Montag, 20. Oktober 2014

Gesetz, Gnade und Sünde

In letzter Zeit haben so viele Blogger und andere die Lehre der Kirche verteidigt, dass ich echt den Überblick verloren habe.
In der neuesten Ausgabe von Theologisches, das ist nur, damit keiner denkt, die Idee stamme ursächlich von mir, befindet sich ein langer Artikel von Michael Gurtner zu dem Vortrag des Kurienkardinals Walter Kasper im Konsistorium im Februar.
Der Autor kommt immer wieder auf die Quintessenz. "Die Gebote Christi sind die Barmherzigkeit Gottes"

Weil er groß und glaubwürdig war

Sandro Magister schreibt heute auf seinem blog "Il settimo cielo" zur gestrigen Seligsprechung Papst Pauls VI in Anwesenheit des emeritierten Papstes Benedikt XVI-   hier geht´s zum Original:  klicken


Paul VI nach Ratzinger. Weil er "groß und glaubwürdig war"
Sandro Magister


paoloVI

"Am Abend vor der Seligsprechung Pauls VI hat der Osservatore Romano erstmals die Predigt vollständig abgedruckt, die der damalige Kardinal Ratzinger, Erzbischof von München und Freising, anläßlich  der Totenmesse für Papst Giovanni Battista Montini am 10. August 1978 gehalten hatte.
In den folgenden Passagen erinnert Ratzinger auf bewegende Weise an die Momente, in denen Paul VI  "intensiv mit seinem Wunsch, sich zurückzuziehen kämpfte"
Damals wußte der zukünftige Benedikt XVI noch nicht, daß dieser Kampf auch der seine sein würde.Wenn man diese seine Worte heute noch einmal wieder liest, bekommen sie eine prophetische Bedeutung und helfen dabei, den Sinn seiner Demission zu verstehen.
Darüber hinaus lobt Ratzinger die unbeugsame Festigkeit Pauls VI, der Telekratie und der Demoskopie, den beiden diktatorischen Mächten der Gegenwart, zu widerstehen und Entscheidungen zu fällen, auch harte, "wenn die essentielle Tradition der Kirche auf dem Spiel stand" -und das alles "aus der Tiefe seines Glaubens heraus".
Paul VI, ein "ans Kreuz genagelter Pontifex"
von Joseph Ratzinger
(....) Die letzten Worte des auferstandenen Herrn an Petrus, nachdem er ihn als Hirte seiner Herde eingesetzt hatte, waren: "Wenn du alt sein wirst, wird ein anderer dich gürten und dich bringen, wohin du nicht willst" (Joh. 21,18) Es war eine Anspielung auf das Kreuz, das am Ende seines Weges auf Petrus wartete. Es war- generell gesprochen- ein Hinweis auf das Wesen dieses Amtes. Paul VI hat sich immer dahin bringen lassen, wohin er menschlich von sich aus niemals gehen wollte. Immer mehr beudeutete das Pontikfikat für ihn, sich von anderen gürten zu lassen und ans Kreuz genagelt zu werden.


Papst Paul VI, Papst Franziskus, Petrus & Simon, Fortsetzung


Antonio Socci fährt fort:

BLEIERNE JAHRE
"Gegen Ende seines Pontifikates, in den dunklen 70-er Jahren, in denen die ideologische Lüge sich in grassierende politische Gewalt und Hass gegen die Christen verwandelte, bekräftigte Paul VI- während er die Situation der von gegensätzlichen Ideologien und vagabundierenden Häresien eroberten Kirche betrachtete,  klar, daß "der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist."

