Türme stehn in Glut, die Kirch' ist umgekehret.
Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun,
Die Jungfern sind geschänd't, und wo wir hin nur schaun
Ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut.
Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut,
Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen.

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,
Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnot,
Dass auch der Seelen Schatz so vielen abgezwungen.


versuchen wir, in all den Wirren, an denen auch unsere Zeit reich ist, den Glauben nicht zu verlieren, 

Beileid und Nähe vom ehemaligen Erzbischof

Vatican Insider /ANSA berichtet über den Schmerz des Papa emeritus über das Geschehen in München, wo Joseph Ratzinger von 1977 bis 1982 Erzbischof war, Hier geht´s zum Original:  klicken

"Papst emeritus Benedikt XVI ist über das Geschehen in München informiert worden. Er betet für die unschuldigen Opfer und drückt ihren Angehörigen sein Beileid und seine Nähe aus."

Auch die Münchner Kirchennachrichten haben eine Meldung dazu.


               





Das Urteil von 1946 gegen Kardinal Stepinac wurde aufgehoben

Wie wir bei crux lesen können, hat ein Gericht in Kroatien das Nachkriegsurteil gegen Kardinal A. Stepinac aufgehoben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"GERICHT IN KROATIEN HEBT DAS URTEIL VON 1946 GEGEN KARDINAL AUF"

"Ein Gericht in Kroatien hat gestern das Urteil aus dem Jahr 1946 gegen einen katholischen Kardinal aufgehoben, der von den früheren kommunistischen Machthabern wegen Kollaboration mit dem profaschistischen Marionettenregime während des 2. Weltkrieges verurteilt worden war.

Wie die offizielle Nachrichtenagentur HINA berichtet, hat das Landgericht Zaghreb am Freitag das Urteil, mit dem Kardinal Aloizije Stepinac wegen Verrates zu 16 Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilt wurde aufgehoben.

                    Croatian court overturns 1946 verdict against cardinal
                              Büste von Kardinal Stepinac   Credit: Total Croatia News
                    


Richter Ivan Trudic urteilt, daß Urteil der Nachkriegsurteils schwer gegen juristische Grundregeln
verstößt, einschließlich gegen das Recht auf einen fairen Prozess, wie HINA schreibt.
Trudic beschreibt dessen Durchführung als einen "inszenierten politischen Prozess"

Stepinac wird von vielen Kroaten als Held angesehen, aber von Serbe und Juden beschuldigt, mit der Ushtasha sympathisiert zu haben, die für den Tod Zehntausender in kroatischen Konzentrationslagern verantwortlich sind.

Das heutige Urteil wird wahrscheinlich die Spannungen in den Beziehungen zum benachbarten Serbien anheizen, das Stepinac als Kriegsverbrecher betrachtet, Die Serbisch Orthodoxe Kirche hat  gegen den Plan der Katholischen Kirche, Stepinac heilig zu sprechen protestiert

Kroatien, ein entschieden katholisches Land wurde nach dem 2. Weltkrieg Teil Teil des kommunistisch regierten Jugoslawiens. Jugoslawien brach in den 90-er Jahren nach einer Serie ethnischer Konflikte der früheren Teilrepubliken gegeneinander auseinander.

Kroatien trat 2013 der Europäischen Union bei,"

Quelle: crux