Dramatische Wahrheit. Eines Tages gestand er dem Freund Jean Guitton: "Zur Zeit gibt es in der Welt und in der Kirche-große Verwirrung und das, was da in Frage gestellt wird, ist der Glaube. Ich verstehe jetzt, was mir das dunkle Wort Jesu im Lukas-Evangelium  immer wieder sagt: "Wenn der Menschensohn zurück kommt, wird er dann noch Glauben auf der Welt finden?" Ich lese immer wieder das  Evangelium vom Ende der Zeiten und stelle in diesem Moment fest, dass sich einige Zeichen dieses Endes zeigen"
Zuletzt hatte Papst Montini diese prophetische Intuition:" Was mich trifft, wenn ich die katholische Welt betrachte, ist dass im Inneren des Katholizismus nichtkatholisches Denken vorzuherrschen scheint, das morgen das Stärkere sein wird. Aber es wird nicht das Denken der Kirche repräsentieren. Eine kleine Herde muß bestehen bleiben, wie klein sie auch sei."
Dann haben Johannes Paul II und Benedikt XVI, spirituelle Söhne Pauls VI, die Wiedergeburt des Glaubens, die Wiederentdeckung Jesu durch Teile der Jugend und den Wiederaufbau der durch die "Bombardierungen" verwüsteten Kirche verkörpert. Sie haben sich den Häresien entgegen gestellt. Aber der Rückzug Benedikts XVI bedeutete die Rückkehr der Dunkelheit der 70-er Jahre, die Paul VI geängstigt hatten.
Und die Synode dieser Tage war der gefährlichste Versuch des Nichtkatholischen Denkens, im Inneren der Kirche die Mehrheit zu erlangen und sich zum Lehramt zu machen.

Papst Paul VI, Papst Franziskus, Petrus & Simon.


Antonio Socci spricht auf seinem blog "Il Straniero"  Klartext, hier geht´s zum Original:  klicken

"WARUM PAUL VI, HEUTE SELIG GESPROCHEN, DAS GENAUE GEGENTEIL VON PAPST BERGOGLIO IST. DEM ES BEI DER SYNODE NICHT GELANG, DIE KASPER-LINIE DURCHZUSETZEN. RESULTAT DER OPERATION: EINE DURCH DIE SCHAFFUNG EINER IMMENSEN KONFUSION BEZÜGLICH DER LEHRE ZERRISSENE, UNGLAUBWÜRDIGE KIRCHE.

Es ist für Papst Bergoglio unangenehm, Papst Paul VI selig zu sprechen, weil er sein exaktes Gegenteil ist.
Der wurde vom gesamten katholisch-progressistischem Establishment (der Linken zugeneigt) verlassen, das in ihm zuerst ein Ziel sah.
In den 60-er Jahren explodierte die radikale und marxistische Revolution, die ihre Schäden zuerst durch den Kommunismus und dann durch den daraus resultierenden Nihilismus anrichtete (bei Augusto Del Noce nachzulesen).
Paul VI ist der große Prophet, der sich dieser angekündigten Katastrophe entgegenstellte und versuchte, eine Mauer gegen die radikale und marxistische Invasion zu errichten.
Bergoglio dagegen ist derjenige, der diese Mauer einreissen will.

DIE BEIDEN GEGENSÄTZE
Papa Montini wollte gegen den Konformismus des Einheitsdenkens angehen, nur um die Kirche und den wahren Glauben zu verteidigen. Er wurde vom gesamten intellektuellen, progressistisch-katholischen Establishment ( das der Linken zuneigte) verlassen, die in ihm ein Angriffsziel sahen.
Er akzeptierte die Isolation und ihre Feindseligkeit, um Christus treu zu bleiben, auch auf Kosten seiner persönlichen kulturellen Sensibilität (dadurch überwog -so wie es seine Pflicht war-in ihm Petrus über Simon)
Kardinal Ratzinger sagte bei seinem Tod: "Paul VI hat der Telekratie und der Demoskopie widerstanden, den beiden diktatorischen Mächten der Gegenwart. Er konnte das, weil er weder Erfolg noch Zustimmung als Maßstab nahm, wohl aber das Gewissen, das sich an der Wahrheit und am Glauben mißt."

Papst Bergoglio tut das genaue Gegenteil und nutzt das laikale Mediensystem, das ihm völlig ergeben ist, um die Kirche der Welt anzugleichen, "politisch korrekt" und um seine persönlichen Ideen durchzusetzen ( indem er Simon vor Petrus stellt).

Paul VI beabsichtige mit dem heroischen Prophetismus von "Humanae Vitae"  die Zerstörung des Menschlichen anzuklagen, der affektiven Beziehungen und der Werte des Lebens, die durchlöchert zu werden drohten (und das Bild der heutigen Schlächtereien beweist das 50 Jahre danach).


Dagegen denkt der "Bergoglioismus" , wie man bei der Synode sehen konnte, angesichts dieser nihilistischen Liquidierung des Menschlichen daran, die Augen zu verschließen.


Montini ist  der Papst (unseren ahnungslosen Medien beliebt es, ihn immer noch "umstritten" zu nennen)der als Erster den "anthropologischen Ernstfall" erkannte, der heute explodiert und hat diese "nicht verhandelbaren Werte" formuliert, die Bergoglio heute verkennt und verschrottet.


Tatsächlich verband Paul VI "Humanae Vitae" mit "Populorum Progressio", und zeigte so, daß die Verteidigung der menschlichen Würde von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, sich auf das Naturrecht bezieht (dessen Hüter die Kirche ist) und das die Basis jeden wirklichen Fortschritts- ökonomisch, zivilisatorisch  und sozial- ist.



Der Teufelstritt

Teufelsschritt Frauenkirche
Zeichen im Eingang des Münchner Doms: Der Teufelstritt
Bild Public domain (via Wikimedia commons)
Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen unserer Stadt. Die ganze Welt kennt die Doppeltürme, die München überragen und die auch die Endhöhe der Hochhäuser in der Stadt begrenzen.  Viele Besucher werden angelockt von diesem spätgotischen Bauwerk, auch weil es dort etwas zu sehen gibt, was nicht jede Kirche hat: Der Teufelstritt. Der Legende nach soll der Baumeister des Doms mit dem Teufel gewettet haben, dass der Dom keine Fenster hat und mit dem Tritt hat der Teufel seine Freude darüber bekundet .... Nun die Geschichte endete anders. Der Teufel hatte sich zu früh gefreut, sah die vielen Fenster rannte heraus aus der Kirche, um viel Wind zu machen und den Bau zum Einsturz zu bringen. Das versucht er seit Jahrhunderten und hat doch immer wieder das Nachsehen. Wenn man um den Dom herum läuft spürt man den starken Wind, aber der Dom steht immer noch.
Diese Teufelstritte gibts auch in unserer Zeit. Man konnte sie zum Beispiel am letzten Montag deutlich bemerken.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Kirchweih-Sonntag in Bayern: Wer eine Kirche baut ....

... schafft ein Stück Himmel auf Erden.


Genau so haben wir uns heute im Hochamt gefühlt: Ein Stück Himmel auf Erden. Ein Geschenk Gottes, damit wir schon mal einen Blick dorthin werfen können, was uns dereinst erwartet.

Das "Haus voll Glorie" war auch bei uns Eingangs-Lied, wenn auch mit dem Text aus dem neuen Gotteslob.

Danach feierten wir ein schönes lateinisches Hochamt, begleitet von der "Dominikus-Messe" von W.A.Mozart.

Das Haus voll Glorie, der Himmel auf Erden war das Thema der Predigt. Mit bewegenden, gut gewählten Worten hörten wir vom Bau vieler Kirchen in Bayern, die eben deshalb so schön seien und ausgeschmückt wurden, weil für die Menschen, denen es damals materiell nicht so gut ging,  die Kirche der Ort war, wo sie die himmlischen Freuden sehen konnten.
Von vielen Kirchen in Bayern ist bekannt, dass alle mithalfen, die Kirchen so schön zu machen und dass vielen dafür nichts zu teuer war.
Wunderbar! Und man konnte den Menschen ansehen, wie sehr sie sich über diese Worte gefreut haben.
Danach erklang das Credo, dem wir alle mit vollem Herzen zustimmen konnten.
"Credo in unum Deo" ... mit einem besonders schönen und langen "Et incarnatus est....". Da lohnt sich das hinknien...  Wunderbar war es, als zum "Sanctus" sich die Sonnenstrahlen mit dem Weihrauch vereinigten, hinter dem dann die vergoldeten Szenen des Hochaltars leuchteten. So muss es im Himmel sein!


Ein Haus voll Glorie schauet (vorkonziliare Version) passt!

Heute ist mir die vorkonziliare Version des "Hauses voll Glorie" über'n Weg gelaufen und ja,  sagen wir mal so man merkt schon wie soft und ja niemandem auf den Schlips treten die neue Version ist.
Triumphalismus ist ja out und kämpfen das tun die anderen, während wir im Feldlazarett uns jeglicher Äußerung die darauf schließen lässt, dass es eine Wahrheit gibt, enthalten.
Klar ist mit dem Kampf ein geistiger Kampf gemeint, und wenn man die 6. Strophe so fest gesungen hört, möchte man auch in höhnisches Gelächter ausbrechen, von wegen der fest geschlossenen Reihen im Glaubensstreit.
Beobachtet man doch schon seit Jahrzehnten den ausufernden Streit der paar verbliebenen Frommen über sel und jenes, der sich zusammenfassen lässt "Herr schütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden komm ich schon selber klar!"
Aber ich denke mal, gerade weil es ein geistiger Kampf ist, der zu führen ist, und der geführt wird, so werden die Beter schon fest zusammenstehen auch wenn es aus der Perspektive des Nichtbeters anders aussieht:

Nun aber zum Kirchweihsonntag, als Trost und wegen der Hoffnung, die sich aus Matth 16, 18, auch wenn es so aussieht als wäre der Fels selber instabil, ergibt
1.
Ein Haus voll Glorie schauet
Weit über alle Land',
Aus ew'gem Stein erbauet
Von Gottes Meister Hand.
Gott! wir loben dich;
Gott! wir preisen dich;
O laß im Hause dein
Uns all' geborgen sein!
2.
Gar herrlich ist's bekränzet
Mit starker Türme Wehr,
Und oben hoch erglänzet
Des Kreuzes Zeichen hehr.
Gott! wir loben dich;
...

Schwere Niederlage für die Kasper-Linie.


Schwere Niederlage für die Kasper-Linie. Der Papst ohrfeigt Traditionalisten und Progressisten"
(wörtlich züchtigt sie mit der Rute)
So überschreiben Matteo Matzuzzi und Massimo Introvigne ihren Artikel bei La Nuova Bussola Quotidiana:  klicken  

"Die Synodenversammlung hat den Paragraphen über die kontroversesten Themen -die wiederverheirateten Geschiedenen, spirituelle Kommunion, Schwule- nicht zugestimmt, obwohl sie in den Circuli Minores neu formuliert worden waren.
Eine eklatante Niederlage des deutschen Kardinals, der sich mehr als alle anderen für diese Argumente exponiert hatte, aber auch für das Staatssekretariat, das für die Relatio vom vorigen  Montag verantwortlich war, die offensichtlich eine Realität abbildete, die sehr von der der realen Debatte abwich.
Auch die zurückgewiesenen Paragraphen werden im Schlussdokument der Synode erwähnt, die der Papst in Grundzügen zu Linien umformen wollte, die als Grundlage für weiterführende Diskussionen in den Ortskirchen dienen sollte.

3 Ohrfeigen für die Kasper-Linie
von Matteo Matzuzzi
Bei der Endabstimmung haben die 3 Paragraphen, die die am meisten bekämpftem Argumente beinhalten- die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion, die spirituelle Kommunion, die Öffnung für Homosexuelle-, die erforderliche qualifizierte 2/3 Mehrheit nicht erreicht, obwohl sie  im Vergleich zum Originalvorschlag sehr verwässert wurden.

Gehorcht dem Papst, er ist Garant der Wahrheit
von Massimo Introvigne
Am Ende der Synode eine überraschende Rede des Papstes, in der er die Freiheit der stattgehabten Debatte würdigt und die gegensätzlichen Versuche der Traditionalisten und Progressisten tadelt und deutlich den Gehorsam einfordert, der dem Papst geschuldet ist.
Das ist für seine "normale" tägliche Richtung in der Kirche, nicht nur im Lehramt außerordentlich.



Benedetto bei der Seligsprechungsmesse für Papst Paul VI

Hier gibt es die ersten Fotos vom Papa emeritus heute auf dem Petersplatz:   klicken und hier klicken

                        
1977: Papst Paul VI und der neue Kardinal, Erzbischof von München und Freising Joseph Ratzinger.
Der selige Papst Paul VI hat während seines Pontifikates den Dominierungsversuchen von Telekratie und Demoskopie beispielhaft widerstanden und sich vor den folgenden Anfeindungen und persönlichen Diffamierungen- besonders nach Humanae Vitae- nicht gefürchtet und nicht beeindrucken lassen.
                                    Seliger Paul VI  bitte für uns und die Kirche!

Die ersten schönen Bilder des Tages

Explosiver Artikel der Repubblicca. Wahr oder Verschwörungstheorie frustrierter Progressisten?

Nachdem zur großen Enttäuschung der Mainstreammedien "ihre" Synode ohne Revolution in ihrem Sinne quasi mit einem Schiffbruch endete, bringt die Repubblicca heute einen Artikel mit explosivem Potential.
Ob wahr oder erfunden, es ist auf alle der Fälle der Versuch, die "siegreichen" konservativen Bischöfe in ein schlechtes Licht zu stellen, ein Revanchefoul-sicher auch für den schwer gestrauchelten Kardinal Kasper (der sich allerdings selbst ein Bein gestellt hatte). Futter für alle Verschwörungstheoretiker. Warten wir ab, ob die Sala Stampa das bestätigt oder dementiert.
Hier geht´s zum Original von Claudio Tito :  klicken

"Und Ratzinger wies die Fronde der Konservativen zurück.
Der Papst bin nicht ich, Franziskus entscheidet."
Die gescheiterte Mission einer Gruppe von Kardinälen in der Residenz Benedettos. Der informierte seinen Nachfolger mit einem Billett.

"In den heißesten Tagen dieser Synode, gab es ein Billett, das sicher den Inhalt und das Resultat der Diskussion verändert hat. Eine kurze aber fundamentale Nachricht. Abgeschickt aus dem Kloster Mater Ecclesiae und in Santa Marta empfangen. Zwei Orte, die in den letzten beiden Jahren eine besondere Wertigkeit hatten: sie sind die Residenzen des emeritierten Papstes Joseph Ratzinger und des amtierenden Papstes Jorge M. Bergoglio.
Und so war bei den Begegnungen mit den 191 Synodenvätern auch ein unerwarteter Protagonist anwesend: Benedikt XVI.
Ratzinger hat natürlich nicht an der Arbeit der Kommissionen und den von seinem Nachfolger einberufenen Sitzungen teilgenommen. Dennoch war er nicht abwesend, um Fransziskus zu unterstützen."nicht nur im Gebet-so behauptet man in den Korridoren auf petrinischem Grund und Boden- sondern auch mit seiner Statur als Papa emeritus und als größter lebender Theologe".
In diesen Tagen fand eine der wichtigsten Konfrontationen seit dem II. Vaticanischen Konzil statt. Die zur Diskussion stehenden Themen waren ohne Präzedenz. Die Öffnung für "nichttraditionelle" Familien und die Rechte der Homosexuellen bestimmten eine spannende Diskussion."
(....) der Rest des Artikels ist online leider nicht verfügbar.
Aber der Sprengsatz ist in der Schlagzeile enthalten.
Quelle:Claudio Tito, LaRepubblicca

Wichtiges Update:

Alle meine Entchen: Sichere Quellen aus Italien haben es inzwischen bestätigt: was wir schon vermutet haben. An der Geschichte nichts dran. Da hat wohl ein Repubblica-Redakteuer mal wieder "aus dem Gedächtnis" geschrieben. Wäre ja nicht das erste mal.
Und natürlich ist der auch der Spiegel voll in die Falle getappt ... ist auch nicht das erste Mal.

Ausschnitte aus der Abschluss-Relatio und einige Abstimmungsergebnisse


3 der Paragraphen, die zur Abstimmung standen, fanden nicht die erforderliche 2/3 Mehrheit von 123 Stimmen und wurden somit abgelehnt. Das sind interessanterweise die, die Kardinal Kasper am meisten am Herzen lagen und in der Forte-Relatio vom Montag stark herausgehoben wurden, die Paragraphen 52, 53 und 55.
Hier ein Ausschnitt aus der Schluß-Relatio der Synode:
.....
52  Die Möglichkeit einer Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zum Bußsakrament und zur Eucharistie wurde bedacht. Etliche Synodenväter  bestanden darauf, in Anbetracht der konstituierenden  Beziehung zwischen Teilnahme an der Eucharistie und der Kommunion mit der Kirche und ihrer Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe, bei der aktuellen Praxis zu bleiben. Andere drückten ihre Zustimmung zu einer nicht-generalisierten Zulassung zur Eucharistie in bestimmten, besonderen Situationen und unter ganz speziellen Umständen aus, besonders in irreversiblen Fällen, die mit einer moralischen Verpflichtung Kindern gegenüber verbunden sind, die sonst einem ungerechten Leiden unterworfen würden. Dem möglichen Zugang zu den Sakramenten solle eine Bußperiode unter der Verantwortung des diözesanen Bischofs vorangehen. Diese Überlegung zur Unterscheidung zwischen der objektiven Situation der Sünde und abschwächenden Umständen müsse vertieft werden. Es sei zu bedenken, daß die Zuschreibung und Verantwortlichkeit für eine Tat durch verschiedene psychologische oder soziologische Faktoren verringert oder sogar aufgehoben werden könne.
Dieser Paragraph erreicht nicht die 2/3 Mehrheit:  104 stimmten dafür, 74 dagegen.

53 Einige Synodenväter vertraten die Meinung, daß wiederverheiratete Geschiedene mit Gewinn spirituellen kommunizieren könnten. Andere fragten, warum sie jetzt nicht an der sakramentalen Kommunion teilnehmen können. Eine Vertiefung der Überlegungen zu diesem Problem ist erforderlich, um die Besonderheiten beider Formen klar herauszuarbeiten und ihre Verbindung zur Theologie der Ehe.
Dieser Paragraph erreichte ebenfalls nicht die 2/3 Mehrheit, 112 stimmten dafür, 64 dagegen.

Samstag, 18. Oktober 2014

Interview mit einem Interviewer

Edward Pentin über das mittlerweile weltberühmte Kasper-Interview

     

Hier erklärt sich auch, wie es zu der Fehleinschätzung Kaspers kommen konnte.
Wie Pentin sagt, kannte der Kardinal einen der beiden anderen Journalisten als kirchenpolitisch "auf seiner Linie", und dachte deshalb, er könne seine Überzeugungen frei und ungeschminkt-auch was seine Beurteilung der afrikanischen Bischöfe betrifft- äußern.
Das bedeutet allerdings auch, daß die gesprochenen Sätze wirklich der Überzeugung des Kardinals entsprechen, was das Ganze sicher nicht besser macht.
Das Video haben wir bei orbis catholicus secundus gefunden. Dank dafür.

Ein allgemeines Gefühl der Erleichterung oder ein Wunder von Johannes Paul II

Gefunden bei rorate caeli   klicken   dem ist nichts hinzuzufügen, daher zitieren wir

"Wichtig: Backlash gegen die Manipulierte Synode von Papst Franziskus. Schnipsel aus einem Rom im Unglauben nach 18 Monaten Angst und Druck"

"Es gibt ein allgemeines Gefühl von großer Erleichterung" so beschreibt ein Professor an der Päpstlichen Universität die Stimmungslage am Ende der Synode.
Wörtlich:  "Donnerstag gegen Mittag, hat Johannes Paul II in der Synode ein Wunder getan."

"Das" -so schreibt man bei rorate caeli- "war die Stunde, in der Aufstand gegen den von Franziskus sorgfältig ausgesuchten Mann begann, seinen eigenen ersten Kardinal, Lorenzo Baldisseri, von Bergoglio für die unschätzbaren Dienste, die er ihm während des Konklaves 2013 leistete, hochgepriesen, vor einem Jahr ausgewählt, um die Synode 2014 und 2015 so zu orchestrieren, daß die vom Papst gewünschten Ergebnisse ohne jeden Widerspruch erreicht würden.
Das war eine schwierige Aufgabe, aber Baldisseri widmete sich ihr kraftvoll und im Zentrum stand essentiell die Operation Medien. So lange die Synodentexte geheim blieben, bewegte sich die Medienoperation schnell mit faits accomplis vorwärts, die durch nichts aufzuhalten waren, sodaß das Endresultat eine revolutionäre Schlussrelatio sein würde, die als große Beifallskundgebung des Weltsepiskopates für den Papst, als fast guruartigen ruhmreichen Führer, dessen Meisterung der Ereignisse weder geleugnet noch aufgehalten werden konnte, wirken würde.

In dieser Serie von faits accomplis wäre die von Erzbischof Bruno Forte vor der Synode (!) geschriebene Relatio der ersten Woche, ein glänzender Schritt gewesen: und jeder hier in Rom weiß, daß Franziskus wußte, las und der Veröffentlichung zustimmte. Nichts von dieser Größenordnung geschieht in diesem sehr persönlichen und egozentrischen Pontifikat ohne direktes Wissen des Papstes.
Was unerwartet war-aber nicht hätte sein sollen, war, daß die Mehrheit trotz des intensiven Drucks entschied daß eher wojtylanisch als bergoglianisch sein zu wollen.

Ich habe in den letzten Tagen mit einer große Anzahl Prälaten, viele von ihnen Synodenväter, gesprochen. Sie alle sind wütend und indigniert über Franziskus. Ein Vorsitzender der Bischofskonferenz eines großen afrikanischen Landes nannte ihn mir ins Gesicht "einen Agenten der Zerreissung"

Selbstdemontage

Es ist traurig, Kardinal Walter Kasper bei seiner mit großem Elan betriebenen Selbstdemontage zuzuschauen. Auslöser war das den 3 Journalisten vor den Toren der Synodenaula gegebene Interview zum Verlauf der Versammlungssitzungen, in dem die unsäglichen Äußerungen über die afrikanischen Bischöfe im Speziellen ( keiner hört ihnen zu, war noch eines der neutralsten statements) und die Afrikaner im Allgemeinen fielen.
Als die Agentur Zenit die unweisen Worte des ehemaligen Küng-Assistenten Kasper (lange vor jedem deutschsprachigen Medium im englischen Sprachraum verbreitet) veröffentlichte, gingen sie um die Welt und sorgten global, aber besonders bei den Synodenvätern für Furore.
Was tat da unser Kardinal?
Er log. Behauptete, er habe nie ein Interview gegeben und das Unsagbare nie gesagt. Zenit nahm daraufhin das Interview von seiner Website.
Edward Pentin jedoch besitzt zu seinem und unserem Glück- einen Audio-Mitschnitt, den er der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte. ( Nicht ausdenkbar, was ohne den passiert wäre- die Reputation Pentins wäre zerstört gewesen, was Kasper, wie es aussieht, mit seiner Lüge billigend in Kauf nahm)
Nachdem nun Mitschnitt und Abschrift des realexistierenden Interviews wiederum um die Welt gingen, mußte unser listiger Kardinal reagieren, weil solche Äußerungen während der Synode, wo er noch mehrmals den afrikanischen Synodenvätern gegenüber treten mußte, unentschuldbar und nicht wegerklärbar sind.
Was tut also der schwäbische Purpurträger?
Er lügt erneut.
Jetzt behauptet er (was ad hoc durch Anhören des Mitschnitts widerlegt wird, bei dem man hören kann, wie er Pentin antwortet), er habe den 2 anderen Journalisten ein Interview gegeben, nie mit Pentin gesprochen und dieser habe das Gespräch heimlich aufgezeichnet und habe so das Berufsethos der Journalisten verletzt.
Das ist harter Tobak.